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Schmetterlingswelt: Schmetterlinge Europas

Grundlagen und Analyse. Grosse Tabelle

Schmetterlinge

von Michael Palomino (2004)

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aus:
Hans-Josef Weidemann:
-- Tagfalter Band 1. Entwicklung - Lebensweise; aus der Reihe: Naturführer; Verlag J.Neumann-Neudamm; Melsungen 1986
-- Tagfalter Band 2. Biologie - Ökologie - Biotopschutz; Verlag J.Neumann-Neudamm; Melsungen 1988.


Kapitel

1. Einleitung - 2. Ungeklärte Worte - 3. Begriffe - 4. Einteilung der Schmetterlinge -

5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z


1.
Einleitung
Mit diesem Werk ist eine tabellarisch präzise Darstellung über die Schmetterlingswelt entstanden. Schmetterlinge sind gefährdet durch Abholzung von Laubwald und durch die Vernichtung von Waldrand, durch Vernachlässigung von Waldlichtungen, durch das Zuwachsen von Weiden und durch die Ausrottung von Eiablage- und Raupenfrasspflanzen, die von der "Zivilisation" als Unkraut betrachtet werden (z.B. Brennnessel). Die Begradigung von Flüssen und die Vernichtung der Strauchflora und Blumenflora entlang von Bächen und Flüssen hat den feucht-warmen Lebensraum in Europa ausserdem fast gänzlich vernichtet.

Eine Verbesserung der Umstände für Schmetterlinge ist zu erreichen
-- durch Wiederanlegen der breiten Waldränder mit allen Sträuchern
-- durch Anpflanzen von lichtdurchflutetem Laubwald statt Weinreben (wer Wein trinkt, befürwortet Waldvernichtung)
-- durch "Renaturierung" von Flüssen mit der dazugehörigen Strauchflora und Blumenflora.

Die Güllewirtschaft ist auf das absolut Notwendigste zu beschränken, damit die Schmetterlingspflanzen von den fetten Güllepflanzen nicht überwuchert und erdrückt werden. Tiermästereien, die zu viel Gülle produzieren, sind deswegen als Werkzeuge zur Ausrottung von Schmetterlingen einzuschätzen. Auch deswegen sollte man wenig bis kein Fleisch essen.


Solange aber eine Strategie zur Wiederherstellung der Lebensräume für Schmetterlinge nicht gesetzlich verankert ist, solange jeder so viel Wein trinken und so viel Fleisch essen kann wie er will, und solange Ingenieure, "Architekten" und die Baufirmen für die Verbauung von Flüssen, für die Ausrottung von Futterpflanzen und für die Vernichtung von Waldrand  nicht bestraft werden, so lange werden alle logischen Gedankengänge keine Wirkung haben. Erst wenn das Recht des Schmetterlings einklagbar ist und die Kriminellen (die Planer und die Baufirmen) dafür bezahlen müssen, dass sie Lebensraum des Schmetterlings vernichten, erst dann hört der Holocaust am Schmetterling auf.

Die Leute, die an der Umweltzerstörung reich geworden sind, sollten auch die Wiederherstellung des Lebensraums bezahlen: zerstörerische Ingenieurbüros, zerstörerische  "Architekten" etc.

Michael Palomino
Oktober 2004

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2.
Ungeklärte Worte


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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

-- Disteln (Carlina, Cirsium acaule), (Bd.I,S.90) ?
-- bittere Enzianarten (Gentiana ciliata) (Bd.I,S.90) ?
-- alkaloidhaltige Pflanzen: Myrtales (Bd.I,S.114) ?
-- Zitruspflanzenart: Ruta graveolens (Bd.I,S.120) ?
-- Doldenblütlerart: Ferula communis (Bd.I,S.120) ?

-- Habitat v. Schwalbenschwanz alexanor in S-Frankr.: Seseli dioica und Seseli montanum (Bd.I,S.122)?
-- Doldenblütler: Ferula-Art?

-- alkaloidhaltige Raupenpflanzen des Segelfalters: Annonaceae, Lauraceae, z.B. in Europa Graphium-, Dabasa und Leptocircus-Arten, in "Amerika" die Eurytides-Arten (Bd.I,S.124)
-- P.officinalis (Bd.II,S.118)?

-- Rapsweisslingraupe frisst Cakile, Erysimum, Lepidium, Lunaria, Raphanus, (Bd.I,S.160,162)?
-- Mittelmeerarten des Zitronenfalters: Goneptryx cleopatra und Goneptryx farinosa (
Bd.I,S.166)?
-- Potentilla tabernaemontani
? als Frasspflanzen der Raupen vom Zweibrütigen Puzzlefalter (Bd.II,S.317)?
-- Potentilla heptaphyalla
[?] Raupenpflanze des Steppenheiden-Puzzlefalters   (Bd.II,S.319)?

-- Leguminosen-Dickkopffalter: Junco-Molinion (Bd.II,S.324)?
-- Leguminosen-Dickkopffalter
: Nektar/Kohlehydratsaft: an Günsel-Arten (Ajuga chamaepitys, Ajuga reptans)?
-- Malven-Dickkopffalter: Raupe frisst Malva moschata (Bd.II,S.324)?


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3.
Begriffe


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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z


-- ruderale Stellen = gestörte Stellen wie Strassenböschungen, Feuerstellen, Waldbrandgebiete, die von der Vegetation neu besiedelt werden (
Bd.I,S.234)

-- Sexual-Dimorphismus: = unterschiedliches Aussehen der Geschlechter (morphe = Gestalt) (Bd.II,S.233)

-- Sexual-Dichroismus: = unterschiedliche Flügelfarben der Geschlechter (chromos = Farbe) (Bd.II,S.233)

-- Meist ist mit Sexualdimorphismus aber nur die unterschiedliche Flügelfarbe gemeint (Bd.II,S.233)


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4.
Einteilung der Schmetterlinge


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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

-- üblicherweise in zwei grosse Gruppen: Grossschmetterlinge (Macrolepidoptera) und Kleinschmetterlinge (Microlepidoptera)

-- Raupen der Grossschmetterlinge mit "Klammerfüssen", gute Kletterer

-- Raupen der Dickkopffalter und Kleinschmetterlinge mit "Kranzfüssen", umgeben mit Borsten

-- oft werden Dickkopffalter zu den Kleinschmetterlingen gezählt

-- Dickkopffalter sind üblicherweise zu den Tagfaltern gezählt (Rhopalocera)

-- Gliederung der Tagfalter in zwei "Überfamilien": Papilionoidea (Schmetterlinge) und Hesperioidea (Dickkopffalter) (Bd.II,S.303).




5.

Schmetterlingstabelle: Die europäische Schmetterling


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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z


Apollofalter generell (Parnassiinae)
Apollo, Fränkischer (Parnassius apollo melliculus)
Apollo: Hochalpenapollo (Parnassius phoebus)
Apollo, Schwarzer (Parnassius mnemosyne)

Aracia-Arten (Lycaenidae)

Augenfalter: siehe: Grasfalter / Augenfalter

Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

Apollofalter generell
(Parnassiinae)

Vorkommen: grösster Artenreichtum der Apollofalter in Zentralasien; Verbreitung bis Japan bzw. bis N-"Amerika", bis in die Sierra Nevada und in die Alpen, am tiefsten bis in die Hügellandschaften der Juragebirge (Bd.I,S.134); an Felsfluren in colliner u. montaner Stufe, an geeigneten Stellen bis über 2000m (Bd.I,S.47); benannt nach dem Dichterberg Parnass (Bd.I,S.134); sind hitzeempfindlich und ruhen bei der Mittagshitze in Felsspalten, z.B. auch in Strassenbefestigungsböschungen aus Kalkstein (Bd.I,S.64);
Falter und Flügel: Grundfarbe weiss, am Oberflügel mit schwarzen Flecken und  mit schwarzen und roten Ringen am Unterflügel; Dichter vergleichen "weiss wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz" analog dem Märchen Schneewittchen (Bd.I,S.134); es sind die Warnfarben der "Griftfresser"; ist auch Tarntracht auf dem bemoosten Untergrund (Bd.I,S.136); die Apollo-Gruppe an extremen und armen Standorten, die Mnemosyne-Gruppe an etwas reicheren Orten (Bd.I,S.136); die Apollofalter versammeln sich auf Feldern schon in den frühen Abendstunden zu "Schlafgesellschaften" mit Sitz an Grashalmen kopfunter mit zusammengeklappten Flügeln; ebenso z.B. die meisten Bläulinge (Bd.I,S.198);
Eiablage: K-Stratege mit tiefer Vermehrungsrate und Standorttreue (Bd.I,S.42), Eiablage wenige Tage nach dem Schlüpfen (Bd.I,S.29) an dürrer Materie (Bd.I,S.30); nach der Eiablage sterben die Falter bald (Bd.I,S.29); K-Stratege: 80-110 Eier pro Weibchen (Bd.I,S.29) an Sedumpflanzen (Dickblattgewächse) (Bd.I,S.30)
überwintert
als Ei (Bd.I,S.10, 136) bzw. als fertig entwickelte Raupe in der Eihülle (Bd.I,S.136)
einbrütig, nur 1 Generation Nachkommen jährlich (monovoltin/univoltin) (Bd.I,S.10,136)
Raupe: lebt an Felsfluren (Bd.I,S.40) an Alysso-Sedetum albi (Alyssum = Steinkraut); zwei Parnassius-Gruppen: Apollo-Gruppe und Mnemosyne-Gruppe; Raupen beider Gruppen fressen an Pflanzen mit giftigen Stoffen, bei Fumariaceen sind es Alkaloide, bei Rosales sind es blausäurehaltige Glykoside (Bd.I,S.136); Raupen der Apollo-Gruppe fressen an krautigen Pflanzen der Rosales: Dickblatt- und Steinbrechgewächse (Crassulaceae, Saxifragaceae); die Raupe des Parnassius apollo frisst Weisse Fetthenne (Sedum album), die des Hochalpen-Apollo (Parnassius phoebus) den Fetthennen-Steinbrech (Saxifrage aizoides); nord-"amerikanische" Rassen fressen an dortigen Sedum- und Saxifrage-Arten; ostasiatischer Parnassius bremeri frisst Sedum kamtschaticum (Bd.I,S.134); Raupen der Mnemosyne-Gruppe fressen "Fumariaceae": Arten von Lerchensporn (Corydalis) und Tränendem Herz (Dicentra); Raupen des Schwarzen Apollo (Parnassius memnosyne) fressen Gelben Lerchensporn (Corydalis intermedia, Corydalis lutea); ostasiatische Parnasius stubbendorfi und P. glacialis fressen an dortigen Corydalis-Arten: C. ambigua, C. decumbens, C. incisa); Zentralasiatischer Parnassius autocrater und P. imperator sowie der rotgefleckte nord-"amerikanische" P. clodius fressen an Corydalis- oder Dicentra-Arten;  Raupenentwicklung gemäss Bink 60 Tage, Futterpflanze von Frühling bis Herbst in Europa Weisse Fetthenne (Bd.I,S.48); die Raupen fressen im Sonnenschein, besitzen eine Nackengabel (Osmaterium) wie die Schwalbenschwanzraupen (Bd.I,S.136);
Schlüpfen der Weibchen: Manche Weibchen tragen schon beim Schlüpfen die entwickelten Eier im Leib (Bd.I,S.29)
Nektar/Kohlehydratsaft: saugt an blauvioletten Blüten:
-- Disteln (v.a. Wolldistel / Cirsium eriophorum) (Bd.I,S.62,95)
-- Taubenskabiosen (Scabiosa columbaria)
-- Witwenblume (Knautia arvensis)
Bei Düngung oder Verbuschung verschwinden diese Pflanzen, so dass die Apollobestände sinken (Bd.I,S.62). Die Wolldistelflur wachsen an gestörten Stellen von Schafweidegebieten; durch Einstellen der Schafbeweidung werden Disteln in felsdurchsetzten Trockenrasen immer weniger, die Bestände des Apollo gehen zurück (Bd.I,S.95).
Apollo, Fränkischer
(Parnassius apollo melliculus)






Vorkommen:
das Weiss der Flügel halt eine gelbliche Tönung (S.138); Lebenszeit  nur ca. 2-3 Wochen im Juli (Bd.I,S.138)
einbrütig, nur 1 Generation Nachkommen jährlich (monovoltin/univoltin) (Bd.I,S.10,136)
Eiablage K-Stratege (Bd.I,S.42); nicht an der Sedumpflanze (Dickblattgewächse), sondern an dürre Halme in Grashorsten nahe der Sedumpolster, oder Eiablage an Steinen (Bd.I,S.138?)
überwintert als Ei (Bd.I,S.30)
Apollo:
Hochalpenapollo
(Parnassius phoebus)
Hochalpenapollo weiblich
Hochalpenapollo weiblich
Hochalpenapollo männlich
Hochalpenapollo männlich

Vorkommen: in der alpinen Stufe oberhalb der Waldgrenzen in den Alpen, im Ural, im Hochgebirge von Zentralasien u. N-"Amerika" (Bd.I,S.142); an alpinen Quellfluren (Bd.I,S.36) über der Waldgrenze (Bd.I,S.48), wobei die Quellfluren immer von Wasser durchtränkt sind, und in Senken ("Schneetälchen") längs von Hochgebirgsbächen; Flug während der Blüte oder am Ende der Blüte der Hauptfutterpflanze Fetthennen-Steinbrech (Saxifraga aizoides) (Bd.I,S.142);
Falter und Flügel: kleiner als der Apollofalter, zwei weiss-rot-schwarze Ringe auf jedem unteren Flügel, oberer Flügel mit weisslich-gelblicher Grundfarbe (Bd.I,S.142);
einbrütig (Bd.I,S.10,136)
Eiablage: K-Stratege (Bd.I,S.42); Ablage i.d.R. an der Blattunterseite von Fetthennen-Steinbrech oder anderen Frasspflanzen; Ei: ähnelt dem des Apollofalters sehr mit Vertiefung; (Bd.I,S.142);
Raupe: ähnlich der des Apollofalters mit zwei Längs-Punktereihen in Zitronengelb (Bd.I,S.142) frisst Fetthennen-Steinbrech (Syxifraga aizoides) der Cratoneurion-Pflanzengesellschaften (Bd.I,S.36), z.B. auf alpinen Quellfluren (Bd.I,S.93)
Schlüpfen im August, die frischen Falter bleiben am Standort (Bd.I,S.142);
Puppe: wie Apollofalter, aber bräunlich
Nektar/Kohlehydratsaft: Hochalpen-Apollo saugt v.a. an Compositen wie Disteln (Bd.I,S.142).
Apollo, Schwarzer
(Parnassius mnemosyne)
Schmetterlinge: Schwarzer Apollo
Schmetterlinge: Schwarzer Apollo
Schmetterlinge: Schwarzer Apollo
                              Unterseite
Schmetterlinge: Schwarzer Apollo Unterseite

Vorkommen: von S-Europa bis Mittel-Skandinavien verinselt, östlich bis in die Türkei, im Kaukasus, Ural, Zentralasien (Bd.I,S.136); im Nadelwald der Alpen (Bd.I,S.47), in den Alpen auf montaner Stufe, in der Hohen Tatra, in den iberischen und italienischen Gebirgen (Bd.I,S.136); im Harz, Vogelsberg, Rhön (Bd.I,S.48) in der hochmontanen Stufe (Bd.I,S.144), in Mitteleuropa immer seltener und bedroht (Bd.I,S.136), typischer Bewohner von Saumstrukturen (Bd.I,S.144); konstante Vorkommen an Strassenböschungen aus übereinandergesetzten Steinen, die Ritzen haben, und wo Sedum-Polster wachsen, Frasspflanzen für Apolloraupen; ebenso künstliche Apollohabitate in der Altmühlalb und im Moselgebiet mit Abraumhalden (Bd.I,S.140) von Steinbrüchen (Bd.I,S.141); immer engerer Lebensraum durch Verbuschung und Aufforstung, den natürlichen Standort Dolomitfelsflur gibt es kaum noch (Bd.I,S.140); in der skandinavischen Tiefebene (Bd.I,S.48); in felsigen Gebirgen; (Bd.I,S.136); die weisse Grundfarbe ist bei den Schwarzen Apollos in den Alpen mehr gräulich (Bd.I,S.138); in heissen Mittagsstunden ruhen die Falter mit zusammengeklappten Flügeln , parallel zum Sonneneinfall sitzend auf Blüten oder verkriechen sich in Felsspalten (Bd.I,S.138); Flug im Juni, in Hochlagen der Alpen später (Bd.I,S.144);
Falter und Flügel:
Flügel weiss mit 2 schwarzen Flecken pro Oberflügel, Unterflügel mit zwei schwarzen Mittelbändern; Oberflügel an den Spitzen durchscheinend, keine roten Ringe; Begattungstaschen (Bd.I, S.144);
einbrütig, nur 1 Generation Nachkommen jährlich (monovoltin/univoltin) (Bd.I,S.10,136)
Eiablage: K-Stratege (Bd.I,S.42); die Männchen fliegen an Felskanten entlang und suchen Weibchen; die Weibchen schlüpfen bereits mit ca. 35 entwickelten Eiern; Paarung in der niedrigen Vegetation der Felshalden; Paarung dauert mehrere Stunden, dann bald die Eiablage von 50-60 Eiern in zwei Tagen, bei guter Ernährung in 10 Tagen bis zu 150 Eier (Bd.I,S.138); Eiablage an der Frasspflanze Mittlerer Lerchensporn (Corydalis intermedia), obwohl kaum erkennbar nur unterirdische Pflanzenteile existieren; Ablage auch an Waldsaumstandorten der Nordalpen jeweils in der Nähe hoher Farne (Bd.I,S.144); bei schlechter Ernährung durch Ausweichpflanzen wie "Wilde Möhre" erfolgt Verkürzung der Lebensdauer und die Abnahme der Anzahl nachreifender Eier (Bd.I,S.138); Eiablage: Die Weibchen krabbeln in den Felshalden umher und heften ihre Eier an dürre Materie, z.B. in Grashorste oder unter überhängende Steine (Bd.I,S.140); Ei: hartschalig, weiss (Bd.I,S.144), oben mit einer Vertiefung (Mikropyle) (Bd.I,S.141), grösser als bei anderen Parnassius-Arten (Bd.I,S.144), von der Seite betrachtet rundlich-flachgedrückt, rund, weiss, im Spätsommer bläulich (Bd.I,S.141);
Überwinterung: als Ei (Bd.I,S.141)
Raupe: gemäss Bink 25 Tage Raupenentwicklungszeit (Bd.I,S.144); Männchen schlüpfen 4-6 Tage vor den Weibchen (Bd.I,S.138); Schlüpfen während der Schneeschmelze; die geschlüpfte Raupe muss sich die Futterpflanze erst suchen; zuerst an nassen Standorten, v.a. während der Häutungen; Frass im Sonnenschein offen auf den Polstern der Frasspflanze, nicht in der Mittagshitze; die Jungraupen sonnen sich in Gruppen; erwachsene Raupen moosfarben-rötlich-schwarze Grundfarbe, gelbe Punkte in zwei Längsreihen (Bd.I,S.141) in mittelgelber Farbe auf schwarzem Grund; Frasspflanze in Mitteleur. u. Skand.: Mittlerer Lerchensporn (Corydalis intermedia), ist gemäss Weidemann nur "kurze Zeit verfügbar"; Frasspflanze in den Südalpen der ganzjährig verfügbare Gelbe Lerchensporn (Corydalis lutea) (Bd.I,S.144), auch Monte Baldo genannt (Bd.I,S.48);
Puppe: Verpuppung Mitte bis Ende Mai (Bd.I,S.141); als einziger Tagfalter verpuppt sich die Raupe des Schwarzen Apollo in einem dichten, fest gesponnenen Kokon oberirdisch (Bd.I,S.144);
Nektar/Kohlehydratsaft: an blauvioletten Blüten: Witwenblumen (Knautien), Taubenskabiose, Disteln, v.a. Wollköpfige Kratzdistel (Cirsium eriophorum); hoher Nahrungsbedarf; in der nördlichen Frankenalb an Wilder Möhre (Daucus carota), weil die besseren Saugblüten fehlen; Düngung und Rationalisierung  wie das Fehlen "gestörter Stellen" und das Aufgeben der Schafbeweidung zerstört die nötige Pflanzenvegetation (Bd.I,S.138)
Aracia-Arten
(Lycaenidae)
Raupen in xerophytischen Blutstorchschnabel-Säumen (Geranion) an Sonnenröschen (Helianthemum) (Bd.I,S.104)
Augenfalter siehe: Grasfalter / Augenfalter
Aurorafalter
(Anthocharis cardamines)
Schmetterlinge: Aurorafalter
                              weiblich
Schmetterlinge: Aurorafalter weiblich
Schmetterlinge: Aurorafalter
                              weiblich
Schmetterlinge: Aurorafalter weiblich

Verbreitung: ganz Europa ausser N-Skandinavien und Teil Spaniens, östlich bis Japan; v.a. in luftfeucht-beschatteten Waldsäumen und längs luftfeucht-beschatteter Waldwege (Bd.I, S.152);
Falter und Flügel: Flügelbasis weiss, Blattspitze der Vorderflügel orange und grau, beim Weibchen grau-schwarz; Hinterflügel-Unterseite weiss-grün gescheckt (Bd.I,S.152)
überwintert im Puppenstadium (Bd.I,S.10)
einbrütig, nur 1 Generation Nachkommen jährlich (monovoltin/univoltin) (Bd.I,S.10)
Eiablage Eiablage an Blütenstielen von Kreuzblütlern (Cruciferen) (S.152): am Blütenstiel der Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) an halbschattig-luftfeuchten Saumstandorten (Alliarion) (Bd.I,S.61), in nitrophytischen Säumen (Bd.I,S.152), oft legt auch der Rapsweissling dort Eier ab, aber an den Blattunterseiten (Bd.I,S.160); Raupe auch an Wiesenschaumkraut (Caradmine pratensis) in engen, luftfeuchten, nur mässig besonnten Lichtungen (nicht in offenen Wiesen), auf prallsonnigem Trockenrasen-Saumstandorten (Bd.I,S.152) und im Kalktrockenrasen am Blütenstile der Rauen Gänsekresse (Arabis hirsuta) (Bd.I,S.61); Eiablage auch am an der Schluchtwaldpflanze Silberblatt (Lunaria rediviva) (Bd.I,S.152); Ei spindelförmig, zuerst weiss, dann rötlich, mit Längsrippen, oben abgestumpft, i.d.R. ein Ei pro Frasspflanze (Bd.I,S.152)
Raupe frisst Blüten und Früchte der verschiedenen Kreuzblütler, fressen Blüte und Früchte (Bd.I,S.152), an Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata), von der Rauen Gänsekresse die Früchte (Bd.I,S.61); erwachsene Raupe an der Oberseite bläulich-grün, unten dunkelgrün, an den Seiten sehr hell; Einzelgänger, kaum Gruppenverträglichkeit (Bd.I,S.152)
Verpuppung: sehr harte Gürtelpuppe in sichelförmiger Gestalt fast wie ein Halbmond (Bd.I,S.152)
Überwinterung als Puppe (Bd.I,S.152)
Schlüpfen zur Blütezeit von Wiesenschaumkraut und Löwenzahn (Bd.I,S.152)
Nektar/Kohlehydratsaft: z.B. Veilchen (Bd.I,S.152)



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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Berghexe (Chazara briseis): siehe: Grasfalter: Hipparchia-Arten: Berghexe
Blaukernauge  (Minois dryas): siehe: Grasfalter: Hipparchia-Falter: Blaukernauge

Bläulinge generell (Polyommatinae)
Bläulinge: Einteilung

Bläuling: Alpenbläuling, Heller (Albulina orbitulus)
Bläuling: Argus-Bläuling (Plebejus argus)

Bläuling: Arion-Bläuling (Maculinea arion): siehe: Bläuling: Quendel-Ameisenbläuling
Bläuling: Blasenstrauch-Bläuling (Iolana iolas)
Bläuling: Enzian-Ameisenbläuling (Maculinea alcon)
Bläuling: Esparsetten-Bläuling, Kleiner  (Agrodiaetus thersiter)
Bläuling: Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus)
Bläuling: Fetthennen-Bläuling (Scolitantides orion)
Bläuling: Gemeiner Bläuling (Polyommatus icarus)
Bläuling: Glaucopsyche alexis
Bläuling: Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea telejus)
Bläuling: Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus)
Bläuling: Hochmoor-Bläuling (Vacciniina optilete)
Bläuling: Hylas-Bläuling (Plebicula dorylas)

Bläulinge: Idas-Bläuling (Lycaeides idas)
Bläulinge: Kurzschwänziger Bläuling  (Everes argiades)
Bläuling: Lycaeides argyrognomon
Bläuling: Meleager-Bläuling / Zahnflügel-Bläuling (Meleageria daphnis)
Bläuling:  Prächtiger Bläuling (Agrodiaetus amanda)
Bläuling: Quendel-Ameisenbläuling / Arion-Bläuling (Maculinea arion)
Bläuling: Quendel-Bläuling (Pseudophilotes baton)
Bläuling: Schwarzblauer Ameisenbläuling (Maculinea nausithous)
Bläuling: Silberbläuling (Lysandra coridon)
Bläuling: Silberfleck-Bläulinge (Plebejus argas, Lycaeides idas)
Bläuling: Sonnenröschen-Bläulinge (Aricia agestis und Aricia artaxerxes)
Bläuling: Storchenschnabel- Bläuling (Eumedonia eumedon)
Bläuling: Streifenbläuling (Agrodiaetus damon)
Bläuling: Waldbläuling, Violetter (Cyaniris semiargus)
Bläuling: Winziger Bläuling (Cupido minimus)
Bläuling: Zahnflügelbläuling: siehe: Bläuling: Meleager-Bläuling, Zahnflügel-Bläuling



Berghexe
(Chazara briseis)
siehe: Grasfalter: Hipparchia-Arten: Berghexe
Blaukernauge
(Minois dryas)
siehe: Grasfalter: Hipparchia-Falter: Blaukernauge
Bläulinge generell
(Polyommatinae)
Vorkommen: meist Offenlandbewohner auf Trockenrasenflächen (Bd.I,S.60) mit wenig Erdschicht und wenig Pflanzenbewuchs; liebt kontinental-ähnliches Klima mit grösseren Temperaturunterschieden am Boden (Bd.I,S.84); mehrheitlich mit ausgeprägtem Sexualdimorphismus (Bd.I, S.188); die meisten Bläulinge versammeln sich auf Feldern schon in den frühen Abendstunden zu "Schlafgesellschaften" mit Sitz an Grashalmen kopfunter mit zusammengeklappten Flügeln; ebenso z.B. die Apollofalter (Bd.I,S.198);
Falter und Flügel: Flügeloberseiten der Weibchen oberseits braun, bei Männchen unterschiedliche Blautöne (Bd.I,S.188);
Mehrzahl überwintert als Ei (Bd.I,S.10)
Raupen ziehen bei Störung Kopf und Beine ein und machen einen Buckel; meist nachtaktiv (Bd.I,S.188); an Pflanzen des Trespen-Trockenrasen (Brometalia): Orchideen und Leguminosen (Bd.I,S.90) und an Pflanzen des intensiv beweideten Trespen-Trockenrasens, des Enzian-Fiederzwenkenrasens (Gentiano-Koelerietum): Die Schafe fressen gewisse Pflanzen nicht, die v.a. für Bläulinge Futterpflanzen sind: stachelige Disteln (Carlina, Cirsium acaule), stacheligen Wacholder (Juniperus), bittere Enzianarten: Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata), Gentiana ciliata, Deutscher Enzian (Gentiana germanica), giftigen, knolligen Hahnenfuss, Lippenblütler (Thymus serpyllum) mit ätherischen Ölen (Bd.I,S.90); Vergesellschaftung oft mit Ameisen mittels Ameisenlockorganen: Sekret am Rücken durch dorsales Organ auf dem Rücken, zwei laterale, seitliche Sekretorgane, wenn das Interesse der Ameisen nachlässt, und mikroskopisch kleine Drüsen über den ganzen Körper verteilt, die bei Anwesenheit der Ameisen tätig werden; Zweck der Ameisenlockstoffe: die Ameisen beherrschen, und weiteren Feinden den Zugang zur Raupe verunmöglichen (Bd.I,S.189)
Nektar/Kohlehydratsaft: versammeln sich gern an Pfützen zusammen mit Weisslingen (Bd.I,S.62)
Bläulinge: Einteilung Ameisenbläuling generell
Falter:
Schwarzblauer Ameisenbläuling, Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Quendel-Ameisenbläuling / Arion-Bläuling, Enzian-Ameisenbläuling
Raupen leben in Gemeinschaft mit Ameisen (myrmica = Ameise) und sind somit myrmikophil ("ameisenfreundlich"): die jungen Raupen überwintern in Ameisennestern (Bd.I,S.242); Unterscheidung in parasitische Bläulingsraupen, die Larven und Puppen der Ameisen verspeisen (Bd.I,S.242): Arion-Bläuling / Quendel-Ameisenbläuling und Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Bd.I,S.250); die Anzahl Ameisennester bestimmt die Anzahl Falter, folglich niedrige Populationsdichten; und kleptomane Bläulingsraupen, die sich von den Ameisen füttern lassen, mit hohen Populationsmöglichkeiten (Bd.I,S.242): Schwarzblauer Ameisenbläuling und Enzian-Ameisenbläuling (Bd.I,S.250); in der Pfeifengraswiese (Molinion) am Grossen Wiesenkopf (Sanguisorba officinalis) (Bd.I,S.98)

Leguminosen-Bläulinge generell
z.B. der Winzige Bläuling (Cupido minimus) mit eigenem Muster, andere alle Männchen blau, Weibchen braun (Bd.I,S.190), durch Verbetonierung der Flussufer und Güllewirtschaft mit Vernichtung der Magerwiesen fast ausgerottet (Bd.I,S.192,254)
Raupen: fressen an Leguminosen wie Klee- und Wickenarten (Bd.I,S.190); Leguminosen wie Klee und Luzerne mit stickstoffproduzierenden "Knöllchenbakterien" in den Wurzeln, bedüngen sich selber und bedüngen den Boden generell, auf Sandböden in N-Deutschland die gelbe Lupine, in N-"Amerika" die blaue Lupine in bodenarmen Kiefernforsten; Leguminosen haben durch die Eigendüngung einen Konkurrenzvorteil gegenüber den anderen Pflanzen; bei Güllewirtschaft verschwindet dieser Vorteil, Leguminosen verschwinden, und die Leguminosen-Bläulinge sind jeweils ausgerottet (Bd.I,S.192)

Silberfleck-Bläulinge generell
besitzen in der Randbinde der Hinterflügelunterseite metallisch gekernte Silberflecken (Bd.I,S.190): Argus-Bläuling (Plebejus argus), Idas-Bläuling (Lycaeides idas), Lycaeides argyrognomon und Hochmoor-Bläuling (Vacciniina optilete) (Bd.I,S.218);
Raupen fressen Leguminosen und / oder Heidekrautgewächse (Ericaceae) (Bd.I,S.190)

Futterspezialisten generell
Raupen
fressen weder Leguminosen noch Ericaceae (Bd.I,S.190), sondern  3 Arten an Storchschnabelgewächsen (Geraniaceae) und Sonnenröschen (Helianthemum) mit Storchschnabel-Bläuling und Sonnenröschen-Bläulingen (Bd.I,S.228); mit Fetthennen-Bläuling (Scolitantides orion) an Fetthenne (Sedum) und "Quendel-Bläuling (Pseudophilotes baton) an Quendel (Thymus serpyllum); mit Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) als "Vielfrass", frisst an 20 verschiedenen Pflanzenarten (Bd.I,S.228)
Bläuling:
Heller Alpenbläuling
(Albulina orbitulus)
Schmetterlinge: Heller
                                Alpenbläuling männlich
Schmetterlinge: Heller Alpenbläuling männlich
Schmetterlinge: Heller
                                Alpenbläuling weiblich
Schmetterlinge: Heller Alpenbläuling weiblich

Vorkommen:
boreale Zone in den Alpen und in Skandinavien (Bd.I,S.48)
Bläuling:
Argus-Bläuling
(Plebejus argus)
Schmetterlinge:
                                Argus-Bläuling männlich
Schmetterlinge: Argus-Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Argus-Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Argus-Bläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Argus-Bläuling Unterseiten männlich und
                                weiblich
Schmetterlinge: Argus-Bläuling Unterseiten männlich und weiblich

Vorkommen: in ganz Europa, in GB nur in SO-England, nicht im hohen N-Europa; östlich bis Japan; auf besonnten Magerrasen mit höherwüchsiger Vegetation, gern an Saumstandorten, auf basischen oder sauersandigen Böden; in Kalkgebieten wie Frankenalb an Wegrändern in buschigem Kalktrockenrasen und in stillgelegten Steinbrüchen der Werkkalkstufe, z.B. Raupen im stillgelegten Frankenjura-Steinbruch; im Oberpfälzer Wald in moorigen Sandkiefernwaldgebieten auf heidekrautbewachsenen, besonnten Lichtungen; eng begrenzte Vorkommen von nur wenigen km2, schwarmartiges Auftreten; Flug Juli bis August (Bd.I,S.220)
Falter und Flügel: ein Silberfleck-Bläuling mit metallischen Silberflecken an der Hinterflügelunterseite (Bd.I,S.218); Männchen-Oberseite blau mit breiter schwarzer Einfassung; Männchen-Unterseite mit ausgeprägten, runden schwarzen Punkten; Dorne an den Beinen (Bd.I,S.220)
einbrütig (Bd.I,S.220)
Eiablage: gern an holzigen Pflanzenteilen abgelegt; Ei: weissliches Lycaenidenei, (Bd.I,S.220)
Überwinterung als Ei (Bd.I,S.220)
Raupen leben in kleinen Gruppen; braune und graue Erscheinungsformen, konstant mit dunklem Rückenstreifen, mit zwei weissen Streifen eingefasst; dunkelgraue Seitenstreifen; sehr stark in Lebensgemeinschaft mit Ameisen (myrmikophil); nachtaktiv, am Tag im Moos am Fuss der Frasspflanze verborgen; fressen in basischen Gebieten an Leguminosen wie Kronwicke (Coronilla varia), in bodensauren Gebieten an Ericaceen wie Heidekraut (Calluna vulgaris) (Bd.I,S.220), z.B. in borealen Gebieten, Hochmoorgebieten u. in bodensauren Sandgebieten; in anderen Gebieten wie Kalkgebieten an Leguminosenarten (Bd.I,S.218)
Verpuppung: unscheinbare, glatte Lycaenidenpuppe, oft von Ameisen "bewacht" (Bd.I,S.220)
Bläuling:
Arion-Bläuling
(Maculinea arion)
siehe: Bläuling: Quendel-Ameisenbläuling
Bläuling:
Blasenstrauch-Bläuling
(Iolana iolas)
Schmetterlinge:
                                Blasenstrauch-Bläuling männlich
Schmetterlinge: Blasenstrauch-Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Blasenstrauch-Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Blasenstrauch-Bläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Blasenstrauch-Bläuling Unterseite
Schmetterlinge: Blasenstrauch-Bläuling Unterseite

Vorkommen: submediterraner Falter am Alpen-Südfuss (Bd.I,S.44)
Eiablage an Blüten an Kelchblättern oder an Blütenblättern des Blasenstrauch  (Colutea arborescens) (Bd.I,S.31,33)
Raupen leben im Fruchtknoten, dann in der Frucht, in den "Blasen", Austritt aus der Frucht, dann Verpuppung (Bd.I,S.33)
Bläuling:
Enzian-Ameisenbläuling
(Maculinea alcon)
Schmetterlinge:
                                Enzian-Ameisenbläuling männlich
Schmetterlinge: Enzian-Ameisenbläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Enzian-Ameisenbläuling weiblich
Schmetterlinge: Enzian-Ameisenbläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Enzian-Ameisenbläuling Unterseite
                                weiblich
Schmetterlinge: Enzian-Ameisenbläuling Unterseite weiblich

Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa, nördlich bis DK und S-Schweden, nicht in GB, nicht in Mittelmeergebieten; oft hohe Falter-Populationsdichten an Standorten mit Streuwiesenstruktur: im Tiefland und Hügelland an wechselfeuchten Standorten an Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe), in Kalktrockenrasen Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata), im Alpenvorland an Schwalbenwurzenzian (Gentiana asclepidea) (Bd.I,S.250), in der nordwestdeutschen Tiefebene in der Schwalbenwurzenzian-Pfeifengraswiese oder in der Feuchtheide an Glockenheide (Bd.I,S.250); oder im Kalktrockenrasen (Mesobromion) am Kreuzenzian (Gentiana cruciata) (Bd.I,S.98); in der Frankenalb u. im Oberpfälzer Jura in hochwüchsigen Trespen-Trockenrasen mit Tendenz zum Steppenheide-Kiefernwald (Anemono-Pinetum), z.B. mit Buphtalmum und Epipactis atrorubens (Bd.I,S.250)
Falter und Flügel: Männchen-Oberseite blau, breite, schwarze Flügelränder, schwarze Balken in der Mitte der Vorderflügel; Weibchen-Oberseite grau-braun, blau in der Mitte; Flügelunterseite hell grau-braun mit dicker schwarzer Punktekette in der Mitte und kleiner Punktekette aussen (Bd.I,S.250)
einbrütig (Bd.I,S.250)
Eiablage an den Blüten von Enzianarten, im Oberpfälzer Jura z.B. an Blüten- und Kelchblättern von Kreuz-Enzian; Ei: weisslich (Bd.I,S.250)
Raupen halten sich zuerst im Fruchtknoten der Enziane auf, ab Herbst in Ameisennestern von Myrmica ruginodis und lässt sich von den Ameisen füttern (kleptoman) (Bd.I,S.250)
Überwinterung als junge Raupe im Ameisennest (Bd.I,S.250)
Bläuling:
Kleiner Esparsetten-Bläuling
(Agrodiaetus thersiter)
Schmetterlinge:
                                Esparsetten-Bläuling, männlich
Schmetterlinge: Esparsetten-Bläuling, männlich
Schmetterlinge:
                                Esparsetten-Bläuling, weiblich
Schmetterlinge: Esparsetten-Bläuling, weiblich

Vorkommen: N-Afrika, S- und Mitteleuropa bis Asien; u.a. in Esparsettenäckern (Bd.I,S.194);
Falter und Flügel: etwas kleiner als der Gemeine Bläuling, Flügeloberseite rötliches Purpurblau, Flügelunterseite ohne schwarze Flecken (Bd.I,S.194)
mehrbrütig (Bd.I,S.194)
Eiablage: an Esparsette? Ei: weissliches Lycaenidenei (Bd.I,S.194)
Raupe: asselförmig, grün wie Esparsettenlaub, dünne gelbliche Seitenstreifen; Frass an Esparsetten (Onobrychis viciaefolia) (Bd.I,S.194)
Überwinterung als junge Raupe (Bd.I,S.194)
Verpuppung: Puppe unscheinbar glatt in der Bodenstreu (Bd.I,S.194)
Bläuling:
Faulbaum-Bläuling
(Celastrina argiolus)
Schmetterlinge:
                                Faulbaum-Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Faulbaum-Bläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Faulbaum-Bläuling männlich
Schmetterlinge: Faulbaum-Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Faulbaum-Bläuling Unterseite
Schmetterlinge: Faulbaum-Bläuling Unterseite

Verbreitung: N-Afrika u. Europa u. durch Asien östlich bis Japan; kommt nicht in borealen Gebieten vor; in N-Bayern Einzelgänger oder in niedrigen Populationsdichten; in den Donau-Auen an der ungarisch-jugoslawischen Grenze Mitte Juni hohe Populationsdichten; Flug in Rheinhessen ab Mitte April, in N-Bayern fliegt die erste Generation ab Mai, die zweite Anfang August; typisch in N-Bayern an luftfeuchten, aber sonnigen Waldwegen (Bd.I,S.240)
Falter und Flügel: sehr zart wirkende Falter; beide Geschlechter mit hellhimmelblauer Oberseite, Weibchen mit breitem, dunklem Flügelrand; Unterseite silbrig-dunkelblau (Bd.I,S.249)
zweibrütig (Bd.I,S.240)
Raupe: Futterspezialist, denn die Raupen fressen weder Leguminosen noch Ericaceae (Bd.I,S.190), sondern 20 andere Pflanzen (Bd.I,S.228);
Nektar/Kohlehydratsaft: der Faulbaum-Bläuling saugt gern an Pfützen und an nasser Erde (Bd.I,S.240)
Eiablage: die erste Generation legt Eier v.a. an Blüten von Faulbaum (Frangula alnus); die Sommergeneration in nordbayrischen Kalkgebieten legt Eier an die Blüten von Hartriegel (Cornus sanguinea), in nordbayrischen Sandgebieten an Blüten von Heidekraut (Calluna vulgaris); an anderen Orten in Dörfern z.B. an Blüten von Efeu (Hedera helix); auch an Pfaffenhütchen (Evonymus) und an Vaccinium-Arten: Heidelbeere, Preiselbeere, Rauschbeere (Bd.I,S.240); Ei: weiss genoppt (Bd.I,S.240,241)
Raupen grün mit rotem Rückenstreifen und rötlich-braunen Seitenstreifen analog den Farben von Heidekraut; Jungraupe an Blütenknospen und Blüten, die erwachsene Raupe an jungen Früchten und jungen Blättern; die Raupen fressen an 20 verschiedenen Pflanzenarten, ist ein polyphager Blütenfresser (Nahrung von verschiedener Herkunft aufnehmend), ist ein "Vielfrass" (Bd.I,S.228)
Überwinterung als Puppe (Bd.I,S.240)
Bläuling:
Fetthennen-Bläuling
(Scolitantides orion)
Schmetterlinge:
                                Fetthennen-Bläuling, männlich
Schmetterlinge: Fetthennen-Bläuling, männlich
Schmetterlinge:
                                Fetthennen-Bläuling, weiblich
Schmetterlinge: Fetthennen-Bläuling, weiblich
Schmetterlinge:
                                Fetthennen-Bläuling, Unterseite
Schmetterlinge: Fetthennen-Bläuling, Unterseite

Verbreitung: S- und Mitteleuropa mit S-Skandinavien u. S-Finnland
schwarmweises Auftreten auf engem Raum; im S-Tirol auf Weinbergsmauern an Purpur-Fetthenne und Weisser Fetthenne; in Mitteldeutschland nur im warmen Kleinklima, an steilen Felsen an Flüssen an der Saale, bei Regensburg, an der Mosel, an den besonnten Jurafelsen der Donau, jeweils am Fusse der Felsen in der Luftfeuchte an Storchschnabelarten und an Weisser Fetthenne (Bd.I,S.236)
Falter und Flügel: Flügelunterseiten weiss-grau mit schwarzen Flecken und mit orange-roter Fleckenreihe (Bd.I,S.228); Männchen-Oberseite dunkel graubraun, weiss gefranst mit dunkelbrauner Gliederung; Weibchen-Oberseite braun-schwarz, in der Mitte etwas blau, an den Rändern braun-schwarze Augen, weiss umrandet, weiss gefranst mit braun-schwarzer Gliederung
in Mitteldeutschland einbrütig, in S-Tirol zweibrütig, auch so bei Zucht unter gleichen Bedingungen (Bd.I,S.236)
Eiablage: 3-7 Eier, manchmal über 10 (Bd.I,S.25) über ein Blatt verteilt (Bd.I,S.237); nur an Purpur-Fetthenne (Sedum telephium), in der Zucht auch an Weisser Fetthenne; Eiablage am Stiel und an den Blättern; Ei: kleine, weisse Eier (Bd.I,S.236)
Raupen: Futterspezialist, denn die Raupen fressen weder Leguminosen noch Ericaceae (S.190), sondern Fetthenne (Sedum) (Bd.I,S.228); grün wie die Fetthennen-Blätter mit rotem Mittelstreifen (Bd.I,S.237); die Raupen fressen in kleinen Gruppen eine Pflanze ab (Bd.I,S.25)
Verpuppung: dunkle, bräunliche Gürtelpuppe (Bd.I,S.236)
Überwinterung als Puppe (Bd.I,S.236)
Bläuling:
Gemeiner Bläuling
(Polyommatus icarus)
Schmetterlinge: Gemeiner
                                Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Gemeiner Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Gemeiner
                                Bläuling männlich
Schmetterlinge: Gemeiner Bläuling männlich
Schmetterlinge: Gemeiner
                                Bläuling Unterseiten, weiblich und
                                männlich
Schmetterlinge: Gemeiner Bläuling Unterseiten, weiblich und männlich

Vorkommen: N-Afrika, von ganz Europa bis Ostasien; auf Silbergrasflur auf Sand-Trockenrasen (Koelerion-Phleion phleioides) aus ehem. sauren Sanddünen / Meeresstrand (Bd.I,S.86); im Grasland, im trockenen Magerrasen bis zur feuchten Wiese; Sexualdimorphismus; Flug der 1.Generation im Juni bei voller Blüte (Bd.I, S.194);
Falter und Flügel: Männchen blaue Flügel, weisser, gefranster Rand; Weibchen Oberseite bräunlich-rostrot, aussen mit orangen Flecken; Flügelunterseite beim Männchen grau mit schwarzen Flecken, beim Weibchen mehr bräunlich mit schwarzen Flecken (Bd.I,S.194)
mehrbrütig (Bd.I,S.194)
Eiablage z.B. in der weissen Blüte des Bergklees gut versteckt (Bd.I,S.194)
Raupen blassgrün asselförmig, dünne, gelbliche Seitenstreifen;  an Leguminosen wie Hornklee und Kronwicke (Bd.I,S.194)
Überwinterung als Jungraupe (Bd.I,S.194)
Verpuppung: unscheinbar, glatte oliv-grüne Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.194)
Bläuling:
Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling
(Maculinea telejus)
Heller
                                Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Wiesenknopf
Wiesenknopf
  
Schmetterlinge: Wiesenknopf auf
                                Wiesenknopf
Schmetterlinge: Wiesenknopf auf Wiesenknopf

Verbreitung: östlicher Teil Mitteleuropas, weiter in den SW als der schwarzblaue Ameisenbläuling; auch in Südtälern der Alpen; in Strom- und Flusstälern, bleibt an der Talebene; an Wiesenknopf an Saumstandorten; im oberfränkischen Main- und Regnitztal in den Niederungen zusammen mit dem Schwarzblauen Ameisenbläuling auftretend; sitzen mit geschlossenen Flügeln an den Blüten des Grossen Wiesenknopfes, oft neben Schwarzblauem Ameisenbläuling (Bd.I,S.246)
Falter und Flügel: Männchen-Oberseite silbrig hellblau, breiter schwarzer Rand, weisse Fransen, zwei schwarze Punktereihen, schwarzer Längsbalken in der Mitte der Vorderflügel; Männchen-Unterseite braun, zwei schwarze Punktereihen, schwarzer Balken mittendrin; Weibchen-Oberseite dunkler: schwarz-braun, blaue Überstäubung, breiter schwarzer Rand, weiss-bräunliche Fransen; Weibchen-Unterseite in hellem Graubraun, zwei schwarze Punktereihen pro Flügel (Bd.I,S.246)
Eiablage an kleinen Blüten und kleinen Blütenknospen des Grossen Wiesenknopfes (Sanguisorba officinalis) (Bd.I,S.246)
Raupen wie beim Schwarzblauen Ameisenbläuling: die Raupen fressen sich in den Blütenstand, sind purpurrot wie die Blüten; später in den Nestern der Ameise Myrmica scabrinodis (myrmikophil) (Bd.I,S.246)
Überwinterung als junge Raupe (Bd.I,S.246)
Verpuppung: blasse, gräuliche Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.246)
Bläuling:
Himmelblauer Bläuling
(Lysandra bellargus)
Schmetterlinge: Himmelblauer
                                Bläuling männlich
Schmetterlinge: Himmelblauer Bläuling männlich
Schmetterlinge: Himmelblauer
                                Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Himmelblauer Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Himmelblauer
                                Bläuling, Unterseiten weiblich und
                                männlich
Schmetterlinge: Himmelblauer Bläuling, Unterseiten weiblich und männlich

Verbreitung: S- und Mitteleuropa, S-England, östlich bis in den Iran; Offenlandbewohner, standorttreu (Bd.I,S.196);   auf Blauschillergrasfluren (Koelerion glaucae), die auf kalkhaltigen Flugsanden / Binnendünen entstehen (Bd.I,S.86); 1.Generation in N-Bayern Ende Mai / Anfang Juni, 2.Generation fliegt Anfang August bis September (Bd.I,S.196)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Männchen und Weibchen gleichen dem Gemeinen Bläuling, sind aber etwas grösser; Männchen mit strahlendem Himmelblau; weisse Fransung ist durch schwarze Fransen regelmässig unterteilt (Bd.I,S.196)
zweibrütig (Bd.I,S.196)
Eiablage: Eiablage an Blättern von Hufeisenklee zu mehreren, fast wie ein r-Stratege; Eiablage der Herbstfalter an den jüngsten, zartesten Trieben; Ei: weissliches Lycaenidenei (Bd.I,S.196)
Raupen: schnelle Raupenentwicklung, fast wie r-Stratege (Bd.I,S.196); fressen ausschliesslich "Kalkpflanzen" (Bd.I,S.84) z.B. auf Kalkfelsen-Blaugrasrasen (Bd.I,S.90) oder auf basischem Magerrasen: abhängig von Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), nicht auf saurem Magerrasen anzutreffen, weil dort kein Hufeisenklee vorhanden ist (Bd.I,S.86,196)
Bläuling:
Hochmoor-Bläuling
(Vacciniina optilete)
Schmetterlinge:
                                Hochmoor-Bläuling männlich
Schmetterlinge: Hochmoor-Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Hochmoor-Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Hochmoor-Bläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Hochmoor-Bläuling Unterseite
Schmetterlinge: Hochmoor-Bläuling Unterseite

Vorkommen: nördliche, boreale Art (Bd.I,S.33), in N- und Mitteleuropa, östlich bis Japan, in Mitteleuropa als "Eiszeitrelikt" im Hochmoor einiger Mittelgebirge, in den Voralpen und Alpen (Bd.I,S.226), oder auch an hochmontanen Quellflurstandorten (Bd.I,S.108), in Mooren der Norddeutschen Tiefebene bis Holland; lebt um die ombrotrophen Hochmoorkerne, wo wiesenähnliche Flächen mit Scheidigem Wollgras an Wald grenzen ("Moorwiesen"); Hochmoor-Gelblinge und Hochmoor-Bläulinge fliegen dort zur selben Zeit (Bd.I,S.226); Gefährdung durch Zerstörung der Quellfluren durch Entwässerung von Mooren, Torfstich oder Tannenaufforstung (Bd.I,S.108); schwarmartiges Auftreten an eng begrenzte Stellen; Flug je nach Höhenlage Mitte Juni bis August (Bd.I,S.226)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus (Bd.I,S.226); ein Silberfleck-Bläuling mit metallischen Silberflecken an der Hinterflügelunterseite (Bd.I,S.218); Männchen-Oberseite dunkel-violett-blau, schmal schwarz eingerahmt, weisse Fransen; Weibchen-Oberseite braun , Flügelbasis violett bestäubt; Flügel-Unterseite mit nur einem grossen, orange-roten Fleck, gelegentlich zwei (Bd.I,S.226)
einbrütig (Bd.I,S.226)
Eiablage: Ablage an Blattunterseiten von Moosbeere (Oxycoccus palustris) und Rosmarinheide (Andromeda poliifolia) in Hochmoorbulten, an Rauschbeere (Vaccinium uliginosum) im Moorwaldmantel; Ei: weissliches Lycaenidenei (Bd.I,S.226)
Raupen asselförmig, bläulich-grüne Grundfarbe, auf dem Rücken zwei gelbe Punktereihen, an der Seite je ein gelber Streifen; nachtaktiv, am Tag unter Polstern der Frasspflanze verborgen (Bd.I,S.196); die Raupen fressen vor dem Winter harte Blätter und entwickeln sich langsam (Bd.I,S.33), fressen in Mooren an Moosbeere (Oxycoccus palustris) (Bd.I,S.92), Blüten und Meristem (pflanzliches Bildungsgewebe) von Preiselbeere (Vaccinium vitis ideae), fressen an Rosmarinheide (Andromeda polifolia) (Bd.I,S.218)
überwintert als Jungraupe (Bd.I,S.33,196)
im Frühling frisst die Raupe zarte Triebe und entwickelt sich schnell (Bd.I,S.33), frisst z.B. zartes, austreibendes Preiselbeerlaub; erwachsene Raupe befrisst auch Preiselbeerblüten (Vaccinium vitis-ideae) (Bd.I,S.226)
Verpuppung: unscheinbare, glatte, oliv-braune Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.196), unscheinbare grünliche Gürtelpuppe (Bd.I,S.226)
Bläuling:
Hylas-Bläuling
(Plebicula dorylas)
Schmetterlinge:
                                Hylas-Bläuling männlich
Schmetterlinge: Hylas-Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Hylas-Bläuling saugt an nasser Erde,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Hylas-Bläuling saugt an nasser Erde, Unterseite

Verbreitung: S-Europa u. südliches Mitteleuropa bis Vorderasien (Bd.I,S.212); an sehr warmem, felsigen oder von Kalkschotter durchsetzten Kalktrockenrasen; im Frankenjura an Schotterhalden mit Blaugras u. Wundklee unter Dolomitfelsen; auch auf Magerrasen in der nördl. Frankenalb; recht vereinzelt; Flug ca. 1 Woche vor Erscheinen der Silber-Bläulinge, ab deren Auftreten gibt es kaum noch eine Unterscheidungsmöglichkeit (Bd.I,S.212)
Falter und Flügel: Männchen-Oberseite strahlend himmelblau, etwas heller wie Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus); Bellargus-Männchen am Rand der Hinterflügel mit schwarzen Tupfen, Hylas-Bläuling nie; Weibchen-Oberseite braun: Männchen-Unterseite cremefarbig mit breitem, weissem Rand und oranger Fleckenreihe u. schwarzen Flecken weiss umrandet (Bd.I,S.212)
einbrütig (Bd.I,S.212)
Eiablage an den Blattunterseiten des Wundklees; Blätter müssen dick sein, weil die Jungraupe miniert [legt Tunnels an] (Bd.I,S.212); an den Blüten des Wundklee (Anthyllis vulneraria) im Trespen-Trockenrasen (Mesobromion) (Bd.I,S.61) und am Wundklee des Kalkfelsen-Blaugrasrasen (Bd.I,S.90)
Raupe: gelblich-grün; eigenes Frassbild: Blattränder sind weisslich und dürr; erwachsene Raupen fressen gerne die Blüten des Wundklee, kaum wahrnehmbar (Bd.I,S.212)
Überwinterung: als junge Raupe (Bd.I,S.212)
Verpuppung: unscheinbare Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.212)
Bläulinge:
Idas-Bläuling
(Lycaeides idas)
Schmetterlinge:
                                Idas-Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Idas-Bläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Idas-Bläuling männlich
Schmetterlinge: Idas-Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Idas-Bläuling, Unterseiten männlich und
                                weiblich
Schmetterlinge: Idas-Bläuling, Unterseiten männlich und weiblich

Verbreitung: ganz Europa bis in den hohen Norden, nicht im Mittelmeergebiet, nicht in GB; östlich bis Asien; im Magerrasen an Hornklee (Lotus uliginosus), im bodensauren Magerrasen und in Heiden an Heidekraut (Calluna vulgaris); am Vinschgauer Sonnenberg die Unterart Lycaeides idas calliopis mit Flug zwischen Anfang Juni bis Mitte August; Vorkommen in Schwärmen an eng begrenzten Stellen; Flug im Juli / August (Bd.I,S.222)
Falter und Flügel: ein Silberfleck-Bläuling mit metallischen Silberflecken an der Hinterflügelunterseite (Bd.I,S.218); Männchen-Oberseite blau mit dünner schwarzer Einfassung; Männchen-Unterseiten hell bräunlich-rostrot; keine Dorne an den Beinen (Bd.I,S.222)
im Norden einbrütig, im Süden zweibrütig (Bd.I,S.222)
Eiablage: typisches Lycaenidenei (Bd.I,S.222)
Überwinterung: als Ei (Bd.I,S.222)
Raupen meist grün ähnlich L. argyrognomon; Raupen des Vinschgauer Bergs ähnlich den Raupen des Argus-Bläuling dunkelgrau mit breiterem dunklen Rückenstreifen (Bd.I,S.222); fressen an Leguminosen und Ericaceen, in borealen Gebieten, Hochmoorgebieten u. in bodensauren Sandgebieten v.a. Heidekraut (Calluna vulgaris); in anderen Gebieten wie Kalkgebieten an Leguminosenarten (Bd.I,S.218); am Vinschgauer Sonnenberg an Sanddorn (Hippophaes rhamnoides), Zucht aber auch an Kronwicke (Coronilla varia) möglich, auch ohne Ameisen möglich;  mässige Lebensgemeinschaft mit Ameisen (myrmikophil) (Bd.I,S.222)
Verpuppung: unscheinbare, glatte Gürtelpuppe (Bd.I,S.222)
Bläulinge:
Kronwicken-Bläuling
(
Lycaeides argyrognomon)
Schmetterlinge: Kronwicken-Bläuling
                                weiblich
Schmetterlinge: Kronwicken-Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Kronwicken-Bläuling
                                Unterseite weiblich
Schmetterlinge: Kronwicken-Bläuling Unterseite weiblich
Schmetterlinge: Kronwicken-Bläuling
                                männlich
Schmetterlinge: Kronwicken-Bläuling männlich
Schmetterlinge: Kronwicken-Bläuling
                                Unterseite männlich
Schmetterlinge: Kronwicken-Bläuling Unterseite männlich

Vorkommen:
in SO-Europa, im klimatisch gemässigten Asien, auch in N-"Amerika" (Bd.I,S.224); in Rheinhessen stabile Populationen an Saumstandorten in stillgelegten, offenen Kalksteinbrüchen; auch auf Kalktrockenrasen im Oberpfälzer Jura in der Umgegend von Heckensäumen (Bd.I,S.224); schwarmweises Auftreten auf engem Raum, am Abend in Schlafgesellschaften (Bd.I,S.224)
Falter und Flügel: ein Silberfleck-Bläuling mit metallischen Silberflecken an Hinterflügelunterseite (Bd.I,S.218) das Männchen ist deutlich grösser als das Männchen des Idas-Bläulings; Männchen-Oberseite z.T. rötlich getönt; Weibchen-Oberseite, grosszügig blau übergossen (Bd.I,S.224); kein Dorn an den Beinen (Bd.I,S.224)
zweibrütig (Bd.I,S.224)
Eiablage: Eier der 1.Generation an Blättern; Eier an Stielen von Kronwicken; Ei:  weissliches, kleines Lycaenidenei (Bd.I,S.224)
Überwinterung als Ei (Bd.I,S.224)
Raupen grün, dunkle Rückenstreifen mit hellen Streifen eingerahmt, dünne, helle Seitenstreifen [um den Körperschatten aufzuhellen] (Bd.I,S.224); fressen nur Leguminosen: in Mitteleuropa an Bunter Kronwicke (Coronilla varia), in S-Skandinavien auch an Bärenschote (Astragalus glycyphyllos) (Bd.I,S.218, 224)
Verpuppung: unscheinbare, blasse Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.224)
Bläulinge:
Kurzschwänziger Bläuling
(Everes argiades)
Schmetterlinge:
                                Kurzschwänziger Bläuling männlich
Schmetterlinge: Kurzschwänziger Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Kurzschwänziger Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Kurzschwänziger Bläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Kurzschwänziger Bläuling Unterseite
Schmetterlinge: Kurzschwänziger Bläuling Unterseite

Verbreitung: liebt Wärme, deswegen südliche Art; S- und Mitteleuropa ohne Sp./Port., nicht auf Sardinien, Korsika, nicht an der Mittelmeerküste gegenüber Korsika; bodenständig z.B. in der Bretagne, südlich von Paris, nördlich bis Gotland; in warm-feuchten Gebieten, z.B. Oberrheinebene; vagabundiert, 10-30 Falter pro Hektar; Männchen zeigen Territorialverhalten, z.B. auf Eichenbüschen; Flug der 1.Generation Anfang Mai-Mitte Juni, folgende Generationen Juli bis August (Bd.I,S.216);
Falter und Flügel: zweitkleinster heimischer Bläuling; Männchen-Oberseite violett-blau, Flügelränder mit weiss-schwarzem Saum; Männchen-Unterseite mit wahllos schwarzen Flecken; Weibchen-Oberseite braun, blaue Basalbestäubung, oranger Fleck am Hinterflügelrand; Falter der 2.Generation etwas grösser als die der 1.Generation (Bd.I,S.216)
Eiablage: besonders an Blütenknospen; Ei: typisches Lycaenidenei (Bd.I,S.216)
Raupen fressen meist Klee wie Sumpfhornklee (Lotus uliginosos), auch Rotklee (Trifolium pratense), Luzerne-Arten (Medicago-Arten); frisst an Blüten, Früchten und Jungblättern (Bd.I,S.216)
Raupen: grün, manchmal mit roten Seitenstreifen (Bd.I,S.216)
Überwinterung: als erwachsene Raupe zwischen dürren Blättern (Bd.I,S.216)
Verpuppung: im Frühjahr: die Raupe nimmt nur noch Wasser zu sich und verpuppt sich dann: grüne, meist punktierte, langbehaarte Gürtelpuppe, z.B. an der Blattunterseite (Bd.I,S.216)
Bläuling:
Meleager-Bläuling / Zahnflügel-Bläuling (Meleageria daphnis)
Schmetterlinge:
                                Meleager-Bläuling männlich
Schmetterlinge: Meleager-Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Meleager-Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Meleager-Bläuling weiblich

Verbreitung: subkontinentale, südöstliche Art: SO-Europa, westlich bis S-Frankreich, im N bis Mitteldeutschland, östlich bis zum Iran (Bd.I,S.210); in Deutschland lokal im Oberpfälzer Jura (sommertrocken) u. im Südzug der Frankenalb (Altmühlalb), weit verbreitet (Bd.I,S.51,210); die Altmühlalb hat vorgelagerte Keuperberge u. ist deswegen regenärmer u. sommertrockener als der Nordzug; im Nordzug kein Streifen-Bläuling trotz gleicher Futterpflanze (Bd.I,S.51); Vorkommen im Regenschatten der Rhön (Bd.I,S.210); gern auf sehr warmen Trespen-Trockenrasen, lebt gern in offen gelassenen Steinbrüchen mit Frasspflanze Bunte Kronwicke (Coronilla varia); Flug Mitte Juli bis Anfang August, schwarmartiges Auftreten; abends Schlafgesellschaften (Bd.I,S.210);
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Männchen-Oberseite hell-silberblau, Weibchen-Oberseite mehr braun bis dunkelbraun, nur innen blau, am unteren Flügelrand mit Augenzeichnungen; in Südtirol ohne Blau; Männchen-Unterseite hellgrau, beim Weibchen eher bräunlich, übliche Fleckenreihen; Unterflügel mit zahnartigen Ausbuchtungen, v.a. beim Weibchen (Bd.I,S.210)
einbrütig (Bd.I,S.210)
Eiablage: weissliches Ei (Bd.I,S.210)
Überwinterung als Ei (Bd.I,S.210)
Raupen grün, 1 gelber und 3 dunkle Rückenstreifen, zwei gelbe Seitenstreifen (Bd.I,S.210); an Wicken (Coronilla varia) (Bd.I,S.51), in offen gelassenen Steinbrüchen an Kronwicke (Coronilla varia) (Bd.I,S.210); am Tag unter den Frasspflanzen, ohne Ameisengesellschaft (Bd.I,S.210); in xerophytischen Blutstorchschnabel-Säumen (Geranion) an Kronwicken (Coronilla varia) (Bd.I,S.104)
Verpuppung: olivfarbige Puppe, Tönnchenform (Bd.I,S.210)
Nektar/Kohlehydratsaft: saugt z.B. Dost (Origanum) und Hornklee (Bd.I,S.210)
Bläuling:
Prächtiger Bläuling (Agrodiaetus amanda)
Schmetterlinge: Prächtiger
                                Bläuling männlich
Schmetterlinge: Prächtiger Bläuling männlich
Schmetterlinge: Prächtiger
                                Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Prächtiger Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Prächtiger
                                Bläuling Unterseite
Schmetterlinge: Prächtiger Bläuling Unterseite

Vorkommen: von N-Afrika durch Europa bis Asien, auch in DK und S-Skandinavien, nicht im atlantischen W-Europa (Bd.I,S.202); in Mitteleuropa eingewandert um ca. 1900 von Asien her; Einzelgänger; gerne an gestörten Stellen und Saumstandorten; Sexualdimorphismus (Bd.I,S.202)
einbrütig (Bd.I,S.202); Männchen-Oberseite mit metallischem Blauton zwischen Himmelblau und Türkisblau, breit schwarz-auslaufend gerandet, weisse Fransen; Weibchen-Oberseite braun, Hinterrand mit hervorstechender, oranger Fleckenreihe, Weibchen-Unterseite hellbraun mit schwarzen und orangen Punktereihen (Bd.I,S.202)
Eiablage an Vogelwicke (Vicia cracca), auch an Wiesenplatterbse (Lathyrus pratensis), in nasser Mädesüssflur; Zucht auch an Luzerne (Medicago sativa) möglich (Bd.I,S.202); Ei: weissliches Lycaenidenei, einzeln auf den Blättern der Frasspflanze (Bd.I,S.202)
Raupen asselähnlich im Grün der Luzernenblätter, mit gelben Seitenstreifen; die Raupen fressen v.a. an Vogelwicke (Vicia cracca) (Bd.I,S.202)
Überwinterung als Jungraupe (Bd.I,S.202)
Verpuppung: unauffällige Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.202)
Bläuling:
Quendel-Ameisenbläuling / Arion-Bläuling
(Maculinea arion)
Schmetterlinge:
                                Quendel-Ameisenbläuling / Arion-Bläuling
                                männlich
Schmetterlinge: Quendel-Ameisenbläuling / Arion-Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Quendel-Ameisenbläuling / Arion-Bläuling
                                weiblich
Schmetterlinge: Quendel-Ameisenbläuling / Arion-Bläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Quendel-Ameisenbläuling / Arion-Bläuling
                                Unterseite
Schmetterlinge: Quendel-Ameisenbläuling / Arion-Bläuling Unterseite

Verbreitung: S- und Mitteleuropa bis S-Skandinavien u. S-Finnland, nicht im atlantischen Westeuropa, in Sp./Port. selten, in England ausgestorben (Bd.I,S.248);
im Frankenjura in kurzrasigen (beweideten) Kalktrockenrasen weit verbreitet; Verbuschung zerstört den Lebensraum im Frankenjura; in England kam es durch Ausrottung der Kaninchen mittels der Krankheit Myxamotosis zu mehr Verbuschung und dadurch zum Aussterben des Arion-Bläulings (Bd.I,S.248); niedrige Populationsdichte auf engem Raum, zahlreich an heissen Hängen der Altmühlalb, auch abhängig vom Ameisenvorkommen; Flug in N-Bayern Mitte Juli bis Anfang August (Bd.I,S.248)
Falter und Flügel: ist der grösster der mitteleuropäischen "Bläulinge", Vorderflügellänge bis 20 mm; Männchen-Oberseite leuchtend blau mit schwarzem Rand und weissen Fransen, schwarze Augenkette am Unterflügel; Weibchen-Oberseite dunkler, schwarze Flecken grösser; Unterseite jeweils grau-bräunlich mit grossen schwarzen Flecken in weisser Umrandung grosszügig verteilt (Bd.I,S.248)
einbrütig (Bd.I,S.248)
Eiablage: in die Blüten von Quendelpolstern (Bd.I,S.248), angeblich wird auch Dost belegt (Origanum vulgare) (Bd.I,S.248)
Raupen fressen zuerst die Blüten und Früchte des Quendels (Thymus serpyllum), dann ab Herbst in Ameisennestern von Myrmica sabuleti parasitär (myrmikophil), deswegen nur beschränkte Vorkommen (Bd.I,S.248)
Überwinterung als junge Raupe (Bd.I,S.248)
Bläuling:
Quendel-Bläuling
(Pseudophilotes baton)
Schmetterlinge:
                                Quendelbläuling männlich
Schmetterlinge: Quendelbläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Quendelbläuling Unterseite
Schmetterlinge: Quendelbläuling Unterseite

Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa (Bd.I,S.238); meist niedrige Populationsdichten, z.B. in den Vogesen, in N-Bayern, auf dem Mainzer Sand, als er noch existierte, in N-Bayern recht selten; auf der Alpmühlalb nur unregelmässig; im Oberpfälzer Jura 2 Generationen regelmässig (Bd.I,S.238); auf sonnigem Magerrasen, gern in Waldrandlage, wo Quendel (Thymus serpyllum) wächst (Bd.I,S.238)
Falter und Flügel: ist ein Futterspezialist, denn die Raupen fressen weder Leguminosen noch Ericaceae (Bd.I,S.190), sondern Quendel (Bd.I,S.228); die Falter sind sehr klein (Vorderflügellänge 10 bis 12 mm); Männchen-Oberseite hellblau mit einem kurzen schwarzen Strich in der Mitte der beiden Oberflügel; bei beiden Geschlechtern weisse Fransen schwarz gegliedert; Weibchen-Oberseite schwarz-braun, gegen innen silbrig-weiss-bläulich; beide Geschlechter haben auf der Unterseite viele verteilte, schwarze Punkte, orange-rote Punkte am Rand (Bd.I,S.238)
im Tiefland 2-3 Generationen, auf hochmontaner Stufe nur einbrütig (Bd.I,S.238)
Eiablage: in den Blüten des Quendel (Bd.I,S.238)
Raupen fressen  im Kalkfelsen-Blaugrasrasen am Quendel (Thymus) (Bd.I,S.90), befrisst Blüten, Früchte und zarte Knospen (Bd.I,S.238)
Überwinterung als Raupe; die erwachsenen Raupen sind erwachsen so gefärbt wie der Quendel: grüne Grundfarbe und rot-rosa Rückenlinie und Seitenlinien (Bd.I,S.238);
Verpuppung: braune Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.238)
Bläuling:
Schwarzblauer Ameisenbläuling
(Maculinea nausithous)
Schmetterlinge:
                                Schwarzblauer Ameisenbläuling männlich
Schmetterlinge: Schwarzblauer Ameisenbläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Schwarzblauer Ameisenbläuling weiblich
Schmetterlinge: Schwarzblauer Ameisenbläuling weiblich
Schmetterlinge: Schwarzblauer
                                Ameisenbläuling, Unterseite
Schmetterlinge: Schwarzblauer Ameisenbläuling, Unterseite

Verbreitung: östliches Mitteleuropa, und isoliert in Spanien (Bd.I,S.244)
sitzen mit zusammengeklappten Flügeln ausschliesslich an den Blüten am Grossen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis); eng begrenzte Vorkommen, dann aber schwarmweises Auftreten; lebt in Strom- und Flusstälern, nicht am Grossen Wiesenknopf auf offenen Mähwiesen, sondern in Saumposition, am Rand von Gräben, auch auf besonnten Lichtungen mit Fluss in der Nähe; gelegentlich an trockenen Grabenrändern oder Strassenrändern mehrere Kilometer vom Fluss entfernt (Bd.I,S.244); in N-Bayern Flug ab Ende Juli / Anfang August (Bd.I,S.244);
Falter und Flügel: Flügeloberseite beider Geschlechter schwarz-braun, manchmal ist die Flügelbasis blau bestäubt; Flügelunterseiten schmutzig-dunkel-grau-braun; pro Flügel eine schwarze Punktereihe, weiss gerandet (Bd.I,S.244)
einbrütig (Bd.I,S.244)
Eiablage: ausschliesslich am Grossen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), zwischen den Einzelblüten; Ei: weiss, (Bd.I,S.244) an den grossen Blüten und Blütenknospen (Bd.I,S.246)
Raupen: die junge Raupe ist purpurrot wie die Blüte, bohrt sich in die Einzelblüte, frisst an ihr, später in der Frucht; die Raupen werden nur bei Aufschneiden der Blüten sichtbar; Ende August / Anfang September Verlassen der Blüte; Weiterentwicklung im Nest der Ameise Myrmica rubra kleptoman (myrmikophil), wird von den Ameisen gefüttert, dann werden die Raupen blass weisslich-orange (Bd.I,S.244)
Überwinterung: als Raupe im Ameisennest, wahrscheinlich auch zweimal hintereinander möglich (Bd.I,S.244)
Verpuppung: blasse, gräuliche Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.244)
Bläuling:
Silberbläuling
(Lysandra coridon)
Schmetterlinge:
                                Silberbläuling männlich
Schmetterlinge: Silberbläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Silberbläuling weiblich
Schmetterlinge: Silberbläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Silberbläuling, Unterseite männlich
Schmetterlinge: Silberbläuling, Unterseite männlich

Vorkommen in Mittel- und S-Europa, auch in SW-England; im Oberpfälzer Jura in hoher Zahl (Bd.I,S.15); Offenlandbewohner (Bd.I,S.198); Vorkommen auf basischen Magerrasen mit Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), v.a. gern in geröll- oder felsdurchsetzten Kalktrockenrasen (Bd.I,S.200), auch in Blauschillergrasfluren (Koelerion glaucae), die auf kalkhaltigen Flugsanden / Binnendünen entstehen (Bd.I,S.86); auch in Kalktrockenrasen z.B. des Oberpfälzer Jura (Bd.I,S.198); auch in Trespentrockenrasen, auf Magerrasen auf Plateaus (Bd.I,S.198); schwarmweises Auftreten und "Schlafgesellschaften", Sitz mit zusammengeklappten Flügeln mit Kopf nach unten an Grashalmen (Bd.I,S.198); Flug von Mittel Juli bis Herbst (Bd.I,S.200);
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Flügeloberseite der Männchen hell silber-blau, Weibchen braun; Flügelunterseite beim Männchen grau, beim Weibchen braun (Bd.I,S.198);
einbrütig (Bd.I,S.200)
Balz: Vorkommen an sehr begrenzten Orten, finden somit leicht Kopulationspartner (Bd.I,S.14); Paarung oft in den heissen Mittagsstunden, z.B. auf Buphtalmum salicifolium (Bd.I,S.198)
Eiablage: abgelegt an den oberirdischen Teilen des Wurzelstocks von Hufeisenklee, auch an dürren Grashalmen neben dem Hufeisenklee; Ei: weisslich; Eier von Himmelblauem Bläuling daselbst auch (S.200)
Überwinterung als Ei, wogegen der Himmelblaue Bläuling als Jungraupe überwintert (Bd.I,S.200)
Raupen: ähnlich wie die Raupen des Himmelblauen Bläulings asselförmig, bläulich-grüne Grundfarbe mit zwei gelben Punktereihen auf dem Rücken und gelben Seitenstreifen, aber die Raupen schlüpfen erst im Frühling, sitzen am Tag in Gruppen unter Steinen und im Hufeisenkleemoos, mit Ameisen drum herum (Bd.I,S.200); fressen ausschliesslich "Kalkpflanzen" (Bd.I,S.84), z.B. auf Kalkfelsen-Blaugrasrasen (Bd.I,S.90) oder auf basischem Magerrasen: z.B. Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), nicht auf saurem Magerrasen anzutreffen, weil dort kein Hufeisenklee vorhanden ist (Bd.I,S.86);
Verpuppung: unscheinbare, glatte oliv-farbene Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.200)
Bläuling:
Silberfleck-Bläulinge
(Plebejus argas, Lycaeides idas)




Vorkommen: in Hochheiden in niederschlagsreichen Mittelgebirgen, z.B. auf Calluna-Ginsterheiden: Argus-Bläuling (Plebejus argus) und Idas-Bläuling (Lycaeides idas) (Bd.I,S.87)
Falter und Flügel:  4 Arten Bläulinge mit metallischen Silberflecken an den Hinterflügel-Unterseiten (Bd.I,S.218): Argus-Bläuling (Plebejus argus), Idas-Bläuling (Lycaeides idas), Lycaeides argyrognomon und Hochmoor-Bläuling (Vacciniina optilete) (Bd.I,S.218); metallische Silberflecken am unteren Rand der Hinterflügel-Unterseiten (Bd.I,S.218); Männchen-Oberseiten mit blauen Flügeloberseiten, relativ schlank schwarz "eingefasst"; Weibchen-Oberseite von Argus-Bläuling und Idas-Bläuling braun, bei Argyrognomon und Hochmoor-Bläuling (Vacciniina Optilete) blauübergossene Flügelpartien (Bd.I,S.219)
Raupen von Lycaeides argyrognomon in xerophytischen Blutstorchschnabel-Säumen (Geranion) an Kronwicken (Coronilla varia) (Bd.I,S.104)
Bläuling:
Sonnenröschen-Bläulinge
(Aricia agestis und Aricia artaxerxes)
Schmetterlinge:
                                Sonnenröschen-Bläuling (aricia agestis)
Schmetterlinge: Sonnenröschen-Bläuling (aricia agestis)
Schmetterlinge:
                                Sonnenröschen-Bläuling Unterseite
                                (aricia agestis)
Schmetterlinge: Sonnenröschen-Bläuling Unterseite (aricia agestis)
Schmetterlinge:
                                Sonnenröschen-Bläuling (aricia
                                artaxerxes)
Schmetterlinge: Sonnenröschen-Bläuling (aricia artaxerxes)
Schmetterlinge:
                                Sonnenröschen-Bläuling Unterseiten
                                (aricia artaxerxes) männlich und
                                weiblich
Schmetterlinge: Sonnenröschen-Bläuling Unterseiten (aricia artaxerxes) männlich und weiblich

Verbreitung von Aricia agestis: Süd- und Mitteleuropa, mit S-England, DK u. S-Schweden, nicht in Sp./Port.; von Aritia artaxerxes: fast ganz Skandinavien, Ost-England, östliches S- und Mitteleuropa; lokal in S-Frankreich u. lokal in Sp./Port. (Bd.I,S.233); die Trennung der Arten ist nur aufgrund ökologischer Kriterien möglich (Bd.I,S.233-234); die Unterscheidung ist gemäss W.Hasselbach am Flugverhalten möglich (Bd.I,S.234); auf Blauschillergrasfluren (Koelerion glaucae), die auf kalkhaltigen Flugsanden / Binnendünen entstehen (Bd.I,S.86); im warm-trockenen Magerrasen (Bd.I,S.234); Aricia Artaxerxe mit Tendenz zum montanen bis borealen Klima, Aricia Agestis mehr in wärmerem Klima und an ruderalen (gestörten) Stellen; Auftreten an derselben Stelle ist auch möglich, dann ist die Unterscheidung anhand der Flugzeit möglich: Flug von Aricia Agestis in N-Bayern Mitte Juni, von Aricia Artaxerxes im Juli (Bd.I,S.234)
Falter und Flügel: Futterspezialist, denn die Raupen fressen weder Leguminosen noch Ericaceae (Bd.I,S.190), sondern, Sonnenröschen (Bd.I,S.228); Männchen u. Weibchen an Oberseite braun mit orangen Fleckenreihen am Rand bei Hinter- und Vorderflügel, bei den Weibchen deutlicher ausgeprägt; Flügelunterseiten graubraun, schwarze Flecken verstreut, orange Fleckenreihen an den Rändern (Bd.I,S.234);
Aricia Artaxerxes einbrütig, standorttreu, K-Stratege; Aricia Agestis: mehrbrütig, [vagabundierender] r-Stratege (Bd.I,S.234)
Eiablage: Eiablage von Aricia Agestis z.B. auf Sonnenröschen  im warm-trockenen Magerrasen; Ei: weissliches Lycaenidenei; (Bd.I,S.234)
Raupe auf Kalkfelsen-Blaugrasrasen am Sonnenröschen  (S.90); die Raupen der Arten Aricia agestis und Aricia artaxerxes fressen an Reiherschnabel (Erodium cicutarium) und Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) (Bd.I,S.228,234) sowie an Storchschnabelarten (z.B. Geranium sanguineum) (Bd.I,S.234), junge Raupen befressen die grünen Teile der Blattunterseite der Sonnenröschen (Bd.I,S.234)
Überwinterung als junge Raupe (Bd.I,S.234)
Raupen: die erwachsenen Raupen fressen ganze Blätter; die erwachsene Raupe hat grüne Grundfarbe wie das Sonnenröschenblatt, einen roten Mittelstreifen und zwei rote Seitenstreifen; borstig behaart (Bd.I,S.234)
Verpuppung: blasse, unscheinbare Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.234)
Bläuling:
Steinklee-Bläuling
(Glaucopsyche alexis)
Schmetterlinge:
                                Steinklee-Bläuling männlich
Schmetterlinge: Steinklee-Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Steinklee-Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Steinklee-Bläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Steinklee-Bläuling, Unterseiten männlich
                                und weiblich
Schmetterlinge: Steinklee-Bläuling, Unterseiten männlich und weiblich

Vorkommen: von N-Afrika durch ganz Europa und Asien bis zum Fluss Amur (Grenzfluss zwischen China und Russland), nicht in N-England, nicht in N-Skandinavien; meist an Saumstandorten, gerne an Luzernebeständen längs besonnter Wege in lichten Wäldern; i.d.R. Einzelgänger; Flug in N-Bayern ab Anfang Juni; Sexualdimorphismus (Bd.I, S.206)
Falter und Flügel: Männchen-Oberseite violett-blau mit sehr breitem, schwarzen Rand; Weibchen-Oberseite mit breitem schwarz-braunem Rand, innen blau, aber mehr schwarz als blau; Unterseite weisslich farbig mit grosser schwarzer Punktereihe an den Oberflügeln , kleine Punkte an den Unterflügeln (Bd.I,S.206)
in Mitteleuropa einbrütig, im Süden angeblich in zwei Generationen (Bd.I,S.206)
Eiablage an Blüten an Kelchblättern oder an Blütenblättern (Bd.I,S.31,33) oder Knospen von Luzerne (Medicago), Esparsette (Onobrychis) und Wickenarten (Vicia) (Bd.I,S.206)
Raupen hell cremefarbige Grundfarbe mit drei rötlichen Längsstreifen; lebt in Gemeinschaft mit Ameisen (stark myrmikophil) (Bd.I,S.206); die Raupen leben im Fruchtknoten, dann in der Frucht, Austritt aus der Frucht (Bd.I,S.33), fressen an den Blüten von Luzerne, Esparsette, Wicken und anderen Leguminosen (Bd.I,S.206);
Verpuppung: unscheinbare, graubraune Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.206)
Überwinterung als Puppe (Bd.I,S.206)
Bläuling:
Storchenschnabel- Bläuling
(Eumedonia eumedon)
Schmetterlinge:
                                Storchenschnabel-Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Storchenschnabel-Bläuling weiblich
Schmetterlinge:
                                Storchenschnabel-Bläuling männlich
Schmetterlinge: Storchenschnabel-Bläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Storchenschnabel-Bläuling, Unterseiten
                                männlich und weiblich
Schmetterlinge: Storchenschnabel-Bläuling, Unterseiten männlich und weiblich

Verbreitung: östliches Süd- und Mitteleuropa, im östlichen Teil von Skandinavien; lokal in S-Frankreich und Sp./Port. (Bd.I,S.230); Verschiedenbiotopbewohner (Bd.I,S.37); schwarmartiges Auftreten an den Siedlungsorten; Flug Anfang Juli bei Blüte der Raupenfrasspflanzen; zur Flugzeit an Nass-Standorten oder in "Weinbergslagen" an blühenden Storchschnabel-Arten mit nahrhaften Früchten; an Nassstandorten in Mädesüssfluren in nassen "Sozialbrachen" am Ufer langsam fliessender Gewässer oder an Bruchwaldstandorten (Bd.I,S.230);
Falter und Flügel: Futterspezialist, denn die Raupen fressen weder Leguminosen noch Ericaceae (Bd.I,S.190), sondern Storchschnabel-Arten (Bd.I,S.228); Männchen und Weibchen an der Oberseite dunkelbraun, weisser Fransenrand; Weibchen-Unterseite am Hinterrand mit orangen Fleckenreihen; ansonsten sind die Unterseiten mittelbraun mit schwarzen Flecken; beim Weibchen breiter weisser Strich vom Mittelfleck der Hinterflügel-Unterseite bis zur orangen Randfleckenbinde (Bd.I,S.230)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Feuchtstandorten nur an Blüten von Sumpfstorchschnabel und Blutweiderich (Bd.I,S.230)
einbrütig (Bd.I,S.230)
Eiablage: auf Blütengriffel, an Nassstandorten am Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre), an Trockenstandorten am Blutroten Storchenschnabel (Geranium sanguineum (Bd.I,S.230); manchmal mehrere Eier pro Blüte, selten an der Unterseite der Kelchblätter (Bd.I,S.230)
Raupen schlüpfen im Herbst, befinden sich im Griffel bzw. in der entstehenden Storchschnabel-Frucht (Bd.I,S.231-232), an Nassstandorten in Mädesüssfluren am Ufer langsam fliessender Gewässer oder an Bruchwaldstandorten an Sumpfstorchscnabel (Geranium palustre) in nasser Mädesüssflur (Filipendulion) (Bd.I,S.37) mit Mädesüss (Bd.I,S.40); an Trockenstandorten auf warm-trockenem Boden z.B. in "Weinbergslagen" am Blutroten Storchenschnabel (Geranium sanguineum) (Bd.I,S.37,230) bzw. in xerophytischen Blutstorchschnabel-Säumen (Geranion) an Kronwicken (Coronilla varia) (Bd.I,S.104); andere Storchschnabel-Arten werden gemieden, z.B. Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) oder Wald-Storchschnabel (Geranium silvaticum); nach dem Winter an Blattstielen von Geranium-Arten (Storchschnabel) (Bd.I,S.230); Lebensgemeinschaft mit kleinen, roten Ameisen (myrmikophil) (Bd.I,S.232); Anspruch auf grosse Samen als Futter für die Jungraupen und auf nährstoffreiche Blätter und Blattstiele für die Raupen im Frühjahr (Bd.I,S.37)
-- nicht auf Wiesen-Storchenschnabel in der Glatthaferwiese
-- nicht auf Wald-Storchenschnabel in der montanen Goldhaferwiese (Bd.I,S.37)
Überwinterung als Jungraupe (Bd.I,S.232)
Raupen im Vorfrühling grau, behaart wie die Blattunterseiten und Stengel der Frasspflanzen (Bd.I,S.231,232), haben sich entfaltende Blattstiele an; befallene Pflanzen sind leicht erkennbar, denn die Blätter werden welk oder dürr; erwachsene, grüne Raupen (mit dunklem Streifen auf dem Rücken und gelben Streifen an der Seite) sitzen in zusammengesponnenen Blättern (Bd.I,S.232)
Verpuppung: blassgrüne, wenig behaarte Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.232)
Bläuling:
Streifenbläuling
(Agrodiaetus damon)
Schmetterlinge:
                                Streifenbläuling männlich
Schmetterlinge: Streifenbläuling männlich
Schmetterlinge:
                                Streifenbläuling weiblich
Schmetterlinge: Streifenbläuling weiblich
Schmetterlinge: Streifenbläuling,
                                Unterseiten männlich und weiblich
Schmetterlinge: Streifenbläuling, Unterseiten männlich und weiblich

Vorkommen: kontinentaler Schmetterling im Steppenrasen (Bd.I,S.90), in Asien östlich bis in die Mongolei; in Europa nur lokal in Süd- und Mitteleuropa im Kleinklima, dort aber zahlreich (Bd.I,S.208), z.B. im Oberpfälzer Jura u. im Südzug der Frankenalb (Altmühlalb) weit verbreitet (Bd.I,S.51); die Altmühlalb hat vorgelagerte Keuperberge u. ist deswegen regenärmer u. sommertrockener als der Nordzug; im Nordzug kein Streifen-Bläuling trotz gleicher Futterpflanze (Bd.I,S.51); Offenlandbewohner; in prallsonnigen Trespen-Trockenrasen an Esparsette (Onobrychis); intensive Schafbeweidung lässt den Artbestand schwinden, weil die Esparsette auch von Schafen gerne befressen wird (Bd.I,S.208); Flug in N-Bayern Mittel Juli bis in den August, in Frankreich bis Mitte September (Bd.I,S.208);
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Erkennungszeichen ist ein breiter weisser Querstreifen an der Unterseite des Unterflügels auf hellbraunem Grund; Männchen-Oberseite silbrig-türkisblau mit breitem, unscharf abgegrenzten dunklen Rand; selten braune Männchen-Oberseite möglich; Weibchen-Oberseite braun (Bd.I,S.208)
einbrütig (Bd.I,S.208)
Eiablage: gern an dürren Samen der Frasspflanze (Esparsette) abgesetzt; Ei: weissliches Ei (Bd.I,S.208)
Raupe in Grün wie das Esparsettenlaub, Rückenstreifen dunkelgrün mit gelben Streifen eingefasst, rote Seitenstreifen; Frassbeginn am späten Nachmittag mit Hochsteigen an den Pflanzen in die Blüten an Esparsette (Onobrychis viciae folia) (Bd.I,S.51,90,208); lebt in Gesellschaft mit grossen, schwarzen Ameisen (myrmikophil) (Bd.I,S.208)
Bläuling:
Waldbläuling, Violetter / Violetter Waldbläuling
(Cyaniris semiargus)
Schmetterlinge: Violetter
                                Waldbläuling weiblich
Schmetterlinge: Violetter Waldbläuling weiblich
Schmetterlinge: Violetter
                                Waldbläuling männlich
Schmetterlinge: Violetter Waldbläuling männlich
Schmetterlinge: Violetter
                                Waldbläuling, Unterseiten männlich und
                                weiblich
Schmetterlinge: Violetter Waldbläuling, Unterseiten männlich und weiblich

Verbreitung: von N-Afrika durch Europa bis zum Polarkreis u. östlich bis Asien, nicht in GB; an frischen Saumstandorten an Mähwiesen u. an Waldlichtungen (Bd.I,S.204); Flug der 1.Generation zur Blütezeit des Scharfen Hahnenfusses im Juni; 2.Generation im August; im atlantischen Klima im September eine 3.Generation (Bd.I,S.204)
Falter und Flügel:
Sexualdimorphismus; Männchen-Oberseite dunkel violett-blau, aussen schwarz gerandet mit scharfen Rändern, weisse Fransen; Weibchen-Oberseite braun; Flügelunterseiten dunkelgrau bis hellbraun, mit weiss eingefassten schwarzen Flecken in Reihe (Bd.I,S.204)
zwei- bis mehrbrütig, im Norden einbrütig (Bd.I,S.204);
Eiablage in die Blütenstände der Kleearten; Ei: weissliches Lycaenidenei (Bd.I,S.204)
Raupen fressen Blüten rotblühender Kleearten, v.a. aber auch an Mittelklee?, Rotklee? (Trifolium pratense); nach der 2.Häutung Frass von Knospen und jungen Blättern (Bd.I,S.204); die erwachsene Raupe ist grün wie ein Kleeblatt, mit einem dunklen, hell gefassten Rückenstreifen, u. mit hellen, unterbrochenen Seitenstreifen; fein behaart; lebt in Gemeinschaft mit Ameisen (myrmikophil) (Bd.I,S.204)
Überwinterung: als Jungraupe (Bd.I,S.204)
Puppe: unscheinbare Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.204)
Bläuling:
Winziger Bläuling
(Cupido minimus)
Schmetterlinge: Winziger
                                Bläuling männlich
Schmetterlinge: Winziger Bläuling männlich
Schmetterlinge: Winziger
                                Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Winziger Bläuling weiblich
Schmetterlinge: Winziger
                                Bläuling Unterseite
Schmetterlinge: Winziger Bläuling Unterseite

Verbreitung: Europa und Asien bis Sibirien, nicht im mediterranen Süden, nicht im borealen Norden (Bd.I,S.214); in Wiesen mit Wundklee; durch Güllewirtschaft wird die Futterpflanze Wundklee ausgerottet; in N-Bayern fast nur noch im Frankenjura u. an den Hängen des Maintals, weil die Hänge steil und schwer zu bewirtschaften sind; zahlreich an Strassenböschungen ohne Bewirtschaftung; in den Alpen letzte Refugien, weil die steilen Hänge kaum [mit Gülletraktoren] zu bewirtschaften sind; Flug bei Blüte des Wundklees; schwarmartiges Auftreten (Bd.I,S.214);
Falter und Flügel: ist der kleinste Bläuling in Europa; Vorderflügellänge 110 bis 12 mm; Flügeloberseiten dunkelbraun; Flügel-Unterseite grau-braun, Basis oft bläulich, schwarze Fleckenreihen u. wenige Flecken in Flügelmitte (Bd.I,S.214);
Eiablage an den Blüten des Wundklee (Anthyllis vulneraria) im Trespen-Trockenrasen (Mesobromion) (Bd.I,S.61) oder am Wundklee im Kalkfelsen-Blaugrasrasen (Bd.I,S.90); Eiablage v.a. an den Kelchblättern der Randblüten (Bd.I,S.214)
Raupen gräulich-grün, mit dunkel gerandetem seitlichem Längsstreifen (Bd.I,S.214); Raupenentwicklung ca. 18 Tage, muss vor der Samenreife beendet sein (Bd.I,S.214); fressen Wundklee (Anthyllis vulneraria) auf Magerwiese (Bd.I,S.214), leben im Fruchtknoten, dann in der Frucht, Austritt aus der Frucht, dann Verpuppung (Bd.I,S.33)
Überwinterung: gemäss Bink als erwachsene Raupe (Bd.I,S.214) 
Verpuppung: unscheinbare Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.214)
Bläuling:
Zahnflügelbläuling

siehe: Bläuling: Meleager-Bläuling, Zahnflügel-Bläuling





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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

C-Falter (Polygonia c-album)

Colias-Arten: siehe: Gelblinge


C-Falter
(Polygonia c-album)
Schmetterlinge: C-Falter
Schmetterlinge: C-Falter
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Schmetterlinge: C-Falter
                                Unterseite
Schmetterlinge: C-Falter Unterseite
Schmetterlinge: C-Falter
                                Unterseite in Brauntönen
Schmetterlinge: C-Falter Unterseite in Brauntönen

Verbreitung: N-Afrika, ganz Europa ohne NW-Skand., östlich bis Japan (Bd.II,S.150); polyphage Art, nicht wählerisch (Bd.II,S.150); Frühling: Versammlungen an blühenden Weidenkätzchen (Bd.II,S.150)
Falter und Flügel: Oberseiten dunkel-orange mit schwarzen Flecken; Flügelränder dunkelbraun mit hell-orangen kleinen Flecken, tiefe Einbuchtungen der Flügel, [stark "bezipfelt"]; Unterseiten; grau-braun rindenartige Zeichnung mit kleinen schwarzen Flecken, ein weiss-silbriges C auf der Unterseite sticht hervor (Bd.II,S.150)
Überwinterung: als Falter (Bd.II,S.150)
Eiablage: früh im Frühling: ergibt sehr helle Falter ; spät abgelegte Eier von "Frühlingsfaltern" ergeben dunklere Farben (Bd.II,S.150); Ei: blassgrün, kegelförmig, schmal, hervorstehende Längsrippen, einzeln an Blättern (Bd.II,S.150)
Raupen: z.B. an Hopfen (Humulus) in Weingärten; an Brennnesseln an mässig besonnten Waldwegen; an der Salweide (Salix caprea) an neu spriessenden Schösslingen; an Stachelbeeren in Gärten; erwachsene Raupen sitzen in U-Form gekrümmt an Blattunterseiten, schwarz, vorne mit rötlichen Borsten auf schwarzem Grund, hinterer Rückenteil mit weissen Borsten auf weissem Grund, Zeichnung wie Vogelkot (Bd.II,S.150)
Verpuppung: schlanke, grau-braune Stürzpuppe mit Silberflecken (Bd.II,S.150)
Nektar/Kohlehydratsaft: im Sommer: an Wasserdost, Disteln, Stachelbeerblüten (Bd.II,S.150)
Colias-Arten siehe: Gelblinge



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Dickkopffalter (Heteropterus morpheus)
Dickkopffalter "Gras-Dickkopffalter"
Dickkopffalter: "Gras-Dickkopffalter": Braunkolbiger Braundickkopf (Thymelicus sylvestris, auch: Thymelicus flavus, Thymelicus thaumas)
Dickkopffalter: "Gras-Dickkopffalter": "Dickkopffalter, Bunter" (Carterocephalus palaemon)
Dickkopffalter: "Gras-Dickkopffalter": "Gold-Dickkopf" (Carterocephalus silvicolus)
Dickkopffalter: "Gras-Dickkopffalter": Kommafalter (Hesperia comma)
Dickkopffalter: "Gras-Dickkopffalter" (Hesperiinae): Mattscheckiger Braundickkopf  (Thymelicus acteon)
Dickkopffalter: "Gras-Dickkopffalter": Ochlodes venatus
Dickkopffalter: "Gras-Dickkopffalter": Schwarzkolbiger Braundickkopf (Thymelicus lineola)
Dickkopffalter: "Gras-Dickkopffalter": Spiegelfleck-Dickkopf, "Hüppeling" (Heteropterus morpheus)

Dickkopffalter: (Heteropterus morpheus): Puzzlefalter
Dickkopffalter: Puzzlefalter: "Leguminosen-Dickkopffalter" (Erynnis tages)
Dickkopffalter: Puzzlefalter: "Loreley-Dickkopffalter" (Carcharodus lavatherae)
Dickkopffalter: Puzzlefalter: "Malven-Dickkopffalter" (Carcharodus alceae)
Dickkopffalter: Puzzlefalter: "Puzzlefalter, Gewöhnlicher" (Pyrgus malvae)
Dickkopffalter: Puzzlefalter: "Puzzlefalter, Zweibrütiger" (Pyrgus armoricanus)
Dickkopffalter: Puzzlefalter: Pyrgus serratulae
Dickkopffalter: Puzzlefalter: "Sonnenröschen- Puzzlefalter" (Pyrgus alveus)
Dickkopffalter: Puzzlefalter: "Spätsommer-Puzzlefalter" (Pyrgus cirsii)
Dickkopffalter: Puzzlefalter: "Steppenheiden- Puzzlefalter" (Pyrgus carthami / Pyrgus fritillarius)
Dickkopffalter: Puzzlefalter: "Wiesenknopf-Puzzlefalter" (Spialia sertorius)

Distelfalter (Vanessa cardui)

Dickkopffalter generell
(Heteropterus morpheus)
Vorkommen: K-Strategen ausser der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) (Bd.II,S.324); in Steppenlandschaften S-Amerika u. Australien, dort Spannweiten bis ca. 8 cm, z.B. in Mexiko, in den S-"USA"; insgesamt ca. 3000 Arten, in Europa 43 Arten der "Hesperiidae" (Bd.II,S.303); in den Säumen der Erlen-Buchenwälder (Alnetea glutinosae), die an Hochmoore grenzen und hochproduktive Gräser beinhalten (z.B. Calamagrostis, Molinia) (Bd.I,S.83); Flug und Nektarsuche bis in die späten Abendstunden, wogegen Bläulinge und Apollofalter bereits in "Schlafgesellschaften" in den Wiesen ruhen (Bd.I,S.198); Flug nur in kleinen Gruppen; Sitzposition meist mit zusammengeklappten Flügeln; Flugschwirrend nah am Boden (Bd.II,S.304)
Falter und Flügel: europäische Arten klein bis sehr klein, meist bräunlich; Duftschuppen am Vorderflügel (Bd.II,S.303); kräftige Saugrüssel (Bd.II,S.304); Unterarten:
-- Pyrginae: Raupen leben an Kräutern (Bd.II,S.304); gemäss Bink Abtrennung der "Puzzlefalter": Bestimmung der Flügelzeichnungen als "Geduldsspiel". Die Falter selbst unterscheiden sich durch unterschiedliche Pheromone (Bd.II,S.306)
-- Hesperiinae: Raupen leben an Gräsern ("Gras-Dickkopffalter")
-- Heteropterinae: Raupen leben an Gräsern ("Gras-Dickkopffalter") (Bd.II,S.304,329)
meist einbrütig (Bd.II,S.303)
Eiablage: niedrige Eizahlen (Bd.II,S.303); Ei: stehend oder liegend (Bd.II,S.304)
Raupen mit "Kranzfüssen", keine guten Kletterer, leben in zusammengezogenen Blättern u. in angelegten "Gespinsten", auf denen sie "klettern"; fressen Kraut oder Gräser (Bd.II,S.304); Raupen der Puzzlefalter an zweikeimblättrigen Pflanzen (Dicotyledonen) (Bd.II,S.306)
Nektar/Kohlehydratsaft: hoher Nahrungsbedarf an Nektar (Bd.II,S.304)
Dickkopffalter
(Heteropterus morpheus):
"Gras-Dickkopffalter" generell
Falter und Flügel: Familien der Hesperiinae und Heteropterinae; i.d.R. ockerbraun, gut bestimmbar, (Bd.II,S.329)
Eiablage: einzeln ("Eihefter"); die Thymelicus-Arten schwieriger zu bestimmen und haben Eier vom "liegenden Eityp", in Grüppchen abgelegt; Ei: mehrheitlich stehender Eityp (Bd.II,S.329)
Raupen: befressen meist hochproduktive u. hochwüchsige Gräser: Zwenke (Brachypodium), Reitgräser (Calamagrostis), Schwingelgras (Festuca), Poa [Rispengras] (Bd.II,S.329)
Dickkopffalter
"Gras-Dickkopffalter":
Braunkolbiger Braundickkopf
(Thymelicus sylvestris, auch: Thymelicus flavus, Thymelicus thaumas)
Schmetterlinge:
                                Braunkolbiger Braundickkopffalter
                                weiblich
Schmetterlinge: Braunkolbiger Braundickkopffalter weiblich
Schmetterlinge:
                                Braunkolbiger Braundickkopffalter
                                männlich
Schmetterlinge: Braunkolbiger Braundickkopffalter männlich

Vorkommen: N-Afrika, Europa, nicht in Skand., nicht im N von GB; fast nur im Saum, an Waldrändern, in Waldlichtungen, Pfeifengraswiesen, Glatthaferwiesen, Säume von Trockenrasen, Bahndämme, Röhrichte; Flug Juli bis August, schwarmartiges Auftreten (Bd.II,S.332)
Falter und Flügel: Oberseiten rostrot, schwarz gerandet, gelb gefranst; Unterseiten hellbraun bis gold-gelb (Bd.II,S.333);
einbrütig (Bd.II,S.332)
Eiablage K-Stratege (Bd.II,S.324); in Gruppen mit 20-40 Stück, Eiablage in den Blattansätzen dürrer Grasstengel; Ei: liegender Eityp, gelblich, oval
Raupe/Überwinterung: Eiraupe spinnen sofort einen "Eikokon" zum Überwintern (Bd.II,S.332)
Frühling: Raupe befrisst Gräser: Straussgräser (Agrostis), Knäuelgräser (Dactylis), Schwingelgräser (Festuca), Rispengräser (Poa-Arten); schlank, grün, weissliche Längsstreifen (Bd.II,S.332)
Verpuppung: grün und grün-weissliche Puppe in losem Gespinst (Bd.II,S.332)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Flockenblume und Heil-Ziest (Stachys betonica) (Bd.II,S.332)
Dickkopffalter
"Gras-Dickkopffalter":
"Dickkopffalter, Bunter"
(Carterocephalus palaemon)
Schmetterlinge: Bunter
                                Dickkopffalter
Schmetterlinge: Bunter Dickkopffalter
Schmetterlinge: Bunter
                                Dickkopffalter Unterseite
Schmetterlinge: Bunter Dickkopffalter Unterseite

Vorkommen: Europa ohne Mittelmeergebiet, im N bis zur norwegischen Küste; auf S-GB ausgerottet, aber bis Schottland; östlich bis Japan; a. in N-Amerika; bewohnt Tiefland, Hügelland und montane Stufe; trockene u. feuchte "Saumstellen" in Trespen-Trockenrasen (Mesobromion), Pfeifengraswiesen (Molinion), Waldsäume, im Westmünsterland in abgetorften Hochmooren, so Wagener; Flug Mitte Mai bis Mitte Juni (Bd.II,S.340)
Falter und Flügel: Oberseiten von Vorder- u. Hinterflügel dunkelbraun mit relativ grossen Flecken in U-Formen und Keil-Formen frei verteilt, am Rand eine Kette kleinerer oranger Flecke; orange gefranst; Vorderflügel-Unterseiten  orange mit braunen flecken, Hinterflügel-Unterseiten in gelben, gold-braunen und weissen Segmenten, dunkelbraun geädert (Bd.II,S.341)
einbrütig (Bd.II,S.341)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); einzeln an Gräsern geheftet ("Eihefter"); Ei: gelblich, halbkugelig (Bd.II,S.340)
Raupe: grün mit winzigen Längsstreifen, wird noch vor der Überwinterung strohgelb mit braunen Streifen; befrisst produktive Gräser wie Fiederzwenke (Brachypodium pinnatum), Knäuelgras (Dactylis glomerata), Schwingelarten (Festuca), bei produktiven Standortbedingungen a. Pfeifengras (Molinia) (Bd.II,S.340)
Überwinterung: als erwachsene Raupe in einer "Tüte" aus zusammengesponnenen, dürren Blättern (Bd.II,S.340)
Verpuppung: weissliche Gürtelpuppe, braune Streifen (Bd.II,S.340)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Günsel (Ajuga), Korbblütlern, z.B. Margerite (Chrysanthemum leucanthemum), im Frankenwald an Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) (Bd.II,S.340)
Dickkopffalter
"Gras-Dickkopffalter":
"Gold-Dickkopf"
(Carterocephalus silvicolus)
Schmetterlinge:
                                Gold-Dickkopffalter weiblich
Schmetterlinge: Gold-Dickkopffalter weiblich
Schmetterlinge:
                                Gold-Dickkopffalter männlich
Schmetterlinge: Gold-Dickkopffalter männlich

Vorkommen: boreal-kontinentale Art; nördlich der Linie Schwerin-Lüchow-Dannenberg-Helmstedt im dt. Tiefland an offenen Stellen wie Forstwegen in feuchten Wäldern (Nadelholzforste bis Erlenbruchwälder), dänische Inseln Lolland, Falster; in Skandinavien, Sibirien bis Japan; gemäss Köhler Territorialverhalten; reagiert empfindlich auf Temperaturschwankungen und mangelnde Qualität des Nahrungsangebots; mittelgrosse Gruppen; Flug Ende Mai bis Ende Juni (Bd.II,S.342)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus: Vorderflügel braun gerandet, gold-gelb gefranst, Hinterflügel braun gerandet, hellgelb gefranst; Männchen-Vorderflügel-Oberseite hell gold-gelb, 5 grössere braune Flecken verstreut verteilt, kleine Flecken in Reihe zum Rand hin; Männchen-Hinterflügel braun-gelb mit grösseren gelben Flecken verteilt und Flecken-Kette am Rand mit kleineren Flecken; Weibchen-Vorderflügel-Oberseite vorn gold-gelb marmoriert, hintere Flügelkante mit breitem, dunkelbraunen Rand, darin eine gelbe Punktekette; Hinterflügel schwarz mit grossen hellgelben Flecken verteilt, am Rand drei kleine in Reihe, Feuersalamander-artig (Bd.II,S.343);
einbrütig (Bd.II,S.343)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324);
Raupe: Futtergräser müssen offen im Halbschatten unter quelligen oder stickstoffreichen Verhältnissen wachsen; Gräser müssen von höherer "Qualität" als die des Bunten Dickkopffalters sein; Raupe ausgewachsen grasgrün mit blassen Längsstreifen, dann Verfärbung in grau-strohgelb (Bd.II,S.342)
Überwinterung: in einer "Tüte" aus zusammengesponnen Blättern, ziemlich hoch in der Krautschicht (Bd.II,S.342)
Verpuppung: blassgelbe Gürtelpuppe mit braunen Längsstreifen (Bd.II,S.342)
Nektar/Kohlehydratsaft: gern an Ehrenpreis (Veronica officinalis) (Bd.II,S.342)
Dickkopffalter
"Gras-Dickkopffalter":
Kommafalter
(Hesperia comma)
Schmetterlinge: Kommafalter
                                männlich
Schmetterlinge: Kommafalter männlich
Schmetterlinge: Kommafalter
                                weiblich
Schmetterlinge: Kommafalter weiblich
Schmetterlinge: Kommafalter
                                Unterseite
Schmetterlinge: Kommafalter Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, Europa, im Norden bis Lappland; besiedelt offenen Magerrasen, von trocken bis feucht: Trespen-Trockenrasen, Silbergrasfluren, Borstgrasrasen, magere Pfeifengraswiesen, Zwergstrauchheiden, Dünen; Flug Anfang Juli bis Oktober, Hauptflugzeit Ende Juli bis Anfang August (Bd.II,S.338)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Männchen mit deutlichem Duftschuppenstrich in "Komma"-Form; in der Komma-Linie eine silbrige Längslinie; Oberseiten ocker-braun, dunkelbraune Ränder, gefranst; Weibchen ohne Kommastriche, insgesamt dunklere Oberseite; Unterseiten kontrastreich, Hinterflügel-Unterseiten silbrig gefleckt (Bd.II,S.338)
einbrütig (Bd.II,S.338)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); einzeln an Gräsern geheftet; Ei: halbkugelig, weisslich, keine Längsrippen, relativ gross (Bd.II,S.338)
Überwinterung als Ei (Bd.II,S.338)
Raupe: lebt im "Zelt" aus vielen zusammengesponnen Blättern inmitten von Grashorsten, befrisst "Magergräser" wie Echten Schwingel (Festuca ovina), Kammschmiele (Koeleria), Rotes Straussgras (Agrostis tenuis), Silbergras (Corynephorus); alle anderen Dickkopffalter befressen keine "Magergräser"; ausgewachsen schwarz, Querrillen, schwarz glänzender Kopf (Bd.II,S.338)
Verpuppung: glänzende, schwarze Puppe in lockerem Kokon in Moosschicht (Bd.II,S.338)
Nektar/Kohlehydratsaft: Disteln (Carduus), Heil-Ziest (Stachys betonica), Quendel (Thymus), Wirbeldost (Clinopodium), im westlichen Münsterland Wasserdost (Eupatorium) (Bd.II,S.338)
Dickkopffalter
"Gras-Dickkopffalter" (Hesperiinae):
Mattscheckiger Braundickkopf
(Thymelicus acteon)
Schmetterlinge: Mattscheckiger
                                Braundickkopffalter weiblich
Schmetterlinge: Mattscheckiger Braundickkopffalter weiblich
Schmetterlinge: Mattscheckiger
                                Braundickkopffalter, Unterseite
                                weiblich
Schmetterlinge: Mattscheckiger Braundickkopffalter, Unterseite weiblich
Schmetterlinge: Mattscheckiger
                                Braundickkopffalter männlich
Schmetterlinge: Mattscheckiger Braundickkopffalter männlich


Vorkommen: N-Afrika, Kleinasien, S- u. Mitteleuropa, im N bis S-England, in Teilen NW-Dtlds., nicht in Skand.; in warm-trockenem Kleinklima mit höherem Grasbewuchs, z.B. in Trespen-Trockenrasen, in trockenen Glatthaferwiesen; Flug Ende Juli bis Ende August, schwarmartiges Auftreten (Bd.II,S.330)
Falter und Flügel: ist der kleinste Braundickkopf; braun-schwarz, gegen aussen gold-braun, hellgelbe Fleckenreihe auf Vorderflügel-Oberseite (Bd.II,S.330)
einbrütig (Bd.II,S.330)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); in Haufen von 10-20 Stück in den Blattansätzen dürrer Grashalme; Ei: liegender Eityp, gelblich oval (Bd.II,S.330)
Raupe/Überwinterung: Die Eiraupe spinnt sich nach dem Schlüpfen sofort einen "Eikokon" und überwintert so (Bd.II,S.330)
Frühling: Die Raupe verlässt den "Eikokon" im April, befrisst breitblättrige, recht produktive Gräser, z.B. Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum) (Bd.II,S.330)
Verpuppung: Grüne Gürtelpuppe in losem Gespinst im Graspolster (Bd.II,S.330)
Dickkopffalter
"Gras-Dickkopffalter":
Rostfarbener Dickkopffalter
(Ochlodes venatus)
Schmetterlinge: Rostfarbener
                                Dickkopffalter (ochlodes venatus),
                                männlich
Schmetterlinge: Rostfarbener Dickkopffalter (ochlodes venatus), männlich
Schmetterlinge:
                                Rostfarbener Dickkopffalter (ochlodes
                                venatus), weiblich
Schmetterlinge: Rostfarbener Dickkopffalter (ochlodes venatus), weiblich

Vorkommen: Europa ohne N-Skand, nicht in N-GB; östlich bis China; frisch-feuchte Saumstandorte an Waldwegen, frisch-feuchte Pfeifengraswiesen, Glatthaferwiesen, Trespen-Trockenrasen; Flug: früher Flug ab Juni, in oberen Regionen ab Juli; kleine Gruppen (Bd.II,S.336)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Flügel-Oberseiten bei den Männchen leuchtend rostrot; Flügelrand dunkelbraun, beige gefranst; Weibchen ockerbraun, hellgelbe Flecken; Flügel-Unterseite; hell, undeutlich gelb (Bd.II,S.336)
einbrütig (Bd.II,S.336)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); einzeln auf Blattoberseiten von Gräsern; Ei: weiss, perlenartig, halbkugelig, relativ flach, keine Längsrippen (Bd.II,S.336)
Raupe: lebt in "Blatt-Tüte" aus fest zusammengesponnen Grasblättern, innen mit Wachs ausgekleidet; befrisst hochproduktive Gräser wie Rohr-Schwingel (Festuca arundinacea), Wiesen-Rispengras (Poa pratensis), Reitgräser (Calamagrostis); andere Gräser nur bei speziellem Kleinklima: Pfeifengras an nährstoffreichen, produktiven Standorten, z.B. in Sümpfen, an Quellstandorten; Raupen in abgetorften Hochmooren an Flatter-Binse (Juncus effusus) (Bd.II,S.336)
Überwinterung: als halb erwachsene Raupe in "Überwinterungstüte" (Bd.II,S.336)
Frühling: grau-grün, blass hellgrün, grün-gelbliche Querstreifen, dünner dunkelgrüner Rückenstreifen, brauner Kopf (Bd.II,S.336)
Verpuppung: dunkelgrüne Puppe, dunkler Rücken, grünliche Bauchseite (Bd.II,S.336)
Nektar/Kohlehydratsaft: im Frankenjura v.a. an Händelwurz (Gymnadenia), auch an Brombeerblüten und Vogel-Wicke (Vicia cracca) (Bd.II,S.336)
Dickkopffalter
"Gras-Dickkopffalter":
Schwarzkolbiger Braundickkopf
(Thymelicus lineola)
Schmetterlinge: Schwarzkolbiger
                                Braundickkopf
Schmetterlinge: Schwarzkolbiger Braundickkopf


Vorkommen: N-Afrika, Europa, nicht in N-Skand., in GB nur im SO ("Essex Skipper"); in den "USA" mit Heu eingeschleppt und dort z.T. ein Schädling; besiedelt Säume mit hohen Gräsern in der offenen Landschaft: Bahndämme, ungemähte Weg- u. Strassenränder, Grasstreifen an der Küste oder an Deichen (z.B. NL), gern an "gestörten Stellen", Schuttstellen; Flug ab Mitte Juli, oft zs. mit dem Braunkolbigen Braundickkopf (Bd.II,S.334)
Falter und Flügel: Oberseiten rostrot mit breiter schwarzer Umrandung mit undeutlicher Begrenzung; orange-weisslich gefranst; Unterseiten gelb-braun (Bd.II,S.335)
einbrütig (Bd.II,S.334)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); in Gruppen von 3-10 Stück in Blattansätzen oder Grasblütenständen von Gräsern: Quecke (Agropyron), Raygräser (Lolium); Ei: liegender Eityp, oval, gelb, dann grau (Bd.II,S.334)
Überwinterung: als Ei (Bd.II,S.334)
Raupe: grün, grün-weissliche Längsstreifen, befrisst hochproduktive Gräser: Kriechende Quecke (Agropyron repens), Wiesen-Rispengras (Poa pratensis), Englisches Raygras (Lolium perenne) (Bd.II,S.334)
Verpuppung: grüne Gürtelpuppe, am Grasblatt angesponnen (Bd.II,S.334)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Disteln u. anderen Schutthaldenpflanzen (Ruderalpflanzen)
Dickkopffalter
"Gras-Dickkopffalter":
Spiegelfleck-Dickkopf
"Hüppeling"
(Heteropterus morpheus)
Schmetterlinge:
                                Spiegelfleck-Dickkopffalter / Hüppeling
Schmetterlinge: Spiegelfleck-Dickkopffalter / Hüppeling
Schmetterlinge:
                                Spiegelfleck-Dickkopffalter / Hüppeling,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Spiegelfleck-Dickkopffalter / Hüppeling, Unterseite

Vorkommen: W-Europa in küstennahen Gebieten, dann wieder in Osteuropa: von NL über Ost-Dtld. u. N-Italien (Po-Ebene) bis zur Balkanhalbinsel; nördlich bis Usedom (Teufelsbruch), in DK auf Lolland; in Belgien ausgerottet; in F von der Bretagne bis Paris; im SW in der Gironde und südlich von Bordeaux; im Übergangsbereich zwischen Hochmooren und angrenzenden Erlenbruchwäldern bei produktiven Gräserhorsten; in Waldmooren an quelligen Stellen; heute gern an "gestörten Stellen" in Hochmoorrändern und sumpfigen Heiden in Flurbereinigungsgebieten; in Hochmooren; Flug: ist sehr auffallend, im Juli, hüpfender Flug, meist schwarmweises Auftreten (Bd.II,S.344)
Falter und Flügel: auch "Hüppeling" genannt, und gemäss Weidemann trifft der Name das Verhalten des Falters; ist der grösste mitteleur. Dickkopffalter mit Vorderflügel von ca. 18 mm Länge; Flügel-Oberseiten dunkelbraun, weiss-schwarz gefranst, zwei grosse weisse Flecken, ein kleiner weisser Fleck, ein weisses V-förmiges Zackengebilde zum Rand hin, am Rand blass-weisse Kette von spitzen Dreiecken; Hinterflügel-Unterseite dünn dunkelbraun gerandet, gegen innen hellgelb, gegen aussen hellorange, zahlreiche grosse, dunkelbraun eingefasste, weisse Flecken, zum Rand hin Fleckenreihe aus selbigen Flecken (Bd.II,S.344)
einbrütig (Bd.II,S.344)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); einzeln oder in Trupps bis zu 3 Stück; Ei: gelb, halbkugelig (Bd.II,S.344)
Raupe: befrisst Gräser unter hochproduktiven Standortbedingungen: Pfeifengras (Molinia), Sumpf-Reitgras (Calamagrostis canescens); Jungraupen leben im "gefalteten Blatt" (Bd.II,S.344)
Überwinterung als halb erwachsene Raupe in Wintergespinst (Hibernaculum) aus Grasblättern, in ca. 10-15 cm Höhe über dem Boden, oben offen; bei Gefahr wie Überschwemmung etc. kriecht die Raupe heraus (Bd.II,S.344)
Frühling: Raupe ausgewachsen grün mit weisslich-grünen Längsstreifen, brauner Kopf (Bd.II,S.344)
Verpuppung: sehr schlanke, grüne Gürtelpuppe mit grossen Augen, angesponnen am Grasblatt, sehr gut getarnt (Bd.II,S.344)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Disteln, Blutweiderich, Glockenheide (Bd.II,S.344)
Dunkler Dickkopffalter / Kronwicken-Dickkopffalter
Schmetterlinge: Dunkler
                                Dickkopffalter männlichr
Schmetterlinge: Dunkler Dickkopffalter männlich
Schmetterlinge: Dunkler
                                Dickkopffalter weiblich
Schmetterlinge: Dunkler Dickkopffalter weiblich

Dickkopffalter
(Heteropterus morpheus):
Puzzlefalter generell
Falter und Flügel:
-- Leguminosen-Dickkopf (Erynnis tages): Raupe an Leguminosen, z.B. Hornklee (Lotus)
-- Carcharodes-Arten: Raupen an Malvengewächsen (Malva, Althaea) bzw. Ziest-Arten (Stachys, Lippenblütler, Labiatae)
-- Spialia sertorius: Raupen am Kleinen Wiesenknopf (Sanguisorba minor, Rosaceen-Familie)
-- Pyrgus alveus: Raupen am Sonnenröschen (Ehlianthemum nummularium, Helianthemum apenninum, Familie Cistaceae)
-- restliche Pyrgus-Arten: Raupen an Fingerkräutern (Potentilla, Comarum) und Erdbeeren (Fragaria, Rosaceen-Familie) (Bd.II,S.306)
-- die Pyrgus-Arten sind nur sehr schwer zu unterscheiden durch Vergleich, Messungen, Fleckenzählen, Genitaluntersuchungen (Bd.II,S.310)
-- biologisch sind die Puzzlefalter gut differenziert: verschiedene Flugzeiten, Entwicklungsgeschwindigkeiten, Überwinterungsstadien etc. (S.310)
Dickkopffalter
Puzzlefalter:
"Leguminosen-Dickkopffalter"
(Erynnis tages)




Vorkommen: Europa, nicht in N-Skand, nicht auf GB; östlich bis China (Bd.II,S.328); im warmen Kleinklima, an Wegrändern, Waldrändern, im Magerrasen: bodensaure Borstgrasrasen (Violion caninae), Junco-Molinion, dort fast ausgerottet, verdrängt auf Trespen-Trockenrasen (Mesobromion); Schlafstellung mit dachziegelartig übereinandergestellten Flügeln; (Bd.II,S.324)
Falter und Flügel: weiss gefranst; Vorderflügel-Oberseite grau-braun marmoriert, weisslich-braune Sprenkel, Unterkante rostbraun; Vorderflügel-Unterseite braun-schwärzlich, Unterkante rostbraun; an den beiden Unterkanten dichte Reihe kleiner weisser Flecken; Korpus schwarz mit einer weisser Punktereihe quer, mit rost-braunem Band quer (Bd.II,S.327), ideal getarnt zum Sitzen auf nackter Erde
einbrütig, in warmen Jahren zweibrütig (Bd.II,S.328)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); an Blattoberseiten von Günsel-Arten; Ei: halbkugelförmig, flacher und plattgedrückter als die Eier der Pyrgus-Arten; deutliche Längsrippen; zuerst gelb, dann rot, dann transparent (Bd.II,S.328)
Raupe graugrün; an warmen Standorten in zusammengesponnenen Blättern von Leguminosen wie Hornklee (Lotus corniculatus), Hufeisenklee (Hippocrepis), Kronwicke (Coronilla), im Frankenjura z.B. in Geröllhalden (Mesobrometum seslerietosum), od. an Hornkleepflanzen in Dolomitfelsen (Bd.II,S.328)
Überwinterung: als erwachsene Raupe in Wintergespinst (Hibernaculum); zur Überwinterung wird die Raupe bräunlich (Bd.II,S.328)
Verpuppung: im Frühling; dunkle bis schwarze Puppe, in losem Gespinst in der Moosschicht (Bd.II,S.328)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Günsel-Arten (Ajuga chamaepitys, Ajuga reptans)
Dickkopffalter
Puzzlefalter:
"Loreley-Dickkopffalter"
(Carcharodus lavatherae)
Schmetterlinge:
                                Loreley-Dickkopffalter
Schmetterlinge: Loreley-Dickkopffalter (Männchen? Weibchen?)
Schmetterlinge:
                                Loreley-Dickkopffalter
Schmetterlinge: Loreley-Dickkopffalter  (Männchen? Weibchen?)

Vorkommen: S-Europa, N-Afrika, Kleinasien, in Mitteleuropa im heiss-trockenen Kleinklima, z.B. Rhonetal bei Martigny und Sion, in Deutschland nur im Mittelrheintal von Lorch bis St.Goarshausen; am Kaiserstuhl ausgestorben; Flug: Anfang Juni bis Ende Juli, kleine Gruppen auf engem Raum; an grasigen Stellen im trocken-heissen Kleinklima, wo die Raupenfrasspflanze Berg-Ziest (Stachys recta) vorkommt (Bd.II,S.326)
Flügel und Falter: Benennung von Weidemann nach dem einzigen Vorkommensort in Deutschland [an Loreley-Felsen]; Vorderflügel-Oberseite 8 Segmente dunkelbraun, 6-8 Segmente mittelgrau, 8-10 Segmente weiss, restliche Segmente hellbraun bis gold-braun; Hinterflügel-Oberseite ähnlich, gegen innen nur schwarz; Vorderflügel weiss-dunkelbraun gefranst, Hinterflügel weiss-braun zackig gefranst; Unterseiten erscheinen im Sonnenschein weiss (Bd.II,S.326)
Balz/Hochzeitsflug: eventuell an Bergkuppen "Hilltopping" (Bd.II, S.326)
einbrütig (Bd.II,S.326)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); in Blütenkelche vom Berg-Ziest, wo die Kronblätter gerade abgefallen sind; Ei: liegend, klein, zylindrisch, mit Netzstruktur, Längsrippen (Bd.II,S.326)
Raupen: an Berg-Ziest (Stachys recta); junge Raupen bohren sich in unreife Samen (Bd.II,S.326)
Überwinterung als Jungraupe zw. dürren, zusammengesponnenen Blättern von Berg-Ziest (Bd.II,S.326)
Frühling: Raupen werden "Blattfresser" an jungen Trieben; Raupen grün, dunkelgrüne Längsstreifen (Bd.II,S.326)
Verpuppung: braun, bläulich-weiss wachsartig bereift, zw. Blättern der Frasspflanze (Bd.II,S.326)
Dickkopffalter
Puzzlefalter:
"Malven-Dickkopffalter"
(Carcharodus alceae)
Schmetterlinge:
                                Malven-Dickkopffalter
Schmetterlinge: Malven-Dickkopffalter (Männchen? Weibchen?)
Schmetterlinge:
                                Malven-Dickkopffalter
Schmetterlinge: Malven-Dickkopffalter (Männchen? Weibchen?)

Vorkommen: der einzige r-Stratege der Dickkopffalter; liebt Wärme, submediterran; Mittel- u. S-Europa, östlich bis Zentralasien; Kleingruppen; lange Wanderungen durch Flusstäler nach Norden durchs Rhein- oder Maastal, in warmen Jahren Wanderung bis NL; Abwanderung ab September ca.; sitzt in sommertrockenen Steppengebieten an Steinhalden (Ruderalstellen); in Flusstälern , Strassengräben, Wegrändern u. Bahndämmen an trockenen Stellen; sitzt an staubigen, trockenen Wegen, bestens getarnt; in S-Europa in Dorfgärten; Schlafstellung mit dachziegelartig übereinandergestellten Flügeln (Bd.II,S.324)
Falter und Flügel: Namengebung von Weidemann: Dieser Falter frisst tatsächlich an Malve; Oberseiten braun-dunkelbraun gescheckt, kleine weisse Sprenkel am Vorderflügel: 3 nebeneinander zur Flügelspitze hin, 2 nebeneinander nach innen hin, 2 einzeln; Vorderflügel braun u. gerade gefranst, Hinterflügel im Wechsel braun u. weiss in Zacken gefranst; Hinterflügel ohne Sprenkel (Bd.II,S.325)
mehrbrütig, 3-4 Generationen jährlich (Bd.II,S.324)
Eiablage: in Massen, ca. 100 Stück, einzeln an Blattoberseiten (Bd.II,S.324); Ei: dunkelbraun, halbkugelig, gerippt
Raupen: schnelle Entwicklung in ca. 32 Tagen; Raupen an krautartigen Malvengewächsen, spinnen sich in "Blatt-Tüten" ein: an Eibisch (Althaea), Malven-Arten: Malva moschata, Kleine Malve (Malva neglecta), Wilde Malve (Malva sylvestris); ausgewachsen schwarz, dicht hellgrau gesprenkelt, hellgraue Seitenstreifen, hellgrauer Rückenstreifen (Bd.II,S.324)
Überwinterung: als erwachsene Raupe in Wintergespinst (Hibernaculum) (Bd.II,S.324)
Verpuppung: braun, intensiv bepudert, in Gespinst zw. Blättern oder in der Moosschicht (Bd.II,S.324)
Dickkopffalter:
Puzzlefalter:
"
Gewöhnlicher Puzzlefalter"
(Pyrgus malvae)
Schmetterlinge: Gewöhnlicher
                                Puzzlefalter / Kleiner Dickkopffalter
Schmetterlinge: Gewöhnlicher Puzzlefalter / Kleiner Dickkopffalter


Vorkommen: ganz Europa ausser im Hohen Norden, östlich bis ins Amurgebiet [Grenzfluss zwischen Russland und China]; Männchen zeigen schwaches Territorialverhalten; besiedelt Magerrasen, Waldränder, Waldlichtungen, Heidegebiete, magere Mähwiesen (z.B. Junco-Molinion), a. in beweideten Feuchtwiesen; Flug Anfang Mai bis Mitte Juni, zur Blüte des Frühlings-Fingerkrauts in den Felsfluren und Magerrasen; sonnen sich am Boden mit schräg aufwärts gestellten Flügeln (Bd.II,S.312)
Falter und Flügel: Die Bezeichnung "Malvendickkopf" ist irreführend, denn die Raupen befressen Rosengewächse; Oberseite schwarz, weiss gescheckt, breit schwarz-weiss gefranst; Hinterflügel-Unterseite grünlich-braun; Adern gelblich bestäubt (Bd.II,S.312)
einbrütig, selten teilweise zweibrütig (Bd.II,S.312)
Eiablage K-Stratege (Bd.II,S.324); an Blättern - meist Blattunterseite - von Fingerkraut-Arten (z.B. Potentilla tabernaemontani), Erdbeere (Fragaria), Sumpf-Blutauge (Comarum palustre = Potentilla palustris); Ei: halbkugelförmig, oben rund, längsgerippt, blassgrün (Bd.II,S.312)
Raupen: machen Seidengespinst an der Blattmittelrippe an der Blattunterseite; das Gespinst wächst mit der Raupe mit, umfasst am Ende bis zu mehrere Blätter; befressen z.B. Erdbeerblätter (Fragaria) an versaumenden Felsgeröllhalden wo früher der Apollo war (Bd.II,S.312); in prallsonnig-trockener Position am Frühlings-Fingerkraut (Potentilla tabernaemontani) (Bd.II,S.314); ausgewachsen grün bis braun-grün, dunkelgrüne Längsstreifen, auffallender, schwarzer Kopf (Bd.II,S.312)
Verpuppung: ab ca. Mitte August: länglich, dunkel, bläulich bereift, in lockerem Kokon in der Moosschicht
Überwinterung: als Puppe, liegt gelegentlich 2 Winter als Puppe (Bd.II,S.312)
Dickkopffalter:
Puzzlefalter:
"
Zweibrütiger Puzzlefalter"
(Pyrgus armoricanus)
Schmetterlinge: Zweibrütiger
                                Puzzlefalter
Schmetterlinge: Zweibrütiger Puzzlefalter


Vorkommen: Europa, N-Afrika, Kleinasien bis zum Iran; in Mitteleuropa nur inselartig, vielerorts ausgerottet; im N bis zur Insel Sjaeland und Bornholm, Skåne (Schweden); Männchen mit Territorialverhalten; besiedelt frische, vom Vieh beweidete Magerrasen;  Flug der ersten Generation Ende Mai bis Mitte Juni, der 2.Generation Anfang August bis Mitte September, in der montanen Stufe gleichzeitig mit Sonnenröschen- (Pyrgus alveus) und Spätsommer-Puzzlefalter (Pyrgus cirsii); kleine Gruppen über grosse Flächen verteilt (Bd.II,S.316)
Falter und Flügel: "Armorica" ist der alte Name der Gegend zw. Bretagne u. Normandie, aus der die Art zuerst beschrieben wurde; Oberseite braun bis dunkelbraun, gegen innen gold-braun; breit weiss-dunkelbraun gefranst; weisse Sprenkeln über den ganzen Vorderflügel mit Konzentration am vorderen Teil; Hinterflügel-Oberseite meist dunkelbraun mit gold-braunen Sprenkeln; Unterseiten rot bis braun, ausgedehnte weisse Zeichnung (Bd.II,S.317)
zweibrütig (Bd.II,S.316)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); an Blattunterseiten von Fingerkraut-Arten (Potentilla-Arten); Ei: Halbkugelförmig, gelb-grün, gerippt (Bd.II,S.316)
Raupe: mittelbraune Grundfarbe; hellbraun gesprenkelt und dünne, hellgelbe Längs- und Querlinien rasterartig, dunkelbraune Rückenlinie, dunkelbrauner Kopf; Körper kurz behaart; frisst an Fingerkraut-Arten:  Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans), Blutwurz (Potentilla erecta), Potentilla tabernaemontani (Bd.II,S.317)
Überwinterung: als Jungraupe in kokonähnlichem Gespinst zw. dürren Blättern (Bd.II,S.316)
Frühling: Raupe ausgewachsen: lebt in einem "Zelt" aus zusammengesponnenen Blättern in der Moosschicht (Bd.II,S.316)
Verpuppung: dunkle Fleckenzeichnung, lange Borsten; intensiv mit Wachs bestäubt; in einem lockeren Kokon in der Moosschicht (Bd.II,S.316)
Dickkopffalter:
Puzzlefalter:
Schwarzbrauner Würfeldickkopf
(Pyrgus serratulae)
Schmetterlinge: Schwarzbrauner
                                Würfeldickkopf (pyrgus serratulae)
Schmetterlinge: Schwarzbrauner Würfeldickkopf (pyrgus serratulae)


Vorkommen: Gebirgsart, kommt auch im kälteren Kleinklima der mittleren Höhen vor;  in der Umgegend der montanen Sterndolde (Astrantia major); Mitteleuropa, z.B. Eifel, südl. Ardennen, Gebirge in Spanien, Gebirge Italiens, Gebirge der Balkanhalbinsel, östlich bis Asien; nicht atlantisches W-Europa; Flug ist abhängig von der Höhenlage, Frankenalb ab Ende Mai, Hohe Röhn Juni und Juli, Südalpen im S-Tirol noch im August; ruht am Abend am Blauen Eisenhut zs. mit Boloria-Faltern (Bd.II,S.314)
Falter und Flügel: Oberseite braun, stark weiss gefranst, braun unterteilt; Vorderflügel-Oberseite mit kleinen weissen Flecken, konzentriert im vorderen Teil; Hinterflügel ohne weisse Flecken (Bd.II,S.315)
einbrütig (Bd.II,S.314)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); an Blattunterseiten von Fingerkraut; Ei: Pyrgus-Typ (Bd.II,S.314)
Raupen: zuerst grün; lebt zw. zusammengezogenen Blättern; (Bd.II,S.314);
Überwinterung als halb erwachsene Raupe in einem "Winterkokon" (Bd.II,S.314)
Frühling: Raupe ausgewachsen purpurrot bis schwarz-braun, lebt in einem "Zelt" in der Moosschicht; befressen in den Alpen wahrscheinlich Goldfingerkraut (Potentilla aurea); befrisst im halbschattigen Saum an Hecken Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans) (Bd.II,S.314);
Verpuppung: lockerer Kokon in der Moosschicht (Bd.II,S.312,314)
Dickkopffalter:
Puzzlefalter:
"Sonnenröschen- Puzzlefalter"
(Pyrgus alveus)
Schmetterlinge:
                                Sonnenröschen-Puzzlefalter (pyrgus
                                alveus)
Schmetterlinge: Sonnenröschen-Puzzlefalter (pyrgus alveus)
Schmetterlinge:
                                Sonnenröschen-Puzzlefalter (pyrgus
                                alveus), Unterseite
Schmetterlinge: Sonnenröschen-Puzzlefalter (pyrgus alveus), Unterseite

Vorkommen: Europa ausser östliches Mittelmeergebiet, nicht in der NW-dt. Tiefebene, nicht in GB, nicht in N-Skand.; a. in N-Afrika, östlich bis Sibirien; Männchen mit ausgeprägtem Territorialverhalten;  im Hügelland im Frankenjura, in den Vogesen, im Kaiserstuhl; besiedelt Magerrasen in colliner und montaner Stufe, im Trespen-Volltrockenrasen (Xerobromion) bis hin in bodensaure Borstgrasrasen (Violion caninae) Flug: im Juli (Bd.II,S.318)
Falter und Flügel: gold-braune Oberseiten, schwarz-weiss gefranst; Vorderflügel-Oberseite mit weissen sprenkeln fast gleichmässig verteilt; Flügel-Unterseiten ziemlich hell, grünlich-bräunlich gescheckt (Bd.II,S.318)
Balz/Hochzeitsflug: an Bergkuppen, "Hilltopping" (Bd.II,S.318)
einbrütig (Bd.II,S.318)
Ei: K-Stratege (Bd.II,S.324); grün, halbkugelförmig, Längsrippen (Pyrgus-Typ) (Bd.II,S.318)
Raupen: lebt zwischen zusammengesponnenen Blättern (Bd.II,S.318)
Überwinterung als Jungraupe (Bd.II,S.318)
Frühling: ausgewachsen schwarz, aber dicht grünlich besprenkelt, schwarze Längsstreifen, rötlich-gelbe Querstreifen, schwarzer Kopf (Bd.II,S.317); befressen Sonnenröschen-Arten (Helianthemum), lebt erwachsen in einem "Zelt" an der Erde (Bd.II,S.318)
Puppe: dunkel, behaart, intensive, bläulich-weisse, wachsartige Bestäubung; in einem lockeren Kokon in der Moosschicht (Bd.II,S.318)
Dickkopffalter:
Puzzlefalter:
"Spätsommer-Puzzlefalter"
(Pyrgus cirsii)
Schmetterlinge:
                                Spätsommer-Puzzlefalter (pyrgus cirsii)
Schmetterlinge: Spätsommer-Puzzlefalter (pyrgus cirsii)


Vorkommen: SW-Europa, nördlich der Alpen selten, nur lokal; im N bis zur Linie Paris-Franken (Pottenstein); Frankenjura, in Sommertrockengebieten in Mainfranken; am Mittelrhein und an der Nahe seit 1950 ausgerottet; Männchen mit Territorialverhalten; besiedelt heisse Trockenstellen, z.B. Steppenrasen (Festucetalia) (Bd.II,S.320)
Falter und Flügel: mittelgross; Oberseiten braun bis dunkelbraun, z.T. dicht weiss gesprenkelt; breit weiss-dunkelbraun gefranst; Vorderflügel: weisse Sprenkel in Stufenkette und gegen innen zwei grössere und ein kleiner Sprenkel; Unterseiten rötlich-braun (Bd.II,S.320)
einbrütig (Bd.II,S.320)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); an Kriechendem Fingerkraut (Potentilla reptans); Ei: halbkugelförmig, zuerst gelb-grün
Überwinterung als Ei, an dürren blättern, das Ei verfärbt sich rötlich-braun bis grau (Bd.II,S.320)
Raupe: schlüpft ab 25°C; grün-grau; über 4 Monate Entwicklung v. März bis August; befrisst kontinuierlich wachsende Frasspflanzen, z.B. Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans), ist auf Schuttstellen (Ruderalstellen) und lokale frische Stellen angewiesen, wo die Frasspflanze immer wachsen kann (Viehbeweidung); lebt zw. zusammengesponnen Blättern der Frasspflanze; ausgewachsen mittelgrün, gelb gesprenkelt, hellgelbe Querstreifen, hellgelb behaart, schwarzer Kopf; (Bd.II,S.320)
Verpuppung: hell, reichlich mit Wachs überstäubt, zw. frisch ausgetriebenen, zusammengesponnenen Blättern (Bd.II,S.320)
Dickkopffalter:
Puzzlefalter:
"Steppenheiden- Puzzlefalter"
(Pyrgus carthami / Pyrgus fritillarius)
Schmetterlinge:
                                Steppenheiden-Puzzlefalter (pyrgus
                                carthami), männlich
Schmetterlinge: Steppenheiden-Puzzlefalter (pyrgus carthami), männlich
Schmetterlinge:
                                Steppenheiden-Puzzlefalter (pyrgus
                                carthami), weiblich
Schmetterlinge: Steppenheiden-Puzzlefalter (pyrgus carthami), weiblich
Schmetterlinge:
                                Steppenheiden-Puzzlefalter (pyrgus
                                carthami), Unterseite
Schmetterlinge: Steppenheiden-Puzzlefalter (pyrgus carthami), Unterseite

Vorkommen: echte Steppenart, in Mittel- und S-Europa um Steppenflora, in Steppen (Festucetalia) und im Trespen-Volltrockenrasen (Xerobromion), am Kaiserstuhl, bei Bad Münster, an der Nahe, Münnerstadt bei Schweinfurt, östlich bis Zentralasien; Flug im Juni zur Blüte von blauem Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) (Bd.II,S.319)
Falter und Flügel: grösste Pyrgus-Art mit Vorderflügellänge bis 17 mm (Bd.II,S.319); Vorderflügel innen weiss-braun marmoriert, aussen dunkelbraun, weiss-schwarz gefranst; Sprenkel in kurviger Reihe angeordnet und Bildung eines Sprenkelkreises, darin kurze, gewellte, graue Binde; Hinterflügel-Oberseite gegen innen schwarz, gegen aussen braun mit weiss-schwarz bis grau marmorierten Sprenkeln in einer Reihe (Bd.II,S.321)
einbrütig (Bd.II,S.319)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); an Blattunterseiten von Fingerkräutern (Potentilla); Ei: Pyrgus-Typ (Bd.II,S.319)
Raupe: lebt an winzigen, sehr trockenheitsbeständigen Fingerkräutern, z.B. Sandfingerkraut (Potentilla arenaria), Potentilla heptaphyalla; lebt zuerst im Sommer ganz versteckt im Inneren der Fingerkraut-"Polster", um die Sommerhitze zu überleben (Bd.II,S.319)
Überwinterung: als halb erwachsene Raupe in dürrem, zusammengerollten Blatt (Bd.II,S.319)
Frühling: ausgewachsene Raupe: braun, hellgrün gesprenkelt, hellgrüne Querlinien, hell behaart, schwarzer Kopf (Bd.II,S.321)
Verpuppung: gelb-braune, behaarte Puppe, sehr starke Wachsbestäubung (Bd.II,S.319)
Dickkopffalter:
Puzzlefalter:
"Wiesenknopf-Puzzlefalter"
(Spialia sertorius)
Schmetterlinge:
                                Wiesenknopf-Puzzlefalter (spialia
                                sertorius)
Schmetterlinge: Wiesenknopf-Puzzlefalter (spialia sertorius)


Vorkommen: Mittel- u. S-Europa, östlich bis ins Amurgebiet [Grenzfluss zw. Russland u. China]; besiedelt Trespen-Volltrockenrasen (Xerobromion), beweidete Trespen-Halbtrockenrasen (Mesobromion), Blaugrashalden (Mesobrometum seslerietosum); die Frasspflanze muss im besonders warmen Kleinklima wachsen, meist über nackter Erde, z.B. an Böschungen, in Geröllhalden; Flug Ende Mai bis Mitte Juli, 2. Generation August bis September; schwarmweises Auftreten, recht schnell huschender Flug (Bd.II,S.322)
Falter und Flügel: kleinste Puzzlefalter-Art, Vorderflügel 11-13 mm lang; Oberseite innen schwarz, aussen braune Grundfarbe, schwarzer, teils breiter Aussenrand; weiss-schwarz gefranst; weisse Sprenkel am Oberflügel: Reihe kleiner Sprenkel gegen aussen auf braunem Grund, gegen innen wild verteilte weisse Sprenkel auf schwarzem Grund; Hinterflügel-Unterseite zimtrot (Bd.II, S.322)
einbrütig, manchmal zweibrütig mit 2.Generation im August bis September (Bd.II,S.322)
Eiablage: K-Stratege (Bd.II,S.324); in die noch nicht ganz erblühten "Knöpfe" des Kleinen Wiesenknopfs (Sanguisorba minor); Ei: halbkugelförmig, Farbe wie die "Knöpfe" (Bd.II,S.322)
Raupe: Jungraupe frisst die unreifen Samen, frisst Tunnels in die Knospen; ausgewachsene Raupe frisst die Blätter des Kleinen Wiesenknopfs; ausgewachsen ist die Raupe schwarz, gelb gepunktet, zwei breite, segmentierte Seitenstreifen, roter Nacken, lang u. silbrig behaart, schwarzer Kopf; wenn die Frasspflanze im Volltrockenrasen (Xerobromion) nach der Sommertrockenheit ein zweites Mal blüht, ist eine 2.Generation Falter möglich (Bd.II,S.322)
Überwinterung als erwachsene Puppe unter Blättern im Kokon (Bd.II,S.322)
Verpuppung: in losem Gespinst, in Moosschicht; Bauchseite hell, Rücken dunkel, bläulich bereift (Bd.II,S.322)
Distelfalter
(Vanessa cardui)
Schmetterlinge: Distelfalter
                                orange
Schmetterlinge: Distelfalter orange
Schmetterlinge:
                                Distelfalter orangerot
Schmetterlinge: Distelfalter orangerot
Schmetterlinge:
                                Distelfalter Unterseite
Schmetterlinge: Distelfalter Unterseite

Vorkommen: auf der ganzen Erde ausser in S-"Amerika"; Flug in Europa v.a. im Spätsommer (Bd.II, S.152); Wanderfalter aus S- nach Mittel- bis N-Europa, zieht 1-2 Generationen hoch (Bd.II,S.156)
Falter und Flügel: orange-gelbe Oberseite, Vorderflügelspitze schwarz mit weissen Flecken; am Hinterflügelrand schwarze, runde Flecken; Unterseite weiss-braun marmoriert, kleine Augenkette am Rand, z.B. schwarz eingefasste Augen (Bd.II,S.156)
Überwinterung: wandert nach Südeuropa zurück, in Mitteleuropa ist der Winter tödlich (Bd.II,S156)
Eiablage: r-Stratege mit hoher Anzahl Eier, Wanderfalter (Bd.I,S.43); Eiablage einzeln an Blattspitzen auf Blattoberseite; belegt werden Disteln, v.a. Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense), Gewöhnliche Kratzdistel (C.vulgare) u. Stachel-Distel (C.acanthoides), an "gestörten Stellen" Pionierpflanzen; in S-Tirol Eiablage auch an Feld-Beifuss (Artemisia campestris), gemäss Bink in Portugal an Malven, gemäss Hasselbach in Spanien an Malven, gemäss Riesch auch an Wegwarte (Bd.II,S.156); Ei: kegelförmig, gräulich, längsgerippt (Bd.II,S.156)
Raupen in mehrjährigen Unkrautfluren (Bd.I,S.95) an Disteln, z.B. an Baggerseen, wobei die wilde Flora am Baggersee oft nur vorübergehend existiert (Bd.I,S.38); die Jungraupen sind zuerst in der zusammengesponnenen Blattspitze; die erwachsenen Raupen sind im zusammengesponnen Blatt, an Stachel-Disteln in spinnwebartigen Gespinsten zw. Stiel und Blattansatz; Raupen sind ockergelb bis bräunlich-grün ("polymorph") (Bd.II,S.156)
Verpuppung: graue Stürzpuppe, Metallflecken (Bd.II,S.156)
Nektar/Kohlehydratsaft: z.B. Flieder, Klee-Arten und Luzerne (Bd.II, S.156)



E zum Seitenanfang - 1. Einleitung - 2. Ungeklärte Worte - 3. Begriffe - 4. Einteilung der Schmetterlinge -
5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Eisvögel (Limenitis)

Eisvogel, Blauschwarzer (Limenitis reducta)
Eisvogel, Grosser (Limenitis populi)
Eisvogel, Kleiner (Limenitis camilla)

Erdbeerbaumfalter (Charaxes jasius)

Eisvögel generell
(Limenitis)
Vorkommen: in Europa 3 Arten, in N-"Amerika" 5 Arten, ca. 50 Arten insgesamt auf der gemässigten N-Halbkugel (Bd.II,S.121)
Ei: kugelrund, bestachelt (Bd.II,S.121)
Raupen: fressen mit Kotrippe
Überwinterung als Raupe  im speziellen Gespinst (Hibernaculum) (Bd.II, S.121)
Frühling: Raupen schwärzlich-braun mit hellem Sattel wie Vogelkot; erwachsene Raupe "kryptisch", passt Farbe dem Laub im Licht und Schatten an (Bd.II,S.121)
Verpuppung: Stürzpuppen mit transparenter Kugel in der Mitte (Bd.II,S.121)
Eisvogel:  Blauschwarzer Eisvogel
(Limenitis reducta)
Schmetterlinge: Blauschwarzer
                                Eisvogel
Schmetterlinge: Blauschwarzer Eisvogel
Schmetterlinge: Blauschwarzer
                                Eisvogel, Unterseite
Schmetterlinge: Blauschwarzer Eisvogel, Unterseite

Vorkommen: S- und SO-Europa, z.B. in S-Frankreich, in Tälern des Südalpenrandes, südöstlich ab Niederösterreich; in Dtld. nur lokal: Mittelrhein-Nahe-Gebiet, Kaiserstuhl, Filstal; östlich bis Japan (Bd.II,S.132); Aufenthaltsort an schattigen Waldwegen nahe am Boden (Bd.II,S.132)
Falter und Flügel: Oberseite schwarz mit Blauschiller, Hinterflügel mit breiter, weisser Binde, Vorderflügel mit grossen, weissen Flecken; Unterseiten rot-braune Binden und weisse Binden im Wechsel, die rot-braunen Binden mit schwarzer Punktereihe (Bd.II,S.132)
in Mitteleuropa einbrütig, südlich der Alpen zweibrütig (Bd.II,S.132)
Ei: kugelig, bestachelt (Bd.II,S.132)
Raupen: an Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium), in Rheinhessen an Roter Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) (Bd.II,S.132); typisches Frassbild mit Kotrippenbau (Bd.II,S.132)
Überwinterung als Raupe im Hibernaculum (Bd.II,S.132)
Frühling: erwachsene Raupe ähnlich der des Kleinen Eisvogel, mehr bräunlich (Bd.II,S.132), viele braune stachelige Auswüchse (Bd.II,S.133)
Verpuppung: Stürzpuppe mit Kopfhörnern, einförmig grau (Bd.II,S.132)
Eisvogel:
Grosser Eisvogel
(Limenitis populi)
Schmetterlinge: Grosser
                                Eisvogel
Schmetterlinge: Grosser Eisvogel
Schmetterlinge: Grosser
                                Eisvogel, Unterseite
Schmetterlinge: Grosser Eisvogel, Unterseite

Vorkommen: Mitteleur. und Osteuropa mit Weissrussland und N-Ukraine, ohne Atlantik- u. Mittelmeerküsten, im Ostseeraum, dort auch an den Küsten (Bd.I,S.54); östlich bis Japan (Bd.II,S.122); im Eichen-Hainbuchenwald (Carpinion) der planaren und collinen Stufe an Waldmänteln und Waldwegen (Bd.I,S.82); in tiefeingeschnittenen Waldtälern der Frankenalb; Besiedelung v.a. der Wipfeldächer der Bäume; Schlüpfen zur Zeit der Heckenrosenblüte (Bd.II,S.122); Besiedelung von Espenbüschen, recht luftfeuchte Orte ohne Abendsonne, im Unterwuchs als Anzeiger fast immer Waldzwenke (Brachypodium sylvaticum), Waldwicke (Vicia sylvatica) und Waldlabkraut (Galium sylvaticum), oder im der Umgebung von Quellhorizonten (Bd.II,S.127); Gefährdung der Art durch Fällen geeigneter Ablagebüsche an Waldwegen als "unnützes Weichholz" (Bd.II,S.126)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Männchen-Flügeloberseite dunkelbraun, weisse Flecken, z.T. weisse Binde auf Hinterflügeln; am Aussenrand orange-rote Binde, am Vorderflügel nur z.T., dann zwei dunkelblaue Binden; Weibchen-Flügeloberseite mit grossen weissen Flecken und Hinterflügel mit grosser weisser Binde, sonst wie Männchen; Flügelunterseiten orange-braun, weisse u. gräuliche Flecken, sehr deutlich konturiert (Bd.II,S.122)
einbrütig, nur 1 Generation Nachkommen jährlich (monovoltin/univoltin) (Bd.I,S.10)
Balz, Hochzeitsflug: weite Populationsvorkommen, traditionelle Balzplätze an besonders hohen Bäumen ("Treetopping"), meist alte Eichen, auch "Hilltopping", Balzzeit parallel zur Blüte der Heckenrose (Bd.I,S.16; Bd.II,S.126)
Eiablage am 5.Lebenstag des Weibchens (Bd.I,S.17) an exponierten Espenzweigen von Espenbüschen (Populus tremula) (Bd.I,S.18) an Zweigen ohne Abendsonne (Bd.I,S.67); 3-4 Eier pro Busch, einzeln, meist an Blattspitzen, 1 Ei pro Blatt; das Ei hat Stacheln (Bd.I,S.18); r-Stratege: über 200 Eier pro Weibchen (Bd.I,S.30); Ei: kugelrund, bestachelt (Bd.II,S.121), frisch gelegt gräulich, später grünlich (Bd.II,S.127)
Raupe: Die Raupe frisst das Blatt, auf dem das Ei gelegt wurde (S.18), frisst Espe (Populus tremula) in Waldrändern zwischen Sonnenmantel und Schattmantel, zumeist angrenzend an "mesophytische" Waldwickensaumgesellschaften (Bd.I,S.54); Tarnung: 1. und 2. Raupenkleid: sieht aus wie dürres Pflanzenmaterial, 3. Raupenkleid sieht aus wie Vogelkot (Z-förmig und weisser Sattel), 4.Raupenkleid sieht aus wie ein dürres Knospenblatt, das 5.Raupenkleid ist kryptisch dem Wechsel von Licht und Schatten angepasst, ist im Espenlaub kaum wahrnehmbar (Bd.I,S.25)
Frassmuster "Fahnenfrass" und Kotrippe: Abschnittweise wird das Blatt eingeschnitten, so dass das Blatt sich zusammenknäult (Bd.I,S.18), so ist die Frassstelle des Eisvogel erkennbar (Bd.I,S.20)
überwintert als Raupe in totaler Winterstarre (Bd.I,S.60); überwintert am Espenstrauch als Puppe im zusammengezogenen Restblatt (Bd.I,S.20), im Gespinst, im Wintergespinst (Hibernaculum) (Bd.II,S.121); Beginn des Baus des Überwinterungsgespinstes ab Mitte August (Bd.II,S.127)
Frühling: Raupe im Frühling schwärzlich-braun mit hellem Sattel ähnlich Vogelkot (Bd.II,S.121); Raupe frisst Knospen, immer am selben Zweig auf 30-40cm (Bd.I,S.20); erwachsene Raupen sind "kryptisch", farblich dem Laub in Licht und Schatten angepasst (Bd.II,S.121) in grün-braun-grau; Ende Mai/Anfang Juni sind die Raupen erwachsen (Bd.II,S.127)
Verpuppung: Stürzpuppe mit transparenter Kugel in der Körpermitte (Bd.II,S.121); im Mai an einem Blatt mit Spinnfäden (Bd.I,S.25), die Puppe sieht au wie eine transparente "Weihnachtsbaumkugel", die Vögel vermuten darin nichts Fressbares (Bd.I,S.25)
Schlüpfen: Männchen schlüpfen 5 Tage vor den Weibchen, Weibchen werden am 2.Tag nach dem Schlüpfen begattet (Bd.I,S.17)
Nektar/Kohlehydratsaft: Männchen saugen an nasser Erde, Aas (Bd.I,S.62) und Kot, saugen nicht an Blüten; Gefährdung der Art durch Asphaltierung von Waldwegen z.B. im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels; die Weibchen saugen an Obst, wilden Beeren wie Himbeere, Brombeere, Kirschen etc., nur gelegentlich Blütenbesuch bei Disteln und Wasserdost (Bd.I,S.64); Weibchen saugen an Blattlausausscheidungen auf dem Laubdach ("Honigtau") (Bd.II, S.126-127), an den Säften "blutender" Bäume, an Früchten (Bd.II,S.127);  Fotos des Grossen Eisvogel an anderen Blüten sind falsch (Bd.I,S.64);
Eisvogel:
Kleiner Eisvogel
(Limenitis camilla)
Schmetterlinge: Kleiner
                                Eisvogel
Schmetterlinge: Kleiner Eisvogel
Schmetterlinge: Kleiner
                                Eisvogel, Unterseite
Schmetterlinge: Kleiner Eisvogel, Unterseite

Vorkommen Europa ohne Mittelmeergebiet, ohne Sp./Port., im Norden bis DK, S-England (Bd.II,S.128); in Westeuropa als Feldschmetterling (Bd.I,S.53), in N-Bayern als "Waldschmetterling" (Bd.I,S.52) [als "Klima-Kompensation"]; östlich bis Japan (Bd.II,S.128); Flug Ende Juni bis Mitte Juli, meist in Gruppen, dicht über schattigen Waldwegen; Lebensraum ist nur wenig über der Erde, im Gegensatz zum Grossen Eisvogel, der oft in die Baumwipfel geht (Bd.II,S.128)
Falter und Flügel: Oberseite schwarz, Hinterflügel mit breiter, weisser Binde, Vorderflügel mit weissen Flecken; Unterseite bräunlich, mit breiter, weisser Binde und schwarzen Punkte-Doppelreihen (Bd.II,S.128)
einbrütig (Bd.II,S.128)
Eiablage: in Erdnähe allg. an Sträuchern an luftfeuchten und beschatteten Standorten in Waldmulden im Unterholz oder an schattigen Gräben, z.B. in Bayern an Roter Heckenkirsche (Lonicera sylosteum), in Mecklenburg am Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum); nur an klein gewachsenen Sträuchern! (Bd.II,S.130) Ei: kugelrund, bestachelt, auf Ober- und Unterseiten der Blätter, oft in Gruppen (Bd.II,S.130)
Überwinterung als Raupe im Wintergespinst: Überwinterung an der zusammengesponnenen Blattbasis am Blattstiel (Bd.II,S.130)
Frühling: Raupe in Grün wie das frische Laub, helle Seitenstreifen zur Aufhebung des Körperschattens, auf dem Rücken mehrere bestachelte Auswüchse (Bd.II,S.130)
Verpuppung: Stürzpuppe mit "Hörnern", Grundfarbe wie Jade, Kopfhörner dunkelbraun (Bd.II,S.130)
Nektar/Kohlehydratsaft: saugen an Kot, Aas, feuchter Erde, an Blüten wie Waldrebe (Clematis vitalba), Wasserdost (Eupatorium cannabinum), Giersch (Aegopodium), Wald-Engelwurz (Angelica); in N-Dtld. fast nur an Brombeerblüten, in Rheinhessen gemäss Hasselbach auch z.B. an Mädesüss (Filipendula) und an blühenden Linden (Bd.II,S.128)
Erdbeerbaumfalter
(Charaxes jasius)
Schmetterlinge:
                                Erdbeerbaumfalter
Schmetterlinge: Erdbeerbaumfalter
Schmetterlinge:
                                Erdbeerbaumfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Erdbeerbaumfalter, Unterseite

Vorkommen: mediterraner Tagfalter (Bd.I,S.43) an den Mittelmeerküsten von Spanien, Frankreich, West-Italien, auf Korsika, Sizilien, an den Küsten von Kroatien und West-Griechenland und Region Izmir (Bd.I,S.45)
Raupen am Erdbeerbaum (Arbutus) (Bd.I,S.43)



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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Feuerfalter generell (Lycaeninae)

Feuerfalter, Blauschillernder (Lycaena helle)
Feuerfalter: Dukatenfalter (Heodes virgaureae)
Feuerfalter: Dukatenfalter, Kleiner
Feuerfalter, Grosser: atlantische Art (Lycaena dispar  batava, auch einfach Batava)
Feuerfalter, Grosser: Balkan-Art
Feuerfalter, Grosser: Englischer
Feuerfalter, Grosser Holländisch-friesischer
Feuerfalter, Kleiner (Lycaena phlaeas)
Feuerfalter: Lilagoldfalter (Palaeochryophanes hippothoe)
Feuerfalter: Schwefelvögelchen (Heodes tityrus)
Feuerfalter: Violettsilberfalter (Heodes alciphron)

Fuchs, Grosser (Nymphalis antiopa/polychloros)
Fuchs, Grosser (westeuropäischer)
Fuchs, Grosser (osteuropäischer) (Nymphalis xanthomelas)
Fuchs, Kleiner (Aglais urticae): siehe: Nesselfalter: Fuchs, Kleiner

Feuerfalter generell
(Lycaeninae)
Verbreitung: in Hochheiden in niederschlagsreichen Mittelgebirgen, z.B. Calluna-Ginsterheiden (Bd.I,S.87); Feuerfalter sind gemäss Weidemann "rote Bläulinge" (Bd.I,S.188); meist in Gebieten mit Ampfer-Arten (Bd.I,S.252); da die Landwirtschaft der 1960er Jahre Sauerampfer mit "verholzenden Stengeln" als Wiesenunkraut betrachtete und Massnahmen zur Ausrottung propagierte, wurden auch die Feuerfalter an vielen Orten ausgerottet (Bd.I,S.254)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Flügeloberseiten rot-gold, manchmal metallisch, die Färbung der Weibchen bescheidener als die der Männchen; Flügelunterseiten sind i.d.R. Fleckenmuster wie bei Bläulingen (Bd.I,S.188); klein und unscheinbar, erst beim Sonnen mit ausgebreiteten Flügeln sichtbar mit rot-goldenen bis lila Farbtönen (Bd.I,S.252)
Eiablage: alle Feuerfaltereier sind weisslich (Bd.I,S.274)
Raupen ziehen bei Störung Kopf und Beine ein und machen einen Buckel; meist nachtaktiv (Bd.I,S.188); einige Feuerfalterraupen leben in Gemeinschaft mit Ameisen (myrmikophil) (Bd.I,S.252); Frass an Ampferarten ausser die Raupen des Blauschillernden Feuerfalters, der an Knöterichgewächsen frisst (Polygonaceae) (Bd.I,S.188,252); dabei Unterscheidung zwischen sauren, oxalat-haltigen  Ampferarten (Rumex acetosa, Rumex acetosella) mit den meisten Feuerfalterraupen, und nichtsauren, höherwüchsigen und breitblättrigeren Ampferarten (Wasserampfer / Rumex aquaticus, Krause Ampfer / R.crispus, Riesenampfer) mit Raupen des Grossen Feuerfalters (Lycaena dispar) (Bd.I,S.252)
überwintert als junge Raupe einzeln (Bd.I,S.10) ausser der Dukatenfalter als Ei und der Blauschillernde Feuerfalter (Lycaena helle) als Puppe (Bd.I,S.252)
Verpuppung: Gürtelpuppe (Bd.I,S.254): tönnchenförmige Gestalt, glatt oder wenig behaart; grau, grünlich oder bräunlich, horizontal oder kopfüber hängend angesponnen; Zirpgeräusche ähnlich wie Ameisenbrut (Bd.I,S.189)
Feuerfalter: Blauschillernder Feuerfalter
(Lycaena helle)
Schmetterlinge:
                                Blauschillernder Feuerfalter weiblich
Schmetterlinge: Blauschillernder Feuerfalter weiblich
Schmetterlinge:
                                Blauschillernder Feuerfalter männlich
Schmetterlinge: Blauschillernder Feuerfalter männlich
Schmetterlinge: Blauschillernder
                                Feuerfalter Unterseite
Schmetterlinge: Blauschillernder Feuerfalter Unterseite

Verbreitung: boreale Art; in der borealen Zone in Mittelskandinavien, Baltenstaaten, N-Polen (Bd.I,S.48) durch Russland und Sibirien bis zum Fluss Amur (Grenzfluss zwischen Russland und China) (Bd.I,S.260); in den deutschen Mittelgebirgen an kalten Quellflurstandorten (Bd.I,S.48), verinselt im Westerwald, im Hohen Venn, im märkischen Havelland auf sumpfigen Wiesen (Bd.I,S.260), in den Alpen seltener (S.48); in permanent kalten Quellfluren in Nordlagen, in den Mittelgebirgen Mitteleuropas auf hochmontaner Stufe (Bd.I,S.260); schwarmweises Auftreten; Flug ab ca. 20.Mai bis Mitte Juni, in Höhenlagen bis Mitte Juli (Bd.I,S.260)
Falter und Flügel: sehr kleiner Falter mit 12 bis 14 mm langen Vorderflügeln; Sexualdimorphismus; Männchen-Oberseite tief-orange mit schwarzen Punkten, teilweise blau-violett schillernd; Aussenrand der Unterflügel mit oranger Binde und schwarzen Halbaugen; weisse Fransen; Weibchen-Oberseite orange-rot, schwarze Tupfen, dunkler Flügelrand; Hinterflügel braun, orange Randbinde, blaue Metallflecken-Reihe; Vorderflügelunterseite orange-gelb, schwarze Tupfen, orange-rote Aussenbinde; Hinterflügelunterseite grau-gelb, schwarze Tupfen, orange-rote Binde (Bd.I,S.260)
einbrütig: in N- u. W-Europa; zweibrütig in O-Eur. ab Region Berlin (Bd.I,S.260)
Eiablage: Ablage auf Blattunterseiten; Ei: kleines, gräulich-weisses Ei (Bd.I,S.260)
Raupen in Quellgebieten / Quellfluren Schlangenknöterich (Polygonum bistorta) (Bd.I,S.93), in Mitteleuropa an Wiesen-Knöterich (Polygonum bistorta), in Skandinavien an Knöllchen-Knöterich (Polygonum vivipara) (Bd.I,S.252); die Raupen sind in allen Stadien farblich getarnt; fensterähnliches Frassbild am Anfang, dann grüne Raupe, die ganze Blätter frisst (Bd.I,S.260)
Verpuppung: kleine, porzellanfarbige, weisse Gürtelpuppe mit schwarzen Flecken, die unter Laub am Boden angesponnen ist (Bd.I,S.260)
Überwinterung: als Puppe (Bd.I,S.260)
Feuerfalter:
Dukatenfalter
(Heodes virgaureae)
Schmetterlinge: Dukatenfalter
                                männlich
Schmetterlinge: Dukatenfalter männlich
Schmetterlinge: Dukatenfalter
                                weiblich
Schmetterlinge: Dukatenfalter weiblich

Verbreitung: Mitteleuropa, nicht in den Küstengebieten Westeuropas, nicht in GB, nicht in NW-Skandinavien; östlich bis in die Mongolei (Bd.I,S.262); in Waldlichtungen u. auf Waldwiesen in montan getönten Gebieten; in den Alpen auf Bergmatten der subalpinen Stufe; im Tiefland und Hügelland und in Mittelgebirgen im kalten Kleinklima der nordexponierten, kühlen Hanglagen, z.B. in N-Bayern, auf feuchten Wiesen und Bärwurzmatten; Flug in N-Bayern im Juli, die Männchen einige Tage vor den Weibchen; Flug in den Alpen im August (Bd.I,S.262)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus: Männchen-Oberseite leuchtend gold-rot ohne Flecken, schwarze Flügelränder; Weibchen-Oberseite: orange, kein Goldglanz, 2 schwarze Fleckenreihen; Hinterflügel schwarze Fleckenreihen (Bd.I,S.262); Flügel-Unterseiten: Vorderflügel orange-gelb, einige schwarze Flecken, Hinterflügel gelb-grau mit kleinen, schwarzen Punkten und weissen Flecken (Bd.I,S.262)
einbrütig (Bd.I,S.262)
Eiablage: abgelegt v.a. an dürrer Materie, die im Winter nicht fault; Ei: weissliches Lycaenidenei, grösstes Feuerfalter-Ei (Bd.I,S.262)
Überwinterung als Ei (Bd.I,S.262)
Raupen asselartig, grün wie das Blatt der Frasspflanze Sauerampfer (Rumex acetosa); nachtaktiv, tagsüber verborgen (Bd.I,S.262)
Puppe: schmutzig-braune, unscheinbare Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.262)
Nektar/Kohlehydratsaft: saugen an Doldenblütlern (Umbelliferen), Giersch und Grosse Bibernelle, an Kamille, Wasserdost, Baldrian, Kratzdisteln auf Waldlichtungen; in Mähwiesen gern auf Quendelpolstern auf Maulwurfshügeln (Bd.I,S.262)
Feuerfalter:
Kleiner Dukatenfalter
Vorkommen: auf Silbergrasflur auf Sand-Trockenrasen (Koelerion-Phleion phleioides) aus ehem. sauren Sanddünen / Meeresstrand (Bd.I,S.86)
Raupen auf bodensaurem Magerrasen an Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella) (Bd.I,S.86)
Feuerfalter:
Grosser Feuerfalter (Lycaena dispar)

Schmetterlinge: Grosser
                                Feuerfalter männlich
Schmetterlinge: Grosser Feuerfalter männlich
Schmetterlinge: Grosser
                                Feuerfalter weiblich
Schmetterlinge: Grosser Feuerfalter weiblich
Schmetterlinge: Grosser
                                Feuerfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Grosser Feuerfalter, Unterseite

Grosser Feuerfalter: atlantische Art
(Lycaena dispar  batava, auch einfach Batava)




Verbreitung: W-Europa bis Baltikum bis SO-Europa weiter durch ganz Asien bis zum Fluss Amur (Grenzfluss zwischen Russland und China) (Bd.I,S.256); an nassen Standorten (Bd.I,S.76), lebt v.a. in poikilotrophen Sumpfwald-Habitaten wie Kleinseggenrieder zwischen Hochmooren und Schilfsaum an Seeufern (Bd.I,S.83); in "sumpfigen Wiesen, v.a. Nasswiesen (Calthion) in Strom- und Flussauen, in "Ersatzgesellschaften" des Silberweiden-Auewaldes (Bd.I,S.258); durch Entwässerung der Standorte wird der Grosse Feuerfalter schrittweise ausgerottet (Bd.I,S.254), in Deutschland fast ganz ausgerottet (Bd.I,S.258); standorttreu; Flug in Holland Ende Juni bis Ende August, Flug in SW-Deutschland 1.Generation Ende Mai bis Juni, 2.Generation Ende August bis September; Flug in N-Deutschland Mitte Juni bis Ende Juli; in der Baranya Flug der 1.Generation Anfang Juni, der 2.Generation um den 20.August (Bd.I,S.256)
Falter und Flügel: der grösste europäische Feuerfalter, in England bis 25 mm Länge der Vorderflügel; Männchen-Oberseite leuchtend gold-rot / tief-orange, schwarze Flügelränder, schillert je nach Lichteinfall auch bläulich; Weibchen grösser als die Männchen; Weibchen-Flügeloberseite im stumpfen Rot, breite dunkle Randbinde, grosse schwarze Flecken; Vorderflügel-Unterseite bei bei den Geschlechtern orange, grauer Rand, schwarze, weiss gerandete Flecken; Hinterflügel-Unterseiten grau, schwarze Punkte, oranger Randstreifen (Bd.I,S.256)
Nektar/Kohlehydratsaft: Männchen saugen an gelben Alantblüten, Weibchen v.a. am Blutweiderich (Bd.I,S.256)
Balz: Männchen versuchen, einander gegenüberstehend, sich vom Blatt zu drängen, Gebrauch der Fühler wie kleine Geweihe (Bd.I,S.256)
einbrütig, K-Stratege (Bd.I,S.76), in den tiefen Ebenen mehrbrütig und eher r-Stratege (Bd.I,S.256)
Eiablage: niedrige Eierzahl (Bd.I,S.76); Ablage v.a. auf Blattoberseiten der Ampfer-Frasspflanzen; in der Baranya sehr hohe Eiablage, sonst K-Stratege; Ei:  gräulich-weisses, reich strukturiertes Ei (Bd.I,S.258)
Raupe asselförmig wie Lycaenidenraupen, grün wie die Blätter der grossen Ampferpflanzen (Bd.I,S.254); die Raupen fressen an nichtsauren, höherwüchsigen und breitblättrigeren Ampferarten wie Wasserampfer (Rumex aquaticus), Krause Ampfer (Rumex crispus), Riesenampfer (Bd.I,S.252) (Rumex hydrolapathum) (Bd.I,S.76), z.B. in rheotroph beeinflussten Zonen (auenähnliche Zonen mit jährlichen Überschwemmungen) von Niedermooren oder in Sümpfen an Gewässern (Bd.I,S.93); Frass zuerst an den grünen Teilen (Parenchym) der Blattunterseite, Frassbild fensterartig (Bd.I,S.258)
Überwinterung in dürren Blättern der Frasspflanze, die Raupe wird im Winter schmutzig-grau wie die Farbe des dürren Blattes (Bd.I,S.259)
Raupe im Frühling frisst Jungtriebe, später gesamte Blattflächen; die erwachsene Raupe ist dann grün wie die frischen Blätter (Bd.I,S.259)
Verpuppung zur Gürtelpuppe (Bd.I,S.254): die grüne Raupe wird gelblich, spinnt sich mit dem Kopf nach unten an und verwandelt sich in eine blass-bräunliche Gürtelpuppe (Bd.I,S.259)
Grosser Feuerfalter: Balkan-Art



Verbreitung: r-Stratege, mehrbrütig, hohe Eierzahl, vagabundiert, ähnliche Verhaltensweise wie der Kleine Feuerfalter (Bd.I,S.76)
Eiablage an verschiedenen Pflanzen: an Riesenampfer am Donauufer, am Krausen Ampfer (Rumex crispus) in trockenen, steppenähnlichen Gebieten, auch um Ortschaften an Klee- und Luzerne (Bd.I,S.258)
Grosser Feuerfalter:  Englischer



Verbreitung: ausgerottet 1848; es soll der grösste Grosse Feuerfalter gewesen sein; 1915 wurde in England in Marschlandgebieten (engl. "fens") der dem englischen Grossen Feuerfalter ähnliche  holländisch-friesische Grosse Feuerfalter angesiedelt. Die Kolonie im Wood Walton Fen besteht heute noch neben vielen privaten "Zuchtstämmen" (Bd.I,S.258)
Grosser Feuerfalter:
Holländisch-friesischer




Verbreitung: in Röhrichten und in Grossseggen-Riedern
Raupen fressen an Riesenampfer (Rumex hydrolapathum) (Bd.I,S.258)
Kleiner Feuerfalter
(Lycaena phlaeas)
Schmetterlinge: Kleiner
                                Feuerfalter
Schmetterlinge: Kleiner Feuerfalter
Schmetterlinge: Kleiner
                                Feuerfalter Unterseite
Schmetterlinge: Kleiner Feuerfalter Unterseite

Verbreitung: N-Afrika, ganz Europa, gemässigtes Asien bis Japan; auch im östlichen N-"Amerika"; in warmen, sonnigen Magerrasen, auch in Fettwiesen an "gestörten Stellen"; in bodensauren Magerrasen; seltener in Kalkgebieten wie Frankenjura, dort an "gestörten Stellen" wie Strassenböschungen, Feuerstellen, wo Kleine Sauerampfer wächst; in Holland zweithäufigster Tagfalter nach dem Kleinen Kohlweissling; praktisch überall anzutreffen; Flug der 1.Generation ab Ende Mai bis Anfang Juni; schwarmartig Anfang bis Ende August, besonders zahlreich im Spätsommer, wenn die Flugzeit der meisten anderen Tagfalter vorbei ist (Bd.I,S.264)
Falter und Flügel: Oberseiten des Vorderflügels orange bis gold-rot, breite dunkle Ränder, schwarze Flecken; Hinterflügel-Oberseite braun, orange Binde am unteren Rand; Unterseite der Vorderflügel orange, grauer Rand, graue Flügelspitze; Unterseite der Hinterflügel grau mit dunklen Flecken (Bd.I,S.264)
mehrbrütig (Bd.I,S.264)
Nektar/Kohlehydratsaft: z.B. an Rossminze, Taubenskabiose, Bergaster (Bd.I,S.264)
Eiablage: r-Stratege (Bd.I,S.264); v.a. am Kleinen Sauerampfer abgelegt (Rumex acetosella), daneben auch am Grossen Sauerampfer (Rumex acetosa); Ei:  weisslich-graues Ei (Bd.I,S.264)
Raupe
grün, gelegentlich auch rot; Sitz verborgen an Blattunterseiten (Bd.I,S.264) an Ampferarten auf bodensaurem Magerrasen, z.B. Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella); auf Hochheiden: in niederschlagsreichen Mittelgebirgen, z.B. Calluna-Ginsterheiden (Bd.I,S.87)  oder an "gestörten Stellen" des Kalktrockenrasens wie z.B. Feuerstellen mit verbrannter Erde, oder frisch angelegten Strassenböschungen mit Anfangsvegetation (Bd.I,S.86)
Überwinterung: als junge Raupe (Bd.I,S.264)
Verpuppung: unscheinbare kleine Lycaenidenpuppe (Bd.I,S.264)
Feuerfalter:
Lilagoldfalter
(Palaeochryophanes hippothoe)
Schmetterlinge:
                                Lilagold-Feuerfalter männlich
Schmetterlinge: Lilagold-Feuerfalter männlich
Schmetterlinge:
                                Lilagold-Feuerfalter weiblich
Schmetterlinge: Lilagold-Feuerfalter weiblich

Vorkommen: Mittel- und N-Europa, im Süden nur in den Gebirgen; nicht in GB, nur selten in W-Europa; östlich bis zum Amur (Grenzfluss zwischen Russland und China) (Bd.I,S.274); montan bis über die Waldgrenze, im Tiefland in kühlen Übergangsmooren (Bd.I, S.49), in feuchten Wiesen, z.B. in der Nordostdeutschen Tiefebene; in N-Bayern Tendenz zu montan getönten Standorten; in tieferen Lagen in Nasswiesen oder Niedermooren; in den Alpen an feuchten Stellen auf Bergmatten noch an der Waldgrenze (Bd.I,S.274); meist in Schwärmen auftretend; Flug ca. 2 Wochen vor dem Dukatenfalter, in N-Bayern Mitte Juni; Männchen schlüpfen einige Tage vor den Weibchen (Bd.I,S.274)
Falter und Flügel: Männchen-Oberseite rot-gold, schwarze Seitenränder, purpur-violetter Schiller je nach Lichteinfall; die alpine Unterart P.hipp. eurydame hat keinen Schiller; Weibchen-Oberseite mit oranger Grundfarbe, leuchtet nicht, stattdessen dunkel bestäubt, schwarze Flecken im Oberflügel, orange Randbinde am Unterflügel; insgesamt ähnlich den Weibchen des Violettsilberfalters, aber auch hellere Weibchen mit weniger Dunkelanteil möglich; Weibchen der alpinen Unterart haben völlig dunkelbraune Oberseite und nur kleine Orange-Elemente am Hinterflügel (Bd.I,S.274); Unterseiten beider Geschlechter ähnlich denen des Violettsilberfalters graubraun mit schwarzen Flecken, orange Randbinde (Bd.I, S.266,275)
einbrütig (Bd.I,S.274)
Eiablage: auf Blättern oder am Blattansatz am Blütenstiel des Grossen Sauerampfers (Rumex acetosa); Ei: weisslich (Bd.I,S.274)
Raupen: grün, asselartig, nachtaktiv, tagsüber verborgen (Bd.I,S.274)
Überwinterung als junge Raupe (Bd.I,S.274)
Feuerfalter:
Schwefelvögelchen
(Heodes tityrus)
Schmetterlinge:
                                Schwefelvögelchen weiblich
Schmetterlinge: Schwefelvögelchen weiblich
Schmetterlinge:
                                Schwefelvögelchen männlich
Schmetterlinge: Schwefelvögelchen männlich
Schmetterlinge:
                                Schwefelvögelchen Unterseite
Schmetterlinge: Schwefelvögelchen Unterseite

Verbreitung: in fast ganz Europa, östlich bis zum Altai-Gebirge (Grenzgebirge zwischen China und der Mongolei) (Bd.I,S.270); nicht in England, nicht in Skandinavien, nur selten in Sp./Port. (Bd.I,S.270); auf Hochheiden: in niederschlagsreichen Mittelgebirgen, z.B. Calluna-Ginsterheiden (Bd.I,S.87); schwerpunktmässige Population in feuchten Wiesen von Strom- und Flussauen, z.B. in N-Bayern oder Rheinhessen; Männchen suchen den Säumen entlang die Weibchen; im westlichen Europa v.a. in Magerrasen im Kleinklima (Bd.I,S.270); Flug der 1.Generation Ende Mai bis Anfang Juni, wenn z.B. die Kuckuckslichtnelke blüht, Flug der 2.Generation im Hochsommer zur Blüte von Wasserdost (Bd.I,S.270)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Männchen-Oberseite dunkelbraun, je nach Lichteinfall mit grün-blauem Schimmer; schwarze Flecken; weisse Fransung; Weibchen-Oberseite orange auf dunkelbraunem Grund, schwarze Flecken, Unterflügel mit schwarzer Fleckenreihe, orange umrandet; Flügelunterseiten gelbgrau, bei der Herbstgeneration fast schwefelgelb, schwarze Flecken, orange Randflecken (Bd.I,S.270)
zweibrütig, zum Teil r-Stratege (Bd.I,S.270)
Eiablage: weisslich-graues Ei, Ablage am Grossen Sauerampfer (Rumex acetosa)
Raupen grün wie die Frassblätter, asselförmig, mit gelben Seitenstreifen (Bd.I,S.270)
Überwinterung als junge Raupe (Bd.I,S.270)
Verpuppung: weisslich-graue Puppe mit schwarzen Flecken (Bd.I,S.270)
Nektar/Kohlehydratsaft: v.a. an Korbblütlern, an weissen und gelben Kamillearten (Anthemis); Falter der Sommergeneration saugen auch z.B. an Wasserdost und Rossminze (Bd.I,S.270)
Feuerfalter:
Violettsilberfalter / Violetter Feuerfalter
(Heodes alciphron)
Schmetterlinge:
                                Violettsilberfalter / Violetter
                                Feuerfalter männlich
Schmetterlinge: Violettsilberfalter / Violetter Feuerfalter männlich
Schmetterlinge:
                                Violettsilberfalter / Violetter
                                Feuerfalter weiblich
Schmetterlinge: Violettsilberfalter / Violetter Feuerfalter weiblich

Verbreitung: in Mitteleuropa, nicht in Skandinavien, nicht in Küstengegenden Westeuropas, nicht in GB (Bd.I,S.266); an trockenen Störstellen wie sonnige Wegböschungen, bewachsen von Calluna-Ginsterheide, im Sommer mit Schwarzwerdendem Geissklee (Cytisus nigricans) (Bd.I,S.266) und blühenden Quendelpolstern (Thymus serpyllum) (Bd.I,S.268); in N-Bayern in höheren Lagen bodensaurer Mittelgebirge (Sandgebiete); an trockenen, warmen Stellen von Hochmooren, also an "sonnigen Störstellen"; in SW-Deutschland an Rändern von Schlehenkrüppelhalden, an Störstellen in Schlehenkrüppelhalden und an Felsenbirnenhängen (Bd.I,S.268); an trockenen Stellen in der Norddeutschen Tiefebene, in Westeuropa im Saarland und in den Vogesen, in niederschlagsreichen Silikatmittelgebirgen in N-Bayern nur an trockenen Stellen (Bd.I,S.268); Flug in N-Bayern um den 20.Juni bis Ende Juli (Bd.I,S.266)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Männchen-Oberseite an den Oberflügeln mehr violett als orange, an den Unterflügeln mehr orange als violett; schwarze Flecken; Weibchen-Oberseite dunkelbraun, schwarze Flecken, orange Flecken am Hinterflügelrand; Flügelunterseiten grau-bräunlich, schwarze Flecken mit weisser Umrandung, orange Fleckenreihe am Rand (Bd.I,S.266,267); in den Mittelmeerländern fliegen Unterarten, die nur wenig Violett-Tönung besitzen: Heodes alciphron gordius: in Sp./Port., in SO-Frankreich und in den Südalpen (Bd.I,S.266); Unterart Heodes alciphron melibaeus in Griechenland und im südlichen Balkan (Bd.I,S.266);
einbrütig (Bd.I,S.266)
Eiablage: abgelegt an trocken und besonnt stehendem Sauerampfer (Rumex acetosa), v.a. am Blattansatz und am Blütenstiel; Ei: klein, gräulich-weiss (Bd.I,S.268)
Raupen asselartig ("Lycaeniden-Assel"), grün, nachtaktiv, tagsüber verborgen (Bd.I,S.268); die Raupen fressen an Quendelpolstern, die an "Störungen" wachsen; bleiben Störungen aus, fallen Quendelpolster und Violettsilberfalter aus (Bd.I, S.268); Raupen an ungespritzten Eisenbahndämmen, an frisch angelegten Strassenböschungen (Bd.I,S.268); Raupen an  Schwarzwerdendem Geissklee (Cytisus nigricans) in Schneeheide-Kiefernwäldern (Erico-Pinion) auf trockenen Karbonatböden in NO-Bayern (Bd.I, S.82)
Nektar/Kohlehydratsaft: an weissen Doldenblütlern (Umbelliferen) wie Giersch und an Korbblütlern, v.a. an blühenden Quendelpolstern (Bd.I,S.266); an Schwarzwerdendem Geissklee (Bd.I,S.266); in Schlehenkrüppelhalden und Felsenbirnenhängen gern an Luzerne (Bd.I,S.268)
Fuchs:
Grosser Fuchs
(Nymphalis antiopa/polychloros)
Schmetterlinge: Grosser Fuchs
Schmetterlinge: Grosser Fuchs


Vorkommen: Nordafrika, S- und Mitteleuropa, lokal bis Südschwaden und S-England im warmen und trockenen Klima, in Mitteleuropa in warm-trockenen Mittelwaldgebieten (Bd.II,S.136); ehemals weit verbreitet in Obstbaumkulturen, nun recht selten (Stand 1986) (Bd.I,S.56); Vorkommen im Mantelgebüsch der Weidenwälder der Fliesswasser-Auen (Bd.I,S.83); in Bayern höhere Populationen nur in besonders warmen Gebieten im Mittelwald, z.B. südlichen Steigerwald oder die warmen Hänge des Obermaintals, oder am warm-trockenen südtiroler Sonnenberg (S.56); erwacht als Falter aus der Winterstarre mit dem Blühen des Huflattich im März (Bd.II,S.134); Flug schnell und ungestüm; gern über Waldrandwegen (Bd.II,S.136)
Falter und Flügel: Oberseiten orange mit schwarzen Flecken, dunkler Rand mit hellen Partien durchsetzt; Flügelunterseite gleicht Baumrinde (Bd.II,S.136)
überwintert als Falter in Winterstarre (Bd.I,S.10)
einbrütig (Bd.II,S.136)
Eiablage in Gelegen, mehrere 100 Eier rings um dünne Zweige (Bd.I,S.16; Bd.II,S.134), bevorzugte Eiablage an einzeln stehenden Sträuchern vor dem Waldmantel, oder an Ästen, die aus dem Waldmantel herausragen, im warm-trockenen Mikroklima (Bd.II,S.134)
Raupen brauchen Wärme, leben in Gruppen, sind Sonne, Wind und der Austrocknung ausgesetzt, schützen sich beim Heranwachsen durch Gespinste; ganze Büsche werden kahlgefressen (Bd.I,S.17), Raupennester sind am Sonnensaum auf exponierten, vom Waldrand abgesetzten Sträuchern an Sonnenästen (Bd.I,S.56), in Mitteleuropa v.a. auf Salweiden, die allein stehen, aber auch an Kirschbäumen, die prallsonnig heiss stehen (Bd.I,S.56), a. an Ulmen; massive Gefährdung durch Insektizide an den Kirschkulturen (Bd.II,S.136); dieselbe Weide kann auch Raupenplatz des verwandten Trauermantels sein, aber zeitlich versetzt (Bd.II,S.134); Gestalt im Erwachsenenstadium bläulich-schwarz, der Rücken mit Stachelauswüchsen lederfarben bräunlich (Bd.II,S.138)
Verpuppung an Pflanzen in 20-50m Abstand der Frasspflanze (Bd.I,S.17); gräulich-braune Stürzpuppe (Bd.II,S.138)
Nektar/Kohlehydratsaft: im März an Weidenkätzchen, v.a. in den obersten Bereichen (Bd.,S.136), saugt in Gruppen an "blutenden" Bäumen am vergorenen Baumsaft (Bd.II,S.134), z.B. an "blutenden" Birken (Bd.I,S.62)
Fuchs:
Grosser Fuchs (westeuropäischer)




Vorkommen: Westeuropa inklusive Küstengebiete und S-England (Bd.I,S.49-50); Vorkommen im Mantelgebüsch der Weidenwälder der Fliesswasser-Auen (Bd.I,S.83)
Fuchs:
Grosser Fuchs (osteuropäischer)
(Nymphalis xanthomelas)




Vorkommen: Osteuropa ab Niederösterreich und ab Ostdeutschland (Bd.I,S.50) bis Japan (Bd.II,S.138); Vorkommen im Mantelgebüsch der Weidenwälder der Fliesswasser-Auen (Bd.I,S.83)
Falter und Flügel: sehr leuchtendes Orange mit schwarzen Flecken, sehr scharfe zacken an den Flügelrändern (Bd.II,S.138)
einbrütig (Bd.II,S.138)
Überwinterung: als Falter (Bd.II,S.138) [Winterquartier?]
Eiablage: Eigelege um Zweigspitzen herum (Bd.II,S.138)
Raupen: schwarz-braun bestachelt mit vielen kleinen gelben Flecken, gelbe Seitenstreifen und gelber Rückenstreifen; gesellig in Nestern v.a. an Weiden (Salix) und Ulme (Ulmus), in Japan auch an Zürgelbaum (Celtis sinensis) (Bd.II,S.138)
Verpuppung: Stürzpuppe, gräulich-braun, "bereift" (Bd.II,S.138)
Fuchs, Kleiner siehe: Nesselfalter: Fuchs, Kleiner




G zum Seitenanfang - 1. Einleitung - 2. Ungeklärte Worte - 3. Begriffe - 4. Einteilung der Schmetterlinge -
5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Gelblinge (Colias-Arten, Coliadinae)
Gelbling: Alpen-Gelbling
Gelbling: Colias balcanica
Gelbling: Colias chrysotheme
Gelbling: Colias erate
Gelbling: Colias hecla
Gelbling: Colias libanotica heldreichi
Gelbling: Colias nastes

Gelbling: Heufalter, Gemeiner / Goldene Acht (Colias hyale)
Gelbling: Heufalter, Orangeroter / Myrmidonefalter (Colias myrmidone)
Gelbling: Hochmoorgelbling (Colias palaeno)
Gelbling: Hufeisenklee-Heufalter (Colias australis)
Gelbling: Postillion (Colias crocea)
Gelbling: Zitronenfalter (Gonepteryx)


Gelbringfalter (Lopinga achine)

Goldene Acht : siehe: Gelblinge: Gemeiner Heufalter, Goldene Acht

Grasfalter / Augenfalter (Satyridae)
Grasfalter: Elymniinae (Pararginae): Braunauge (Lasiommata maera)
Grasfalter: Elymniinae (Pararginae): Gelbringfalter (Lopinga achine)
Grasfalter: Elymniinae (Pararginae): Mauerfuchs (Lasiommata megera)
Grasfalter: Elymniinae (Pararginae): Waldbrettspiel (Pararge aegeria)
Grasfalter: Hipparchia-Falter
Grasfalter: Hipparchia-Falter: Berghexe (Chazara briseis)
Grasfalter: Hipparchia-Falter: Blaukernauge (Minois dryas)
Grasfalter: Hipparchia-Falter: Rostbinde (Hipparchia semele)
Grasfalter: Hipparchia-Falter: Rostbinde, Kleine (Hipparchia statilinus)
Grasfalter: Hipparchia-Falter: Waldportier, Grosser (Hipparchia fagi)
Grasfalter: Hipparchia-Falter: Waldportier, Kleiner (Hipparchia alcyone)
Grasfalter: Hipparchia-Falter: Waldportier, Weisser (Brintesia circe)

Grasfalter: Moorenfalter: Erebia epiphron
Grasfalter: Mohrenfalter: Erebia meolans

Grasfalter: Moorenfalter: Frühlingsmoorenfalter (Erebia medusa)
Grasfalter: Moorenfalter, Graubindiger (Erebia aethiops)
Grasfalter: Moorenfalter, Weissbindiger (Erebia ligea)
Grasfalter: Moorenfalter, Weissrandiger (Aphantopus hyperantus)
Grasfalter: Ochsenauge, Grosses (Maniola jurtina)
Grasfalter: Ochsenauge, Kleines (Hyponephele lycaon)
Grasfalter: Ochsenauge, Rotbraunes (Pyronia tithonus)

Grasfalter: Schachbrettfalter (Melanargia galathea)

Grasfalter: Wiesenvögelchen (Coenonympha-Typ)
Grasfalter: Wiesenvögelchen: Coenonympha oedippus
Grasfalter: Wiesenvögelchen: Gemeines Wiesenvögelchen  (Coenonympha pamphilus)
Grasfalter: Wiesenvögelchen: "Moor-Wiesenvögelchen" (Coenonympha tullia)
Grasfalter: Wiesenvögelchen: Perlgrasfalter (Coenonympha arcania)
Grasfalter: Wiesenvögelchen: Rostbraunes Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion)
Grasfalter: Wiesenvögelchen: Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero)

Grosser Eisvogel: siehe: Eisvogel, Grosser
Grosser Fuchs: siehe: Fuchs, Grosser


Gelblinge generell
(Colias-Arten, Coliadinae)
Vorkommen: weltweit ca. 200 Arten; auf der Nordhalbkugel auch in Moorgebieten; 14 Colias-Arten im borealen N-"Amerika", davon C. nastes, C. hecla und C. palaeno auch in Europa; Europa hat insgesamt 12 Gelblingsarten; sitzt mit zusammengeklappten Flügeln; Thermoregulation durch die Flügelunterseitenfarbe;  Flug nur bei Sonnenschein (Bd.I, S.166);
Falter und Flügel: Hochgebirgsarten und boreale Arten an der Körperunterseite dunkel, meist gräulich bestäubt: Die dunklen Stellen sammeln die Wärme, Aufheizen des Schmetterlingskörpers auf über 30°C; je nördlicher die Position, desto dunkler die Färbung der Flügelansätze (Bd.I,S.166);
Eiablage: Eiablage i.d.R. an der Oberseite der Blätter der Frasspflanze; Ei: spindelförmig, zuerst grünlich-weiss, nach ca. 2 Tagen rötlich, vor dem Schlüpfen bläulich-grau (Bd.I,S.168)
Raupen sind alle grün ausser der Hufeisenklee-Heufalter, schlanke Gestalt, an den Seiten helle Längsstreifen zur Aufhellung des Körperschattens als Tarnung (Bd.I,S.168); auf Trespen-Trockenrasen (Brometalia) an Orchideen und Leguminosen (Bd.I, S.90) sowie Klee- und Wickenarten für die Mehrzahl der Colias-Arten (Bd.I, S.146); in borealen, bodensauren Gebieten auch Heidekrautgewächse (Ericaceae) (Bd.I, S.168);
Verpuppung als Gürtelpuppe in waagerechter Position angesponnen (Bd.I, S.168)
Gelbling:
Alpen-Gelbling
Schmetterlinge: Alpengelbling an
                                Margarite
Schmetterlinge: Alpengelbling an Margarite
Schmetterlinge: Alpengelbling an
                                Rotklee
Schmetterlinge: Alpengelbling an Rotklee

Verbreitung: europäische Hochgebirge auf subalpinem Magerrasen über der Baumgrenze (Bd.I, S.185);
Falter und Flügel: Flügeloberseite ähnlich wie Heufalter, Oberseite schmutzig-grün, dunkelgrau überstäubt; Flügelunterseite intensiv Gelbgrün; die Weibchen-Flügeloberseiten sind grünlich-weiss, fast ohne Überstäubung, Unterseiten etwas blasseres Gelbgrün; Flug: schnell und ungestüm (Bd.I, S.185)
Eiablage: an Hornklee (Lotus corniculatus) auf Blattoberseite an prallsonnigen Stellen über nackter Erde im Mikroklima; Ei: spindelförmiges Colias-Ei (Bd.I, S.185)
Raupe: recht helles Grün, mit weiss-gelben Seitenstreifen (Bd.I, S.185); vor der Überwinterung Frass von alten, harten Blättern - Überwinterung als Raupe - im Frühling Frass junger, frisch austreibender Triebe und schnelles Wachstum (Bd.I, S.185)
Verpuppung: typische Coliaspuppe [an Seidenfaden eher horizontal als vertikal aufgehängt] (Bd.I, S.185)
Gelbling: Colias balcanica in Südosteuropa (Bd.I, S.166)
Gelbling: Colias chrysotheme
Schmetterlinge: Gelbling Colias
                                chrysotheme, männlich
Schmetterlinge: Gelbling Colias chrysotheme, männlich
Schmetterlinge: Gelbling Colias
                                chrysotheme, männlich, Unterseite
Schmetterlinge: Gelbling Colias chrysotheme, männlich, Unterseite
Schmetterlinge: Gelbling Colias
                                chrysotheme, weiblich
Schmetterlinge: Gelbling Colias chrysotheme, weiblich

in Südosteuropa (Bd.I, S.166)
Gelbling: Colias erate
Schmetterlinge: Gelbling
                                Colias erate, männlich
Schmetterlinge: Gelbling Colias erate, männlich
Schmetterlinge: Gelbling
                                Colias erate, weiblich
Schmetterlinge: Gelbling Colias erate, weiblich
Schmetterlinge: Gelbling
                                Colias erate, Unterseite
Schmetterlinge: Gelbling Colias erate, Unterseite

in Südosteuropa (Bd.I, S.166)
Gelbling: Colias hecla
Schmetterlinge: Gelbling
                                Colias hecla, männlich
Schmetterlinge: Gelbling Colias hecla, männlich
Schmetterlinge: Gelbling
                                Colias hecla, weiblich
Schmetterlinge: Gelbling Colias hecla, weiblich
Schmetterlinge: Gelbling
                                Colias hecla, Unterseite
Schmetterlinge: Gelbling Colias hecla, Unterseite

in Nordskandinavien (Bd.I, S.166)
Gelbling: Colias libanotica heldreichi in Südosteuropa (Bd.I, S.166)
Gelbling: Colias nastes in Nordskandinavien (Bd.I, S.166)
Gelbling:
Heufalter, Gemeiner / Goldene Acht
(Colias hyale)
Schmetterlinge: Gelbling
                                "Goldene Acht"
Schmetterlinge: Gelbling "Goldene Acht"


Verbreitung: Mittel- und Osteuropa durch Russland bis zum Altai (Gebirge der West-Mongolei); selten in S-England, NW-Deutschland, S-Skandinavien; beständige Population auf Öland (Schweden) (Bd.I, S.172);
Falter und Flügel: blassgelb mit je einem schwarzen Fleck pro Vorderflügel, zwei Flecken auf dem Hinterflügel (als "Acht" gedeutet); lebt auf trockenem Magerrasen, Brachland, frisch geschnittenen Luzernefeldern (Bd.I, S.172)
mehrbrütig (Bd.I, S.174)
Eiablage: r-Stratege, vagabundierend (Bd.I, S.172)
Raupe: so grün wie das Luzerneblatt mit weiss-gelben Seitenstreifen, an Luzerne (Bd.I, S.172)
Überwinterung: als junge Raupe nur im Magerrasen oder auf Luzernefeldern sehr niedriger Produktion wie z.B. auf Öland (Bd.I, S.172) 
Verpuppung:
angesponnene Gürtelpuppe, blassgrün, mehr waagerecht als senkrecht, Kopfende spitz ausgezogen (Bd.I, S.172)
Nektar/Kohlehydratsaft: gern auf Klee- und Luzernefelder in Gruppen, v.a. zahlreich im Herbst Anfang September (Bd.I, S.172)
Gelbling:
Orangeroter Heufalter / Myrmidonefalter
(Colias myrmidone)
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Orangeroter Heufalter / Myrmidonefalter
Schmetterlinge: Gelblinge: Orangeroter Heufalter / Myrmidonefalter


Vorkommen: Steppenfalter (Bd.I, S.51) aus Osteuropa (Bd.I, S.108) durch Südrussland bis Westasien (Bd.I, S.178), in Deutschland nur lokal im Oberpfälzer Jura (Bd.I, S.52) rund um Regensburg am Regensburger Geissklee auf Trespen-Trockenrasen, der mit Felsen durchsetzt ist, Sonnenhänge und besonders warm (Bd.I, S.180), mit Voralpenpflanzen; Gefährdung infolge Entsaumung und Zuwachsen der Wälder (Bd.I, S.108); liebt viel Licht und Wärme, Vorkommen an besonnten Waldsäumen lichter Wälder (Bd.I, S.108); auch z.B. in [kontinentalen] Schneeheide-Kiefernwäldern (Erico-Pinion) (Bd.I, S.82) auf trockenen Karbonatböden der Alpen und Umgebung (Bd.I, S.80)
Falter und Flügel: die Gestalt ist dem Postillion (Colias crocea) ähnlich, oft Verwechslungen; Flügeloberseiten der Männchen: leuchtendes, intensives Orange, breite schwarze Randbinden ohne gelbe Adern; plus ein schwarzer Fleck im Vorderflügel, im Hinterflügel in der Mitte organge-roter Fleck; Weibchen: stumpferes Orange-Gelb, schwarze Randbinde mit hellen Flecken, plus schwarze und orange Flecken wie beim Männchen;
mehrbrütig in zwei oder mehr Generationen jährlich; die erste Generation fliegt Anfang Juni; zweite Generation fliegt ab Mitte Juli (Bd.I, S.178)
Eiablage: K-Stratege, standorttreu (Bd.I, S.178); Paarungsverhalten bis in den September (Bd.I, S.180); Ablage an Blattoberseiten exponierter Triebe von Regensburger Geissklee, meist nahe der Zweigspitze, im warmen Mikroklima, z.B. an flachliegenden Zweigen über unbewachsenen Felsplatten (ähnlich wie Segelfalter) (Bd.I, S.182) Ei: spindelförmiges Colias-Ei, zuerst weisslich, dann intensiv rot (Bd.I,S.182)
Raupe bestens an Geissklee getarnt, erwachsen grün mit gelblich-weissen Längsstreifen an der Seite (Bd.I, S.182); frisst Geissklee (Cytisus ratisbonensis) (Bd.I, S.52) ist abhängig von Regensburger Geissklee (Bd.I, S.180); die Raupen fressen auch Besenginster (Sarothamnus scoparius); bei Zucht an Goldregen (Laburnum vulgare) werden die Falter sehr viel kleiner als normal (Bd.I, S.182)
Überwinterung: als junge, rote Raupe in der Streuschicht (Bd.I, S.182)
Verpuppung: typische Coliaspuppe; 1.Generation verpuppt kurz vor der Blüte des Geissklees (Bd.I, S.182)
Nektar/Kohlehydratsaft: Falter der ersten schlüpfenden Generation saugen z.B. an Kartäusernelke und Wiesensalbei, Falter der zweiten Generationsaugen am Dost (Origanum vulgare) (Bd.I, S.178)
Gelbling:
Hochmoorgelbling (Colias palaeno)
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Hochmoorgelbling männlich
Schmetterlinge: Gelblinge: Hochmoorgelbling männlich
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Hochmoorgelbling weiblich
Schmetterlinge: Gelblinge: Hochmoorgelbling weiblich

Vorkommen: nördliche, boreale Art (Bd.I, S.33) in der borealen Zone in den Alpen und Skandinavien, in den Mittelgebirgen in einigen Hochmooren mit kühlem Kleinklima (Bd.I, S.48), z.B. in Hochmooren der Mittelgebirge (Bd.I, S.108), in den Mänteln der Moorwälder (Bd.I, S.83), oder auch an hochmontanen Quellflurstandorten; Gefährdung durch Zerstörung der Quellfluren durch Entwässerung, Torfstich oder Tannenaufforstung (Bd.I, S.108); Flug im nordbayrischen Fichtelgebirge u. in Südtiroler Alpenhochmooren der hochmontanen Stufe Ende Juni / Anfang Juli (Bd.I, S.186); in N-Europa durch Sibirien bis an den Fluss Amur (Grenzfluss zwischen China und Russland), bis in die Gebirge Japans; auch im borealen N-"Amerika" (Bd.I, S.186); gute Flieger (Bd.I, S.186); gebunden an Vorkommen der Rauschbeere (Vaccinium uligionosum) an Hochmoorrändern u. im Mantel der Moorwälder um die ombrotrophen Hochmoorkerne; Gefährdung durch Torfstich, Entwässerung u. Aufforstung, oft bereits ausgestorben (Bd.I, S.186);
Falter und Flügel: Flügel der Männchen hellschwefelgelb, breite schwarze Randbinden, kleiner schwarzer Fleck im Vorderflügel; Weibchen mit weisser Flügeloberseite, manchmal gelb (Bd.I, S.186)
einbrütig (Bd.I, S.186)
Eiablage: auf Blattoberseiten, Eiablage auf Rauschbeerenblättern; Ei: typisches Colias-Ei, zuerst weiss, dann rötlich,(Bd.I, S.186)
Raupen: frisst an Rauschbeere (Heidekrautgewächs) (Bd.I, S.168); in allen Stadien grün wie das Rauschbeerenlaub mit Colias-typischen gelblich-weissen Seitenstreifen zur Aufhebung des Schattens (Bd.I, S.186); Frass gemäss der Strategie der boreal-alpinen Arten: Sie fressen vor dem Winter harte Blätter und entwickeln sich langsam (Bd.I, S.33)
überwintert als Raupe (Bd.I, S.33)
im Frühling frisst die Raupe zarte Triebe und entwickelt sich schnell (Bd.I, S.33) durch hohen Nährstoffgehalt und hohe Erwärmung (Bd.I, S.186)
Puppe: angesponnen, eher waagerecht hängend als Gürtelpuppe (Bd.I, S.186)
Gelbling:
Hufeisenklee-Heufalter
(Colias australis)
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Hufeisenklee-Heufalter männlich
Schmetterlinge: Gelblinge: Hufeisenklee-Heufalter männlich
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Hufeisenklee-Heufalter weiblich
Schmetterlinge: Gelblinge: Hufeisenklee-Heufalter weiblich

Vorkommen: Süd- und Mitteleuropa, nicht im atlantischen NW-Europa, nicht in England und Skandinavien; östlich bis zum Kaukasus und bis Kleinasien (Bd.I, S.174); auf Blauschillergrasfluren (Koelerion glaucae), die auf kalkhaltigen Flugsanden / Binnendünen entstehen (Bd.I, S.86); Abhängigkeit von Hufeisenklee im warm-sonnigen Trespen-Trockenrasen (Brometalia) und Steppenrasen (Festucetalia), in lichten Schneeheide-Kiefernwäldern (Erico-Pinion) (Bd.I, S.175) und auf subalpinem Kalkmagerrasen (Seslerietea) (Bd.I, S.176); im Frühling eher selten, erst im August-September zahlreich in Landschaften mit Kalktrockenrasen, fliegen bis Oktober (S.174); Flug: schnell und ungestüm (Bd.I, S.185)
Falter und Flügel: kaum Unterschiede zum Gemeinen Heufalter (Colias hyale), wurde auch erst 1911 als eigene Art beschrieben (Bd.I, S.174); mehrbrütig (Bd.I, S.174)
Eiablage: auf der Blattoberseite des Hufeisenklees; Ei: spindelförmiges Colias-Ei, zuerst weisslich, dann rötlich (Bd.I, S.176)
Raupen: sind signifikant verschieden zum Gemeinen Heufalter (Bd.I, S.174), zuerst grün auf Blattoberseite; Hufeisenklee ist kein sicherer Indikator, auch Raupen des Gemeinen Heufalters sind dort auffindbar; die erwachsene Raupe unterscheidet sich deutlich von allen anderen Gelblingsraupen mit grüner Grundfarbe, 4 grell-gelben Längsstreifen und dicken schwarzen Punkten, als ideale Tarnung im Hufeisenklee oder in der Kronwicke (Bd.I, S.176); frisst ausschliesslich "Kalkpflanzen" (Bd.I, S.84), z.B. auf Kalkfelsen-Blaugrasrasen (Bd.I, S.90) bzw. auf basischem Magerrasen: z.B. Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), nicht auf saurem Magerrasen anzutreffen, weil dort kein Hufeisenklee vorhanden ist (Bd.I, S.86); Raupenplatz im Frankenjura: kurzrasige, beweidete Trespen-Trockenrasen (Enzian-Fiederzwenkenrasen) und Blaugrashalden über Geröll (Mesobrometum seslerietosum) bei sehr warmem Kleinklima am Boden (Bd.I, S.176); Aufzucht auch an Leguminosenart Kronwicke (Coronilla varia) möglich (Bd.I, S.174)
Überwinterung: als junge Raupe (Bd.I, S.176)
Verpuppung: blass-grünlich-gelb, mit spitzem Kopfende, an Seidenfaden eher waagrecht aufgehängt (Bd.I, S.176)
Nektar/Kohlehydratsaft: Hufeisenklee, ersatzweise Kronwicke; saugen August-September an Taubenskabiose und Erdkratzdistel, auch in Klee- und Luzernefeldern zusammen mit Gemeinem Heufalter (Bd.I, S.174)
Gelbling:
Postillion
(Colias crocea)
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Postillon männlich
Schmetterlinge: Gelblinge: Postillon männlich
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Postillon weiblich
Schmetterlinge: Gelblinge: Postillon weiblich
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Postillon. Form Pallida, weiblich
Schmetterlinge: Gelblinge: Postillon. Form Pallida, weiblich
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Postillon. Unterseite
Schmetterlinge: Gelblinge: Postillon. Unterseite

Verbreitung: Wanderfalter, verbreitet von N-Afrika über S-Europa bis ins westliche Asien, taucht jahresweise in Mitteleuropa, S-England und S-Skandinavien auf; Gestalt ähnlich dem Myrmidonefalter; nur selten Rückwanderung (Bd.I,S.183)
Eiablage: r-Stratege, sucht immer neue Plätze in offener, niedriger Vegetation, z.B. Weiden kurz nach der Mahd, Beweidung oder nach Sommertrockenheit (Bd.I,S.183); Eiablage z.B. in der Baranya Ende August auf mageren Standorten mit lückigem Luzernebewuchs (Bd.I,S.183); im Mittelmeergebiet werden im Sommer die Standorte gewechselt: Wenn im Flachland die Leguminosen nicht mehr wachsen, werden in nördlichen Gegenden oder in den Bergen noch nicht ausgewachsene Leguminosen zur Eiablage aufgesucht; so gelangen die Falter z.T. bis nach Holland (Bd.I,S.183);
Raupe: grün mit hellem Streifen an der Seite [zur Aufhebung des Körperschattens]; nicht frostresistent; frisst Leguminosen: Klee-Arten: Luzerne (Medicago), Kronwicke (Coronilla), Esparsette (Onobrychis), Hufeisenklee (Hippocrepis), Rotklee (Trifolium pratense), Trifolium dubium [?] usw. (Bd.I,S.183)
Überwinterung: als Raupe; nur in wärmeren Zonen ohne Frost, keine Winterstarre, sondern langsameres Fressen und Wachstum auch in den Wintermonaten; in Mitteleuropa kein Überleben im Winter wegen Frost (Bd.I, S.183)
Gelbling:
Zitronenfalter
(Gonepteryx)
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Zitronenfalter gelb
Schmetterlinge: Gelblinge: Zitronenfalter gelb
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Zitronenfalter weiss
Schmetterlinge: Gelblinge: Zitronenfalter weiss
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Mittelmeer-Zitronenfalter
Schmetterlinge: Gelblinge: Mittelmeer-Zitronenfalter
Schmetterlinge: Gelblinge:
                                Mittelmeer-Zitronenfalter Unterseite
Schmetterlinge: Gelblinge: Mittelmeer-Zitronenfalter Unterseite

Vorkommen: ganz Europa ohne N-Skandinavien, ohne N-England (Bd.I, S.169); im Mantelgebüsch der Erlen-Buchenwälder (Alnetea glutinosae) am Faulbaum (Bd.I, S.83); gern in absonnig-beschatteten, luftfeuchten Waldmänteln, v.a. im Faulbaum-Grauweidengebüsch-Mantel von Bruchwäldern, z.B. in Nordbayern; dort auch an prallsonnigen Standorten an Kreuzdornbüschen (Rhamnus cathartica) in Trockenrasengebieten (S.170); oder auf engen, luftfeucht-beschatteten Waldlichtungen (Bd.I, S.170);  in Holland gern auf Faulbäumen etwas abgesetzt vom Waldmantel (Bd.I, S.170); verwandte Mittelmeerarten: Goneptryx cleopatra und Goneptryx farinosa (Bd.I, S.166); erwachen als Falter aus der Winterstarre und fliegen im allerersten Flühlingssonnenschein, wenn die Natur meist erst das Spriessen vorbereitet (Bd.I, S.166);
Falter und Flügel: Männchen sind zitronengelb, die Weibchen mehr weisslich, (Bd.I, S.168) bzw. gründlich-weisslich (Bd.I, S.169), vielleicht das Weiss der ungeniessbaren Senföl-Weisslinge imitierend (Bd.I, S.168); in der Mitte von jedem Flügel sitzt ein zentraler oranger Punkt (Bd.I, S.168); Sitzhaltung mit zusammengeklappten Flügeln, die Falter ähneln dann einem Blatt (Bd.I, S.169)
Eiablage: K-Stratege mit tiefer Vermehrungsrate und Standorttreue (Bd.I, S.42); Paarung und Eiablage im Vorfrühling (Bd.I, S.168); Eiablage zur Zeit des Aufbrechens der Faulbaum-Blattknospen und Blattentfaltung, Eiablage einzeln oder kleinen Gruppen an den Blättern, i.d.R. in exponierter Stellung (Bd.I, S.170); Ei: grünlich-weisses Zitronenfalterei, spindelförmiges Pieriden-Ei (Bd.I, S.170);
Raupe: Jungraupe porzellanartig glänzend, beste Tarnung an die ebenfalls glänzenden Faulbaumblätter; die erwachsene Raupe hat seitlich zwei helle Streifen zur Aufhellung des Körperschattens; i.d.R. viele Raupen an einem Faulbaumbusch (Bd.I, S.170); in Nadelholzforsten an schattigen, feuchten Wegstellen mit Faulbaumgebüsch (Bd.I, S.166); befrisst Faulbaumarten (Rhamnaceae) (Bd.I, S.146), Faulbaum (Rhamnus frangula, Frangula alnus) (Bd.I,S.146), Kreuzdorn prallsonnig (Bd.I,S.170); Schlüpfen der neuen Falter Anfang Juli (Bd.I, S.168)
Verpuppung: gelblich-grüne, in der Mitte aufgewölbte Gürtelpuppe, mit einem Seidenfaden am Zweig angesponnen, eher waagrecht als senkrecht (Bd.I, S.170)
Nektar/Kohlehydratsaft: im Frühling an Seidelbast, Leberblümchen, Lerchensporn, Schlüsselblume, Weidenkätzchen (Bd.I, S.169); die neue Generation ab Anfang Juli saugt gern an Blutweiderich, Luzerne, Waldplatterbse und Disteln, z.B. Kohldistel (Bd.I, S.168)
überwintert als Falter in Winterstarre (Bd.I, S.10,166); erwacht schon im Vorfrühling noch vor dem Blattausschlag der Bäume, Männchen suchen dann die weisslicheren Weibchen in weiten Flügen (Bd.I, S.13)
Goldene Acht siehe: Gelblinge: Gemeiner Heufalter, Goldene Acht
Grasfalter / Augenfalter
(Satyridae)
Vorkommen: meist Offenlandbewohner (Bd.I, S.60), auf Silbergrasflur auf Sand-Trockenrasen (Koelerion-Phleion phleioides) aus ehem. sauren Sanddünen / Meeresstrand (Bd.I, S.86); Flug im Sommer in der Hitzeperiode (Bd.II,S.248)
Falter und Flügel: Aufteilung der Arten, Vorschlag von Weidemann:
-- Melanargiini: Schachbrettfalter
-- Maniolini: "Ochsenaugen"
-- Erebiini: "Mohrenfalter"
-- Satyrini: "Hipparchia"-Arten
-- Coenonymphini: "Wiesenvögelchen" (Bd.II,S.250,259)
Bindung an das Kleinklima, nicht an die Grasarten (Bd.II,S.268)
Eiablage:
-- Eier an Gras geheftet ("Eihefter"), sehr robuste Eier wegen Gefahr der Austrocknung: Erebia, Coenonympha, Hipparchia
-- Ei rollen an Gras flattern zu Boden ("Eierstreuer"), weniger robust, da Erdfeuchte: Schachbrettfalter (Melanargia galathea), Weissrandiger Mohrenfalter (Aphantopus hyperantus), Weisser Waldportier (Brintesia circe), Gelbringfalter (Lopinga achine) (Bd.II,S.249)
Raupe schlüpft im Spätsommer, wenn die Gräser am meisten Nährstoffe haben (Bd.II,S.248), frisst Gräser (Bd.I, S.60), deswegen von Weidemann "Grasfalter" genannt; gegabeltes Hinterleibsende (Bd.II,S.249); Gräser haben weniger Nährstoffe, die Entwicklung der Grasfalterraupen dauert doppelt so lang wie bei den krautfressenden Raupen, zwischen 30-50 Tage; Hauptkriterium ist nicht die Grasart, sondern der Entwicklungsstand des Grases und der Nährstoffgehalt (Bd.II,S.246), ist kurz vor der Blüte am nährstoffreichsten (Bd.II,S.248); fressen oft im sommertrockenen Magerrasen (Bd.II,S.246);
Verpuppung:
-- Hipparchia-Typ: unterirdisch einer Erdhöhle mit Gespinst als Schutz vor der Sommerhitze
-- Erebia-Typ: aufrecht stehende Puppe in einem Grashorst
-- Lasiommata- und Coenonympha-Typ und die drei Ochsenaugen-Arten: Stürzpuppe (Bd.II,S.249)
überwintert meist als junge Raupe, knabbert an milden Wintertagen und fällt dann wieder in Winterstarre; dies ist Indiz für submediterranen-mediterranen Charakter und hohen Wärmeanspruch (Bd.I, S.60)
Grasfalter:
Elymniinae (Pararginae):
Braunauge
(Lasiommata maera)
Schmetterlinge: Augenfalter:
                                Braunauge
Schmetterlinge: Augenfalter: Braunauge (Männchen? Weibchen?)
Schmetterlinge: Augenfalter:
                                Braunauge
Schmetterlinge: Augenfalter: Braunauge (Männchen? Weibchen?)
Schmetterlinge: Augenfalter:
                                Braunauge Unterseite
Schmetterlinge: Augenfalter: Braunauge Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, fast ganz Europa, nicht in NW-Europa, nicht in N-Skand, nicht in GB; östlich bis Zentralasien; Verschiedenbiotopbewohner: im trockenen Magerrasen, die mit Fels od. Weinbergsmauern durchsetzt sind; in leicht montanen Gebieten a. in mehr feuchten Waldsäumen (z.B. Bayerischer Wald, Fichtelgebirge, N-Bayern), dort an Kiefernstämmen; sitzen gern an Felsen, Weinbergsmauern, an unbewachsenen Wegen, an Kiefernstämmen, sehr gut getarnt; Flug je nach Meereshöhe zw. Ende Juni u. Ende Juli, Flug v.a. am späten Nachmittag (Bd.II,S.298)
Falter und Flügel: relativ gross mit Vorderflügel von ca. 26 mm Länge; Oberseite dunkelbraun, Vorderflügel mit einem grösseren und einem winzigen schwarz-weissen Auge auf orangem Grund, Hinterflügel mit zwei [vier?] mittleren und zwei winzigen schwarz-weissen Augen am Rand orange umrahmt; Vorderflügel-Unterseite ähnlich wie Oberseite, heller; Hinterflügel-Unterseite braun-grau marmoriert, die Augen erscheinen hellbraun umrandet (Bd.II,S.298,299)
in S-Europa zweibrütig, in warmen Jahren a. in Mitteleur. zweibrütig, im N einbrütig (Bd.II,S.298)
Eiablage: "Eihefter" an Gräsern; Ei: zylinderförmig, wenig strukturiert (Bd.II,S.298)
Raupe: schlank, beweglich, frisst Gräser, z.B. Rot-Schwingel (Festuca rubra)
Überwinterung: als halb erwachsene Raupe (Bd.II,S.298)
Frühling: ausgewachsene Raupe grün, quasi ohne jede Streifen, kleine Borsten (Bd.II,S.298,299)
Verpuppung: schlanke Stürzpuppe, grün, mit kurzen, hellgelben Punktereihen (Bd.II,S.298)
Nektar/Kohlehydratsaft: gern an Disteln, im Frankenjura z.B. v.a. an Distel (Carduus deflorata) (Bd.II,S.298)
Grasfalter:
Elymniinae (Pararginae):
Gelbringfalter
(Lopinga achine)
Schmetterlinge: Augenfalter:
                                Gelbringfalter
Schmetterlinge: Augenfalter: Gelbringfalter
Schmetterlinge: Augenfalter:
                                Gelbringfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Augenfalter: Gelbringfalter, Unterseite

Vorkommen: Mitteleuropa, im N bis Stockholm - Gotland, nicht in S-Europa, nicht in GB, östlich bis Japan; ist eine osteuropäische, kontinentale Art, die viel Licht und Wärme liebt (Bd.I, S.108), im sonnigen Eichenmischwald (Quercion pubescenti-petraeae), der noch Weidewald ist, den Waldsäumen (Bd.I, S.82); bleibt immer am Waldrand (Bd.I, S.58); im Mittelwald, an Eichen- und Haselnussgebüsch, hockt auf Eichenlaub; z.T. hohe Population im Steigerwald (Bd.I, S.59); sitzen auf Eichenlaub im Waldmantel, in inneren Waldmänteln von lichten Laubmischwäldern des warmen Hügellandes auf etwas feuchten, tonigen Böden, mit Tendenz zu Sommertrockengebieten; in antropogen gelichteten Wäldern mit Maivogel; Gefährdung durch Entsaumung und durch das Zuwachsen der Wälder (Bd.I, S.108); das Durchwachsen der Wäldern zu Hochwäldern gefährdet den Bestand der Art extrem; im südlichen Steigerwald, im Weissmainjura, früher u. am Mainzer Sand, um Bamberg ebenfalls ausgerottet; Flug Ende Juni, nur im Halbschatten des Waldmantels (Bd.II,S.302)
Falter und Flügel: Unterkanten leicht weiss gefranst; Oberseiten mittelbraun, Vorderflügel mit 5 schwarz-weissen Augen mit gelber Umrandung in einer Reihe, Hinterflügel deren drei; Unterseiten ähnlich den Oberseiten mit deutlicher gelber Umringung der Augen, mit schmaler weisser Binde gegen innen und doppelter hellbrauner Ränderung gegen aussen (Bd.II,S.301,302)
einbrütig (Bd.II,S.302)
Eiablage: K-Stratege mit tiefer Vermehrungsrate und Standorttreue (Bd.I, S.42); "Eistreuer"; Ei: blasses, bräunlich-grünes, halbkugelförmiges Ei (Bd.II,S.302)
Raupe: Lasiommata-Typ: grün (Bd.II,S.302);
Überwinterung: als halb erwachsene Raupe, ca. 12 mm lang, überwintert am Boden (Bd.II,S.302);
Frühling: grün, schlank, beweglich, so grün wie die Gräser, gern an Seggen (Carex), weniger an Süssgräsern (Bd.II,S.302)
Verpuppung: blassgrüne Stürzpuppe, angesponnen im Grashorst (Bd.II,S.302)
Grasfalter:
Elymniinae (Pararginae):
Mauerfuchs
(Lasiommata megera)
Schmetterlinge:
                                Augenfalter: Mauerfuchs
Schmetterlinge: Augenfalter: Mauerfuchs
Schmetterlinge:
                                Augenfalter: Mauerfuchs Unterseite
Schmetterlinge: Augenfalter: Mauerfuchs Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, Europa ohne N-Skand., östlich bis Russland; an felsigen Stellen, Felskuppen, Ruinen, steilen Böschungen mit Erdanrissen, wo sie gerne übernachten, wenn die Gräser ein kleines Dach bilden; in Weinberggebieten mit Trockenmauern; längs unbefestigter Wege; Flug nur wenig über dem Boden, schnell; 1.Generation Anfang Juni, die zweite im August (Bd.II,S.296)
Falter und Flügel: Oberseite dunkelbraunes Gitter mit orangen Segmenten, breiter brauner Rand, gelb gefranst, braun unterbrochen, Vorderflügel mit schwarz-weissem Auge, Hinterflügel mit drei kleineren schwarz-weissen Augen am unteren Rand; Vorderflügel-Unterseite ähnlich der Oberseite; Hinterflügel-Unterseite bräunlich-grau marmoriert (Bd.II,S.296);
zweibrütig, in warmen Jahren dreibrütig (Bd.II,S.296)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: kegelförmig, glatt, ohne deutliche Rippen (Bd.II,S.296)
Raupe: grün; 
Überwinterung als halberwachsene Raupe (Bd.II,S.296)
Frühling: ausgewachsen gräulich-grün, viele weisse Punkte mit kurzen Borsten, helle Längsstreifen, in den Gräsern bestens getarnt; frisst meist an "ruderalen" Gräsern an Störstellen, z.B. am Wegrand wie Knäuelgras (Dactylis), an Magergräsern wie Echtem Schwingel (Festuca ovina) (Bd.II,S.296)
Verpuppung: grasgrüne Stürzpuppe (Bd.II,S.296)
Grasfalter:
Elymniinae (Pararginae):
Waldbrettspiel
(Pararge aegeria)
Schmetterlinge: Augenfalter:
                                Waldbrettspiel
Schmetterlinge: Augenfalter: Waldbrettspiel
Schmetterlinge:
                                Augenfalter: Waldbrettspiel Unterseite
Schmetterlinge: Augenfalter: Waldbrettspiel Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, Europa, nicht in N-Skand., nicht in N-GB, östlich bis Zentralasien; Waldrandbewohner, meidet pralle Sonne, lieben Halbschatten, gern in grasigen Waldlichtungen, in Gebüschkomplexen u. an Waldwegen, gemäss Blab a. in dichten, waldnahen Obstkulturen, immer im Halbschatten (Bd.II,S.300); im Eichen-Hainbuchenwald (Carpinion) der planaren und collinen Stufe an Waldmänteln und Waldwegen (Bd.I, S.82); Flug Ende April bis Oktober, sitzen auf Hainbuchenzweigen in Kopfhöhe oder am Waldboden auf Kiefernzapfen, im Zusammenspiel mit dem Halbschatten sehr gut getarnt (Bd.II,S.300)
Falter und Flügel: Unterkanten weiss-schwarz gefranst; Oberseite dunkelbraun mit gelber Fleckenreihe, Vorderflügel mit einem schwarz-weissen Augenfleck in einem gelben Fleck, Hinterflügel mit deren drei; Vorderflügel-Unterseite wie die Oberseite; Hinterflügel-Unterseite braun-gelb rindenartig marmoriert (Bd.II,S.301)
mehrbrütig (Bd.II,S.300)
Eiablage: "Eihefter" an Waldgräsern; Ei: klein, gelblich, kugelförmig, oben leicht zugespitzt (Bd.II,S.300)
Raupe: Lasiommata-Typ: schlank, beweglich, grasgrün; frisst an hochproduktiven Gräsern wie Knäuelgras (Dactylis), Perlgras (Melica), Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa) am Waldweg; bei Feuchte auch Zwenke (Brachypodium), Honiggras (Holcus), Reitgras-Arten (Calamagrostis)
Verpuppung: Stürzpuppe, dimorph: grün oder braun, z.B. kniehoch über der Erde an Zweigen von Roter Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) (Bd.II,S.300)
Überwinterung als Puppe, gemäss Bink 10-15% auch als halb erwachsene Raupe (Bd.II,S.300)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Wasserdost (Eupatorium) am Waldweg, an Blüten von Brombeere, im Herbst an Brombeeren selber (Rubus fruticosus) (Bd.II,S.300)
Grasfalter:
Hipparchia-Falter
Vorkommen: "Südländer", Hipparchia-Arten im warmen, bodennahen Kleinklima, in Mitteleuropa nur lückig bewachsen; Gefährdung durch Verbuschung (Bd.II,S.268); Flug im Hochsommer und Spätsommer (Bd.II,S.269)
Eiablage: K-Strategen mit tiefer Vermehrungsrate und Standorttreue (Bd.I, S.42)
Raupen: wenig mobil, grau-schwarz-weiss längs gestreift (Bd.II,S.271); fressen die frisch austreibenden Gräser, die reich an Nährstoffen sind: nach der Sommertrockenheit im Herbst (als Jungraupe) (Bd.II,S.268-269), nach der Überwinterung im Frühling und Frühsommer, dann wächst die Raupe auch am schnellsten; während der Sommerruhe wird nicht gefressen ("Übersommerung"); keine totale Winterstarre, sondern an milden Wintertagen wird gefressen, auch in der Zucht (Bd.II,S.269)
Verpuppung in Erdhöhlen im Kokon ausser das Blaukernauge (Bd.II,S.269)
Grasfalter:
Hipparchia-Falter:
Berghexe
(Chazara briseis)
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Berghexe
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Berghexe
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Berghexe Unerseite
                                männlich
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Berghexe Unerseite männlich
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Berghexe Unerseite
                                weiblich
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Berghexe Unerseite weiblich

Vorkommen: submediterrane Art (Bd.I,S.108): in N-Afrika, S-Europa, südl. Mitteleuropa, östlich bis Zentralasien (Bd.II,S.280); sucht in Mitteleuropa das warme Kleinklima am Boden auf Böden, die viel Wärme aufnehmen (Bd.I,S.108), mit dünner Erdschicht und wenig Pflanzenbewuchs, auf prallsonnigen, kalkschotter-durchsetzten Magerrasen (Bd.I,S.84), auch auf Kalkschotterhalden und in offenen Steinbrüchen (Bd.I,S.90); an steinigen Halden, in Steinbrüchen, auf Kalkscherben, im mit Steinplatten durchsetzten, beweideten Magerrasen, sehr gut getarnt (Bd.II,S.280);die Berghexen sitzen mit zusammengeklappten Flügeln auf Steinplatten im Magerrasen (Bd.I,S.67), sind dort bestens getarnt (Bd.I,S.68) und kaum wahrnehmbar, z.B. am Vinschgauer Sonnenberg (Bd.I,S.67); der sonnige Magerrasen ist am besten von Schafen beweidet, z.B. am Vinschgauer Sonnenberg in Südtirol (Bd.I,S.60); ausserdem weiter in Abraumhalden des Schiefer-Abbaus; in wärmeren Gegenden im bodensauren Magerrasen;
Bedrohung und Ausrottung
der Berghexe durch Aufgabe von Beweidung, durch Verbuschung der Magerrasen, weil sich dadurch das Kleinklima ändert (Bd.II,S.280); an der nördl. Frankenalb wurde die Schafbeweidung eingestellt, das Gelände ist verbuscht und die Berghexe ist verschwunden, weil die hohen Bodentemperaturen nicht mehr erreicht werden (Bd.I,S.60); auch Gefährdung durch Verbuschung und wildes Camping (Bd.I,S.108)
Flug Anfang August bis September (Bd.II,S.280)
Falter und Flügel:
Oberseite schwärzlich-grau, unterbrochene, weissliche Binde, beim Weibchen deutlich breiter als beim Männchen; mit zwei, beim Weibchen bis drei schwarz-weissen Augenflecken, beim Weibchen grösser als beim Männchen; Flügel-Unterseiten abwechselnd gräulich und weisslich marmoriert (Bd.II,S.280);
einbrütig (Bd.II,S.280)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: mittelgrosses, kalkweisses, längsgeripptes Ei (Bd.II,S.280)
Überwinterung: als junge Raupe (Bd.II,S.280)
Frühling: Raupe ausgewachsen längs weiss-schwarz-grau gestreift, lebt in Polstern z.B. von Schwingel-Arten (Festuca), kriecht von Polster zu Polster (Bd.II,S.280); auf der Frankenalp an Süssgräsern auf prallsonnigem, kalkschotter-durchsetzten Magerrasen; auch in bodensauren Magerweiden am Vinschgauer Sonnenberg (S-Tirol) (Bd.I,S.84);
Verpuppung: braune Puppe, in der Erde in einem "Kokon"; a. am Fuss der Grashorste (Bd.II,S.280)
Grasfalter:
Hipparchia-Falter:
Blaukernauge
(Minois dryas)
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Blaukernauge
                                weiblich
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Blaukernauge weiblich
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Blaukernauge weiblich
                                Unterseite
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Blaukernauge weiblich Unterseite
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Blaukernauge
                                männlich
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Blaukernauge männlich
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Blaukernauge männlich
                                Unterseite
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Blaukernauge männlich Unterseite

Vorkommen: Mittel- u. O-Europa, östlich bis Japan, im S bis in den N von Sp./Port., bis zum Alpen-Südfuss, bis in den Norden der Balkanhalbinsel; nicht in GB, nicht in Skand. (Bd.II, S.282); typisch für Pfeifengraswiese (Molinion) (Bd.I,S.98)  in Mitteleuropa in hochwüchsiger, saumartiger "Streuwiesen-Struktur", um Bamberg in Kiefernwaldgebieten gemäss Garthe ausgestorben; in den Donauauen im hochwüchsigen Saum von Nasswiesen, an sonnigen Berghängen im S-Tirol (z.B. Sonnenberg) in Geländesenken mit höherem Reitgras-Bewuchs (Calamagrostis); Flug Ende Juli bis September, bei grosser Hitze Sommerruhe in Büschen wie Wacholder in kühlen Senken (Bd.II,S.282)
Falter und Flügel: Oberseiten dunkelbraun, gefranst, Vorderflügel mit je zwei schwarz-blauen Augen, beim Weibchen viel grösser als beim Männchen; Vorderflügel-Unterseite ebenso; Hinterflügel-Unterseite z.T. grau marmoriert (Bd.II,S.282,283)
einbrütig (Bd.II,S.282)
Eiablage: "Eierstreuer"; Ei: sehr klein, fast dreieckig, zuerst fahlgelb, dann bräunlich-rosa (Bd.II,S.282)
Raupe: Überwinterung als "Eiraupe"
Frühling: weisslich-gelblich längs gestreift, grau-rötlich quer gestreift, schwarzer Längsstreifen am Rücken (Bd.II,S.283)
Verpuppung: ohne "Kokon", in Erdloch (Bd.II,S.282)
Nektar/Kohlehydratsaft: in den Donauauen v.a. an Blut-Weiderich, in trockenen Flächen an Skabiosen (Bd.II,S.282)
Grasfalter:
Hipparchia-Falter:
Rostbinde
(Hipparchia semele)
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Rostbinde weiblich
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Rostbinde weiblich
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Rostbinde männlich
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Rostbinde männlich
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Rostbinde Unterseite
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Rostbinde Unterseite

Vorkommen: fast in ganz Europa, nicht in N-Skand. (Bd.II,S.272); auf prallsonnigem, kalkschotter-durchsetztem Magerrasen: auf der Frankenalp; auch in bodensauren Magerweiden am Vinschgauer Sonnenberg (S-Tirol); auch an lichten Stellen in Sand-Kiefernwäldern (Bd.I, S.84) in bodensauren Sand-Kiefernwäldern (Dicrano-Pinion, Pulsatillo-Pinetalia) (Bd.I, S.80); auch Vorkommen in Hochheiden in niederschlagsreichen Mittelgebirgen, z.B. Calluna-Ginsterheiden (Bd.I, S.87); Saumfalter, a. auf Sandböden, in warmen und lichten Kiefernwäldern, auf warmen Zwergstrauchheiden, an Küstendünen (Bd.II,S.272); Flug Ende Juli bis September, im Saum oft zusammen mit Berghexe (Bd.II,S.272)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus; Oberseite rostbraun, Männchen mit undeutlich verschwommener, gelbbrauner Längsbinde, zwei dunkle, weissgekernte Augenflecken; Hinterflügel; deutlichere Binde mit einem kleinen, oft gelb-gerandeten Augenfleck; Weibchen-Oberseite mit unregelmässig heller, gelber Binde, breiter als beim Männchen, zwei grosse, weiss-gekernte Augenflecken; Hinterflügel-Unterseiten grau-braun marmoriert wie Rinde (Bd.II,S.272)
einbrütig (Bd.II,S.272)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: weiss, kugelig, deutlich gerippt (Bd.II,S.273)
Raupen:; befrisst Gräser: Schwingel-Arten (Festuca ovina, Festuca rubra), Rotes Straussgras (Agrostis tenuis), Silbergras (Corynephorus canescens) (Bd.II,S.272); frisst an Süssgräsern von kalkschotter-durchsetztem Magerrasen (Bd.I, S.84);
Überwinterung: als junge Raupe (Bd.II,S.272)
Frühling: ausgewachsen längs schwarz-braun-weisslich breit gestreift (Bd.II,S.272)
Verpuppung: in der Erde in einem "Kokon" (Bd.II,S.272)
Grasfalter:
Hipparchia-Falter:
Kleine Rostbinde
(Hipparchia statilinus)
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Kleine Rostbinde
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Kleine Rostbinde
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Kleine Rostbinde
                                Unterseite
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Kleine Rostbinde Unterseite

Vorkommen: typische Steppenart; N-Afrika, S-Europa, Kleinasien; Mitteleuropa: NL über norddt. Tiefebene bis Russland, in der Lüneburger Heide ausgestorben; in Osteuropa auch in "Kiefern-Steppenheiden", im Westen in den allerärmsten Magerrasen: Silbergras-Flechtenfluren von Sanddünen in Heidelandschaften, u. in Heide-Pioniergebüsch; in S-Europa auch in anderen Magerrasentypen (z.B. um Meran, S-Tirol); Flug Mitte August nach der Sommerdürre bei blühender Heide, Flug bis Ende September, kleine Gruppen grossflächig verteilt (Bd.II,S.278)
Falter und Flügel: Oberseiten dunkelbraun, zwei kleine weisse Flecken, grösseres schwarz-weisses Auge; Vorderflügel-Unterseite mit demselben Auge, aber orange-rot eingefasst; Hinterflügel-Unterseite grau bis grau-braun marmoriert; im N ist der Falter weniger bunt und kleiner als im S Europas (Bd.II,S.278)
Ei: weiss, gerippt, relativ gross (Bd.II,S.278)
Raupe: längs gestreift; Raupenentwicklung synchronisiert mit dem Heranwachsen von Silbergras (Corynephorus), Frass ab Ende Oktober, nachtaktiv, wenn der Nährstoffgehalt des Grases zunimmt (Bd.II,S.278);
Überwinterung: als Jungraupe; Winterruhe Dezember bis Januar, im Winter ausserhalb der Frostperiode tagaktiv (Bd.II,S.278)
Frühling: Frass ab Temperaturen über 5°C ab Februar, ausgewachsen Mitte Juni sandfarben gestreift mit dunkelgrünen dünnen Seitenstreifen und einem solchen Rückenstreifen, schwarz eingefasst; (Bd.II,S.278)
Verpuppung: braune Puppe in einem Kokon in Erdhöhle, rost-rot; Schlüpfen erst Mitte August (Bd.II,S.278)
Grasfalter:
Hipparchia-Falter:
Grosser Waldportier
(Hipparchia fagi)
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Grosser Waldportier
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Grosser Waldportier
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Grosser Waldportier,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Grosser Waldportier, Unterseite

Vorkommen: Mittelmeergebiet bis südliches Mitteleur. ohne Span./Port.; in SO-Europa bis S-Russland; Waldrandart, Männchen mit Territorialverhalten in der Baumschicht (Bd.II,S.274); in bodensauren Sand-Kiefernwäldern (Dicrano-Pinion, Pulsatillo-Pinetalia) (Bd.I, S.80); Flug Ende Juli bis September, nicht zur heissen Mittagszeit (Bd.II,S.274)
Falter und Flügel: grosser Falter, Vorderflügel bis 40 mm lang; Flügeloberseiten dunkel grau-braun, verschwommene Längsbinde auf den Vorderflügeln, mit schwarz-weissem Augenfleck, kleiner Fleck in der Mitte der Vorderflügelbinde; Unterseiten ähnlich; Hinterflügel-Unterseite mit kleinem schwarz-weissem Auge orange umrandet; rindenähnlich marmoriert, auch an der Unterseite des Vorderflügels an dessen Spitze (Bd.II,S.274,275)
einbrütig (Bd.II,S.274)
Eiablage: "Eihefter", gemäss Bink z.B. in die Polster vom Rot-Schwingel (Festuca rubra); Ei: gross, weiss, gerippt (Bd.II,S.274)
Überwinterung: als junge Raupe (Bd.II,S.274)
Raupe: ausgewachsen längs gestreift in verschiedenen Brauntönen, feine schwarze Punktereihen an den Seiten (Bd.II,S.274)
Verpuppung: in Erdhöhle in einem Kokon, rot-braune Puppe (Bd.II,S.274)
Nektar/Kohlehydratsaft: an "blutenden" Bäumen, an Streichködern der Schmetterlingssammler (Bd.II,S.274)
Grasfalter:
Hipparchia-Falter:
Kleiner Waldportier,
(Hipparchia alcyone)
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Kleiner Waldportier
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Kleiner Waldportier
Schmetterlinge:
                                Hipparchia-Falter: Kleiner Waldportier,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Kleiner Waldportier, Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, S- u. Mitteleuropa, im Norden bis zur Linie Paris-Vogesen-Berlin, aber lokal auch in S-Norwegen, nicht auf GB, nicht im W-Europa (Bd.II,S.276); "Sandfalter", an besonnten Rändern lichter, trockener Kiefernwälder und Kiefernforsten, an sonnigen Lichtungen in Kiefernwäldern; in bodensauren Sand-Kiefernwäldern (Dicrano-Pinion, Pulsatillo-Pinetalia) (Bd.I, S.80); in den deutschen Mittelgebirgen z.T. ausgestorben; in Frkr. gemäss Bink auch im Volltrockenrasen (Xerobromion), z.B. an der Maas (Bd.II,S.276); Männchen mit Territorialverhalten in der Krautschicht; Flug Juli und August, etwas früher als der Grosse Waldportier; kein Flug über die heisse Mittagszeit und am heissen Nachmittag; Sonnen mit zusammengeklappte Flügeln auf Waldwegen, Mittagshitze an beschatteten Kiefernstämmen einige Schritte tief im Wald (Bd.II,S.276)
Falter und Flügel: ähnlich dem Grossen Waldportier, aber deutlich kleinere Flügel: Vorderflügel nur bis 33 mm lang; Hinterflügel-Unterseite ohne Auge (Bd.II,S.274,275)
einbrütig (Bd.II,S.276)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: weisslich, relativ gross, deutlich längsgerippt (Bd.II,S.276)
Raupe: längs gestreift (Bd.II,S.276)
Überwinterung: als halb erwachsene Raupe (Bd.II,S.276)
Frühling: ausgewachsene Raupe längs gestreift in Sandtönen, dunkelbrauner Rückenstreifen (Bd.Ii,S.276)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Witwenblume, Flockenblumen, und an Quendelpolstern, letzteres oft gemeinsam mit der Rostbinde (Bd.II,S.276)
Grasfalter:
Hipparchia-Falter:
Weisser Waldportier
(Brintesia circe)
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter:
                                Weisser Waldportier
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Weisser Waldportier
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter:
                                Weisser Waldportier, Unterseite
Schmetterlinge: Hipparchia-Falter: Weisser Waldportier, Unterseite

Vorkommen: ist ein kontinentaler Steppenschmetterling (Bd.I, S.90), S-Europa, südliches Mitteleuropa, z.B. Altmühlalb, Oberpfälzer Jura, Mainfranken, Kaiserstuhl, Vogesen (Bd.II,S.270); lebt im Steppenrasen (Festucetalia), in W-Europa nur in sommertrockenen Gebieten (S.90), verbreitet in Juralandschaften der Oberpfalz um Regensburg und auf der Altmühlalb (Südzug der Frankenalb), nicht im regenreicheren Nordzug der Frankenalb, verbreitet in Mainfranken im Regenschatten der Rhön (Bd.I, S.51); besiedelt kniehohen Magerrasen mit Gebüsch oder einzelnen Bäumen, v.a. Eichen; Flug Ende Juli, kein Flug in der Mittagshitze; die Weibchen leben lang (Bd.II,S.270)
Falter und Flügel: sehr grosser Falter, Weibchen mit Vorderflügeln um 40 mm; Oberseite vordere Hälfte schwarz, Vorderflügel-Oberseite mit weisser Fleckenbinde, äusserstes Segment in zwei Teile unterbrochen, hinterer Teil dunkelbraun, schwarz-weiss gefranst; Hinterflügel-Oberseite mit durchgezogener weisser Binde; Flügel-Unterseiten ähnlich, aber rindenartig marmoriert (Bd.II,S.269-271)
einbrütig (Bd.II,S.270)
Eiablage: "Eierstreuer"; Ei: bräunlich-fleischfarben, klein (Bd.II,S.270)
Raupen deutlich weiss-schwarz längs gestreift; frisst an höher produktiven Gräsern wie Aufrechter Trespe (Bromus erectus), Raygräser (Lolium) und Schwingel-Arten (Festuca) (Bd.II,S.270)
Überwinterung als junge Raupe im Grashorst (Bd.II,S.270)
Nektar/Kohlehydratsaft: Männchen saugen gern an der Wolldistel (Cirsium eriophorum), Weibchen gern an "blutenden" Eichen (Bd.I, S.62,95); die Wolldistelflur wachsen an gestörten Stellen von Schafweidegebieten; Gefährdung durch Einstellen der Schafbeweidung: Disteln in felsdurchsetzten Trockenrasen werden immer weniger, die Bestände des Weissen Waldportiers gehen zurück (Bd.I, S.95).
Grasfalter:
Moorenfalter:
Erebia meolans
Vorkommen: montane Stufe in höheren Mittelgebirgen in S- u. Mitteleuropa, z.B. Schwarzwald, Vogesen, Thüringer Wald (zw. 600 u. 900 m Höhe), und in den Alpen; in Waldlichtungen, an Waldschlagstellen an der neu entstandenen Grasflur (Bd.II, S.264); auf Borstgrasrasen in Schottland (Bd.I,S.87); Flug Mitte Juni bis Mitte Juli (Bd.II,S.264)
Falter und Flügel: ist die montane "Schwesternart"  des Frühlings-Mohrenfalters (Erebia medusa); Oberseite Dunkelbraun, auf dem Vorderflügel orange-rote Binde mit drei grossen weiss-schwarzen Augen und einem kleinen Auge, auf dem Hinterflügel mit schwarz-weissen Augen orange-rot umrahmt (Bd.II,S.264)
einbrütig (Bd.II,S.264)
Ei: oben abgerundet, ansonsten kugelförmiger als die Eier anderer Erebia-Arten (Bd.II,S.264)
Raupe: überwintert; frisst an Gräsern; ausgewachsen grün, dunkle Längsstreifen am Rücken und an den Seiten (Bd.II,S.264)
Verpuppung: im Gras stehend (Bd.II,S.264)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Waldschlagstellen an Habichtskraut (Hieracium) und Fuchs-Kreuzkraut (Senecio fuchsii)
Grasfalter:
Moorenfalter:
Gelbbindiger Moorenfalter
(Erebia meolans)
Schmetterlinge:
                                Moorenfalter: Gelbbindiger Moorenfalter
Schmetterlinge: Moorenfalter: Gelbbindiger Moorenfalter
Schmetterlinge:
                                Moorenfalter: Gelbbindiger Moorenfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Moorenfalter: Gelbbindiger Moorenfalter, Unterseite

Vorkommen: Gebirgsart, montan ; gestörte Stellen ; Waldwiese, Waldlichtung.
Grasfalter:
Moorenfalter: Frühlingsmoorenfalter
(Erebia medusa)
Schmetterlinge:
                                Moorenfalter: Frühlingsmoorenfalter
Schmetterlinge: Moorenfalter: Frühlingsmoorenfalter
Schmetterlinge:
                                Moorenfalter: Frühlingsmoorenfalter
                                Unterseite
Schmetterlinge: Moorenfalter: Frühlingsmoorenfalter Unterseite

Vorkommen: Mitteleuropa bis Ardennen, nicht in N-Europa ab Mittel-Dtld, fehlt im S und W; östlich bis Asien (Bd.II,S.260) recht standorttreu, im frischen, recht hochwüchsigen, mageren Grasland, nahe Waldränder oder Gebüsch; gemäss Bink in der Eifel a. an trockeneren Stellen bis in den Trespen-Halbtrockenrasen; Flug ab Ende Mai / Anfang Juni; (Bd.II,S.260);
Falter und Flügel: deutsche Namengebung von Weidemann (Bd.II,S.259); Oberseiten dunkelbraun, Oberflügel mit zwei kleinen schwarz-weissen Augen im orangen Feld, beim Weibchen grösser als beim Männchen; am Hinterflügel deren drei, aber sehr klein; Unterseiten ähnlich wie Oberseiten (Bd.II,S.260,261)
einbrütig (Bd.II,S.260)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: gross, gelb, abgeplattet, schwache Längsrippen (Bd.II,S.260)
Raupe: grün, nachtaktiv, tagsüber verborgen, frisst an Gräsern wie Pfeifengras (Molinia), Zwenke (Brachypodium) (Bd.II,S.260)
Überwinterung als halb erwachsene Raupe am Boden (Bd.II,S.260)
Frühling: ausgewachsene Raupe grün, beborstet, dunkle, seitlich hellbeige begrenzte Längslinie am Rücken (Bd.II,S.260)
Verpuppung: beige, dunkelbraune Querstreifen, dunkelbraune Punkte, aufrecht im Grashorst (Bd.II,S.260)
Grasfalter:
"
Graubindiger Moorenfalter"
(Erebia aethiops)
Schmetterlinge: Moorenfalter:
                                Graubindiger Moorenfalter
Schmetterlinge: Moorenfalter: Graubindiger Moorenfalter
Schmetterlinge: Moorenfalter:
                                Graubindiger Moorenfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Moorenfalter: Graubindiger Moorenfalter, Unterseite

Vorkommen: südliches Mitteleuropa, O-Eur., N-England, Schottland; nicht im Mittelmeergebiet, nicht in SW-Eur., nicht in Skand.; in höherwüchsigen Grasfluren wie Waldlichtungen, hochwüchsigen Krautsäumen lichter Wälder, im Saum lichter Kiefernbestände, nicht im offenen Magerrasen, gemäss Hasselbach in warm-feuchten, hochwüchsigen Waldsäumen, in engen Lichtungen lichter Eichenmischwälder, vereinzelt a. auf frischen Wiesen; Flug im Hochsommer Ende Juli bis Ende August (Bd.II,S.262)
Falter und Flügel: deutsche Namengebung von Weidemann; Oberseiten dunkelbraun-orange Binde mit schwarz-weissen Augen drin, Vorderflügel 4 grössere, Hinterflügel 4 kleinere Augen; Hinterflügel-Unterseite mit grauer Längsbinde, beim Weibchen heller und deutlicher als beim Männchen, das Männchen mit zwei kleinen schwarz-weissen Augen drin (Bd.II,S.259)
einbrütig (Bd.II,S.262)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: relativ gross, zuerst weisslich, dann gefleckt (Bd.II,S.262)
Raupe: überwintert als junge Raupe am Boden (Bd.II,S.262)
Frühling: hellbraun, weiss genoppt, dunkle Seitenflecken-Reihen (Bd.II,S.263)
Verpuppung: im Gras liegend oder aufrecht stehend (Bd.II,S.262)
Nektar/Kohlehydratsaft: im Hochsommer z.B. an Skabiosen (Scabiosa, Knautia) und Disteln (z.B. Carduus defloratus) (Bd.II,S.262)
Grasfalter:
"
Weissbindiger Moorenfalter"
(Erebia ligea)
Schmetterlinge:
                                Moorenfalter: Weissbindiger Moorenfalter
                                braun-orange
Schmetterlinge: Moorenfalter: Weissbindiger Moorenfalter braun-orange
Schmetterlinge:
                                Moorenfalter: Weissbindiger Moorenfalter
                                rötlich
Schmetterlinge: Moorenfalter: Weissbindiger Moorenfalter rötlich
Schmetterlinge:
                                Moorenfalter: Weissbindiger
                                Moorenfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Moorenfalter: Weissbindiger Moorenfalter, Unterseite

Vorkommen:  in Gebirgen Mitteleuropas, z.B. in der Auvergne, Eifel, deutsche Mittelgebirge, Alpen, Apennin, Gebirge der Balkanhalbinsel, von Skand.; im östlichen Ostseegebiet; besiedelt die Grenze von Kiefernwäldern zu hochwüchsigen Kalktrockenrasen; Anzeiger: Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata), Rotbrauner Sumpfwurz (Epipactis atrorubens), Wald-Anemone (Anemone sylvestris), Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum); Flug in Schwärmen nur alle zwei Jahre, da zweijähriger Entwicklungszyklus, im Frankenjura z.B. in ungeraden Jahren häufiger; im südlichen Frankenjura nur vereinzelt (Bd.II,S.266)
Falter und Flügel: deutsche Namengebung von Weidemann (Bd.II,S.259); Oberseite braun, regelmässig weiss-braun gefranst; breite orange-rote Binde über Ober- und Unterflügel hinweg, darin am Oberflügel drei schwarz-weisse Augen, ein kleines Auge, am Unterflügel je 3 kleine schwarz-weisse Augen; Hinterflügel-Unterseite braun, schmale weisse Binde, zwei grössere orange umrandete schwarze Flecken, und ein winziger (Bd.II,S.266,267)
zweijähriger Entwicklungszyklus (Bd.II,S.266)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: abgeplattet, Längsrippen, mittelgross (Bd.II,S.266)
erste Überwinterung als Ei (Bd.II,S.266)
Raupe: frisst Gräser wie Rot-Schwingel (Festuca rubra), Aufrechte Trespe (Bromus erectus), Dreizahn (Danthonia decumbens), in der Magerwiese auch an Pfeifengras (Molinia) und an Reitgras-Arten (Calamagrostis) (Bd.II,S.266)
zweite Überwinterung als halberwachsene Raupe (Bd.II,S.266)
Frühling: Raupe ausgewachsen gräulich, schwarze, feine Punktereihen an den Seiten (Bd.II,S.266)
Nektar/Kohlehydratsaft: Taubenskabiose (Scabiosa columbaria), Witwenblume (Knautia) (Bd.II,S.266)
Grasfalter:
"
Weissrandiger Moorenfalter"
(Aphantopus hyperantus)
Schmetterlinge:
                                Moorenfalter: Weissrandiger
                                Moorenfalter
Schmetterlinge: Moorenfalter: Weissrandiger Moorenfalter
Schmetterlinge:
                                Moorenfalter: Weissrandiger
                                Moorenfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Moorenfalter: Weissrandiger Moorenfalter, Unterseite

Vorkommen: Europa, nicht im Hohen Norden, fehlt z.T. in Mittelmeergebieten; östlich bis Sibirien; liebt Waldränder und höherwüchsiges, feuchtes Grasland, gern in luftfeuchten, engen Lichtungen mit höherem Bewuchs, und an "Grenzen" zw. Kalktrockenrasen und Wald, zw. Sand-Trockenrasen und Kiefernwald; a. a Bahndämmen, Grabenböschungen; Flug Mitte Juli bis Ende Juli (Bd.II,S.258)
Falter und Flügel: deutsche Namengebung von Weidemann (Bd.II,S.259); Oberseiten braun, auf jedem Flügel zwei kleine schwarze Augen mit weissem Zentrum; Unterseiten gelblich-braun, gelb geringte schwarze Augen mit weissen Zentrum: Vorderflügel-Unterseite zwei, Hinterflügel-Unterseite fünf solche Augen (Bd.II,S.258)
einbrütig (Bd.II,S.258)
Eiablage: "Eierstreuer"; Ei: halbkugelförmig, rund, wenig strukturiert, blassgrün (Bd.II,S.258)
Raupe: im dunklen, feuchten Gras, befrisst Grasarten höherer Produktion, z.B. Fieder-Zwenke (Brachypodium), Knäuelgras (Dactylis), Schwingel-Arten (Festuca), Lieschgras (Phleum) (Bd.II,S.258)
Überwinterung: als junge Raupe in der Bodenvegetation (Bd.II,S.258)
Frühling: ausgewachsen gräulich, geborstet, mit einem dunklen Rückenstreifen,  in Saumstrukturen (Bd.II,S.258)
Verpuppung: dunkelbraune Puppe, aufrecht stehend im Grashorst (Bd.II,S.258)
Nektar/Kohlehydratsaft: z.B. an Skabiose (Knautia, Scabiosa), Kreuzkraut (Senecio), Grasnelke (Armeria), Wasserdost (Eupatorium) (Bd.II,S.258)
Grasfalter: Ochsenauge

Grasfalter:
Grosses Ochsenauge
(Maniola jurtina)
Schmetterlinge: Grosses
                                Ochsenauge
Schmetterlinge: Grosses Ochsenauge
Schmetterlinge: Grosses
                                Ochsenauge, Unterseite
Schmetterlinge: Grosses Ochsenauge, Unterseite

Vorkommen: ganz Europa, nicht im Hohen Norden; in N-Afrika, östlich bis zum Ural und bis Anatolien (Bd.II,S.252); im mageren Grünland in frischen Wiesen und Waldsäumen (Glatthafer- u. Pfeifengraswiesen, im Westen auch Magerrasen); Flug Juli und August, Weibchen leben sehr lang, gemäss Bink bis 40 Tage, Flugzeit bis September möglich, Wanderung von Saugplatz zu Saugplatz für gute Ernährung für Eiablage; im Mittelmeergebiet 1 Monat Sommerruhe (Bd.II,S.252)
Falter und Flügel: Oberseite braun, kleines schwarzes Auge mit weissem Fleck in der Spitze des Oberflügels, beim Weibchen deutlich grösser als beim Männchen; Unterseiten rotbraun, mit Augenfleck der Oberseite; Hinterflügel-Unterseite gelblich-braun, breite weissliche Binde (Bd.II,S.252,253)
einbrütig (Bd.II,S.252)
Eiablage: spät, "Eihefter": auf Gräsern und dürrer Materie in Erdnähe; gemäss Riesch auch "Eierstreuer", also "Mischablage"; Ei: kegelförmig, Längsrippen, oben abgeplattet (Bd.II,S.252)
Raupe: frisst hochproduktive Gräser, z.B. Knäuelgras (Dactylis glomerata), Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense), Wiesen-Rispengras (Poa pratensis);
Überwinterung als junge Raupe, bei frostlosen Wintern frisst sie weiter (Bd.II,S.252); Frühling: ausgewachsen ab Mitte Juni hellgrün, fein behaart (Bd.II,S.252)
Verpuppung: Stürzpuppe, grün, einige schwärzliche Flecken und Streifen (Bd.II,S.253)
Grasfalter:
Kleines Ochsenauge
(Hyponephele lycaon)
Schmetterlinge: Kleines
                                Ochsenauge männlich
Schmetterlinge: Kleines Ochsenauge männlich
Schmetterlinge: Kleines
                                Ochsenauge weiblich
Schmetterlinge: Kleines Ochsenauge weiblich
Schmetterlinge: Kleines
                                Ochsenauge, Unterseite
Schmetterlinge: Kleines Ochsenauge, Unterseite

Vorkommen: S- u. Mitteleuropa, in weiten Teilen W-Europas nicht vorhanden, nicht in Skand., nicht in GB; östlich bis Zentralasien; in West-Dtld. immer seltener, noch in O-Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Ost-Dtld. um Dresden; im trockenen, warmen, steppenartigen Magerrasen mit lückigem Bewuchs mit grossem Anteil nackter Erde, im Sandrasen der Tieflandheiden, oder im gerölldurchsetzten Trespen-Trockenrasen, liebt Sommertrockenheit, sind auf der Erde sehr gut getarnt (Bd.II,S.256)
Falter und Flügel: ähnlich wie Grosses Ochsenauge, aber deutlich kleinerer Wuchs: Oberseite braun, kleines schwarzes Auge mit weissem Fleck in der Spitze des Oberflügels, beim Weibchen zwei Augen pro Flügel; Unterseiten rotbraun, mit Augenfleck der Oberseite; Hinterflügel-Unterseite gelblich-braun, breite weissliche Binde (Bd.II,S.252,253,256)
einbrütig (Bd.II,S.256)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: kegelförmig zugespitzt, oben abgeflacht, weisslich rosa, Längsrippen (Bd.II,S.256)
Raupe: hellgrün, ein schmaler rot-weisser Seitenstreifen (Bd.II,S.256)
Überwinterung als Eiraupe ohne Nahrungsaufnahme (Bd.Ii,S.256)
Frühling: Raupe frisst magere Gräser wie Echten Schwingel (Festuca ovina) und Rot-Schwingel (Festuca rubra) (Bd.II,S.256)
Verpuppung: graue od. braune Stürzpuppe, in einem "Zelt" aus zusammengesponnenen Blättern (Bd.II,S.256)
Grasfalter:
Rotbraunes Ochsenauge
(Pyronia tithonus)
Schmetterlinge: Rotbraunes
                                Ochsenauge weiblich
Schmetterlinge: Rotbraunes Ochsenauge weiblich
Schmetterlinge: Rotbraunes
                                Ochsenauge männlich
Schmetterlinge: Rotbraunes Ochsenauge männlich
Schmetterlinge: Rotbraunes
                                Ochsenauge, Unterseite
Schmetterlinge: Rotbraunes Ochsenauge, Unterseite

Vorkommen: S- u. Mitteleuropa, S-England, gemäss Garthe a. auf Korsika, nördlich bis DK, östlich bis Sibirien; in Mitteleuropa warm-luftfeuchte, lichte Eichen-Mischwälder, an Waldsäumen, auf verbuschendem Halbtrockenrasen, an vorgelagerten Brombeerdickichten, gemäss Riesch a. in Sandgebieten und um Brombeersträucher mit Revierverhalten; gemäss Wagener in NW-Dtld. in Calluna-Heiden, Kiefernwaldgebieten, am Rand von Hoch- und Zwischenmooren; durch "moderne Forstwirtschaft" starke Gefährdung bis zur Ausrottung (Bd.II,S.254)
Falter und Flügel: Oberseite: breiter brauner Rand, innen orange ohne Unterteilungen, Oberflügel mit je einem schwarzen Auge mit weissem Punkt; Hinterflügel-Unterseite braun, beim Weibchen heller als beim Männchen (Bd.II,S.254)
einbrütig (Bd.II,S.254)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: kegelförmig, Längsrippen, oben abgeplattet, etwas grösser als jenes vom Grossen Ochsenauge (Bd.II,S.254)
Raupe: frisst an hochproduktiven Gräsern wie Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense), Knäuelgras (Dactylis) und Schwingel-Arten (Festuca); zwei Färbungstypen: grau oder grün; dunkle Längsstreifen am Rücken (Bd.II,S.254)
Verpuppung: Stürzpuppe, braun, einige schwarze Flecken und Streifen (Bd.II,S.253,254)
Grasfalter:
Schachbrettfalter
(Melanargia galathea)
Schmetterlinge: Schachbrettfalter
                                (melanargia galathea)
Schmetterlinge: Schachbrettfalter (melanargia galathea)
Schmetterlinge: Schachbrettfalter
                                (melanargia galathea), Unterseite
Schmetterlinge: Schachbrettfalter (melanargia galathea), Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, S- u. Mitteleuropa, S-Russland, Kaukasus, N-Anatolien; nicht in NW-Eur., nicht in Skand.; grosse Zuwanderung im 19.Jh. nach Europa; trockene bis frische Magerrasen, im Saum ungedüngter Wiesen; starke Gefährdung durch intensivierte Landwirtschaft (Bd.II,S.250,251); Flug Mitte Juni bis August (Bd.II,S.251)
Falter und Flügel: schachbrettartig schwarz-weiss; Unterseiten mit weissen und hellgrauen Binden mit schwarzer Äderung und kleinen, schwarz-weissen Augen (Bd.II,S.251)
einbrütig (Bd.II,S.251)
Eiablage: "Eierstreuer", Ei fällt am Gras zu Boden; Ei: weisslich, rundlich, unten abgeflacht, keine Struktur, gross (Bd.II,S.251)
Überwinterung als Eiraupe ohne Nahrungsaufnahme (Bd.II,S.251)
Raupen im Frühling:
nachtaktiv, am Tag verborgen; grau-braun oder grün, deutliche Seitenstreifen; fressen an produktiven Gräsern wie Schwingelgras (Festuca) und Zwenke (Brachypodium) je nach Nährstoffgehalt der Gräser (Bd.II,S.251)
Verpuppung: aufrecht im Grashorst stehend (Bd.II,S.251)
Nektar/Kohlehydratsaft: Korbblütler, z.B. Flockenblume (Centaurea) und Skabiosen (Scabiosa, Knautia) (Bd.II,S.250)
Grasfalter:
Wiesenvögelchen
(Coenonympha-Typ)
Flug: ruhen mit zusammengeklappten Flügeln, eher hüpfender Flug (Bd.II,S.284)
Falter und Flügel: wenig auffällig, klein wie etwa die Bläulinge mit Vorderflügellängen von 15-20 mm Länge; Hinterflügel-Unterseiten mit dünnen, silbrigen Binden
Ei: relativ gross, ausser beim Gemeinen Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) (Bd.II,S.284)
Raupen eher klein, grün, nackt, gestreckte Form, beweglich, mit Längsstreifen (Bd.II,S.284)
Grasfalter: Wiesenvögelchen (coenonympha oedippus)
Schmetterlinge: Gemeines
                                Wiesenvögelchen
Schmetterlinge: Wiesenvögelchen
Schmetterlinge: Gemeines
                                Wiesenvögelchen, Unterseite
Schmetterlinge: Wiesenvögelchen, Unterseite

Vorkommen: der Falter ist die submediterrane Schwesternart vom Wald-Wiesenvögelchen; an isolierten Standorten von SW-Frankreich bis Japan, nicht im nördl. Mitteleuropa, fehlt a. in N-Europa, in Dtld. vermutlich ausgestorben; im Saum von Silberweiden-Auenwäldern der Strom-Auen, in lichten Eichen-/Birkenwäldern um üppig wachsende Pfeifengrasbestände; in Pfeifengras-Mähwiesen in der Umgebung von Grossseggenriedern; Flug Ende Juni bis August (Bd.II,S.286)
Falter und Flügel: vergleichsweise grosse Vorderflügel mit ca. 21 mm Länge; Oberseiten schwarz-braun; Unterseiten helles, goldfarbenes Braun; Vorderflügel-Unterseiten am Rand mit kleinen, hell gerandeten Flecken; Hinterflügel-Unterseite mit einer Kette von 5 schwarz-weissen Augen gelb umrandet, u. 1 kleiner schwarzer Fleck gelb umrandet (Bd.II,S.286);
einbrütig (Bd.II,S.286)
Eiablage: "Eihefter" an Gräsern; Ei: gross, blaugrün (Bd.II,S.286)
Raupe: gelblich-grün (Bd.II,S.286)
Überwinterung: als junge Raupe, in der Winterpause bräunlich verfärbt (Bd.II,S.286)
Frühling: ausgewachsen gelblich-grün, dunkle Längsstreifen, frisst an Pfeifengras (Molinia), Wollgras (Eriophorum), Herse-Segge (Carex panicea) (Bd.II,S.286)
Verpuppung: Stürzpuppe, auffallend schlank (Bd.II,S.286)

Grasfalter:
Wiesenvögelchen:
Gemeines Wiesenvögelchen / Kleines Wiesenvögelchen / Kleiner Heufalter
 (Coenonympha pamphilus)
Schmetterlinge: Gemeines
                                Wiesenvögelchen / Kleines
                                Wiesenvögelchen / Kleiner Heufalter
Schmetterlinge: Gemeines Wiesenvögelchen / Kleines Wiesenvögelchen / Kleiner Heufalter
Schmetterlinge: Gemeines
                                Wiesenvögelchen / Kleines
                                Wiesenvögelchen / Kleiner Heufalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Gemeines Wiesenvögelchen / Kleines Wiesenvögelchen / Kleiner Heufalter, Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, ganz Europa, nicht im Hohen Norden; östlich bis Sibirien (Bd.II,S.288); auf Borstgrasrasen (Bd.I,S.87) im mageren Grasland bei mittleren Niederschlägen, auf allen Bodentypen, von 0m bis zur montanen Stufe; gern an besonnten Hängen und Lehnen; Flug Mitte Mai bis Oktober in mehreren Generationen (Bd.II,S.288)
Falter und Flügel: klein, Vorderflügel nur ca. 15 mm lang; Oberseiten gelblich-braun mit dunkelgrauem Rand; Vorderflügel mit schwachem schwarz-weissem Augenfleck, gelb umrandet; Unterseite des Vorderflügel ähnlich der Oberseite, mit deutlichem schwarz-weissen Augenfleck, gelb umrandet; Hinterflügel-Unterseite gräulich-bräunlich, innen schwarz, gegen aussen eine Reihe brauner Flecke (Bd.II,S.288);
mehrbrütig (Bd.II,S.288)
Eiablage: grössere Eizahl als andere Coenonympha-Arten; Ei: relativ klein, kegelförmig, oben abgeflacht, dunkler Streifen um die Mitte, giftgrün, dann gelblich
Raupen: gräulich-grün; entwickeln sich gemäss Bink verschieden lang, 41 bis 65 Tage bei gleichen Bedingungen (Bd.II,S.288)
Überwinterung: als junge Raupe am Boden (Bd.II,S.288);
Frühling: ausgewachsen grün mit dunklem Längsstreifen am Rücken, frisst fast alle Arten von Gräsern, z.B. am Rispengras (Poa annua) oder am Echten Schwingel (Festuca ovina) (Bd.II,S.288)
Verpuppung: Stürzpuppe, verschiedene Farbtönungen, oft weisslich-grau (Bd.II,S.288)
Grasfalter:
Wiesenvögelchen:
Moor-Wiesenvögelchen / Grosses Wiesenvögelchen
(Coenonympha tullia)
Schmetterlinge: Grosses
                                Wiesenvögelchen, Unterseite
Schmetterlinge: Grosses Wiesenvögelchen, Unterseite


Vorkommen: auf der gesamten nördlichen Halbkugel ("holarktisch"), östlich bis zum Pazifik; bewohnt Tiefland-Hochmoore, hochmontane Moore, torfige Wiesenmoore, Quellmoore, wo Wollgräser und Seggen vorkommen (Bd.II,S.292); auf Borstgrasrasen in Schottland (Bd.I,S.87); Flug Juni und Juli, hüpfender Flug; Gefährdung: Bestand in Dtld. sehr rückläufig , im westlichen Münsterland vielerorts ausgerottet (Bd.II,S.292)
Falter und Flügel: Vorderflügel-Oberseite blass sandfarben, dunklerer, graubrauner Rand; kleiner Augenfleck; Hinterflügel-Oberseite grau-braun; Vorderflügel-Unterseite ähnlich wie Oberseite, Augenfleck deutlicher; Hinterflügel-Unterseite braun bis dunkelbraun, schwarze Augenkette am Rand entlang, jeweils hell-orange umrandet, 5 grosse, 2 kleine Augen, gegen innen unregelmässige weisse Binde mit U-Einbuchtungen; Variationen: in GB und Skand. solche ähnlich dem Gemeinen Wiesenvögelchen, in NW-dt. Hochmooren viel dunklere Form (Bd.II,S.292)
einbrütig (Bd.II,S.292)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: relativ gross, gelb-grün (Bd.II,S.292)
Raupen: grün (Bd.II,S.292)
Überwinterung: als Raupe (Bd.II,S.292);
Frühling: Raupen fressen in Mooren (Bd.I,S.92) an Wollgräsern (Eriophorum) und Seggen (z.B. Carex rostrata); ausgewachsen grün, mit hellgelben Längsstreifen (Bd.II,S.293)
Verpuppung: ähnlich der vom Gemeinen Wiesenvögelchen (Bd.II,S.292)
Grasfalter:
Wiesenvögelchen:
Perlgrasfalter
(Coenonympha arcania)
Schmetterlinge:
                                Wiesenvögelchen: Perlgrasfalter
                                männlich
Schmetterlinge: Wiesenvögelchen: Perlgrasfalter männlich
Schmetterlinge:
                                Wiesenvögelchen: Perlgrasfalter
                                Unterseite
Schmetterlinge: Wiesenvögelchen: Perlgrasfalter Unterseite

Vorkommen: S- u. Mitteleuropa, bis S-Schweden, nicht im NW und nicht in GB; in NL auf Süd-Veluwe; östlich bis in den Ural; bewohnen buschreiche Graslandschaften und Säume mit Hecken, Säume lichter Laubwälder mit frischen Wiesen daneben, auch in lichten Eichenmischwäldern; Flug Mitte bis Ende Juni, sitzen mit geschlossenen Flügeln, fliegen hüpfend in Kopfhöhe im Laub von Gebüsch und in Waldmänteln (Bd.II,S.290)
Falter und Flügel: relativ gross mit Vorderflügellänge bis 20 mm; Oberseite hell-orange-braun, weisse Fransen, Rand breit dunkelbraun; Hinterflügel-Oberseite dunkelbraun, ohne oder bis zu zwei Augenflecken; Vorderflügel-Unterseite orange, unscharfer schwarzer Rand, kleiner schwarz-weisser Augenfleck; Hinterflügel-Unterseite orange-braun-gräulich mit breiter, am Rand zwei grosse und zwei kleine schwarz-weisse Augen, orange umrandet, dann weisse Längsbinde, dann ein grosser schwarz-weisser Augenfleck gelb umrandet (Bd.II,S.290)
einbrütig (Bd.II,S.290)
Eiablage: an Gräser geheftet; Ei: relativ gross, kegelförmig, oben abgeplattet, feine Längsrippen, gelb, mit kleinsten Punkten gesprenkelt (Bd.II,S.290)
Raupen: grasgrün (Bd.II,S.290)
Überwinterung: als junge Raupe (Bd.II,S.290)
Frühling: ausgewachsen grün mit hellgrünen Längsstreifen, befrisst Gräser, z.B. Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum) und Echten Schwingel (Festuca ovina)
Verpuppung: weisslich-graue Stürzpuppe, schwarze Längsstreifen, schwarze Fleckenreihe am Rücken (Bd.II,S.290,291)
Grasfalter:
Wiesenvögelchen:
Rostbraunes Wiesenvögelchen
(Coenonympha glycerion)
Schmetterlinge: Rostbraunes
                                Wiesenvögelchen männlich
Schmetterlinge: Rostbraunes Wiesenvögelchen männlich
Schmetterlinge: Rostbraunes
                                Wiesenvögelchen weiblich
Schmetterlinge: Rostbraunes Wiesenvögelchen weiblich
Schmetterlinge: Rostbraunes
                                Wiesenvögelchen, Unterseite
Schmetterlinge: Rostbraunes Wiesenvögelchen, Unterseite

Vorkommen im östlichen S- und Mitteleuropa, in S-SF, in N-Frankreich, nicht in W-Europa, nicht in Skand., nicht in GB; östlich bis Sibirien (Bd.II,S.294);
-- in Frankreich nur in Trespen-Trockenrasen (Meso- u. Xero-Bromion),
-- westlich der Elbe im trockenen Magerrasen
-- östlich der Elbe im trockenen Magerrasen u. a. auf Feuchtwiesen ["Klima-Kompensation"] (Bd.I,S.53);
-- im Fichtelgebirge und Oberpfälzer Wald in feuchten Kiefernwaldmoorgebieten und Hochmoorgebieten, in bodensauren, nicht zu trockenen Magerrasen;
-- im wärmeren Frankenjura nur an kühleren Montan-Standorten,
-- in Mittelfranken an hoher Luftfeuchtigkeit an Flussauen;
-- N-Dtld: "trockene Wiesen";  Flug Ende Juni bis Juli (Bd.II,S.29)
Falter und Flügel: grau gefranst; Oberseiten rostbraun; Vorderflügel-Unterseite rötlich rostbraun, grauer Rand, schwarz-weisses Auge, hellgelb umrandet, und winzige weitere Augen; Hinterflügel-Unterseite braun bis dunkelgrau, Augenkette mit kleinen schwarz-weissenAugen, hellgelb umrandet; gegen innen unregelmässige weisse Flecken; silbriger Aussenrand (Bd.II,S.294)
einbrütig (Bd.II,S.294)
Eiablage: "Eihefter"; Ei: relativ gross, kegelförmig (Bd.II,S.294)
Raupen: grün (Bd.II,S.294)
Überwinterung: als kleine, junge Raupe (Bd.II,S.294)
Frühling: beginnt relativ spät mit Fressen, dann an später austreibenden Gräsern, angepasst an die Produktionswellen der Gräser von Grossseggenriedern und Pfeifengraswiesen:
-- in Trespen-Trockenrasen an Fiederzwenke (Brachypodium pinnatum)
-- in Moorgebieten an Pfeifengras (Molinia) und Seggen (Carex) (Bd.II,S.294)
Verpuppung: weisslich-graue Stürzpuppe ohne jede Zeichnung (Bd.II,S.294)
Grasfalter:
Wiesenvögelchen:
Wald-Wiesenvögelchen
(Coenonympha hero)

Schmetterlinge:
                                Waldwiesenvögelchen männlich
Schmetterlinge: Waldwiesenvögelchen männlich
Schmetterlinge:
                                Waldwiesenvögelchen weiblich
Schmetterlinge: Waldwiesenvögelchen weiblich
Schmetterlinge:
                                Waldwiesenvögelchen Unterseite
Schmetterlinge: Waldwiesenvögelchen Unterseite

Vorkommen: ist eine osteuropäische-kontinentale Art, die viel Licht und Wärme liebt (Bd.I, S.108), in S-Schweden, Mitteleuropa v. N-Frkr. an nach Osten, in NL ausgestorben, im restlichen W-Eur. stark bedroht; im Mittelwald mit Buschgruppen und vereinzelten hohen Bäumen, in grasigen, hochwüchsigen Lichtungen (Bd.II,S.285); im sonnigen Eichenmischwald (Quercion pubescenti-petraeae), der noch Weidewald ist, an den Waldsäumen (Bd.I, S.82); Bedrohung und Ausrottung durch Zuwachsen der Wälder zum Hochwald (Bd.I,S.108;Bd.II,S.285) und durch Entsaumung (Bd.I,S.108); überlebt nur bei Waldnutzung auch als Weidewald und bei gezielter Auslichtung, dort z.B. an feuchten Stellen (Bd.II,S.285); Flug im Juni, fliegen hüpfend und niedrig, mit zusammengeklappten Flügeln ruhend (Bd.II,S.285)
Falter und Flügel: Vorderflügel ca. 15 mm lang; Flügel-Oberseiten grau-braun; beim Hinterflügelrand 3-4 rotbraun geringte Augen; Flügel-Unterseiten etwas heller, 6 rotbraun geringte Augen mit weissem Zentrum; gegen innen weisse Binde, nach aussen metallisch silbrige und dünne rotbraune Binde (Bd.II,S.285)
einbrütig (Bd.II,S.285)
Eiablage: "Eihefter" an Gräsern; Ei: relativ gross, blau-grün (Bd.II,S.285)
Raupe: schlank, beweglich (Bd.II,S.285)
Überwinterung: als junge Raupe (Bd.II,S.285)
Frühling: ausgewachsen gelblich-grün mit hellen Seitenstreifen; Frass an Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa), Schwingel (Festuca), Reitgras (Calamagrostis), Seggen (Carex) (Bd.II,S.285)
Verpuppung: grünlich-weisse Stürzpuppe , schwache Zeichnung (Bd.II,S.285)
Grosser Eisvogel siehe: Eisvogel, Grosser
Grosser Fuchs siehe: Fuchs, Grosser




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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Heckenkirschen-Schmetterling (Lonicera xylosteum)

Heufalter, Gemeiner: siehe: Gelblinge: Heufalter, Gemeiner
Heufalter, Orangeroter: siehe: Gelblinge: Heufalter, Orangeroter
Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus): siehe: Bläuling: Himmelblauer Bläuling
Hipparchia-Arten: siehe: Grasfalter: Hipparchia
Hochmoorgelbling: siehe: Gelblinge
Hufeisenklee-Heufalter: siehe: Gelblinge: Hufeisenklee-Heufalter

Hummelschwärmer

Heckenkirschen- Schmetterling
(Lonicera xylosteum)
Vorkommen im atlantischen Gebiet (z.B. S-England) am Waldrand, im Kontinent an absonnig-luftfeuchten Stellen im Waldesinnern (Bd.I, S.52) [als "Klima-Kompensation"]
Gemeiner Heufalter: siehe: Gelblinge: Gemeiner Heufalter

Orangeroter Heufalter: siehe: Gelblinge: Orangeroter Heufalter

Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus): siehe: Bläuling: Himmelblauer Bläuling

Hipparchia-Arten: siehe: Grasfalter: Hipparchia

Hochmoorgelbling: siehe: Gelblinge

Hufeisenklee-Heufalter: siehe: Gelblinge: Hufeisenklee-Heufalter
Hummelschwärmer
Schmetterlinge: Hummelschwärmer
Schmetterlinge: Hummelschwärmer


Vorkommen: warm-trocken, auch heisse Hänge, Bahndämme ungespritzt
Eiablage: an roter Heckenkirsche an besonnt-lufttrockenen Standorten (Bd.II,S.130)




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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Kaisermantel: siehe: Perlmuttfalter: Kaisermantel

Kleiner Fuchs:
siehe: Nesselfalter: Kleiner Fuchs

Kohlweissling: siehe: Weisslinge: Grosser Kohlweissling ; Kleiner Kohlweissling

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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Lilagoldfalter siehe: Feuerfalter: Lilagoldfalter
Lycaenidae Zipfelfalter (Strymoninae und Theclinae), Feuerfalter (Lycaeninae), Bläulinge (Polyommatinae)
Falter und Flügel:
Flügelunterseite immer bräunlich mit schwarzen Punkten unregelmässig verteilt (Bd.I, S.230)
Raupen asselförmig in perfekten Tarnfarben (Bd.I, S.188), in Lebensgemeinschaft mit Ameisen (myrmikophil) (Bd.I, S.189)
Verpuppung: tönnchenförmige Gestalt, glatt oder wenig behaart, horizontal oder kopfüber hängend angesponnen; Zirpgeräusche wie eine Ameisenbrut (Bd.I, S.189)



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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Maivogel (Euphydryas maturna):
siehe: Scheckenfalter: Maivogel

Myrmidone-Falter (Colias myrmidone): siehe: Gelblinge: Heufalter, Orangeroter / Myrmidonefalter


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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Nachtpfauenauge (Eudia pavonia)
Nagelfleck (Aglia tau)

Nesselfalter
Nesselfalter: Admiral
Nesselfalter: Admiral (Vanessa atalanta)
Nesselfalter: Admiral (Vanessa indica)
Fuchs, Kleiner (Aglais urticae)
Nesselfalter: Landkärtchenfalter (Araschnia levana)
Nesselfalter: Tagpfauenauge (Inachis io)

Nymphalidae / Nympahlis-Arten ("Edelfalter")

Nachtpfauenauge
(Eudia pavonia)
[Familie der Pfauenspinner]
Schmetterlinge:
                                [Pfauenspinner]: Nachtpfauenauge
                                männlich
Schmetterlinge: [Pfauenspinner]: Nachtpfauenauge männlich
Schmetterlinge:
                                [Pfauenspinner]: Nachtpfauenauge
                                weiblich
Schmetterlinge: [Pfauenspinner]: Nachtpfauenauge weiblich

[Raupe?] in NW-Deutschland am Heidekraut der Heidelandschaft; auf der Frankenalb auf basischen Schlehenkrüppelhalden am Schlehdorn (Bd.I, S.84)
Nagelfleck
(Aglia tau)
[Familie der Pfauenspinner]
Schmetterlinge:
                                [Pfauenspinner]: Nagelfleck
Schmetterlinge: [Pfauenspinner]: Nagelfleck
Schmetterlinge:
                                [Pfauenspinner]: Nagelfleck männlich
                                Unterseite
Schmetterlinge: [Pfauenspinner]: Nagelfleck männlich Unterseite

Vorkommen: typisch für Rotbuchenwälder (Bd.I, S.44)
Nesselfalter Vorkommen: r-Strategen, hohe Eiproduktion (Bd.II,S.142)
mehrbrütig (Bd.II,S.142)
Falter, deren Raupen von Brennnesseln (Urtica dioica) leben:
a) Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Landkärtchen
Raupen: leben in geselligen Raupennestern
b) C-Falter: Raupen leben einzeln an Brennnesseln und anderen Pflanzen (Bd.II,S.134,141)
Raupen an Brennnesseln: an "gestörten Stellen", fast überall, an Wegrändern, auf Schuttplätzen, an nassen Ufern, an trockenen Feldrainen, im Auenwald wie auf besonnten Weiden, ist Futterpflanze mehrerer Tagfalter, aber auch Nachtfalterarten
-- luftfeucht-schattig am Nordhang, windgeschützt: Raupe des Landkärtchens (Araschnia levana)
-- prall besonnter Standort mit Heizquelle wie Wegrand oder Schuttplatz, windgeschützt: Raupe des Kleinen Fuchs (Aglais urticae)
-- sonnig-luftfeucht, windgeschützt: Raupen des Tagpfauenauge (Inachis io)
-- Brennnesseln am Waldrand, windgeschützt: Raupen des Admiral (Vanessa atalanta), braucht nur einige wenige Pflanzen (Bd.II,S.141);
[-- C-Falter konsumiert u.a. auch Brennnesseln]
Ausrottung der Brennnessel im Garten und in Siedlungen sowie die Verkleinerung von Gärten führt zu Schmetterlingsarmut, auch durch Pestizid-Landwirtschaft werden Brennnesseln für Schmetterlinge unbrauchbar (Bd.II,S.141-142).
Raupe: Nesselfalterraupen haben Brennhaare wie die Brennnessel, werden von Meisen nicht angerührt (Bd.II,S.142)
Nesselfalter:
Admirale
Vorkommen: mehrere Arten:
-- Vanessa atalanta: Europa; Flug v.a. im Spätsommer
-- Vanessa indica: auf den Kanarischen Inseln und in SO-Asien
-- Vanessa virginiensis: Kanarische Inseln, gelegentlich Portugal (Bd.II,S.152)
Nesselfalter:
Admiral
(Vanessa atalanta)
Schmetterlinge:
                                Nesselfalter: Roter Admiral
Schmetterlinge: Nesselfalter: Roter Admiral
Schmetterlinge:
                                Nesselfalter: Roter Admiral, orange
                                Version
Schmetterlinge: Nesselfalter: Roter Admiral, orange Version
Schmetterlinge:
                                Nesselfalter: Roter Admiral, Unterseite
Schmetterlinge: Nesselfalter: Roter Admiral, Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, Kanaren, Europa, nicht im Hohen Norden, östlich bis Persien; in N-"Amerika", Neuseeland und Haiti eingeschleppt; Wanderfalter, Flug in Mitteleuropa im Mai-Juni gelegentlich, zahlreich im Hochsommer und Herbst, dann Rückwanderung nach S-Europa (Bd.II,S.154)
Falter und Flügel: schwarz, an den Oberflügeln rotes Band quer und je ein grosser und mehrere kleine weisse Flecken; an den Unterflügeln unten breiter, roter Rand mit schwarzen Flecken drin; Flügel-Unterseiten sehr bunt: Hinterflügel gräulich-braun marmoriert, rindenähnlich, Vorderflügel ähnlich der Oberseite, zusätzlich blaue Partien (Bd.II,S.154)
Überwinterung: als Falter, wandert nach Südeuropa, würde in Mitteleuropa an der Kälte sterben (Bd.II,S.154)
Eiablage: r-Stratege mit hoher Anzahl Eier, Wanderfalter (Bd.I,S.43), an einzelnen Brennnesselpflanzen an Waldwegrändern oder am Waldrand (Bd.II,S.154); Ei: grünliches, kegelförmiges, längsgeripptes Ei (Bd.II,S.154)
Raupe: bestachelt, schwärzlich bis gelblich ("polymorph"); zuerst in der zusammengezogenen Blattspitze eingesponnen; die erwachsene Raupe in einem zur "Tüte" zusammengezogenen Brennnesselblatt (Bd.II,S.154)
Verpuppung: graue Stürzpuppe mit Metallflecken (Bd.II,S.154)
Nektar/Kohlehydratsaft: im Hochsommer und Herbst: an Staudenastern, Flieder, Wasserdost, Fallobst etc., gemäss Hasselbach auch an mit Wasser verdünntem Blut in Schlachthofnähe (Bd.II,S.154)
Nesselfalter:
Kanarischer Admiral / Indischer Admiral
(Vanessa vulcania / Vanessa indica)

Schmetterlinge: Nesselfalter:
                                Kanarischer Admiral / Indischer Admiral
Schmetterlinge: Nesselfalter: Kanarischer Admiral / Indischer Admiral


Vorkommen: Kanarische Inseln und SO-Asien (Bd.II,S.152)
Falter und Flügel: Oberseiten schwarz, auf Vorderflügeln verästeltes, gezacktes, rotes Band, am Unterflügel kaum Flecken im roten Band am unteren Rand, schmales weisses Band am Vorderflügel, kein grosser Fleck (Bd.II,S.154)
Nesselfalter:
Kleiner Fuchs
(Aglais urticae)
Schmetterlinge:
                                Nesselfalter: Kleiner Fuchs
Schmetterlinge: Nesselfalter: Kleiner Fuchs
Schmetterlinge:
                                Nesselfalter: Kleiner Fuchs, Unterseite
Schmetterlinge: Nesselfalter: Kleiner Fuchs, Unterseite

Vorkommen: r-Stratege; ganz Europa, im Norden bis zum Nordkap, östlich bis Japan; in N-"Amerika" Schwesternart Aglais milberti (Bd.II,S.146); im Mantelgebüsch der Weidenwälder der Fliesswasser-Auen (Bd.I, S.83); im Herbst schwarmweises Auftreten auf Klee- und Luzernefeldern, in Gärten an Flieder (Buddleia) und Staudenastern (Bd.II,S.146)
Falter und Flügel: Oberseiten rostrot, schwarze Flecken, Vorderflügel am Vorderrand schwarz-weisse Fleckenreihe; Hinterflügel innen schwarz, schwarzer Rand mit leuchtend-blauen Punkten (Bd.II,S.146-147)
überwintert als Falter in Winterstarre (Bd.I,S.10) auf Dachböden, im Freiland in hohlen Bäumen oder Höhlen etc. (Bd.I,S.64)
mehrbrütig, 2 oder mehr Generationen Nachkommen jährlich (bivoltin/polyvoltin) (Bd.I,S.10)
Eiablage: r-Stratege mit hoher Anzahl Eier an Unkrautfluren (Bd.I,S.43), Eiablage zu 100en an krautigen Pflanzen (Bd.I,S.25) in häufchenartigen Gelegen an Blattunterseite von Brennnessel am lufttrocken-besonnten Standort mit zusätzlichem Hitzepotential an Wegrändern, Feldrainen, Schuttplätzen (Bd.II,S.146); Ei: zylinderförmig, nach oben und unten verjüngt, deutlich hervortretende Längsrippen (Bd.II,S.146)
Raupe erwachsen schwarz mit 2 gelben Längsstreifen am Rücken und gelben Seitenstreifen, gelb bestachelt; Raupengruppen auf den Brennnesselblättern dicht nebeneinander (Bd.II,S.146); frisst wie auch die Raupe des Rapsweisslings Brennnessel (Urtica dioica) (Bd.I,S.43), aber nur Brennnessel an besonnt-lufttrockenen Standorten (Bd.I,S.95); frisst auch Kreuzblütler, z.B. Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata), die immer irgendwo auffindbar sind (Bd.I,S.43), im S- und SW-Waldrand im Sonnensaum (Bd.I, S.56); bei nassem Wetter sitzen die Raupen zusammengekrümmt in einem tütenförmig zusammengezogenen Blatt (Bd.II,S.146)
Verpuppung: Stürzpuppe , zackenartige Ausbeulungen, goldene Metallflecken, hellgrün oder braun ("dimorph") (Bd.II,S.146)
Nektar/Kohlehydratsaft: im Frühling z.B. an Huflattich, Seidelbast, Weidenkätzchen (Bd.II,S.146)
Nesselfalter:
Landkärtchenfalter
(Araschnia levana)
Schmetterlinge:
                                Nesselfalter: Landkärtchenfalter
Schmetterlinge: Nesselfalter: Landkärtchenfalter
Schmetterlinge:
                                Nesselfalter: Landkärtchenfalter,
                                Sommerform
Schmetterlinge: Nesselfalter: Landkärtchenfalter, Sommerform
Schmetterlinge:
                                Nesselfalter: Landkärtchenfalter
                                Unterseite
Schmetterlinge: Nesselfalter: Landkärtchenfalter Unterseite

Vorkommen:   Mitteleuropa, nicht in Südeuropa, nicht in Skand., nicht auf GB, nicht im atlantischen Westeuropa; östlich bis Japan (Bd.II,S.148); Flug an allen möglichen Orten (Bd.II,S.148)
Falter und Flügel: Saisondimorphismus; Unterseiten immer braun mit weissem Mittelstreifen, Landkärtchen-Muster durch die weisse Äderung im braunen Gebiet (Bd.II,S.148-149)
Drei Arten des Landkärtchenfalters, je nach Jahreszeit
-- im Frühling geschlüpfte Landkärtchen (Araschnia levana): Oberseite dunkel-orange mit vielen schwarzen Flecken (Bd.II,S.148)
-- Puppen des Frühlings mit Faltern, die im Sommer schlüpfen, ergeben schwärzliche Falter (Araschnia prorsa) (Bd.I,S.11;Bd.II,S.148), schmale dunkel-orange Randbinden; das Weibchen mit weissem Band in der Mitte der Flügeloberseiten und auch auf den Flügel-Unterseiten (Bd.II,S.148);
-- Puppen im Herbst ergeben bräunliche [dunkel-orange] Falter wegen der kürzeren Tage (Bd.I, S.11)
zweibrütig (Bd.II,S.148)
Eiablage an Brennnesseln in Türmchen (Bd.I, S.12), "Eischnüre" (Bd.II,S.148), zu 100en an krautigen Pflanzen (Bd.I, S.25); Ei: zylindrisch längsgerippt, an Blattunterseiten von Brennnesseln aufeinandergetürmt (Bd.II,S.148)
Raupe schwarz (Bd.I,S.12), in Gruppen an Blatt-Unterseiten von Brennnesseln (Bd.II,S.148), frisst meist Brennnesseln im N- und NO-Waldrand im Schattsaum (Bd.I, S.55-56), an luftfeucht-halbschattigen Standorten (Bd.I, S.103), an Waldwegen, an mässig besonnten Waldrändern, im Auenwald (Bd.II,S.148); erwachsene Raupen sind reckt klein, walzenförmig, schwarz, bestachelt, in Gruppen bis 7 Stück, Ende Mai-Anfang Juni; die nächste Generation ist erwachsen im August-September (Bd.II,S.148)
Verpuppung: Stürzpuppe, grau-braun-weisslich, oft mit schwärzlicher Zeichnung und unscheinbaren Metallflecken (Bd.II,S.148)
überwintert in Puppen (Bd.I,S.11)
Nektar/Kohlehydratsaft: Disteln, Doldenblütler, Wasserdost (Bd.II,S.148)
Nesselfalter:
Tagpfauenauge
(Inachis io)
Schmetterlinge:
                                Nesselfalter: Tagpfauenauge
Schmetterlinge: Nesselfalter: Tagpfauenauge
Schmetterlinge:
                                Nesselfalter: Tagpfauenauge Unterseite
Schmetterlinge: Nesselfalter: Tagpfauenauge Unterseite

Vorkommen:  ganz Europa, nicht im Hohen Norden, östlich bis Japan; luftfeucht (Bd.II,S.144)
Falter und Flügel: Oberseite rot-braun, pro Flügel ein leuchtend blaues Auge ("Pfauenauge"); Unterseiten schwärzlich-braun; Erwachen und erster Flug zur Blütezeit des Huflattich im März; Flug bis Herbst (Bd.II,S.144);
überwintert als Falter in Winterstarre (Bd.I, S.10) auf Dachböden, im Freiland in hohlen Bäumen oder Höhlen etc. (Bd.I, S.64); die Falter unbedingt in ihrer Winterstarre belassen, denn wenn sie aus falscher "Tierliebe" in die Wärme gebracht werden, ist dies tödlich (Bd.II,S.144)
meist einbrütig, in warmen Jahren zweibrütig (Bd.II,S.144)
Eiablage: zu 100en an krautigen Pflanzen (Bd.I, S.25) an der Blattunterseite von Brennnesseln ca. Mitte Mai, an besonnt-luftfeuchten Brennnesselbeständen, auf kiesigen Flussuferbänken, an wasserführenden Wiesengräben (Bd.II,S.144)
Raupe schlüpft ca. Ende Mai , bilden "Nester" bzw. überziehen die ganze Pflanze mit einem Gespinst als Aufenthaltsort für die Fresspausen; Gestalt der erwachsenen Raupe: schwarz, Stacheln, über den ganzen Körper weiss gepunktet; die erwachsenen Raupen sitzen in Trauben auf den Pflanzen, im Gegensatz zu den Raupen des Landkärtchens, die unter den Blättern sitzen (Bd.II,S.144); frisst Brennnessel meist an sonnigen, gleichzeitig luftfeuchten Standorten: an besonnten Ufern oder über besonnten, nassen Gräben (Bd.I, S.56,95) 
Verpuppung:
Stürzpuppe, grün oder grau-braun möglich ("dimorph"); ca. im Juli (Bd.II, S.144); Puppen werden von Meisen gefressen (Bd.I, S.17); Schlüpfen der Falter im Hochsommer (Bd.II,S.144)
Nektar/Kohlehydratsaft: im Frühling an Huflattich, Seidelbast, Weidenkätzchen; im Sommer an Korbblütlern wie Astern, Disteln, Wasserdost, an blühenden Linden und Flieder (Buddleia) (Bd.II,S.144)
Nymphalidae /
Nympahlis-Arten ("Edelfalter")
u.a. Admiral, Distelfalter, Tagpfauenauge, Trauermantel, Grosser und Kleiner Fuchs; vorderstes Beinpaar verkürzt und dicht behaart, als Putzpfote, zur Fortbewegung unbrauchbar (Bd.II,S.120)
einbrütig (Bd.II,S.134)
Ei: kegel- oder zylinderförmig, längsgerippt ausser bei den Limenitidinae
Raupen: mit Stacheln oder Dornen, ausser Apaturinae, Charaxinae (Bd.II,S.120), sitzen an holzigen Gewächsen in Gruppen (Bd.II,S.134)
Verpuppung: Stürzpuppen, oft mit "Metallflecken" (Bd.II,S.120)
Überwinterung: als Falter (Bd.II,S.134)
8 Unterfamilien:
-- Limenitininae: mit Eisvogel-Arten, in S-Eur. mit Neptis
-- Nymphalinae: mit "Nesselfaltern", zahlreiche tropische Arten
-- Argynninae: Perlmuttfalter
-- Melitaeinae: Scheckenfalter
-- Apaturinae: Schillerfalter, in Eur. u.Asien Apatura
-- Charaxinae: Tropenfalter in Afrika und Asien
-- Eurytelinae: Tropenfalter in S-"Amerika"
-- Cyrestiinae: Marpesia in S-"Amerika" und Cyrestis in SO-Asien (Bd.II,S.120)




O zum Seitenanfang - 1. Einleitung - 2. Ungeklärte Worte - 3. Begriffe - 4. Einteilung der Schmetterlinge -
5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Ochsenauge: siehe: Grasfalter: Ochsenauge

Osterluzeifalter generell (Zerynthiinae)
Osterluzeifalter, südosteuropäisch (Zerynthia polyxena)
Osterluzeifalter, Westlicher (Zerynthia rumina)
Osterluzeifalter, Südosteuropäisch (Allancastria cerysii)
Osterluzei-Apollo (Archon apollinus)

Ochsenauge siehe: Grasfalter: Ochsenauge
Osterluzeifalter generell
(Zerynthiinae)
Vorkommen: Osterluzei in Mitteleuropa ist ein "Unkraut" in Weinbergen, auch ein Heilkraut; nördliche Grenze ist Niederösterreich und die Steiermark mit Osterluzeiart Aristolochia clematitis mit Osterluzeifalter Zerynthia polyxena, in Spanien / Portugal Osterluzeiart  Aristolochia pistolochia mit Zerynthia rumina, im östlichen Mittelmeerraum Osterluzeifalter Allancastria cerysii und Osterluzei-Apollo (Archon apollinus) an Aristolochia; in Ostasien der zweibrütige, langgeschwänzte Osterluzeifalter Sericinus telamon; der prächtigste Osterluzeifalter, Armandia lidderdalei lebt in den Vorbergen zum Himalaja (Bd.I, S.128)
Raupen:
fressen giftige Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae), die vor Vögeln oder Eidechsen schützen (Bd.I, S.128);
Überwinterung als Puppe (Bd.I, S.128)
Osterluzeifalter, südosteuropäisch
(Zerynthia polyxena)
Schmetterlinge:
                                Südosteuropäischer Osterluzeifalter
Schmetterlinge: Südosteuropäischer Osterluzeifalter
Schmetterlinge:
                                Südosteuropäischer Osterluzeifalter,
                                Detail
Schmetterlinge: Südosteuropäischer Osterluzeifalter, Detail
Schmetterlinge:
                                Südosteuropäischer Osterluzeifalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Südosteuropäischer Osterluzeifalter, Unterseite

Verbreitung: S-Europa ohne Sp./Port., in Kleinasien, nördlich bis Niederösterreich und Steiermark; in Mitteleuropa nur im warmen Kleinklima an Südhängen, z.B. in Weinbergen, im Karstgelände, an besonnten Flussufern, in Auenwaldrändern mit Osterluzei (Ristolochia clematitis); standorttreu; Flug April-Mai (Bd.I, S.129);
Falter und Flügel: Flügel gelb-schwarz schachbrettartig, Unterflügel mit roten Fleckenreihen; (Bd.I, S.129)
einbrütig (Bd.I, S.129)
Eiablage: wenige Tage nach dem Schlüpfen (Bd.I, S.29); nach der Eiablage sterben die Falter bald (Bd.I, S.29); Ei: rund, frisch weisslich, einzeln oder in Gruppen an Blüten und Blättern abgelegt; vor dem Schlüpfen bläulich-perlmuttfarbig (Bd.I, S.128)
Raupen: schwärzlich, frisst nur zarte Pflanzenteile (Bd.I, S.129) nur an Blattunterseiten (Bd.I, S.130), v.a. Blüten, in die die Raupen hineinkriechen  (Bd.I, S.129); ab der 2.Häutung Frass an Blättern; Raupe erwachsen gelblich-grün, wie das Blatt der Osterluzei, mit geborsteten Zacken, dazwischen schwarze Punkte (Bd.I, S.130)
Überwinterung: als Puppe (Bd.I, S.130)
Schlüpfen der Weibchen: Manche Weibchen tragen schon beim Schlüpfen die entwickelten Eier im Leib (Bd.I, S.29)
Spanischer Osterluzeifalter / Westlicher Osterluzeifalter
(Zerynthia rumina)
Schmetterlinge: Spanischer
                                Osterluzeifalter / Westlicher
                                Osterluzeifalter
Schmetterlinge: Spanischer Osterluzeifalter / Westlicher Osterluzeifalter
Schmetterlinge: Spanischer
                                Osterluzeifalter / Westlicher
                                Osterluzeifalter, Foto aus Portugal
Schmetterlinge: Spanischer Osterluzeifalter / Westlicher Osterluzeifalter, Foto aus Portugal

Verbreitung: N-Afrika, Sp./Port., lokal in S-Frankreich; Verhalten ähnlich wie die östlichen Osterluzeifalter (Bd.I,S.130);
Falter und Flügel: gelb-schwarz schachbrettartige Flügelmuster, rote Flecken am Oberflügel verstreut, am Unterflügel in Reihen; (Bd.I, S.130)
Eiablage: wie Zerynthia polyxena (Bd.I, S.130)
Raupen: v.a. an rotblühender Osterluzeiart Aristolochia pistolochia; die gelbgrün blühende Aristolochia clematitis wird nicht angenommen; in erwachsener Grösse in gräulich-grüner Grundfarbe, Borsten, kurze schwarze Striche (Bd.I, S.130)
Überwinterung als Puppe (Bd.I, S.130)
Südosteuropäischer Osterluzeifalter / Östlicher Osterluzeifalter
(Allancastria cerysii)
Schmetterlinge: Südosteuropäischer
                                Osterluzeifalter / Östlicher
                                Osterluzeifalter
Schmetterlinge: Südosteuropäischer Osterluzeifalter / Östlicher Osterluzeifalter


Vorkommen: in Südosteuropa: Mazedonien, Albanien, Kosovo, Syrien, Libanon, Kleinasien, östliche Mittelmeerinseln; standorttreu; Flug März bis April, in Karstgelände, verwilderten Weinbergen, an Flüssen (Bd.I, S.132)
Falter und Flügel: schachbrettartig schwarz und bleiches Hellgelb gemustert mit roten Punkten in Reihen am unteren Flügel, Sexualdimorphismus;
einbrütig (Bd.I, S.132)
Raupen an Osterluzei-Arten (Aristolochia) (Bd.I, S.132)
Puppe: schlanke, graue Gürtelpuppe in Erdspalten (Bd.I, S.132)
Überwinterung als Puppe (Bd.I, S.132)
Osterluzei-Apollo
(Archon apollinus)
Schmetterlinge:
                                Osterluzei-Apollo
Schmetterlinge: Osterluzei-Apollo
Schmetterlinge:
                                Osterluzei-Apollo, Unterseite
Schmetterlinge: Osterluzei-Apollo, Unterseite

Verbreitung: Ost-Balkan bis Libanon und nach Kleinasien; standorttreu, Flug März bis Mai im steinigen Karst, (Bd.I,S.132);
Falter und Flügel: transparent-gräuliche Flügel mit schwarzen Flecken am Oberflügel am oberen Rand, am unteren Flügel am unteren Rand, dort mit roten Flecken in Reihe; (Bd.I, S.132);
einbrütig (Bd.I, S.132)
Eiablage: einzeln an Blüten und Blättern von Aristolochia hastata (Bd.I, S.132)
Raupen: ähnlich Parnassiusraupen: schwarz mit roten Punkten in 4 Längsreihen, tagsüber in zusammengesponnen Blättern; auf Brachäckern mit Osterluzei (Aristolochia hastata), eventuell auch andere Osterluzei-Arten; Gewöhnliche Osterluzei (Aristolochia clematitis) wird von den Raupen abgelehnt (Bd.I, S.132)
Puppen: wie Parnassiuspuppen; in einem losen Gespinst am Boden (Bd.I, S.132)
Überwinterung als Puppe (Bd.I, S.132)




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Perlmuttfalter

Perlmuttfalter: Adippe-Perlmuttfalter / Feuriger Perlmuttfalter / Mittlerer Perlmuttfalter (Fabriciana adippe)
Perlmuttfalter: Alpenmoor-Perlmuttfalter (Clossiana titania)
Perlmuttfalter: Brombeer-Perlmuttfalter (Brenthis daphne)
Perlmuttfalter: Frühester Perlmuttfalter (Clossiana euphrosyne)
Perlmuttfalter, Grosser (Mesoacidalia aglaja)
Perlmuttfalter: Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria aquilonaris)
Perlmuttfalter: Kaisermantel (Argynnis paphia)
Perlmuttfalter, Kleiner (Issoria lathonia): siehe: Perlmuttfalter: Silbriger Perlmuttfalter
Perlmuttfalter: Mädesüss-Perlmuttfalter  (Brenthis ino)
Perlmuttfalter: Magerrasen-Perlmuttfalter, Kleiner (Clossiana dia)
Perlmuttfalter: Natterwurz-Perlmuttfalter (Proclossiana eunomia)
Perlmuttfalter: Niobe-Perlmuttfalter  (Fabriciana niobe)
Perlmuttfalter: Silbriger Perlmuttfalter (Issoria lathonia)
Perlmuttfalter: Sumpfwiesen-Perlmuttfalter

Perlmuttfalter generell
Vorkommen: boreal-alpine bis gemässigte Gebiete:
-- Boloria-Arten: N-Europa, N-Asien, im Norden von N-"Amerika", Hochgebirge
-- Speyeria-Arten in N-"Amerika": ca. 30
-- Argynnis-Arten: in Europa und Asien, sind grösstenteils "Veilchenfalter" (Bd.II,S.158);
Eiablage der Argynnis-Arten: immer einzeln ausser  beim Natterwurz-Perlmuttfalter (Proclossiana eunomia), der die Eier in kleinen Gelegen ablegt (Bd.II,S.186)
Raupen der europäischen Argynnis-Arten: an Veilchen (Viola), entsprechend die deutschen Bezeichnungen, die aber ein falsches Kriterium abgeben: Das Stadium der Veilchen ist entscheidend, ob sie befressen werden, nicht die Art; immer befressen werden Sumpf-Veilchen (Viola palustris) in Moorgebieten, und Stiefmütterchen (Viola tricolor) an Ruderalstellen (Schutt); einige fressen als "Futterspezialisten" andere Pflanzen als Veilchen: Mädessüss-, Brombeer-, Natterwurz- und Hochmoor-Perlmuttfalter (Bd.II,S.158)
Perlmuttfalter:
Adippe-Perlmuttfalter / Feuriger Perlmuttfalter / Mittlerer Perlmuttfalter
(Fabriciana adippe)
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Adippe-Perlmuttfalter /
                                Feuriger Perlmuttfalter / Mittlerer
                                Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Adippe-Perlmuttfalter / Feuriger Perlmuttfalter / Mittlerer Perlmuttfalter
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Adippe-Perlmuttfalter /
                                Feuriger Perlmuttfalter / Mittlerer
                                Perlmuttfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Adippe-Perlmuttfalter / Feuriger Perlmuttfalter / Mittlerer Perlmuttfalter, Unterseite

Vorkommen: z.T. N-Afrika; Europa, nicht im Hohen Norden; östlich bis Japan; bewohnt warme, sonnige Waldsäume; Flug im Juli (Bd.II,S.168);
Falter und Flügel: grosse Ähnlichkeit mit Fabriciana niobe ("Stiefmütterchen-Perlmuttfalter") (Bd.II,S.168); Oberseiten orange-braun, weiss gefranst, schwarzer Doppelrand, schwarze, nach innen gerichtete Keil-Reihe, schwarze Fleckenreihe, schwarze, wellenförmige Binden am oberen Rand (Bd.II,S.168)
einbrütig (Bd.II,S.168)
Eiablage: an Rinde; Ei: kegelförmig, Längsrippen (Bd.II,S.168)
Überwinterung: als Ei (Bd.II,S.168)
Raupen: in warm-sonnigen Waldsäumen an Veilchenarten (Viola) in den "Polstern" vom Rauhen Veilchen (Viola hirta), z.B. wo Trockenrasen an Waldmäntel oder grössere Felsen angrenzt; erwachsene Raupe: gräulich, bräunlich bestachelt, am Rücken mit breitem, durchgehendem schwarzen Streifen mit jeweils unterbrochenem dünnem weissen Mittelstreifen (Bd.II,S.168)
Verpuppung: bräunliche, plumpe Stürzpuppe, glatt, kaum Zacken, weisse Fleckenreihe am Rücken (Bd.II,S.168)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Korbblütlern: Weiden-Alant (Inula salicina), an Disteln (B.II,S.168)
Perlmuttfalter:
Alpenmoor-Perlmuttfalter
(Clossiana titania)




Vorkommen: Alpen, Voralpen, boreal-alpin, östliche Ostsee (S-SF, Baltikum, Russland); einige höhere Gebirge in Frkr. und der Balkanhalbinsel; Gebirge in Asien, N-"Amerika", Alaska; in Deutschland in Moorgebieten der Alpen, Voralpen und im Schwarzwald; Flug Ende Juni / Anfang Juli v.a. dort, wo die "Moorwiesen" an Hochwald grenzen; in den Südalpen noch bis August (Bd.II,S.180)
Falter und Flügel: Bezeichnung "Natterwurz-Perlmuttfalter" ist irreführend, denn nur Proclossiana eunomia befrisst die Natterwurz (Polygonum bistorta); Oberseite dunkel-orange, breiter schwarzer Rand, kräftige Keil-Kette, mittelstarke schwarze Punktereihe, schwarze Flecken meist keilartig bis v-förmig, nur wenig weisse Fransung; Hinterflügel-Unterseite, dunkelbraun, schwarz-braun gerandet, schwarze Keilkette, schwarze Punktereihe, z.T. marmorierte Partien, am Oberrand ein Perlmuttfleck (Bd.II,S.181)
einbrütig (Bd.II,S.180)
Ei: kegelförmig, Längsrippen, relativ gross, frisch gelblich-weiss, vor dem Schlüpfen der Raupen gräulich (Bd.II,S.180)
Raupen: ausgewachsen samtschwarz, gelbe Stacheln, antennenartige Fühler am Kopf; verweigern die Natterwurz (Bd.II,S.180), fressen in Hochmooren an Sumpf-Veilchen (Viola palustris) (Bd.I, S.92)
Verpuppung: gräuliche Stürzpuppe ohne Metallflecke, bizarre Form (Bd.II,S.180,181)
Überwinterung: als Jungraupe ohne Nahrungsaufnahme, als "Eiraupe" (Bd.II,S.180)
Perlmuttfalter:
Brombeer-Perlmuttfalter
(Brenthis daphne)
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Brombeer-Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Brombeer-Perlmuttfalter
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Brombeer-Perlmuttfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Brombeer-Perlmuttfalter, Unterseite

Vorkommen: S- u. SO-Europa, im Oberrheintal bis auf die Umgebung von Colmar ausgerottet, lokal in Brandenburg und Uckermark, verbreitet in S-Tirol an Südhängen; östlich bis Japan (Bd.II,S.184); bewohnt Waldmäntel mit Brombeeren an trockenen, warmen Waldrändern, in S-Europa auch an offenen Brombeerbüschen an Gräben und Bächen; zeigt Territorialverhalten; Flug Ende Juni bis Anfang August, mittelgrosse Gruppen auf engem Raum; die Weibchen leben relativ lang wie die Weibchen des Kaisermantels (Bd.II,S.184)
Falter und Flügel: Oberseite: Rauten-Reihe am Flügelrand, Keil-Reihe, Fleckenreihe, innere Region mit neumenartigen Flecken (Bd.II,184,185); grosse Vorderflügel: 21-26 mm; Hinterflügel-Unterseite gegen aussen braun-violett, innen eine perlmuttfarbige Binde (Bd.II,S.184,185)
Eiablage: spät [August ca.] (Bd.II,S.184); Ei: kugelförmig zugespitzt, gerippt, relativ gross, zuerst gelb, nach einer Woche mit einem braunen Ring, nach 3 Wochen transparent, die Jungraupe scheint durch (Bd.II,S.184);
Überwinterung: als Ei an dürren Kelchblättern [der Brombeere?] (Bd.II,S.184)
Raupe: schlüpft im April beim Austreiben der Brombeeren, frisst v.a. junge, zarte Blattaustriebe, sonnt sich am Vormittag und Nachmittag auf Blattoberseiten; Gestalt ähnlich der Raupe des Mädesüss-Perlmuttfalters: schwarz, weisse, breite Seitenstreifen, doppelter dünner weisser Rückenstreifen, sehr dünne weisse Streifen zwischen Rücken- u. Seitenstreifen; braune Stacheln, am Kopf aber nur 2 kurze Dörnchen (Bd.II,S.184)
Verpuppung: braun-gelbe Stürzpuppe, massive Dornen auf der Rückseite mit metallischen Goldflecken (Bd.II,S.184)
Perlmuttfalter:
Frühester Perlmuttfalter / Veilchen-Perlmuttfalter / Silberfleck-Perlmuttfalter
(Clossiana euphrosyne)

Schmetterlinge: Perlmuttfalter:
                                Frühester Perlmuttfalter /
                                Veilchen-Perlmuttfalter /
                                Silberfleck-Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Frühester Perlmuttfalter / Veilchen-Perlmuttfalter / Silberfleck-Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter:
                                Frühester Perlmuttfalter /
                                Veilchen-Perlmuttfalter /
                                Silberfleck-Perlmuttfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Frühester Perlmuttfalter / Veilchen-Perlmuttfalter / Silberfleck-Perlmuttfalter, Unterseite

Vorkommen: Europa ohne Sp./Port., östlich bis Ostasien (Bd.II,S.174); bewohnt warme Waldränder und lichte Wälder, wo Veilchenarten vorkommen; Flug früher als die anderen Perlmuttfalter ab Mitte Mai / Anfang Juni, z.B. zur Blütezeit der Günsel-Arten; Kleingruppen (Bd.II,S.174)
Falter und Flügel: Oberseiten leuchtend dunkel-orange, orange gefranst, einfacher schwarzer Flügelrand, eingekeilt, schwarze Keilkette, schwarze Punktereihe, viele unregelmässig gewellte Bänder; Hinterflügel-Unterseite: beige-braune Farbreihen, in der Mitte ein grosser Perlmuttfleck, kleiner Perlmuttfleck am Flügelanfang, silbrige Fleckenreihe am Rand (Bd.II,S.174)
einbrütig, seltener zweibrütig (Bd.II,S.174)
Eiablage: an Blattunterseiten von Veilchenarten, z.B. am Rauhen Veilchen (Viola hirta) oder Hundsveilchen (V.canina); Ei: klein, kegelförmig (Bd.II,S.174)
Raupen: fressen Veilchenarten (Bd.II,S.174); ausgewachsen schwarz, weisse Fleckenreihen an den Seiten; schwarze Stacheln, an der Basis orange (Bd.II,S.174)
Verpuppung: braune Stürzpuppen mit kleinen Silberflecken, manchmal auch ohne; in der Bodenvegetation angesponnen (Bd.II,S.174)
Überwinterung: als halberwachsene Raupe (Bd.II,S.174)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Günsel-Arten (Ajuga reptans, bzw. Ajuga geneviensis) (Bd.II,S.174)
Perlmuttfalter:
Grosser
Perlmuttfalter
(Mesoacidalia aglaja / Argynnis aglaja / Speyeria aglaja)

Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Grosser Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Grosser Perlmuttfalter
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Grosser Perlmuttfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Grosser Perlmuttfalter, Unterseite

Vorkommen: ganz Europa, lokal in N-Afrika, östlich bis Japan (Bd.II,S.164); Offenlandbewohner (Bd.I, S.60); besiedelt Magerrasen (Bd.II,S.166); Flug im Juli, in warmen Gebieten Anfang Juli, in kälteren Gebieten im späten Juli; Männchen einige Tage vor den Weibchen, die Weibchen fliegen bis in den August (Bd.II,S.164)
Falter und Flügel: Oberseite beim Männchen lederbraun, weiss gefranst, doppelt schwarz gerandet, nach innen gerichtete Zackenbinde, schwarze Punktereihe quer durch, oberer Rand mit wellenartigen Motiven; Weibchen deutlich grösser, z.T. "verdunkelt" im Grauton, oft mit hellen, fast weisslichen Flecken zwischen dem schwarzen Flügelrand und der Zackenbinde; Unterseite mit typischen "Perlmuttflecken"-Reihe und weiteren Metallflecken (Bd.II,S.164)
einbrütig (Bd.II,S.164)
Eiablage: meist am Blattstiel der Veilchen; Ei: kegelförmig, zugespitzt, Längsrippen (Bd.II,S.166)
Überwinterung: als Jungraupe ("Eiraupe") ohne Nahrungsaufnahme (Bd.II,S.166) [wo?]
Raupen im Mai halb erwachsen, schwarz, silbrig-weisse Längsstreifen, Tarnfarbe für gräuliches Kalkgestein und gräuliche Flechten; erwachsene Raupen: samtschwarz, rote Flecken an den Seiten, Tarnfarbe für rot-braune Moose (Bd.II,S.166); Frass:
-- im Kalktrockenrasen (Mesobromion) am Rauhen Veilchen (Viola hirta) an "Veilchenpolstern"
-- im bodensauren Magerrasen (Violion caninae) am Hundsveilchen (Viola canina)
-- in Dünen am Hundsveilchen (Viola canina) und Sand-Stiefmütterchen (Viola tricolor ssp. curtisii)
-- in Hochmoorgebieten am Sumpf-Veilchen (Viola palustris) (Bd.II,S.166)
-- auf der Frankenalb auf dolomitdurchsetztem Trespen-Trockenrasen (Mesobromion) (Bd.I, S.60)
Verpuppung: Stürzpuppe ohne Metallflecken im Moos unter den Grashorsten in einer "Höhle", oder in einem "Zelt" aus zusammengesponnenen Grashalmen (Bd.II,S.166)
Nektar/Kohlehydratsaft: gelbe und blaue Korbblütler: z.B. Weidenblättriger Alant (Inula salicina), Ochsenauge (Buphtalmum), Disteln (Bd.II,S.164)
Perlmuttfalter:
Hochmoor-Perlmuttfalter
(Boloria aquilonaris)
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Hochmoor-Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Hochmoor-Perlmuttfalter
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Hochmoor-Perlmuttfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Hochmoor-Perlmuttfalter, Unterseite

Vorkommen: Skand., SF, NL, Normandie, nur Hochmoorgebiete; Hochmoorgebiete in mitteleuropäischen Mittelgebirgen, lokal in Hochmooren in Niedersachsen; Flug im Juli ca. (Bd.II,S.188)
Falter und Flügel: klein, Vorderflügel ca. 16 mm lang; Oberseite lederbraun, "übliche Perlmuttfalterzeichnung"; die Hinterflügel-Unterseite erinnert an arktisch-alpine Boloria-Arten (Bd.II,S.188)
einbrütig (Bd.II,S.188)
Eiablage: an Blattunterseiten; Ei: gelblich-grün (Bd.II,S.188)
Raupe: an Moosbeere (Oxycoccus palustris), an Jungtrieben der Rosmarinheide (Andromeda polifolia); Raupe gräulich-braun, hellgelb bestachelt, hellgelber Doppelstreifen am Rücken (Bd.II,S.188)
Nektar/Kohlehydratsaft: im Juli an Disteln, in N-Dtld. v.a. an Glockenheide (Erica tetralix) (Bd.II,S.188)
Perlmuttfalter:
Kaisermantel
(Argynnis paphia)

Schmetterlinge: Perlmuttfalter:
                                Kaisermantel männlich
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Kaisermantel männlich, mit Linien im Oberflügel
Schmetterlinge: Perlmuttfalter:
                                Kaisermantel weiblich
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Kaisermantel weiblich, mit Flecken im Oberflügel ohne Linien
Schmetterlinge: Perlmuttfalter:
                                Kaisermantel weiblich, helle Form
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Kaisermantel weiblich, helle Form "f. valesina", in Mitteleuropa selten, in S-Europa oft bis vorherrschend anzutreffen

Vorkommen: ganz Europa, nicht in S-Sp./Port., nicht im Hohen Norden; östlich bis Japan; Waldlichtungen, Waldwiesen, Waldwege (Bd.II,S.160); bewohnt Saum- und Mantelstrukturen (Bd.II,S.162); Flug Juli u. August (Bd.II,S.160)
Falter und Flügel: Männchen: Oberseiten dunkel-orange, orange gefranst, mit schwarzen Fleckenreihen und innen mit gewellten, schwarzen Binden, äusserste Reihe am Hinterflügel in Karo-Formen, am Vorderflügel in Keilformen; Weibchen mattere Grundfarbe in Orange oder Grau, grössere schwarze Flecken, oft grünlicher Schimmer; Flügel-Unterseiten ohne "Perlmuttflecken", dafür Perlmutt-Band auf Hinterflügel-Unterseite als "Silberstrich" (Bd.II,S.160)
einbrütig (Bd.II,S.160)
Eiablage erst im August, an Baumstämmen einige Schritt tief im Waldmantel, an rissige Baumrinden, z.B. Kiefernrinde am Waldrand; bei Zucht müssen Rindenstücke beigegeben werden, an den Veilchen erfolgt keine Eiablage (Bd.I,S.31; Bd.II,S.160); Ei: hellgelb bis weisslich, kegelförmig, Längsrippen, zuletzt vor dem Schlüpfen dunkel verfärbt (Bd.II,S.162)
Raupen: Schlüpfen ca. September (Bd.II,S.160), nimmt keine Nahrung auf, sondern verkriecht sich in den Ritzen der Rinde (Bd.II,S.160-161)
überwintert als Jungraupe in den Ritzen der Rinde (Bd.I,S.30), als "Eiraupe" (Bd.II,S.162)
Frühling: Die Raupen sind nachtaktiv, kriechen von den Stämmen herab und suchen die Veilchen im Waldsaum (Bd.II,S.162); beginnen erst im Frühling mit Fressen an Waldrandpflanzen (Bd.I, S.30), fressen an Veilchen (Bd.I, S.31), verkriechen sich am Tag im Boden (Bd.II,S.162), im Frankenjura v.a. Rauhes Veilchen (Viola hirta), in der Zucht auch Wohlriechendes Veilchen (Viola odorata) und Stiefmütterchen (Viola tricolor); erwachsene Raupe: braun gescheckt, zwei gelbe Rückenstreifen, Stachelauswüchse, fühlerartige Antennen (Bd.II,S.162)
Verpuppung: gräulich gezackte Stürzpuppe, metallische Silberflecken (Bd.II,S.162)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Attich (Sambucus ebulus), an rotem Wasserdost (Eupatorium cannabinum), an Ochsenauge (Buphtalmum salicifolium, an Weidenblättrigem Alant (Inula salicina); gern an Disteln (Carduus, Cirsium); an Goldhaar-Aster (Aster linosyris); Männchen saugen a. an nasser Erde und Tierkot (Bd.II,S.160)
Perlmuttfalter:
Kleiner Perlmuttfalter
(Issoria lathonia)
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Kleiner Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Kleiner Perlmuttfalter
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Kleiner Perlmuttfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Kleiner Perlmuttfalter, Unterseite

Vorkommen: Saumstandorte ; Waldmantel ; Waldwege ; Waldwiese, Waldlichtung.
Perlmuttfalter:
Mädesüss-Perlmuttfalter
(Brenthis ino)
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter: Mädesüss-Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Mädesüss-Perlmuttfalter

Schmetterlinge: Perlmuttfalter:
                                Mädesüss-Perlmuttfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Mädesüss-Perlmuttfalter, Unterseite

Vorkommen: Mitteleuropa, Skand., nicht in S-Europa, nicht auf GB; in NL ausgestorben; lokal häufig noch in den Ardennen; östlich bis Japan; Flug ab Juni, in kälteren Gebieten ab Juli (Bd.II,S.182); in der borealen Zone in den Alpen und in Skandinavien (Bd.I, S.48), im Frankenwald auf montaner Stufe, im Frankenjura in kühlen Flusstälern mit Wiesen-Knöterich (Polygonum bistorta) (Bd.I,S.49?)
Falter und Flügel:
Oberseite dunkel-orange, weiss-orange gefranst; breiter schwarzer Rand, schmale Keil-Reihe, eher kleine Punktereihe, schwarze, V-förmige Flecken und Linien; Hinterflügel-Unterseite gelblich marmoriert, weisse Mittelbinde, schwarze Punktereihe mit je einem weissen Punkt in jedem Fleck (Bd.II,S.182,183)
einbrütig (Bd.II,S.182)
Eiablage: an Blättern und Fruchtständen der Frasspflanze; Ei: kegelförmig, sehr zugespitzt, gelblich, rotbraun quergebändert (Bd.II,S.182)
Überwinterung: als Ei (Bd.II,S.182)
Raupe: frisst Mädesüss (Filipedula ulmaria) auf Mädesüssfluren, auf nassen Flächen, oder in kalten Flusstälern mit montanem Charakter; tagaktiv, sonnt sich in der Streuschicht an warmen Stellen, nicht auf der Frasspflanze (Bd.II,S.182); ausgewachsen gräulich-braun, weiss-bräunlich bestachelt, breite weisse Seitenstreifen, silbrig-grauer Rückenstreifen; (Bd.II,S.182)
Verpuppung: Stürzpuppe gelblich-braun, sehr helle Metallflecken (Bd.II,S.182)
Nektar/Kohlehydratsaft: am Mädesüss auf Gebirgswiesen (Bd.I, S.40)
Perlmuttfalter:
Magerrasen-Perlmuttfalter, Kleiner
(Clossiana dia)




Vorkommen: Europa, nicht in allen Mittelmeergebieten, nicht in NW-Eur., nicht in Skand. und GB (Bd.II,S.178); in warmen, trockenen Magerrasen, oder in Kalktrockenrasenlandschaften, oder im bodensauren Magerrasen, oder auf brachem Ackerland; auf dem Mainzer Sand in lichtem Kiefernwald ausgerottet; fliegt nur in kleinen Gruppen; erstes Erscheinen Mitte bis Ende Mai (Bd.II,S.178)
Falter und Flügel: sehr klein, Vorderflügel ca. 15 mm; Oberseiten orange, weiss gefranst, schwarzer Rand, Punktereihe, Keil-Reihe, dicke Punktereihe, schwarze Fleckenreihe zum Teil im Zick-Zack und V-förmig (Bd.II,S.179); Hinterflügel-Unterseite grösstenteils dunkelbraun, Perlmuttflecken in der Mitte und am Rand (Bd.II,S.178,179);
zwei- bis dreibrütig (Bd.II,S.178)
Eiablage: Eiablage z.B. am Garten-Stiefmütterchen (Viola tricolor); Ei: klein, hell (Bd.II,S.178)
Raupen: z.B. am Garten-Stiefmütterchen (Viola tricolor); ausgewachsen gedrungen, schwarz; bräunliche, kurze, zapfenartige Stacheln (Bd.II, S.178)
Überwinterung: als halberwachsene Raupe (Bd.II,S.178)
Verpuppung: gedrungen, ähnlich der Puppe des Adippe-Perlmuttfalters, nur viel kleiner: Stürzpuppe, braun, Silberflecken auf dem Rücken (Bd.II,S.178)
Perlmuttfalter:
Natterwurz-Perlmuttfalter
(Proclossiana eunomia)




Vorkommen: Skand., SF, NO-Europa, Mecklenburg, in einigen Mittelgebirgen als Eiszeitrelikt: Ardennen, Eifel, Rhön, Vogesen, Voralpengebiet etc.; liebt kühles Kleinklima von Hochmooren, Quellfluren; Flug im Juni und Juli, schwarmweises Auftreten an den meist eng begrenzten Flugplätzen (Bd.II,S.186)
Falter und Flügel: Oberseite gelblich-braun, weisse Fransen, schwarzer, gerader Flügelrand, Reihe mit V-Motiven ("Zackenbinde"), dann Punktereihe, gegen innen schwarze Zacken; Hinterflügel-Unterseite gelblich und braun im Wechsel, v-förmige Randflecken, gelbe Fleckenreihe, jeweils schwarz umrandete Flecken, gelbes Band und hellbraunes Band; keine Perlmuttflecken (Bd.II,S.186)
einbrütig (Bd.II,S.186)
Eiablage: in kleinen Gelegen auf Blattunterseiten der Frasspflanze; Ei: klein, kegelförmig (Bd.II,S.186)
Raupen in Quellgebieten / Quellfluren am Schlangenknöterich (Polygonum bistorta) (Bd.I,S.93), am Wiesen-Knöterich / "Natterwurz" (Polygonum bistorta), oder an annuellen / einjährigen Unkrautfluren am Ackerstiefmütterchen (Viola tricolor) auf Stoppelfeldern (Bd.I, S.95); die Jungraupen leben gesellig, ausgewachsen leben sie vereinzelt; im Frühlingsversteckt auf sonnigen Stellen der Moos- bzw. Streuschicht, Fresspausen nie auf der Frasspflanze; ausgewachsen dunkelbraun mit weissen, kleinen Punkten übersät, braun bestachelt (Bd.II,S.186,187)
Nektar/Kohlehydratsaft: saugt v.a. an Wiesen-Knöterich / "Natterwurz" (Bd.II,S.186)
Perlmuttfalter:
Niobe-Perlmuttfalter
(Fabriciana niobe)
Schmetterlinge: Perlmuttfalter:
                                Niobe-Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Niobe-Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter:
                                Niobe-Perlmuttfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Niobe-Perlmuttfalter, Unterseite

Vorkommen: Europa im Flachland, in den Mittelgebirgen; östlich bis in den Iran; nicht auf GB, fehlt teilweise im Hohen Nordens und teilweise im Mittelmeergebiet; Flug im Juli, in den Bergen im August (Bd.II,S.170)
Falter und Flügel: als "Stiefmütterchen-Perlmuttfalter" bezeichnet, obwohl er nicht nur am Stiefmütterchen frisst, denn der typische "Stiefmütterchen-Perlmuttfalter" ist der Silbrige Perlmuttfalter (Issoria lathonia) (Bd.II,S.168); Vorderflügel ähnlich Adippe-Perlmuttfalter: orange, weiss gefranst, doppelt schwarz gerandet, Keil-Reihe nach innengerichtet, schwarze Punktereihe, innen wellenförmige Bänder; Hinterflügelunterseite mit einem kleinen silbrigen Fleck, oft mit einem kleinen schwarzen Punkt (Bd.II,S.170)
einbrütig (Bd.II,S.170)
Eiablage: an Rinde; Ei: kegelförmig, Längsrippen (Bd.II,S.170)
Überwinterung: als Ei (Bd.II,S.170)
Raupen: schwarz, braun bestachelt, weisser bis hellgelber Rückenstreifen, der nicht unterbrochen ist (Bd.II,S.170)
Verpuppung: bräunliche Stürzpuppe, Metallflecken auf dem Rücken, angesponnen in der Bodenvegetation (Bd.II,S.170)
Perlmuttfalter:
Silbriger Perlmuttfalter
(Issoria lathonia)




Vorkommen: N-Afrika, Europa, nicht im Hohen Norden, nicht in Schottland; östlich bis China (Bd.II,S.172); auf Silbergrasflur auf Sand-Trockenrasen (Koelerion-Phleion phleioides) aus ehem. sauren Sanddünen / Meeresstrand (Bd.I, S.86); Wanderfalter; sehr schneller Flug (Bd.II,S.172)
Falter und Flügel: ist der typische "Stiefmütterchen-Perlmuttfalter" (Bd.II,S.168); Flügel-Oberseite: dunkel-orange, weiss gefranst, doppelte schwarze Randbinde, grossfleckige Punktereihe in U-Formen; es dominieren schwarze, runde Flecken, wellenartige Bänder nur am oberen Rand der Vorderflügel (Bd.II,S.172,173); Flügel-Unterseiten mit Perlmuttflecken mit silbrigem Metallglanz, eher längliche Form der Flecken (Bd.II,S.172)
mehrbrütig (Bd.II,S.172)
Eiablage: r-Stratege mit hoher Anzahl Eier, Eiablage an Ackerkrautgesellschaften (Bd.I, S.43), belegen z.B. in Schwärmen auf abgeernteten Getreidefeldern die Acker-Stiefmütterchen, an Stiefmütterchen in Trockenrasen, Sandgebieten, auf Stoppeläckern (Viola tricolor), zahlreich in Küstendünen in Holland und Texel (Westfriesische Insel); auch an Garten-Stiefmütterchen (Bd.II,S.172); Ei: stumpf kegelförmig, Längsrippen wenig deutlich (Bd.II,S.172)
Raupe: ausgewachsen: gräulich-braun, an den Seiten braun, auf dem Rücken schwarz, kleine graue Flecken längsstreifenartig verteilt; sehr schnelle Raupenentwicklung (Bd.II,S.172)
Überwinterung: i.d.R. als Raupe, ev. auch anders (Bd.II,S.172)
Perlmuttfalter:
Sumpfwiesen-Perlmuttfalter
(Clossiana selene)
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter:
                                Sumpfwiesen-Perlmuttfalter
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Sumpfwiesen-Perlmuttfalter
Schmetterlinge:
                                Perlmuttfalter:
                                Sumpfwiesen-Perlmuttfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Perlmuttfalter: Sumpfwiesen-Perlmuttfalter, Unterseite

Vorkommen: Europa ohne Mittelmeergebiet, östlich bis Japan; lebt an feuchten Grasplätzen, um ombrotrophe Hochmoorkerne im Flach- und Zwischenmoorbereich; in wiesenähnlichen Flächen mit Scheidigem Wollgras, mit nassen Gräben mit Torfmoospolstern mit Veilchen drauf; auch an feuchteren Stellen von Pfeifengraswiesen in lichten Wäldern; Flug je nach Lage ab Anfang Juni und Mittel Juli (Bd.II,S.176)
Falter und Flügel: dunkel-orange, weiss gefranst, schwarzer Rand, schwarze Möndchen-Reihe, schwarze Punktereihe, im oberen Teil grosse schwarze Flecken ohne Ordnung (Bd.II,S.177); Hinterflügel-Unterseite in der Mitte mit Perlmuttfleck, am Flügelansatz ein kleiner, noch einer am Flügel-Oberrand, am Unterrand Perlmutt-Fleckenreihe in gezackten Formen (Dreiecken) (Bd.II,S.176,177);
einbrütig, in warmen Gebieten zweibrütig (Bd.II,S.176)
Eiablage an Veilchen; Ei: klein, kegelförmig, gelblich, Längsrippen (Bd.II,S.176)
Raupen nachtaktiv, tagsüber verborgen; fressen in Mooren an Sumpf-Feilchen (Viola palustris) (Bd.II,S.176)
Überwinterung: als halb ausgewachsene Raupe (Bd.II,S.176)
Frühling: ausgewachsene Raupe schwärzlich mit gräulich geborsteten stacheln, antennenartige Kopfhörner wie beim Kaisermantel (Bd.II,S.176)
Verpuppung: schwärzlich-braune Stürzpuppe mit kleinen Silberflecken in der Bodenvegetation (Bd.II,S.176)




R zum Seitenanfang - 1. Einleitung - 2. Ungeklärte Worte - 3. Begriffe - 4. Einteilung der Schmetterlinge -
5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Riodinidae Familie mit über 1000 Arten, u.a.
-- Helicopis-Arten, ähnlich den mehrfach geschwänzten Zipfelfaltern
-- Corinea-Arten ähneln den Schwalbenschwänzen
-- Ancyluris-Arten: "fliegende Edelsteine": metallisch blau, grün, silbrig und rot funkelnd
In Europa kommt nur ein einziger Schmetterling der Riodinidae vor, der Schlüsselblumen-Schmetterling (Bd.II, S.118)
Rostbinde
(Hipparchia semele)

siehe: Grasfalter: Hipparchia-Falter: Rostbinde




S zum Seitenanfang - 1. Einleitung - 2. Ungeklärte Worte - 3. Begriffe - 4. Einteilung der Schmetterlinge -
5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Schachbrettfalter: siehe: Grasfalter: Schachbrettfalter

Scheckenfalter
Scheckenfalter, einbrütig (Mellicta brito martis)
Scheckenfalter, zweibrütig (Mellicta parthenoides)
Scheckenfalter: Abbiss-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia)
Scheckenfalter: Assmann's Scheckenfalter (Mellicta britomartis)
Scheckenfalter: Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina)
Scheckenfalter: Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe)
Scheckenfalter: Maivogel  (Euphydryas maturna)
Scheckenfalter: Nickerl's Scheckenfalter (Mellicta aurelia)
Scheckenfalter: Scheckenfalter, Roter (Melitaea didyma)
Scheckenfalter: Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia)
Scheckenfalter: Wegerich-Scheckenfalter (Melitaea cinxia)
Scheckenfalter: Zweibrütiger Scheckenfalter (Mellicta parthenoides)
Schillerfalter (Apatura)
Schillerfalter: Donauschillerfalter (Apatura metis)
Schillerfalter, Grosser (Apatura iris)
Schillerfalter, Kleiner (Apatura ilia)
Schillerfalter: Salweiden-Schillerfalter: siehe: Schillerfalter, Grosser

Schlüsselblumen-Schmetterling (Hamearis lucina)

Schwalbenschwanz allgemein (Papilio)
Schwalbenschwanz (Papilio machaon)

Schwalbenschwanz: (Papilio alexanor)
Schwalbenschwanz, Englischer (Papilio machaon britannicus)
Schwalbenschwanz, Korsischer  (Papilio hospiton)

Segelfalter (Tribus Leptocircini)
Segelfalter (Iphiclides podalirius)


Schachbrettfalter siehe: Grasfalter: Schachbrettfalter
Scheckenfalter generell
Vorkommen: 10 Arten in Mitteleuropa, in 3 Gattungen einteilbar: Melitaea (4), Mellicta (4), Euphydryas (2) (Bd.II,S.189)
Eiablage: in Gelegen, zuerst hell-gelb (B.II,S.189) die Mehrzahl: zu 100en an krautigen Pflanzen (Bd.I, S.25)
Mehrzahl überwintert gesellig im Raupennest (S.10), bildet im Herbst Raupen-Überwinterungsnester im Magerrasen, die bei Tau in der Sonne glitzern (Bd.I, S.28)
Frühling: die ausgewachsenen Raupen vereinzeln sich, z.T. können die Raupen nur durch die Raupenfrasspflanzen und der Puppen unterschieden werden; sichere Unterscheidung nur durch Genitaluntersuchung mit Mikroskop möglich (Bd.II,S.189)
Scheckenfalter, einbrütig
(Mellicta brito martis)
Vorkommen in Osteuropa ab Berlin, ausserdem im Frankenjura und in N-Italien (Bd.I, S.50)
Scheckenfalter:
Abbiss-Scheckenfalter
(Euphydryas aurinia)
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Abbiss-Scheckenfalter
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Abbiss-Scheckenfalter
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Abbiss-Scheckenfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Abbiss-Scheckenfalter, Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, fast ganz Europa, am Mittelmeer nur teilweise, fehlt in N-Skand., östlich bis Korea (Bd.II,S.221); ist Charakterart von Niedermooren im nördl. Frankenjura, ist ein Verschiedenbiotopbewohner (Bd.I, S.37) in Kalktrockenrasenlandschaften (Frankenalb) schwarmweise (Bd.II,S.221); auch Flug in Feuchtwiesen u. in Niedermooren (Bd.II,S.221,222),
Falter und Flügel: Oberseiten doppelt dunkelbraun bis schwarz gerandet, weiss unterbrochen gefranst,  U-Form-Reihe in hell-orange, orange Binde mit hell-orangen Punkten am Oberflügel, mit schwarzen Punkten am Unterflügel, dann hell-orange Fleckenreihe, innere Regionen abwechselnd mit dunkel- u. hell-orangen, gezackten Segmenten (Bd.II,S.221); Hinterflügel-Unterseite mit weissem Rand, weisser U-Form-Kette, orange Binde mit hell-orangen Flecken, die je einen schwarzen Fleck haben, helle Binde, im Innern hell gescheckt auf orangem Grund (Bd.II,S.223)
einbrütig (Bd.II,S.221)
Eiablage: zitronengelbe Gelege auf Blattunterseiten; Ei: Verfärbung von Gelb zu Braun (Bd.II,S.222)
Raupen Jungraupen gesellig in Gespinsten an den Frasspflanzen wie Spinnweben (Bd.II,S.222); fressen in den Niedermooren der Ornatentonterrasse im nördl. Frankenjura am Teufelsabbiss (Succisa pratensis) (Bd.I, S.37), allgemein in ombrotrophen Zonen (ohne Grundwasserkontakt, nährstoffarm) von Niedermooren / Sümpfen an Gewässern (Bd.I, S.93); an Trockenstandorten (Mesobromion) fressen sie Taubenskabiose (Scabiosa columbaria); die verwandte Witwenblume (Knautia) wird abgelehnt (S Bd.I, .38), fressen in der Pfeifengraswiese (Molinion) Teufelsabbiss (Succisa pratensis) (Bd.I, S.98); starke Gefährdung der Art durch Trockenlegen von Mooren und Nasswiesen oder durch spätes Mähen: Die Mahd zerreisst Überwinterungsgespinste (Bd.II,S.222)
Überwinterung im Gespinst (Bd.II,S.222)
Frühling: ausgewachsene Raupen im Mai, schwarz, schwarze Stachelgebilde, breite, silbrige Längsstreifen an Seiten und am Rücken (Bd.II,S.222,223)
Verpuppung: Stürzpuppe in der Bodenvegetation; weiss, schwarz gefleckt (Bd.II,S.222)
Nektar/Kohlehydratsaft: auf Kalktrockenrasen an Wundklee (Anthyllis vulneraria), a. an Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) (Bd.II,S.221); in Feuchtwiesen und Niedermooren an Kompositen wie z.B. Margerite (Chrysanthemum leucanthemum) (Bd.II,S.222)
Scheckenfalter:
Assmann's Scheckenfalter
(Mellicta britomartis)
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Assmann's Scheckenfalter
                                / Assmanns Scheckenfalter
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Assmann's Scheckenfalter / Assmanns Scheckenfalter
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Assmann's Scheckenfalter
                                / Assmanns Scheckenfalter, Unterseite
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Assmann's Scheckenfalter / Assmanns Scheckenfalter, Unterseite

Vorkommen: östliches Mitteleuropa, z.B. Mark Brandenburg, Frankenjura, Oberpfälzer Jura an Donau, Naab, Laaber, Filstal; bis östliches S-Schweden, östlich bis Korea; in N-Bayern auf kurzrasigem Kalktrockenrasen und an versaumenden Geröllhalden (Bd.II,S.208); schwirrender Flug (Bd.II,S.210)
Falter und Flügel: dunkelbraunes Gitter mit orangen Flecken, weiss gefranste Flügel (Bd.II,S.208,209)
einbrütig (Bd.II,S.208)
Eiablage in kleineren Gelegen (Bd.II,S.208)
Raupen: in Gespinsten an Ehrenpreis (Veronica); frisst v.a. Blätter des Grossen Ehrenpreis (Veronica teucrium) (Bd.II,S.208);
Überwinterung: als junge Raupe gesellig im Gespinst (Bd.II,S.208);
Frühling: ausgewachsen schwarz, sehr dicht weiss gesprenkelt, Dornen an der Basis hell-orange, Spitzen weiss, sitzt im Mai / Juni auf allen möglichen Pflanzen, oft auf dem Grossen Ehrenpreis (Veronica teucrium)
Verpuppung: Stürzpuppe weiss-braun gestreift, porzellanartig (Bd.II,S.208,214), in 30 bis 40 cm Höhe angesponnen an verschiedenen Pflanzen, z.B. am Kreuzkraut (Senecio) (Bd.II,S.208)
Nektar/Kohlehydratsaft: in Felsfluren an Weisser Fetthenne (Sedum album), an gelben Kreuzkrautarten (Senecio), am Grossen Ehrenpreis (Veronica teucrium) (Bd.II,S.208)
Scheckenfalter:
Baldrian-Scheckenfalter
(Melitaea diamina)
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Baldrian-Scheckenfalter
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Baldrian-Scheckenfalter
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Baldrian-Scheckenfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Baldrian-Scheckenfalter, Unterseite

Vorkommen: Europa, fehlt z.T. in Mittelmeergebieten, nicht in Sp./Port., nicht auf GB, nicht in N-Skand., nicht im atlantischen W-Europa, nur bis zu den südl. Ardennen; östlich bis Ostasien (Bd.II,S.203); bewohnt v.a. nasse Wiesen, feuchte Waldlichtungen, Bachufer, Quellregionen; Flug im Juli (Bd.II,S.204)
Falter und Flügel: Oberseite braun-schwarz-orange Gitterzeichnung, das braun-schwarze Gitter z.T. sehr fett gezeichnet u. dominierend; weiss gefranst mit schwarzer Gliederung (Bd.II,S.203,205)
einbrütig (Bd.II,S.204)
Eiablage: kleine Gelege an Baldrianblättern; Ei: gelblich
Raupen: nachtaktiv, am Tag am Fuss der Frasspflanze verborgen (Bd.II,S.204)
Überwinterung als junge Raupe unter dürren Blättern angesponnen (Bd.II,S.204)
Frühling: ausgewachsen schwärzlich, weisse Äderung, Dornen gelblich-orange; fressen Baldrian-Arten, Wegericharten (Plantago) nicht (Bd.II,S.204)
Verpuppung: porzellanartig weiss, schwarze Bänder und Punkte, rote Punkte (Bd.II,S.204,205)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica), Echter Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis), Schmalblättriger Arznei-Baldrian (Valeriana wallrothi) (Bd.II,S.204)
Scheckenfalter:
Flockenblumen-Scheckenfalter
(Melitaea phoebe)
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter:
                                Flockenblumen-Scheckenfalter
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Flockenblumen-Scheckenfalter
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter:
                                Flockenblumen-Scheckenfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Flockenblumen-Scheckenfalter, Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, S-Europa, südliches Mitteleuropa, im W bis Belgien, östlich bis China; meist Kleingruppen (Bd.II,S.190)
Falter und Flügel: grösster mitteleur. Scheckenfalter mit Vorderflügellänge des Weibchens von ca. 20 mm, Männchen etwas kleiner; Oberseite: orange-dunkelbraun in Reihen und braunen Adern gemustert, weiss gefranst, braune-orange Randbinde in Keilformen; Hinterflügel-Unterseiten: Randbinde hellgelb, dann weisse Binde in U-Formen, dann gelbliche Binde mit braunen Flecken, weisse Mittelbinde, dann weiss-braun gescheckt (Bd.II,S.191);
in Mitteleuropa einbrütig, südlich der Alpen mehrbrütig (Bd.II,S.190)
Eiablage: gelbe Gelege auf Blättern von Flockenblumen, v.a. Centaurea scabiosa (Skabiosen-Flockenblume), die nur vereinzelt wächst; deswegen werden 2-3 Gelege an verschiedenen Skabiosen-Flockenblumen abgesetzt und nicht nur eins (Bd.II,S.190)
Raupe: Jungraupen gesellig im Gespinst
Überwinterung als Raupe in kleinen Gruppen unter dürren Blättern verkrochen
Frühling: ausgewachsene Raupen vereinzeln, bleiben auf der Pflanze sitzen; Gestalt grau-schwarz mit weissen Punkte-Querbinden, die grössten Punkte auf dem Rücken (Bd.II,S.190,191)
Verpuppung: braune Stürzpuppe, grösser als die Puppe des Wegerich-Scheckenfalters (Bd.II,S.190)
Scheckenfalter:
Maivogel
(Euphydryas maturna)
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Maivogel
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Maivogel
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Maivogel Unterseite
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Maivogel Unterseite

Vorkommen: kontinentale Art, liebt viel Licht und Wärme (Bd.I, S.108), eine "Warm-Feucht-Art" (hygro-thermophil) (Bd.II,S.215); isolierte Kolonien ohne Kontakte untereinander: in Frankreich, Mitteleuropa, S-Skand., östl. Ostseegebiet, SO-Europa (Bd.II,S.215), Baltikum, Rumänien, Österreich, Schweiz, Mittel-Frankreich (Bd.I, S.58) im Mittelwald (Bd.I, S.59), im sonnigen Eichenmischwald (Quercion pubescenti-petraeae), der noch Weidewald ist; an den Waldsäumen (Bd.I, S.82), in den "inneren Waldmänteln" (Bd.II,S.215); zunehmende Gefährdung durch Entsaumung und Zuwachsen der Wälder (Bd.I, S.108), wenn die Beweidung ausbleibt (Bd.II,S.216) und das feucht-warme Kleinklima mehr und mehr verloren geht (Bd.II,S.220); Flug im Juni, kleine Gruppen (Bd.II,S.215)
Falter und Flügel: Oberseite: breite schwarze Binden mit kleinen, weissen Flecken im Wechsel mit dunkel-orangen Binden (Bd.II,S.215,217); Unterseite: Oranger Rand, weisse Keil-Reihe, orange Binde, zwei weisse Binden, dann weiss gescheckt auf orangem Grund (Bd.II,S.218)
einbrütig (Bd.II,S.215)
Eiablage: an Stellen mit hoher Luftfeuchte und viel Wärme, z.B. in den Donau-Auen, früher gemäss Hasselbach auch in der Rheinaue nahe Speyer (Bd.II,S.215); zu 100en an den Blättern der Esche (Fraxinus excelsior) (Bd.I, S.26) an exponierten Eschenzweigen (Bd.II,S.215), in warm-luftfeuchten Waldmänteln (Bd.I, S.100), nur an der Blattunterseite  in mehreren Schichten; Ei: Farbwechsel der Eier: Gelb - Rot - bräunlich - gräulich - bläulich (Bd.I, S.28; Bd.II,S.2118)
Raupen: Nach dem Schlüpfen der Raupen bespinnen diese das Eschen- Fiederblättchen und fressen es bis zum ganzen Fiederblatt; es ergibt sich an den Eschen ein Frassbild des "Maivogelbefall" von eingerollten und braunen Eschenblättern als Beweis für Maivogelvorkommen (Bd.I, S.28),  fressen monophag nur Eschenblätter (Bd.I, S.26); im August verlassen die Raupen die Gespinste (Bd.II,S.220);
Überwintern als Raupe am Erdboden unter dürrem Laub (Bd.I, S.28) in kleinen Gruppen unter abgefallenen Blättern (Bd.II,S.220); "In manchen Jahren überwintert der grösste Teil der Raupen ein zweites Mal", sitzen ein ganzes Jahr lang z.B. an der Stammbasis von Heckenkirschen (Bd.II,S.220)
Ab Frühling polyphage Kost: Die Raupen fressen Wegerich, Salweide, Espenlaub, Heckenkirsche (Bd.I, S.28) (= Lonicera xylosteum, Bd.I,  S.26); ausgewachsene Raupen schwarz mit gelben Punktereihen, schwarze, bestachelte Auswüchse (Bd.II,S.219)
Verpuppung irgendwo (Bd.I, S.29), Stürzpuppe, weiss, schwarz gescheckt, auf dem Rücken gelbe Auswüchse (Bd.II,S.219,220)
Nektar/Kohlehydratsaft: Doldenblütler wie Giersch u.a. (Bd.II,S.215)
Scheckenfalter:
Nickerl's Scheckenfalter
(Mellicta aurelia)
Schmetterlinge: Scheckenfalter:
                                Nickerl's Scheckenfalter / Nickerls
                                Scheckenfalter
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Nickerl's Scheckenfalter / Nickerls Scheckenfalter


Vorkommen: Zentral- u. O-Europa, östlich bis Zentralasien; besiedelt trockenen Magerrasen; Flug schwirrend (Bd.II,S.210)
Falter und Flügel: dunkel-orange Fleckenreihen im braunen Gitter, die orangen Flecken dominieren; weiss gefranst braun unterbrochen; Hinterflügel-Unterseite mit weissen, hellgelben und braunen Bändern in U-Formen oder zackigen Formen (Bd.II,S.211)
einbrütig (Bd.II,S.210)
Eiablage: gelbliche Gelege an der Blattunterseite von Wegerich-Arten (Plantago) (Bd.II,S.210)
Raupe: Jungraupen gesellig im Gespinst (Bd.II,S.210)
Überwinterung im Gespinst (Bd.II,S.212)
Frühling: ausgewachsen schwarz, dicht weiss gesprenkelt, Dornen an der Basis rot, Spitzen weiss, frisst Wegerich  (Plantago) (Bd.II,S.210)
Verpuppung: Stürzpuppe weisslich, braune Querbinden und braune Scheckung (Bd.II,S.212)
Nektar/Kohlehydratsaft: Disteln (Carduus, Cirsium), Kreuzkraut (Senecio) u.a. (Bd.II,S.210)
Scheckenfalter:
Roter Scheckenfalter
(Melitaea didyma)
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Roter Scheckenfalter
                                weiblich
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Roter Scheckenfalter weiblich
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Roter Scheckenfalter
                                männlich
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Roter Scheckenfalter männlich
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Roter Scheckenfalter,
                                oben männlich, unten weiblich
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Roter Scheckenfalter, oben männlich, unten weiblich (Sommerform?)
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Roter Scheckenfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Roter Scheckenfalter, Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, S- u. Mitteleuropa, z.B. Vogesen, Mittelrheintal, Schwäbische Alb; östlich bis Zentralasien; bewohnt beweidete Magerrasen, an "gestörten Stellen"; gefährdet durch ausbleibende Beweidung: die Vegetationsdecke schliesst sich und Blumen fehlen (Bd.II,S.194)
Falter und Flügel: Sexualdimorphismus: Oberseite der Männchen orange-rot, weiss gefranst, breite schwarze Randbinde, schwarze Keil-Reihe nach innen gerichtet, Punktereihen erst in grossem Abstand, wenige gewellte Bandfragmente am Oberrand; Weibchen viel mehr gepunktet und im Oberflügel mit durchgehenden schwarzen Bändern; Unterseite systematisch weiss-dunkel-orange gebändert mit schwarzen Fleckenreihen auf den weissen Bändern (Bd.II,S.195,196); die Zeichnungen sind sehr variabel (Bd.II,S.194);
einbrütig (Bd.II,S.194)
Eiablage: an Blattunterseiten von Frauenflachs (Linaria vulgaris), kleinere Gelege; Ei: blass, glatt (Bd.II,S.194)
Raupen: sind Einzelgänger (Bd.II,S.194)
Überwinterung als Jungraupe (Bd.II,S.194)
Frühling: Die Raupen fressen erst ab Frühjahr; ausgewachsen recht bunt: gräulich-weiss, schwärzlich-blaue Längsstreifen, orange-rote Auswüchse am Rücken; frisst an Frauenflachs (Linaria vulgaris), Spitzwegerich (Plantago lanceolata), ev. auch Ziest (Stachys recta), gemäss Garthe a. an Königskerze (Verbascum lychnitis);
Verpuppung: Stürzpuppe, hängt in 30-40 cm Höhe in der Vegetation, z.B. an Luzerne im Buschsaum; weisse Puppe mit schwarzen u. orangen Strichen (Bd.II,S.194)
Scheckenfalter:
Wachtelweizen-Scheckenfalter
(Mellicta athalia)
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter:
                                Wachtelweizen-Scheckenfalter
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Wachtelweizen-Scheckenfalter
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter:
                                Wachtelweizen-Scheckenfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Wachtelweizen-Scheckenfalter, Unterseite

Vorkommen: ganz Europa, GB nur in S-England; östlich bis Japan; bewohnt frische Mähwiesen und Waldlichtungen, meist schwarmweise;  Flug Mitte Juni bis Ende Juli (Bd.II, S.206);
Falter und Flügel: Oberseite dunkelbraune Grundfarbe, hell-orange Keilreihe am Rand, dann orange Punktereihe, dann orange Fleckenreihen; Hinterflügel-Unterseite in weisse und braune Bänder gegliedert, schwarze Äderung (Bd.II,S.207);
einbrütig (Bd.II,S.206)
Eiablage: gelbliche Gelege, in Zucht an Spitzwegerich (Plantago lanceolata) (Bd.II,S.206)
Raupe: Jungraupen gesellig (Bd.II,S.206)
Überwinterung als Jungraupe unter dürren Blättern angesponnen (Bd.II,S.206)
Frühling: Raupe ausgewachsen schwarz, weiss gesprenkelt, gelbbraune Dornen am Rücken; frisst Wegericharten (Plantago) und Wachtelweizen (Melampyrum) und einige Ehrenpreisarten (Veronica) (Bd.II,S.206)
Verpuppung: weissliche Stürzpuppe in der Bodenvegetation, bräunliche Zeichnung mit Tupfen (Bd.II,S.206)
Nektar/Kohlehydratsaft: Disteln, Doldenblütlern wie Giersch (Aegopodium podagraria) u.a. (Bd.II,S.206)
Scheckenfalter:
Wegerich-Scheckenfalter / Gemeiner Scheckenfalter
(Melitaea cinxia)
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Wegerich-Scheckenfalter
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Wegerich-Scheckenfalter / Gemeiner Scheckenfalter
Schmetterlinge:
                                Scheckenfalter: Wegerich-Scheckenfalter,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Wegerich-Scheckenfalter / Gemeiner Scheckenfalter, Unterseite

Vorkommen: N-Afrika, Europa, nicht im hohen Norden; östlich bis Ostasien; in Magerrasen, auf sandigen Flächen, im Frankenjura z.B. auf beweideten Halbtrockenrasen (Gentiano-Koelerietum); Flug ab Anfang Juni (Bd.II,S.192)
Falter und Flügel: Oberseite: orange-dunkelbraun in Reihen und braunen Adern gemustert, weiss gefranst, braune-orange Randbinde in U-Formen, zweite und dritte orange Reihe mit braunen Punkten; Unterseite weiss-braun gebändert, jeweils schwarz eingefasst; Segmente U-förmig; schwarzer Punkt pro Binden-Segment, innen braun-weiss gescheckt (Bd.II,S.193);
einbrütig (Bd.II,S.192)
Eiablage: in Gelegen an Blattunterseiten von Wegerich-Arten, z.B. am Mittleren Wegerich (Plantago media) oder am Spitzwegerich (Plantago lanceolata) (Bd.II,S.192)
Raupen: u.a. an Wegerich-Arten (Bd.II,S.192); zuerst gesellig in Gespinsten, z.B. am Grossen Ehrenpreis (Veronica teucrium)
Überwinterung als Raupe im Gespinst (Bd.II,S.192)
Frühling: im Magerrasen; ausgewachsen schwarz mit weissem Punkte-Ring pro Segment, Kopf rot bis rötlich-braun (Bd.II,S.192,193)
Verpuppung: Stürzpuppe, grau-braun, auf dem rücken gelbliche Punkte (Bd.II,S.192)
Nektar/Kohlehydratsaft: im Juni z.B. an Margeriten (Bd.II,S.192)
Scheckenfalter:
Zweibrütiger Scheckenfalter / Westlicher Scheckenfalter
(Mellicta parthenoides)

Schmetterlinge: Scheckenfalter:
                                Zweibrütiger Scheckenfalter / Westlicher
                                Scheckenfalter
Schmetterlinge: Scheckenfalter: Zweibrütiger Scheckenfalter / Westlicher Scheckenfalter


Vorkommen: SW-Europa: Sp./Port. bis nach Mitteleuropa im trockenen bis frischen, beweideten Rasen, bis Elsass, Kaiserstuhl, Wutachtal (Bd.II,S.212); in Mittelfrankreich, S-Frankreich, Port./Sp., lokal a. in der Rhön (Regenstaugebiet) (Bd.I, S.50); im Allgäu gemäss Wagener auf anmoorigen Wiesen; an der Bergstrasse im Frühjahr auf nassen Mähwiesen; Hanau, Rhön im mehr atlantischen Regenstaugebiet; Flug Ende Mai bis Anfang Juni, sowie August bis September (zweite Generation) (Bd.II,S.212)
Falter und Flügel: dunkel-orange, feine schwarze Unterteilung, doppelter schwarzer Flügelrand, dann U-förmige Keilreihe, weiss gefranste Flügel, schwarz unterbrochen, ca. 4-5 gezackte Linien am oberen Rand (Bd.II,S.212,213)
zweibrütig als einzige der mitteleur. Scheckenfalter (Bd.II,S.212)
Eiablage: gelbliche Gelege an Blattunterseiten vom Mittleren Wegerich (Plantago media)
Überwinterung: als Jungraupe gesellig in Gespinsten zwischen dürren Blättern (Bd.II,S.212)
Frühling: ausgewachsene Raupen schwarz, weiss gesprenkelt, Dornen unten orange, oben gelb (Bd.II,S.212)
Verpuppung: Stürzpuppe, Rücken weiss-braun quergestreift, schwarze Punkte in den braunen Partien (Bd.II,S.212,214)
Schillerfalter generell
(Apatura)
Vorkommen: im Eichen-Hainbuchenwald (Carpinion) der planaren und collinen Stufe an Waldmänteln und Waldwegen (Bd.I, S.82), die beidseits bewaldet und luftfeucht sind (Bd.II,S.136)
überwintert als junge Raupe einzeln (Bd.I, S.10) in totaler Winterstarre (Bd.I,S.60)
Balz, Hochzeitsflug: weite Populationsvorkommen, traditionelle Balzplätze an besonders hohen Bäumen ("Treetopping"), meist alte Eichen, auch "Hilltopping", z.B. um Haselnussbüsche auf den Gipfelplateaus von Frankenjura-Dolomitbergen, z.B. Walberla bei Forchheim (Bd.I, S.16)
Nektar/Kohlehydratsaft: Männchen saugen an nasser Erde, Aas (Bd.I, S.62) und Kot, saugen nicht an Blüten; Rückgang dieser Art durch Asphaltierung von Waldwegen im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels; die Weibchen saugen an Obst, wilden Beeren, z.. Himbeere, Brombeere, Kirschen, nur gelegentlich Blütenbesuch bei Disteln und Wasserdost; Schmetterlingsfotos, die Schillerfalter an anderen Blüten zeigen, sind falsch (Bd.I, S.64)
Schillerfalter:
Donauschillerfalter
(Apatura metis)




Vorkommen: SO-Europa mit Russland (Bd.II,S.242); in Silberweiden-Auenwäldern (Salicetum albae) (Bd.I, S.36) z.B. längs der Donau ab der ungarisch-serbischen Grenze, ab der Baranya flussabwärts [mit Klimakompensation: südlicheres Klima, also am Wasser] (Bd.I, S.67), auch in Flussauen der Drau, angeblich auch in Niederösterreich, im Burgenland (Rust, Neusiedler See) (Bd.II,S.242); Flug der ersten Generation Anfang bis Mitte Juni, der zweiten Generation im August (Bd.II,S.242), kein Verlassen des Raupen-Lebensraums; in der Mittagshitze verkriechen sich die Falter im Laub oder unter breiten Ästen am Stamm (Bd.II,S.244)
Balz, Hochzeitstanz an Kronen hoher Bäume im Auenwald ("Treetopping")
zweibrütig (Bd.II,S.242)
Eiablage: einzeln oder in Gelegen bis 30 Eier (Bd.II,S.244) am Waldrand/im Waldmantel entlang der Donauufer auf den unteren Zweigen der Silberweiden, oder im "Mantelgebüsch" zwischen Wald und Donauufer (Bd.I, S.67); Ei: zuerst gräulich, dann grün wie das belegte Blatt, an der Blattoberseite, ziemlich klein (Bd.II,S.244)
Raupe: ziemlich klein (Bd.II,S.244), Kopfhörner ab der ersten Häutung (Bd.II,S.245), frisst Silberweide (Salix alba) im Mantel von Silberweiden-Auenwäldern, frisst an anderen schmalblättrigen Weiden an Flussufern (Bd.II,S.244); V-förmiges Frassbild wie das der Raupe des Grossen Schillerfalters (Bd.II,S.244-245);
Überwinterung als Raupe gräulich verfärbt in Rindenspalten an der absonnigen Seite von Silberweiden-Stämmen (Bd.II,S.245)
Frühling: ausgewachsen grün wie das Weidenblatt, auf dem Rücken v-förmige Zeichnung (Bd.II,S.245)
Verpuppung: Stürzpuppe an Blattunterseiten, flach, breit (Bd.II,S.245)
Nektar/Kohlehydratsaft: Männchen saugen am Faulschlamm am Ufer, an Tierkot und Aas (tote Schlangen, tote Frösche) (Bd.I,S.67), an nassen Wegstellen, auf sandigen Uferbänken (Bd.II,S.244); Weibchen saugen an Brombeeren im Auenwald-Unterholz, v.a. an den Waldmänteln (Bd.I, S.67) entlang der Donau-Ufer (Bd.I, S.68)
Grosser Schillerfalter / Salweiden-Schillerfalter
(Apatura iris)
Schmetterlinge:
                                Schillerfalter: Grosser Schillerfalter /
                                Salweiden-Schillerfalter, männlich
Schmetterlinge: Schillerfalter: Grosser Schillerfalter / Salweiden-Schillerfalter, männlich
Schmetterlinge:
                                Schillerfalter: Grosser Schillerfalter /
                                Salweiden-Schillerfalter, männlich,
                                Unterseite
Schmetterlinge: Schillerfalter: Grosser Schillerfalter / Salweiden-Schillerfalter, männlich, Unterseite
Schmetterlinge:
                                Schillerfalter: Grosser Schillerfalter /
                                Salweiden-Schillerfalter, weiblich
Schmetterlinge: Schillerfalter: Grosser Schillerfalter / Salweiden-Schillerfalter, weiblich

Vorkommen: N-Sp., N-Port., S-England, Frankreich ausser S-Frkr., Mitteleur., N-Italien, Ostküste von DK-Festland, Osteuropa im N bis Baltenstaaten, im S bis Rumänien (Bd.I, S.54), ist hitzeempfindlich, braucht Thermoregulation (Bd.I, S.64), an schmalen, luftfeuchten Waldwegen (Bd.I, S.67), fliegt bis ca. 11 Uhr [12 Uhr Sommerzeit] um die Wipfel, bei Mittagshitze ruht er im Waldesinnern mit zusammengeklappten Flügeln an beschatteten Baumstämmen, gern an Kiefern (Bd.I, S.64)
Balz, Hochzeitstanz: an alten, hohen Eichen ("Treetopping") (Bd.I, S.35,67) oder um Gebüsche auf Gipfelplateaus ("Hilltopping") (Bd.I, S.35)
Eiablage r-Stratege: über 300 Eier pro Weibchen (Bd.I, S.30); Eiablage erfolgt erst mehrere Wochen nach dem Schlüpfen, in der Zeit der Himbeerreife bis September (Bd.I, S.29); Eiablage einzeln (Bd.I, S.16) auf alten, harten Salweidenblättern irgendwo auf der Blattoberseite (Bd.I, S.33) an mässig besonnten Salweidenbüschen (Salix caprea) v.a. im absonnigen Waldmantel (Bd.I, S.35) im luftfeucht-kühlen Waldmantel, v.a. an kühlen "Kellerstandorten" bzw. an Ablagezweigen ohne Abendsonne (Bd.I, S.67,100) am späten Vormittag oder späten Nachmittag, wobei die Salweide in der Nähe eines alten, hohen Baumes, i.d.R. eine hohe Eiche, stehen muss: Die Weibchen sitzen in der Krone des grossen Baumes, kommen auf den Salweidenbusch, kriechen in das Innere des Busches u. legen ein Ei auf die Blattoberseite, fliegen wieder auf den hohen Baum für die Vorbereitung der nächsten Eiablage; idealer Eiablageplatz sind somit luftfeucht-halbschattige Waldlichtungen mit alten Eichen und mannshohem Unterwuchs aus Salweiden und anderem Gesträuch; werden die grossen Bäume (z.B. Eichen) gefällt und ist kein grosser Baum mehr da, erfolgt dort keine Eiablage mehr; die Zeremonie scheint für die Weibchen essentiell (S.66); Ei: zuerst grau, nach wenigen Stunden grün wie das Blatt, nach 3-4 Tagen purpurfarbiger Ring, der sich langsam nach oben schiebt, vor dem Schlüpfen tintenblaue Kuppe und sehr helle Basis (Bd.I, S.29);
Raupen grün mit kugeligem, rotbraunem Kopf (Bd.II,S.231), sind Einzelgänger (Bd.I, S.16), fressen mit typischer Frasszeichnung V-förmig (Bd.II,S.231), meist nachts u. tarnen sich am Tag, leben meist in Bereichen hoher Luftfeuchtigkeit, kaum Gefahr durch Austrocknung (Bd.I, S.17), meist am N- und NO-Waldrand im Schattenmantel (Bd.I, S.53), fressen zuerst altes, hartes Laub (Bd.I, S.33) der Salweide (Salix caprea) (Bd.I, S.53);
Überwinterung als Raupe (Bd.I,S.33)
Frühling: fressen sie zartes, austreibendes Laub. Wenn im Zuchtversuch nur zartes Laub gegeben wird, sterben die Raupen (Bd.I, S.33);
Schlüpfen der Falter im Juli, Männchen einige Tage vor den Weibchen, die Männchen brauchen 2 Wochen Entwicklung bis zur Paarung, die Weibchen müssen die Eier erst heranreifen lassen (Bd.I, S.29)
Nektar/Kohlehydratsaft: Männchen saugt an Pfützen, an nasser Erde, Kot und Aas (Bd.I, S.35), an Pfützen oder an nasser Erde am Waldweg, gemeinsam mit dem Kleinen Schillerfalter; die Weibchen saugen an Himbeere (Bd.I, S.67) am Waldmantel am Waldweg (Bd.I, S.68)
Kleiner Schillerfalter
(Apatura ilia)
Schmetterlinge:
                                Schillerfalter: Kleiner Schillerfalter
                                weiblich
Schmetterlinge: Schillerfalter: Kleiner Schillerfalter weiblich
Schmetterlinge:
                                Schillerfalter: Kleiner Schillerfalter
                                weiblich, Form "f. clytie"
Schmetterlinge: Schillerfalter: Kleiner Schillerfalter weiblich, Form "f. clytie"
Schmetterlinge:
                                Schillerfalter: Kleiner Schillerfalter
                                männlich
Schmetterlinge: Schillerfalter: Kleiner Schillerfalter männlich

Vorkommen: Frankreich, N- u. Mittelitalien, Mitteleur. ohne N-Dtld., in Osteuropa von Polen bis Balkan ohne Griechenland (Bd.I, S.54), liebt trockene, kontinentale Klimate mit grösseren Temperaturschwankungen, lebt an breiten, lufttrockenen Waldwegen oder am besonnten Waldmantel, der in offene Fläche übergeht (Bd.I, S.67)
einbrütig (Bd.II,S.236)
Eiablage an Espen an Ablagezweigen mit Abendsonne (Bd.I, S.67) in warm-trockenen Waldmänteln (Bd.I, S.100) z.B. hinter mesophytischen Mittelklee-Saumgesellschaften (Trifolion medii) (Bd.I, S.104)
Raupe so grün wie das Espenlaub, befressen Blätter wahllos (Bd.II,S.238); meist im S- und SW-Waldrand im Sonnenmantel (Bd.I, S.53), frisst Espe (Populus tremula) (Bd.I, S.54), Gespinste an Espen, die in der Sonne glitzern (Bd.I, S.67);
Überwinterung: Raupe verfärbt sich rindenartig braun, überwintert in grossen Ritzen oder an Zweigspitzen angeschmiegt an Knospen ("Knospenüberwinterer"), wobei ein hoher Prozentsatz dort austrocknet (Bd.II,S.238)
Frühling: Raupe wird wieder grün, Sitzgespinste auf Espenblättern; ausgewachsen grün, mit V-förmiger, gelber Zeichnung, lange Kopfhörner (Bd.II,S.239)
Verpuppung: gründlich-weisse Stürzpuppe an Blattunterseiten von Espen; wird vor dem Schlüpfen tintenblau (Bd.II,S.239)
Nektar/Kohlehydratsaft: Männchen saugen an Pfützen oder an nasser Erde, gemeinsam mit Grossem Schillerfalter, die Weibchen saugen an Obst, im Frankenjura z.B. an Kirschkulturen, die vom Waldmantel abgesetzt in der prallen Sonne stehen (Bd.I, S.68)
Schillerfalter
Salweiden-Schillerfalter
siehe: Grosser Schillerfalter
Schlüsselblumen- Schmetterling / Schlüsselblumen-Würfelfalter
(Hamearis lucina)
Schmetterlinge:
                                Schlüsselblumen-Schmetterling /
                                Schlüsselblumen-Würfelfalter, weiblich
Schmetterlinge: Schlüsselblumen-Schmetterling / Schlüsselblumen-Würfelfalter, weiblich
Schmetterlinge:
                                Schlüsselblumen-Schmetterling /
                                Schlüsselblumen-Würfelfalter, männlich
Schmetterlinge: Schlüsselblumen-Schmetterling / Schlüsselblumen-Würfelfalter, männlich

Vorkommen: S-Eur. u. Mitteleur. mit Südschweden und S-GB, östlich bis Japan; nur in kleinen Gruppen; bewohnt Waldlichtungen, breite Waldwege, mässig feuchte Waldwiesen, besonnte Waldränder; Flug Mitte Mai bis Anfang Juni (Bd.II,S.118)
Falter und Flügel: Oberseiten dunkelbraun mit vielen orangen Flecken, Unterseiten zimtbraun, Hinterflügel-Unterseite mit grosser, weisser Fleckenreihe (Bd.II, S.118)
einbrütig (Bd.II,S.118)
Eiablage: auch in Gruppen bis 8 Stück, an Blattunterseiten von Schlüsselblumen, gemäss Riesch auch in den Blüten von P.officinalis; Ei: fast kugelrund, klein, glatt, gräulich, einzeln (Bd.II,S.118)
Raupen: asselähnlich, erwachsen fahlbraun, hell behaart, Haut mit schwärzlichen Zeichnungselementen; nachtaktiv, am Tag verborgen; fressen Arznei-Schlüsselblume (Primula veris), die v.a. unter Haselnussgesträuch wächst; in Zucht auch an Primula elatior (Bd.II,S.118);
Puppe: weisse Gürtelpuppe, mehrere Reihen mit kleinen schwarzen Flecken; ganze Puppe kurz behaart (Bd.II,S.118)
Überwinterung als Puppe (Bd.II,S.118)
Segelfalter generell
(Tribus Leptocircini)
Vorkommen: weltweit ca. 130 Arten, davon 10 auf der Nordhalbkugel in gemässigten Gebieten (Bd.I, S.124), sehr wärmebedürftig, im Mittelmeergebiet in Pflaumen- u. Pfirsichkulturen als "Brutplatz", in Mitteleuropa nur im Kleinklima: im Felsenbirnengebüsch an der Trockengrenze des Steppenheidewaldes zum nackten Fels, in Schlehenkrüppelhalden an prallsonnigen Steilhängen; in Frankenalb und Oberpfälzer Jura: an untersten Zweigen von Krüppelschlehen (Prunus spinosa) über Kalkgeröll oder Fels, die in der Nacht die Wärme wieder abstrahlen; im warmen Maintal und in Rheinhessen auf Felsenkirsche (Prunus mahaleb), auch in Blutstorchschnabel-Säumen; Ausrottung der Segelfalter aus Mitteleuropa bei Verbuschung, weil die Pflanzen dann zu hoch wachsen, und bei Insektizidverbreitung in Weinbergen (Bd.I, S.124)
Raupen: an alkaloidhaltigen Pflanzen: Annonaceae, Magnoliaceae, Lauraceae, z.B. in Europa Graphium-, Dabasa und Leptocircus-Arten, in "Amerika" die Eurytides-Arten, in Mitteleuropa an Rosengewächsen mit ähnlichen Inhaltsstoffen: Bittermandelöle - Benzaldehydcyanhydrin: eur. Raupen an holzigen Rosengewächsen (Bd.I, S.124)
Segelfalter:
Schwalbenschwanz allgemein
(Papilio)
Vorkommen: weite Populationsvorkommen (Bd.I, S.15), heimisch in Tropen und Subtropen, einige Arten in Mitteleuropa; Einteilung nach den Frasspflanzen der Raupen: Segelfalter, die alkaloidhaltige Pflanzen fressen, meist Myrtales; die Giftfresser mit Raupen an giftigen Osterluzei-Arten (Aristolochia); die laubfressenden Schwalbenschwänze ("Papilio glaucus-Gruppe"); die restlichen Schwalbenschwanz-Arten, u.a. diejenigen in Mitteleuropa, deren Raupen an Pflanzen mit ätherischen Ölen fressen (Bd.I, S.114);
Segelfalter: Schwalbenschwanz
(Papilio machaon)
Schmetterlinge: Segelfalter:
                                Schwalbenschwanz (papilio machaon)
Schmetterlinge: Segelfalter: Schwalbenschwanz (papilio machaon)
Schmetterlinge:
                                Segelfalter: Schwalbenschwanz (papilio
                                machaon), Unterseite
Schmetterlinge: Segelfalter: Schwalbenschwanz (papilio machaon), Unterseite

Vorkommen: Papilio machaon in N-Afrika, Europa, im gemässigten Asien bis Japan, verwandte Arten in N-"Amerika" (Bd.I, S.116); in Mitteleuropa r-Stratege mit hoher Eierzahl, vagabundierend (Bd.I, S.76), Biotopkomplexbewohner (Bd.I, S.116), in England K-Stratege, niedrige Eierzahl, standorttreu in Niedermooren (Bd.I, S.76), lebt je nach Jahreszeit in verschiedenen Biotopen:
Fränkischer Jura z.B.:
-- im Frühjahr in Strassengräben mit Rosskümmel (Silaum silaus)
-- im Herbst v.a. auf Kalktrockenrasen (Mesobromion) mit Kleiner Bibernelle (Pimpinella saxifraga) (Bd.I, S.35)
in Europa mehrbrütig mit 2 oder mehr Generationen Nachkommen jährlich (bivoltin/polyvoltin) (Bd.I, S.10), erste Generation zur Zeit der Löwenzahnblüte (Bd.I, S.116)
Balz/Hochzeitsflug: traditionelle Balzplätze an felsigen Bergkuppen oder um Burgruinen auf Bergen oder Hügeln ("Hilltopping") (Bd.I, S.15); die Männchen streiten in der Balzzeit um Reviere und befliegen sich in Schwärmen an exponierten Erhebungen ("Hilltopping"), z.B. auf dem Gipfelplateau des Staffelberges im fränkischen Obermaintal (Bd.I, S.15-16); dabei reichen für das "Hilltopping" schon recht bescheidene Erhebungen, z.B. auch ein Trinkwasserhochbehälter auf einem Acker (Bd.I, S.64); in Flugpausen ruhen sich die Schwalbenschwänze auf der Erde der Gipfelplateaus aus (Bd.I, S.125)
Eiablage: begattete Weibchen überfliegen weite Gebiete auf der Suche nach geeigneten Ablagestellen (Bd.I, S.116); Eiablage nur an jungem, zarten Laub (Bd.I, S.33):
-- Eiablage an Doldengewächsen (Umbelliferen) nur an Gräben, nicht in Wiesen (Bd.I, S.30), v.a. an Sämlingen der Doldengewächse, auch an Rosskümmel-Austrieben (Silaum silaus) (Bd.I, S.33)
-- Eiablage im Sommer (Bd.I, S.33) / im Herbst in hochstehenden Blüten der Kleinen Bibernelle (Pimpinella) (Bd.I, S.30), die die übrige Trockenrasenvegetation überragen (Bd.I, S.30): unter den Döldchen, an Stielen oder Kelchblättern (Bd.I, S.116); und im Sommer Eiablage auch an den Sämlingen der Wilden Möhre (Bd.I, S.33,116) in felsigem Kalktrockenrasen (Mesobrometum seslerietosum); im Oberpfälzer Jura an Blättern des Bergfenchels (Peucedanum oreoselinum); Eiablage ausserdem an Möhrenkulturen, an Blüten des Pastinak, in N-Deutschland u. Skandinavien auch an Sumpfhaarstrang (Peucedanum palustre), in Geranion-Säumen am Diptam u. an der Weinraute (Bd.I, S.116)
Ei: kugelrund, glatt (Bd.I, S.118); zuerst porzellanfarben weisse Eier, nach 2-3 Tagen bräunlich, vor dem Schlüpfen tintenblau (Bd.I, S.29)
Raupen auf Pflanzen mit ätherischen Ölen, aromatisch duftend, i.d.R. wohlriechend, flüchtige Pflanzeninhaltsstoffe, in tropisch-subtropischem Klima an Citrus-Gewächsen (Rutaceae) mit Inhaltsstoff Citral, im gemässigten Klima auf Doldenblütlern (Umbelliferae) mit Inhaltsstoff Anisaldehyd (Bd.I, S.114); Wechsel der Frasspflanze je nach Jahreszeit in der Zone der mediterranen Hartlaubvegetation, dasselbe in Kalifornien: Im Frühling an Doldenblütlern (Umbelliferen) (Bd.I, S.114) an besonnten Stellen (Bd.I, S.116); da die Landwirtschaft die Doldenblütler wegen ihrer verholzenden Stengel in den 1960er Jahren als "wertloses Heu" einstufte und die Vernichtung der Doldenblütler propagierte, sind Frasspflanze und Schwalbenschwanz immer seltener und an vielen Orten ausgerottet (Bd.I, S.254); die Raupen fressen auf Blattoberseiten, zuerst schwarz mit weissem "Sattel", ab der zweiten Häutung "getigertes" Muster (Bd.I, S.118); in Nordbayern sind Eier und Raupen im Frühling fast ausschliesslich an Rosskümmel (Silaum silaus), nur selten an der Wilden Möhre (Dauccus carota); bevorzugte Lage Eiablage und Raupenfrass an ablagebegünstigten Strassengräben (Bd.I, S.116); im Sommer nach Verblühen der Doldenblütler an Citrus-Laub, in Mitteleuropa am Diptam (Dictamnus albus) (Bd.I, S.114) in xerophytischen Blutstorchschnabel-Säumen (Geranion) (Bd.I, S.104); die Herbstgeneration frisst v.a. in Magerrasen an der Kleinen Bibernelle (Bd.I, S.116) an Blüten und Früchten (Bd.I, S.35), auch noch nach den ersten Nachtfrösten (Bd.I, S.116), fressen in Möhren-Bitterkraut-Gesellschaft (Dauco-Picridetum hieracoides) an Wilder Möhre (Daucus carota) (Bd.I, S.95), fressen in der Pfeifengraswiese (Molinion) am blühenden Rosskümmel (Silaum silaus) (Bd.I, S.98)
Raupen in N-"Amerika" befressen z.T. Beifuss-Arten (Artemisia, Korbblütler), auch mit ätherischen Ölen wie in Mitteleuropa (Bd.I, S.114)
Puppe: graue oder grüne Gürtelpuppe (Bd.I, S.118)
Überwinterung: als Puppe (Bd.I, S.118)
Nektar/Kohlehydratsaft: im blühenden Kleefeld oder im Dorfgarten am Flieder (Buddleia) (Bd.I, S.35), weiter an freier Wildbahn z.B. an Karthäusernelke, Disteln (Bd.I, S.116)
Segelfalter:  Schwalbenschwanz: (Papilio alexanor)
Schmetterlinge: Segelfalter:
                                Schwalbenschwanz (papilio alexanor)
Schmetterlinge: Segelfalter: Schwalbenschwanz (papilio alexanor)


Vorkommen: Vorderasien Afghanistan, östlicher Mittelmeerraum in Istrien, Dalmatien, Griechenland, lokal in Süditalien u. S-Frankreich; Flügel mit hohem Gelb-Anteil; die Falter in S-Frankreich sind kleiner als diejenigen aus Dalmatien (Bd.I, S.122), an sonnig-trockenen Hängen, Geröllfeldern, Rasen, in S-Frankreich angeblich nur an Seseli dioica und Seseli montanum; Flug Mitte Juni bis Mitte Juli (Bd.I, S.122)
einbrütig (Bd.I, S.122)
Balz/Hochzeitsflug: "Hilltopping" z.T. mit Schwalbenschwanz und Segelfalter gemeinsam (Bd.I, S.122)
Eiablage: Eiablage an Blütenstielen; Ei: ähnlich dem Papilio machaon glatt und weiss, aber deutlich kleiner (Bd.I, S.122)
Raupen: im östlichen Mittelmeergebiet an übermeterhohen, gelblich-grün blühenden Doldenblütlern (Umbelliferen), vielleicht eine Ferula-Art (Bd.I, S.122); die Raupen fressen Blüten u. unreife Samen; Muster bei der erwachsenen Raupe ähnlich wie des Machaon, Grundfarbe aber cremefarbig weisslich; franz. Raupen sind heller mit kreideweisser Grundfarbe, die dunklen Zeichnungselemente sind weniger breit (Bd.I, S.122)
Puppe: grau [auf dem Foto aber braun rindenfarbig], wirkt plattgedrückt (S.122)
Überwinterung als Puppe (Bd.I, S.122)
Nektar/Kohlehydratsaft: an Blüten, gelegentlich auch an feuchter Erde (Bd.I, S.122)
Segelfalter:  Englischer Schwalbenschwanz
(Papilio machaon britannicus)
Schmetterlinge: Segelfalter:
                                Englischer Schwalbenschwanz (papilio
                                machaon britannicus)
Schmetterlinge: Segelfalter: Englischer Schwalbenschwanz (papilio machaon britannicus)


Vorkommen: K-Stratege in isolierten Populationen "verinselt"; Standorte sind meist Niedermoore ("fens") in den Norfolks Broads [Breiten von Norfolks] (Bd.I, S.118); gelegentlich verfliegen sich kontinentale Schwalbenschwänze auch nach England (Bd.I, S.118) (Bd.I,S.118)
Falter und Flügel: deutliche Unterschiede zur mitteleuropäischen Art, gedrungener, viel dunkler, breitere Randbinden bei den Vorderflügeln;
Eiablage und Raupen: am Sumpfhaarstrang (Peucedanumm palustre), gelegentlich am Waldengelwurz (Angelica sylvestris) (Bd.I, S.118)
Segelfalter: Korsischer  Schwalbenschwanz
(Papilio hospiton)
Schmetterlinge: Segelfalter:
                                Korsischer Schwalbenschwanz (papilio
                                hospiton)
Schmetterlinge: Segelfalter: Korsischer Schwalbenschwanz (papilio hospiton)


Vorkommen: mediterraner Tagfalter, nur auf Korsika und Sardinien (Bd.I, S.43); Falter und Flügel: dem Papilio machaon sehr ähnlich; die Vorderflügelunterseite weist eine sehr gezackt Flügelrandbinde auf; Gefährdung der Art durch Import von Fenchel, der Frasspflanze des mitteleuropäischen Schwalbenschwanz: Wenn mitteleuropäische Männchen die Weibchen des Korsischen Schwalbenschwanz begatten, entwickeln sich unfruchtbare Falter; so nehmen die Bestände des Korsischen Schwalbenschwanzes mehr und mehr ab; auf Trockenwiesen; Flug März bis Mai (Bd.I,S.120)
einbrütig (Bd.I, S.120)
Ei glatt, weiss, kleiner als beim Papilio machaon, ähnliche Entwicklung  (Bd.I, S.120)
Raupen mit viel lebendigerem Muster als beim Machaon schwarz-weiss durchsetzt mit orange, an der Seite eine schwarze Fleckenreihe, darunter orange (Bd.I, S.120); fressen an Blättern an korsischen Zitrusgewächsen (Ruta corsica) wie an Ruta graveolens, die Citral und ev. auch Anisaldehyd enthält; Frass auch an einer Doldenblütlerart an Ferula communis (Bd.I, S.120)
Überwinterung als Puppe (Bd.I, S.120)
Segelfalter
(Iphiclides podalirius)
Schmetterlinge: Segelfalter
                                (iphiclides podalirius)
Schmetterlinge: Segelfalter (iphiclides podalirius)
Schmetterlinge: Segelfalter
                                (iphiclides podalirius), Unterseite
Schmetterlinge: Segelfalter (iphiclides podalirius), Unterseite
Schmetterlinge: Segelfalter
                                (iphiclides podalirius, Form melanica),
                                sehr selten
Schmetterlinge: Segelfalter (iphiclides podalirius, Form melanica), sehr selten

Vorkommen: von N-Afrika durch Süd- u. Mitteleuropa bis ins gemässigte Asien (Bd.I, S.125); in Mitteleuropa nur in besonders warmen Gebieten, z.B. Rheinpfalz, Mainfranken, Frankenalb, Oberpfälzer Jura; Biotopkomplexbewohner (Bd.I, S.126); ist eine submediterrane Art, die das warme Kleinklima am Boden sucht (Bd.I, S.108), v.a. auf Böden, die viel Wärme aufnehmen, mit dünner Erdschicht und wenig Pflanzenbewuchs (Bd.I, S.84), im Frankenjura in Schlehenkrüppelhalden (Bd.I, S.35); die Segelfalter verlieren durch die Intensivierung im Streuobstbau beste Biotope (Bd.I, S.60) und sind gefährdet durch Verbuschung und wildes Camping (Bd.I, S.108); Flug in Europa Mitte Mai bis Juni; Biotopkomplexbewohner mit fixen Lebenszentren (Bd.I, S.125);
Falter und Flügel: Grundfarbe ist ein blasses Weissgelb mit schwarzen Querstreifen, Hinterflügel in der Form wie Schwalbenschwanz spitz zulaufend (Bd.I, S.125);
Balz: traditionelle Balzplätze an felsigen Bergkuppen oder um Burgruinen auf Bergen oder Hügeln ("Hilltopping") (Bd.I, S.15), Hochzeitsflug (Bd.I, S.35), im Frankenjura z.B. zur Zeit der Blüte des Purpurknabenkrauts oder der Karthäusernelken (Bd.I, S.126); Männchen streiten in der Balzzeit um Reviere und befliegen sich in Schwärmen, z.B. auf dem Gipfelplateau des Staffelberges im fränkischen Obermaintal (Bd.I, S.15-16); für den Segelfalter müssen es schon markante Erhebungen sein, mindestens ein kleiner Berg (Bd.I, S.64), eine Burgruine auf einer Kuppe etc. (Bd.I, S.65); Flugpausen auf Büschen und Bäumen (Bd.I, S.125).
in Europa i.d.R. einbrütig, in warmen Jahren teilweise zwei Generationen (Bd.I, S.125)
Eiablage: zur Zeit der Klatschmohnblüte in Getreidefeldern (Bd.I, S.126); Ablage an Blattunterseite von Krüppelschlehen, an Felsenkirsche auf der Blattoberseite (Bd.I, S.126)
-- Eiablage im Frankenjura nur an der Blattunterseite von Krüppelschlehen (Bd.I, S.33) an der blühenden Krüppelschlehe im Juni (Bd.I, S.61-62), Eiablage an bodennaher Krüppelschlehe (Prunus spinosa) in ganz Mitteleuropa Eiablage in ca. 20 cm Höhe auf Frankenjura-Werkkalkhalden: über "Erdkalkschotter", der nachts die Wärme wieder abstrahlt, um dieselbe Wärme zu erreichen wie im Mittelmeergebiet auf 2m hohen Bäumen (Bd.I, S.61); Eiablage auch an Felsenkirsche (Prunus mahaleb) möglich (Bd.I, S.61)
-- Eiablage im Mittelmeergebiet auch an Prunusartenblättern wie Pfirsichblättern an Oberseite oder Unterseite (Bd.I, S.33) ca. 2m über dem Boden (Bd.I, S.60)
Ei: porzellanfarben weisse Eier (Bd.I, S.29), glatt (Bd.I, S.126), nach 2-3 Tagen bräunlich, vor dem Schlüpfen tintenblau (Bd.I, S.29)
Raupe: zuerst schwarz mit weissem Sattel, ab der 2.Häutung grün und bestens getarnt, auf silbrigem Gespinst (Bd.I, S.126); frisst an der Eiablagepflanze (Bd.I, S.61), Raupe an "Kniemantel"-Standorten an holzigen Rosengewächsen in submediterranem Kleinklima, im Frankenjura und Oberpfälzer Jura an bodennahen, horizontalwüchsigen Schlehenzweigen (Prunus spinosa) in Schlehenkrüppelhalden, in der Rheinpfalz u. im fränkischen Maintal an Felsenkirsche (Prunus mahaleb), im Mittelmeergebiet gern an Pfirsichbäumen, pro Männchen ein Pfirsichstrauch (Bd.I, S.126);
Puppe: Gürtelpuppe, blasse Farbe (Bd.I, S.126)
Überwinterung: als Puppe (Bd.I, S.126)
Nekter/Kohlehydratsaft: am blühenden Natterkopf (Echium vulgare) (S.35) ein "Unkraut" in Felsbändern von Dolomitfelsen im Fränkischen Jura, oder an Brandstellen, oder in brachgefallenen Äckern (Bd.I, S.95); im Frankenjura; auf dem Balzflug saugen die Männchen auf Brachäckern und Ruderalstellen (Schutthaufen, Trümmerstellen), ebenso die Weibchen auf dem "Suchflug" zur Eiablagestelle (Bd.I, S.126); am Südtiroler Sonnenberg v.a. an den Polstern des roten Seifenkrautes (Saponaria ocymoides) (Bd.I, S.126); in Gärten im Frankenjura auch an Flieder, auch an Rotklee-Arten (Bd.I, S.126);




T zum Seitenanfang - 1. Einleitung - 2. Ungeklärte Worte - 3. Begriffe - 4. Einteilung der Schmetterlinge -
5- Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z


Totenkopfschwärmer (Acherontia atropos)

Trauermantel (Nymphalis antiopa)

Totenkopfschwärmer
(Acherontia atropos)
Schmetterlinge:
                                Totenkopfschwärmer mit offenen Flügeln
Schmetterlinge: Totenkopfschwärmer mit offenen Flügeln
Schmetterlinge:
                                Totenkopfschwärmer mit
                                zusammengeklkappten Flügeln
Schmetterlinge: Totenkopfschwärmer mit zusammengeklkappten Flügeln

= Wanderfalter, in S-Eur., gelegentlich in Mittel-Eur., Heimat im äquatorialen Afrika (S.13)
Eiablage z.B. auf Kartoffelpflanzen (Bd.I, S.13)
Trauermantel
(Nymphalis antiopa)
Schmetterlinge:
                                Trauermantel
Schmetterlinge: Trauermantel
Schmetterlinge: Trauermantel
                                jung
Schmetterlinge: Trauermantel jung
Schmetterlinge:
                                Trauermantel Unterseite
Schmetterlinge: Trauermantel Unterseite

Vorkommen: Europa ohne NW-Skandinavien, in England gelegentlich, östlich bis Japan; a. in N-"Amerika";  bevorzugt boreal-kontinentales Klima; konstante Populationen im Schwarzwald und Bayerischen Wald, in N-Bayern in montanen Gebieten von Frankenwald und Oberpfalz (Bd.II,S.140); in kalten Lagen der Oberpfalz, am Fuss des Thüringer Waldes (Bd.I, S.56); in tiefen Lagen nur an Nordhängen und in "abflusslosen" Wiesentälern mit Bächen, wo sich die Kaltluft staut (Bd.II,S.140); erwacht als Falter aus der Winterstarre mit dem Blühen des Huflattich im März (Bd.II,S.134); im August Sommerruhe, weit umherstreifend im September (Bd.II,S.140)
Falter und Flügel: Oberseite samtig schwarz-braun, blaue Fleckenreihe, breite, gelbe Ränder; Unterseite schwarz-grau, helle Ränder (Bd.II,S.140)
überwintert als Falter in Winterstarre (Bd.I, S.10); die gelben Ränder der Flügel-Oberseiten sind in der Winterstarre weisslich ausgeblichen (Bd.II,S.140)
einbrütig (Bd.II,S.140)
Eiablage in Gelegen, mehrere 100 Eier rings um dünne Zweige (Bd.I, S.16) bevorzugte Eiablage an einzeln stehenden Sträuchern vor dem Waldmantel, oder an Ästen, die aus dem Waldmantel herausragen im kühl-feuchten Montanklima (Bd.II,S.134) an NW-Schattenhängen od. in kühlen Wiesentälern mit Bach auf allein stehenden, abgesetzten Salweiden an den Schattenästen (Bd.I, S.56); -/- Eiablage auf besonnte, allein stehende Salweiden in Wiesen, gern an Bachufern, auch an schmalblättrigen Weidenarten und Birken; in Skand. auch an Espen (Bd.II,S.140); Ei: zylinderförmig, hervortretende Längsrippen (Bd.II,S.140)
Raupen leben in Gruppen, sind Sonne, Wind und der Austrocknung ausgesetzt, schützen sich beim Heranwachsen durch Gespinste; ganze Büsche werden kahlgefressen (Bd.I,S.17); dieselbe Weide kann auch Raupenplatz des verwandten Grossen Fuchses sein, aber zeitlich versetzt (Bd.II,S.134); im Erwachsenenstadium schwärzliche Grundfarbe, schwarze Stacheln, rostrote Fleckenreihe auf dem Rücken (Bd.II,S.140)
Verpuppung nicht am Frassbusch (Bd.II,S.140); gräuliche Stürzpuppe an Pflanzen in 20-50m Abstand (Bd.I, S.17), z.B. Verpuppung am Rand eines Kornfeldes an Getreideähren (Bd.II,S.140)
Nektar/Kohlehydratsaft: im März an Weidenkätzchen, in Gruppen an "blutenden" Bäumen am vergorenen Baumsaft (Bd.II,S.134); saugt im Sommer an Buddleia-Blüten, saugt die Säfte "blutender" Bäume, saugt an Fallobst, an nasser Erde; starke Gefährdung der Art durch Insektizide am Fallobst ist wahrscheinlich (Bd.II,S.140)



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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Violettsilberfalter (Heodes alciphron): siehe: Feuerfalter: Violettsilberfalter



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5. Schmetterlingstabelle: AA - BB - CC - DD - EE - FF - GG - HH  - KK - LL - MM - NN - OO - PP - RR - SS - T T - V V - W W - Z Z

Waldbrettspiel (Pararge aegeria): siehe: Grasfalter: Elymniinae (Pararginae): Waldbrettspiel
Waldportier, Weisser (Brintesia circe): siehe: Grasfalter: Hipparchia-Falter: Waldportier, Weisser
Wald-Wiesenvögelchen
: siehe: Grasfalter: Wiesenvögelchen: Wald-Wiesenvögelchen

Weisslinge
Weissling: Baumweissling (Aporia crataegi)
Weissling: Kohlweissling, Grosser (Pieris brassicae)
Weissling: Kohlweissling, Kleiner (Artogeia rapae)
Weisslinge:  Leguminosenweissling (Dismorphiinae)
: Senfweissling
Weissling: Rapsweissling (Artogeia napi)
Weissling: Resedaweissling (Pontia daplidice)
Weissling: "Senfölweissling"

Weisslinge: Senfweissling
: siehe: Weisslinge: Leguminosenweissling

Waldbrettspiel
(Pararge aegeria)
siehe: Grasfalter: Elymniinae (Pararginae): Waldbrettspiel
Waldportier, Weisser
(Brintesia circe)
siehe: Grasfalter: Hipparchia-Falter: Waldportier, Weisser
Wald-Wiesenvögelchen siehe: Grasfalter: Wiesenvögelchen: Wald-Wiesenvögelchen
Weisslinge generell
Eiablage: r-Strategen (Bd.I, S.43): Grosser Kohlweissling und Baumweissling sind in Mitteleuropa die einzigen Pieriden-Arten, die einzigen Weisslinge, die Eigelege und keine Einzeleier ablegen (Bd.I, S.157)
Raupen fressen i.d.R. Pflanzen der Kaperngewächse (Capparidacea) (Bd.I, S.146); in den gemässigten Breiten allgemein an Kreuzblütlern (Cruciferae) (S.146); Frass an Kapuzinerkresse wegen spezieller Inhaltsstoffe (Bd.I, S.70);
Nektar/Kohlehydratsaft: versammeln sich gern an Pfützen zusammen mit Bläulingen (Bd.I, S.62)
Weissling:
Baumweissling
(Aporia crataegi)
Schmetterlinge: Weisslinge:
                                Baumweissling
Schmetterlinge: Weisslinge: Baumweissling
Schmetterlinge: Weisslinge:
                                Baumweissling Unterseite
Schmetterlinge: Weisslinge: Baumweissling Unterseite

Vorkommen: 12 Arten Baumweisslinge (Bd.I, S.146) in ganz Europa ausser GB und N-Skandinavien (Bd.I, S.150); verbreitet in Moorgebieten der Voralpen, Heidelandschaft in N-Deutschland; in Pflanzungen der Autobahnböschungen; Flügel weiss, schwarze oder dunkelbraunen Adern (Bd.I, S.150)
Eiablage: in gelben Massengelegen an Blattunterseiten der Obstbäume, Eberesche, Schlehe, Weissdorn (Bd.I, S.150)
Raupen der Baumweisslinge fressen nicht an Kaperngewächsen wie Weisslinge sonst, sondern Rosengewächse (Rosaceae); in Indoaustralien Baummisteln (Loranthus) (Bd.I, S.146); Frass gesellig in Gruppen an Obstbäumen, Eberesche, Schlehe, Weissdorn, früher z.T. ganze Plantagen abgefressen (Bd.I, S.150); Raupen mit schwarzem Grund und zwei Längsreihen rotbrauner Haare; zwei Häutungen, im August (Bd.I, S.150)
Überwinterung: Die Mehrzahl überwintert gesellig im Raupennest (Bd.I,S.10) im Gespinst: Anlegen eines Winternest, das im Winter an den unbelaubten Bäumen und Sträuchern auffällt (Bd.I, S.150)
überwintert in Raupen-Überwinterungsnestern an holzigen Rosengewächsen wie Schlehe und Weissdorn (Bd.I, S.28)
Verpuppung: Grundfarbe weiss, schwarze Flecken, einige gelbe Flecken, Gürtelpuppe (Bd.I, S.150)
Weissling:
Grosser Kohlweissling
(Pieris brassicae)
Schmetterlinge: Weisslinge:
                                Grosser Kohlweissling weiblich
Schmetterlinge: Weisslinge: Grosser Kohlweissling weiblich
Schmetterlinge: Weisslinge:
                                Grosser Kohlweissling männlich
Schmetterlinge: Weisslinge: Grosser Baumweissling männlich

Vorkommen: in ganz Europa ausser N-Skandinavien; in Chile und S-"Amerika" eingeschleppt (Bd.I, S.156); ist Kulturfolger und liebt die Gartenkulturen (Bd.I, S.148)
Falter und Flügel: Oberseite weiss, bei den Weibchen zwei grosse Flecken auf der Vorderflügeloberseite, bei den Männchen nicht; Unterseite der Hinterflügel gelb (Bd.I, S.156); starke Bestandesschwankungen je nach Jahr (Bd.I, S.156)
mehrbrütig (Bd.I, S.156)
Eiablage: r-Stratege mit hoher Anzahl Eier, Eiablage an Meersenf-Spülsäumen (Bd.I, S.43), zu 100en an krautigen Pflanzen (Bd.I, S.25), über 1000 Eier pro Weibchen möglich (Bd.I, S.30); Eiablage an Blattunterseiten der Frasspflanzen (Bd.I, S.156)
Raupe: geselliges Verhalten, Frass in Gruppen (Bd.I, S.157); auffällig nicht in Tarnfarben: Grundfarbe bläulich-grün, drei gelbe Längsstreifen, und schwarze, unregelmässige Punkte (Bd.I, S.156); die Raupen befressen senfölhaltige Kreuzblütler wie Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis), Gänse-Kresse (Arabis), Knoblauchsrauke (Alliaria), sowie Kapuzinerkresse (Tropaleum), und Kohl in den Gärten (Brassica): Blumenkohl, Rosenkohl, Blaukraut, Kohlrabi etc. (Bd.I, S.148); frisst im Mittelmeergebiet am Kapernstrauch (Capparis spinosa) (Bd.I, S.146), allgemein im Frühjahr an Wildpflanzen, im Herbst an Kohlkulturen und an Kapuzinerkresse (Tropaleum majus); an der Ostsee an Meereskohl (Brassica), Löffelkraut (Cochlearia) und Doppelsame (Diplotaxis) (Bd.I, S.156); in Steingärten auch an der gelbblühenden Polsterpflanze Steinkraut (Alyssum); ab Spätsommer Befall von Kohlkulturen v.a. in Saumpositionen: Kohlköpfe am Rand von Kartoffelfeldern in nicht ganz offenem Gelände, gelegentlich aber Befall ganzer Kohlfelder (Bd.I, S.156), dann skelettierte Kohlköpfe (Bd.I, S.157)
Schlupfwespen (Apanteles glomeratus) parasitieren die Raupen und legen darin die Schlupfwespeneier, die sich in den Raupen entwickeln und als gelblich-weisse Kokons aus den erwachsenen Raupen schlüpfen (Bd.I, S.156)
Überwinterung: als Puppe (Bd.I, S.157)
Nektar/Kohlehydratsaft: auffallend ist das Saugen im Herbst auf Klee- und Luzernefeldern zusammen mit Kleinem Kohlweissling und Rapsweissling; saugt auch gern an Wildpflanzen wie Blutweiderich und Kohldistel; oder in Gärten oder Balkonkästen an blühender Kapuzinerkresse (Bd.I, S.156); daneben in Steingärten an Steinkraut (Alyssum); an der Ostseeküste in Meersenf-Spülsäumen (Bd.I, S.156)
Weissling:
Kleiner Kohlweissling
(Artogeia rapae)
Schmetterlinge: Weisslinge: Kleiner
                                Kohlweissling
Schmetterlinge: Weisslinge: Kleiner Kohlweissling


Vorkommen: in ganz Asien und Europa ausser N-Skandinavien; eingeschleppt in Neuseeland, Australien und N-"Amerika" (Bd.I, S.158); ist Kulturfolger und liebt die Gartenkulturen (Bd.I, S.148); r-Stratege mit grossen Gelegen; lebt v.a. in sonnigen Unkrautfluren um Ortschaften (Bd.I, S.158);
Falter und Flügel: Aussehen ähnlich dem Grossen Kohlweissling, aber bedeutend kleiner, deutlich ausgeprägte Flügeladern; Männchen mit einem, das Weibchen mit zwei dunkle Flecken auf der Vorderseite der Vorderflügel; auf der Flügelunterseite zwei schwarze Flecken beim Männchen und beim Weibchen, beim Weibchen grösser und Dunkler (Bd.I, S.158);
Eiablage: r-Stratege mit hoher Anzahl Eier (Bd.I, S.43); Ei: weisses, spindelförmiges Pieridenei (Bd.I, S.158)
Raupe: grüne Pieridenraupe, behaart, mit schwach sichtbaren gelben Punkten und gelber Längsstreifen (Bd.I, S.158);  frisst an vielen Kreuzblütlern; die Sommergeneration frisst an den gewachsenen Kohlarten (Bd.I, S.158), an Kohl in den Gärten: Blumenkohl, Rosenkohl, Blaukraut, Kohlrabi etc. (Bd.I, S.148); frisst auch an Reseda-Arten (Bd.I, S.158)
Verpuppung: grünlich-graue Gürtelpuppe (Bd.I, S.158)
Überwinterung als Puppe (Bd.I, S.158)
Nektar/Kohlehydratsaft: saugt v.a. am Blutweiderich (Bd.I, S.158)
Weisslinge: Leguminosen- weisslinge
auch "Senfweisslinge" [oder "Tintenfleck-Weisslinge"] genannt
Weisslinge:
Leguminosen- weisslinge
(Dismorphiinae):
Senfweissling
Schmetterlinge:
                                Leguminosenweisslinge: Senfweissling
Schmetterlinge: Leguminosenweisslinge: Senfweissling
Schmetterlinge:
                                Leguminosenweisslinge: Senfweissling
                                Unterseite
Schmetterlinge: Leguminosenweisslinge: Senfweissling Unterseite

Vorkommen: hauptsächlich in den Tropen und in "Amerika", in Mitteleuropa nur ein Vertreter: der Senfweissling (Bd.I, S.163); an sonnigen Saumstandorten an Wiesenrändern, am Rand von Magerrasen, an Wegrändern, an Gebüschen (Bd.I, S.164); Flug der ersten Generation, wenn das Wiesenschaumkraut blüht; die Falter der zweiten Generation sind kleiner und erscheinen Mitte Juli (Bd.I, S.164) 
Falter und Flügel:
zart wirkende, schlanke, libellenähnliche Flügelform; nur geringe Flugfähigkeit wegen sehr kleiner Mittelzelle des Vorderflügels; Flügeloberseiten weiss, bei Männchen haben die Vorderflügelspitzen einen grauschwarzen Fleck, beim Weibchen eher hellgrau (Bd.I, S.164)
Raupe: frisst Leguminosen wie die Colias-Arten, somit wäre der Name Leguminosenweissling eher angebracht (Bd.I, S.163); Vorkommen des Leguminosen-Weisslings in ganz Europa ausser im hohen Norden, ausser im Nordteil von GB, auch nicht im nordwestdeutsch-holländischen Küstengebiet (Bd.I, S.164); zahlreich auf der Frankenalb im Frühling bei der Blüte der Frühlingsplatterbse (Lathyrus vernus), auch an Bergplatterbse (Lathyrus montanus) (Bd.I, S.164); standorttreu (Bd.I,S.164);
mehrbrütig in zwei Generationen (Bd.I, S.164);
Eiablage: an Blättern und "Ranken" verschiedener Leguminosen; als Zuchtpflanze ist auch Hornklee möglich (Lotus corniculatus); Ei: weisses, spindelförmiges Pieridenei (Bd.I, S.164)
Raupen: hellgrüne, typische Pieridenraupe, beidseits mit durchgezogenem, hellem, gelb-grünem Längsstreifen, auf dem Rücken ein dunklerer, von gelben Rändern gesäumter Längsstreifen (Bd.I, S.164); fressen z.B. in Säumen von Kalktrockenrasen an Kronwicke (Coronilla varia), in Säumen warm-trockener Mähwiesen und Magerrasen an Wiesenplatterbse (Lathyrus pratensis) (Bd.I, S.164);
Verpuppung: blasse, grünliche Gürtelpuppe, ähnlich denen der Colias, aber kleiner, schlanker und am Kopfende zu einer langen Spitze ausgezogen (Bd.I, S.164)
Überwinterung: als Puppe (Bd.I, S.164)
Weissling:
Leguminosen- weisslinge
(Dismorphiinae):

Rapsweissling
(Artogeia napi)
Schmetterlinge:
                                Leguminosenweisslinge: Rapsweissling
Schmetterlinge: Leguminosenweisslinge: Rapsweissling
Schmetterlinge:
                                Leguminosenweisslinge: Rapsweissling
                                Unterseite
Schmetterlinge: Leguminosenweisslinge: Rapsweissling Unterseite

Verbreitung: r-Stratege in ganz Europa ausser im nördlichsten Skandinavien; östlich bis Japan; in N-"Amerika" eingeschleppt (Bd.I, S.160);
Falter und Flügel: kräftig hervortretende Flügeladern, an der Unterseite grau eingefasst; Männchen haben auf dem Oberflügel einen schwarzen Fleck, die Weibchen zwei (Bd.I, S.160)
mehrbrütig (Bd.I, S.160)
Eiablage: r-Stratege mit hoher Anzahl Eier (Bd.I, S.43), Eiablage an Blattunterseite der Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) [halbschattig-luftfeuchter Saumstandort?] (Bd.I, S.61); Eiablage im Frühling besonders in nitrophytischen Saumgesellschaften: in kurzlebigen Alliarion-Säumen (halbschattig-luftfeucht) an frischen, halbschattigen Standortbedingungen, z.B. an Waldwegen, an der Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata); Ei an der Blattunterseite; oft gleichzeitig Eiablage des Aurorafalters (S.160); Eiablage auch auf Kalktrockenrasen an der Rauen Gänsekresse (Arabis hirsuta) an der Blattunterseite einjähriger Blattrosetten (Bd.I, S.61); Ei: weiss, spindelförmig, längsgeripptes Pieridenei, meist an Blattunterseite (Bd.I, S.162);
Raupe grün ähnlich der des Kleinen Kohlweisslings: der gelbe Längsstreifen ist sehr schwach und schmaler; gelbe Flecken links und rechts sind als Ringe mit schwarzer Mitte konzipiert (Bd.I, S.162); frisst Blätter (Bd.I, S.160), frisst wie auch die Raupe des Kleinen Fuchs Brennnessel (Urtica dioica) und Kreuzblütler, z.B. Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata), die immer irgendwo auffindbar sind (Bd.I, S.43); frisst Kreuzblütler (Kohl, Raps, Levkojen), wilde Kreuzblütler: z.B. Kresse (Arabis), Brillenschötchen (Biscutella), Cakile , Erysimum, Lepidium, Lunaria, Raphanus, Senf (Sinapis) (Bd.I, S.160,162);
Verpuppung: angesponnene Gürtelpuppe senkrecht, grünlich-graue Farbe, dunkle Flecken (Bd.I, S.162)
Überwinterung als Puppe (Bd.I, S.162)
Schlüpfen der ersten Generation zur Löwenzahnblüte (Bd.I, S.160)
Nektar/Kohlehydratsaft: im Sommer auf Waldwegen in Gruppen an Pfützen und an nasser Erde (S.160); im Herbst zusammen mit Kleinen Kohlweisslingen auf Klee- und Luzernefeldern; ausserdem gern an Blutweiderich und Distelarten u.a. (Bd.I, S.160)
Weissling:
Leguminosen- weisslinge
(Dismorphiinae):

Resedaweissling
(Pontia daplidice)
Schmetterlinge:
                                Leguminosenweisslinge: Resedaweissling
Schmetterlinge: Leguminosenweisslinge: Resedaweissling
Schmetterlinge:
                                Leguminosenweisslinge: Resedaweissling
                                Unterseite
Schmetterlinge: Leguminosenweisslinge: Resedaweissling Unterseite

Verbreitung: S-Europa, östlich bis Japan; in Europa Wanderfalter, dauerhaftes Vorkommen auf Gotland (Schweden) (Bd.I, S.154); wärmebedürftiger Falter; an trocken-warmen Stellen in Magerrasen und Brachäckern; nicht mehr auf dem "Mainzer Sand", da dieser zerstört ist; in Thüringer Sommertrockengebieten (Bd.I, S.154); Flug: in S-Europa von April bis Oktober in 3-4 Generationen , auf Gotland in 2 Generationen (Bd.I, S.154)
Falter und Flügel: Grundfarbe weiss, mit schwarzen Partien durchsetzt, Unterseiten weiss-dunkel-grüngelb (Bd.I, S.154);
z.T. mehrbrütig (Bd.I, S.154)
Ei: oranges, spindelförmiges Pieridenei (Bd.I, S.154)
Raupe: bläulich-grüner rund, 4 gelbe Längsstreifen, mit schwarzen Tupfen übersät (Bd.I, S.154); frisst an Resedagewächsen (Resedaceae) (Bd.I, S.146) und Kreuzblütlern (Cruciferae) (Bd.I, S.154)
Verpuppung: Gürtelpuppe (Bd.I, S.154)
Überwinterung: als Puppe, auch an sehr kalten Stellen (Bd.I, S.154)
Weissling:
"Senfölweissling"




Vorkommen: die weissen Flügel sollen den Vögeln angeblich Ungeniessbarkeit signalisieren (Bd.I, S.148);
Raupe frisst ruderale Pflanzen (Pflanzen an Schuttplätzen) bzw. "Allerweltsunkräuter" (Bd.I, S.148), die Senföle enthalten (Bd.I, S.70), chemisch: Isothiocyanate (Bd.I, S.148): Vorkommen der Senföle bei allen Arten der Capparidales (Cruciferae/Kreuzblütler), die einen Senfgeschmack aufweisen: bei der Gartenkresse: Benzyl-Senföl; bei der Brunnenkresse: Phenyl-Senföl; beim Meerrettich: das Allyl-Senföl; die Raupen befressen senfölhaltige Kreuzblütler wie Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis), Gänse-Kresse (Arabis), Knoblauchsrauke (Alliaria), und Kohl (Brassica) (Bd.I, S.148); Resedaceae/Resedagewächse, Capparidaceae/Kaperngewächse (Bd.I, S.70); die Senföle machen die Raupen für Vögel ungeniessbar (Bd.I, S.148)
Verpuppung: senkrecht angesponnene Gürtelpuppen (Bd.I, S.148)
Überwinterung als Puppe (Bd.I, S.148)
Weisslinge:
Senfweisslinge
siehe: Weisslinge: Leguminosenweisslinge



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Zahnspinner

Zipfelfalter generell (Strymoninae und Theclinae)

Zipfelfalter der Kalktrockenrasen
Zipfelfalter: Akazien-Zipfelfalter (Nordmannia acaciae)
Zipfelfalter: Birkenzipfelfalter (Thecla betulae)
Zipfelfalter: Brombeer-Zipfelfalter (Callophrys rubi)
Zipfelfalter: Eichenzipfelfalter
a) Quercusia quercus: Eichenzipfelfalter, Brauner
b) Nordmannia ilicis

Zipfelfalter: Kreuzdorn-Zipfelfalter (Strymonidia spini)
Zipfelfalter: Pflaumenzipfelfalter (Strymonidia pruni)
Zipfelfalter: Ulmen-Zipfelfalter (Strymonidia w-album)
Zitronenfalter: siehe: Gelblinge: Zitronenfalter
Zürgelbaumfalter (Lybithea celtis)



Zahnspinner Frassmuster: symmetrisch mit Kotrippe, ohne "Fahnenfrass"-Muster (Bd.I, S.20)
Zipfelfalter generell
(Strymoninae und Theclinae)
Vorkommen: baumbewohnende Arten meist in den Kronen der Bäume, für den Menschen kaum zu beobachten; alte Bäume können ganze Populationen beherbergen (Bd.II,S.100); die in Europa zwei heimischen Arten sonnen sich mit aufgeklappten Flügeln (Bd.II,S.99); in Europa 2 an Eiche, 1 an Ulme, 1 an Faulbaum Fressfeind: Vögel und Eidechsen, beissen in die Hinterflügelenden, die wie Augen und Fühler aussehen (Bd.II,S.99);
Falter und Flügel: kurze Schwänzchen an den Hinterflügeln (Bd.I,S.188), "bezipfelt" (Bd.II,S.99); Strymoninae mit brauner Flügeloberseite, immer mit zusammengeklappten Flügeln sitzend (Bd.I,S.188); Flügelunterseiten gräulich oder grün; die beiden Theclinae-Arten mit Sexualdimorphismus, sonnen mit aufgeklappten Flügeln, saugen mit zusammengeklappten Flügeln (Bd.I, S.188);
Balz und Hochzeitsflug: bei den baumbewohnenden Arten um die Baumkrone (Bd.II,S.100)
überwintert als Ei (Bd.I, S.10) in Europa 7 Arten; nicht als Ei: Callophrys rubi (Bd.II, S.99)
Eiablage: K-Stratege mit tiefer Vermehrungsrate und Standorttreue (S.42), Eiablage an Rinden oder Knospen (Bd.I, S.30), i.d.R. einzeln, nur gelegentlich paarweise, an "winterfesten" Pflanzenteilen an Rinde und Knospen (Bd.II,S.100)
Raupen Gestalt der Lycaenidenraupen wie eine Assel (Bd.II,S.104); meist grün, leben verborgen an Blattunterseiten (Bd.II, S.100); ziehen bei Störung Kopf und Beine ein und machen einen Buckel; meist nachtaktiv (Bd.I, S.188); fressen bis auf eine Ausnahme an holzigen Gewächsen (S.188), fressen an Blattunterseiten (Bd.I, S.188)
Verpuppung: bei baumbewohnenden Zipfelfaltern in Rindenritzen (Bd.II,S.100); bräunlich, tönnchenförmig, unscheinbar, ausser beim Pflaumenzipfelfalter schwarz-weiss gefleckt wie Vogelkot; Puppen auf Laub oder Zweigen der Frassbüsche (Bd.II,S.100)
Nektar/Kohlehydratsaft: saugt gern an Ausscheidungen der Blattläuse ("Honigtau") auf dem Laub (Bd.I, S.62; Bd.II,S.100)
Zipfelfalter der Kalktrockenrasen Nektar/Kohlehydratsaft: saugen gern an Korbblütlern (Bd.I, S.62)
Zipfelfalter:
Akazien-Zipfelfalter
(Nordmannia acaciae)
Schmetterlinge:
                                Zipfelfalter: Akazien-Zipfelfalter
Schmetterlinge: Zipfelfalter: Akazien-Zipfelfalter
Schmetterlinge:
                                Zipfelfalter: Akazien-Zipfelfalter
                                Unterseite
Schmetterlinge: Zipfelfalter: Akazien-Zipfelfalter Unterseite

Vorkommen: Südeuropa, südliches Mitteleuropa, östlich bis S-Russland, Kleinasien (Bd.II, S.112); wärmeliebend, submediterraner Schmetterling, Aufenthalt in Mitteleuropa dort, wo Wärme in Gesteinen gespeichert ist, auf trockenen Frankenjura-Werkkalkhalden (Bd.I, S.61), an sog. "Kniemantelstandorten", z.B. an Krüppelschlehen über Kalkgeröll (Bd.II,S.99), sucht das warme Kleinklima am Boden, ist gefährdet durch Verbuschung und wildes Camping (Bd.I, S.108); Flug ab ca. 20.Juni bis Juli, meist schwarmweises Auftreten (Bd.II, S.112); tritt nicht an Akazien auf; der alte Apothekername "Flores Acaciae" steht für getrocknete Schlehen. Als "Akazien" wurden im Volksmund die Schlehen bezeichnet; mit der aus N-"Amerika" importierten Falschen Akazie (Robinia pseudoacacia) hat dies nichts zu tun (Bd.II,S.112)
Falter und Flügel: sehr kleiner Falter (Vorderflügellänge: ca. 15 mm); Körper: am Körperende der Weibchen ein Büsche schwarze Haare; Flügel: Oberseiten dunkelbraun, am Hinterflügelrand oft orange Flecken; Flügel-Unterseiten hellbraun, weisse Strich quer durch, oranges Fleckenband am Rand, oft nur im