19.2.2026:
Vorlesen fördert die Konzentrationsfähigkeit und den
Wortschatz:
Entwicklung: «Erkenne sofort, ob einem Kind
vorgelesen wurde oder nicht»
https://www.20min.ch/story/lehrer-erkennen-sofort-ob-kindern-vorgelesen-wird-was-steckt-dahinter-103475052
Webseite:
https://www.kinderlesen.ch/
Fototexte:
-- Auch wenn es
für die Eltern manchmal anstrengend sein kann:
Vorlesen lohnt sich.
-- Auch wenn
die Kinder selber lesen lernen, sollen Eltern
oder andere Bezugspersonen weiterhin vorlesen.
-- Mit dem
Vorlesen soll man ganz früh beginnen, aber
auch Familien, die im Alltag viele
Geschichten erzählen und miteinander
kommunizieren, geben ihren Kindern ein gutes
Sprachgefühl mit.
Der Artikel:
Laura Zygmunt
-- Michelle de Oliveira -- Auf
Social Media behaupten Lehrpersonen, dass sie sofort
merken, welchen Kindern vorgelesen wird. Ob das
wirklich stimmt und welche Vorteile Vorlesen mit sich
bringt.
«Ich kann nicht sagen, ob ein Kind gestillt wurde oder
nicht, aber ich erkenne sofort, ob einem Kind vorgelesen
wurde oder nicht.» Das sagt ein britischer Lehrer auf
Tiktok und trifft einen Nerv der Zeit. Knapp 260'000
Menschen haben sein Video gesehen. Ob er wirklich der
Erste ist, der diese These aufstellt, ist unklar – auf
Social Media finden sich zig andere Videos mit der
identischen Aussage.
Ein solches Video teilt beispielsweise auch Creatorin
Jenni auf Tiktok. Ihr deutschsprachiges Tiktok hat über
400'000 Aufrufe und über 600 Kommentare.
«So ein guter Satz, aber wann sollte man anfangen
vorzulesen?», fragt jemand in der Kommentarspalte. «Mein
Kind ist zwei Jahre alt und hört mir leider gar nicht
zu, wenn ich vorlese», schreibt jemand anderes. «So ein
Quatsch, das erkennt man nicht», lautet die Meinung
einer anderen Person.
Tipp: Kinder- und Jugendbuchfestival in Zürich
Wer das Vorlesen nicht nur im Kinderzimmer, sondern
gemeinsam mit anderen Familien feiern möchte, bekommt in
Zürich eine passende Gelegenheit: Dort findet demnächst
das Festival «Kinder lesen» statt und lädt zu 12
Lesungen für Kinder und Jugendliche von 0 bis 14 Jahren
ein. Dazu kommen eine grosse Bücherschau, Kalligrafie-
und Handlettering-Workshops und die Buchvernissage von
Globis neuem Kinderbuch.
Merken Lehrpersonen, wem vorgelesen wird und wem
nicht?
Wir haben beim Dachverband Lehrerinnen und Lehrer
Schweiz (LCH) nachgefragt, ob Lehrpersonen in der Schule
wirklich merken, ob einem Kind vorgelesen wird oder
nicht. «Aus unserer Sicht kann eine Lehrperson zwar
gewisse Anzeichen erkennen, diese lassen aber keine
eindeutigen Rückschlüsse darauf zu, ob dem Kind zu Hause
vorgelesen wird oder nicht», antwortet Dr. Beat A.
Schwendimann, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle.
Die individuelle Sprachentwicklung hänge von vielen
Faktoren wie der familiären Zeit, dem Zugang zu Büchern
und der allgemeinen Förderung ab.
Aber: «Kinder, denen regelmässig vorgelesen wird,
verfügen oft über einen breiteren Wortschatz und
differenzierte Satzstrukturen», so der Experte. «Sie
zeigen häufig eine längere Konzentrationsspanne beim
Zuhören, stellen aktive Nachfragen und erzählen
Erlebnisse mit einem klaren roten Faden.»
Und wie sieht es im umgekehrten Fall aus? «Ein weniger
sicherer Wortschatz oder Mühe mit längeren mündlichen
Aufträgen dienen als mögliche Hinweise darauf, dass
einem Kind wenig oder nicht vorgelesen wird», sagt Dr.
Beat A. Schwendimann. «Das ist aber keine Diagnose.»
Weitere Hinweise können sein, dass betroffene Kinder
teilweise weniger Ausdauer im Umgang mit Texten oder
eine geringere Vertrautheit mit Erzählformen zeigen.
«Diese Beobachtungen hängen stark vom Umfeld und den
bisherigen Lernerfahrungen ab.» Pisa-Auswertungen für
die Schweiz verdeutlichen, dass die Lesefreude eng mit
der Kompetenz im Umgang mit Texten verknüpft ist.
So klappt es zu Hause mit dem Vorlesen
Früh anfangen: Mit dem Vorlesen oder
dem Erzählen von Bilderbüchern soll man möglichst früh
anfangen, bereits im Babyalter. Die Auswahl der Bücher
kann man je nach Interessen und Ausdauer mit der Zeit
anpassen.
Regelmässigkeit und Rituale: «Ein
kurzes tägliches Ritual von fünf bis zehn Minuten ist
wirksamer als seltene lange Einheiten. Das gemeinsame
Betrachten von Bildern und einfache Gespräche über den
Inhalt von Geschichten sind bereits wertvoll», rät Dr.
Beat A. Schwendimann.
Auch im Schulalter nicht aufhören
vorzulesen: «Für Kinder ist es ungemein hilfreich, dass
ihnen während der Zeit, in der sie in der Schule lesen
lernen, weiterhin vorgelesen wird», sagt Barbara Jakob,
wissenschaftliche Mitarbeiterin des SIKJM. Der Prozess
des Lesenlernens sei sehr anstrengend und langwierig. Da
sei das Vorlesen wie ein «Geschenk» und helfe den
Schülerinnen und Schülern. «Erfahrungsgemäss ist das
jedoch genau der Moment, in dem Eltern aufhören
vorzulesen, da sie denken, das Kind muss das jetzt
selbst lernen.»
Vorlesen macht schlau
Fakt ist: Vorlesen bringt eine ganze Reihe von Vorteilen
mit sich. Die Ärztin Maria Bordelius zählt in einem
Tiktok-Video einige davon auf: «Vorlesen macht dein Kind
schlauer, es schafft Nähe und vergrössert den
Wortschatz.» Kinder lernen durch Geschichten, Gefühle zu
erkennen und zu benennen. Durch das Zuhören und
Stillsitzen üben sie ausserdem, sich zu konzentrieren
und bei der Sache zu bleiben.
Es gibt ausserdem zahlreiche Studien, welche die
Vorteile des Vorlesens belegen, etwa dass es
nachweislich die schulischen Leistungen verbessert.
«Regelmässiges Vorlesen unterstützt das
Sprachverständnis massgeblich und erleichtert den
Einstieg in das Lesen und Schreiben», ergänzt Dr. Beat
A. Schwendimann.
Auch Alltagsgeschichten helfen Kindern
Beim Vorlesen geht es nicht nur um Bildung: «Wer Bücher
vorliest, bietet Kindern Nähe und Aufmerksamkeit und
schafft einen Raum, in dem sie sich sicher und geborgen
fühlen können», schreibt das Schweizerische Institut für
Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) auf seiner Website.
Ausserdem werden die Empathiefähigkeit sowie die
sozialen und emotionalen Kompetenzen gefördert. Das
Institut führt am 27. Mai seinen neunten Schweizer
Vorlesetag durch. Das gemeinsame Vorlesen soll nicht nur
Menschen verbinden und den Austausch fördern, sondern
auch darauf aufmerksam machen, wie wichtig Vorlesen für
die kindliche Entwicklung ist.
Doch es ist nicht alles ans Vorlesen geknüpft:
«Familien, die im Alltag sprachlich viel miteinander
kommunizieren und tolle Geschichtenerzähler sind, geben
ihren Kindern ebenfalls viel Sprache mit», erklärt
Barbara Jakob, wissenschaftliche Mitarbeiterin des
SIKJM. Diese Sprache sei jedoch mehr mit der
Alltagssprache verknüpft als mit der literarischen,
welche in Büchern zu finden ist. Da die literarische
Sprache näher an der Bildungssprache ist, hilft das
Kindern später im Schulkontext.»
"Eierschaleneltern":
UNberechenbare "Eierschaleneltern" am
2.3.2026: Das stresst die Kinder bis ins Mark, wenn
die kr. Eltern keine "emotionale Verantwortung" zeigen
- und das hemmt das Kind und die Kreativität:
Erziehung: Wer
mit «Eierschalen-Eltern» aufwächst, zahlt später
den Preis
https://www.20min.ch/story/erziehung-wer-mit-eierschalen-eltern-aufwaechst-zahlt-spaeter-den-preis-103513479
Carolina
Lermann -- Zurückhaltende,
überangepasste Kinder wirken brav – stehen aber häufig
unter Dauerstress. Warum das Aufwachsen mit
sogenannten Eierschalen-Eltern bis ins
Erwachsenenleben nachwirkt.
Vielleicht kennst du das Gefühl aus deiner Kindheit: Die
Haustür geht auf, deine Mama kommt nach Hause und dein
Herz fängt plötzlich an zu rasen. Du bist nervös, weil
du nicht weisst, in welcher Stimmung sie sich gerade
befindet.
Oder: Du willst deinem Papa etwas erzählen, dieser hört
dir aber nicht zu. Statt deinen Frust darüber zum
Ausdruck zu bringen, schluckst du deine Gefühle runter.
Mal wieder. Denn du hast gelernt, dass deine Emotionen
eine Situation nur verschlimmern. Diese besondere
Vorsicht, als würdest du auf Eierschalen laufen, ist
kein seltenes Phänomen.
Verständnis, Rückzug oder Wut: Wie reagiert Mami oder
Papi?
Auch wenn der Begriff «Eierschalen-Eltern» kein
offizieller ist, beschreibt er recht treffend eine
Kindheit, die davon geprägt ist, wenn Emotionen der
Eltern unberechenbar und unvorhersehbar sind. «Kinder
wissen nicht, ob sie auf elterliches Verständnis,
Rückzug, Wut oder Kränkung stossen», erklärt Psychologin
Joëlle Gut.
Darum bauen
Betroffene eine Art Schutzwall
um sich herum: «Oft sind diese Kinder
extrem
aufmerksam gegenüber Stimmungen, Tonlagen
oder kleinsten Veränderungen. Sie
übernehmen auch
häufig früh Verantwortung und sind auffällig
unauffällig». Was auf den ersten Blick empathisch, stark
oder brav wirkt, kann beim genaueren Hinsehen laut Gut
als Unsicherheiten oder Stress gedeutet werden.
«Viele trauen sich kaum, eigene Bedürfnisse zu äusseren
– aus Angst, bei den Eltern etwas auszulösen.» Sie
lernen früh:
Sicherheit entsteht durch Anpassung.
Darum richtet sich ihr Blick auch vor allem nach aussen.
Wie geht es Mama? Ist Papa heute gut gelaunt – oder
halte ich mich lieber zurück? Das eigene Wohlergehen
rückt in den Hintergrund. «Das erschwert die Entwicklung
von Selbstwahrnehmung, emotionaler Sicherheit und
Vertrauen.»
Weitere Symptome
-- Bauch- oder Kopfschmerzen
-- Einschlafschwierigkeiten
-- Depressive Verhaltenszüge
-- Rückzug
-- Psychische Symptome
Psychisch hochbelastend: «Das Kind lebt nicht im Moment»
«Entscheidend ist nicht die einzelne Eskalation, sondern
die ständige Unsicherheit darüber, wie die elterliche
Stimmung gerade ist», sagt Gut. Während einzelne
Ausbrüche durch Entschuldigung und Reflexion
aufgearbeitet werden könnten, untergrabe dauernde
Unsicherheit das Urvertrauen. «Das Kind lebt nicht im
Moment, sondern ständig in Erwartung der nächsten
Eskalation.» Und das hat Folgen: Zum einen sei eine
solche Dauersituation psychisch hochbelastend, zum
anderen wirke es sich auf die Bindung aus. «Langfristig
entsteht ein unsicher-ambivalentes oder desorganisiertes
Bindungsmuster, das sich bis ins Erwachsenenalter ziehen
kann.»
Apropos Erwachsensein: Was in der Kindheit als Schutz
anfängt, endet nicht automatisch mit dem Auszug von zu
Hause. Häufig hält dieser innere Alarmmodus an. Viele
Betroffene scannen weiterhin Stimmungen, übernehmen
Verantwortung für Konflikte oder haben Mühe, eigene
Bedürfnisse zu äussern. «Häufig zeigen sich innere Leere
und chronische Anspannung. Ausserdem kann ein
unsicher-ambivalentes oder desorganisiertes
Bindungsmuster verhindern, selbst erfüllende
Partnerschaften zu leben.»
«Manche funktionieren nur noch im Dauerstress»
Hinter Eierschalen-Eltern steckt selten böse Absicht,
sondern häufig Überforderung. «Viele dieser Eltern sind
selbst emotional überlastet, haben eigene unverarbeitete
Erfahrungen oder nie gelernt, Gefühle gut zu
regulieren.» Hinzu kommt gesellschaftlicher Druck: zwei
arbeitende Elternteile, hohe Erwartungen, viel
Verantwortung. Manche funktionieren nur noch im
Dauerstress. «Man will alles unter einen Hut bringen und
springt von einem Termin zum nächsten», so Gut. Das
fördert einen elterlichen Funktionsmodus, der im
stressigen Alltag oft hilft, «uns aber wenig empathisch
erziehen lässt».
Für viele mag diese Erklärung nachvollziehbar sein. Für
Kinder wird die Situation dadurch aber nicht weniger
belastend. «Kinder brauchen keine perfekten Eltern,
jedoch eine hohe emotionale Verlässlichkeit, um die Welt
zu entdecken und in den Eltern einen sicheren Hafen zu
wissen.»
Was können Eierschalen-Eltern tun?
Wer sein eigenes Verhalten im oben beschriebenen Text
wiedererkennt, kann laut der Psychologin an Folgendem
arbeiten:
Emotionale Verantwortung
zurücknehmen. Kinder dürfen nicht für elterliche Gefühle
zuständig sein.
Vorhersehbarkeit, klare Kommunikation
und echte Entschuldigungen nach Überforderung sind
essenziell.
Sich selbst Unterstützung holen.
4 Faktoren in der Kindheit am 19.3.2026:
Gute Familie -- gute Grosseltern -- Weiterbildung mit
Lesen -- die eigene Freiheit selber entdecken dürfen:
Erfolg beginnt in der Kindheit - mit diesen vier
Grundlagen
https://www.epochtimes.de/gesellschaft/erfolg-beginnt-in-der-kindheit-und-mit-diesen-4-grundlagen-a5418013.html
Kinder profitieren mehr von einer unterstützenden
Familie als von aufwendigen Fördermaßnahmen.
Man merkt, dass man alt
wird, wenn man beginnt, die Träume, die man einst für
sich selbst hatte – wie etwa Basketball in der NBA zu
spielen –, auf sein Kind zu übertragen, bemerkte ein
Freund von mir kürzlich.
Seine Beobachtung dürfte
wohl jedem Elternteil bekannt vorkommen. Schon von dem
Moment an, in dem ein Kind noch nicht einmal geboren
ist, träumen fast alle zukünftigen Eltern davon, ihrem
Baby das Beste vom Leben zu bieten. Und in den
folgenden Jahren setzen Eltern alles daran, diesen
Wunsch zu erfüllen. Sie sorgen für optimale Ernährung,
die bestmögliche, bezahlbare Ausbildung sowie
Unterricht in Klavier, Tanz, Fußball,
Computerprogrammierung und allem anderen, was ihrem
Kind Glück und zukünftigen Erfolg bringen könnte.
Aber haben Sie sich
jemals gefragt, ob all diese Bemühungen nicht
übertrieben sind? Was wäre, wenn die Schlüssel zum
zukünftigen Erfolg unseres Kindes in viel einfacheren
Dingen liegen würden?
Diese Frage kam mir beim
Lesen der Autobiografie des US-Autors und Historikers
Russell Kirk mit dem Titel
„The
Sword of Imagination“ (Das Schwert der
Einbildungskraft) in den Sinn. Obwohl Kirk nicht
unbedingt ein bekannter Name ist, führte er zweifellos
ein erfolgreiches Leben. Tatsächlich gilt er als einer
der führenden konservativen Denker des 20.
Jahrhunderts, der Millionen Amerikaner beeinflusste,
indem er 1957 die Zeitschrift „Modern Age“ gründete
und als maßgeblicher Autor für prominente
Publikationen wie die 1955 gegründete „National
Review“ schrieb.
Man könnte meinen, dass
ein so erfolgreicher, einflussreicher Mann mit dem
Besten von allem aufgewachsen ist – und das ist er
auch, aber nicht auf die Weise, wie viele von uns
denken würden. In Wirklichkeit war seine Kindheit
geprägt von Einfachheit, charakterisiert durch die
folgenden vier Dinge:
Eine
glückliche Familie
Kirk schrieb: „Der kleine
Russell wurde in eine Welt häuslicher Ordnung
hineingeboren – eine Welt mit glücklichen Ehen, mit
Großzügigkeit gegenüber den Kindern, mit engem
familiären Zusammenhalt und einem ausgeprägten
Bewusstsein für ihre eigene Beständigkeit“.
Kirks Eltern waren weder
übermäßig reich noch übermäßig gebildet. Er notiert,
dass sein Vater nur eine – für einfache Verhältnisse
damals übliche – Schulbildung bis zur sechsten Klasse
hatte und verschiedene Jobs ausübte, bevor er
schließlich den Großteil seines Lebens bei der
Eisenbahn arbeitete. Dennoch schreibt Kirk seiner
Beziehung zu seiner Familie eine große Bedeutung zu,
die ihn „auf die Begegnung mit der feindseligen Welt
vorbereitet“ habe.
Die Anwesenheit seines
Vaters spielte dabei vermutlich eine große Rolle. Kirk
beschreibt ihn so: „Besonnen, pflichtgetreu, stets
freundlich und höflich in seiner Ausdrucksweise,
verbrachte er seine vielleicht glücklichsten Stunden
damit, mit seinem kleinen Sohn im Schatten einer
großen Eiche oberhalb des Mühlenteichs zu liegen.“
Welch ein Kontrast zu den
heutigen Vorgaben, unzählige Stunden damit zu
verbringen, Ruhm, Reichtum und Erfüllung zu suchen!
Stattdessen zeigt Kirks Vater, dass eine der größten
Erfüllungen im Leben darin besteht, treu einen ganz
normalen Beruf auszuüben, um seine Kinder zu versorgen
– einen Beruf, der einem nicht in dem Maß die Kraft
raubt, dass man keine Zeit mehr aufbringen kann, um
sich liebevoll um sie zu kümmern und sie zu fördern.
Interaktion
mit der erweiterten Familie
Neben der Zeit mit seinem
Vater verbrachte Kirk auch viel Zeit mit Frank Pierce,
seinem Großvater mütterlicherseits.
„Mr. Pierce hatte keine
engen Freunde seiner eigenen Generation“, schreibt
Kirk.
„Mit seinem Enkel
unterhielt er sich und unternahm Spaziergänge.“ Die
beiden durchstreiften Berg und Tal und „sprachen über
den Fortschritt, die Ungerechtigkeiten Richards II.,
den Wunsch nach Unsterblichkeit, die Bedeutung von
Träumen, ob das Meer kochend heiß ist und ob Schweine
Flügel haben. Gleichwohl geschah es eher durch das
eigene Vorbild denn durch förmliche Unterweisungen,
dass der alte Gentleman den Knaben Mildtätigkeit und
Seelenstärke lehrte.“
Es wird immer seltener,
dass Kinder regelmäßigen Kontakt zu ihren Großeltern
oder älteren Verwandten haben. Der Verlust von
Gemeinschaft und die Geschäftigkeit des
Familienalltags tragen dazu bei, leider aber auch der
wachsende Trend zur
Entfremdung
zwischen Eltern und erwachsenen Kindern
sowie deren Familien.
Offensichtlich hat Kirks Großvater ihn mit vielen
tiefgründigen Gedanken, Weisheit und
Charaktereigenschaften vertraut gemacht. Die Frage ist,
ob wir unseren Kindern einen regelmäßigen Zugang zu
ihren Großeltern ermöglichen, damit auch sie dieses
Wissen erlangen können. Und umgekehrt: Großeltern, nutzt
ihr eure Zeit und euren Einfluss, um die jungen Menschen
in eurem Umfeld zu fördern und zu unterstützen? Die
Weisheit der älteren Generation ist unbezahlbar.
Regelmäßige
Leseerfahrungen
Bücher waren ein fester
Bestandteil von Kirks Leben – einerseits durch die
Empfehlungen seines Großvaters, andererseits auch
durch die zahlreichen Bücher in dessen Haus. Kirk
begann erst im Alter von sieben Jahren, selbstständig
zu lesen. Dies war das Verdienst seiner Mutter, die
ihm stundenlang vorlas und ihm so einen großen
Wortschatz vermittelte. Dank dieser Vorarbeit konnte
er innerhalb von zwei Wochen lesen lernen.
„Vorlesen ist einer der
wenigen Bereiche, der alle Kriterien in Bezug auf
soziale, emotionale und mentale Gesundheit erfüllt“,
heißt
es in einem Artikel von „National Public Radio“
(NPR), in dem die Beraterin für kindliche Lese- und
Schreibfähigkeit Keisha Siriboe interviewt wurde. Sie
stellte fest, dass „Vorlesen den Menschen bei der
Stressbewältigung, bei der Entwicklung von Hoffnung
und Widerstandsfähigkeit helfen kann“. Kirks Mutter
nutzte diese Vorteile des Vorlesens unwissentlich aus.
Tun wir das auch? Wenn nicht, verpassen wir eine
wunderbare Zeit der Bindung, die unseren Kindern bei
ihrem zukünftigen Lernen und Wissen helfen wird.
Die
Freiheit zu entdecken
Viele Kinder von heute
sind in Watte gepackt und werden sorgfältig überwacht,
damit sie sich selbst oder anderen keinen Schaden
zufügen.
Nicht so bei Kirk. Ihm
wurde die Freiheit gegeben, durch eigenes Handeln zu
erkunden und zu lernen:
„Er spielte und raufte
mit den kernigen Burschen der Unterstadt, taufte sie
Ritter der Tafelrunde und stattete sie mit
Holzschwertern und Papprüstungen aus. In der Bank
seines Großvaters stempelte er rückseitige Vermerke
auf Schecks und es wurde ihm sogar gestattet, die
Schließfächer im Tresorraum wie Bauklötze
aufzustapeln.“
Wie oft ermöglichen wir
unseren Kindern, frei zu spielen und ihrer
Einbildungskraft freien Lauf zu lassen? Wie oft
erlauben wir ihnen, sich unter uns zu mischen und
unbewusst die Abläufe des Erwachsenenlebens und seiner
Mühen zu lernen, während wir arbeiten? Dadurch
entwickeln unsere Kinder eine Unabhängigkeit und
Neugier, die ihnen eines Tages helfen werden, Risiken
einzugehen und Herausforderungen anzunehmen, von denen
die heutigen, vom Bildschirm abhängigen Kinder nicht
einmal zu träumen wagen.
Fazit
Zusammenfassend lässt
sich sagen: So sehr wir unseren Kindern auch alles
geben wollen, um ihnen die beste Chance auf Erfolg zu
bieten, sind es oft die einfachsten, übersehenen
Dinge, die ihnen tatsächlich den größten Vorsprung im
Leben verschaffen. Sind wir bereit, unsere Zeit zu
opfern, um diese einfachen Dinge zu verwirklichen?
Wenn wir es nicht tun, werden unsere Kinder später
darum kämpfen müssen, den Boden wiedergutzumachen, den
sie verloren haben.
Der Artikel erschien im Original bei theepochtimes.com
unter dem Titel „Childhood
Success Starts With These 4 Basics“.
(Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
Schweiz und Erziehung am 30.3.2026:
Reiche Leute geben ihre Kinder immer mehr in der Kita
ab und erziehen immer weniger selber:
Eure Meinung: «Pool und Porsche, aber Kindererziehung
übernehmen andere»
https://www.20min.ch/story/eure-meinung-pool-und-porsche-aber-kindererziehung-uebernehmen-andere-103537199
Anja Zingg -- Immer
mehr Kinder werden fremdbetreut. Vor allem bei reichen
Familien. Das zeigt eine neue Befragung. Die Community
ist sich uneins, wie sie das finden soll.
Immer mehr Kinder in der Schweiz
werden fremdbetreut.
Neue Zahlen des Bundesamts für
Statistik bestätigen dies.
Vor allem gut verdienende Paare
lassen Kinder fremdbetreuen.
Die Community diskutiert diese
Entwicklung kontrovers.
Kinder in der Schweiz werden immer häufiger nicht nur
durch Eltern, sondern auch durch Grosseltern, den Hort
oder die Kita betreut. Das zeigen neue Zahlen des
Bundesamtes für Statistik. Rund 68 Prozent der Kinder
unter 13 Jahren in der Schweiz werden familienergänzend
betreut.
Vor allem bei Gutverdienenden ist die Kita beliebt. Mehr
dazu liest du hier im Originalartikel. Die Community
diskutiert darüber, ob dies gut oder schlecht ist.
«Musste Meinung revidieren»
Viele Leserinnen und Leser finden Fremdbetreuung etwas
Positives für das Kind. «In der Kita erhalten Kinder
sehr viel Aufmerksamkeit und lernen eine Unmenge an
Dingen, die zu Hause nicht möglich sind», schreibt User
pegasus99.
Radibu findet Kitas aus einem weiteren Grund sinnvoll:
«Die Kita ist eine Möglichkeit, Beruf und Kinder unter
einen Hut zu bringen. Dass beide im Beruf bleiben
können, ist wichtig. Wenn es Scheidungen gibt, ist die
Armutsgefahr dann viel kleiner.»
User Pegasus99 schreibt: «Ich musste meine Meinung auch
revidieren. Kinder werden dort sozialisiert, lernen
Strukturen und Abläufe und sich anzupassen, weil es eben
noch andere Kinder gibt. Sie finden dort Freunde und
Ansprechpersonen, lernen, sich in Gruppen zu verhalten,
wie man sich am Tisch aufführt und Konflikte bewältigt.
«Kita-Kinder sind nicht deine Kinder»
Doch es gibt auch die andere Seite. User Stormstepper
ist gar kein Fan von Fremdbetreuung: «Kita-Kinder sind
nicht deine Kinder und Punkt. Mindestens acht Stunden am
Tag kopieren sie fremdes Verhalten, Gesten und
Vokabular.» Auch DemonsInc findet direkte Worte: «Ist
doch toll, Porsche vor der Garage, Pool im Garten, im
Job ne grosse Nummer, aber die Kindererziehung
übernehmen andere.»
«Kita soll für Alleinerziehende sein»
User grübä findet: «Die Kita wäre eigentlich da, um
alleinerziehenden Elternteilen das Arbeiten zu
ermöglichen. Diese Kosten könnten locker durch die
Allgemeinheit bezahlt werden.»