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Wolf Meldungen 01

Ein unberechenbares Wesen - reguliert Tierbestände - zerstört die Weidewirtschaft

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Wild beim Wild
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Kanton Uri (CH) 17.8.2017: Schluss mit toten Tieren und hohen Kosten durch Wolf, Bär und Luchs
Uri: Volksinitiative gegen Wolf, Bär und Luchs
https://wildbeimwild.com/2017/08/17/uri-volksinitiative-gegen-wolf-baer-und-luchs/

Raphael Bissig, Geschäftsführer des Bauernverbandes Uri, bestätigte auf Anfrage eine Online-Meldung des „Urner Wochenblatt“. Das Initiativkomitee habe gehofft, dass es 2000 Unterschriften geben werde, sagte er. Mit dem Ergebnis sei man sehr zufrieden.

Die Volksinitiative verlangt, dass der Kanton Vorschriften zum Schutz vor Grossraubtieren und zur Beschränkung und Regulierung des Bestandes erlässt. Die Einfuhr und Freilassung von Grossraubtieren sowie die Förderung des Grossraubtierbestandes solle verboten sein.

Die Initiative war im März vom Bauernverband lanciert worden. Das Initiativkomitee ist breit abgestützt. Ihm gehören auch die Ständeräte Josef Dittli (FDP) und Isidor Baumann (CVP) sowie Nationalrat Beat Arnold (SVP) an und somit alle drei Urner in den eidgenössischen Räten.

„Zögerliche Regierung“

Nach Ansicht des Urner Bauernverbands handelt die Kantonsregierung zu zögerlich. Die Folgen, welche Grossraubtiere auf die Nutztierhaltung und den Wildbestand hätten, seien immer einschneidender geworden. Vor allem die Wolfsrisse hätten auf den Urner Alpen zu Problemen und kostspieligen Mehraufwendungen geführt. Der Luchs habe grossen Einfluss auf seine Hauptbeutetiere Gämse und Reh und habe deren Bestände vielerorts stark dezimiert.

Bereits bei der Lancierung der Initiative im März hatte der WWF Uri diese kritisiert. Das Vorgehen des Bauernverbandes verstosse in verschiedener Hinsicht gegen die Vernunft, gegen den schweizerischen Solidaritätsgedanken und gegen Treu und Glauben. So gebe der Initiativtext etwa vor, dass es Einfuhr und Freilassungen von Grossraubtieren gebe. Es gebe aber weder für Wölfe noch für Bären solche. Der Bauernverband hocke damit einer national orchestrierten Desinformation von Grossraubtiergegnern auf.

Der Urner Regierungsrat lehnt eine wolfsfreie Zonen ab und spricht sich für ein Nebeneinander von Raubtier und Alpwirtschaft aus. Alles andere käme einer Ausrottung des Wolfes gleich. Er will aber den Herdenschutz und das Wolfskonzept verbessern.

Nach 160 Jahren ohne Wolfspräsenz wurde 2016 ein Wolf auf einer zweiwöchigen Jagd erlegt. Diese Jagd auf den Wolf kostete den Steuerzahler 43’500 Franken (Wild beim Wild informierte).

Im Wallis war im Januar von Exponenten aus den Reihen von CVP und CSP Oberwallis eine ähnliche Initiative eingereicht worden. Mit dieser soll der Bestand an Grossraubtieren reguliert werden können. Der Kanton könnte selbst entscheiden, wie viele Wölfe oder Luchse in den Wäldern des Kantons für eine ausgeglichene Fauna geduldet werden. Das Ansinnen widerspricht allerdings der Berner Konvention. Diese schützt gewisse Wildtierarten wie den Wolf wegen ihrer geringen Anzahl.

Zahlen:

43 Millionen Franken investiert der Bund jährlich in die Schafhaltung. 830’000.– Franken stellt der Bund für den Herdenschutz zur Verfügung.

1.  Entschädigung: Einschätztabelle für Zuchtschafe

  • Für jedes Schaf, das vom Wolf gerissen wird, wird ein Bauer vom Bund entschädigt. Der Betrag liegt zwischen 200 Franken für ein Lamm und 2000 Franken für ein Zucht-Milchschaf.
  • „Für ausserordentlich wertvolle Zuchtwidder können in Ausnahmefällen Preise bis Fr. 3’000.– bezahlt werden“

2. Subventionen BAFU

Unterstützungsbeiträge für max. 3 Herdeschutzhunde/Bewirtschafter:

  • Einmalige Starthilfe für den Kauf von Fr. 500.–/ Hund
  • Pauschale: Fr. 1 000.–/Hund/Jahr für Unterhaltskosten.
  • Betreuungspauschale von Fr. 1000.–/2000.– für unbehirtete Alpen

Unterstützung für Zaunmaterial als Starthilfe im ersten Jahr:

  • Nachtpferche bei ständiger Behirtung
  • Elektrifizierung von LN-Flächen

Verschiedene Massnahmen:

  • Futterentschädigung von max. Fr. 3500.– für Alpen mit weniger als 30 Normalstössen grundsätzlich im ersten Schadensjahr im Falle einer Entalpung.
  • Unterstützungsbeitrag von Fr. 500.– pro nachgewiesenem Wolfsgangriff auf Alpen mit allen geeigneten Präventionsmassnahmen.
  • Rückerstattung der Transportkosten von Tierkadavern bei mehr als 10 toten Tieren durch einen Wolfsangriff.

3. Subventionen der BLW

Der Sömmerungsbeitrag wird ausgehend vom festgelegten Normalbesatz berechnet und beträgt:

a.) pro Normalstoss für Schafe, ausgenommen Milchschafe:

  • bei ständiger Behirtung 330 Franken
  • bei Umtriebsweiden 250 Franken
  • bei übrigen Weiden 120 Franken

b.) pro RGVE für gemolkene Kühe, Milchschafe und Milchziegen mit einer Sömmerungsdauer von 56–100 Tagen: 330 Franken;

c.) pro Normalstoss für die anderen RGVE: 330 Franken.

600’000.– Subventionen für die Schafswolle (2009)

Abkürzungen:

Normalstoss: Ein Normalstoss entspricht der Sömmerung einer RGVE während 100 Tagen.
RGVE: Raufutter verzehrende Nutztiere."

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Wild beim Wild
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Graubünden (CH) 9.11.2017: Wölfe regulieren Wildpopulation von Hirsch, Gams und Reh
Wölfe helfen Hirschpopulation zu regulieren
https://wildbeimwild.com/2017/11/09/woelfe-helfen-hirschpopulation-zu-regulieren/

"Einmal mehr ist im Wolfsrudel-Gebiet am Calanda-Massiv bei Chur praktisch keine Nachjagd Ende Herbst notwendig. Eine Herausforderung bleiben Begegnungen zwischen Wolf und Mensch sowie Konflikte mit der Landwirtschaft.

Letzte Woche präsentierte das Amt für Jagd und Fischerei, die Bündner Wildhut, die Auswertung der ordentlichen Hochjagd. Wie schon seit Jahren stechen dabei die zwei Jagdregionen am Calandamassiv im Churer Rheintal heraus: Die Hirschpopulation kann dort weitestgehend mit der Hochjagd im September reguliert werden.

Auf die umstrittene Nachjagd im November und Dezember, die sogenannte Sonderjagd, kann jeweils verzichtet werden. Oder es sind ein paar wenige Abschüsse notwendig, wie dieses Jahr im äusseren Teil des Wolfsgebietes. In Graubünden stellt das Gebiet damit eine Ausnahme dar.

Wolfsrudel kontroliert Hirschpopulation

Der Leiter des Amtes für Jagd und Fischerei, Georg Brosi, führt die günstige Situation auf die Anwesenheit des Wolfsrudels zurück. Seit sich das erste Rudel der Schweiz 2011 am Calanda bildete, ging dort die Zahl der Hirsche um ein Drittel zurück.

In der gleichen Zeit wuchs die Hirschpopulation im ganzen Kanton um 18 Prozent. Bei Rehen und Gämsen ist die Entwicklung vergleichbar, wenn auch nicht ganz so akzentuiert.

Besserer Wildregulator als Jagd

«Das ist der positivste Aspekt des Wolfsrudels, die Unterstützung beim Management von Hirsch, Reh und Gams», erklärt der oberste Bündner Wildhüter. Der Einfluss auf das sogenannte Schalenwild sei in dreifacher Hinsicht positiv.

Das hungrige Rudel dezimiere die gegenwärtig hohen Populationen, bewirke eine gleichmässigere Verteilung des Wildes im Gelände und verbessere mit seinem Jagdverhalten den Gesundheitszustand der Bestände.

Die Wölfe rissen in erster Linie kranke und schwache Tiere. «Das können sie besser als die Jäger», sagt Brosi. Das Rudel sei ein besserer Wildregulator als die Jagd. «Aus ökologischer Sicht ist der Wolf positiv zu werten.»"


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Österreich 12.11.2017: Reinhold Messner sagt es klar: Wölfe sind eine überflüssige Gefahr
Bissige Debatte: Reinhold Messner: Wölfe nach Sibirien verbannen
http://www.krone.at/598022

"Bissige Debatte um die Wölfe! Während sie Alpinlegende Reinhold Messner zum Schutz des Weideviehs auf den Almen nach Sibirien verbannen will, verteidigt der WWF die Meister Isegrims eisern. Inzwischen wagten sich die Räuber bis zu einem Waldviertler Schlachthof und in die Nähe der Stadt Weitra in Niederösterreich vor.

"Wölfe sind Jäger, sie reißen Schafe, Ziegen, aber auch Kälber und Esel. Und das bringt unsere traditionelle Almwirtschaft in Gefahr", sagt Mount-Everest-Bezwinger Messner, jetzt Bergbauer in Südtirol. Er selbst beklagt den Verlust eines Yak-Stiers, der angefallen wurde. Umso größer ist das Verständnis für die Almlandwirte: "Die hängen ja an ihren Tieren." Seine eindeutige Öko-Botschaft an Tierschützer: "In Sibirien ist genug Platz für die Raubtiere, bei uns aber nicht."

Jäger warnen vor Problemen im Winter
Inzwischen werden in Bezirk Gmünd (NÖ) Wolfswarnschilder an die Bäume geheftet, die etwas übertrieben Angst vor Rudeln schüren. Was unbestritten ist: Die einst ausgerotteten Vierbeiner haben in Österreich bereits Dutzende Weidetiere gerissen.

Jäger warnen vor Problemen im Winter: "Das sind gedeckte Tische für Wölfe. Das Wild wird sich nicht mehr zu den Futterkrippen wagen, Bäume verbeißen und letztlich auch Lawinenschutz-Wälder gefährden." Waidmann Friedrich Hardegg zu vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen: "Ich habe Bilder von zerfleischten Hüterhunden gesehen. Es ist auch unmöglich, im gebirgigen Terrain alle Weiden zu umzäunen."

Tierschützer glauben dennoch, dass es genügend Platz für Wölfe gibt.

Mark Perry und Christoph Matzl, Kronen Zeitung"

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Österreich 13.11.2017: WWF behauptet, der Wolf gehört zum Ökosystem - Landwirte sollen Hütehunde halten und Zäune aufstellen
Experten vs. Jäger: Wie viele Wölfe verträgt das Land?
http://www.krone.at/598239

"Laut dem renommierten Verhaltensforscher Kurt Kotrschal wäre in Österreich locker Platz für mehrere Hundert Wölfe. Und auch 70 Prozent der Österreicher sind nach einer aktuellen WWF-Umfrage positiv auf die Ahnen unserer Hunde eingestellt - hegen Sympathie für die scheuen Tiere, welche schon seit jeher Heimat in Österreich hatten.

Weltweit leben rund 200.000 Wölfe in freier Natur. 30.000 davon in Mitteleuropa. Ein einziges Rudel von nur rund 15 Tieren seit Kurzem auch wieder in Österreich. "Dabei ist unser Land eines der besten Wolf-Habitate überhaupt. Bedenkt man nur etwa alleine die Ötscher-Region oder die Tiroler Alpen - und die extreme Wilddichte, die es in Österreich gibt", so Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstation, der sein Leben seit einigen Jahren den Wölfen gewidmet hat.

Kotrschal kann - ob der Hysterie, die über die wenigen Tiere, die auf dem Truppenübungsplatz im Waldviertel gesichtet wurden, herrscht - nur lächeln. Der Rückkehr auf leisen Pfoten gemeinsam mit anderen Biologen hingegen viel Positives abgewinnen. "Sie gehören absolut zu unserem Ökosystem. Und das seit Jahrhunderten." Sind, was Menschen betrifft, sowieso extrem scheu. Reißen, wenn überhaupt, in der Natur nur junge, alte oder kranke Tiere. Und: Landwirte, die Schafe halten, sollten sich alter Traditionen wieder bewusst werden. Heißt, Hütehunde halten oder auch Weidezäune installieren.

Landesjägermeister fordert Lösungen
Ein wenig unentspannter sieht es hingegen Landesjägermeister Josef Pröll. Denn, so seine Meinung: "Da ist absolut die Politik gefragt - man muss Lösungen anbieten und darf gerade Landwirte und Nebenerwerbsbauern nicht im Regen stehen lassen!" Im Regen stehen lassen sollte man auch nicht die Jägerschaft, die mit Gerüchten aufräumen muss. Etwa, dass Wölfe auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig ausgesetzt wurden. Dem kontert Verhaltensforscher Kotrschal: "Diese Wölfe sind nachweislich aus Lausitz zugewandert (Polen und Ostdeutschland)! Unsere in Ernstbrunn (WSC) sind alle vasektomiert. Können sich gar nicht vermehren. Das ist also Jägerlatein!"

Landesjägermeister Josef Pröll wiederum ist um Kompromisse bemüht. Hält aber ganz dezidiert fest: "Der Wolf darf und soll zurzeit bei uns in Österreich nicht bejagt werden. Daran möchte ich jeden Kollegen mit Nachdruck erinnern. Ohne Punkt und Komma!"

Ingrid Altermann, Kronen Zeitung"

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Schlussfolgerung: Wolf reguliert Wildbestand - hat aber bei Weidewirtschaft nichts zu suchen

Der Wolf hat seine Daseinsberechtigung dort, wo er den Wildbestand reguliert. Der Wolf ersetzt also praktisch den Jäger. Da sind schon mal die Jäger dagegen. Und dort, wo Weidewirtschaft ist, hat der Wolf sicher KEINE Daseinsberechtigung, weil er nur Kosten mit Hütehunden und Zäunen verursacht. Das heisst: Entweder der Mensch zieht sich aus den Alpen zurück, oder der Wolf darf nicht dort hinein. Es bleiben also nur kleine Zonen für den Wolf in den Alpen.

Michael Palomino, 13.11.2017

In Schlesien war das Nebeneinander von Mensch und Wolf bis in die 1970er Jahre noch normal:

ich stamme aus Schlesien, da waren Wölfe trotz Schafs-, Gänse-, Enten-, Hühnerzucht immer, ich sag mal "normal", (bis in die 70er Jahre zumindest). Wie der Fuchs und der Habicht. Man hat halt aufgepasst. und nach dem Fang der Reisser ausgestopft.
Mitteleuropa führt sich gerne Plagen selber ein
Nun, Mitteleuropa führt sich irgendwie gerne die Plagen selber ein: Bären, Luchse, Wölfe etc. Wenn man das alles überall zulässt, dann werden die Ldw.-Produkte einfach entsprechend teurer. Es werden heutzutage in der CH z.B. Millionen wegen Wolf und Bär ausgegeben, die man früher nicht ausgeben musste.
ach komm, Tiere sind keine Plagen, schon gar nicht Wölfe, Bären oder Luchse. aber man könnte genau diese in den Reichstag mal einsperren, dann würde eine grosse Plage kleiner und schützenswerte Tiere vielleicht grösser? man darf sich ja mal wünschen
Erde menschenfrei halten? Alpen menschenfrei halten? "Scheue" Bären töten laufend Menschen in den "USA" und in Kanada
oo, man könnte auch die Menschen von der Erde entfernen und die Erde zum Nationalpark machen, dann regulieren Bär, Wolf und Luchs die Bestände, alles klar. Also konkret: Soll man denn die Alpen menschenfrei halten und dann reguliert sich alles von selbst? Und noch konkreter: Das Wandern in den Bergen ist nicht mehr sicher, wenn dort Bären, Wölfe und Luchse sind. Auch wenn diese Tiere als "scheu" gelten, sind sie nicht mehr scheu, sobald sie einen Proviantsack oder eine Abfalltonne sehen. In Kanada oder in den "USA" werden laufend Menschen von "scheuen" Bären getötet!

Wölfe und Bären nach Ramstein schicken
Die Bergbevölkerung ist sicher nicht der Teil der Bevölkerung, die sich an Rüstung und Pharma beteiligt. Es leiden also genau die FALSCHEN. Aber man könnte Wölfe und Bären mal nach Ramstein schicken, um dort mal RICHTIG AUFZURÄUMEN!

Wölfe nach Ramstein, um dort aufzuräumen!

Peru ohne Bären, Wölfe und Luchse
In Peru wo ich wohne sind Bären, Wölfe und Luchse unbekannt. Fühle mich sehr wohl ohne diese Raubtiere, dafür gibt es dann leider andere: Impotente Katholiken ab 40, die bandenmässig mit einer Fantasie-Bibel in der Hand den anderen das Leben durch Rufmorde zerstören...

Bergbevölkerung schützen - Wölfe nach Ramstein schicken
Die Bergbevölkerung ist nicht an der NATO oder Pharma schuld, sondern das ist die Bevölkerung, die zum grossen Teil noch eine Ahnung von Naturmedizin hat. Und genau diese Bevölkerung mit Wölfen und Bären zu "beglücken" ist wirklich der falsche Weg. Aber Ramstein den Wölfen zu schenken, da hätte ich kein Problem damit!

Auch die Pharma von Leverkusen oder die Pharma Novartis und Syngenta in Basel etc. könnten mal ein Wolfsrudel vertragen, das dort mal mit den Pharma-Schädlingen aufräumen könnte.

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Österreich 2.12.2017: Immer mehr Wölfe - immer mehr Überwachung - immer mehr Schäden
Jäger und Landwirte: Immer mehr Kritik an den Wolfsrudeln
http://www.krone.at/601702

"Die Überwachung der Wolfspopulation wird ja auf ganz Niederösterreich ausgeweitet. Und auch die Finanzierung von Entschädigungen nach Nutztier-Rissen ist gesichert. Die Verluste in der Jagd sind aber nicht mit eingerechnet. Aus diesem Grund haben sich im Waldviertel Bauern, Grundbesitzer und Waidmänner verbündet.

Strenge Kontrolle: Unter der Leitung von Professor Walter Arnold werden, wie berichtet, landesweit Daten über Rudel und Einzeltiere gesammelt. Die Entschädigungen für Risse von Nutztieren bezahlten ab 1. Jänner die Landesregierung und die Landwirtschaftskammer.

"Was aber ist mit den Einbußen in unseren örtlichen Jagden? Wir versorgen die Bevölkerung ja mit wertvollstem Wildfleisch und sorgen für die Erhaltung des sensiblen ökologischen Gleichgewichts, und trotzdem bedenkt keiner diesen Aspekt", fragt sich ein Waidmann.

Mit einer eigenen, vor Kurzem gegründeten Interessensgemeinschaft wollen die Betroffenem im oberen Waldviertel jetzt mobil machen. Kritik gibt es nach wie vor an "den Vorstellungen so mancher Naturschützer aus der Stadt": "Wo sollen die Landwirte denn plötzlich die vielen Schutzhunde hernehmen? Und wie sieht denn das aus, wenn jede Alm oder Weide mit hässlichen Elektrozäunen umfasst wird?"

Mark Perry, Kronen Zeitung"

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Kriminelle Schweinz (Schweiz) 5.6.2018: Wolf, Biber, Luchs sind nicht mehr heilig - darf man jagen, wenn sie schaden
Debatte im Parlament: Ständerat lockert Schutz von Wolf
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Werden-Woelfe-kuenftig-schneller-geschossen--30201147

<Beim Thema Wolf gehen die Wogen jeweils hoch im Parlament. Der Ständerat will nun auch Biber und Luchse ins Visier nehmen.

Der Wolfsbestand soll reguliert werden können – aber nur dann, wenn die Raubtiere grossen Schaden anrichten. Der Ständerat ist bei einem zentralen Punkt im revidierten Jagdgesetz dem Bundesrat gefolgt. Dafür nimmt die kleine Kammer auch Biber und Luchse ins Visier.

In der über viereinhalbstündigen Debatte gingen die Wogen hoch. Es wurde so intensiv gestritten, dass über die Änderung des Jagdgesetzes noch nicht abschliessend entschieden wurde. Die Diskussionen werden am Mittwoch oder Donnerstag der kommenden Woche fortgesetzt.

Einige wichtige Entscheide sind jedoch bereits gefallen - die meisten im Sinne der Jägerfreunde aus dem bürgerlichen Lager sowie aus den Bergkantonen. Die grosse Ausnahme: Im Kernartikel der Revision, wo es um die Regulierung geschützter Arten geht, ist der Ständerat dem Bundesrat und nicht seiner vorberatenden Umweltkommission gefolgt.


Teilerfolg für die Linken

Demnach sollen die Behörden künftig nicht nur einzelne Tiere geschützter Tierarten zum Abschuss freigeben, sondern die Dezimierung ganzer Bestände erlauben können. Dafür sollen aber Bedingungen verankert werden.

Diesem Vorschlag stimmte der Ständerat mit 25 zu 20 Stimmen zu. Mitte-Links errang damit einen wichtigen Teilerfolg. Die Kommissionsmehrheit wollte nämlich weiter gehen und auf strenge Bedingungen verzichten.

Wölfe sollten auch abgeschossen werden dürfen, wenn die Raubtiere keinen grossen Schaden anrichten. Zudem sollte keine absolute Pflicht zu Herdenschutzmassnahmen bestehen. Der Appell von Umweltministerin Doris Leuthard, ein gesundes Augenmass zu bewahren, kam bei der Mehrheit der kleiner Kammer an.

Biber und Luchse zum Abschuss frei

Dafür ging der Ständerat in anderen Punkten weiter als die Regierung. So sollen auch Biber und Luchse künftig einfacher abgeschossen werden können. Die Entscheide fielen mit 27 zu 17 respektive 28 zu 16 Stimmen bei einer Enthaltung.

Beim Biber will der Ständerat ausserdem die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich der Bund an der Finanzierung von Schutzmassnahmen bei Infrastrukturen von öffentlichem Interesse und der Vergütung von Schäden beteiligen kann. Damit setzt er das Anliegen einer Standesinitiative des Kantons Thurgau um.

Die Version des Bundesrats schliesst nicht aus, dass die Bestände anderer Tiere reguliert werden können. Der Bundesrat wollte die Tierarten jedoch nicht im Gesetzesartikel aufführen, sondern in einer Verordnung.

Mehr Kompetenzen für Kantone

Unterstützung fand mit 28 zu 14 Stimmen dagegen der bundesrätliche Vorschlag, dass die Kantone die Schonzeiten von jagdbaren Arten vorübergehend verkürzen dürfen, ohne dafür die Zustimmung des Bundes einholen zu müssen. Die linken Ständeräte, welche auf der Zustimmung beharrten, unterlagen hier.

Laut dem Ständerat sollen Entscheide der kantonalen Jagdvollzugsbehörden, die jagdbare Tierarten betreffen, zudem nicht dem Beschwerderecht unterliegen. Dieser Entscheid fiel mit 21 zu 18 Stimmen bei einer Enthaltung.

Hingegen beschloss die kleine Kammer, mehrere Wildentenarten von der Jagd auszunehmen und unter Schutz zu stellen.

Keine Änderung bei Jagdprüfungen

Der Ständerat wehrt sich des Weiteren dagegen, dass die Jagdprüfungen schweizweit harmonisiert werden. Er stimmte mit 24 zu 19 Stimmen dem Vorschlag einer Kommissionsminderheit zu, beim Status quo zu bleiben. Demnach braucht jeder Jäger eine kantonale Berechtigung,

Laut Stefan Engler (CVP/GR) gibt es «keinen Handlungsbedarf und keine Probleme» mit der heutigen Regelung. Umweltministerin Leuthard hielt erfolglos dagegen, es sei höchste Zeit, dass die Kantone die Jagdprüfungen gegenseitig anerkennen. Das sei bei vielen anderen Prüfungen der Fall.

Streit um Begriffe

Diskussionen gab es weiter zur Umbenennung der eidgenössischen Jagdbanngebiete in Wildtierschutzgebiete. Beat Rieder (CVP/VS) befürchtete eine Zunahme von Nutzungskonflikten. «Wir hätten grosse Probleme im Tourismus.» Weitere Vertreter aus Bergkantonen argumentierten, dass sich die Jagdbanngebiete bewährt hätten. Eine Änderung sei deshalb nicht angezeigt.

Sie blieben damit aber in der Minderheit. Mit 22 zu 19 Stimmen folgte der Ständerat in diesem Punkt dem Bundesrat. Der Begriff «Jagdbanngebiete» sei nicht mehr zeitgemäss und ein «Mogelvogel», sagte Bundesrätin Leuthard. Es sei mitnichten so, dass dort heute nicht gejagt werden dürfe.


Mehr als nur die Jagd

Generell wurde die Debatte emotional geführt. Es ging nicht nur um Tier- und Umweltschutz, sondern um Gesellschaftsbilder und Ideologien. «Wir sprechen über die Koexistenz von Stadt- und Bergbevölkerung», sagte etwa Stefan Engler (CVP/GR).

Umweltministerin Leuthard appellierte an die Vernunft des Parlaments: «Wenn wir die Stunden zusammenzählen, in denen wir uns mit diesem Thema befassen, dann ist das unangemessen.» Trotzdem müsse das Gesetz angepasst werden.

Referendumsdrohung platziert

Das sahen die linken Ständeräte freilich anders. Die Vorlage in der vorliegenden Form sei ein «reines Abschussgesetz», kritisierten sie. Der Rückweisungsantrag scheiterte schliesslich erwartungsgemäss deutlich - mit 29 zu 14 Stimmen.

Erst Mitte nächster Woche wird ersichtlich sein, wie jagd- respektive umweltfreundlich das Gesetz ausgestaltet wird. Selbst bürgerliche Politiker aus Jagdkantonen mahnten zur Vorsicht: «Wir dürfen nicht überschiessen», sagte Werner Luginbühl (BDP/BE).

Geschehe dies, sei das Risiko gross, dass die Jagdgesetz-Revision an der Urne abgeschossen werde. Verschiedene Umwelt- und Tierschutzorganisationen haben am Montag schon mal vorsorglich mit dem Referendum gedroht.

(sda)>

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Epoch
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Österreich 22.8.2018: Gummischrot gegen Wölfe statt Abschuss - zu was wird das noch führen?
Österreichische Landwirte dürfen mit Gummikugeln auf Wölfe schießen
https://www.epochtimes.de/politik/europa/oesterreichische-landwirte-duerfen-mit-gummikugeln-auf-woelfe-schiessen-a2609692.html

<Österreich hat seinen Landwirten das Schießen mit Gummikugeln auf Wölfe erlaubt. Die Wölfe sollen mit der Maßnahme von Angriffen auf Nutztiere abgehalten werden. Zunächst gilt die Schusserlaubnis bis Jahresende.

Niederösterreich hat seinen Landwirten das Schießen mit Gummikugeln auf Wölfe erlaubt. Die Landwirte in drei Bezirken des österreichischen Bundeslands dürfen die Wölfe dabei aber nicht töten, sagte Vize-Landeshauptmann Stephan Pernkopf am Mittwoch. Die Wölfe sollen mit der Maßnahme von Angriffen auf Nutztiere abgehalten werden. Zunächst gilt die Schusserlaubnis bis Jahresende.

In den vergangenen Wochen hatten Wölfe in Niederösterreich nach Behördenangaben 31 Schafe gerissen. Pernkopf rief die EU dazu auf, ihre Bestimmungen zum Schutz der Wölfe zu überdenken. Schließlich seien die Tiere nicht mehr vom Aussterben bedroht.

Der Umweltverband WWF verlangte von österreichischen Behörden dagegen, ihre Bauern besser auf die Verteidigung vor Wölfen und das friedliche Zusammenleben mit den Tieren vorzubereiten. Der regionale Jagdverband begrüßte die Entscheidung zum Gummikugel-Abschuss, wünschte sich aber langfristig auch die Erlaubnis, mit scharfer Munition auf die Tiere zu schießen.

Nach Schätzungen des WWF gibt es in Europa insgesamt etwa 12.000 Wölfe. Auch in Deutschland flammt die Debatte um die rasante Ausbreitung von Wölfen immer wieder auf. Im Sommer hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) gesagt, sie befürworte notfalls einen Abschuss der Tiere.  (afp)>

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Kanton Graubünden 16.10.2018: Schutzhunde gegen Wölfe: Bellen, bis der Wolf abstürzt
Trin GR: Schutzhunde treiben Jungwölfe in den Tod
https://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/12772269

<In Graubünden hat sich wohl ein zweites Wolfsrudel gebildet. Mehrere Jungtiere wurden offenbar durch Herdenschutzhunde in den Tod getrieben.

Die Gruppe Wolf Schweiz geht davon aus, dass sich am Ringelspitz oberhalb von Trin GR ein neues Wolfsrudel gebildet hat. Wie die «Südostschweiz» berichtet, stammt das zweijährige Weibchen F33 aus dem Calanda-Rudel, während der Rüde M56 vermutlich aus Italien oder Frankreich zugewandert ist. Bereits im Sommer 2017 gab es Hinweise auf ein neues Wolfspaar am Ringelspitz.

Auf Bildern aus Fotofallen erkannte die Gruppe Wolf Schweiz dieses Jahr zwei erwachsene Wölfe im Gebiet und erhielt zusätzlich ein Foto von einem Hirten, auf dem die Wölfin trächtig zu sein schien. Nachdem in der Region Nutztiere gerissen wurden, hat sich der Verdacht bestätigt, das sie Nachwuchs geboren hatte.

Letztlich bestätigen gemäss der Gruppe mehrere abgestürzte Jungwölfe, dass es sich um ein neues Rudel handelt, da sich die Calanda-Wölfe weiter östlich fortpflanzen. «Es ist somit quasi eine ganze Indizienkette, die zu unserer Einschätzung führt», sagt David Gerke, Präsident der Gruppe Wolf Schweiz. «Selbstverständlich bleibt eine gewisse Restunsicherheit».

Drei Jungtiere abgestürzt

Zwei tote Jungwölfe waren in den letzten vier Wochen oberhalb der Alp Culm da Sterls GR gefunden worden. Sie waren wohl abgestürzt. Am Dienstag wurde ein dritter toter Jungwolf gefunden. Das Tier sei an praktisch gleicher Stelle bei der Alp am Piz Mirutta abgestürzt, wie die beiden anderen zuvor, teilte am der Vorsteher des Bündner Amtes für Jagd und Fischerei, Adrian Arquint, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Die Abklärungen des kantonalen Jagdamtes Graubünden ergaben, dass die Wölfe vermutlich wegen Herdenschutzhunden umgekommen sind. Beide Tiere befanden sich auf einem Felsband und wurden von den Schutzhunden verbellt, was allem Anschein nach zum Sturz führte.

Die Wildhut schickte die Kadaver zur Untersuchung ans pathologische Institut der Universität Bern. Eine Gen-Analyse soll aufzeigen, ob die toten Jungwölfe zum Calanda-Rudel gehören oder ob sie die Nachkommen des zweiten Wolfspaars sind. Die Resultate sollten in etwa zwei Wochen vorliegen.

Neue Leittiere für Calanda-Wölfe?

«Die Leittiere des Calanda-Rudels nähern sich dem biologischen Lebensende», erläutert David Gerke seine Einschätzung. Die jetzigen Alpha-Wölfe sind mindestens acht Jahre alt, Calanda-Wölfin F7 hat im Sommer zum siebten Mal geworfen.

Laut Gerke dürfte es bald zu einer Ablösung kommen. Da das Streifgebiet der Ringelspitz-Wölfe an das Revier der Calanda-Wölfe grenzt, ist noch unklar, ob das neue Wolfsrudel das Revier übernimmt oder ob Calanda-Jungtiere das Rudel weiterführen.

(sav/sda)>

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