90. Meldungen zu ADHS
18.8.2010: Es wird viel zu viel ADHS
prognostiziert und es werden viel zu viele Medikamente
geschluckt:
US-Studie untersucht ADHS-Kinder: Viele Fehldiagnosen
befürchtet
http://www.n-tv.de/wissen/Viele-Fehldiagnosen-befuerchtet-article1300186.html
<Eine Untersuchung in den USA kommt zu dem Ergebnis, dass vielen Kindern
fälschlicherweise ADHS diagnostiziert wird. Die
Arzneimittelkosten für die mutmaßlich falschen Diagnosen
schätzen die Forscher auf bis zu 500 Millionen Dollar.
Schätzungen zufolge betrifft ADHS in Deutschland rund vier
bis acht Prozent aller Schulkinder.
In den USA leben einer Untersuchung zufolge möglicherweise
fast eine
Million Kinder mit einer falschen Diagnose der
Konzentrationsstörung ADHS. Betroffen seien vor
allem die jüngeren Kinder einer Jahrgangsstufe in
Kindergarten oder Schule, schrieb der leitende Autor der
Studie, Todd Elder, von der University Michigan im
"Journal of Health Economics". Bei den jüngsten
Kindergarten-Kindern eines Jahrgangs etwa werde im Schnitt
60 Prozent häufiger ein
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktiv-Syndrom (ADHS)
diagnostiziert als bei den Gruppenältesten. Bei
Schulkindern sei der Anteil sogar bis zu doppelt so hoch.
Die Diagnose werde zwar häufig von einem Arzt gestellt,
oft aber auf Veranlassung der Erzieher oder Lehrer. "Aber
die 'Symptome' könnten einfach nur die emotionale und
geistige Unreife der jüngeren Kinder widerspiegeln",
erläuterte Todd in der Studie
Langzeitwirkung unklar
Die Arzneimittelkosten allein für die mutmaßlich falschen
Diagnosen bezifferten die Autoren der Untersuchung auf 320
bis 500 Millionen Dollar (250 bis 390 Millionen Euro). Das
staatliche Gesundheitssystem Medicaid werde dadurch mit
bis zu 90 Millionen Dollar belastet.
Zudem sind die Langzeitwirkungen einer solchen Behandlung
von Kindern mit Psychopharmaka nicht gut erforscht. Die
Wissenschaftler werteten für die Untersuchung die Daten
von 12.000 Kindern aus. ADHS geht mit
Konzentrationsstörungen, ungewöhnlichem Aktivitäts- und
Bewegungsdrang sowie extremer Impulsivität einher.
AFP>
30.9.2010: Typische Genveränderungen lassen auf
genetische Ursache für ADHS schliessen:
ADHS: Ärzte finden genetische Ursache für Hyperaktivität
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,720496,00.html
Erstmals haben Forscher direkte Hinweise auf eine genetische
Ursache für ADHS gefunden. Eine Studie stellte bei Kindern
mit der psychischen Störung deutliche Unterschiede im Erbgut
fest. Andere Wissenschaftler warnen jedoch davor, den
alleingen Grund in den Genen zu vermuten.
Viele Forscher vermuten es schon länger. Nun haben
britische Wissenschaftler erstmals einen direkten Beweis
dafür erbracht, dass die
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei
Kindern zumindest zum Teil genetisch bedingt ist. Wie ein
Forscherteam um Anita Thapar im Medizinjournal
"The Lancet" berichtet, weist das Erbgut von
Kindern mit der psychischen Störung gegenüber solchen,
die nicht darunter leiden, deutliche Unterschiede auf.
Die Wissenschaftler nutzten dabei eine Methode, die in den
vergangenen Jahren immer mehr in Mode gekommen ist: Sie
nennt sich GWAS - genome-wide association study - und ist
mehr oder weniger eine Kombination aus epidemiologischen
Studien und Genomanalysen. Dabei untersuchen die Forscher
sogenannte Punktmutationen, das heißt, einzelne veränderte
Bausteine der DNA, die ungleich verteilt im menschlichen
Genom auftreten und von Mensch zu Mensch unterschiedlich
sind.
Für die
ADHS-Studie verglichen die Wissenschaftler das Erbgut
von 366 Kindern mit der psychischen Störung mit dem von
1047 Kindern ohne ADHS. Bei hyperaktiven Kindern
liegen demnach bestimmte Abschnitte der DNA, sogenannte
Genkopiezahlvarianten (CNV), entweder in doppelter
Ausführung vor oder fehlen. CNV wurden bereits mit
Krankheiten wie Autismus oder Schizophrenie in Verbindung
gebracht.
"Wir haben bereits seit einigen Jahres gewusst, dass ADHS
wohl genetisch bedingt sein muss, weil es in betroffenen
Familien immer wieder vorkommt", sagte Anita Thapar,
Professorin für neuropsychiatrische Genetik in Cardiff.
"Wirklich spannend ist, dass wir erstmals die genetische
Verbindung gefunden haben."
Hyperaktive Kinder würden wegen ihres Verhaltens oft
stigmatisiert, nicht selten werde dies auf angebliche
schlechte Erziehung durch die Eltern zurückgeführt. "Die
Entdeckung dieses direkten genetischen Zusammenhangs
dürfte dieses Missverständnis ausräumen", sagte Thapar.
Die Forscher machten allerdings deutlich, dass noch viel
Arbeit bevorstehe, ehe die psychische Störung vollständig
verstanden werden könne.
Andere Experten, wie etwa Christian Rauschenfels,
Familientherapeut von der Sinn-Stiftung München halten
jedoch dagegen. "Die Vorstellung, die Probleme der Kinder
seien genetisch bedingt, ist für viele Eltern eine enorme
Entlastung", sagte er vor kurzem im SPIEGEL. Wer
die Umwelt ausblende, müsse sich nicht vorwerfen lassen,
die Erziehung sei schuld am Schulversagen und an den
sozialen Problemen des Kindes.
Studienmethode mit Grenzen
Und es gibt auch immer mehr Kritik an dem
Studienverfahren, das die britischen Forscher verwendeten:
Zwar finden die Forscher mit GWAS Genvarianten, die
irgendwie mit einer bestimmten Erkrankung in Zusammenhang
stehen - seriöse Vorhersagen über das Erkrankungsrisiko
ließen sich indes aber nicht treffen, schrieb kürzlich der
Populationsgenetiker David Goldstein im "New England
Journal of Medicine".
ADHS ist die häufigste psychische Störung bei Kindern und
Jugendlichen und kann bis ins Erwachsenenalter
fortbestehen. Bisher gibt es keine eindeutige Erklärung
dafür. Die Hauptursache wird in der Veränderungen der
Funktionsweise des Gehirns vermutet. Wissenschaftler
gehen davon aus, dass neben genetischen Faktoren zum
Beispiel auch Umwelteinflüsse eine Rolle spielen.
Die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen in
Deutschland schwankt in Studien zwischen zwei und etwa
sechs Prozent. Schätzungen zufolge sind rund 500.000
Kinder und Jugendliche in Deutschland betroffen, Jungen
dabei drei- bis viermal so häufig wie Mädchen.
[Medikamentenkonsum gegen
ADHS geht zurück - heftige Nebenwirkungen der
Medikamente]
Die Verschreibung von Medikamenten für Kinder mit dem
sogenannten Zappelphilipp-Syndrom ist in Deutschland in
den vergangenen Jahren in die Höhe geschnellt. Laut einer
am Donnerstag veröffentlichten DAK-Studie verschreiben die
Ärzte aber offensichtlich zunehmend weniger ADHS-Medikamente
wie Ritalin und Strattera an Grundschüler.
Die Zahl der Rezepte für Sechs- bis Neunjährige sei
zwischen 2007 und 2009 um ein Viertel (24 Prozent)
gesunken, teilte die Krankenkasse in Hamburg mit.
Im Zusammenhang mit ADHS-Medikamenten werden immer wieder
Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit, Wachstumsstörungen
und Herz-Kreislauf-Beschwerden genannt. Der Gemeinsame
Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Kassen
hatte deshalb vor kurzem die Verordnung von
ADHS-Medikamenten wie Ritalin eingeschränkt.
Die Diagnose muss künftig noch umfassender als bisher
gestellt werden und darf in der Regel nur noch von
Spezialisten erfolgen. Zudem soll die Therapie regelmäßig
unterbrochen werden, um Auswirkungen auf das Befinden des
Kindes zu beurteilen.
cib/AFP>
11.9.2011: Spezielle ADHS-Ferienlager:
ADHS-Ferienlager: "Hier hat jeder einen Knall"
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,777329,00.html
Von Mathias Hamann -- Urlaub für
schwierige Gäste: In Mecklenburg-Vorpommern findet
jährlich ein Sommercamp für Kinder mit
Aufmerksamkeitsdefizit-Störung statt. Weil dort jeder ein
bisschen anders ist, fällt keiner mehr auf. Das
entspannt - und zur Not gibt es immer noch den
Ruheraum.
"Ich mach' oft Terror, schubse andere und provoziere
gerne", sagt das 14-jährige Mädchen mit der grünen Kappe.
Manchmal flippe sie völlig aus. Jetzt springt sie mit acht
anderen Kindern durch den Wald und holt Holz für ein
Lagerfeuer. Das Mädchen ist schmächtig, Wutanfälle passen
nicht zu ihrem Äußeren. Und doch gehört sie zu jenen
Kindern, mit denen Ferien verdammt anstrengend werden
können.
Das Mädchen und auch die anderen Kinder, die für das
Lagerfeuer sammeln, haben die
Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADS) oder ein
Aufmerksamkeitsdefizit mit Hyperaktivitätsstörung (ADHS).
Ihnen fällt es schwer, sich zu konzentrieren, manchmal
werden sie zudem sehr aggressiv. Einen eindeutigen Test,
um ADHS zu diagnostizieren, gibt es bislang nicht. In
Deutschland tritt es - je nach Schätzung - bei zwei bis
sechs Prozent der Kinder auf. Immer wieder heißt es, ADHS
sei nur eine Modekrankheit.
Fest steht: Diese Kinder sind nicht leicht zu handhaben.
Hier an der Mecklenburgischen Seenplatte sind sie unter
sich. In der Jugendbegegnungsstätte Forsthof Schwarz
gastiert seit Jahren ein Ferienlager für Kinder mit ADS
und ADHS. Thema dieses Jahr: Wikinger.
Traumhaftes Betreuungsverhältnis
Der Organisator Fred Freese begrüßt als Oberwikinger die
Holzsammler. Er hat sich einen Rauschebart angeklebt und
erzählt von seiner Idee: "Viele der Kinder hier fahren
nicht auf Klassenfahrten oder Ferienlager, weil sie in
einer großen Gruppe Schwierigkeiten haben." Das sei auch
der Grund, warum Lehrer ADHS-Kinder manchmal nicht auf
Klassenfahrten mitnehmen, es fehlten die Betreuer. Seinen
eigenen Kindern geht es ähnlich, also rief er vor neun
Jahren das ADHS-Camp
ins Leben. Damals startete er mit 30 Kindern, inzwischen
kommen in zwei Wochen 146.
Ein Erwachsener kümmert sich dabei um zwei Kinder. Um die
hohe Betreuerzahl zu halten, bieten die Organisatoren
finanzielle Anreize: Begleitet ein Elternteil sein Kind,
kostet die Woche für beide 150 Euro, fährt der Sprössling
allein, sind es 200 Euro. Zudem setzen die Organisatoren
auf Praktikanten und angehende Erzieher, um den Preis
niedrig zu halten.
Beim ersten Ferienlager vor neun Jahren kümmerte sich ein
Erwachsener um vier Kinder. Das sei aber zu anstrengend
gewesen, erinnert sich Freese. Heute könnten sie besser
vermeiden, dass sich Konflikte hochschaukeln. Sollte das
mal nicht klappen, gibt es noch den Ruheraum, in dem auch
gerade wieder jemand relaxt. Nur einmal musste er ein Kind
nach Hause schicken, sagt Freese, weil es zu gewalttätig
war, das sei aber fünf Jahre her.
Es kommt schnell zu Streit und Rangeleien
Was ist besonders an den Jungen und Mädchen? Sie wirken
lebendig, ein paar knuffen sich in die Rippen, andere
spielen Fangen. Eigentlich alles normal, oder? "Man merkt
das, wenn man länger mit ihnen zusammen ist", sagt Frank
Wiegert. Der Vater sitzt unter einem Holzdach,
mittlerweile hat es angefangen zu regnen. "Es kommt viel
schneller als bei anderen zu Streit oder Rangeleien." Die
Kinder sind sehr impulsiv, einige rasten mal aus, manchmal
kabbeln sich auch Kumpels. Wiegert sieht trotz Ferien
geschafft aus.
Es gibt hier aber auch andere Kinder: Der Sohn von Frank
Wiegert, der 15-jährige Jan, hat das Asperger-Syndrom,
eine leichte Form des Autismus. Er springt auf, seine Hand
schnellt zur Begrüßung vor. "Es fällt mir schwer, Kontakt
mit anderen aufzubauen", erklärt er seine Krankheit. Daher
ist es auch nicht so leicht, Freunde in der Schule zu
finden: "Die anderen wollen nicht hören, wie ich rede." Er
spricht ihnen zu gewählt. Er interessiert sich aber auch
selbst eher für seine Themen als für ihre. Hier im Camp
versinkt er am liebsten in seinen Büchern und
Architekturskizzen.
Ins Ferienlager kommt er jetzt seit fünf Jahren: "Hier
hat jeder einen kleinen Knall, es ist total normal, wenn
man hier nicht normal ist", sagt der schlaksige Junge.
Seine Kumpels sitzen im Raum, lachen und nicken. Das ist
der Clou an dem Lager, dadurch sind alle entspannter.
"Die Gymnasiasten sind viel schlimmer"
Auch die Eltern fühlen sich wohl: "Sonst denkt man, das
eigene Kind ist einzigartig, besonders anstrengend", sagt
Stephan Leibiger. Der 43-Jährige hilft zum zweiten Mal im
Camp und ist als Rettungsschwimmer dabei. Die vielen
ADS-Kinder empfindet er nicht als Belastung, sondern als
Befreiung: "Man sieht, das eigene Kind ist nicht
besonders, es gibt noch andere, die genauso sind."
"Viele Lehrer denken ja, ADS sei keine Krankheit, sondern
eine Modediagnose und die Kinder nur schlecht erzogen",
sagt er und erzählt dann von seiner ältesten Tochter: Sie
war unkonzentriert, hat immer wieder in die Hose gemacht.
Medikamente hätten dagegen geholfen. Weil die Sommerferien
in seinem Bundesland später anfangen, hat er seine Kinder
freistellen lassen, damit sie teilnehmen können.
1.12.2011: <Hyperaktivitätssyndrom: ADHS wächst
sich nicht immer aus>
aus: Der Standard online; 1.12.2011;
http://derstandard.at/1322531588566/Hyperaktivitaetssyndrom-ADHS-waechst-sich-nicht-immer-aus
<ADHS-Patienten schlafen wenig und fühlen sich morgens
müde.
Erwachsene mit ADHS scheinen einen gestörten
Tag-Nacht-Rhythmus zu besitzen - Experten hoffen auf
Entwicklung neuer Therapieansätze.
„Ob Menschen Frühaufsteher oder Nachtschwärmer sind, ist
zumindest teilweise genetisch vorprogrammiert; und dieses
„genetische Programm des Tag-Nacht-Rhythmus" scheint bei
Menschen mit ADHS fundamental gestört zu sein", sagt
Johannes Thome. Er ist seit über einem halben Jahr
Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und
Psychotherapie am Universitätsklinikum Rostock. Zuvor war
der 44-jährige Arzt Inhaber des Lehrstuhls für Psychiatrie
an der Universität Swansea in Wales/ Großbritannien. Von
dort hat er den Forschungsschwerpunkt ADHS bei Erwachsenen
(„Zappelphilipp-Syndrom") nach Rostock mitgebracht und
etabliert ihn neben der Demenzforschung an der Rostocker
Psychiatrischen Universitätsklinik.
Die Erwachsenenpsychiatrie beschäftigt sich weltweit mit
diesem Thema erst seit wenigen Jahren", sagt Thome, der
auch als Secretary General im Vorstand der World
Federation of ADHD (Weltgesellschaft für ADHD) ist. „Es
ist Anliegen unserer Klinik, für erwachsene ADHS-Patienten
eine optimale Diagnostik und Therapie anzubieten, die zu
einer verbesserten Lebensqualität führt", gibt Thome
das Ziel seiner vor.
Probleme im Beruf und Privatleben
Erste Erkenntnisse veröffentlichte der Wissenschaftler
zusammen mit Andrew Coogan von der National
University of Ireland, Alison Baird und weiteren
Wissenschaftlern aus Swansea jüngst in der international
anerkannten Fachzeitschrift „Molecular Psychiatry". „Bei
Kindern ist AHDS sehr gut erforscht", sagt Thome. „Viele
Patienten verlieren diese psychische Störung aber nicht,
wenn sie 18 sind". Bei etwa einem Drittel der Patienten
wächst sich ADHS nicht aus. Für sie gibt es kaum
fachärztliche Betreuung in Deutschland.
Die Betroffenen haben erhebliche
Konzentrationsschwierigkeiten, Probleme im Beruf und
Privatleben, verpassen Termine. Sie leiden unter
Schlafdefizit und Stimmungsschwankungen, sind überaktiv
und impulsiv, haben ihr Leben nicht im Griff. Wenn diese
Patienten dann zum Alkohol greifen, gesellt sich ein
Suchtproblem dazu. Etwa drei bis fünf Prozent der
erwachsenen Bevölkerung sind schätzungsweise von ADHS
betroffen.
Verkürzter Rhythmus
„Wir haben beobachtet, dass der 24-Stunden-Rhythmus bei
psychisch Kranken häufig gestört ist", so der Thoms. „Es
gibt Hinweise, dass der Rhythmus bei ADHS-Patienten
verkürzt ist". Sie schlafen wenig und fühlen sich morgens
müde. Auch finden sich in dieser Patientengruppe sehr viel
häufiger „Nachtschwärmer" als in der Normalbevölkerung.
Am Uni-Klinikum Rostock wird jetzt der Lebens-Rhythmus
von erwachsenen ADHS-Patienten untersucht. Im Klartext:
Die Medizin-Forscher suchen nach den genetischen,
zellulären und molekularen Veränderungen, die für den
gestörten Zeitrhythmus bei ADHS im Erwachsenenalter
verantwortlich sind.
Den Aktivitätszustand von Patienten verfolgen die
Rostocker Forscher über eine Acti-Watch, einen
Miniaturcomputer, der aussieht wie eine Quarzuhr und am
Handgelenk getragen werden kann. So wird der
Tag-Nacht-Rhythmus aufgezeichnet.
Gestörte Genproduktion
Die Forscher untersuchen zusätzlich nach einer
eigenständig entwickelten Methode, die weltweit nur wenige
Labors beherrschen, die sogenannten Clock-Gene. „Das ist
kein Gentest", stellt Thome klar. Vielmehr wird die Menge
des Genproduktes gemessen, das für die innere Uhr des
Menschen verantwortlich ist. „Erhalten wir den Nachweis,
dass die Genproduktion für den 24-Stunden-Rhythmus gestört
ist, haben wir die wissenschaftliche Erklärung dafür,
warum Erwachsene mit ADHS häufig Probleme mit ihrem Tages-
und Nachtrhythmus haben", beschreibt Thome das Procedere.
Diese Erkenntnisse könnten auch zur Entwicklung neuer
Therapieansätze beitragen. Erst seit diesem Jahr gibt es
auch für Erwachsene ein zugelassenes ADHS-Medikament.
Bereits zu Beginn des nächsten Jahres will der Rostocker
Mediziner die Untersuchungsmethode auf andere psychische
Erkrankungen mit schweren Störungen des Lebensrhythmus
übertragen. „An erster Stelle auf Demenzpatienten, bei
denen nächtliche Unruhe und Erregungszustände beschrieben
sind", so Thome. In einer weiteren Studie will seine
Klinik herausfinden, wie Medikamente die gestörte
Genproduktion beeinflussen und möglicherweise verbessern
können. Dabei soll die erfolgreiche Kooperation mit Dr.
Coogan fortgesetzt und intensiviert werden. (red)>

6.3.2012: ADHS-Diagnosen: Oft wird normale Unreife
als "krankhaft" und als ADHS gedeutet:
Psychologie: Früh eingeschulte Kinder tappen in die
ADHS-Falle
http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article13904651/Frueh-eingeschulte-Kinder-tappen-in-die-ADHS-Falle.html
<Eine groß
angelegte Studie bestätigt, was Experten bereits befürchtet
haben: ADHS wird oft falsch diagnostiziert – unreifes
Verhalten wird als krankhaft gedeutet.
Bei früh eingeschulten Kindern wird besonders häufig eine
Aufmerksamkeitsstörung ADHS diagnostiziert und behandelt. Ihr
im Verhältnis zu ihren älteren Klassenkameraden unreiferes
Verhalten wird irrtümlich als krankhaft interpretiert, wie
kanadische Forscher in einer Studie mit fast einer Million
Grundschulkindern herausgefunden haben.
Besonders hoch sei
das Risiko für Fehldiagnose und falsche Behandlung bei
Kindern, die kurz vor dem Stichtag für das Einschulungsalter
Geburtstag hatten. Sie seien typischerweise die jüngsten und
unreifsten ihrer Klasse, berichten die Wissenschaftler im
Fachmagazin "Canadian Medical Association Journal".
(doi:10.1503/cmaj.111619)
Analysen
bestätigten die Befürchtungen, dass die normale Spannbreite
des Verhaltens von Kindern zunehmend mit Medikamenten
behandelt werde, sagt Erstautor Richard Morrow von der
University of British Columbia in Vancouver. Jüngere Kinder
einer Klasse würden aufgrund ihres alterstypischen
Verhaltens häufig falsch etikettiert und behandelt. Die
Studie zeigte, dass solche Kinder um 39 Prozent
wahrscheinlicher mit ADHS diagnostiziert und sogar zu 48
Prozent eher mit Medikamenten behandelt werden.
Forscher warnen vor den Folgen einer
vorschnellen Diagnose
Angesichts dieser
Zahlen warnen die Forscher davor, Kinder unnötig den
potenziellen Schäden und Langzeitfolgen einer Fehldiagnose
und medikamentösen Behandlung auszusetzen. Denn Mittel gegen
ADHS wie Methylphenidat können sich negativ auf den Appetit,
das Wachstum und den Schlaf der Kinder auswirken.
Auch das Risiko
für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei erhöht, sagen
die Wissenschaftler. Außerdem verhielten sich Eltern und
Lehrer gegenüber ADHS-Kindern häufig anders. Das wiederum
könne zu psychischen Folgen wie einem schlechten
Selbstwertgefühl bei den Kindern führen.
"Diese Studie
wirft Fragen für Ärzte, Lehrer und Eltern auf, wir müssen
uns fragen, was sich ändern muss", sagt die Psychiaterin
Jane Garland, Mitautorin der Studie von der University of
British Columbia. Man müsse zukünftig stärker auf das
relative Alter der Kinder achten und auch mehr ihr Verhalten
außerhalb der Schule für die Einschulungstests in Betracht
ziehen.
Fast eine Million Kinder zwischen sechs
und zwölf Jahren untersucht
Für ihre Studie
hatten die Forscher Daten von 937.943 Kindern im Alter von
sechs bis zwölf Jahren ausgewertet und den gesundheitlichen
Werdegang dieser Kinder über elf Jahre hinweg verfolgt. Alle
Kinder wurden in der kanadischen Provinz British Columbia
eingeschult, wo der Stichtag für die Einschulung am 31.
Dezember liegt.
Kinder, die kurz
vor diesem Datum Geburtstag haben, dürfen im Folgejahr in
die erste Klasse gehen; Kinder, die erst Anfang Januar
geboren sind, müssen ein Jahr warten. In Deutschland ist der
Stichtag je nach Bundesland verschieden, liegt aber bei den
meisten im Sommer.
Der Effekt des
relativen Alters auf die ADHS-Diagnosen sei in der gesamten
Studienzeit und bei Kindern aller untersuchten Altersklassen
zu beobachten gewesen, sagen die Forscher. Immer seien die
im Dezember geborenen Kinder stärker betroffen gewesen als
die im Januar geborenen und daher später eingeschulten
Kinder.
Das gelte sowohl
für Mädchen als auch für Jungen, obwohl Jungen insgesamt bis
zu dreimal häufiger mit der Aufmerksamkeitsstörung
diagnostiziert und entsprechend behandelt werden.
Warum Jungen
stärker betroffen sind, ist noch nicht eindeutig geklärt.
Vermutungen nach könnte dies aber an der leicht
unterschiedlichen Ausprägung der Symptome bei beiden
Geschlechtern liegen: Jungen mit ADHS werden oft durch
Hyperaktivität und impulsives Verhalten auffällig, bei
Mädchen äußert sich die Aufmerksamkeitsstörung häufiger
durch Verträumtheit und Unkonzentriertheit - und wird daher
möglicherweise seltener erkannt.
dapd/oc>

31.3.2012: <Fehldiagnosen: Nicht jeder
Zappelphilipp hat ADHS> - sie wollen doch nur
Medikamente verkaufen
aus: Welt online; 31.3.2012;
http://www.welt.de/gesundheit/article106140073/Nicht-jeder-Zappelphilipp-hat-ADHS.html
<Wer zappelt, impulsiv ist
und sich nicht gut konzentrieren kann, muss ADHS haben. Nach
solchen Faustregeln entscheiden Jugendpsychiater häufig.
Dass sie oftmals falsch liegen, zeigt eine neue Studie.
Bei Kindern und Jugendlichen wird zu häufig das
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS)
diagnostiziert. Das haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum
und der Universität Basel nach eigenen Angaben erstmals mit
repräsentativen Daten belegt.
Danach fällen
Psychotherapeuten und Psychiater ihr Urteil eher anhand von
Faustregeln, statt sich eng an die gültigen
Diagnosekriterien zu halten, wie die Ruhr-Uni
erklärte. Bei Jungen werden demnach deutlich mehr
Fehldiagnosen gestellt als bei Mädchen.
Die Wissenschaftler schrieben den Angaben zufolge 1.000
Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und -psychiater bundesweit
an, von denen 473 an der Untersuchung teilnahmen. Sie
erhielten je eine von vier unterschiedlichen Fallgeschichten
und sollten eine Diagnose stellen und eine Therapie
vorschlagen.
Häufig Fehldiagnosen
In drei der vier
Fälle lag kein ADHS vor, nur ein Fall war mit Hilfe der
geltenden Leitlinien und Kriterien eindeutig als
ADHS-Störung diagnostizierbar. Auch bei den drei
anderen Fällen lautete das Ergebnis trotzdem häufig ADHS.
Entschieden werde häufig nach prototypischen Symptomen, hieß
es: „Der Prototyp ist männlich und zeigt Symptome von
motorischer Unruhe, mangelnder Konzentration oder
Impulsivität.“ Bei einem Jungen werde dann oft automatisch
ADHS angenommen, bei einem Mädchen nicht. Ein weiteres Ergebnis
der Studie ist, dass Männer häufiger das Syndrom
diagnostizieren als Frauen.
Zahl der ADHS-Fälle um 400
Prozent gestiegen
Die ADHS-Diagnose sei inflationär geworden, kritisieren die
Wissenschaftler: Zwischen 1989 und 2001 sei die Zahl der Fälle
in der klinischen Praxis um fast 400 Prozent gestiegen. Die
Ausgabe von ADHS-Medikamenten verneunfachte sich von 1993
bis 2003. Auch die Dosierungen wurden erhöht.
Diesen Zahlen und dem offenbar großen öffentlichen Interesse
an ADHS stehe „eine bemerkenswert geringe Basis an empirischen
Studien zu diesem Thema gegenüber“, schreiben die Autoren der
Studie.>
Es wird behauptet:
4.8.2012: <Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt
es gar nicht!> - psychosoziale Hintergründe verursachen
"zappeliges Verhalten"
aus: Meinungsverbrechen;
http://www.meinungsverbrechen.de/?p=287
Der amerikanische Psychiater Leon Eisenberg gilt als der
Erfinder des psychiatrischen Krankheitsbilds
Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätssyndrom, kurz ADHS
– im Volksmund auch Zappelphilipp-Syndrom genannt. Mit
diesem Etikett werden Kinder und jugendliche pathologisiert,
die in der Schule durch unruhiges, implsives Verhalten
auffallen. In der Regel wird dann von Psychiatern das
Stimulanz Methylphenidat (Handelsname Ritalin) verschrieben,
welches von Spöttern auch als “Koks mit Kinderfreigabe”
bezeichnet wird. Kritiker unterstellen schon seit langer
Zeit, ADHS wäre eine erfundene Krankheit.
Kurz vor seinem Tod gestand Eisenberg dem
Medizinjournalisten Jörg Blech, daß AHDS ein Paradebeispiel
für eine fabrizierte Erkrankung sei, wie die FAZ berichtet.
Ferner stellt die FAZ fest, daß psychische Krankheiten keine
Krankheiten, sondern ein Deutungsmuster seien: Als psychisch
krank würde definiert, was gegen bestimmte Regeln verstoße
und von Normen abweiche. Diese Normen wären nicht ein für
alle Mal festgelegt, sie könnten sich verändern.
Damit ist nun die konservative FAZ zu einer Meinung
gelangt, die der libertäre Psychiater und
Psychiatriekritiker Thomas Szaz schon lange war. Szasz
meint, es gäbe psychische Krankheiten garnicht im
eigentlichen Sinne, sondern nur als Metapher für
unerwünschtes Verhalten.
Im Deutschlandradio gab Blech ein Interview, in dem er über
seinen Besuch bei Eisenberg berichtet. Eisenberg kämpfte
einst darum, ADHS als angebliche Hirnstörung in das DSM –
die Bibel der Psychiatrie – aufzunehmen. Doch Eisenberg habe
seine Meinung geändert. Er sei jetzt der Meinung,
Kinderpsychiater müssten viel gründlicher die psychosozialen
Gründe ermitteln, die zu Verhaltensauffälligkeiten führen
könnten.
Doch die Modediagnose AHDS ist vor allem eines: Ein riesen
Geschäft für die Pharmaindustrie. Laut Spiegel seien die
Verschreibungen von Ritalin von 34 Kilogramm im Jahre 1993,
auf Jahr 1760 Kilogramm im Jahr 2011 angestiegen.>
22.5.2013: Familientherapeut Jepser Juul:
<"ADHS ist Folge professioneller
Vernachlässigung">
aus: Der Standard online; 22.5.2013;
http://derstandard.at/1363711375599/ADHS-ist-Folge-professioneller-Vernachlaessigung
<Interview | Lisa Mayr
Familientherapeut, Autor und derStandard.at-Kolumnist
Jesper Juul.
Die Diagnose ADHS ist bei Kindern rasch zur Hand. Hinter
der Krankheit steckt auch ein gesellschaftliches Problem
[die Vernachlässigung], sagt der dänische
Familientherapeut Jesper Juul.
Kinder und Jugendliche reagieren schnell mit Symptomen auf
krankmachenden Druck – bei ihren Eltern dauert das länger. Jesper
Juul findet das schade. Der dänische
Familientherapeut, Bestseller-Autor und derStandard.at-Kolumnist
ist überzeugt, dass ein Lebensstil, der Kinder permanent
ablenkt und bespaßt, sie letztlich krank macht. Kinder
bräuchten nämlich viel unstrukturierte Zeit, um
Selbständigkeit, Kreativität und den Kontakt zu den eigenen
Bedürfnissen zu lernen. Das schütze auch vor ADHS.
derStandard.at: ADHS ist heute die am
häufigsten diagnostizierte Verhaltensstörung bei Kindern
und Jugendlichen. Die Betroffenen sind innerlich und
äußerlich unruhig, unaufmerksam und können sich schlecht
konzentrieren. Glauben Sie wirklich, dass hier etwas
aufgebauscht wird?
Jesper Juul: Es gibt die Diagnose
zweifellos – und es hat sie vor 100 Jahren gegeben. Heute
wird sie aber verwendet, um von einem Konflikt abzulenken:
Dass nämlich die Eltern oft nicht wissen, wie sie mit
ihren Kindern umgehen sollen. ADHS ist in vielen Fällen
die Folge professioneller Vernachlässigung. Die Ärzte
spielen leider oft mit. Die dänischen Kinderpsychiater
haben sogar zugegeben, dass sie 40 bis 45 Prozent der
Fälle von kindlichem ADHS falsch diagnostizieren.
derStandard.at: Kann man sagen,
dass der zeitliche oder ökonomische Druck, den viele
Eltern erleben, ADHS bei ihren Kindern verursacht?
Juul: Dieser Druck spielt eine wichtige
Rolle. Denn ADHS ist ein Lebensstilsymptom. Kinder werden
heute gezwungen, den Lebensstil ihrer Eltern nachzumachen
- obwohl die Eltern merken, dass sie selbst unglücklich
sind. Vor 30 Jahren hatte unsere Gesellschaft noch mehr
Zeit und Raum für Kinder. Wir haben den Kindern in den
letzten Jahren dann rund zwölf Stunden Freizeit pro Woche
weggenommen. Mit Freizeit meine ich wirklich freie Zeit,
die nicht mit Aktivitäten verplant ist.
derStandard.at: Wie schaffen es
Eltern, den Druck, dem sie ausgesetzt sind, nicht an ihre
Kinder durchzureichen?
Juul: Ich werde sehr oft gebeten,
in meinen Vorträgen etwas zur sogenannten
Work-Life-Balance zu sagen. Wenn ich das mache, dauert es
zwei Minuten und keiner will es hören: Die Erwachsenen
stehen heute vor einer existentiellen Frage, die im
Prinzip einfach ist. Sie lautet: Will ich so ein Leben
führen? Will ich gestresst sein, keinen Sex mehr haben und
dass dieses System nur deshalb funktioniert, weil wir so
gut organisiert sind? Das muss sich ein erwachsener Mensch
nämlich fragen. Wenn er zum Ergebnis kommt, dass er so
leben will, dann hat das eben seinen Preis. Leider auch
für die Kinder. Wir sehen heute, dass die Menschen, die so
leben, sich nach acht, neun Jahren trennen, weil sie das
Tempo nicht aushalten.
derStandard.at: Nehmen wir die Eltern,
die mit ihren Smartphones in der Hand am Spielplatz sitzen
oder ihre Kinder im Laufschritt durch die Stadt schleifen.
Lässt sich das wirklich nur mit der allgemeinen
Beschleunigung erklären? Geht es da nicht auch um den
Stellenwert, den Kinder in einer Gesellschaft haben?
Juul: Ein wesentlicher Unterschied
zwischen Kindern und Erwachsenen ist, dass Erwachsene
teilweise in der Zukunft leben können. Sie können sagen:
Jetzt arbeite ich zwei Jahre lang wie wahnsinnig, dann
können wir uns das Haus, das Auto, was auch immer leisten.
Kinder können das nicht sagen, die leben im Hier und
Jetzt. Deshalb entwickeln sie sehr schnell Symptome, die
zeigen, dass unser Lebensstil nicht passt. Sie fangen an,
Nein zu sagen und trotzig zu werden. Kinder machen also
genau das, was die Erwachsenen eigentlich tun sollten. Die
klassischen Stresssymptome wie Bluthochdruck, Burn-out,
Beziehungskrise - das kommt bei Erwachsenen meist
zeitverzögert.
derStandard.at: Wenn beide
Elternteile Geld verdienen, mehrere Jobs haben müssen und
ökonomisch unter Druck sind, ist es für sie schwierig, mit
ihren Kindern gelassen unverplante Zeit zu verbringen.
Welche Aufgabe hat der Staat, den Druck von den Kindern zu
nehmen?
Juul: Eine große. In Dänemark und
Schweden gibt es sogenannte Waldkindergärten. Die waren
früher eine Notlösung in skandinavischen Großstädten, weil
es dort keine Gebäude für Kindergärten gab. Man sagte: Wir
holen die Kinder in der Stadt ab und bringen sie in den
Kindergarten im Wald. Sie sind dort den ganzen Tag im
Freien, ohne Lärm und ohne Staub. Diese Einrichtungen gibt
es seit 30 Jahren und sie sind gut erforscht. Es zeigt
sich eindeutig: Den Kindern dort geht es viel besser als
anderen Kindern. Sie sind kreativer, weniger krank,
weniger gestresst – und sie haben seltener ADHS.
derStandard.at: Warum ist das so?
Juul: Weil sie in der Natur viel Raum
haben, den sie selbst strukturieren müssen. Sie haben dort
erwachsenenfreie Zonen. Das brauchen Kinder. Es gibt nicht
einmal einen Zaun um das Gelände des Kindergartens. Die
Kinder wissen aber genau, wie weit sie gehen können und
was sie nicht dürfen. Sie werden dort nicht übermäßig
befürsorgt, sondern sind sehr selbstständig. Das macht sie
stärker.
derStandard.at: In ihrem Buch
"Miteinander" beschreiben sie Kinder, die permanent "außer
sich" sind, weil sie ständig bespielt und in Aktivitäten
gezwungen werden. Sie sagen, dass diese Kinder den Weg zu
sich selbst nicht mehr finden.
Juul: Für diese Kinder ist es unheimlich
schwierig, Empathie zu entwickeln, alleine zu spielen oder
sich selbst zu beschäftigen, weil sie es gewöhnt sind,
dauern abgelenkt zu werden. Sie verlieren den Kontakt zu
ihren Wünschen und Bedürfnissen. Deshalb empfehle ich
Eltern, ihren Kindern möglichst viel unstrukturierte Zeit
zu ermöglichen und sie nicht ständig in durchgeplante
Tagesabläufe einzuspannen. Eltern sollten sich Zeit für
die Kinder nehmen, ohne diese Zeit ständig mit Aktivitäten
zu füllen. Das ist sehr wichtig.
derStandard.at: Warum fällt es vielen
Eltern so schwer, sich ohne konkretes Ziel mit ihren
Kindern zu beschäftigen? Haben wir das ablenkungsfreie
Nichtstun verlernt?
Juul: Weil viele Eltern Erzieher und
Pädagoginnen zum Vorbild haben. Sie fühlen sich
verpflichtet, die Kinder ständig anzuregen und dauernd
etwas zu unternehmen. Das macht die Kinder krank. Es muss
einen für das Kind deutlich spürbaren Unterschied geben
zwischen Kindergarten oder Schule und der Familie.
Erwachsene sollten natürlich so viel wie möglich für die
Kinder da sein, aber sie sollten nicht ständig mit den
Kindern spielen. Die Eltern sollen ihr Erwachsenenleben
leben. Denn die Kinder können ja nur zuhause lernen, wie
man erwachsen ist. Wenn sie ihre Eltern aber immer nur als
Spielonkel und Spieltanten erleben, dann lernen sie nichts
über das Erwachsensein. (Lisa
Mayr, derStandard.at, 19.5.2013)
Jesper Juul, geboren 1948 in Dänemark, ist
Lehrer, Gruppen- und Familientherapeut, Konfliktberater und
Buchautor. Er studierte Geschichte, Religionspädagogik und
europäische Geistesgeschichte. Statt die Lehrerlaufbahn
einzuschlagen, nahm er eine Stelle als Heimerzieher und
später als Sozialarbeiter an und ließ sich zum
Familientherapeuten ausbilden. Er ist Begründer des Family
Lab.
Auf derStandard.at/familie
beantwortet Jesper Juul alle zwei Wochen Fragen zu
Erziehung, Partnerschaft und Familienleben.>
15.10.2022: "Exklusives Interview: Bis zu 90
Prozent Fehldiagnose ADHS – Nicht jeder Zappelphilipp
braucht Ritalin"
https://www.epochtimes.de/gesundheit/bis-zu-90-prozent-fehldiagnose-adhs-nicht-jeder-zappelphilipp-braucht-ritalin-a3992858.htm
[Der Artikel ist nicht mehr vorhanden, auch in den
Internetarchiven nicht].
SCHLUSS mit Pfizer am 26.11.2023:
Texas verklagt Pfizer wegen
ADHS-Medikament, das bei Kindern Hirnschäden
verursacht
https://telegra.ph/Texas-verklagt-Pfizer-wegen-ADHS-Medikament-das-bei-Kindern-Hirnschäden-verursacht-11-23
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/83593
Impfschäden Schweiz Coronaimpfung, [26.11.2023 21:13]
Der US-Bundesstaat Texas hat eine Klage
gegen Pfizer und seinen Arzneimittelhersteller Tris Pharma
eingereicht, nachdem Beweise aufgetaucht waren, dass die
Unternehmen ADHS-Medikamente an Kinder verkauften, obwohl
sie wussten, dass das Medikament unwirksam war und Hirnschäden verursachte.
In der Klage, die von Generalstaatsanwalt Ken Paxton beim Bezirksgericht
von Harrison County eingereicht wurde, wird behauptet, dass
Pfizer wissentlich ein Medikament zur Behandlung von (ADHS)
an Kinder auf Medicaid verteilt hat – trotz der extrem
schädlichen Nebenwirkungen des Medikaments.
Infowars.com berichtet: Das
Medikament Quillivant XR ist ein Stimulans,
das Gehirn- und Nervenchemikalien beeinflusst, die an
Hyperaktivität und Impulskontrolle beteiligt sind.
Von 2012 bis 2018 "manipulierten Pfizer und Tris
kontinuierlich Quillivant-Tests, um schlechte
Herstellungspraktiken zu verbergen und das texanische
Medicaid-Programm zu betrügen", heißt es in einer Pressemitteilung.
In diesen Jahren beklagten sich viele Familien,
dass die Medikamente nicht wirkten. In der Beschwerde heißt
es:
"Zu keinem Zeitpunkt haben die
Beklagten die texanischen Medicaid-Anbieter oder
Entscheidungsträger gewarnt, dass Quillivant bekannte
Herstellungsprobleme hatte, die seine Wirksamkeit
beeinträchtigten, wodurch das Medicaid-Programm der
entscheidenden Informationen beraubt wurde, auf die es sich
stützt. ... Infolgedessen erhielten Tausende von texanischen
Kindern eine gepanschte kontrollierte gefährliche Substanz
der Liste II."
Kim Mack Rosenberg, amtierender General Counsel
von Children's Health Defense, kommentierte die Klage mit
den Worten: "Pfizer steht wieder einmal im Rampenlicht wegen
angeblich unethischer und betrügerischer Aktivitäten."
Rosenberg sagte gegenüber The Defender:
"Ich applaudiere der Texas AG dafür,
dass sie hier Maßnahmen ergriffen hat, um einige der
verletzlichsten Kinder von Texas zu schützen, diejenigen,
die auf Medicaid angewiesen sind. Es ist unerklärlich und
skrupellos, wissentlich gepanschte Medikamente an gefährdete
Kinder zu liefern."
"Leider", fügte Rosenberg hinzu, "ist dies nicht
das erste Mal, dass Fragen über das Verhalten von Pfizer
aufgeworfen werden, einschließlich Fehlverhalten, das
angeblich dazu führte, dass Kinder in klinischen Studien in Nigeria in den 1990er
Jahren starben, und ernsthafte Fragen zu Pfizers COVID-19-Injektionen und
seinem Behandlungsmedikament Paxlovid."
Zu den Angeklagten in der Klage gehören Pfizer,
Tris und Tris-CEO Ketan Mehta.
Die Klage geht auf eine Whistleblower-Beschwerde von
Tarik Ahmed zurück, der von 2013 bis 2017 als
Technologiechef von Tris tätig war.
Die Anwälte klagen auf mehr als 1 Million
US-Dollar, einschließlich zivilrechtlicher Strafgebühren,
und fordern das Gericht auf, Pfizer und Tris zu zwingen,
alle Gewinne, die sie aus dem Verkauf von Quillivant im
Rahmen des texanischen Medicaid-Programms erhalten haben,
"als Folge der rechtswidrigen Handlungen der Beklagten"
an den Bundesstaat Texas zurückzuzahlen und zusätzlich den
doppelten Betrag zurückzuzahlen.
Die Anwälte von Paxtons Büro beantragten ein
Geschworenenverfahren.
Im Jahr 2017 erzielte Quillivant in den USA einen Umsatz von rund 193,3
Millionen US-Dollar. Das Medikament wurde von NextWave
Pharmaceuticals entwickelt, das Pfizer 2012 für 680 Millionen
US-Dollar kaufte.
Die Anwälte warfen den Angeklagten vor, das
Texas Medicaid-Programm betrogen zu haben, "indem sie texanischen Kindern gepanschte
pharmazeutische Medikamente zur Verfügung stellten und
damit gegen den Texas Medicaid Fraud Prevention Act
verstießen, der jetzt als Texas Health Care Program Fraud Prevention
Act (THFPA) bekannt ist".
In der Pressemitteilung heißt es: "Jahrelang hat
Tris die Testmethode des Medikaments unter Verletzung von
Bundes- und Landesgesetzen geändert, um sicherzustellen,
dass Quillivant die regulatorischen Hürden überwindet und
weiterhin verkauft werden kann."
Laut Reuters sagte Pfizer in
einer Erklärung, dass es die Vorwürfe der Klage bei
"mehreren Gelegenheiten" geprüft und "keine Auswirkungen auf
die Sicherheit des Produkts festgestellt hat".
Pfizer erklärte, die Klage sei unbegründet und
werde die Klage abweisen.
Ein Sprecher von Tris teilte Reuters in einer
E-Mail mit: "Wir bestreiten kategorisch und beabsichtigen,
diese Anschuldigungen vor Gericht rigoros zu verteidigen."
Das Medikament hat jahrelang die
Qualitätskontrolle nicht bestanden
Fast unmittelbar nach der Zulassung durch die
US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) fiel
Quillivant bei routinemäßigen Qualitätstests durch. In der Beschwerde heißt es:
"Spätestens seit Oktober 2012
beobachtete das Personal der Qualitätskontrolle von Tris,
dass die Probe von Quillivant, die gemäß den von der FDA
geforderten Auflösungsspezifikationen getestet wurde, keine
bestandenen Ergebnisse lieferte.
"Auflösungstests sind ein wichtiges
Instrument zur Qualitätskontrolle, um zu messen, ob ein
Medikament ordnungsgemäß hergestellt wurde, indem eine
simulierte Freisetzung des Medikaments mit einem Standard
verglichen wird, der bei der Erstzulassung des Medikaments
festgelegt wurde.
"Dies wiederum hilft vorherzusagen, ob
das Medikament (so wie es hergestellt wird) wie erwartet im
Körper eines Patienten freigesetzt wird – was entscheidend
ist, um eine ordnungsgemäße und konsistente Dosierung des
Patienten zu gewährleisten."
Die Quillivant-Proben bildeten während der
Rekonstitutionsphase des Tests Klumpen.
Anstatt zu untersuchen, warum es Klumpen gab,
"trainierte" Tris seine Analytiker darauf, das
Wasser/Drogen-Gemisch länger zu schütteln und den Test nur
dann durchzuführen, wenn "kein Schaum in der Suspension
vorhanden ist", heißt es in der Klageschrift.
Trotz dieser Änderungen fiel Quillivant
weiterhin bei den Auflösungstests durch. Tris hörte
daraufhin auf, diese Testmethode zu verwenden, und wechselte
zu einer neuen Methode.
"Alarmierend", heißt es in dem Antrag, "war die
neue Testmethode nicht repräsentativ für die reale Anwendung
durch Patienten und, schlimmer noch, sie verstieß gegen die
Anweisungen zur Rekonstitution in der Apotheke, die in dem
von der FDA zugelassenen Etikett für Quillivant enthalten
sind."
Als weiterhin Probleme mit der
Qualitätskontrolle auftraten, teilten die Unternehmen der
FDA ein "irreführendes" und "bequemes Narrativ mit, um das
Problem wegzuerklären".
Pfizer wollte "das wirtschaftliche
Potenzial von Texas Medicaid voll ausschöpfen"
In der Zwischenzeit beantragte Pfizer bei Texas
Medicaid, Quillivant in die Liste der bevorzugten
Medikamente des Programms aufzunehmen - sagte aber nichts zu
den anhaltenden und ungelösten Problemen bei der
Qualitätskontrolle des Medikaments.
Die FDA schickte am 26. März 2018 ein
Warnschreiben an Pfizer, in dem sie das Unternehmen darüber
informierte, dass Quillivant "ab 2012 und bis 2018
verfälscht wurde".
Doch "selbst nachdem sie diese klare und
eindeutige Bewertung erhalten hatten, haben weder Tris noch
Pfizer die Entscheidungsträger von Texas Medicaid auf die
schwerwiegenden Ergebnisse der FDA aufmerksam gemacht",
heißt es in dem Antrag.
In der Klage wird behauptet, dass die
Unternehmen es vermieden haben, Texas Medicaid über die
Probleme zu informieren, weil "der Status von Quillivant bei
Texas Medicaid zu einem Verkaufsargument wurde". In der
Klageschrift hieß es:
"Tris und Pfizer erkannten beide, dass
das Medicaid-Geschäft in Texas für den Erfolg von Quillivant
entscheidend sein würde.
"Um das wirtschaftliche Potenzial von
Texas Medicaid voll ausschöpfen zu können, brauchten die
Beklagten Medicaid-Entscheidungsträger, um Quillivant in die
VDP-Formulare (Vendor Drug Program) und die Liste der
bevorzugten Arzneimittel aufzunehmen.
"Diese Schritte würden es
Medicaid-Anbietern effektiv ermöglichen, ihren
Medicaid-Patienten Quillivant zu verschreiben, und würden
den Verschreibungsprozess rationalisieren, indem sie den
belastenden Prozess der Einholung einer Vorabgenehmigung für
den behandelnden Arzt überflüssig machen."
Pfizer prognostizierte, dass die Verkäufe von
Quillivant in Texas deutlich steigen würden, wenn das
Medikament in die Texas Medicaid Preferred Drug List
aufgenommen würde, da Texas ein "bevölkerungsreicher Staat
mit einem unverhältnismäßig hohen Prozentsatz von Kindern
ist, die von Medicaid abgedeckt werden", so die Beschwerde.
Die Civil Medicaid Fraud Division von
Paxtons Büro übernahm die Ermittlungen.
Quelle: Thepeoplesvoice.tv
ZAHLEN in der "perfekt aufgeräumten"
Pharma-Schweiz am 25.3.2024: Seit der hochgiftigen
"Coronaimpfung": ADHS-Kinder werden immer mehr:
Rekordlange Wartezeiten und Aufnahmestopps für
ADHS-Abklärungen (B+): Bis zu ein Jahr Wartezeit:
Rekordhoher Ansturm auf ADHS-Abklärungen
https://www.blick.ch/life/gesundheit/bis-zu-ein-jahr-wartezeit-rekordhoher-ansturm-auf-adhs-abklaerungen-id19567025.html
Lisa Aeschlimann Reporterin & Blattmacherin -- In der
Schweiz erreichen die Wartezeiten für ADHS-Abklärungen
neue Höchstwerte. Betroffene müssen bis zu ein Jahr lang
warten, einzelne Praxen nehmen gar niemanden mehr auf. Was
sind die Gründe?
Wer Glück hat, bekommt innert sechs Monaten einen. Wer Pech
hat, erst in einem Jahr: den Termin für die ADHS-Abklärung.
In der Schweiz haben Wartezeiten für die Abklärungen einer
Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
einen neuen Höchststand erreicht. Das zeigt eine
Blick-Umfrage.
Die Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrischen
Universitätsklinik (PUK) in Zürich, eine der grössten
Kliniken, spricht von sehr grosser Nachfrage. Wer nicht als
Notfall eingestuft wird, muss aktuell bis zu neun Monate auf
einen Termin warten. Um die Wartezeit zu überbrücken, bietet
die PUK Zürich seit Januar Online-Gesprächsgruppen für
Jugendliche an.
In Basel und im Aargau tönt es ähnlich. Bei den
Psychiatrischen Diensten Aargau (PDAG) beträgt die Wartezeit
für Erwachsene neun Monate, «Tendenz steigend». Bei Kindern
und Jugendlichen haben sich die Anmeldezahlen in den
Ambulatorien in den letzten sieben Jahren «mehr als
verdoppelt», wie der leitende Arzt Rainer Kment schreibt.
Einige Praxen haben sogar Aufnahmestopps verhängt. BrainArc,
eine grössere spezialisierte Zürcher Praxis, nimmt seit
November keine neuen Patientinnen und Patienten mehr auf.
Zuletzt habe die Wartefrist zehn bis zwölf Monate betragen.
Trotz Aufnahmestopp – der auf der Website prominent vermerkt
ist – gebe es täglich etwa zehn Anfragen. Auch in der
Spezialklinik Psybern herrscht Aufnahmestopp.
Dutzende Hilferufe pro Tag
Die ADHS-Organisation Elpos Schweiz erreichen täglich
Dutzende Anfragen nach Adressen, wo man Hilfe bekommen
könne. Doch freie Terminen sind überall rar. Elpos Schweiz
meldet, dass ein halbes oder ganzes Jahr Wartezeit
mittlerweile normal sei. Zur Überbrückung verweist die
Organisation Hilfesuchende an Selbsthilfegruppen, die sie
aufgebaut hat und ehrenamtlich betreibt.
Klar ist: Das Bewusstsein für die Krankheit hat zuletzt
deutlich zugenommen – in Fachkreisen wie in der Bevölkerung.
«ADHS ist längst in unserer Gesellschaft angekommen»,
schreibt Susanne Walitza, Direktorin der Kinder- und
Jugendpsychiatrie an der PUK Zürich, Lehrpersonen und Eltern
seien dafür sensibilisiert. Evelyn Herbrecht, Chefärztin an
den Universitären Psychiatrischen Kliniken in Basel, sagt,
nicht nur das Bewusstsein für psychische Störungen sei
gestiegen, auch die Zuweisung durch Schulen und Eltern
erfolge schneller. Auffallend ist, dass die Patientinnen und
Patienten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie jünger
werden. Walitza: «Wir haben mehr Vorschulkinder in der
Abklärung als noch vor Jahren.»
Zunehmender Leistungsdruck und Reizüberflutung
Die grössere Sensibilisierung ist nur ein Grund für den
Ansturm auf ADHS-Abklärungen. Auch der zunehmende
Leistungsdruck und die Reizüberflutung durch Social Media
spielten eine Rolle, berichten mehrere Expertinnen. Walitza
schreibt von einer Zunahme des pathologischen Medienkonsums
bei Kindern und Jugendlichen.
Kment aus dem Aargau schreibt: «Junge Menschen sind in
unserer schnelllebigen, digitalisierten Welt vielen äusseren
Reizen ausgesetzt.» Von ihnen werde hohe Anpassungsfähigkeit
verlangt. Kinder und Jugendliche mit ADHS fielen aus der
Norm, da es ihnen kaum gelinge, den steigenden Anforderungen
in Schule und Familie zu genügen.
Viel mehr Studierende betroffen
Bemerkenswert ist ebenfalls, dass sich seit der Pandemie
deutlich häufiger Studierende auf ADHS abklären lassen
möchten. Stephan Kupferschmid, Chefarzt der Privatklinik
Meiringen und Vorstandsmitglied bei der Schweizerischen
Fachgesellschaft für ADHS, vermutet als Grund dafür den
Digitalisierungsschub während der Pandemie: Viele
Vorlesungen würden nur noch online geschaut, zudem habe auch
im Studium eine Beschleunigung stattgefunden: «Die
Studierenden müssen immer mehr Reize verarbeiten.» Eine
Herausforderung für jene, die punkto Konzentration ohnehin
nicht zu den Klassenbesten gehören.
Besonders deutlich wird der Corona-Schub bei den verkauften
Medikamenten: Während 2019 rund 60'000 Personen
ADHS-Medikamente erhielten, stieg ihr Anteil in den
Pandemie-Jahren stark. 2023 dürften hochgerechnet mehr als
92'000 Personen Ritalin und ähnliche Präparate erhalten
haben, wie eine Auswertung der Helsana im Auftrag von Blick
zeigt. Zum Vergleich: Mitte der Nullerjahre gab es erst
20'000 Ritalin-Konsumierende.
Trotz Andrang in den Kliniken: Die Anzahl der ADHS-Diagnosen
ist seit Jahren konstant, wie Fachpersonen betonen. Liegt
die Störung vielleicht einfach nur im Trend? Hinweise darauf
gibt es. Walitza schreibt, dass längst nicht bei allen, die
bei sich ein ADHS vermuten, auch ein solches vorliege. Die
zunehmende Anzahl von Abklärungen zeige auch, dass Fälle
ohne ADHS proportional zu den Anfragen steigen würden.
Kupferschmid: «Die Inanspruchnahme ist grösser geworden.»
Psychische Störungen seien nicht mehr so stigmatisiert wie
früher. Manchen komme gar eine gewisse Attraktivität zu –
gerade bei jüngeren Menschen, die auf Social Media freizügig
von ihrer «Neurodiversität» berichten. Wichtig sei es, hier
das richtige Mass zu finden: die psychische Erkrankung nicht
als Entschuldigung zu gebrauchen – aber auch nicht zu
stigmatisieren. Es brauche in allen Fällen eine
differenzierte und professionelle Abklärung.
ADHS am 2.8.2024: soll eine Hirnstörung sein
- Nahrungsergänzungsmittel notwendig
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/97313
Impfschäden Schweiz Coronaimpfung, [02.08.2024 16:51]
ADS und ADHS sind nicht einfach Zustände, die man mit
einfachen Massnahmen in den Griff bekommen kann. Ich habe
auf Anraten eines anthroposophischen Arztes den Online Test
bei den Amen Clinics gemacht und das Buch "Healing AD(H)D"
von Dr. Amen gekauft. Leider gibt es dieses Buch wohl nicht
auf Deutsch, aber schaut mal auf die Homepage der Amen
Clinics:
https://www.amenclinics.com/conditions/adhd-add/
Die Auswertung des Online Tests hat mir sehr geholfen und
mit Nahrungsergänzungsmitteln kann ich die
Störungen im Hirn gut unter Kontrolle halten.
[Ergänzung 24.5.2026: Die verschwiegene DRÜSENstörung
ADHS ist eine DRÜSENstorung, so dass im Hirn gewisse
Substanzen FEHLEN, und man muss die Drüsen heilen, was
relativ einfach möglich ist].
Michael Palomino - 24.5.2026
ADHS am 2.8.2024: ist eine Nervenstörung -
muss man durchtesten - Neurobiologie nach Dr. Klinghardt
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/97314
Impfschäden Schweiz Coronaimpfung, [02.08.2024 16:51]
-- Neurobiologie nach Dr. Klinghardt - Link
-- Institut für Neurobiologie von Dr. Klinghardt in
Glottertal bei Freiburg im Breisgau - Link - Link
Liebe Margarete
Zum 7 jährigen Jungen. Auch wir sind mit unserem 6 jährigen
Pflegesohn mit einer ähnlichen Problematik belastet. Auf den
Seiten www.verein-neurobiologie.ch
(Neurobiologie nach Dr. Klinghardt - Link)
oder www.ink.ag (Institut für Neurobiologie von Dr.
Klinghardt - Link)
könnte sie evtl. Hilfe finden. Wir gehen bald zu einem
entsprechend ausgebildeten Arzt (nach Dr. Klinghardt) um den
Urachen auf die Spur zu kommen (die auf verschiedensten
Ebenen durchgetestet werden) und hoffentlich
eine Besserung der Situation zu erfahren. Zudem fände ich je
nachdem auch ein Treffen dieser Kinder durch Besuche
interessant, da man sonst durch die speziellen
Verhaltensweisen ja überall aneckt, man aber auf diese Weise
auf Verständnis stößt. Aber das dürfte natürlich nicht zu
weit weg sein, weil ja alles auch schnell überfordert.
Interview mit Kinderarzt Dr. Paul Thomas
(Portland, Oregon, "USA") am 5.9.2024: Je mehr Gift-Impfungen
->> desto mehr kranke Kinder mit schweren Krankheiten
- es ist ALLES BEWIESEN mit seinen PatientInnen
Video-Link: https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/99005
Fünf Tage nach Veröffentlichung dieser Daten, entzog die
Medizinindustrie-Mafia dem Arzt Dr. Paul Thomas die
Zulassung.
In einer Studie zeigt Dr. Thomas den Zusammenhang zwischen
Impfungen im Kindesalter und neurologischen Störungen bzw.
Autoimmunerkrankungen auf.
Dr. Thomas beobachtete dabei über einen Zeitraum von mehr als
zehn Jahren Babys, die in seiner Praxis geboren wurden, und
stellte fest, dass die ungeimpften Babys nicht krank wurden.
Im Gegenteil: Je mehr Impfungen sie erhielten, desto mehr
Krankheiten entwickelten die Kinder.
"Wir haben uns definitiv jeden einzelnen Patienten angesehen,
der in meiner Praxis geboren wurde. Es gab keine
Rosinenpickerei. Wir haben sie nach der Anzahl der Impfungen,
die sie erhalten haben, sortiert."
"Wir hatten über 500, die nicht geimpft waren, und dann hatten
wir weitere 3.700 die geimpft waren."
"Nun, die Daten sprechen für sich selbst. Diese orangefarbenen
Linien zeigen, dass die Kinder im Laufe der Zeit, d. h. in den
zehneinhalb Jahren, umso schlechter abschnitten, je mehr
Impfungen sie erhielten. Egal ob es sich um Infektionen, ADS
oder ADHS handelte, Umwelteinflüsse, Ekzeme, Allergien. Ganz
gleich, was wir untersucht haben, selbst die ganz normale
Anämie steigt bei den Geimpften im Vergleich zur blauen Linie,
den Ungeimpften, sprunghaft an. Wahnsinn, diese Daten sind so
aussagekräftig!" Via Nightglow
Pharma-Schweiz seit der "Coronaimpfung" am
20.10.2024: Ritalin-Konsum explodiert - [auf die Dauer geht
das aber nicht wegen Nebenwirkungen!]:
Abwasserproben zeigen: Ritalin-Konsum nimmt sprunghaft zu
(B+):
Boomendes ADHS-Medikament: Ritalin-Konsum nimmt
sprunghaft zu
https://www.blick.ch/schweiz/boomendes-adhs-medikament-ritalin-konsum-nimmt-sprunghaft-zu-id20240459.html
Andreas Schmid -- Inlandredaktor -- In Abwasserproben zeigt
sich, dass Ritalin vor allem in Zürich breit eingesetzt
wird. Warum die Messungen einen derart starken Anstieg
zeigen, ist auch für Fachleute rätselhaft.
An über 92'000 Kinder und Erwachsene haben Ärzte im
vergangenen Jahr Ritalin verschrieben. Die Diagnose
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird seit
längerer Zeit vermehrt gestellt und medikamentös behandelt.
Dennoch überraschen die Messresultate von Abwasserproben aus
Kläranlagen, die das ETH-Wasserforschungsinstitut Eawag und
die Universität Lausanne im Auftrag des Bundesamts für
Gesundheit (BAG) regelmässig präsentieren: In Zürich vor allem
haben die Werte für Ritalinsäure im ersten Quartal dieses
Jahres eine Höchstmarke erreicht, nach einem enormen Anstieg
seit der Messung Ende 2023. Bereits im Jahr zuvor hatten die
Ritalinsäure-Spuren markant zugenommen.
Die Wissenschaftler weisen aus, wie viele Rückstände sie in
Milligramm pro Tag und 1000 Personen finden. Da fällt auf,
dass die Mengen deutlich höher sind als an den anderen neun
Schweizer Messstandorten und entsprechend weit über dem
nationalen Durchschnitt liegen.
Rätselhafte Entwicklung
Selbst Fachleute sind erstaunt, dass der Nachweis von
Ritalinsäure nicht eine kontinuierlich steigende, sondern eine
sprunghafte Kurve zeigt. Die Anzahl Personen, denen das
Medikament gegen ADHS verschrieben wird, nimmt demgegenüber in
den letzten vier Jahren konstant um 10'000 zu.
Für die Diskrepanz und die wellenartige Entwicklung haben
selbst Fachleute keine schlüssige Begründung. BAG-Sprecher
Daniel Dauwalder sagt, sein Amt habe keine Grundlage, um über
die Ursachen zu spekulieren. Und fügt an: «Wir sind daran,
eine Methodik zu entwickeln, um die Trends von
Medikamentenrückständen im Abwasser mit Entwicklungen in der
Verschreibung abzugleichen.»
Mögliche Erklärungen, warum es zu einer Zunahme kommt:
vermehrte Diagnosen von ADHS, eine schnellere ärztliche
Verschreibung von Ritalin, höhere Dosierungen pro Person, aber
auch den Konsum des Medikaments als Partydroge sowie als
Hirndoping – Ritalin ermöglicht es, über lange Zeit
konzentriert zu lernen.
Alwin Bachmann von der Schweizerischen Koordinations- und
Fachstelle Sucht Infodrog vermutet, dass die Zunahme auf
vermehrte ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen sowie den häufigeren
Ritalin-Konsum in nicht-medizinischem Kontext zurückzuführen
sei. Bachmann verweist weiter darauf, dass Jugendliche ab 15
Jahren das Medikament laut einer Studie öfter zur Steigerung
der Aufmerksamkeit einnehmen.
Eine Zürcher Erhebung zeigt zudem, dass der nicht ärztlich
verordnete Gebrauch von Ritalin häufig zu Hause angesiedelt
ist, im Zusammenhang mit Studium und Arbeit. Bachmann hält
fest, es existiere ein Onlineschwarzmarkt, über den
verschiedenste Substanzen – darunter Ritalin – gekauft werden
könnten.
Korrupte Pharma-Schweiz am 24.11.2024: Seit
2021 (seit der hochgiftigen "Coronaimpfung") wird immer mehr
Ritalin verkauft:
Deutlicher Anstieg von ADHS-Fällen und Ritalin-Konsum
https://www.20min.ch/story/mehr-diagnosen-deutlicher-anstieg-von-adhs-faellen-und-hoeherer-ritalin-konsum-103225961
Die Zahl der in der Schweiz verschriebenen ADHS-Medikamenten
steigt seit 2021 jährlich um zehn Prozent.
Seit 2021 ist in der Schweiz die Nutzung
von ADHS-Medikamenten jährlich um zehn Prozent gestiegen.
Ein Entwicklungspädiater sieht das nicht
als Folge der Corona-Massnahmen, sondern wegen des gestiegenen
Leistungsdrucks.
Auch Insektizide könnten zu mehr
ADHS-Fällen führen.
Die aktuellen Daten von Swissmedic sind deutlich: Seit 2021
ist die Nutzung von ADHS-Medikamenten in der Schweiz jährlich
um zehn Prozent gestiegen, wie die
«SonntagsZeitung» berichtet. Es seien Anstiegsraten, wie sie
in den Nullerjahren vorkamen.
Damals befürchteten viele eine leichtfertige Verschreibung von
Ritalin. Es kam zu hitzigen Diskussionen und politischen
Vorstössen. Doch die Fachleute widersprachen und meinten, dass
viele ADHS-Betroffene unzureichend mit Medikamenten behandelt
worden waren, schreibt die Zeitung weiter.
Was ist ADHS?
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist eine
neuroentwicklungsbedingte Störung, die sich durch anhaltende
Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität auszeichnet.
Sie beginnt meist im Kindesalter und kann bis ins
Erwachsenenalter andauern. Die genauen Ursachen sind
unbekannt, aber genetische, neurologische und Umweltfaktoren
spielen eine Rolle. Symptome variieren individuell und können
das soziale, schulische oder berufliche Leben erheblich
beeinträchtigen.
Leistungsdruck als Ursache?
Die aktuelle Zunahme werde auch durch Abwassermessungen und
Krankenkassendaten bestätigt. In der «SonntagsZeitung»
bestätigt der Entwicklungspädiater Oskar Jenni vom
Kinderspital Zürich die Zunahme von Entwicklungsstörungen wie
ADHS. Diese Entwicklung habe bereits vor der Pandemie begonnen
und sei deshalb keine direkte Folge der Corona-Massnahmen. Er
vermute die Ursache eher im weiter gestiegenen Leistungsdruck.
Eine andere Ursache wollen Umweltepidemiologen gefunden haben.
Sie befürchten, dass Rückstände von Insektiziden für rund
einen Sechstel aller ADHS-Fälle verantwortlich seien. Ein
kleinerer Teil sei vermutlich auch auf die vermehrte Nutzung
von Ritalin zur Leistungssteigerung oder als Partydroge
zurückzuführen, heisst es in der Zeitung weiter. (chk)
Verdacht "Coronaimpfung" hat Wirkung:
Österreich seit der "Coronaimpfung" am
29.3.2025: "Zunehmend mehr ADHS bei Erwachsenen"
https://science.orf.at/stories/3229528/
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/111099
Immer häufiger wird die
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) nicht
nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen
diagnostiziert. In Österreich ist ein deutlicher Anstieg der
Diagnosen und Behandlungen zu spüren, sagte ein Facharzt.
Die Therapie müsse sehr individuell erfolgen.
Andreas Heydwolff ist Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapeutische Medizin in Wien und Mitglied der
Fortbildungsgesellschaft ADHS Austria. In seiner Ordination
spezialisiert er sich seit vielen Jahren auf die Diagnose und
Behandlung von ADHS bei Erwachsenen. Anfragen gibt es genug.
„Wir bekommen jeden Tag Anrufe von Menschen, die für
Diagnostik oder auch gleich zur Behandlung von ADHS zu uns
kommen wollen. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren
deutlich gestiegen, es können durchaus auch mal 15 bis 20
Personen am Tag sein“, erzählte er im Gespräch mit
science.ORF.at.
Eine Entwicklung, die nicht nur in Österreich zu beobachten
ist: Erst vor Kurzem zeigte eine britische Studie, dass in
England die Zahl der ADHS-Medikamentenverschreibungen jährlich
um rund 18 Prozent steigt. „Dass ADHS heute häufiger
diagnostiziert wird als noch vor einigen Jahren ist ein
globaler Trend“, so Heydwolff.
Mehr Bewusstsein in der Bevölkerung
Aber gibt es heute tatsächlich mehr Menschen mit ADHS als noch
vor einigen Jahrzehnten? „Diese Frage wird oft gestellt, und
in Fachkreisen beantworten wir sie überwiegend so, dass die
Zahl der Betroffenen wahrscheinlich relativ gleich geblieben
ist. Es gibt aber mehrere Faktoren, die dazu beitragen, dass
die Nachfrage steigt.“
ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen nehmen zu
Audio aus rechtlichen Gründen nicht mehr verfügbar.
Einerseits gibt es laut Heydwolff heute ein größeres
Bewusstsein für ADHS in der Bevölkerung – Menschen, die früher
einfach als dumm oder faul abgestempelt worden wären, erkennen
heute eher, dass ihre Probleme möglicherweise auf ADHS
zurückzuführen sind. „Das öffentliche Bewusstsein hat sich
stark verändert. Viele Betroffene machen sich auch gegenseitig
darauf aufmerksam, dass sie vielleicht ADHS haben könnten, und
ermutigen sich, das abklären zu lassen.“
Andererseits seien auch die Anforderungen an die Gesellschaft
heute ganz andere als noch vor einigen Jahrzehnten. „In der
Arbeitswelt wird heute viel mehr Genauigkeit verlangt als
früher. Betroffene, die sich nicht so gut konzentrieren
können, finden heute kaum noch Arbeit, die für sie geeignet
ist, und da kommen viele ADHS-Patientinnen und -Patienten dann
an ihre Grenzen“, sagte der Wiener Kassenfacharzt.
Schwierige Diagnosen
ADHS bei Erwachsenen zu erkennen ist oft schwierig, da sich
die Störung ganz unterschiedlich und mit verschiedenen
Symptomen äußert. Manche Betroffene haben
Konzentrationsschwierigkeiten und lassen sich leicht ablenken,
andere sind hyperaktiv oder impulsiv. Obwohl Hyperaktivität
bei Erwachsenen mit ADHS oft weniger stark ausgeprägt ist als
bei Kindern, fühlen sich viele Betroffene innerlich unruhig
und/oder haben einen starken Bewegungsdrang.
ADHS tritt auch oft zusammen mit anderen psychiatrischen
Erkrankungen auf. „ADHS-Betroffene erfüllen zu 75 bis 80
Prozent auch die Diagnosekriterien von mindestens einer
weiteren psychiatrischen Erkrankung“, erklärte Heydwolff. Die
Diagnose wird dadurch oft noch weiter erschwert.
Gestörter Dopaminhaushalt [Drüsenschaden!]
Wenn jemand schon viele Jahre mit Konzentrationsproblemen oder
anderen ADHS-Symptomen zu kämpfen hat, sei eine Diagnostik in
einer klinisch-psychologischen bzw. bei medikamentösem
Behandlungswunsch auch fachärztlichen Praxis sinnvoll.
„Erwachsene, auch junge Erwachsene, haben meistens schon alles
probiert, was man selber so machen kann, um ihre Schwächen zu
kompensieren. Eine medikamentöse Behandlung ist da oft ein
großer Schritt, der vieles erleichtern kann.“
Doch wie helfen die Medikamente den Betroffenen? Ein zentraler
Aspekt bei ADHS ist der Botenstoff Dopamin. „Das Frontalhirn
ist eine sehr wichtige Schaltstelle, wo viele Dinge
stattfinden, die wir im Alltag brauchen, wie das Fokussieren,
die Daueraufmerksamkeit und die Impulskontrolle. Bei ADHS wird
Dopamin aus hauptsächlich genetischen Gründen schneller
abgebaut als bei der Durchschnittsbevölkerung. Das führt zu
den typischen Symptomen wie Konzentrationsproblemen und
Hyperaktivität.“ Die medikamentöse Behandlung zielt darauf ab,
diesen schnellen Abbau zu verlangsamen und so die Symptome zu
lindern. „Wenn man die richtige Dosis findet, kann man im
Idealfall so ‚funktionieren‘ wie Menschen ohne ADHS“, so
Heydwolff.
Individuelle Behandlungsansätze
Nicht alle Erwachsenen mit ADHS sind aber auf eine
medikamentöse Behandlung angewiesen. Neben Medikamenten gibt
es auch andere Ansätze, die helfen können – abhängig davon,
wie stark ADHS in den Patientinnen und Patienten ausgeprägt
ist. Verhaltenstherapien oder Coachings können etwa dazu
beitragen, mehr Struktur in den Alltag zu bekommen und
Herausforderungen so besser zu meistern. „Welcher Ansatz der
richtige ist, unterscheidet sich von Patient zu Patient und
sollte vorab mit Fachleuten abgeklärt werden.“
Psychologin zu Umgang mit ADHS
Audio aus rechtlichen Gründen nicht mehr verfügbar.
Das Alter der Betroffenen spiele dabei keine Rolle. Auch jene
Personen, die erst mit der Pensionierung zu dem Entschluss
kommen, sich diagnostizieren zu lassen, können von einer
Behandlung profitieren. „Es ist für viele eine große
Entlastung, wenn bisher nicht der Diagnose zugeordnete
Eigenheiten plötzlich einen Sinn ergeben und man merkt, dass
man eben nicht einfach nur faul oder unkonzentriert ist.“
Versorgungsengpässe problematisch
In Österreich gibt es laut Heydwolff aber auch nach wie vor
eine starke Unterversorgung an Fachpersonal, das ADHS sowohl
bei Erwachsenen als auch bei Kindern diagnostizieren und
behandeln kann. Wichtig wären mehr Ausbildungen in dem Bereich
und spezialisierte Einrichtungen, um die Versorgung zu
verbessern. „Ideal wäre, wenn wir in jedem Bundesland
mindestens ein großes Behandlungszentrum hätten, um dort unter
anderem auch die nicht medikamentösen Behandlungsangebote
auszuweiten.“
Eines sei klar: Mit individuell angepassten Behandlungen kann
sich die Lebensqualität der Betroffenen oft stark verbessern.
„Für mich als Behandler ist es wirklich ein Vergnügen zu
sehen, wie schön sich Menschen entwickeln können, die ein
Leben lang mit geknicktem Selbstbewusstsein und dem Gefühl
durchs Leben gegangen sind, kein vollwertiger Teil der
Gesellschaft zu sein“, sagte der Wiener Kassenfacharzt
Heydwolff.
Raphael Krapscha, ORF Wissen
Gift-Pillen gegen ADHS, das von den
Gift-Impfungen kommt am 29.10.2025: Die Gift-Pharma
vergiftet die Impfopfer mit Ritalin und Aderall noch mehr:
«‹ADHS-Industriekomplex› verabreicht mit Ritalin und
Adderall im Grunde ‹Speed› – und blendet Alternativen aus»
https://transition-news.org/adhs-industriekomplex-verabreicht-mit-ritalin-und-adderall-im-grunde-speed-und
https://t.me/impfen_nein_danke/315597
Greenmedinfo:
Speed Is Not Medicine: How Pycnogenol Offers Real Hope for
Children with ADHD - 22. Oktober 2025
Das schreibt Sayer Ji, Gründer von «Greenmedinfo». Die
Verabreichung von Ritalin & Co. sei «ethisch skandalös und
medizinisch rücksichtslos». Zugleich würde mit Pycnogenol ein
wertvoller Extrakt ignoriert. Von Torsten Engelbrecht
Um das Präparat Ritalin ranken sich Mythen.
So behaupten Forscher, dass die verschreibungspflichtigen
Medikamente für Personen mit einer sogenannten
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zur
Verbesserung der Konzentration und kognitiven Leistungen
führen. Dadurch werden sie sogar häufig auch von Schülern
ohne diese diagnostizierte Störung eingenommen (siehe TN-Artikel
«ADHS-Medikamente wie Ritalin verringern die Leistung von
Schülern»).
Und nicht nur das. Laut dem «Verordnungsreport» der Techniker
Krankenkasse 2022 stieg der Anteil der 12- bis
17-Jährigen in Deutschland, die Psychopharmaka verordnet
bekamen, von 3,5 Prozent im Jahr 2017 auf etwa 4,3 Prozent
im Jahr 2020. Diese Zahl bezieht sich nicht exklusiv auf
ADHS-Medikamente, sondern auf Psychopharmaka insgesamt.
Doch ADHS-Mittel machen darin einen Großteil aus – bei den
Schulkindern laut Bericht «rund 70 Prozent der
Psychopharmaka-Verordnungen».
Bedenkt man, dass es in Deutschland 13 bis 14
Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von 0
bis 17 Jahren gibt, bekommen also 560.000 bis 600.000
davon (4,3 Prozent) Psychopharmaka verordnet – und ein
Großteil davon wiederum ADHS-Medikamente wie Ritalin.
Doch warum dieser regelrechte «Hype»? So
bezeichnen Kritiker seit Jahren Ritalin als
«Kinderkokain». Robert Whitaker, Autor des preisgekrönten
Buches «Anatomy Of An Epidemic» (Anatomie einer Epidemie),
sagte mir dazu 2013 im Interview:
«Die New York Times brachte vor Kurzem eine Geschichte
über einen Jugendlichen heraus, der von Ritalin süchtig
wurde. Der Unterschied zwischen Ritalin und Kokain ist,
dass Ritalin länger im Körper bleibt, aber ihr
Wirkmechanismus ist so ziemlich der gleiche.»
Auch ergab eine 2023 erschienene Studie,
dass ADHS-Medikamente wie Ritalin die Konzentration und
Leistung beeinträchtigen (TN berichtete).
Greenmedinfo hat die brisante Thematik
jetzt aufgegriffen und einen langen Beitrag «über die dunkle Wahrheit
über die Verabreichung» von Ritalin & Co. gebracht.
Zugleich wird darin über einen «natürlichen Extrakt, der
die Entwicklung des Gehirns fördert und nicht verhindert»
berichtet. In dem Text heißt es:
«Jeden Tag werden Millionen von Kindern
Amphetamin-basierte Medikamente gegen ADHS verschrieben
– eine Praxis, die ethisch skandalös und medizinisch
rücksichtslos ist. ADHS-Stimulanzien wie Adderall und
Ritalin sind im Wesentlichen pharmazeutisches ‹Speed›,
das in seiner Wirkung fast identisch mit illegalen
Betäubungsmitteln ist und in beispiellosem Ausmaß an
heranwachsende Kinder verabreicht wird.»
Hochproblematisch sei dabei auch «die
Pathologisierung normalen kindlichen Verhaltens»,
die durch aggressives Marketing, zweifelhafte Diagnostik
und institutionelle Selbstgefälligkeit vorangetrieben
werde. Greenmedinfo spricht gar von einem
«ADHS-Industriekomplex» aus Pharmaunternehmen, bezahlten
Psychiatern und Interessengruppen, die allesamt
irreführende Behauptungen verbreiten und zugleich
abweichende Stimmen, die die Medikation von Kindern in
Frage stellen, unterdrücken würden.
«ADHS als Diagnose vergegenständlicht oft
Verhaltensweisen, die auf zugrunde liegende
Probleme – Nährstoffmangel, Umweltstressoren, Traumata
oder neurotoxische Belastungen – und nicht auf eine
eigenständige Gehirnerkrankung hinweisen», so Sayer Ji,
Gründer von Greenmedinfo und Verfasser des
Artikels. Die Nebenwirkungen von Stimulanzien reichten von
Schlaflosigkeit und Wachstumsstörungen bis hin zu Sucht
und Psychosen. «Die Verschreibung von Substanzen der
Amphetamin-Klasse an Kinder ist eine Krise, keine
Heilung», warnt Ji.
Doch Ji übt nicht nur Kritik. Auch
bringt er mit Pycnogenol, einem Extrakt aus der Rinde der
französischen Seekiefer, ein Stoff ins Spiel, der «eine
wissenschaftlich validierte, sichere und ganzheitliche
Alternative darstellt». Untersuchungen würden zeigen, dass
Pycnogenol die Aufmerksamkeit verbessert und
Hyperaktivität reduziert, ohne dass von ihm die Gefahren
von Stimulanzien ausgehen (siehe etwa hier). Ji:
«Als starkes Antioxidans und entzündungshemmendes
Mittel stellt es das neurologische Gleichgewicht wieder
her, anstatt die Dopaminbahnen zu kapern – praktisch
ohne Nebenwirkungen oder Suchtrisiko.»
So unterstütze Pycnogenol das neurochemische
Gleichgewicht auch «auf sanftere Weise».
Untersuchungen würden zeigen, dass es den Spiegel von
Stresshormonen und Neurotransmittern in Richtung
Normalbereich regulieren kann. Ji:
«Eine europäische Studie ergab, dass eine
einmonatige Pycnogenol-Einnahme erhöhte Adrenalin- und
Noradrenalinwerte bei ADHS-Kindern senkte – ein Zeichen
für die Beruhigung eines überreizten Systems.
Gleichzeitig wurde Dopamin, der Neurotransmitter für
Konzentration, leicht erhöht, allerdings ohne die durch
Stimulanzien verursachten Achterbahnten. Tatsächlich
lenkt Pycnogenol das Gehirn in Richtung Gleichgewicht,
anstatt es auf Hochtouren zu bringen.»
Dass Ernährung generell positive Wirkungen auf
Kinder haben kann, bei denen ADHS
diagnostiziert wurde, wurde auch in einer 2008er Übersichtsarbeit geschlussfolgert.
Darin heißt es:
«Zahlreiche Studien haben sich mit den Ursachen und
Behandlungsmöglichkeiten der
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
befasst. Dabei wurden auch suboptimale Nährstoffmengen
sowie Empfindlichkeiten gegenüber bestimmten
Nahrungsmitteln und Nahrungsmittelzusätzen ermittelt.
Dieser Bericht gibt einen Überblick über diese Forschung
und liefert einen aktuellen Bericht über klinische
Studien zu Zink, Eisen, Magnesium, Pycnogenol,
Omega-3-Fettsäuren und
Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Die Literaturrecherche wurde mit PubMed, ISI Web of
Knowledge und Google Scholar durchgeführt und umfasste
Studien, die vor April 2008 veröffentlicht wurden.
Obwohl weitere Forschung erforderlich ist, stützen die
aktuellen Erkenntnisse Hinweise darauf, dass Ernährung
und Diät das Verhalten und Lernen dieser Kinder
beeinflussen.»
ZAHLEN seit der "Coronaimpfung" im 4R am
12.12.2025: Immer mehr ADHS-Fälle:
ADHS: Anstieg um 199 Prozent – die Gründe für die
dramatisch gestiegene ADHS-Inzidenz - WELT
https://www.welt.de/gesundheit/article693acf5d255f61bcbd40d5d8/adhs-anstieg-um-199-prozent-die-gruende-fuer-die-dramatisch-gestiegene-adhs-inzidenz.html
Die Zahl der ADHS-Erstdiagnosen bei Erwachsenen ist in
Deutschland rasant gestiegen, wie eine Auswertung von
Krankenkasse
Deutlich mehr Erwachsene in Deutschland erhalten heute eine
Erstdiagnose für Aufmerksamkeitsdefizit- und
Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) als noch vor zehn Jahren. Die
Inzidenz, also die Zahl der Erstdiagnosen pro 10.000
Einwohner, ist von 2015 bis 2024 um 199 Prozent
gestiegen – von rund 8,6 auf 25,7 pro 10.000, wie
eine Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche
Versorgung zeigt, die im „Deutschen Ärzteblatt International“
veröffentlicht wurde.
Besonders stark angestiegen ist die Zahl der
Erstdiagnosen seit 2021, vor allem bei Frauen. 2021 waren
es noch 12,7 pro 10.000, 2024 schon 25,7,
unabhängig vom Geschlecht. Der Anstieg ist kein rein deutsches
Phänomen. In der kanadischen Provinz Ontario zum Beispiel ist
die Zahl der jährlichen Verschreibungen von
ADHS-Medikamenten zwischen 2015 und 2023 um 157 Prozent
gestiegen, wie eine Studie zeigt.
Die Auswertung im Ärzteblatt beruht auf Abrechnungsdaten
gesetzlich Krankenversicherter ab 18 Jahren. Es wurden Daten
von 17 Kassenärztlichen Vereinigungen verwendet. Die Daten für
2024 seien vorläufig, da bislang nicht alle Erstdiagnosen
validiert seien, hieß es.
Als erstmalig diagnostizierter Fall in einem Untersuchungsjahr
gelten Versicherte, die in den zwei Jahren zuvor keine
Diagnose erhalten haben. Außerdem muss die Diagnose als
gesichert gekennzeichnet und dokumentiert sein. Den Kriterien
nach kann es also sein, dass die untersuchten Patienten nach
längerer Pause erneut, aber nicht zum allerersten Mal mit ADHS
diagnostiziert wurden.
Unter 40-Jährige hatten im gesamten Zeitraum die höchste Rate
an Neudiagnosen. Bei Männern lag die Inzidenz höher als bei
Frauen, unabhängig vom Alter. Im Laufe der Jahre wurde der
Unterschied zwischen Männern und Frauen aber immer geringer,
2024 waren sie fast gleich auf. Es sei anzunehmen, dass der
Symptombeginn bei vielen Fällen deutlich früher lag und es
sich größtenteils um verspätete Erstdiagnosen handele, heißt
es in der Studie. Das heißt: Die Betroffenen hatten schon in
ihrer Kindheit ADHS, haben aber keine Diagnose erhalten.
Geschlechterunterschiede bei ADHS
Bei weiblichen Betroffenen sei bekannt, dass sie im
Kindesalter weniger auffielen, erklärte Swantje Matthies vom
Universitätsklinikum Freiburg, die selbst nicht an der Analyse
beteiligt war. Sie würden daher seltener diagnostiziert. Dass
sie erst im Erwachsenenalter eine Erstdiagnose erhielten, sei
für Mädchen und Frauen daher besonders plausibel.
Bis 2016 war die Häufigkeit von ADHS-Diagnosen bei Kindern und
Jugendlichen recht stabil. Wieso werden insbesondere seit 2021
so viel mehr Menschen mit ADHS diagnostiziert als zuvor? Die
Studienautoren haben dafür mehrere Erklärungen.
Zum einen sei es möglich, dass in der Gesellschaft eine höhere
Sensibilisierung für die Krankheit herrsche. Zum anderen sei
2019 ein neuer Diagnosecode eingeführt worden. Fälle, die es
möglicherweise schon früher gab, könnten dadurch nun
sichtbarer sein, weil sie besser erfasst werden. Ein weiterer
Faktor könnten die Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf
die Psyche sein.
Da ADHS mit einem erheblichen Leidensdruck verbunden sei und
Auswirkungen auf die Lebensqualität habe, schätzen die Autoren
den Anstieg der Neudiagnosen als positiv ein – weil dadurch
mehr Betroffene eine Therapie machten.
In den Medien bekomme die Krankheit viel Aufmerksamkeit, sagte
Matthies. „Dabei besteht auch die Gefahr, dass das Konzept
‚verwässert‘ wird.“ Es sei möglich, dass Menschen sich mit
ADHS-typischen Eigenschaften, Merkmalen und
Erfahrungsberichten identifizieren, obgleich sie nicht die
diagnostischen Kriterien erfüllen. Eine Diagnose erfordere
eine ausführliche Anamnese und Beurteilung durch Fachleute.
Soziale Meiden hätten zwei Seiten, sagte Alexandra Philipsen
vom Universitätsklinikum Bonn. Einerseits könnten Inhalte die
Sensibilität für ADHS steigern. Andererseits könnten sie die
Schwelle senken, sich anhand einer fälschlichen Selbstdiagnose
in einer Diagnostik vorzustellen. „Es wäre schön, die
Aufklärung in sozialen Medien gemeinsam mit Fachleuten zu
machen und zusammen Formate zu schaffen.“
Typische ADHS-Symptome
Typische ADHS-Symptome sind starke Aufmerksamkeits- und
Konzentrationsstörungen, starke Impulsivität und
ausgeprägte körperliche Unruhe (Hyperaktivität).
Die Symptome können unterschiedlich stark sein und müssen
nicht alle gleichzeitig auftreten. Damit wirklich von ADHS
gesprochen werden kann, müssen die Auffälligkeiten mindestens
sechs Monate und in verschiedenen Lebensbereichen auftreten
und den Betroffen beeinträchtigen, wie das
Gesundheitsministerium erklärt.
Nicht jeder Mensch mit ADHS-Diagnose brauche zudem eine
Therapie, meint Andreas Reif vom Universitätsklinikum
Frankfurt. Wenn eine Behandlung nötig ist, sei im
Erwachsenenalter eine Therapie mit Medikamenten seiner Ansicht
nach die erste Wahl.
Ob sich die Rate der Neudiagnose irgendwann wieder verringert,
hängt Reif zufolge davon ab, inwieweit die Patienten bereits
im Kindes- und Jugendalter korrekt identifiziert werden. In
den USA etwa näherten sich der Anteil der Menschen mit ADHS
und der Anteil der Menschen mit ADHS-Diagnose immer weiter an.
Auch in Deutschland würden die Daten einen Trend belegen, dass
die „weiterhin bestehende Unterdiagnostizierung von ADHS im
Erwachsenenalter sich langsam reduziert“, bestätigt Marcel
Romanos vom Universitätsklinikum Würzburg. Experten gehen
davon aus, dass etwa 2,5 Prozent der Erwachsenen in
Deutschland ADHS haben.
Für das medizinische Versorgungssystem sind die steigenden
ADHS-Zahlen dennoch eine Herausforderung. In Bonn etwa läge
die Wartezeit für einen Termin für eine ADHS-Diagnostik bei
über einem Jahr, sagt Alexandra Philipsen. Um mit der Flut von
Fällen klarzukommen, reiche es nicht aus, auf Psychiater und
Psychotherapeuten zu setzen. „Es braucht die Hausärzte, die
die betroffenen Familien oft lange kennen und erste
Screening-Tools anwenden können“, meint Philipsen. Diese
könnten dann gezielt an Experten weitervermitteln.
Mia Bucher, dpa/lpi
ZAHLEN ADHS-Symptome am 15.2.2026: Liegt es am
Handy oder an der "Coronaimpfung"?
Konzentration: Games, Tiktok und Co: Handy kann
ADHS-Symptome «wecken»
https://www.nau.ch/news/schweiz/games-tiktok-und-co-handy-kann-adhs-symptome-wecken-67086474
Rowena Goebel -- Zürich -- Das Smartphone ist ein wichtiges
Kommunikationsmittel – doch es birgt auch ordentlich
Suchtpotenzial. Mit verheerenden Auswirkungen auf die
Psyche.
-
Intensive
Handy- und Internetnutzung kann ADHS-Symptome
deutlich verschlimmern.
-
Sie kann sogar
dazu führen, dass Personen ohne ADHS ähnliche
Symptome entwickeln.
-
Eine Expertin
erklärt, wann die Alarmglocken läuten müssen.
ADHS-Abklärungen boomen, immer mehr Medikamente werden
dafür verschrieben und auch die Zahl der Erwachsenen, die eine Diagnose
erhalten, nimmt zu.
Die Gründe dafür sind unterschiedlich.
Einerseits hat das gesellschaftliche Bewusstsein
zugenommen – mehr Menschen sind Anzeichen von ADHS
bekannt. Heisst: Die Zahl der Betroffenen, die sich auch
wirklich eine Diagnose holen, nimmt zu.
Doch es gibt auch Faktoren, die Symptome
tatsächlich verschlimmern und damit bemerkbarer machen
können.
Einer davon: Das Handy. Süchtig machende Games
und Social-Media-Algorithmen können gerade für
ADHS-Betroffene verheerende Auswirkungen haben.
Davor ist aber niemand sicher. Intensive
Handynutzung kann sogar dazu führen, dass Personen, die
kein ADHS haben, ähnliche Symptome entwickeln.
Nachfrage nach
ADHS-Abklärungsterminen gross
Wie verbreitet Konzentrationsschwierigkeiten und
Co. sind, zeigt sich an der Klinik der Zürcher Kinder- und
Jugendpsychiatrie und Psychotherapie.
Wie Direktorin Susanne Walitza zu Nau.ch sagt,
ist die Nachfrage nach ADHS-Abklärungsterminen dort seit
über 15 Jahren hoch. In diesem Zeitraum hat sie sich sogar
noch leicht erhöht.
Dass sich Social Media, Games und andere digitale Medien
direkt auf die Nachfrage nach ADHS-Abklärungen auswirken, ist
zwar nicht bestätigt. Es ist jedoch naheliegend – denn bekannt
ist inzwischen: Intensive Handynutzung kann verheerende Folgen
für ADHS-Betroffene, aber auch für Personen ohne ADHS haben.
Wenn erst das Handy ADHS-Leidensdruck auslöst
Die Psychiaterin bestätigt: «Eine intensive oder ungünstige
Nutzung von Handy und Internet kann bestehende, zuvor wenig
auffällige ADHS-Symptome verstärken.»
Heisst: Auch jemand, der nicht weiss, dass er ADHS hat und
kaum einen Leidensdruck verspürt, kann erst durch Handynutzung
Probleme bekommen.
Und ausgerechnet Menschen mit unbehandeltem ADHS
haben ein erhöhtes Risiko, eine problematische
Mediennutzung zu entwickeln, wie Walitza erklärt.
«Zudem gibt es Hinweise darauf, dass eine
Behandlung von ADHS dazu beitragen kann, eine exzessive
Nutzung digitaler Medien zu verringern.»
Doch ab wann wird das Nutzungsverhalten
überhaupt schädlich?
Wenig Schlaf, Mühe,
aufzuhören: Die Alarmzeichen
Susanne Walitza erklärt: «Handy- und Internet-Nutzung kann problematisch
werden, wenn man Alltags- und Freizeitaktivitäten immer
häufiger vernachlässigt, weniger schläft und es
schwerfällt, aufzuhören.»
ADHS-Symptome können sich laut der Expertin
zudem verstärken, wenn sich «das Aufhören unangenehm anfühlt oder
kaum auszuhalten» sei.
«Ein solches Medienverhalten kann mit einer Zunahme von
ADHS-Symptomen, insbesondere von Aufmerksamkeits- und
Konzentrationsproblemen, in Zusammenhang stehen.»
Brisant: Es kann auch Personen treffen, die kein ADHS haben –
nicht nur solche, die nichts davon wissen oder
Diagnostizierte.
Psychiaterin Susanne Walitza sagt: «Beispielsweise treten bei
intensiver Nutzung digitaler belastender Inhalte verstärkt
Angst- und depressive Symptome auf, die bei ADHS gehäuft
sind.»
Gewalt-Videos und unrealistische Schönheitsideale bergen
grosse Risiken
Ausschlaggebend scheine dabei weniger die Dauer des
Mediengebrauchs, sondern die Art und Weise der Nutzung.
Ein erhöhtes Risiko bergen Nutzungsverhalten, die dazu führen,
dass sich Jugendliche ständig mit unrealistischen
Schönheitsidealen vergleichen. Also beispielsweise, wenn eine
13-Jährige auf Instagram regelmässig Videos von extrem dünnen
Models schaut.
Problematisch ist laut der Expertin auch die
Konfrontation mit gewalttätigen oder verstörenden
Inhalten. «Solcher Medienkonsum kann psychische
Belastungen verstärken.»
Betroffen sind aber nicht nur Kinder und Jugendliche. Susanne
Walitza gibt zu bedenken: «Es gibt in allen Altersgruppen
einen Zusammenhang zwischen exzessivem Social-Media-Konsum
und Aufmerksamkeitsproblemen.»
Expertin fordert
Medien-Bildung statt Verbote
Die Expertin warnt aber davor, Handy,
Videospiele und soziale Medien aufgrund dieser Risiken zu
verteufeln. Die modernen Medien bieten nämlich auch viele
Vorteile.
«Viele Jugendliche berichten, dass digitale Medien oder Gaming
ihnen helfen, sich zu vernetzen oder sich vom Schul- und
Ausbildungsstress abzulenken.»
Statt zu verbieten, sei es darum wichtig, Medienkompetenz zu
fördern und die Rahmenbedingungen zu verbessern, damit
Mediennutzung weniger Stress auslöst.
Ritalin am 2.2.2026: Die meisten Pharma-Ärzte
berücksichtigen bei ADHS das Umfeld NICHT und verschreiben
einfach Ritalin - macht süchtig - und die Pharma-Ärzte
lachen!
Ritalin - Gefahr für Kinder und Erwachsene
Video auf Instagram:
https://www.instagram.com/reel/DRrSJjHjMhK/?igsh=NW50amI5MTVraWxw
htps://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/126504
@christoph.tscharntke
💊Ritalin stellt bei einer diagnostizierten ADHS Erkrankung
aus schulmedizinischer Sicht, das Mittel der Wahl dar.
Faktoren wie Ernährung, Lebensweise, Stress und Schlafhygiene
werden nur selten berücksichtigt, viel mehr geht es darum in
kurzer Zeit eine Diagnose zu stellen und eine schnelle Lösung
anzubieten, auch wenn die in diesem Fall nicht zum Wohlergehen
des Kindes beiträgt.
❗Ritalin ist ein starkes Medikament, was zu Abhängigkeit
führen kann und nicht einfach wieder abgesetzt werden sollte.
Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen u.a.
Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Nervosität, Kopfschmerzen
und Magenschmerzen.
In einigen Fällen, können Herzprobleme, psychische
Veränderungen wie Aggression oder Angstzustände sowie
Schwindel und Übelkeit auftreten.
🐟Eine wundervolle Alternative, welche der Pharmaindustrie
natürlich keine großen gewinne beschert, sind
Omega-3-Fettsäuren. Unser Gehirn besteht zu knapp 60% aus
Fettsäuren und wird bis zum 7. Lebensjahr nahezu vollständig
entwickelt.
Fehlen den Kinder also besonders in dieser Zeit Fettsäuren,
kann es zu Mangelzuständen kommen welche sich in
Konzentrationsproblemen, Unruhe, Anspannung, Schlafstörungen
usw. äußern.
🌿Die Lösung liegt also darin, die Mängel zu beheben und nicht
mit der Chemiekeule weitere zu verursachen.
Bleibt gesund ❣️🙏
Quelle: YouTube| QS24 | ADHS Natürliche Alternative zu Ritalin
24.3.2026:
Arbeit: Arbeiten mit ADHS – Stärken und Schwächen
https://www.nau.ch/blog/paid_post/arbeit-arbeiten-mit-adhs-starken-und-schwachen-67107241
Angestellte Schweiz -- Olten -- Die
Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit oder ohne Hyperaktivität
(ADHS) wird bei Erwachsenen immer häufiger diagnostiziert,
mit Folgen am Arbeitsplatz.
ADHS ist eine Form von Neurodiversität.
Der Einfluss auf die Karriere kann erheblich sein, besonders
vor der Diagnose.
Betroffene besitzen besondere Qualitäten, die in bestimmten
Bereichen sehr nützlich sind.
Vor einigen Jahren wurde ADHS vor allem im schulischen Umfeld
diskutiert, um unruhige und zerstreute Schülerinnen und
Schüler zu beschreiben, die nur schwer lange sitzen bleiben
konnten. Eine Lösung: Ritalin, ein Medikament, das
schulische Misserfolge verhindern kann.
Mit den Jahren und dem Fortschritt der Forschung hat sich
dieses Vorurteil stark gewandelt: Erstens betrifft das
ständige Bedürfnis nach Bewegung nicht alle Betroffenen. Man
spricht heute von ADS oder ADHS, je nachdem, ob Hyperaktivität
zu den Symptomen gehört oder nicht. Zudem sind viele
Erwachsene betroffen und werden deshalb erst spät
diagnostiziert.
Die Diagnose
Bei Erwachsenen ist körperliche Hyperaktivität selten stark
ausgeprägt. Die Störung äussert sich durch die folgenden, bei
jeder Person unterschiedlich stark ausgeprägten Symptome:
Schwierigkeiten, repetitive oder monotone Aufgaben zu
erledigen
Probleme, lange Zeit auf dasselbe Thema fokussiert zu bleiben
Ausgeprägte Vorliebe für Neues
Grosse Neugier – Flucht vor Langeweile
Die Erklärung ist keine Frage von Charakter oder Willenskraft.
Es handelt sich um ein biologisches Phänomen: «Die Botenstoffe
Dopamin und Noradrenalin sind für Aufmerksamkeit, Motivation
und Belohnung zuständig; bei ADHS stehen sie oft nicht
ausreichend im synaptischen Spalt zur Verfügung oder werden
(zu) schnell abgebaut», erklärt Bettina Hoffer, Spezialistin
für diese Störung.
Das ganze Interview mit Frau Hofer
Die Diagnose erfolgt durch präzise Tests bei einer Psychologin
oder einem Psychologen. Sobald sie bestätigt ist, empfinden
viele Betroffene Erleichterung: Das bessere Verständnis des
eigenen Funktions- und Verhaltensmusters führt zu mehr
Selbsttoleranz bei «unangemessen» geltenden Verhaltensweisen
wie häufige Vergesslichkeit, dem Verlust von Gegenständen oder
Impulsivität. Betroffene können dann Strategien entwickeln, um
den Alltag zu erleichtern – und die Medikation ist dabei
manchmal ein Baustein.
Häufige Erschöpfung
Eine Diagnose im Erwachsenenalter überrascht manchmal. Manche
Personen berichten von einem schulischen und beruflichen
Werdegang ohne grössere Schwierigkeiten, sogar mit hohen
Kompetenzen in bestimmten Bereichen. Tatsächlich wird die
Konzentrationsschwierigkeit paradoxerweise durch eine
gesteigerte Konzentrations- und Produktivitätsfähigkeit in
Themen kompensiert, die sie begeistern – und diese Themen sind
oft zahlreich und vielfältig. Um jedoch Vergesslichkeit zu
vermeiden oder Aufgaben termingerecht zu erledigen, müssen
Betroffene energieintensive Anpassungsstrategien einsetzen.
Arbeit
Eine Diagnose kann sich schrittweise entwickeln. - zVg
Das führt nach langen Arbeitstagen häufig zu Müdigkeit, die
langfristig zu einem Burnout führen kann. «Die sensorische
Komponente in neurodivergentem Stress wird oft unterschätzt
(Stichwort Reizüberflutung) – aber Geräusch- oder
Bewegungskulissen, zum Beispiel im Grossraumbüro, sowie
soziale Anforderungen wie Teampausen können viel Energie
kosten», fügt Bettina Hober hinzu.
Lies hier den Erfahrungsbericht
Nützliche Qualitäten für Teams
Wenn man sein ADHS im Vorstellungsgespräch nur schwer
offenlegt, bringt diese Besonderheit gleichzeitig Qualitäten
mit, die für Unternehmen wertvoll sein können: Diese
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind kreativ und mutig, dank
ihrer Vorliebe für Neues. Finden Sie einen Beruf, in dem Sie
diese Stärken einsetzen können, werden Sie häufig als sehr
geschätzt, effizient und vielseitig wahrgenommen.
Ausserdem führt ihre Neugier sie ohne Angst dazu, neue
Horizonte zu erkunden, verschiedene Bereiche zu testen und
vielfältige Erfahrungen zu sammeln.
Arbeit
Es ist wichtig, auch die positiven Aspekte von ADHS zu kennen.
- zVg
Kein Trend, sondern Sichtbarkeit
Der Schlüssel liegt darin, einen verständnisvollen Arbeitgeber
zu finden, der die Stärken nutzt, anstatt die Schwächen zu
kritisieren. Wir empfehlen eine offene Kommunikation im Falle
einer Diagnose, sofern das Verhältnis zur Führungskraft und
das Unternehmensumfeld dies zulassen.
Schätzungen gehen davon aus, dass etwa sechs Prozent der
Bevölkerung diagnostiziert sind. Einige kritisieren ein
angebliches Mode-Phänomen, doch laut Bettina Hober handelt es
sich nicht um einen Trend: Durch die Sichtbarmachung der
Störung stellen sich mehr Menschen die Frage und lassen sich
testen, sodass die Zahl der Diagnosen ansteigt.
Inklusion am Arbeitsplatz bedeutet, die Stärken jeder Person
zu nutzen und dabei ihre Besonderheiten zu respektieren.
Impfschaden ADHS am 27.3.2026: kann man in der
Arbeit positiv nutzen, wenn die mentale Kraft dazu
existiert: Fall Heidi Klum:
Mehr Erfolg dank ADHS? «Die wenigsten können es wie Heidi
nutzen»
https://www.20min.ch/story/adhs-im-beruf-experten-ueber-chancen-und-nachteile-beim-job-103532913
Fototext: Wer seine Stärken kennt und offen kommuniziert, kann
mit ADHS im Job durchaus erfolgreich sein.
Gloria Karthan -- Heidi Klum nennt ihr ADHS eine
«Superpower». Doch so einfach ist es für die meisten nicht.
Ein Jobcoach und eine Psychotherapeutin sagen, was im
Berufsalltag wirklich hilft.
Heidi
Klum kann «tausend unterschiedliche Sachen auf einmal
machen» – so
beschreibt das Model ihr ADHS. Sie sehe darin keinen
Nachteil, sondern eine Superkraft.
Dass
prominente Personen offen
über ihr ADHS sprechen, findet Jobcoach Christian
Lüber grundsätzlich positiv. «Es trägt zur zunehmenden
Entstigmatisierung bei, und diese finde ich grossartig»,
sagt er. Gleichzeitig warnt er: «Nicht alle Menschen
funktionieren wie Heidi Klum. Die allerwenigsten können ihr
ADHS wirtschaftlich zu ihren Gunsten nutzen.»
Psychotherapeutin Romina Reginold sieht es ähnlich: Solche
Outings ermutigten zwar, offener über die Herausforderungen
mit ADHS zu sprechen. «Gleichzeitig kann diese Darstellung die
Belastung für Betroffene verharmlosen», sagt sie. Denn viele
erleben ihren beruflichen Alltag mit ADHS als alles andere als
mühelos.
Kreativ und begeisterungsfähig – aber schnell abgelenkt
Wo brillieren Menschen mit ADHS – und wo haben sie Mühe?
«Menschen mit ADHS können sehr kreativ sein, denken schnell
assoziativ und können sich unglaublich für Aufgaben
begeistern», so Reginold. Wenn sie an etwas interessiert sind,
gelangen sie in einen Hyperfokus, einen Zustand extremer
Konzentration. Auf der anderen Seite stünden Schwierigkeiten
bei der Selbstorganisation, beim Zeitmanagement und bei der
Priorisierung. «Dazu kommen Ablenkbarkeit und Impulsivität»,
so die Psychotherapeutin.
Lüber sagt klar: «ADHS ist so vielfältig, dass man dieser
Frage nicht pauschal gerecht werden kann.» Was bei der einen
Person eine Stärke sei, könne bei einer anderen zum
Stolperstein werden. «Viele Betroffene wissen genau, was sie
nicht können. Sie haben das während der Schulzeit gelernt,
weil sie dort angeeckt sind.» Zu erkennen, was man gut kann,
das müssen viele oft erst lernen.
Späte Diagnose: Plötzlich ergibt alles Sinn
«Ein grosser Teil der Betroffenen ist eher ruhig», stellt
Lüber zudem klar. Es gebe Frauen, die lange Zeit eine enorm
hohe Anpassungsleistung erbracht haben, teils über Jahrzehnte.
«Sie kommen mit guten Leistungen durch die Schule und das
Berufsleben, die Unruhe ist nach innen gerichtet», sagt Lüber.
Viele merkten erst im Erwachsenenalter, dass auch sie
betroffen sein könnten. «Und dann laufen sie vielleicht schon
in Richtung Burnout oder Depression, ohne zu wissen, warum.»
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Viele 20-Minuten-Leserinnen und -Leser berichten, dass sie
ihre Diagnose erst als Erwachsene erhalten haben. Reginold
sagt: «Eine späte Diagnose kann enorm entlastend sein.
Plötzlich lassen sich häufige Jobwechsel oder scheinbare
Unzuverlässigkeit besser einordnen.» Das könne Selbstzweifel
vermindern. Zugleich bringe eine Diagnose aber auch Trauer und
Enttäuschung über verpasste Chancen und fehlende Unterstützung
mit sich.
Lüber beschreibt so eine Diagnose als «emanzipatorische
Geschichte»: «Viele erkennen erst dann, was ihre Stärken sind.
Sie setzen sich für ihre eigenen Bedürfnisse ein und wollen
ihre Persönlichkeit endlich leben.» Für einige führe das zu
einem kompletten Neuanfang, inklusive beruflicher
Neuorientierung. «Aber nicht allen gelingt es, sich von den
Fesseln zu lösen. Das braucht Mut und Kraft.»
Soll man seine Diagnose teilen oder nicht?
Ob man der Chefin oder dem Chef von der Diagnose erzählen
soll, ist laut Lüber eine Vertrauensfrage. «Wir empfehlen, das
in unserer Praxis offenzulegen und damit ein Grundvertrauen
aufzubauen.»
Wichtig sei die richtige Haltung: «ADHS ist keine
Entschuldigung dafür, dass man zum Beispiel Dinge vergisst.
Aber es ist eine Erklärung.» Und diese Erklärung schaffe
Verständnis – bei den Menschen und Betrieben, die für
Neurodiversität offen seien. «Versteht der Betrieb es nicht,
hätte es wahrscheinlich auch ohne Diagnose früher oder später
Diskussionen gegeben.»
Ewige Wartelisten: Was hilft bis zur offiziellen Abklärung?
Die Wartezeiten für eine ADHS-Abklärung dauern in der Schweiz
aktuell bis zu einem Jahr. In der Zwischenzeit müsse man nicht
untätig bleiben, so Lüber: «Es gibt eine grosse Dichte an
Podcasts und Quellen, wo man sich schlaumachen kann – wie auch
die Videoakademie von adhs20plus. Auch der Dialog mit dem
Umfeld hilft. Und zu wissen, dass man nicht allein ist.»
Vorsicht sei bei Hobbydiagnosen geboten. «Eine Diagnose kann
nur von Fachpersonen gestellt werden. Zumal es auch
Medikationen mit sich ziehen kann.»
«Man kann auch schon vor einer Diagnose viel Entlastung
erleben», sagt Reginold. Strukturierende Tools,
Pausenmanagement und Priorisierungstechniken könne man sofort
ausprobieren. «Auch ein Vertrauensgespräch mit Vorgesetzten
oder eine fachliche Begleitung durch Psychotherapeuten kann
ein erster Schritt sein.»
1.4.2026: Wie Schlägerbuben entstehen:
ADHS+"der Grösste" in der Klasse+Fussballwahn=Randalierer
von Michael Palomino - 1.4.2026
-- wenn ein Bub den Impfschaden ADHS hat (Nichtbeherrschen von
Aggressionen und immer Attacken in den sexuellen Bereich der
Mitmenschen)
-- und wenn ein solcher Bub der grösste Bub in einer Klasse
ist,
->> hat er keinen Widerstand
->> und wird zum Schlägerbub.
Das könnte beim [Boy] in der Klasse von [Girl] der Fall sein.
Der Alki-FCBasel-Schläger, der mir in Basel von Okt-Dez 2025
die Wohnung kaputtgeschlagen hat, hatte auch ADHS und war ca.
2m gross.
Massnahmen
->> Impfung ausleiten
->> Nervensystem mit Natron+Apfelessig heilen
->> solche Buben nicht zu gross werden lassen mit
gesteuerter Ernährung
Es wird behauptet am 22.4.2026:
ADHS=geschädigter Hippocampus
https://t.me/impfen_nein_danke/337215
Hippocampus-Schäden sind mit Autismus, ADHS und Alzheimer
assoziiert
Förderklassen mit ADHS-Kindern in Zürich am
12.5.2026: Lernschwache und Verhaltensauffällige dürfen
getrennt gefördert werden:
Zürich: Störende Kinder können neu in Förderklassen
gesteckt werden
https://www.nau.ch/news/schweiz/storende-kinder-konnen-neu-in-forderklassen-untergebracht-werden-67127645
Keystone-SDA -- Zürich -- Lernschwache und
verhaltensauffällige Kinder sollen in Zürich künftig
getrennt unterrichtet werden können. Die Ratsmehrheit sieht
einen nötigen Kurswechsel.
Die Linke warnt – und blitzt ab
Die Ratslinke warnte, dass auf diese Weise Kinder mit sehr
unterschiedlichen Bedürfnissen in die Förderklassen kämen –
erfolglos. Der Kantonsrat schmetterte alle Anträge ab. Einen
Antrag auf Nichteintreten lehnte er mit 117 zu 57 Stimmen ab.
Nach dem Willen der Mehrheit sollen die Gemeinden künftig
Förderklassen einführen, wenn sie Bedarf sehen. Diese würden
von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen geführt.
Derzeit können Gemeinden Kleinklassen einführen. Dies wird
jedoch kaum genutzt. Einen Antrag, diese Klassen
beizubehalten, lehnte der Kantonsrat ab.
Sibylle Jüttner (SP, Andelfingen) begründete den Antrag mit
unterschiedlichen Zielen von Klein- und Förderklassen. «Kinder
in Kleinklassen haben Förderungsbedarf über eine längere Zeit,
Förderklassen sollen sie nur vorübergehend besuchen.»
Wie Marc Bourgeois (FDP, Zürich) ausführte, sind Kleinklassen
finanziell nicht attraktiv für die Gemeinden. «Hier haben wir
mit den Förderklassen nachgebessert», sagte er. Er sah
lediglich eine Umbenennung der Klassen.
Integrative Schule im Visier
Die Diskussion drehte sich vor allem darum, ob Förderklassen
Kindern und Lehrpersonen schaden oder helfen. Bourgeois fand,
die Linken sollten «endlich das Scheitern der integrativen
Schule anerkennen».
Mit der Vorlage hätten die Gemeinden eine Wahlfreiheit. Auch
erweiterte Lernräume als kurzfristige Massnahme für störende
Kinder seien möglich. «Statt in eine Sonderschule gehen zu
müssen, können Kinder in der Gemeinde bleiben, das ist
integrierend».
Nadia Koch (GLP, Rümlang) fand die Warnung vom Ende der
integrativen Schule übertrieben. «Die Förderklassen sind keine
Sackgasse, die Kinder werden gestärkt», sagte sie. Vorgesehen
ist, dass die Kinder mindestens sechs Monate in eine
Förderklasse kommen.
Grundsätzlich gegen Separierung war Wilma Willi (Grüne,
Stadel). «Schule soll für alle funktionieren, wir wollen keine
Trennung», sagte sie.
Wie andere Sprecherinnen störte sie sich daran, dass die
Kommission die «Kann»-Formulierung des Regierungsrats bei der
Einführung der Förderklassen gestrichen hat.
Gemeinden sollen handeln – nicht bloss dürfen
Bourgeois betonte, dass dies nur bei Bedarf passieren soll,
die Gemeinden sollten selber entscheiden. Der Rat lehnte den
Antrag der Linken für eine «Kann»-Formulierung mit 116 zu 57
Stimmen ab.
Wie Anita Borer (Uster) im Rat sagte, brachte die SVP das
Thema schon vor über zehn Jahren aufs Tapet. «Integration um
jeden Preis funktioniert so nicht mehr», sagte sie.
Mit den Förderklassen werde ein «längst überfälliger
Kurswechsel in der Volksschule» eingeleitet, teilte die SVP
gleichentags mit.
Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) zeigte sich
zufrieden. Es gebe keinen Zwang für Förderklassen, die
Gemeinden hätten Gestaltungsmöglichkeiten. Finanziell könne
die Vorlage sinnvoll sein. «Wenn wir die Sonderschulquote
senken, sparen wir Kosten.»
Am Ende könnte das Volk das letzte Wort haben
Die Förderklassen-Initiative stammt aus Kreisen der GLP, FDP
und SVP. Der Kantonsrat stimmte der Initiative im März 2025
zu. Einen Gegenvorschlag des Regierungsrats, der auf
Förderklassen verzichten wollte, lehnte das Parlament damals
ab.
Weil die Initiative nur als allgemeine Anregung formuliert
war, musste der Regierungsrat eine Vorlage ausarbeiten. Über
diese befand der Kantonsrat am Montag.
Das Geschäft geht nun an die Redaktionskommission. Die
Schlussabstimmung findet an einer der nächsten Sitzungen
statt. Das Stimmvolk könnte definitiv entscheiden: Ein
Referendum gegen den Entscheid wäre möglich.
Kommentar 13.5.2026: Die Taten und Verbrechen der
ADHS-Kinder werden verschwiegen - Robis fehlen -
Vitaparcours fehlen - NatMed fehlt
-- Die Taten der ADHS-Kinder gegen andere Kinder in
Schulklassen werden verschwiegen, denn es leiden ALLE unter
ihnen, auch die ADHS-Kinder selber.
-- Es fehlt die Pflicht zu Robinsonspielplätzen, wo sich die
Kinder auf lockerer Ebene kennenlernen können
-- Es fehlt die Pflicht zu Vitaparcours für die Gemeinden für
Menschen, die sich gerne viel bewegen, ohne sich in Sportclubs
organisieren zu müssen
-- Es fehlt die Pflicht zur Naturmedizin (Naturmehilmittel
reduzieren ADHS).
-- ADHS Merkblatt:
http://www.soz-etc.com/med/merk/merkblatt-ADHS.html
Die meisten LehrerInnen in der Schweiz wissen bis heute NICHT
einmal, was ein Robi ist.
Es sind also mehrere Mängel im Schulsystem der Schweiz
vorhanden, die man beheben sollte.
Gruss, Michael Palomino NIE IMPFEN
💪🔔🌻
Kommentar 13.5.2026 an nau+Blick
Kommentar zum Artikel "Störende Kinder können neu in
Förderklassen untergebracht werden"
https://www.nau.ch/news/schweiz/storende-kinder-konnen-neu-in-forderklassen-untergebracht-werden-67127645
-- Die Taten der ADHS-Kinder gegen andere Kinder in
Schulklassen werden im Artikel von nau komplett verschwiegen,
denn es leiden ALLE unter ihnen, auch die ADHS-Kinder selber.
-- Meine Tochter ist in einer Schulklasse mit einem ADHS-Bub,
der laufend die Maitli schlägt (aufs Hinterteil,
Sexualdelikte) oder mit dem Knie ins Hinterteil tschuttet
(Sexualdelikt) oder an den Haaren reisst (auf Wanderungen
unbemerkt), oder andere Buben "runterzieht", um Kinderbanden
gegen Maitli zu organisieren - oder auch kleinere Buben
zusammenschlägt - die nur dann geschützt sind, wenn ein
grosser Bruder im selben Schulhaus ist und dem ADHS-Bub die
Grenzen befiehlt
-- ADHS-Buben finden Nachahmer, so dass andere Buben ohne ADHS
plötzlich beim Saich machen mitmachen
-- in anderen Klassen der Schule sind bis zu 3 solche
Schlegerbüebli
-- im Nachbarsdorf sind ebenfalls Schlegerbüebli in der
Schule, man lässt sie einfach in der Normalklasse und so
leiden ALLE
-- in der Schule meiner Tochter werden dann noch unsinnige
Kontaktverbote ausgesprochen, statt Lösungen zu suchen, das
ist das Prinzip vom Dr. Eymann: Eltern isolieren, Kinder
foltern
-- ADHS-Buben nehmen die Anweisungen von Lehrern oder
Lehrerinnen NIE ernst, Strafen vor die Türe stehen nützen
nichts, sondern sie machen Saich, bis sie nicht mehr
weiterkommen, aber man lässt sie immer weitermachen, bis
niemand mehr Lust auf Schule hat (!)
-- gemäss Auskunft von meinem Naturarzt Julo Indemini
(Oberdorf BL und Basel, 079 263 04 66) ist es für ADHS-Kinder
mit Lernschäche ein HORROR, mit normalen Kindern in einer
Schulbank zu sitzen, denn diese Kinder wollen sich laufend
bewegen - und aus Frust machen sie dann nume Saich und
schlagen Kleinere oder Maitli, weil die für ihr Leben nur
hinderlich sind
-- Es fehlt die Pflicht zu Robinsonspielplätzen, wo sich die
Kinder auf lockerer Ebene kennenlernen können, wo auch
ADHS-Kinder ihr "Areal" finden können und ihre manuellen
Stärken mit Basteln und Werken entdecken können - wenn es die
Robis oder Kinderhort nicht gibt, dann finden viele Kinder
ihre Stärken nicht
-- Es fehlt die Pflicht zu Vitaparcours für die Gemeinden für
Menschen, die sich gerne viel bewegen, ohne sich in Sportclubs
organisieren zu müssen
-- Es fehlt die Pflicht zur Naturmedizin (z.B.
Naturmehilmittel reduzieren ADHS).
-- ADHS Merkblatt:
http://www.soz-etc.com/med/merk/merkblatt-ADHS.html
Die meisten LehrerInnen in der Schweiz wissen bis heute NICHT
einmal, was ein Robi ist. Sie leiden einfach mit dem Prinzip
"integrative Schule" vom Dr. Eymann und
-- negieren das Leiden der ADHS-Kinder, die in Schulbänken
gefoltert werden
-- negieren die Taten der ADHS-Kinder, wenn diese die normalen
Kinder schlagen oder foltern.
Es sind also mehrere Mängel im Schulsystem der Schweiz
vorhanden, die man beheben sollte und auch kann, für relativ
wenig Geld.
WO sind die Billionen der Globalisierung? Auf den
Karibik-Bankeninseln.
Gruss, Michael Palomino NIE IMPFEN
💪🔔🌻
Kommentar 13.5.2026: Diktator Dr. Eymann und sein FEHLER
mit ADHS-Kindern in "integrativen Klassen"
Wie konnte dieser Fehler in der Schweiz passieren, dass man
ADHS-Kinder in Normalklassen integrieren sollte? - Herr Dr.
Eymann war NIE Lehrer, und er war auch NIE ein
Sonderschullehrer, sonst hätte er GEWUSST, dass seine
integrativen Klassen mit ADHS-Kindern nicht funktionieren
können, sondern jetzt ALLE leiden.
Man sollte eben KEINE Juristen als Erziehungsdirektoren
einstellen, die noch NIE eine Schulklasse geleitet haben.
Gruss, Michael Palomino NIE IMPFEN
💪🔔🌻
Kommentar 24.5.2026: ADHS ist ein Drüsenschaden und kann
man mit Homöopathie locker heilen
Im Hirn fehlen einfach ein paar Substanzen, weil ein paar
Drüsen fehlerhaft funktionieren. Diese Drüsen kann man mit
Homöopathie oder Psycho-Heilpflanzen oder Heileurhythmie oder
Klangtherapie etc. heilen - und dann braucht es keine
Förderklassen für ADHS-Kinder mehr, weil die ADHS-Kinder dann
GEHEILT sind.
Michael Palomino NIE IMPFEN - 24.5.2026
💪🔔🌻