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Insekten-Holocaust durch Chemtrail-Metalle, Pestizide, UMTS-Handystrahlung - Meldungen 01

Scheinbar sind drei Faktoren für das Insektensterben verantwortlich: Chemtrails, Pestizide, und die starke UMTS/3g-Handystrahlung. Und so geht der Insekten-Holocaust einfach weiter und man "weiss nicht", woran es liegt (!)...

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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17.7.2017: Deutscher Bauernerband: Niemand weiss, wieso die Insekten am Aussterben sind
Diskussion zum Insektensterben in einer „Wolke der Unwissenheit“
http://www.bauernverband.de/diskussion-zum-insektensterben-in-einer-wolke-der-unwissenheit

"DBV sieht großen und dringenden Forschungsbedarf

Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht in der aktuellen Diskussion über das so genannte Insektensterben erhebliche Lücken bei der Datengrundlage, die dringend geschlossen werden müssen. „Aussagen wie ‚früher waren mehr Insekten auf der Windschutzscheibe‘ eignen sich möglicherweise für den Autofahrer-Stammtisch, werden aber der Bedeutung und Tragweite des Problems nicht im Ansatz gerecht“, kommentierte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken. Krüsken verwies auf die Feststellung des Insektenforschers Martin Sorg vom Krefelder Entomologischen Verein, der gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 16. Juli 2017 die Diskussion „in einer Wolke der Unwissenheit“ verortete.

„Die Krefelder Insektenforscher bestätigten, dass es keine gesicherten Erkenntnisse gibt, denn es fehlten flächendeckende Bestandszahlen und systematische Forschungsreihen oder ein Langzeitmonitoring. Den großen Klärungsbedarf, den die Wissenschaftler sehen, können wir in vollem Umfang bescheinigen“, so Krüsken.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte am Wochenende erneut die Landwirtschaft für das Insektensterben verantwortlich gemacht. „Diese Aussagen sind in dieser Form nicht zu begründen. Es gibt leider keine repräsentativen Untersuchungen oder belastbaren Studien über Umfang und Ausmaß von Veränderungen des Insektenbestandes. Umso dringender brauchen wir verlässliche Daten, um diese Debatte auf eine seriöse Grundlage stellen zu können“, forderte Krüsken. Den Landwirten werde es nicht zuletzt durch bürokratische Hindernisse schwergemacht, die Verhältnisse für die Insekten durch Blühstreifen und artenreiche Feldränder noch weiter zu verbessern. Die Potenziale im Greening würden derzeit durch komplizierte Antrags-und Kontrollverfahren ausgebremst.

Zudem werde nach wie vor zu wenig gegen den Flächenverbrauch unternommen. Der Lebensraum von Insekten und anderen Tieren gehe überall dort verloren, wo Felder, Wiesen, Weiden und Wälder unter Asphalt und Beton verschwinden, derzeit immer noch 66 Hektar täglich. Hier sieht der DBV auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Bauen in der Verantwortung."


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Frankfurter Allgemeine Lügen-FAZ

Deutschland 18.10.2017: Schutzgebiete bestätigen: Insektenbestand seit 1989 um 75% geschrumpft: Pestizide und Chemtrail-Metalle werden VERSCHWIEGEN
75 Prozent weniger Insekten
:
„Wir befinden uns mitten in einem Albtraum“
http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/langzeitstudie-75-prozent-weniger-insekten-min-deutschland-15250672.html?GEPC=s2
"Das Insektensterben lässt sich nicht mehr abstreiten. Der oft kritisierte Krefelder Entomologen-Verein hat jetzt in einer Langzeitstudie gezeigt: Die Populationen sind seit der Wende um drei Viertel geschrumpft. Welchen Anteil hat die Landwirtschaft, welchen das Klima?

Das Insektensterben in Deutschland ist ganz offensichtlich nicht die Erfindung einzelner Insektenliebhaber oder Entomologen-Vereine, wie das nach einer Anhörung im Bundestag vor anderthalb Jahren und in einigen Medienberichten behauptet worden war. Jetzt kommt eine von Caspar Hallmann von der Radboud-Universität in Nijmwegen geleitete und mit der Unterstützung von ehrenamtlichen Insektenkundlern des Entomologenverieins Krefeld  vorgenommene Studie in der Online-Zeitschrift „PlosOne“ zu dem Schluss: Die drastischen Bestandseinbrüchen sind real, sie lassen sich über 27 Jahre mit Standard-Flugfallen für geflügelte Insekten klar nachweisen.

Bei der Erhebungen in 63 deutschen Schutzgebieten zwischen 1989 und 2016 ist ein Rückgang von 76 Prozent (im Hochsommer bis zu 82 Prozent) der Fluginsekten-Biomasse festgestellt worden. Die Verluste betreffen offenbar die meisten Arten, von Schmetterlingen, Bienen und Wespen bis zu Motten und anderen flugfähigen Arten, die praktisch ausnahmslos als Bestäuber von Wild- und Nutzpflanzen oder zumindest als  Beutetiere für Vögel wichtig sind. Etwa 80 Prozent der Wildpflanzen sind abhängig von Insektenbestäubung, und 60 Prozent der Vögel in der heimischen Natur ernährt sich hauptsächlich von Insekten. Das Insektensterben ist auch nicht etwa ein deutsches Phänomen: Seriöse Studien an Bienenpopulationen haben schon früher deutliche Einbrüche in anderen Ländern dokumentiert, und die Graslandschaften in Europa erlebten einen Rückgang der Schmetterlingszahlen um die Hälfte zwischen 1990 und 2011.

Was genau die Ursache des flächendeckenden Insektensterbens ist, bleibt allerdings nach der ersten Langzeitstudie dieser Art unklar. Die Rückgänge waren allein mit Lebensraumzerstörung, Klimawandel oder Landnutzungsänderungen - und damit auch die Verarmung der Agrarlandschaften - jedenfalls mit den zur Verfügung stehenden Daten nicht zu erklären. Für Josef Settele von der Biozönosenforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle einer der wenigen Schwachpunkte des Langzeit-Monitorings: „Die Autoren konnten nicht alle klimatisch relevanten Faktoren einschließen. Nach ihrer eigenen Aussage sind noch weitere Analysen nötig. Daher kann das Klima als wichtiger Faktor nicht ausgeschlossen werden. Die vereinfachte Darstellung, dass Wetterveränderungen oder Änderungen der Landnutzung den Gesamt-Rückgang nicht erklären können, ist zumindest irreführend.“

Settele hält es für „grundsätzlich schwierig, Phänomene des globalen Wandels nach ihren Ursachen aufzuschlüsseln. Zum Beispiel können klimatische Effekte auf der Landschaftsebene, wie höhere Temperaturen, in Kombination mit erhöhtem Stickstoffeintrag zu dichterer Vegetation und dadurch kühlerem Mikroklima führen, was Effekte kaschieren kann“. Die Aufschlüsselung der Arten, die mit der Auswertung der Flugfallen bis nicht üblich war, ist für den Tierökologen aus Halle ein Ansatz, um künftig klarere Ergebnisse auch im Hinblick auf die Aussterbe-Ursachen jenseits der Schutzgebiete zu erhalten. Settele: „Hier stößt das Ehrenamt an seine Grenzen. Überhaupt ist es enorm, was die Autoren bislang geleistet haben. Es ist dringend nötig, derartige Monitorings entsprechend systematisch aufzubauen – als öffentliche Aufgabe mit öffentlichen Geldern!“ Auch  Naturschutzexpertin Alexandra-Maria Klein von der Universität Freiburg erinnert an die Lücken, die noch zu schließen sind: „Ob die Abnahme in anderen Ökosystemen, wie zum Beispiel in Agrar- oder Forstsystemen, ähnlich aussieht, kann anhand dieser Studie nicht gesagt werden. Es könnte sein, dass in anthropogen genutzten Ökosystemen große Schädlingspopulationen die Gesamtbiomasse hochhalten.“

Die Fleißarbeit der Krefelder Insektensammler wird von den Ökologen durchweg gelobt. Für Teja Tscharntke, Agrarökologe an der Georg-August-Universität Göttingen „hinterlassen die Auswertung und die Resultate einen soliden, überzeugenden Eindruck.“ Der dramatische Insekten-Rückgang zeige, „dass Schutzgebiete in nur noch sehr geringem Maße als Quellhabitate für die Besiedlung der Agrarlandschaften dienen können.“

Der Zoologe Johannes Steidle von der Universität Hohenheim wird noch deutlicher: „Die Ergebnisse der Untersuchung sind schockierend. Die kleine Hoffnung, dass die vorab bekannt gewordenen, beunruhigenden Informationen in der Publikation möglicherweise relativiert werden – zum Beispiel, weil sich die Arbeit als fehlerhaft erweist – ist zerstört! Die Arbeit ist methodisch sauber und zeigt flächendeckend für eine große geografische Region Mitteleuropas einen massiven Biomasserückgang für Insekten. Wir befinden uns mitten in einem Albtraum, da Insekten eine zentrale Rolle für das Funktionieren unserer Ökosysteme spielen.“

Quelle: F.A.Z."

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Sputnik-Ticker online, Logo

Deutschland 19.10.2017: Insekten minus 75% - Ursachen Pestizide werden genannt, Chemtrail-Metalle werden VERSCHWIEGEN
Forscher melden Beginn von „ökologischem Armageddon“
https://de.sputniknews.com/wissen/20171019317931691-insekten-forscher-armageddon/

"Die Menge von Fluginsekten ist in letzter Zeit in Deutschland um drei Viertel zurückgegangen. Zu diesem Schluss sind Wissenschaftler aus Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien gelangt, die mehr als 27 Jahre die nötigen Untersuchungen vorgenommen hatten.

Wie aus einem Beitrag in der Fachzeitschrift „PLoS ONE“ hervorgeht, stellt dies eine ernstzunehmende Gefahr für das Leben auf der Erde dar, besonders angesichts jener wichtigen Rolle, die diese Wesen in der Nahrungskette und bei der Bestäubung von Pflanzen spielen.

Obwohl die Insektenkundler keine möglichen Ursache für die drastische Abnahme der Insektenmenge nennen, halten sie die Vernichtung der freien Wildbahn durch Menschen, die Nutzung von Pestiziden und die globale Klimaerwärmung für wahrscheinliche Faktoren, die dies beeinflussen.       

„Die Insekten machen etwa zwei Drittel allen Lebens auf der Erde aus. Wie es scheint, machen wir große Landstriche für die meisten Formen des Lebens unbewohnbar und befinden uns gegenwärtig auf dem Kurs zu einem ökologischen Armageddon. Bei dem derzeit eingeschlagenen Weg werden unsere Enkel eine hochgradig verarmte Welt erben", sagte Dave Goulson, Co-Autor der Studie an der britischen Sussex University. 

Seit 1989 hatten die Wissenschaftler an 63 verschiedenen Standorten in Deutschland Netzvorrichtungen, sogenannte Malaise-Fallen, aufgestellt, in denen mehr als 1.500 Proben von Insekten gesammelt wurden.

Es stellte sich heraus, dass das Gesamtgewicht der jährlich gesammelten Insektenmasse innerhalb von 27 Jahren um 76 Prozent abgenommen hat. 

Obwohl diese Proben laut den Forschern in deutschen Naturschutzgebieten gemacht worden waren, gelten diese Daten für alle landwirtschaftlich gut entwickelten Gebiete."

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20.10.2017: "NABU erfindet Insektensterben und schuld ist die Landwirtschaft"
https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-NABU-erfindet-Insektensterben-und-schuld-ist-die-Landwirtschaft-8783547.html

Alfons Deter

Zusammenfassung:

Ein Herr Kiesel vom Bauernbund Brandenburg behauptet, viel Pestizide würden nur bei Raps und Kartoffeln verwendet, die uner 5% der gesamten Fläche ausmachen. Somit könnten Pestizide nicht der Grund für das Insektensterben sein.

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Grenzwissenschaft aktuell online, Logo

21.10.2017: Insekten-Holocaust in Deutschland: Minus 76% in 27 Jahren - im Sommer bis zu 82% weniger - Deutschland bald ohne Insekten!
-76 Prozent: Dramatischer Insektenschwund in Deutschland
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/76-prozent-dramatischer-insektenschwund-in-deutschland20171019/

Nijmegen (Niederlande) – Im Rahmen einer Langzeitstudie haben Wissenschaftler einen dramatischen Rückgang der Insekten in Deutschland festgestellt. Selbst in Naturschutzgebieten sei demnach die Biomasse an Insekten in den vergangenen 27 Jahren um 76 Prozent zurückgegangen. In landwirtschaftlich genutzten Gebieten könnte die Zahl sogar noch deutlich höher sein. In welchem Umfang dieser Rückgang uns alle betrifft zeigt hingegen eine andere Zahl…

Bei dieser Zahl handelt es sich um jene Pflanzen, und damit auch unsere pflanzlichen Grundnahrungs- und Lebensmittel, die für ihre Bestäubung auf Insekten angewiesen sind und die bei rund 80 Prozent liegt.

Wie die Agrarwissenschaftler um Caspar Hallmann von der niederländischen Radboud Universitet aktuell im Fachjournal “PLoS One” (DOI: 10.1371/journal.pone.0185809) berichten, seien nicht nur Schmetterlinge, Käfer und Wildbienen betroffen, sondern auch Hummeln und Honigbienen.

Die Studie selbst basiert auf Daten aus 63 bundesdeutschen Naturschutzgebieten, die während der vergangenen 27 Jahre (1989-2016) gesammelt wurden, sowie Wetter- und Landnutzungsdaten aus dem Umfeld der untersuchten Gebiete.

[Im Hochsommer bis zu 82% weniger Insekten]

Während der durchschnittliche Schwund bei 76 Prozent liegt, erreichte er im Hochsommer sogar Werte von bis zu 82 Prozent und bezieht sich nicht nur auf einzelne Insektenarten und –Gruppen sondern auf alle fliegenden Insekten. In landwirtschaftlichen genutzten Gebieten dürfte der Wert noch deutlich höher liegen.

["Forscher" finden "keine ... Ursachen" ausser Pestizide - Chemtrail-Metalle bleiben unerwähnt]

Ein weiteres Problem: Während gefährdende Risikofaktoren für Insekten hinreichend bekannt sind, fanden die Forscher anhand ihrer Daten bislang keine dieses Ausmaß ausreichend erklärenden Ursachen. Allerdings sei die Intensivierung der Landwirtschaft, einhergehend mit dem damit verbundenen Einsatz von Pestiziden sicherlich ein Hauptfaktor des Insektenrückgangs. Weitere Untersuchungen sollen diese Hypothese nun überprüfen.

Würde sich der nun aufgezeigte Schwund im gleichen Ausmaß so fortsetzen, könne sich jeder leicht ausmalen, was das für uns alle bedeuten würde, schlussfolgern die Forscher um de Kroon: “Der Insektenschwund hat gravierende Auswirkungen auf ganze Ökosysteme, spielen die Tiere doch eine entscheidende Rolle bei der Bestäubung und als Nahrung sowohl von Vögeln, Säugetieren und Amphibien und für den gesamten Nährstoffkreislauf. So hängen schätzungsweise 80 Prozent aller Wildpflanzen von der Bestäubung durch Insekten ab, während 60 Prozent der Vögel Insekten als Nahrungsquelle nutzen. Alleine in den USA wird der Beitrag von Insekten für besagte Ökosysteme auf einen wert von 57 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Der Schutz von Insekten sollte also ganz klar eines unserer Hauptanliegen sein.”

© grenzwissenschaft-aktuell.de"

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ZDF online, Logo

23.10.2017: WWF meint: Pestizide seien für das Insektensterben erantwortlich - Chemtrail-Nanometalle werden verschwiegen
Nachrichten | ZDF-Morgenmagazin - WWF: "Insektensterben ist dramatisch"
https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/wwf-insektensterben-ist-dramatisch-100.html

"Einer der Hauptgründe für das Insektensterben ist die Landwirtschaft." Besonders der Einsatz von Pestiziden trägt zu dem Anstieg des Insektensterbens bei, sagt WWF-Sprecher Roland Gramling."

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Terra Germania online, Logo

23.10.2017: Neue These: Insektensterben durch starke Mobilfunkstrahlung UMTS/3g
Bienensterben, Insektensterben, Judensterben…
https://terragermania.com/2017/10/23/bienensterben-insektensterben-judensterben/#more-105648

Seit nunmehr vielen Jahren betreiben die Mobilfunkanbieter ihre hochfrequenten Funknetze im unseligen UMTS bzw. 3g Standard, welcher im gefährlichen Frequenzbereich zwischen 1,900 – 2,170 GHz einer permanenten Mikrowellenbestrahlung gleichkommt.

Bekannte Untersuchungen belegen was bereits in den frühen 40er Jahren bekannt war und bis heute oft bewußt sorgsam verschwiegen wird:

[Seit den 1940er Jahren (Kurzwellenentlausung von Siemens) ist bekannt: Elektromagnetische Felder mit bestimmten Frequenzen töten die DNA von Insekten]

Elektromagnetische Felder bestimmter Frequenzen
GRILLEN die Zellen förmlich und zerstören die DNA, indem insbesondere durch die bei UMTS/3g verwendeten 2,1 GHz Mikrowellen Nekrosen, d.h. die Zelle durch äußere Einwirkung selbst zerstört wird. Doch damit nicht genug, denn die weitaus schlimmere Auswirkung zeigt sich in der tödlichen DNA Degeneration. Die innere, strukturelle Zersetzung, die so genannte Apoptose bricht die DNA Struktur unabdingbar auf und leitet den programmierten Zelltod ein. Externe und interne biochemische Abläufe werden so gestört, dass morphologische Veränderungen folgen und eine Reproduktion unmöglich macht:

Zellschrumpfung,

Chromatinkondensation,

Zerbrechen der DNA,

Zellkernfragmentierung.

Angewandtes UMTS/3g ist in der Zellchemie bei Mensch, Tier und Pflanze der Elefant im Porzellanladen!

Warum gibt sich die Lügenpresse also so scheinheilig und schiebt der Landwirtschaft den schwarzen Peter zu, welche in den vergangenen Dekaden mit Sicherheit in unbesorgter Manier ein vielfaches Mehr an Pestiziden und Fungiziden eingesetzt haben dürfte, als heutzutage, was bekanntermaßen damals nicht zum massenweisen Insektensterben geführt hat?

https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/wwf-insektensterben-ist-dramatisch-100.html

Wir stellen fest:

Erst seitdem wir mit UMTS/3g gekeult und gegrillt werden, bleiben die Windschutzscheiben zunehmend sauber, die Pflanzen zunehmend unbestäubt und rotten das wichtigste Glied der Nahrungskette, die Insekten, weiter aus.



Das Aussterben von Küchenschaben in der Volksküche wäre dabei sogar noch zu begrüßen. Das Schicksal gewisser Volksschädlinge ähnelt allerdings in pikanter Weise dem Insektensterben:

Ob die Juden, allen voran ihr Zentralratsvorsitzender Schuster, die Wahrheit über den Holocaust zunehmend als das „UMTS/3g“ ihrer Zeit empfinden, beleibt offen. Tatsache ist: Die Zentralräte der Neandertaler scheinen heiß zu laufen und fürchten das Ende der Lüge.

Wer ab Zeitstempel 02:30:00 das Interview mit Schuster verfolgt wird über dieses Zitat daher ganz besonders stolpern:

„Es geht (im Zusammenhang um den Holocaust/das Dritte Reich, Anm. d. Red.) nicht mehr um die Frage einer Schuldzuweisung…“

https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/unterwegs-mit-josef-schuster-100.html

Es wird offen sichtlich, dass sich die Angst bei den Juden breit macht, da ihre Lügen, wie die DNA der Insekten, in deren Bestandteile aufbrechen werden."

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Basler Zeitung online, Logo

9.11.2017: Deutscher Naturschutzbund NABU hält bei Messungen den Ort und den Rhythmus nicht ein
Die Propaganda mit dem Insektentod
https://bazonline.ch/wissen/natur/die-propaganda-mit-dem-insektentod/story/23406599

Alex Reichmuth

In Deutschland sollen drei Viertel aller Bienen, Fliegen und Falter verschwunden sein. Zweifel sind angebracht.

Glaubt man den Zeitungen, stehen wir vor einer ökologischen Katastrophe. Von einem «erschreckenden Ergebnis» schrieb der Tages-Anzeiger, gar von einem «schockierenden Ergebnis» die Neue Zürcher Zeitung: Eine Studie ist zum Schluss gekommen, dass die Menge der Insekten in Deutschland um über drei Viertel abgenommen habe – und das in nur 27 Jahren. Die deutsche Zeit nannte das Resultat «ein ökologisches Armageddon» und sagte – ganz in Endzeitstimmung – den Insekten schon mal «lebt wohl». Von einem «grossen Sterben» schrieb auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): «Wir befinden uns mitten im einem Albtraum.» Der Blick warnte vor einem «unheimlichen Sterben unserer Insekten», während das Schwesterblatt Sonntagsblick schon mal Tipps gegen den Insektentod verbreitete: Man solle insektenfreundliche, einheimische Pflanzen bevorzugen und Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten bieten: «Ganz egal, ob auf Fenstersims, Balkon oder im Garten – jedes bisschen hilft.»

Die Studie, die für so viel Schrecken sorgt, ist im Oktober in der Fachzeitschrift PLOS One erschienen. Sie stützt sich auf die Sammelresultate des Entomologischen Vereins Krefeld in Nordrhein-Westfalen. Die Mitglieder des Insektenvereins fingen seit 1989 fliegende Insekten wie Bienen, Wespen, Motten, Heuschrecken, Fliegen und Falter. Sie benutzten dazu spezielle Netzvorrichtungen, sogenannte Malaise-Fallen. Aufgestellt wurden diese an insgesamt 63 Standorten. So waren bis 2016 bei 1500 Einzelproben über 53 Kilogramm Insekten zusammengekommen.

Wechselnde Standorte

Unterstützt von niederländischen und britischen Forschern, werteten die Vereinsmitglieder die Sammelwerte aus und bereiteten sie statistisch auf – nicht nach einzelnen Insektenarten oder nach der Zahl der Tiere, sondern nach dem totalen Gewicht. Das Resultat der Auswertung war, dass seit 1989 die Menge an Insekten um 76 Prozent zurückgegangen sein soll, in den Sommermonaten gar um 82 Prozent.

Das tönt in der Tat dramatisch. Schaut man sich die Studie genauer an, ist der Befund allerdings stark zu relativieren. Anders als in den Medien suggeriert, hatten die Mitglieder des Insektenvereins an den 63 Standorten nämlich nicht jährlich wiederkehrend Tiere gefangen. Die Fallen wurden vielmehr an immer neuen Orten aufgestellt.

So gab es keinen einzigen Standort, an dem seit 1989 durchgehend Proben genommen wurden. Am Standort mit den häufigsten Messungen war nur in insgesamt vier Jahren eine Falle aufgestellt worden. Umgekehrt war an der Mehrheit der Standorte (37 von 63) nur ein einziges Mal eine Falle aufgestellt worden, an 20 weiteren Orten nur zweimal. Um aussagekräftige Datenreihen zu bekommen, müsste man aber zumindest von einigen Standorten durchgehende (jährliche) Fangresultate haben. Der Krefelder Insektenverein verzichtete aber darauf – nicht nur wegen des grossen Aufwands, sondern auch, weil jährliches Insektenfangen an den gleichen Standorten die dortigen Populationen bedrohlich dezimieren würde.

«Fünf nach zwölf»

Nicht nur die Standorte wechselten ständig: Der Insektenverein machte von Jahr zu Jahr auch ganz unterschiedlich viele Messungen. So stellte er 2014 an 23 Standorten Insektenfallen auf, 2015 aber nur an einem einzigen Ort, 2016 wiederum an sieben Orten. In drei Jahren – 1996, 1998 und 2002 – hatte der Verein gar keine Messungen vorgenommen.

Entsprechend ist die Kurve der jährlichen durchschnittlichen Tagesfangmengen eine zackige Linie mit Lücken (siehe Grafik). In einigen Jahren ist dieser Durchschnittswert doppelt so hoch wie im Vorjahr. In anderen Fällen halbierte er sich innert Jahresfrist fast. Zwar zeigt sich über die Jahre durchaus ein Abwärtstrend der gefangenen Insektenmengen. Wie gross die Abnahme über die Jahre ausfällt, hängt bei so stark schwankenden Resultaten aber stark vom gewählten Anfangs- und Endjahr der Beobachtungen ab. Das ist unter anderem Walter Krämer aufgefallen, Spezialist für Statistik und Professor an der Technischen Universität Dortmund. «Hätte man das Jahr 1991 statt 1989 als Anfangspunkt gewählt, dann wären es statt 76 Prozent weniger Insekten nur etwa 30 Prozent weniger gewesen», schrieb Krämer in einem Kommentar zur Studie.

 «Ökologisches Armageddon». Die Datenreihe zu den eingefangenen Insektenmengen weist Lücken auf. Grafik BaZ/Rico Kehl

Zudem sind die Messungen nicht repräsentativ für Deutschland oder gar ganz Europa: Die Hobbyforscher hatten ihre Fallen, durchaus nachvollziehbar, vor allem in der Nähe ihrer Heimatstadt Krefeld aufgestellt: Entsprechend befanden sich 57 der 63 Messstandorte im westlichen Teil des westlichen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Daneben gab es einen einzigen Standort in der ebenfalls westlich gelegenen Rheinland-Pfalz, dazu fünf Standorte im ostdeutschen Brandenburg. Weiter wurden die Insektenfallen ausschliesslich in Naturschutzgebieten aufgestellt. Wie die Entwicklung der Insektenmengen in landwirtschaftlich genutzten Gebieten oder in Stadtflächen ausfällt, ist darum nicht bekannt.

Auffallend ist, dass der Befund der Studie – ein Rückgang der Insekten um über 75 Prozent – mit den Zahlen übereinstimmt, die linke Politiker schon lange vor deren Publikation herumgeboten haben. In Nordrhein-Westfalen sei die Insektenbiomasse um 80 Prozent eingebrochen, mahnte die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im letzten März. «Insektensterben: Fünf nach zwölf», schrieben die Grünen damals.

Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) machte im Juli einen Rückgang des Insektenbestands in Teilen Deutschlands um 80 Prozent seit 1982 geltend. «Wer heute mit dem Auto übers Land fährt, findet danach kaum noch Insekten auf der Windschutzscheibe», behauptete Hendricks. Linksliberale Medien wie der Spiegel verbreiteten solche Warnungen eifrig weiter, meist ohne sie zu hinterfragen. Auch der Entomologische Verein Krefeld meldete schon vor drei Jahren, der Insektenrückgang betrage über drei Viertel – lange bevor sie zusammen mit Universitätsforschern nun zum gleichen Schluss gekommen sind. Das «erschreckende Ergebnis» scheint seit Langem festzustehen.

Bio-Landbau durchsetzen

Die politischen Absichten hinter den Warnungen sind offensichtlich: Es geht gegen die Intensiv-Landwirtschaft, insbesondere gegen den Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger, und für die Durchsetzung von Bio-Landbau. Die Grünen machten die angeblich nötige «Ökologisierung der Landwirtschaft» im vergangenen Wahlkampf zu einem ihrer Kernthemen – und reichten im Bundestag Antrag um Antrag für eine Reduktion des Pestizideinsatzes ein. «Handlungserfordernis ist dringender denn je», behauptete im letzten Winter auch der Naturschutzbund Deutschland und forderte ein «endgültiges Verbot von Neonicotinoiden». Neonicotinoide gehören zu den am weitestverbreiteten Insektiziden.

Selbst Regierungsmitglied Hendricks beklagte im Juli die «grossen Mengen an Pestiziden», die eingesetzt würden: «Die bisherige Landwirtschaft macht den Insekten das Überleben schwer», so die SPD-Ministerin. Auch bei den Insektenfreunden von Krefeld scheint es eine weltanschauliche Nähe zu links-grünen Kreisen zu geben: So stellte sich Vorstandsmitglied und Studien-Co-Autor Martin Sorg gegenüber einem Reporter der FAZ explizit als «Aktivist» vor.

Richtig ist, dass bis heute keine Ursache bekannt ist für den Rückgang an Insekten, wie gross dieser auch sein mag. In der Studie in PLOS One wird zwar mit statistischen Methoden möglichen Gründen nachgegangen – allerdings ohne Resultat: Veränderungen im Pflanzenspektrum, in der Landwirtschaft oder im Klima könnten als Ursache ausgeschlossen werden, halten die Autoren fest. Möglicherweise sind die Gründe für eine Abnahme der Insekten anderswo als in der Landwirtschaft zu finden: Viele Naturschutzgebiete in Deutschland verbuschen nachweislich. Eine immer dichtere Vegetation wirkt sich erfahrungsgemäss aber negativ auf die Vielfalt von Pflanzen und Tieren aus. Davon könnten auch Insekten betroffen sein.

Mehr Fläche nötig

Die Studie in PLOS One gebe durchaus Anlass zum Nachdenken über den Insektenrückgang, schrieb Walter Krämer. «Es ist aber auch ein Anlass, darüber nachzudenken, warum man immer wieder versucht, uns mit möglichst erschreckenden Zahlen Panik zu machen», so der Statistiker.

Ob der Natur geholfen wäre, wenn die Landwirtschaft im grossen Stil auf extensive Methoden umstellt, ist jedenfalls fraglich: Bio-Anbau bringt deutlich kleinere Erträge. Folglich müsste viel mehr Fläche unter den Pflug genommen werden, um gleich viel ernten zu können. Dann würde es aber kaum mehr Naturschutzgebiete geben – mangels Platz."

Kommentar: Ausrottung der Insekten ist im Gang

Tatsache ist, dass die Autofahrer klar sagen: "Keine Insekten mehr an der Windschutzscheibe". Tatsache ist auch, dass "US"-Wissenschaftler denselben Rückgang bei Insekten schon 2014 bekanntgegeben haben (Forum von 2014 in Kalifornien). Die Ausrottung der Insekten ist IM GANG: durch Pestizide, durch die Monokultur-Landwirtschaft, und durch die Nanometalle der Chemtrails.
Aber die Taktik des Naturschutzbundes in Deutschland, die Standorte und den Rhythmus nicht einzuhalten ist glasklar katastrophales Verhalten, was Statistik anbelangt.

Michael Palomino, 9.11.2017

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Kontext-Wochenzeitung online, Logo

Baden-Württemberg 8.11.2017: Blumenwiesen für Insekten geplant - aber KEINE Verbote der Pestizide (!)
Gift für Insekten
https://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/345/gift-fuer-insekten-4705.html

"Von Minh Schredle

Alarmierende Befunde

Das konkrete Ausmaß des Insektensterbens in Deutschland ist nicht klar, ein flächendeckendes Monitoring von Insektenpopulationen gibt es nicht. In Zusammenarbeit mit dem Nabu untersuchten Forscher des Entomologischen Vereins Krefeld ehrenamtlich 63 Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg über den Zeitraum von 27 Jahren. Dabei war ein durchschnittlicher Rückgang der Biomasse aller gefangenen Insekten um etwa 75 Prozent zu beobachten. Zwar lassen sich diese Befunde nicht einfach auf ganz Deutschland übertragen, einen alarmierenden Trend verdeutlichen sie allemal. Zumal sie sich mit Studien decken, die insbesondere bei Bienen und Schmetterlingen seit geraumer Zeit dramatisch schwindende Populationen dokumentieren. (min)

Mit blühenden Blumenwiesen für Bienen und Bestäuber will Baden-Württemberg das Insektensterben bekämpfen. Für Umweltschützer nicht genug. Sie fordern ein Verbot der Pflanzenschutzmittel, die Tiere vergiften – und sie fürchten die nächste große Verharmlosungskampagne der Agrochemie-Industrie.

Brachebegrünung mit Blühmischungen. Dafür will die grün-schwarze Landesregierung im kommenden Haushalt die Fördermittel aufstocken. Kornblumen, Kleearten, als "besondere Farbtupfer sind Klatschmohn sowie Ringel- und Sonnenblume hervorzuheben", heißt es in einem Infoblatt zum Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT). Dass dafür nun mehr Geld locker gemacht wird, ist jedoch mehr als nur ästhetisches Kalkül: Mit blühenden Landschaften will Agrarminister Peter Hauk (CDU) das Insektensterben bekämpfen.

Das geht aus einem Maßnahmenkatalog hervor, an dem Verkehrs-, Umwelt- und Landwirtschaftsministerium im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann seit dem Sommer vergangenen Jahres arbeiten. Bislang handle es sich bei dem 15-seitigen Papier noch um einen nicht-öffentlichen Entwurf, betonen Sprecher der Behörden auf Rückfrage, das fertige Konzept solle am 21. November im Landtag vorgestellt werden.

Was davon bisher bekannt wurde, ließ Umwelt- und Artenschützer nicht in Jubelschreie ausbrechen. Neben der intensivierten Brachebegrünung berichten die Stuttgarter Blätter (StZN) von einem weiteren Haukschen Impuls: Der Minister plant, schwäbisches Wiesenobst "als geschützte geografische Angabe zur Schaffung eines Alleinstellungsmerkmals" einzutragen, denn Streuobstwiesen gelten als besonders artenreich. Bei den landwirtschaftlich genutzten Flächen wird es schon schwieriger: "Heikel wird es immer dann", schreiben die StZN "wenn Bauern zu einem verminderten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bewogen werden sollen, denn dies zieht Einkommensverluste nach sich."

Umweltschützer fordern Verbot der Nervengifte

Dabei wären genau hier massive Einschränkungen dringend notwendig, sagt Axel Mayer vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). "Nur ein paar Blühstreifen anzulegen", erklärt der Geschäftsführer des Regionalverbands Südlicher Oberrhein gegenüber Kontext, "wird die Insekten nicht retten." Stattdessen fordert er, wie auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und zahlreiche renommierte Wissenschaftler, ein sofortiges Verbot der Neonicotinoide, einer Klasse synthetisch hergestellter Insektizide. Dieses Nervengift tötet Bienen und Bestäuber nicht sofort. Doch es mindert ihre Fruchtbarkeit, verkürzt ihre Lebensspannen und greift ihr Gedächtnis an. Wenn etwa Bienen den Wirkstoffen ausgesetzt sind, verlieren sie häufig jede Orientierung. Feldversuche zeigen, wie Arbeiterinnen nicht mehr zu ihren Kolonien zurückfinden und umherirren, bis sie leichte Beute sind oder vor Erschöpfung sterben.

Doch in der deutschen Landwirtschaft erfreuen sich neonicotinoidhaltige Pflanzenschutzmittel zunehmender Beliebtheit. Ihr Einsatz hat sich im vergangenen Jahrzehnt mehr als verdoppelt, von 650 auf 1650 Tonnen. Für die Anwender ist das hochkomfortabel: Produkte wie "Cruiser" von Syngenta oder "Gaucho" von der Bayer CropScience AG müssen nicht auf die Felder gespritzt werden. Schon das Saatgut wird mit diesen Mitteln gebeizt. Somit erübrigt sich der Aufwand, das Nervengift gezielt gegen Schädlinge einzusetzen. Denn während die Pflanzen heranwachsen, durchdringen die Neonicotinoide ihr gesamtes Gewebe, vom Wurzelwerk bis in die Blüten. Das hält Pflanzenläuse oder Kartoffelkäfer effektiv fern. Doch das Nervengift gelangt so auch in Pollen und Nektar, und damit in die Nahrung der Bienen und Bestäuber. Zudem setzt es sich zunehmend im Boden fest.

Das hat auch eine Studie festgestellt, die sich in den Unterlagen europäischer Zulassungsbehörden findet. Vier Felder, die über sechs Jahre hinweg mit gebeiztem Saatgut bestellt worden sind (in diesem Fall mit Imidacloprid), haben Forscher untersucht. Die Menge der neonicotinoidhaltigen Wirkstoffe im Boden nahm in dieser Zeitspanne kontinuierlich zu. Dennoch kamen die Prüfenden auf EU-Ebene zu der Einschätzung, das Mittel habe "nicht das Potenzial, sich im Boden anzureichern". "Inkompetenz oder Korruption?", fragt der britische Biologe und Insektenforscher Dave Goulson im Gespräch mit dem "Geo"-Magazin: "Das Urteil überlasse ich Ihnen."

Mit intensiver PR-Arbeit für Insektengift ist zu rechnen

Damit nicht genug: Weil Neonicotinoide wasserlöslich sind, verteilen sie sich weit über Ackerböden und Anbauflächen hinaus, sickern ins Grundwasser, belasten sogar Naturschutzgebiete. Diese Erkenntnisse liegen auch der EU-Kommission vor. Diese habe, wie der "Guardian" bereits im März dieses Jahres berichtete, in vertraulichen Dokumenten ein Verbot der drei meistverwendeten Neonicotinoide vorbereitet. Das könne noch 2017 beschlossen werden, wenn sich dafür eine Mehrheit unter den Mitgliedstaaten finde. Im Juni schließlich landete das Thema im Umweltausschuss. Dort wollte die britische Abgeordnete Julie Girling (Conservative and Unionist Party) ein Verbot verhindern - was angesichts der erdrückenden Evidenz selbst einigen konservativen Kollegen zu weit ging: Der CDU-Abgeordnete Karl-Heinz Florenz unterstellte Girling, sie sei "durch die Lobbyarbeit der chemischen Industrie erblindet", wie "Top Agrar" berichtet.

Dennoch ist bis heute kein Verbot beschlossen, seit dem Sommer ist es verblüffend ruhig geworden. Zwar kam erst vergangenen Mittwoch (6. November) der EU-Agrarministerrat zusammen und die Kommission präsentierte einen Bericht, in dem sie bemängelte, biologische Pflanzenschutzmittel hätten nicht die erhoffte Verbreitung gefunden. Die Kommission forderte daraufhin die Agrarminister auf, Vorschläge dazu zu unterbreiten – anstatt selbst ein Verbot der synthetischen Neonicotinoide voranzutreiben.

Axel Mayer überrascht dieser Eiertanz nicht. Weil die Neonicotinoide einen Milliardenmarkt darstellen, sei auch weiterhin mit massivem Widerstand aus der lobbystarken Agrochemie-Industrie zu rechnen. Schon über vier Jahrzehnte ist Mayer als Umweltschützer aktiv, angefangen bei der Anti-Atomkraft-Bewegung und den Protesten gegen den Bau eines Kernkraftwerks in Wyhl. Seit den frühen 70ern hat er wiederholt beobachtet, wie Gesundheitsgefahren heruntergespielt und Umweltzerstörung grüngewaschen wurde: "Das Schema ist immer gleich", sagt Mayer. Erst werde das Problem geleugnet, dann würden wissenschaftliche Befunde angezweifelt und Ursachen oder Kausalzusammenhänge bestritten. "Nach den schrecklich gut gemachten Kampagnen, die Asbest, Zigaretten, Atomkraftwerke und den menschengemachten Klimawandel verharmlosten", ist Mayer sich sicher, "müssen wir auch beim Insektensterben mit intensiver PR-Arbeit rechnen."

Wie diese aussehen kann, demonstriert besonders eindrucksvoll Burson-Marsteller (B-M), deren Wahrnehmungsmanagement Mayer als Beispiel anführt. Die global agierende PR-Agentur mit Hauptsitz in New York, die bereits das Image diverser Diktatoren und Despoten aufpolierte, ist auch in der Industrie ein begehrter Berater mit prägnanten Botschaften. Sind die Auftraggeber der "Meistermanipulatoren" (WOZ) Ölfirmen wie Exxon, ist der Klimawandel offensichtlich ein Ammenmärchen. Wirbt die Atomindustrie um mehr Akzeptanz, kann scheinbar nur die Nuklearenergie (sauber, sicher, nachhaltig!) die bevorstehende Klimakatastrophe noch abwenden.

Bauernbund wittert Intrige 

Auch die wirtschaftlichen Schwergerichte der Agrochemie konsultierten bereits die Krisenkommunikateure von B-M, die nebenbei bemerkt auch für Stuttgart 21 die Werbetrommel rührten und von der Deutschen Bahn beauftragt wurden, die Oberbürgermeisterwahl 1996 zu Gunsten des Großprojekts zu beeinflussen (Kontext berichtete). So demonstrierten in Washington um die Jahrtausendwende plötzlich rund 100 Baptisten mit Slogans wie "Biotechnik rettet Kinderleben!" für Genmanipulation. Hinter dieser scheinbaren Graswurzelbewegung stand laut der "New York Times" ein millionenschwerer Auftrag von Monsanto an B-M: Neben Busfahrt und Verpflegung habe die PR-Agentur den Jubelpersern für die Teilnahme an der Demonstration bis zu 25 Dollar pro Nase spendiert.

Axel Mayer sieht in diesem Vorgehen die Zukunft der Propaganda: Konzerne würden heute nur noch selten unter Klarnamen agitieren, sondern meist vermeintlich unvoreingenommene Fürsprecher finanzieren. "Dabei wird es nun darum gehen", prognostiziert er, "von den Ursachen abzulenken und irgendwelche Randaspekte zum hauptsächlichen Problem zu erklären." Tatsächlich seien die Gründe für das massenhafte Insektensterben vielfältig. Auch die zunehmende Versiegelung von Bodenflächen sei ein Faktor, ebenso wie steigende Stickoxid-Belastung oder der Unkrautvernichter Glyphosat, der Monokulturen zu Lasten der Artenvielfalt befördere. "Aber dass die Nervengifte einen ganz entscheidenden Teil zum Problem beitragen, ist schon heute offensichtlich," sagt Mayer.

Das sehen naturgemäß nicht alle so: "Voreilige Schlüsse in Richtung Landwirtschaft verbieten sich", erklärt Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands. Zunächst gebe es "dringenden Forschungsbedarf zum Umfang und den Ursachen des dargestellten Insektenrückgangs." Noch entschiedener gegen jegliche Schuldzuweisungen wehrt sich Thomas Kiesel, Vorstand des Bauernbunds Brandenburg. Der nennt das Insektensterben in einem Artikel auf "Top Agrar" eine Erfindung des Nabu. Und "selbst wenn es einen dramatischen Rückgang der Insektenpopulation gäbe, was der Bauernbund bezweifelt," wird er dort zitiert, könne die Landwirtschaft deshalb kaum dafür verantwortlich sein. Aus natürlichen Verschiebungen bei der Population würden "alarmierende Zahlen konstruiert", weiß Kiesel auszuführen. Und auch die Absicht dahinter hat er durchschaut, nämlich: "um uns Bauern über Abgaben und Auflagen das Geld aus der Tasche zu ziehen." Angesichts der vorhandenen Studien zum Thema findet Axel Mayer solche Aussagen "einfach nur peinlich.""

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20 minuten online, Logo

4.4.2018: Biologe Mosbrugger warnt vor dem Insektensterben: Bauern lassen keine Ränder mehr stehen, und Strassenlampen morden viele Insekten
Insektensterben: Müssen wir bald ohne Obst auskommen?
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Muessen-wir-bald-ohne-Obst-auskommen--11633716

Fototexte:
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40 Prozent der Insektenarten, die im Rahmen des Rote-Liste-Programms untersucht wurden, sind vom Aussterben bedroht und verzeichnen einen Rückgang ihrer Population.
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Für den Speiseplan hat das Insektensterben direkte Folgen. Die Pflanzen, die von einer Bestäubung abhängen, würden stark zurückgehen, warnt Biologe Volker Mosbrugger.
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Laut Mosbrugger träfe dies vor allem Äpfel ...
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... Birnen ...
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... und Kirschen.
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Johannes Jenny, Geschäftsführer von Pro Natura Aargau, macht eine ähnliche Prognose: «Hören wir nicht sofort damit auf, Insekten zu vernichten, werden wir in der Schweiz künftig Obst zuerst nur noch zu sehr hohen Preisen und am Ende kaum mehr konsumieren können.»
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Das Insektensterben beschäftigt auch den Schweizer Bauernverband. «Das Insektensterben aufzuhalten, ist eine grosse Herausforderung, zu der wir auch einen Beitrag leisten müssen», sagt Präsident Markus Ritter.

Der Artikel:

<von B. Zanni
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Die Zahl der Insekten nimmt dramatisch ab. Ohne sofortiges Handeln rechnen Naturschützer damit, dass künftig keine Früchte mehr wachsen können.

Eine Autoscheibe voller toter Insekten war früher auf der Autofahrt durch die Landschaft üblich. Das gebe es nun nicht mehr, sagte Biologe Volker Mosbrugger kürzlich zur «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». «Wenn Sie heute rausgehen in die Natur, dann ist die relativ still.» Früher habe es gezirpt und gezwitschert. «Heute ist es viel ruhiger geworden, weil es viel weniger Insekten und Vögel gibt.»

Mosbrugger macht darauf aufmerksam, dass die Vielfalt der Bestäuber – also Bienen, Schmetterlinge oder Wespen – insgesamt deutlich zurückgegangen sei. Eine aktuelle Studie, die das Insektenaufkommen in 63 deutschen Naturschutzgebieten zwischen 1989 und 2016 untersuchte, belegt den Trend: Seit 1989 hat die Gesamtmasse an geflügelten Insekten in Teilen Deutschlands im Schnitt um 76 Prozent abgenommen.

Auch in der Schweiz ist die Lage ernst. 40 Prozent der Insektenarten, die im Rahmen des Rote-Liste-Programms untersucht wurden, sind vom Aussterben bedroht und verzeichnen einen Rückgang ihrer Population. Ende 2017 ging der Bundesrat davon aus, dass die Verbreitung der Insektenarten weiter abnimmt. Er bezeichnete das Verschwinden als Bedrohung für die Ökosysteme.

Handbestäubungen und Trucks im Extremfall

Für den Speiseplan hat das Insektensterben direkte Folgen. Die Pflanzen, die von einer Bestäubung abhängen, würden stark zurückgehen, warnt Mosbrugger. «Das träfe vor allem Äpfel, Birnen und Kirschen.» Johannes Jenny, Geschäftsführer von Pro Natura Aargau, macht eine ähnliche Prognose: «Hören wir nicht sofort damit auf, Insekten zu vernichten, werden wir in der Schweiz künftig Obst zuerst nur noch zu sehr hohen Preisen und am Ende kaum mehr konsumieren können.» Bereits würden zur Bestäubung gezüchtete Hummeln eingesetzt. «Doch diese verbreiten Parasiten, die die natürlichen Populationen zusätzlich gefährden.»

Im Extremfall können laut Jenny nur noch Handbestäubungen die Situation retten. «In China bestäuben Frauen auf Pfirsichbäumen die Blüten mit Pinseln.» Für die Schweiz als Hochlohnland sehe er diese Methode hingegen nicht als Option. Volker Mosbrugger erwähnt, dass sich in Amerika rund um die Honigbiene eine richtige Industrie entwickelt hat. Die Landwirte könnten Trucks voller Bienenkörbe mieten, um ihre Mandelbäume zu bestäuben.

Landwirtschaft und Licht töten Insekten

Mosbrugger beklagt, dass es fast keine Feldränder mehr gibt, da die Bauern bis an den Rand pflügen. «Sie bauen grosse Monokulturen an und lassen kaum noch eine natürliche Vielfalt an Pflanzen zu, die als Nahrung für die Insekten und andere Tiere wichtig sind.» Laut Johannes Jenny fallen zudem viele Insekten der Lichtverschmutzung zum Opfer. «Einige Bestäuber können ihre Bestäubungsfunktion nicht mehr wahrnehmen, weil sie vom Licht derart angezogen werden.» So flatterten diese Insekten bis zum Tod um ein Licht herum.

Für das Insektensterben machen die Fachpersonen aber auch die Pestizide verantwortlich. Caspar Bijleveld, Biologe und Mitglied des Unterstützungskomitees «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide», sieht ein Verbot von Pestiziden als ersten effizienten Schritt gegen die Entwicklung. Wenn sich die Pestizide zersetzten, seien Abbauprodukte oftmals noch giftiger als das Pestizid an sich, sagt er. «Dabei sterben etliche Insekten, aber, wie man heute merkt, auch viele andere Organismen.» Umso tragischer sei, dass die Industrie immer noch giftigere und noch schwerer zu identifizierende Pestizide wie Neonikotinoide entwickle. «Wenn wir so weitermachen, gehen wir mit Vollgas Richtung Kollaps.»

«Wir haben die Situation noch im Griff»

Der Rückgang beschäftigt auch den Schweizer Bauernverband. «Das Insektensterben aufzuhalten, ist eine grosse Herausforderung, zu der wir auch einen Beitrag leisten müssen», sagt Präsident Markus Ritter. Dazu trage etwa bei, dass zurzeit schweizweit 120 000 Hektaren als ökologische Ausgleichsflächen bewirtschaftet werden. «Diese Flächen sind für Insekten wertvoll und auch eine willkommene Nahrungsquelle.» Zudem könne er den engagierten Schweizer Imkern und Imkervereinen für ihren enormen Einsatz zugunsten der Honigbienen ein Kränzchen winden. «Wichtig ist, dass der Bund diese Aufgabe weiterhin mit genügend Forschungs- und Bildungsmöglichkeiten unterstützt.»

Laut dem CVP-Politiker ist es den Landwirten ein Anliegen, «zusammen mit den Imkern die natürlichen Grundlagen für die Bienen und damit für alle Insekten zu verbessern». Dazu zähle auch, den Aktionsplans Pflanzenschutz des Bundesrates erfolgreich umzusetzen. Dieser will beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die Risiken halbieren und Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz fördern.

Kommentar: KLARE MASSNAHMEN - BLÜHSTREIFEN ETC.

Es braucht NEUE GESETZE: Blühstreifen vorschreiben, Waldränder vorschreiben und unter Naturschutz stellen, Feldränder vorschreiben, und ein gewisser Prozentanteil pro Feld muss aus Gebüschen bestehen. Dadurch werden Insekten und Nützlinge gefördert, Pestizide kann man bis zu 60% vermeiden. Pestizide vermeidet man ausserdem auch mit Kleinfeldlandwirtschaft, weil die Bodenpopulation je nach Gemüse VERSCHIEDEN ist. Und die Bauern können die Pestizide EINSPAREN!!! Und: Angeblich verschwinden Pilze etc. auch mit Musikbeschallung von Feldern. Gruss www.med-etc.com

Michael Palomino, 4.4.2018

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Extremnews online, Logo

6.4.2018: Bundesumweltministerin Schulze kündigt Aktionsprogramm für Insekten an - Schluss mit Glyphosat, Vielfalt statt Monokulturen
Schulze kündigt rasches Aktionsprogramm gegen Insektensterben an
https://www.extremnews.com/nachrichten/natur-und-umwelt/abb916b1c40bc9b

<Thorsten Schmitt

Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze will rasch konkrete Schritte zum Schutz von Insekten einleiten. "Das Insektensterben nimmt rasant zu", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Ich will noch in den ersten 100 Tagen Eckpunkte für ein Aktionsprogramm zum Insektenschutz vorlegen." Schulze forderte, sämtliche Pflanzenschutzmittel zurückhaltender einzusetzen. Mit einem grundsätzlichen Glyphosat-Ausstieg, der in dieser Wahlperiode erfolgen müsse, sei es nicht getan. Die Ministerin sprach sich zugleich für "ein neues System der europäischen Agrarförderung" aus.

Notwendig sei ein "Naturschutzfonds auf europäischer Ebene". Für Landwirte müsse es sich auszahlen, wenn sie auf Vielfalt statt auf Monokulturen setzten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur>

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Lügen-FAZ online, Logo

Deutschland 18.10.2018: 3/4 weniger Insekten seit 1990 - Chemtrails und Pestizide werden weiterhin von der Lügen-FAZ verschwiegen
75 Prozent weniger Insekten
:
„Wir befinden uns mitten in einem Albtraum“
http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/insektensterben-75-prozent-weniger-insekten-in-deutschland-15250672.html

<Das Insektensterben lässt sich nicht mehr abstreiten. Der oft kritisierte Krefelder Entomologen-Verein hat jetzt in einer Langzeitstudie gezeigt: Die Populationen sind seit der Wende um drei Viertel geschrumpft. Welchen Anteil hat die Landwirtschaft, welchen das Klima?

Das Insektensterben in Deutschland ist ganz offensichtlich nicht die Erfindung einzelner Insektenliebhaber oder Entomologen-Vereine, wie das nach einer Anhörung im Bundestag vor anderthalb Jahren und in einigen Medienberichten behauptet worden war. Jetzt kommt eine von Caspar Hallmann von der Radboud-Universität in Nijmwegen geleitete und mit der Unterstützung von ehrenamtlichen Insektenkundlern des Entomologenverieins Krefeld  vorgenommene Studie in der Online-Zeitschrift „PlosOne“ zu dem Schluss: Die drastischen Bestandseinbrüchen sind real, sie lassen sich über 27 Jahre mit Standard-Flugfallen für geflügelte Insekten klar nachweisen.

Bei der Erhebungen in 63 deutschen Schutzgebieten zwischen 1989 und 2016 ist ein Rückgang von 76 Prozent (im Hochsommer bis zu 82 Prozent) der Fluginsekten-Biomasse festgestellt worden. Die Verluste betreffen offenbar die meisten Arten, von Schmetterlingen, Bienen und Wespen bis zu Motten und anderen flugfähigen Arten, die praktisch ausnahmslos als Bestäuber von Wild- und Nutzpflanzen oder zumindest als  Beutetiere für Vögel wichtig sind. Etwa 80 Prozent der Wildpflanzen sind abhängig von Insektenbestäubung, und 60 Prozent der Vögel in der heimischen Natur ernährt sich hauptsächlich von Insekten.

Das Insektensterben ist auch nicht etwa ein deutsches Phänomen: Seriöse Studien an Bienenpopulationen haben schon früher deutliche Einbrüche in anderen Ländern dokumentiert, und die Graslandschaften in Europa erlebten einen Rückgang der Schmetterlingszahlen um die Hälfte zwischen 1990 und 2011.

Was genau die Ursache des flächendeckenden Insektensterbens ist, bleibt allerdings nach der ersten Langzeitstudie dieser Art unklar. Die Rückgänge waren allein mit Lebensraumzerstörung, Klimawandel oder Landnutzungsänderungen - und damit auch die Verarmung der Agrarlandschaften - jedenfalls mit den zur Verfügung stehenden Daten nicht zu erklären. Für Josef Settele von der Biozönosenforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle einer der wenigen Schwachpunkte des Langzeit-Monitorings: „Die Autoren konnten nicht alle klimatisch relevanten Faktoren einschließen. Nach ihrer eigenen Aussage sind noch weitere Analysen nötig. Daher kann das Klima als wichtiger Faktor nicht ausgeschlossen werden. Die vereinfachte Darstellung, dass Wetterveränderungen oder Änderungen der Landnutzung den Gesamt-Rückgang nicht erklären können, ist zumindest irreführend.“

Settele hält es für „grundsätzlich schwierig, Phänomene des globalen Wandels nach ihren Ursachen aufzuschlüsseln. Zum Beispiel können klimatische Effekte auf der Landschaftsebene, wie höhere Temperaturen, in Kombination mit erhöhtem Stickstoffeintrag zu dichterer Vegetation und dadurch kühlerem Mikroklima führen, was Effekte kaschieren kann“. Die Aufschlüsselung der Arten, die mit der Auswertung der Flugfallen bis nicht üblich war, ist für den Tierökologen aus Halle ein Ansatz, um künftig klarere Ergebnisse auch im Hinblick auf die Aussterbe-Ursachen jenseits der Schutzgebiete zu erhalten. Settele: „Hier stößt das Ehrenamt an seine Grenzen. Überhaupt ist es enorm, was die Autoren bislang geleistet haben. Es ist dringend nötig, derartige Monitorings entsprechend systematisch aufzubauen – als öffentliche Aufgabe mit öffentlichen Geldern!“ Auch  Naturschutzexpertin Alexandra-Maria Klein von der Universität Freiburg erinnert an die Lücken, die noch zu schließen sind: „Ob die Abnahme in anderen Ökosystemen, wie zum Beispiel in Agrar- oder Forstsystemen, ähnlich aussieht, kann anhand dieser Studie nicht gesagt werden. Es könnte sein, dass in anthropogen genutzten Ökosystemen große Schädlingspopulationen die Gesamtbiomasse hochhalten.“

Die Fleißarbeit der Krefelder Insektensammler wird von den Ökologen durchweg gelobt. Für Teja Tscharntke, Agrarökologe an der Georg-August-Universität Göttingen „hinterlassen die Auswertung und die Resultate einen soliden, überzeugenden Eindruck.“ Der dramatische Insekten-Rückgang zeige, „dass Schutzgebiete in nur noch sehr geringem Maße als Quellhabitate für die Besiedlung der Agrarlandschaften dienen können.“

Der Zoologe Johannes Steidle von der Universität Hohenheim wird noch deutlicher: „Die Ergebnisse der Untersuchung sind schockierend. Die kleine Hoffnung, dass die vorab bekannt gewordenen, beunruhigenden Informationen in der Publikation möglicherweise relativiert werden – zum Beispiel, weil sich die Arbeit als fehlerhaft erweist – ist zerstört! Die Arbeit ist methodisch sauber und zeigt flächendeckend für eine große geografische Region Mitteleuropas einen massiven Biomasserückgang für Insekten. Wir befinden uns mitten in einem Albtraum, da Insekten eine zentrale Rolle für das Funktionieren unserer Ökosysteme spielen.“

Quelle: F.A.Z.>

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