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Landwirtschaft Meldungen 01 - pestizidfrei möglich
Käfer - Trockenmauern - originales Saatgut - Bio-Landwirtschaft - Singing Frogs Farm von Paul Kaiser in Kalifornien - Zimt - Permakultur - meditative Klaviermusik - Landwirtschaft im Hochhaus - halb versenktes Treibhaus "Walipini" - SRI-Reisanbaumethode - Blühstreifen - Regenwurm - E-Mail

Die Tricks: 1. Hecken und Bäume bei den Feldern halten (am besten Waldrand), wo die Nützlinge wohnen - 2. Die Gemüse gemischt anbauen, so dass sich die Nützlinge der verschiedenen Pflanzen ergänzen und alle Schädlinge vernichten - 3. Wurzeln im Boden lassen - 4. Viel Kompost streuen - 5. Setzlinge im Treibhaus 1 Monat lang spriessen lassen, nicht nur 2 Wochen - 6. Belüftung von Feldern mit Rechenspaten - 7. Neutralisierung von Kompost für Jungpflanzen mit Austernmuscheln oder geriebenem Felsgestein - 8. Im Winter die Felder mit schwarzem Plastikmulch abdecken (10 Winter brauchbar) - 9. In kalten Zonen mit halb-versenkten Erdwärme-Treibhäusern ("Walipini") arbeiten

Felder von Paul Kaiser bei Sebastopol
            nördlich von San Francisco: ohne Pestizide, mit
            Tröpfchenbewässerung, mit Sträuchern und Bäumen rund rum,
            Kompostdecken im Winter etc. - die Singing-Frogs-Farm
Felder von Paul Kaiser bei Sebastopol nördlich von San Francisco: ohne Pestizide, mit Tröpfchenbewässerung, mit Sträuchern und Bäumen rund rum, Kompostdecken im Winter etc. - die Singing-Frogs-Farm [2]
24.8.2012: <Nützlinge und Schädlinge> - der Industrie-Mensch macht sich die Plagen meistens selbst -- 4.11.2014: <«Trockenmauern», alles andere als trocken> - Pflanzen- und Tierwelt in der Trockenmauer -- "USA" 22.9.2014: Originales Saatgut bringt mehr - Gentech-Saatgut und Pestizid Roundup von Monsanto ist nur Schrott: USA: Immer mehr Landwirte kehren Monsanto den Rücken -- 24.10.2014: Ein Leben ohne kriminelle Pestizide und Gentech: <Video: BioPioniere erzählen – Der lange Weg zur gesunden Ernährung> -- Sebastopol bei San Francisco ("USA") 13.5.2017: Wassersparende, effiziente Landwirtschaft von Paul Kaiser durch Bodenpflege mit Bäumen, Sträuchern, Wurzeln im Boden lassen, Kompost auf kleinen Feldern: Der mit der Dürre tanzt – Das wird BayerMonsanto nicht gefallen – ein kalifornischer Landwirt hat wohl die wirksamste Methode gefunden, Nutzpflanzen in Dürregebieten anzubauen! The Drought Fighter -- Der Landwirtschaftspionier Paul Kaiser -- Der Regenwurm produziert die frische Erde und revitalisiert die Erde - Charles Darwin 1882 - die Erde muss abgedeckt sein -- Forschung in Gambia (Afrika): Das Landwirtschaftsexperiment von Paul Kaiser im heissen Gambia -- Feld und Wald sind eine Einheit mit Nützlingen für Menschen und Pflanzen -- Gambia: Aussaat und Mull drüber: Äste, Zweige, Blätter halten den Boden feucht und kühl - durch Kondensationswasser in der Nacht (!) -- Gambia: Die Vielzahl der Gemüse bringt viele verschiedene Nützlinge auf die Felder -- Costa Rica: Die Plantage am Waldrand praktisch ohne Schäden, weil Nützlinge vom Wald her kommen -- Das Prinzip: Naturschutz=Landwirtschaftsschutz -- Bio-Kleinbauern haben mehr Ertrag als Pestizid-Grossbauern (!) -- Pestiziden vernichten Schädlinge UND Nützlinge - die Schädlinge kommen schneller zurück -- Pestizide machen die Pflanzen passiv -- ab 2005: Kaisers Farm bei Sebastopol nördlich von San Francisco -- Kaiser in Sebastopol: Eine Farm wiederherstellen -- Der Test: Ein Traktorpflug zerstört Bodennester, Wurzeln und Regenwürmer - die schonende Anbaumethode -- Der Regierungsbericht des "US"-Ldw-Departements: Traktorpflug=Erdbeben+Hurrikan+Tornado+Waldbrand gleichzeitig -- Kaiser mit Direktsaat-Landwirtschaft ohne Pflug -- Hecken und Büsche für Nützlinge anlegen + Wurzeln immer im Boden lassen=Nahrung für Mikroorganismen + Kompostschicht -- Treibhaus für Sämlinge 1 Monat lang -- Der Besuch eines Herrn Leap -- Die Belüftung eines Bodens mit einem Rechenspaten OHNE Pflug -- Kompost kann für junge Pflanzen zu stark sein - Neutralisierung mit Kalzium (Austernmuscheln und gemahlenem Festgestein) - 7mal ernten pro Jahr -- Monokulturen ("Mono-Cropping") vermeiden -- Schwarzer Plastikmulch zum abdecken im Winter - 10mal anwendbar -- Es braucht keine Grossfarmen mehr - es braucht viele intelligente, kleine Farmen -- Herr Leap stellt eine Frage - Kaiser mit 8 Acres 7mal ernten reicht völlig aus - der Nachbar mit 44 Acres produziert weniger als Kaiser -- Getreide ohne Pestizide mit biologischer Direktsaat-Landwirtschaft anbauen geht leicht -- Wer kein Geld für Pestizide und Traktoren ausgeben muss und einen niedrigen Wasserverbrauch hat, kann höhere Löhne bezahlen -- Tröpfchenbewässerung in Schläuchen - Frost zerstört manchmal Schläuche -- Kompost ist ein Problem für das Trinkwasser - aber Paul Kaiser hat saubere Teiche mit seinem Regenwasserabfluss -- Das Kompost-Rätsel [Stickstoff, der von den Organismen aufgefressen wird, wenn die Erde gesund ist] -- Paul Kaiser mit 60 Tonnen Kompost pro Acre pro Jahr -- Paul Kaiser braucht kein Bio-Zertifikat -- Paul Kaiser fängt in Teichen das Regenwasser der Farm auf - alles lebt! -- Die Bodenwerte auf Paul Kaisers Froschfarm - aber immer kristallklare Regenwasserproben -- Die kommerzielle Kompostproduktion mit Aluminiumteilen und Plastikteilen drin -- Paul Kaiser: Der Kompost der Gesellschaft gehört in die Landwirtschaft -- Nachhaltigkeit angesichts der Städte von Morgen -- Die Schicht mit "organischem Bodenmaterial" SOM (soil organic matter) -- Die Traktorpflug-Landwirtschaft hat die SOM-Schicht von 8 auf bis 1% reduziert -- Frost und totes Gemüse - aber Dürre hat KEINE Folgen für Kaisers Froschfarm (!) -- Spitzbergen 21.5.2017: Welt-Saatgutlager hat Probleme mit Leckage durch wärmeres Klima: Arktis: „Ewiges“ Welt-Saatgutlager taut auf -- 13.8.2017: Zimt im Garten: Gegen Mücken, Pilze, Ameisen, für Wurzeln, für Pflanzenwunden, für Setzlinge: Zimt ist nicht nur ein Gewürz. Hier sind 6 erstaunliche Wege,wie es den Garten revolutionieren kann! -- Herisau (Appenzell) 25.10.2017: Landwirtschaft der Permakultur schont und bringt am meisten: INPUT KOMPAKT: Permakultur - die Zukunft der Landwirtschaft? -- 9.12.2017: Moderne Landwirtschaft braucht keine Felder mehr - Landwirtschaft auf 12 Stockwerken im Hochhaus etc.: Indoor-Farming die Salatproduktion der Zukunft? – Salat auf 12 Stockwerken -- Frankreich 8.12.2017: Musik gegen Pilze und Viren auf dem Feld - und die Beschallung funktioniert - keine Pestizide mehr notwendig: Ersatz für Pestizide: Klaviermusik gegen Ungeziefer -- 18.1.2018: Mehr Licht im Treibhaus mit LED-Matrizen mit angepassten Lichtspektren: Innovative Lichttechnologie verdoppelt Effizienz von Gewächshäusern -- 8.3.2018: Pestizidfreie Landwirtschaft: SRI-Methode für Reisanbau - EM-Technologie - Blühstreifen: SRI-Methode: Indischer Bauer knackt mit pestizidfreier Anbaumethode Ernte-Weltrekord -- 9.3.2018: Regenwürmer - düngt und bohrt Kanäle in die Erde: Unterschätzte Regenwürmer - Im Boden ist der Wurm drin – und das ist gut so -- 28.3.2018: Die Schöpfung (Insekten+Vögel) retten: kleinere Felder mit mehr Gemüsevielfalt, Grünstreifen und Waldränder – Pestizide kann man so drastisch reduzieren - offener Brief -- IDEE: Kommission Aussenministerium+Ldw.-ministerium bilden, um die einfachen Massnahmen umzusetzen -- Mit kleinen Ländern anfangen -- dann ausweiten -- Die Pestizidkonzerne sollen andere Produkte herstellen -- Landwirtschaftsminister+Aussenminister werden es zzusammen schaffen, die Schöpfung zu retten -- E-Mail für eine pestizidfreie Landwirtschaft 28.3.2018: Die Schöpfung (Insekten+Vögel) retten: Kleinere Felder mit mehr Gemüsevielfalt, Grünstreifen und Waldränder – Pestizide kann man so drastisch reduzieren - offener Brief -- IDEE: Kommission Aussenministerium+Ldw.-ministerium bilden, um die einfachen Massnahmen umzusetzen -- Mit kleinen Ländern anfangen – dann ausweiten -- Die Pestizidkonzerne sollen andere Produkte herstellen -- Landwirtschaftsminister+Aussenminister werden es zusammen schaffen, die Schöpfung zu retten -- 28.3.3018: LANDWIRTSCHAFT REVOLUZZEN - INSEKTEN+VÖGEL RETTEN: Kleine Feldern Blühstreifen, Waldränder unter Naturschutz stellen -- Wir wiederholen die Punkte für eine pestizidfreie Landwirtschaft
Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Inhalt
1. Käfer werden verfrachtet und schaden auf fremden Kontinenten
2. Hecken und Waldränder mit den Nützlingen - Fotos aus Süd-"Amerika"
3. Trockenmauern mit Kleintieren
4. Originales Saatgut bringt mehr - Gentech-Saatgut und Pestizid Roundup von Monsanto ist nur Schrott
5. Video: BioPioniere erzählen - ein Leben ohne kriminelle Pestizide und Gentech
6. Singing Frogs Farm in Sebastopol bei San Francisco: 100% Bio-Landwirtschaft mit kleinen Feldern, Bäumen, Sträuchern, Wurzeln im Boden lassen, Kompost etc.
7. Welt-Saatgutlager auf Spitzbergen droht aufzutauen
8. Zimt im Garten: Gegen Mücken, Pilze, Ameisen, für Wurzeln, für Pflanzenwunden, für Setzlinge
9. Permakultur in Herisau auf 800m Höhe
10. Frankreich: Meditative Klaviermusik gegen Pilze und Viren im Gewächshaus - Firma
Genodics SAS
11. Landwirtschaft im Hochhaus in New Jersey - Firma Aerofarms
12. Halb versenktes Treibhaus "Walipini" aus den hohen Anden
13. Universität Don (Russland): LED-Lichtprogramme im Treibhaus verdoppeln die Effizienz von Gewächshäusern
14. SRI-Methode aus Asien für Reisanbau - EM-Technologie - Blühstreifen
15. Der Regenwurm ist der Tunnelbauer in der Erde - Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL in Frick

16. Das erste E-Mail für eine pestizidfreie Landwirtschaft
17. Eintrag bei Facebook und VK für eine pestizidfreie Landwirtschaft
18. Die Punkte für eine pestizidfreie Landwirtschaft: Hecken - Bäume - gemischter Anbau - Wurzeln im Boden lassen - Kompost streuen - Setzlinge 1 Monat im Treibhaus - Rechenspaten-Belüftung - Austernmuscheln und geriebenes Felsgestein - Plastikmulch im Winter - Walipinis in kalten Zonen




Literatur
-- Kompost produzieren: “The Bug Whisperer” (Der Insektenflüsterer) von Kristin Ohlson
-- Todd Oppenheimer: THE FLICKERING MIND: Saving Education from the False Promise of Technology
-- Todd Oppenheimer: Magazin CRAFTSMANSHIP
Workshops
-- Paul Kaiser auf der Singing Frogs Farm in Sebastopol bei San Francisco: Learn to farm, Workshop 375$: info@singingfrogsfarm.com
https://www.eventbrite.com/e/learn-to-farm-the-singing-frogs-farm-way-autumn-2017-tickets-31502699422
-- Firma Genodics SAS mit Klaviermusik gegen Pilzbefall: Frankreichs Bauern beschallen das Feld mit meditativer Klaviermusik
-- Firma "Aerofarms" mit Landwirtschaft im Hochhaus
-- Artikel von Agroscope über Blühstreifen, die bis zu 61% Schädlingsbefall reduzieren:
https://www.agroscope.admin.ch/agroscope/de/home/publikationen/agroscope-online-magazin-jahresbericht/ausgabe-3/bluehstreifen-reduzieren-schaedlinge.html
-- Regenwurm-Wissenschaft: Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick (Schweinz / Schweiz)




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1. Käfer reisen 24.8.2012: Der Industrie-Mensch macht sich die Plagen meistens selbst, indem Tiere von Kontinent zu Kontinent verfrachtet werden - Beispiel Käfer

aus: Planet Wissen online; 24.8.2012;
http://www.planet-wissen.de/natur_technik/insekten_und_spinnentiere/kaefer/nuetzlinge_und_schaedlinge.jsp

Fototexte:
1. Marienkäfer haben Blattläuse zum Fressen gern
2. Der Asiatische Marienkäfer ist recht aggressiv
3. Der Kartoffelkäfer war ursprünglich relativ harmlos
4. Für den gesunden Wald wichtig: der Borkenkäfer
5. Vorratsschädling bei Getreide: der Kornkäfer

<Guter Käfer - schlechter Käfer? Ob ein Käfer als nützlich oder schädlich gilt, hängt ganz von der Betrachtungsweise ab. Und die des Menschen ist meist eine wirtschaftliche. Werden ganze Ernten vernichtet, ist dies ein Schaden. Betätigen sich Käfer in der Abwehr anderer Schädlinge wie Läuse oder Schnecken, gelten sie als nützlich. Doch ganz so einfach ist es nicht - und oft legt der Mensch selbst die Grundlage für massenhafte Schäden.

Ökologische Vielfalt

Käfer besiedeln nicht nur fast alle Lebensräume der Erde, sie haben auch unterschiedlichste ökologische Nischen erobert. Sie ernähren sich pflanzlich oder tierisch, sie fressen Aas oder leben räuberisch. Sie leben auf der Erde, unter der Erde, in Pflanzen und im Wasser. Jede der Arten hat ihre Rolle und ihren Platz im Naturhaushalt. Doch so manch eine Lebensweise bestimmter Käferarten kommt uns Menschen sehr zupass - was vielfach genutzt wird und in manchen Fällen das ökologische Gleichgewicht stört.

Die Nützlinge

Zu den Käfern, deren Nutzen direkt sichtbar ist, gehören beispielsweise Glühwürmchen und Feuerkäfer. Die Larven der Glühwürmchen ernähren sich gerne von Schnecken, sogar von Nacktschnecken, die andere Tiere links liegen lassen. Sie lähmen ihre Beute mit Gift, ziehen sie in ihr Versteck und vertilgen sie. Die Larven der Feuerkäfer, die unter der Rinde von Bäumen leben, fressen die Larven des gefürchteten Borkenkäfers. Der bekannteste und beliebteste Nützling unter den Käfern ist sicherlich der Marienkäfer. Sein Heißhunger auf Läuse macht ihn zum gern gesehenen Gast in der Landwirtschaft und in Gärten. Bis zu 40.000 der kleinen Plagegeister kann ein Marienkäfer in seinem Leben vertilgen. Kein Wunder, dass er inzwischen gezielt als biologischer Schädlingsbekämpfer eingesetzt wird.

Vom Nützling zum Schädling: Marienkäfer

Um die Blattlausbeseitigung noch effektiver zu machen, wurde in Europa Ende des 20. Jahrhunderts der Asiatische Marienkäfer eingeführt. Diese Art der Marienkäfer, erkennbar an den 19 Punkten und einem "W" auf dem Halsschild, vermehrt sich sehr schnell und frisst etwa fünfmal so viel wie der europäische Siebenpunkt-Marienkäfer. Sind die Blattläuse aufgezehrt, nimmt der Asiatische Marienkäfer auch gerne Obst, Gemüse, Getreide oder die Larven anderer Marienkäfer zu sich. Nicht einmal vor dem Menschen macht er Halt: Die recht aggressiven kleinen Tiere beißen und mögen auch menschliches Blut. Inzwischen richtet der Asiatische Marienkäfer Schäden im Weinbau an, da durch seinen Abwehrstoff so manch ein Wein ungenießbar wird. Obstbauern beklagen sich über angefressene Früchte, die für den Verkauf unbrauchbar sind und so manch ein Hausbesitzer beherbergt unfreiwillig die Käfer, die sich in Massen in Ritzen einnisten können, um dort zu überwintern. Inzwischen bestehen auch Befürchtungen, der Asiatische Marienkäfer könne die europäischen Arten verdrängen.

Eingeschleppter Schädlinge

Heute ist der Kartoffelkäfer vor allem dafür bekannt, dass er in kürzester Zeit ganze Kartoffelernten vernichtet. Dabei war der Käfer, der aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Colorado stammt, ursprünglich relativ harmlos. In seiner Heimat ernährte er sich vom Stachel-Nachtschatten und stellte kein großes Problem dar. Doch dann kamen die europäischen Siedler und brachten die Kartoffel mit. Mit dem großflächigen Anbau schlug die Stunde des "Colorado Beetle", der sich von nun von dem für ihn neuen Nachtschattengewächs ernährte und prächtig gedieh. Von den USA aus gelangten Kartoffelkäfer in den 1870er Jahren nach Europa, wo sie bereits wenig später erste große Schäden anrichteten. Heute sind die Ernteschädlinge bis Asien verbreitet. Für große Ernteschäden sorgt auch der aus den USA stammende Maiswurzelbohrer, der mit dem vermehrten Maisanbau in Europa beste Lebensbedingungen vorfindet.

Borkenkäfer

Auch wenn sein Ruf nicht der beste ist: Borkenkäfer gehören eigentlich nicht zu den Schädlingen im Wald. Ist der Wald gesund, spielen sie als Destruenten eine wichtige Rolle im Ökosystem, das heißt sie zersetzen organisches Material. Nur wenige Borkenkäferarten wie der Buchdrucker sind in der Lage, lebende Bäume so weit zu schädigen, dass diese absterben. Buchdrucker und Kupferstecher gehören zu den Rindenbrütern, die sich von den saftführenden Schichten ernähren und die Bäume damit zum Absterben bringen. Wird ein Kupferstecher-Befall bemerkt, ist es für den Baum meist zu spät. Problematisch wird es, wenn die Borkenkäfer sich explosionsartig vermehren. Dann können sie großen wirtschaftlichen Schaden im Wald anrichten. Betroffen ist auch gelagertes Holz, das durch den Befall stark an Wert verliert. Begünstigt wird die Ausbreitung des Borkenkäfers vor allem durch Monokulturen.

Vorratsschädlinge

Unangenehm wird es, wenn Käfer sich in Vorratslagern oder gar in der Küche breitmachen: Reis-, Brot- Tabak- oder Museumskäfer fallen über Mehl, Getreide, Teigwaren, Tütensuppen, Kakao und Tee her, aber auch über tierische Produkte wie Leder und Fell. Manche der Vorratsschädlinge befinden sich schon beim Einkauf in der Packung, andere finden den Weg durch offene Fenster oder Türen. Wirklich verhindern lässt sich ein Befall durch die Vorratsschädlinge nicht, aber durch dichte Aufbewahrungsgefäße und regelmäßige Kontrollen des Inhalts lässt sich den Krabbeltieren das Leben schwermachen. Und im Falle eines Falles hilft nur: großzügig alles wegwerfen!

Martina Frietsch, Stand vom 24.08.2012>
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Michael Palomino, Portrait
Michael Palomino, Portrait

2. Hecken und Waldränder haben ihren Sinn - da leben die Nützlinge drin - Fotos aus Süd-"Amerika"

von Michael Palomino

In einer natürlichen und ursprünglichen Landwirtschaft sind immer Hecken oder Trockenmauern um die Felder gruppiert. Felder am Waldrand haben einen grossen Standortvorteil durch die Sträucher am Waldrand, wo die Nützlinge leben.

Man kann dieses Prinzip in der ursprünglichen Landwirtschaft in den Sierra-Bergen von Süd-"Amerika" beobachten, wo bis heute Hecken oder Trockenmauern um die Feldern angelegt sind, um die Felder abzugrenzen bzw. vor Tiefrass zu schützen.

Wenn Europa so instelligent wäre, diese Heckenkulturen und Steinmauerkulturen wieder anzulegen, bräuchte es kaum noch Pestizide.

Felder mit Hecken und
                Steinmauern, Sierra über Ayacucho in Casaorqo, Peru
Felder mit Hecken und Steinmauern, Sierra über Ayacucho in Casaorqo, Peru [5]

Felder mit Cabuya-Kakteen, Sträuchern und Bäumen
                in Huasalata, Sierra in Ecuador
Felder mit Cabuya-Kakteen, Sträuchern und Bäumen in Huasalata, Sierra in Ecuador [6]

Millpo mit Feldmauern, Region Ayacucho, Peru
Millpo mit Feldmauern, Region Ayacucho, Peru [7]

Weiler mit Feldmauern, Millpo, Region Ayacucho,
                Peru
Weiler mit Feldmauern, Millpo, Region Ayacucho, Peru [8

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Schweizer Fernsehen online, Logo

3. Bio-Landwirtschaft 4.11.2014: <«Trockenmauern», alles andere als trocken> - Pflanzen- und Tierwelt in der Trockenmauer

aus: Schweizer Fernsehen online; 4.11.2014;
http://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/trockenmauern-alles-andere-als-trocken

<Karin Salm

Die Kunst des Trockenmauerns wurde in prähistorischer Zeit erfunden. In den 1970er-Jahren geriet das Handwerk beinahe in Vergessenheit. Das neu erschienene, imposante Buch «Trockenmauern» gibt Einblick in eine Tradition, die die Landschaft geprägt hat. Zwei Kilo, die das Zeug zum Standardwerk haben.

Warum haben Menschen Steine zu Trockenmauern aufeinander geschichtet? Ganz einfach: Weil sie nicht mehr als Sammler und Jäger unterwegs waren, sondern sesshaft wurden und Landwirtschaft betrieben. Sie räumten die Steine von den Feldern und bauten daraus Mauern, um Weideland einzuzäunen, und Terrassen, um den steilen Flanken urbares Land abzutrotzen. Steine waren das einfachste, elementarste Baumaterial. Architekten und Baumeister waren nicht nötig, es reichte das Kollektiv.

Ein archaisches Handwerk

Das Trockenmauern ist also ein archaisches Handwerk, in dem eine Menge Erfahrungswissen steckt. Es entstehen einfache Formen und weil das Material aus der Region stammt, gliedern sich die Bauwerke selbstverständlich in die Landschaft ein und prägen diese gleichzeitig. Trockenmauern sind zudem ökologisch, bieten Flora und Fauna reichlich Platz. Und als Tüpfelchen auf dem «i»: Trockenmauern – seien es Weidemauern, Trullis oder Stützmauern – sind unglaublich schön.

«Im Trockenmauer-Handwerk gibt es kein moralisches Dilemma», schreibt der britische Spezialist Richard Tufnell in seinem Essay im Prachtsband «Trockenmauern». In den späten 1970er-Jahren hatte er in Schottland einen Hof gekauft. Eine Trockenmauer war zu restaurieren. Ein schier unlösbares Problem, beherrschte doch kaum jemand dieses alte Handwerk.

Dank Richard Tufnell hat sich das geändert: Er hat das beinahe verloren gegangene Wissen gesammelt, aufgeschrieben und weitergegeben. Auch in der Schweiz. Aus seinem Wissen hat die Stiftung Umwelt-Einsatz Schweiz nun das «Trockenmauern»-Buch gemacht: 470 Seiten dick und 2 Kilo schwer.

Hand und Hirn

Entstanden ist ein Standardwerk, das Einblick gibt in ein faszinierendes Handwerk, das nicht nur Kraft und Ausdauer fordert, sondern auch das Auge für die richtigen, passenden Steine und ein Wissen über Statik, Hangdruck und Reibungswinkel – fürs Trockenmauern sind Hand und Hirn gefragt.

Doch «Trockenmauern» ist viel mehr als eine Bauanleitung. Dieses grosse Buch entpuppt sich als wahre Schatzkammer. Rasch wird einem klar: In einer einfachen Trockenmauer steckt viel Kultur- , Bau- und Landwirtschaftsgeschichte.>

Links

Stiftung Umwelt-Einsatz Schweiz (Hrs.): «Trockenmauern.» Hauptverlag, 2014.

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Netzfrauen
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4. "USA" 22.9.2014: Originales Saatgut bringt mehr - Gentech-Saatgut und Pestizid Roundup von Monsanto ist nur Schrott
USA: Immer mehr Landwirte kehren Monsanto den Rücken
https://netzfrauen.org/2014/09/22/back-roots-immer-mehr-landwirte-kehren-monsanto-den-ruecken/

<Immer mehr Landwirte in den USA meiden gentechnisch verändertes Saatgut (GVO). Aber sie können dies nicht sofort tun, weil Monsanto immer noch am längeren Hebel sitzt. Die Landwirte haben festgestellt, das Nicht-GVO-Saatgut, also konventionelles Saatgut, viel produktiver ist und für die Landwirtschaft mehr Gewinn bringen würde. 

Das Magazin „Modern Farmer entdeckte, dass es eine Bewegung unter den Bauern gibt, gentechnisch veränderte Organismen (GVO) zu vermeiden, und zwar aus rein wirtschaftlichen Gründen.

Allein der Einsatz von Herbiziden stieg in den Jahren 2001 bis 2010 um bis zu 26%. Dies vor allem, weil GVO-Saatgut einen dramatischen Anstieg der Resistenzen gegen diese Herbizide zeigt.

Die „Farm & Water Watch“-Gruppe, berichtete, dass in den Vereinigten Staaten etwa 61,3 Mio. Hektar von Unkraut befallen sind, das sich gegen das Herbizid „Roundup“, das hauptsächlich aus Glyphosat besteht, als resistent erweist. Auf dem Foto sehen Sie ein Beispiel für das Giga-Wachstum von Unkraut auf amerikanischen Feldern.

Die Landwirte gehen zurück zu natürlichem Saatgut statt GVO-Saatgut. Dies habe absolut nichts mit Hippies oder sonst etwas zu tun, in den USA bestehe diese Gruppe aus Bauern aus dem Mittleren Westen, die diese Entscheidung aus wirtschaftlichen Gründen getroffen haben, so die Erfinder der Zeitschrift „Modern Farmer.

„Vor fünf Jahren wurde dieses GVO-Saatgut entwickelt“, sagt Bauer Huegerich, der zusammen mit seinem Vater das GVO-Saatgut gepflanzt hatte. „Mein Getreide hatte nicht unter Wurzelfäule zu leiden, da ich das Bt-Gen (Erfindung von Monsanto) im Saatgut hatte. Auch brauchte ich weniger Pestizide. Aber jetzt scheinen sich die Würmer angepasst zu haben und greifen die Wurzeln an. Die Natur kommt zurück und die Pflanzen sind resistent geworden.“

Konventionelles Saatgut ist profitabler als GVO

Das Magazin „Modern Farmer“ spricht von einer „Post-GVO-Wirtschaft“ (Back to the Roots). Und liefert hervorragende Argumente für jene Landwirte, die planen, sich von GVO-Saatgut und Pflanzen zu trennen. Hier ein paar der interessanten Details, die das Magazin für diesen Fall aufzählte:

  • Der Anbau von einem Hektar mit natürlichem Mais kostet laut Aaron Blook $ 680,95 und die Kosten für GVO-Saatgut betragen $ 761,80. Dies bedeutet, dass der Anbau von GVO-Produken auf dem Feld 15% teurer wäre.
  • GVO-Saatgut ist in der Regel rund 150 Dollar teurer als die gleiche Menge natürlicher Samen.
  • Der Markt für natürliche Ernte (aus natürlichem Saatgut!) ist in den Jahren 2011 bis 2013 um erstaunliche  $ 1,8 Mrd. (1.3 bis 3.1 Mrd.) gewachsen. Dies ist vor allem entstanden, weil in einigen asiatischen und europäischen Ländern keine GVO-Kulturen wachsen bzw. zugelassen sind.
  • Der Markt für nicht-GVO-Produkte wächst stark. Der Verkauf von „Spectrum Seed Solutions“, einem Unternehmen, das natürliches Saatgut verkauft, hat sich in den letzten vier Jahren verdoppelt.
  • Auch der Verkauf des natürlichen Saatgutes der Firma eMerge Genetics ist in den letzten fünf Jahren um etwa 30% angewachsen.
  • Spectrum Seed Solutions Direktor Scott Geisler schätzt, dass in den nächsten 5 Jahren der Markt für Nicht-GVO-Maissaatgut 20% des Marktes ausmachen könnte. Das ist wirklich eine Revolution in den USA, wenn man bedenkt, dass fast alle landwirtschaftlichen Märkte mit GVO-Saatgut verseucht sind. (Siehe Bild).

Boer Analyst Bloom errechnete, dass ein durchschnittlicher Landwirt rund US $ 81, – sparen könnte, wenn er natürliches Saatgut pflanzen und ernten würde und das in jedem Jahr. Und weil die durchschnittlichen Betriebe in den USA etwa 1000 Hektar groß sind, stellt dies eine jährliche Einsparung von US $ 81 000, –  dar.

Es scheint, dass GVO Vergangenheit ist und die Zukunft für den Agrarsektor in den Vereinigten Staaten den Nicht-GVO gehören wird, weil immer mehr Bauern den Märchen über GVO misstrauen. 

Aber vor allem die Superunkräuter, die resistenten Unkräuter, haben vielen Bauern die Augen geöffnet. Denn wenn das Unkraut wirklich mit Roundup hätte vernichtet werden können,  warum ist die Natur dann in der Lage, die Monsanto-Lüge zu entlarven?

Die Monsanto-Story, die Welt benötige GVO, um mehr Nahrung zu produzieren, ist nicht nur ein erwiesenes Märchen, sondern wie Sie in diesem Artikel lesen, vor allem eine sehr große Lüge ..! Der freie Markt in den Vereinigten Staaten sollte dem hinterlistigen und manipulativen Konzen ein Ende setzen. 

Wir haben den Beitrag: Economie: Steeds méér boeren mijden GMO om…. für Sie frei übersetzt. Der ursprüngliche Beitrag:The Post-GMO Economy One mainstream farmer is returning to conventional seed — and he’s not alone ist von „Modern Farmer“ 

Immer mehr Länder wollen sich von Monsanto und Co. nicht zum Sklaven machen lassen. Auch in Südamerika verweigern Bauern das Saatgut. Siehe: Nach Mexiko und Guatemala nun Costa Rica – Neuer Rückschlag für Monsanto>


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5. Video 24.10.2014: Ein Leben ohne kriminelle Pestizide und Gentech: <Video: BioPioniere erzählen – Der lange Weg zur gesunden Ernährung>

aus: Netzfrauen online; 24.10.2014;
http://netzfrauen.org/2014/10/24/video-biopioniere-erzaehlen-der-lange-weg-zur-gesunden-ernaehrung/
Stiftung Ökologie und Landbau: BioPioniere erzählen:

Video: Dokumentarfilm BioPioniere erzählen (32min.21sek.)

Video: Dokumentarfilm BioPioniere erzählen (32min.21sek.)
https://www.youtube.com/watch?v=2KQAOLlBZd0

<Der Film „BioPioniere erzählen – Sechs Leben für die Zukunft” ist eine beeindruckende Dokumentation über die Anfänge des Ökolandbaus. Sechs Pioniere der ersten Stunde berichten über ihre Erlebnisse, ihre Motivation und ihre Vision für die Zukunft.

BioPioniere erzählen… Sechs Leben für die Zukunft

… ist ein Zeitdokument über das Leben und die Arbeit wichtiger Persönlichkeiten der Geschichte des ökologischen Landbaus. Sie schildern ihre Erlebnisse als Pioniere, erzählen von ihren Gedanken und ihrer Motivation, sich für den Ökolandbau einzusetzen. Eine spannende Geschichte und ein wertvoller Beitrag, um die Anfänge und den Ursprung der Bewegung zu bewahren.

In den rasanten Zeiten des Internets ist es ein „alter“ Bericht aus 2012, den wir hier für die Netzfrauenleser herausgesucht haben – aber er ist ermutigend und immer noch richtig. Denn das Ziel der Dokumentation, ein fundiertes Verständnis über Entstehung, Nutzen und Ziele der Biobewegung auch für Neulinge, aber auch Kunden zu ermöglichen, wird damit auch heute erfüllt.

Der Film auf Youtube, veröffentlicht von Traineeprogramm Ökolandbau für die www.biopioniere.net, feierte am 24.10.2012 bereits Premiere. Er zeigt in aller Deutlichkeit auf, dass ein Leben jenseits von Monsanto & Co. möglich ist.

Ob Demeter, Bioland oder andere ökologische Organisationen: ohne Menschen, wie die im Film interviewten sechs Pioniere, aus den Bereichen Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Forschung, sowie aus Verbänden, gäbe es die Biobewegung wie wir sie heute kennen nicht.

Netzfau Andrea Escher

Links

USA: Immer mehr Landwirte kehren Monsanto den Rücken

Unkrautresistenz als Antwort auf die Giftcocktails – Die Natur schlägt zurück!

Unglaublich! Staatliche Erpressung zugunsten Monsanto – US requires El Salvador to buy Monsanto’s GMO seeds or no aid money

Pestizide – „Mord auf Raten”! Die Macht der Agrarlobby!>

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6. Singing Frogs Farm in Sebastopol bei San Francisco ("USA") 13.5.2017: Wassersparende, effiziente Landwirtschaft von Paul Kaiser durch Bodenpflege mit Bäumen, Sträuchern, Wurzeln im Boden lassen, Kompost auf kleinen Feldern
Der mit der Dürre tanzt – Das wird BayerMonsanto nicht gefallen – ein kalifornischer Landwirt hat wohl die wirksamste Methode gefunden, Nutzpflanzen in Dürregebieten anzubauen! The Drought Fighter
https://netzfrauen.org/2017/05/13/der-mit-der-duerre-tanzt/

Karte mit San
                          Francisco, Sebastopol und der
                          Singing-Frogs-Farm  Singing-Frogs-Farm, Luftaufnahme mit
                          Feldern und Treibhäusern
Karte mit San Francisco, Sebastopol und der Singing-Frogs-Farm [1] - Singing-Frogs-Farm, Luftaufnahme mit Feldern und Treibhäusern [4]


<Todd Oppenheimer

Todd Oppenheimer ist der Autor von  THE FLICKERING MIND: Saving Education from the False Promise of Technology. Er ist Gründer und Herausgeber des CRAFTSMANSHIP Magazine.

Fotos von Christopher D. Cook

[Der Landwirtschaftspionier Paul Kaiser]

[...] Paul Kaiser zeigt mit seinem kleinen Hof, wie er trotz der Dürre reichlich erntet. Wir haben Ihnen diesen sehr langen Artikel aus dem CRAFTSMANSHIP Magazine übersetzt, denn Landwirtschaft geht auch anders, ohne GVO und Pestizide! [...]

Schon als Kind war Kaiser von Erde besessen, weiß seine Mutter. War diese Neigung genetisch bedingt? Obwohl seine Familie immer noch Kürbisse in Illinois für Libby’s anbaut, wuchs Kaiser selbst in einer nordkalifornischen Vorstadt auf. Mit 20 suchte Kaiser, ein muskulöses Bündel von Energie und Neugier, nach dem Geheimnis eines gesunden Pflanzenlebens. Er nährte seine Suche durch eine Reihe rastloser Studien, die ihm höhere akademische Grade einbrachten in den Bereichen Internationale Beziehungen, Verwaltung natürliche Ressourcen und nachhaltige Entwicklung. [...]

[Der Regenwurm produziert die frische Erde und revitalisiert die Erde - Charles Darwin 1882 - die Erde muss abgedeckt sein]

Schwarzmaler warnen seit Beginn des Ackerbaus vor dem Missbrauch des Bodens, wenigstens seit 5000 v. Chr. Wir wissen aber auch seit 1882, wie man seine Fruchtbarkeit wiederherstellt, denn in diesem Jahr veröffentlichte Charles Darwin eine seiner weniger bekannten Entdeckungen: Der Mutterboden wird durch nichts anderes geschaffen als durch den kleinen, aber feinen Regenwurm, und zwar in einer Menge von 10 bis 20 Tonnen pro Acre. (Regenwürmer erschließen Felsgestein, mischen dabei dessen Mineralien mit Wurzeln, Blättern und anderen biologischen Überbleibseln zu einer schönen, vollwertigen Mahlzeit. Seine Ausscheidungen sind fruchtbare Erde). Aber wenn diese Erde zu Staub pulverisiert wird, wie es auf der ganzen Erde geschieht, gibt es für den Wurm nichts Verzehrbares mehr darin—oder, im weiteren Sinne, für den Rest des Ökosystems. [...]

[Forschung in Gambia (Afrika): Das Landwirtschaftsexperiment von Paul Kaiser im heissen Gambia]

Eine seiner ersten gärtnerischen Forschungen nahm er 1998 in Westafrika vor während einer Aufgabe für das Friedenskorps. Kaiser wurde nach Gambia geschickt, einem kleinen Land nahe der Sahara, das einst einer der großen Player im Sklavenhandel war. Seine Aufgabe war es, die ausgedörrte Landschaft wiederzubeleben, die er mit einer Kombination von Land- und Forstwirtschaft (agro-forestry) in Angriff nahm.

[Feld und Wald sind eine Einheit mit Nützlingen für Menschen und Pflanzen]

Obwohl heute kaum praktiziert, ist Land-Forstwirtschaft eine Jahrhunderte alte Methode, die auf einem sehr einleuchtenden Prinzip basiert: Wenn man mit einer Auswahl an Bäumen beginnt, die alle verschiedene Aufgaben übernehmen können —  Windschutz und Mulch z. B. oder das Bewahren von Wasser, von Nährstoffen oder Bodenkrume—wird Fruchtbarkeit die Folge sein. Kaiser sammelte zuerst Baumsamen und pflanzte sie überall. Auch errichtete er einen kleinen Versuchsgarten mit Gemüsesorten, die die Dorfbewohner nie oder nur selten zuvor gesehen hatten—Kohl, Paprika und etwas Salat.

[Gambia: Aussaat und Mull drüber: Äste, Zweige, Blätter halten den Boden feucht und kühl - durch Kondensationswasser in der Nacht (!)]

Gambia leidet sowohl unter sengender Hitze als auch unter geringem Regen. Die einzige verlässliche Wasserquelle in Kaisers Gemeinschaft war ein 35 m tiefer Brunnen. Darum folgte Kaiser einer leider meist missachteten Grundregel: Schütze deinen Boden. „Ich nahm alles, was ich an Ästen, Zweigen und Blättern noch in den fast zerstörten Wälder finden konnte“, sagt Kaiser, „und warf sie auf die Gartenbeete. Den Rest wird das Leben selbst übernehmen“. (So romantisch diese Behauptung klingen mag, funktioniert diese Maßnahme aus einfachen biologischen Gründen: Boden, der abgedeckt ist, bleibt feuchter und kühler [durch Kondensationswasser in der Nacht (!)]; dadurch bilden Pflanzen ihre Wurzeln und deren guten Mikroben näher an der Oberfläche, wo es die meisten Nährstoffe gibt.) Sehr bald stellte Kaiser fest, dass er wesentlich weniger Brunnenwasser brauchte als die Dorfbauern. „Sie müssen 100 Eimer täglich schöpfen, während ich nur 20 alle zwei Tage brauche.“ [...]

[Gambia: Die Vielzahl der Gemüse bringt viele verschiedene Nützlinge auf die Felder]

Nach und nach erkannten die Dorfbewohner, dass auch sie etwas anderes anbauen könnten außer Hirse und Erdnüssen, die ihre Grundnahrungsmittel seit Generationen gewesen waren. [...]

[Costa Rica: Die Plantage am Waldrand praktisch ohne Schäden, weil Nützlinge vom Wald her kommen]

Einige Jahre, nachdem er Gambia verlassen hatte, arbeitete Kaiser an seiner Examensreihe in Costa Rica, als ein Kollege, der zwei Obstplantagen mit Zitrusfrüchten studierte, etwas Ungewöhnliches entdeckte. Die erste Plantage. die an einen dichten Wald voller Bäumen, Büsche und wildem Wein angrenzte, war mehr als 90 Prozent weniger von Schädlingen befallen als die zweite Plantage, die sich in einer offenen Ebene befand und eine Meile entfernt war. Das verblüffte Kaiser. „Solch ein Ergebnis kann man nicht einmal mit chemischen Pflanzenschutzmitteln erreichen“, sagt er. „Diese chemischen Sprays töten alles — die Schädlinge und die Nützlinge“. (Nützlinge sind Insekten, die nicht die Ackerfrüchte fressen, sondern sie beim Wachsen unterstützen. Bienen z. B. helfen beim Bestäuben; andere wie Marienkäfer und Gottesanbeterinnen fressen die Insekten, die die Ernte auffressen). Jeder Landwirt möchte Nützlinge haben; Nach jedem Versprühen von Insektenvernichtern kommen die Schädlinge immer schneller zurück als die Nützlinge. (Biologen erklären dies damit, dass Schädlinge sich schneller und effektiver vermehren und dass sie durch jahrhundertelanges Bekämpftwerden widerstandsfähiger wurden.) Weitere Spritzungen folgen und die Todesspirale geht immer weiter. Paradoxerweise geschieht dieser Prozess unabhängig davon, ob diese Spritzmittel chemisch oder organisch sind.

In Costa Rica erkannten Kaiser und seine Kollegen, dass die schädlingsfreie Plantage dem Schicksal der anderen Plantage aus einem einfachen Grund entging: Die Nützlinge hingen in den Baumblättern nahe der Plantage und konnten so die Ernte erhalten. Während seiner Studien besuchte Kaiser eine Bananenplantage, deren Produktivität um das Doppelte gesteigert werden konnte, indem man den Superbaum Moringa Oleifera anpflanzte, der sowohl Schatten spendete als auch Stickstoff, den wichtigsten Nährstoff für eine Pflanze. Kaiser war so beeindruckt von den unzähligen Kräften dieses Baumes, dass er später ein kleines Buch über sie verfasste.

[Das Prinzip: Naturschutz=Landwirtschaftsschutz]

In Kaisers Gehirn manifestierte sich ein Muster. „Wenn man sich zuerst darum kümmert, dass es der Natur insgesamt gut geht“, sagt er heute, „ist die Landwirtschaft leicht.“

[Bio-Kleinbauern haben mehr Ertrag als Pestizid-Grossbauern (!)]

Miguel Altieri, Professor für Agroökologie an der kalifornischen Universität Berkeley, kam in anderen Versuchsreihen in verschiedenen Regionen Lateinamerikas zu den gleichen Schlussfolgerungen: In vielen Fällen erlangten Kleinbauern höhere Profite und größere Erträge als konventionelle Bauern, die Chemikalien und andere Hilfen der konventionellen Landwirtschaft einsetzten, indem sie die natürlichen Ressourcen ihrer eigenen Landflächen zur Fruchtbarmachung ihres Bodens nutzten. Besonders dramatisch (im positiven Sinn) ist diese Entwicklung in Kuba, wo man neue Fruchtbarkeit durch die Rückkehr zu alten Anbaumethoden erlangt. (Siehe “Cuba’s Harvest of Surprises,” von Christopher Cook.)

[Pestizide vernichten Schädlinge UND Nützlinge - die Schädlinge kommen schneller zurück]

Nach jedem Versprühen von Insektenvernichtern kommen die Schädlinge immer schneller zurück als die Nützlinge. (Biologen erklären dies damit, dass Schädlinge sich schneller und effektiver vermehren und dass sie durch jahrhundertelanges Bekämpftwerden widerstandsfähiger wurden.) Weitere Spritzungen folgen und die Todesspirale geht immer weiter. Paradoxerweise geschieht dieser Prozess unabhängig davon, ob diese Spritzmittel chemisch oder organisch sind. [...]

[Dünger machen die Pflanzen passiv]

Kaiser traut seinen Pflanzen einiges zu, weil er sie nicht mit Sprühungen und Dünger schwächt. Das kräftigt sie und sie können ihre eigenen Polyphenole entwickeln — das ist der Kern des pflanzlichen Immunsystems. Es scheint, dass Pflanzen nach demselben Grundsatz funktionieren wie die Menschen: was nicht gebraucht wird, verschwindet. „Wenn wir all den Schutz für sie übernehmen“, sagte Kaiser, „werden sie sich nicht mehr selbst verteidigen“. [...]


[ab 2005: Kaisers Farm bei Sebastopol nördlich von San Francisco]

[Kaiser in Sebastopol: Eine Farm wiederherstellen]

2005 kehrten Kaiser und Johnson schließlich in die USA zurück, um zu heiraten, eine Familie zu gründen und das bisher Gelernte auf ihrem eigenen Land auszuprobieren. Nach einigen Monaten der Suche fanden sie schließlich ihr Zielobjekt: die Singing-Frogs-Farm, ein Gebiet von acht Acres (=3,275 Ha) nahe der Innenstadt von Sebastopol. Es war nicht die naheliegendste Wahl. Die Farm war jahrelang vernachlässigt worden; Sie war kalt und feucht und an einem Hang gelegen, weswegen sich dort die Abwässer aus der Nachbarschaft einfanden. Sie bestand nicht aus weiten Flächen, die einen Reihen-Anbau möglich machten. Anders gesagt: Das ideale Gebiet für Kaiser. „Ich suchte nach einem Ort, den ich heilen konnte“, sagt Kaiser. „Mir war klar, dass ich Dinge anbauen wollte, aber ich hatte keinen Plan davon, was das bedeutete“. Jedoch hatte der Ort auch ein gutes Omen: Auf der anderen Seite der Stadt war die Farm und das frühere Haus des großartigen Pflanzenzüchters Luther Burbank (1849-1926).

[Der Test: Ein Traktorpflug zerstört Bodennester, Wurzeln und Regenwürmer - die schonende Anbaumethode]

2007 beackerte Kaiser sein Land mit allen Werkzeugen, die die Farm vorhielt. Er pflügte den Boden, wie es jeder andere Farmer tut. Da die Farm jahrelang nicht bearbeitet worden war, hatte der einfache Unkrautbewuchs das Land sehr fruchtbar gemacht. Darum erblühte die Farm rasch. Aber auch die Arbeit nahm massiv zu. „Das Unkraut war gewaltig“, sagt Kaiser. „Wir arbeiteten sogar des Nachts mit Scheinwerfern auf dem Feld und jäteten stundenlang!“ Eines Morgens im Frühling sah er eine Keilschwanz-Regenpfeiferin (ein Vogel der Region), die seinen Traktor ankreischte. Nachdem er ein paar Male auf seinem Feld hin- und hergefahren war, wurde ihm klar, dass sie ihre Eier schützen wollte, die in einem Nest unsichtbar im Boden lagen. Als Kaiser anhielt, um sich das genauer anzusehen, bemerkte er alle möglichen Schäden, die sein Pflug verursacht hattezerschnittene Regenwürmer und Schlangen, zerstörte Bienenstöcke, wertvolle Wurzeln und Käferkolonien, die jetzt der heißen Sonne ausgesetzt waren. Einige Monate später, als sein Daumen im Motor seines Traktors zerquetscht wurde, hatte er eine Erscheinung: „So etwas werde ich nie wieder machen!“, erinnert er sich. „Es muss einen besseren Weg geben“. [...]

[Der Regierungsbericht des "US"-Ldw-Departements: Traktorpflug=Erdbeben+Hurrikan+Tornado+Waldbrand gleichzeitig]

Die Bundesregierung nimmt hier kein Blatt vor den Mund. In einem Bericht des Jahres 2010 teilte die USDA (US-Department of Acriculture) mit: „Den Boden zu pflügen ist gleichbedeutend mit einem Erdbeben, einem Hurrikan, einem Tornado und einem Waldbrand, die sich alle gleichzeitig in der Welt der Bodenorganismen ereignen“. Don Tyler, ein Naturschutz-Experte der USDA, führt ins Feld, dass ein Jahr Bodenbearbeitung 25 Jahre Bodenverbesserung durch Direktsaat zerstören kann. [...]

[Kaiser mit Direktsaat-Landwirtschaft ohne Pflug]

Kaiser nahm seine Studien wieder auf und entdeckte eine gewaltige Menge an Literatur, die die Vorzüge von Direktsaat-Landwirtschaft (Landwirtschaft ohne Bodenbearbeitung) preist — anders gesagt, eine Landwirtschaft ohne Maschinen wie Pflug oder Spaten zum Umgraben des Bodens. Die Praxis erfolgt nach der zweiten oft nicht beachteten Anbauregel: Störe deinen Boden so wenig wie möglich. Immerhin hatte diese Anbaumethode eine überraschend gemischte Bilanz.

[Wichtig: Hecken und Büsche für Nützlinge anlegen + Wurzeln immer im Boden lassen=Nahrung für Mikroorganismen + Kompostschicht]

Was er in Übersee gelernt hatte, imitierte Kaiser, indem er seine Farm mit Baumhecken und Büschen einrahmte, die von jenen Nützlingen geliebt werden. Er baute auch seine eigenen Gewächshäuser. Auf diese Weise konnte er neue Pflanzungen ankurbeln durch Sämlinge, die er gut reifen lassen konnte. Diese sorgten für ständige Ernten, sogar im Winter. [...]

Felder von Paul Kaiser bei Sebastopol
                            nördlich von San Francisco: ohne Pestizide,
                            mit Tröpfchenbewässerung, mit Sträuchern und
                            Bäumen rund rum, Kompostdecken im Winter,
                            die Wurzeln bleiben im Boden etc. - die
                            Singing-Frogs-Farm
Felder von Paul Kaiser bei Sebastopol nördlich von San Francisco: ohne Pestizide, mit Tröpfchenbewässerung, mit Sträuchern und Bäumen rund rum, Kompostdecken im Winter, die Wurzeln bleiben im Boden etc. - die Singing-Frogs-Farm [2]
Kaisers Äcker von etwas mehr als zwei Acres ist nach den Standards der meisten Landwirte ein ungeordnetes Sammelsurium — keine großen, weiten, sorgfältig gepflügten Felder; keine endlosen Reihen von immer denselben Ackerfrüchten. Jedoch erkennen immer mehr Landwirte, dass wenn sie eine Mischung von Früchten pflanzen und sie mit Bäumen, Büschen, Blumen umgeben und den unzähligen Insekten, die diese anziehen — dann wächst die Produktivität.

[Treibhaus für Sämlinge 1 Monat lang]

Kaiser beschleunigt seine Produktion, indem er seine Sämlinge päppelt und sie erst richtig anwachsen lässt, bevor er sie auf die Felder pflanzt. Viele anderen Farmer tun das auch, aber Kaisers Weg unterscheidet sich zweifach: Erstens pflanzt er seine Saaten in Kompost. Die meisten Farmer fürchten mögliches Krankheitspotenzial im Kompost und benutzen stattdessen sterile Gartenerde. Diese ist zwar sicher, aber auch nicht sehr nährstoffreich, was die Pflanzen schwächt und für weniger Nährstoffe in den reifen Früchten sorgt. Zweitens verpflanzen die meisten Farmer, um den Platz maximal auszunutzen, ihre Sämlinge schon, wenn sie noch relativ klein und erst zwei Wochen alt sind. Kaiser verwendet größere Container, damit seine Sämlinge einen ganzen Monat bis zum Versetzen wachsen können. Das beschleunigt nicht nur ihren Start, sondern erhöht auch ihre Überlebensrate auf dem Feld. [...]

[Der Besuch eines Herrn Leap]

In einem von Kaisers Gewächshäusern entlockten Größe und gesundes Aussehen der Auberginen großes Erstaunen aller. „Ich habe noch nie solche Auberginen hier an der Küste gesehen“, sagte Leap. „Auberginen ziehen alle möglichen Schädlinge und Krankheiten an“. Sogar die unbearbeiteten Wege zwischen den Gemüsebeeten beeindruckten Leap und Wong. Üblicherweise sind diese kahl und hart; Kaisers Wege waren weich und grün. [...]

Vorgänge wie diese beinhalten zu viel schlammige Arbeit und fordert zu viel von ihren Böden — so denken die meisten Farmer. Tatsächlich lohnt sich aber diese Arbeit. Je länger die Ackerpflanzen im Boden verbleiben, desto besser für den Boden — weil all solche Jules-Verne-Kreaturen sich von Pflanzenwurzeln ernähren. Das lässt diese zahllosen scheibenförmigen Felder im ganzen Land, die im Winter brach liegen, in neuem Licht erscheinen. Sie ruhen nicht aus, sie sterben. Jerry Hatfield, Erntephysiologe beim landwirtschaftlichen Forschungsdienst der USDA, erklärte mir kürzlich: Wenn ein Farmer gepflügtes Land brach liegen lässt, „lässt Du dein biologisches System verhungern. Ich frage sie immer: ‚Wie würde es Ihnen ergehen, wenn ich Ihnen nur einmal im Jahr Nahrung gäbe?'“  Dieses Prinzip bedeutet für Kaiser einfach nur: „Lass immer die Wurzeln im Boden“.

Danach probierte Kaiser etwas anderes: Statt des standardmäßigen Verteilens von Dünger auf seinen Feldern legte er eine dicke Schicht Kompost oben drauf.

[Die Belüftung eines Bodens mit einem Rechenspaten OHNE Pflug]

Paul Kaiser
                            belüftet Felder mit Rechenspaten
Paul Kaiser belüftet Felder mit einem Rechenspaten [3]

[Fotounterschrift] Kaiser beherzigt fanatisch, was er die drei Hauptregeln für Bodengesundheit nennt: Wurzeln so weit wie möglich im Boden lassen. Den Boden so weit bedecken wie möglich. Störe den Boden so wenig wie möglich. Kaiser pflügt nur dann, wenn er alten Boden für eine Neuanpflanzung wiederbelebt. Danach pflügt er nicht wieder. Wenn ein Pflanzenbeet gelegentlich Belüftung benötigt, sticht er mit einem Spaten wie diesem hinein.


[Kompost kann für junge Pflanzen zu stark sein - Neutralisierung mit Kalzium (Austernmuscheln und gemahlenem Festgestein) - die Pflanzen werden stärker als die Unkräuter - 7mal ernten pro Jahr]

Trotz seiner Lebendigkeit kann dieses Material für junge Pflanzen zu viel sein, weil es ihre zarten Schösslinge durch seine unverdünnten Substanzen verbrennt. Kaiser entdeckte bei weiterem Lesen, dass er seinen Kompost mit Kalzium (aus zerbrochenen Austernmuscheln) und Spurenelementen (aus gemahlenem Festgestein) neutralisieren konnte. Und so schichtete er die gesamte Masse auf den Boden und setzte die Pflanzen durch sie hindurch an.

Dank der Nährstoffbalance in seiner Erde bekamen Kaisers Sämlinge, die schon robust waren, einen  zusätzlichen Vorsprung. „Unsere Ackerfrüchte  überholen die Unkräuter von Anfang an“, sagt Kaiser. „Auf diese Weise brauchten wir nicht mehr Unkraut jäten“. John Cheatwood, einer von Kaisers Angestellten, drückt es so aus: „Der Kompost ist unsere Antwort auf Egge und Pflug“. Dieser hochintensive Zyklus —  Kompost, Stecklinge setzen, Ernten, Wiederholen — erlaubt es Kaiser, bis zu sieben Mal pro Acre pro Jahr zu ernten. Das ist das Drei- bis Fünffache dessen, was die meisten Farmen erzeugen. Warum sollte man das nicht leben?! [...]

[Monokulturen ("Mono-Cropping") vermeiden]
Dieses Verfahren, „Mono-Cropping“ (Mono-Anbau) genannt, wird weithin kritisiert. Es laugt den Boden aus und reduziert die Vielfalt der wilden Lebewesen, die normalerweise auch auf einer Farm leben. Es schafft ein Vakuum, das bestimmte Schädlinge begünstigt. [...]

Im Gegensatz dazu zielt Kaiser auf Vielfalt, und das extrem. Auf nur acht Acres hat er Hunderte einheimischer Bäume und Büsche. Auf den zweieinhalb Acres davon, die er kultiviert, baut er eine entsprechende Zahl verschiedener Gemüsesorten an, darunter Brokkoli, Blumenkohl, Kohl, Paprika, Gurken, Winterkürbis, Kopfsalat und Sareptasenf — und diese in ungefähr sechs Varianten pro Sorte — dazu 30 bis 35 verschiedene Arten von Tomaten.

[Schwarzer Plastikmulch zum abdecken im Winter - 10mal anwendbar]
Ein frisch bearbeitetes Feld war mit einer dicken, filzartigen Decke bedeckt — Kaisers Version der Meilen schwarzer Plastikfolien, die man sieht, wenn man im Winter durch amerikanisches Farmland fährt. Diese langen „Laken“ heißen „Plastik-Mulch“ und sie sind höchst wirksam — beim Unterdrücken von Unkräutern, beim Feuchthalten und beim Füttern der Bodenmikroben. Jedes Jahr landen diese schwarzen Plastikfolien auf Deponien. Kaiser zeigt auf seine Mulchdecken und sagt: „Die halten 10 Jahre. Wenn wir sie im Frühling aufrollen“

[Es braucht keine Grossfarmen mehr - es braucht viele intelligente, kleine Farmen]

[Herr Leap stellt eine Frage - Kaiser mit 8 Acres 7mal ernten reicht völlig aus - der Nachbar mit 44 Acres produziert weniger als Kaiser]

Dieser hochintensive Zyklus —  Kompost, Stecklinge setzen, Ernten, Wiederholen — erlaubt es Kaiser, bis zu sieben Mal pro Acre pro Jahr zu ernten. [...]

Der Reichtum der Farm brachte Leap dazu, Kaiser mit der Frage zu nerven, die jeder stellen würde: „Ich bin mir nicht sicher, ob so etwas auch im großen Rahmen geht“, sagte er. Kaiser liebt diese Frage, denn sie ist entscheidend, aber er hasst die Art und Weise, mit der sie immer gestellt wird. „Ich dachte früher, die beste Weise, dies zu tun, sei eine riesengroße Farm mit einem Haufen Felder wie diesem hier rund um ein Zentrum zu haben“, antwortete Kaiser. „Aber mein Nachbar bepflanzt 44 Acres (knapp 18 Ha), produziert weniger als ich, verkauft bei weniger Regionalmärkten und hat weniger Vertragskunden. Darum brauchen wir keinen größeren Rahmen. Wir brauchen mehr kleine Farmen wie diese in städtischen Bereichen und weniger Riesenfarmen von 100 Acres, die weit, weit weg von den Menschen sind, die ihre Früchte essen.“ [...]

[Getreide ohne Pestizide mit biologischer Direktsaat-Landwirtschaft anbauen geht leicht]

Wenn diese Änderungen sich verbreiten, werden ihre Macher sich, bewusst oder unbewusst,  der Methoden Kaisers bedienen. Einige von ihnen werden auch jetzt angewendet mit überraschenden Erfolgen auf Getreidefeldern des Mittleren Westens — mit Innovationen, die unser gesamtes Handelssystem umwandeln könnten. (Siehe auch: “A Brand New Idea for Commodity Exports” = Eine brandneue Idee für Handelsexporte). Abgesehen davon ist es bei Ackerfrüchten wie Mais und Weizen relativ einfach, gesündere Methoden wie Direktsaat anzuwenden;

Jedoch scheint diese Methode für Gemüsefelder im großen Stil wohl schwieriger. Dennoch sind einige wenige Menschen einigen vielversprechenden Lösungen auf der Spur. (Siehe: “Your Salad’s Difficulty with Sustainable Farming”=Die Probleme Ihres Salats mit nachhaltiger Landwirtschaft).

[Wer kein Geld für Pestizide und Traktoren ausgeben muss und einen niedrigen Wasserverbrauch hat, kann höhere Löhne bezahlen]

Während die Arbeit auf den meisten Farmen Teilzeitarbeit ist und nur saisonbedingt, ist die Arbeit auf der Singing-Frogs-Farm Vollzeitarbeit über das ganze Jahr. Kaiser zahlt auch etwas höhere Löhne im Vergleich zur Norm wegen der höheren Fähigkeiten, die sein System erfordert — Bodenbedingungen erkennen können, die Methoden von Beet zu Beet anpassen können je nach den Bedürfnissen der Pflanzen auf dem Beet, und schnell arbeiten können. Aber er gibt kein Geld für Herbizide, Pestizide, tonnenweisen Dünger, Traktoren, Treibstoff und Maschinenunterhalt oder tägliche Bewässerung aus. Auf diese Weise, sagt er, steht er immer prima da. Das ist für Kaiser gut, aber ist es das auch für seine Arbeiter? Kaisers ältere Arbeiter bekommen 15 $ pro Stunde. Das ist weit höher als die durchschnittlichen Löhne, die etwa bei Kaliforniens Mindestlohn von 9 $ die Stunde liegen. [...]

[Tröpfchenbewässerung in Schläuchen - Frost zerstört manchmal Schläuche]

Plötzlich machte Elisabeth Paul auf einen gebrochenen Schlauch aufmerksam, aus dem eine Wasserfontäne hochsprang. Kaiser stöhnte und drehte einen Anschluss entsprechend ab. „Ich habe diese Fröste echt satt“, sagte er, als er wieder zurückkam. [...]


[Kompost ist ein Problem für das Trinkwasser - aber Paul Kaiser hat saubere Teiche mit seinem Regenwasserabfluss]

Das Kompost-Rätsel [Stickstoff, der von den Organismen aufgefressen wird, wenn die Erde gesund ist]

An einer Stelle während Leaps Gang über die Farm gruben wir alle unsere Hände in Kaisers Boden. Er roch sehr aromatisch und war überraschend leicht. „Er fühlt sich fast wie Blumenerde an“, sagte Leap, als er die Erde durch seine Finger rinnen ließ. Das lag teilweise an der Jahreszeit (Die Sommerhitze trocknet den Boden aus). Aber der Hauptgrund war, dass sie fast ganz aus Kompost bestand, der sehr locker beim Trocknen wird. All dieser Kompost war Leap unheimlich. „Er braucht weit mehr davon als sonst üblich“.

Kompost ist eine komplizierte Angelegenheit. Einerseits regen seine reichen Inhaltsstoffe das Pflanzenwachstum so wirksam an, dass man sich wundert, warum nicht mehr Farmer davon Gebrauch machen. „Wir haben einfach nicht den Kohlenstoff“, sagt Ray Archuleta von der USDA. Archuleta bezieht sich auf die Lücke zwischen verfügbaren Kompostvorräten und die 920 Millionen Acres (=3.723.108 km2), die gegenwärtig in diesem Land beackert werden; Aber er meint das Wort „Kohlenstoff“ auch provokativ. Kohlenstoff ist schlecht, nicht wahr? Wenn er sich in Kohlendioxid verwandelt, trägt er hauptsächlich zur Klimaerwärmung bei. (Dasselbe geschieht mit Stickstoff, wenn es sich in Stickstoffoxid verwandelt, ein Klimagas, das 300 Mal wirksamer ist als Co2.) Nun, Kohlenstoff und Stickstoff sind auch die Hauptbestandteile von Kompost und nach und nach der fruchtbaren Anteile der Bodenkrume. Das bedeutet, dass diese Chemikalien nur dann schädlich sind, wenn wir sie falsch einsetzen — in unserer Luft, wenn sie besser im Boden aufgehoben wären. Kaiser drückt es so aus: Was ich als Farmer am meisten brauche, ist Kohlenstoff für die Bodenstruktur und Stickstoff für das Pflanzenwachstum“.

Andererseits hat Kompost auch seine hässlichen Seiten. Weil weltweit immer mehr amerikanische Erntefrüchte verlangt werden, sind Farmer überall von Stickstoff abhängig geworden. Wenn ein Feld zu viel Stickstoff enthält, sickert er ins Grundwasser. An dieser Stelle sagt Leap: „Jede wasserführende Schicht unterhalb von landwirtschaftlich genutzten Flächen ist mit Nitrat verseucht“. (Wenn Nitrat sich in Nitrit verwandelt, ersetzt es den Sauerstoff im Blut seiner Konsumenten. In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts waren einige Grundwasserquellen so sehr mit Nitrat verseucht worden, dass dies zum „Blue-Baby-Syndrom“ mit einigen Dutzend Todesfällen führte. Das Problem ist seitdem fast verschwunden, aber Agronomen haben sich bis heute Sorgen darum gemacht.) Die meisten Verseuchungen durch Nitrat geschehen bei sintflutartigen Regenfällen, die auf Mastanlagen und industrielle Farmen treffen, die unwahrscheinliche Mengen an synthetischen Stickstoffdüngern einsetzen. Viel jedoch kommt auch von einfachem Kompost, der üblicherweise viel Stickstoff enthält.

Seltsamerweise gehören Farmer, die Kompost lieben, zu den übelsten Stickstoffverseuchern. Und Leap fürchtet, dass Kaiser ein besonders herausragender Umweltsünder ist. Über die letzten paar Jahre hat Kaiser mehr als 60 Tonnen besonders stickstoffhaltigen Kompost auf jeden Acre seiner Farm ausgebracht — fünf bis zehn Mal so viel wie üblich. Vor jeder Pflanzung unterstützt er die Böden auch durch eine geringe Menge organischen Dünger, der besonders viel Stickstoff und auch Phosphor enthält — ein weiterer problematischer Nährstoff.

[Paul Kaiser mit 60 Tonnen Kompost pro Acre pro Jahr]

Kaiser düngt seine Ackerflächen mit ungewöhnlich großen Mengen Kompost — mehr als 60 Tonnen pro Acre im Jahr — den seine Arbeiter vor jeder Pflanzung mit Schubkarren aufbringen. Das sind 5-10 Mal mehr Kompost , als die meisten Farmer anwenden. Kaiser baut mehr Früchte an als der durchschnittliche Farmer, aber jüngste Tests zeigen an, dass sein Kompost mehr Nährstoffe aufbringen könnte, als die Pflanzen benötigen. Bei Überschüssen einiger solcher Nährstoffe — hauptsächliche Stickstoff, Phosphor und einige Spurenmetalle — werden sie giftig sowohl für Wasservorräte und auch für Konsumenten seiner Ackerfrüchte. Es ist daher wichtig für Kaiser und seine Nachahmer, genauere Messmethoden für den Nährstoffgehalt von Feldern zu entwickeln.

[Paul Kaiser braucht kein Bio-Zertifikat]

„Das ist ein Präzedenzfall“, sagt Leap. „Das ist eine riesengroße Über-Anwendung. Falls Paul zertifizierter Biofarmer werden wollte, könnte das Ärger geben“. Erstaunlicherweise ist Kaisers Farm das nicht – er widersteht diesem Label wegen der Kosten, des komplizierten Verfahrens und der Standards, die er oberflächlich findet. Ebenfalls erstaunlich ist, dass das seinen Kunden nichts ausmacht. Bei Befragungen befürworteten quasi alle seine unkonventionellen Anbaumethoden. Robin Boyle, Marketingdirektorin von California Certified Organic Farmers, sagt jedoch, dass im Fall einer Beantragung des Labels Kaisers seine Kompostmengen „sämtliche rote Lampen in unserem Büro angehen lassen würden“.  Aber sie sagte auch, dass solche gewaltigen Mengen durchaus auch im Rahmen des Erlaubten sein könnten, je nach der individuellen Situation der Farm.

[Paul Kaiser fängt in Teichen das Regenwasser der Farm auf - alles lebt!]

Kaiser argumentiert, dass die Situation seiner Farm klar innerhalb der erlaubten Grenzen ist — aus vier Gründen. Erstens sei der zusätzliche Stickstoff notwendig, weil er so sehr viel mehr Ackerfrüchte pro Acre anbaut als eine Durchschnittsfarm. Zweitens zeigten Bodenproben, dass dessen Stickstoffgehalt „genau dort ist, wo er sein sollte für gesunde Pflanzen“. Drittens bemerkt er, dass die Pflanzen den Stickstoff wirklich „aufessen“: Manchmal werden die Blätter gelb (was ein Zeichen für Stickstoffmangel ist). Und viertens fügt er hinzu, dass seine Teiche, die das auffangen, was vom Farmboden abfließt, sichtbar klar und voller Leben sind. Außerdem ergaben kürzliche Regenwassertest auch absolute Sauberkeit. (Durch Stickstoff oder Phosphor belastetes Wasser ist normalerweise durch Algen verstopft, die Fische und andere Wasserlebewesen töten, indem sie ihnen den Sauerstoff nehmen. Mit diesem Problem hatte Kaiser im ersten Jahr zu kämpfen, nachdem er besonders viel Kompost aufgebracht hatte, aber danach trat es nicht mehr auf.) „Alle unsere Felder und Anzeigegeräte zeigen, dass unser Stickstoffgehalt in Ordnung oder nicht hoch genug ist“, sagt Kaiser. [...]

[Die Bodenwerte auf Paul Kaisers Froschfarm - aber immer kristallklare Regenwasserproben]

Zunächst weisen Kaisers Bodenproben leicht erhöhten Nitratgehalt und einen noch etwas höheren Phosphorgehalt auf. Aber seine Regenwasserproben — die Agronome als den goldenen Weg ansehen, um Düngeleckagen einer Farm festzustellen — sind immer kristallklar.

Wie kann das sein? Wenn man Agronomen und Bodenwissenschaftlern zuhört, die Kaisers Methoden gegenüber skeptisch sind, verstecken sich diese Verschmutzer. Es könnte stimmen, aber genauso gut das Gegenteil. Wenn Sie den genauen Zahlen dieses Puzzles nicht widerstehen können — und die Debatte, die sie auslöste — lesen Sie bitte Anmerkung #2 am Ende des Artikels.

Glaubt man Kaiser, verfehlen die Labortechniker das richtige Ergebnis. Die Verschmutzer sind nicht sichtbar, einfach weil alles biologische Leben, das er in seinen Feldern aufgebaut hat, sie aufisst. „Die hochorganische Biomasse puffert jedes Ungleichgewicht in jenen Nährstoffen ab“, sagt Kaiser. „Mir scheint, dass all diese Kritik von Menschen geäußert wird, die ein wirklich biologisches System nicht verstehen“. Diese Behauptung ist kühn, aber Kaiser hat auch einige Wissenschaftler auf seiner Seite. „All das mikrobielle Leben geht durch einen Kreislauf dieser Nährstoffe“, sagt Jerry Hatfield von der USDA. Ray Ward, ein führender Experte für Bodenproben, stimmt zu. (Ward unterhält die Ward-Labore in Kearny, Nebraska, die einige von Amerikas umfassendsten Testverfahren für Nährstoffgehalte und mikrobielles Leben in Böden entwickelt haben. Kaisers letzte Tests wurden durch die Ward-Labore durchgeführt.) Jeff Creque, oberster Wissenschaftler beim Marin Carbon Project, steht auch zu Kaisers Methoden. Creque fügt an, dass die industrielle Landwirtschaft sich von biologischen System verabschiedet hat, was in erster Linie zur Verschmutzung durch Kohlendioxid geführt hat. „In früheren Zeiten konnte man den Stickstoffgehalt im Boden nur in Verbindung mit Kohlenstoff anheben“, sagt Creque. Heute füttern wir die Chemie des Bodens, anstatt die Biologie des Bodens zu nähren. Zudem verbrennen wir die Kohle“.

Das Problem ist, dass, egal wie qualifiziert diese Beobachter sind, sie letztendlich nur Vermutungen anstellen. Stickstoff und Phosphor sind nur zwei von Milliarden natürlichen und lebenden Bestandteilen, die so etwas wie einen Boden ausmachen. Wissenschaftler haben erst kürzlich angefangen zu verstehen, wie dieses Ökosystem Fruchtbarkeit beeinflusst, während seine winzigen Bewohner miteinander agieren. Einige solcher Interaktionen könnten die Entschuldigung für Kaisers Exzesse sein, andere können sie verschlimmern. „Wir wissen vielleicht weniger über den Boden, als wir über den Mond wissen“, sagt Morris.

In den Monaten nach seinem Besuch diskutierte Leap diese Fragen — mit sich selbst, mit Kaiser, mit vielen seiner Kollegen in der organischen Landwirtschaft und mit mir. Lange E-Mails gingen hin und her, alle voller endloser Fragen und endloser Zahlenreihen. In Zuge dieses Prozesses mutete ich den beiden und vielen anderen, die sich der nachhaltigen Landwirtschaft widmen, so viele spitzfindige Befragungen zu, dass ich Hemmungen hatte, sie wieder anzusprechen. Die zentrale Frage, die diese Befragungen befeuerte, war grundsätzlich und fast unlösbar: Wenn Kaisers Methoden wirklich fehlerhaft sind, kann man sie korrigieren?

Anfangs war Leap ziemlich pessimistisch. „Ich bin nicht sicher, ob er auf dem jetzigen Niveau ohne diese Exzesse produzieren kann“, sagt mir Leap. "Ich fürchte, sie sind untrennbar mit seinem System verbunden. Es ist, als würde das Gemüse durch den Kompost aufgepumpt“. Als ich Tim Hartz, einen anerkannten Professor der Pflanzenwissenschaften der kalifornischen Universität Davis, fragte, ob er Kaisers System für nachhaltig hält, war seine Antwort ein knappes Nein. All das hat Leap zunehmend Sorgen bereitet angesichts Kaisers extrem ökologischer Behauptungen. „Was mich stört“, sagte Leap, „ist, dass Paul solch eine große Angelegenheit aus diesem Keilschwanz-Regenpfeifer macht, weswegen er nicht mehr pflügt. Aber so sieht er es eben. Was er nicht sehen kann, sind die Folgen für die Fische flussabwärts von seiner Farm“.

Um fair zu sein, muss man sagen, dass Kaiser stufenweise seine Kompostmengen reduziert hat teilweise wegen des Sturms der Befürchtungen von außerhalb, was Leap wiederum optimistisch stimmt. Aber immer noch verwendet Kaiser weitaus mehr Kompost als unter Farmern im Allgemeinen bekannt ist. Und wenn Kaiser feststellt, dass er seine Verfahren nicht wesentlich ändern kann, wenn er bei seiner Version organischer Landwirtschaft bleiben will und seiner Produktivität –– was dann? Es bleibt ein zweischneidiges Schwert: wichtige Nahrung für den Boden einerseits und Nahrungsverschmutzung (durch Auswaschung von Stickstoff, Phosphor etc.) andererseits.

[Die kommerzielle Kompostproduktion mit Aluminiumteilen und Plastikteilen drin]

Was auch bedeutsam ist für einige Menschen: Bei der kommerziellen Produktion von Kompost werden tonnenweise fossile Brennstoffe verbrannt. Kaiser selbst kann nur etwa ein Drittel des Komposts, den er für seine Farm braucht, selbst produzieren. Der Rest kommt von seinen Nachbarn im Sonoma County. Wenn Essensreste und Gartenabfälle zur örtlichen Deponie gebracht werden, durchlaufen sie in dieselbetriebenen Anlagen 15 verschiedene Phasen des Trennens, der Reinigung, des Zerkleinerns und der Belüftung, um zu neuem Boden zu werden –– der dann mit einer Rate von 150 Tonnen pro Tag die Deponie verlässt. Und auch dieses Endprodukt ist weit davon entfernt, perfekt zu sein. Ich bemerkte dies eines Morgens, als ich Kaisers Team beim Pflanzen von Gurken half. In fast jedem Loch fand ich einen oder zwei kleine Schnipsel Plastik, Alufolie oder andere Materialien, die sich nicht zersetzen. Das ist all jenen Nachbarn geschuldet, die nach nahezu zwei Jahrzehnten voller Öffentlichkeitskampagnen immer noch nicht richtig Müll trennen können.

[Paul Kaiser: Der Kompost der Gesellschaft gehört in die Landwirtschaft]

Darum sieht Leap ein System, das von so viel Kompost abhängt, sehr skeptisch. „Wenn die Bodenmikroben ihre Arbeit verrichten“, sagte Leap mir, „braucht man nicht zusätzlich Stickstoff zusetzen.“ Andere bevorzugen eher Kaisers Antwort: „Wo soll denn all unser Biomüll hin?“, fragt er. „Es gibt nur zwei Möglichkeiten — versenkt man ihn im Meer, führt er zu exzessivem Pflanzenwachstum, das Meereslebewesen den Sauerstoff wegnimmt. Oder man bringt ihn auf die Deponien“. Mit anderen Worten: Vielleicht ist die menschliche Evolution selbst der letzte Kompromiss unseres Planeten. Alles Leben bedeutet Energie, in der einen oder anderen Form. Und der Abfall dieser Energie muss irgendwo hin. Es gibt kein organisches Mittagessen ohne Kompromiss.

Nachhaltigkeit angesichts der Städte von Morgen

Nach einigen neuen Zählungen produzieren die Amerikaner so viel kompostierbaren Abfall und nutzen so wenig davon, dass in Kalifornien wenigstens 15 Millionen Tonnen dieses reichhaltigen Materials (ist es erst mal trocken) und mehr als 200 Millionen Tonnen landesweit jedes Jahr auf Deponien landen.  Vorrangig produziert es dort Methan, das besonders zur Klimaerwärmung beiträgt.

[Der Klimawandel ist eine gigantische Lüge, denn der Klimawandel ist mit HAARP-Antennenanlagen künstlich herbeigeführt].

[Die Schicht mit "organischem Bodenmaterial" SOM (soil organic matter)]

Auf einem Acker erzeugt Kompost jedoch neben Pflanzen eine Menge guter Dinge. Landwirte nennen es „Organisches Bodenmaterial“ oder „SOM“ (soil organic matter) und es ist hauptsächlich zuständig für die Fruchtbarkeit des Bodens. SOM ist im Wesentlich alles Restgewebe, egal ob lebend oder nicht, aller lebenden Organismen — Pflanzen, Wurzeln, Käfer, Mikroorganismen, Pilze, Schwämme, Flechten, was auch immer. All dieses Verrotten ist wunderbar effektiv. Es hilft dem Boden, das Wasser zu halten. Was noch wichtiger ist: Wenn Wasser knapp ist, nährt all dieses verrottende Material die Wurzeln der Pflanzen und die Mikroorganismen um sie herum, sodass die Pflanzen weiter wachsen können. Dwayne Beck beschreibt es so: „SOM ist das Lebendige, das Tote und das sehr Tote. Wenn man schlechten Boden beackert, benutzt man das sehr Tote. Wenn man gut ackert, verwendet man das Tote. Das Lebendige aber ist das, was man nutzen möchte“. Lebendig oder tot, SOM besteht immerhin zu 60 Prozent aus Kohlenstoff. Und je mehr davon im Boden ist, desto weniger davon geht in die Luft über, wo es Kohlendioxid produzieren würde.

[Die Traktorpflug-Landwirtschaft hat die SOM-Schicht von 8 auf bis 1% reduziert]

1920, vor dem Entstehen der industriellen Landwirtschaft, machte SOM durchschnittlich zwischen 6 und 8 Prozent unserer Bodenkrume aus. Über die Jahre, in denen amerikanische Farmer ein System anwendeten, das mehr extrahierte als hinzufügte, sank das Niveau des SOM durchschnittlich auf 2 Prozent, in einigen Gebieten sogar unter 1 Prozent — was mehr als die Hälfte der Mindestmenge für einen gesunden Boden bedeutet. Eine einfache Maschine, die allgegenwärtig wurde, verursachte diesen Verlust: der Streichbrettpflug (moldboard plow) (erfunden — wer hätte es gedacht? — von Thomas Jefferson). In einem Bericht der Universität von Minnesota im Jahr 2002 heißt es: „Je tiefer und aggressiver das Pflügen erfolgt, desto mehr CO2 geht in die Atmosphäre über“. Und der Streichbrettpflug, so die Autoren des Berichts, sei „das aggressivste Gerät, das je verwendet worden ist“.

[Je mehr SOM - desto mehr Wasser kann der Boden halten]

Als die Kaisers die Singing-Frogs-Farm kauften, war deren Boden fünf Jahre lang nicht gepflügt oder bepflanzt worden, weswegen er relativ gesund war: SOM wurde mit 2,4 Prozent getestet (nicht schlecht für den sandigen Lehm, der typisch für diese Gegend ist). Nachdem Kaiser sein kompostbasiertes System in die Tat umsetzte, stieg der SOM-Grad der Farm bis auf 10 Prozent an. Dieses Niveau wäre sogar noch höher, wenn man die Bodenproben aus höheren Schichten nähme. Versuche in diesem Herbst zeigten, dass sein Boden auch besonders reich an Mikroben war, sowohl mengenmäßig als auch, was die Vielfalt betrifft. Dieses verborgene Material könnte ein Grund dafür sein, warum Kaisers Felder so üppig waren trotz der Dürre. Immer wieder weist er darauf hin, dass jedes Prozent mehr auf einem Acre Land bedeutet, dass die oberste Bodenschicht von 30 cm zusätzlich 4360 Liter Wasser halten kann.

Diese 4360 Liter präsentierte Kaiser seinen Zuhörern bei der Landwirtschaftskonferenz in Napa [bei San Francisco], wo ich ihn zum ersten Mal traf. Das zentrale Thema dieser Konferenz war die Erhaltung von landwirtschaftlichen Böden und zahlreiche Referenten stellten die verschiedenen Maßnahmen vor, die eine Handvoll kalifornischer Landkreise (Counties) gerade treffen, um zu vermeiden, dass Städte sich immer mehr ausbreiten und dabei immer mehr Landwirtschaftsfläche schlucken. Trotz solcher Initiativen ist der allgemeine Trend hier eher schwach. Seit 1982 haben die USA 13 Millionen Acre (=52.610 km2) erstklassiges Farmland der städtischen Entwicklung opfern müssen.

[Die Zukunft sind kleine Bio-Farmen]

Diese Zahlen schmerzen besonders, wenn man an Kaisers Langzeit-Hoffnung denkt: ein Netzwerk kleiner Farmen in den Weltstädten, die uns gegen Treibstoff- und Wasserknappheit in der Zukunft schützen könnten. Wenn seine Vision überhaupt eine Chance bekommen soll, müssen wir unsere Städte vollkommen anders strukturieren. „Die meisten Städte befinden sich in der Mitte besten Farmlands“, sagte Ed Thompson vom American Farmland Trust den Zuhörern der Napa-Konferenz, „weil der Ursprung aller Städte landwirtschaftliche Regionalmärkte waren“.

[Frost und totes Gemüse - aber Dürre hat KEINE Folgen für Kaisers Froschfarm (!)]

In den letzten paar Wochen schwankten die Temperaturen jeden Tag um bis zu 10 Grad, weswegen die örtlichen Zeitungen von wüstenartig sprachen. „In den letzten zwei Jahren fiel der letzte Regen am 1. Februar“, sagte Kaiser, „und es sieht dieses Jahr wieder danach aus.“ Nicht nur fällt wenig Regen, es gibt auch Frostphasen — der erste Frost schlägt auf Kaisers Farm typischerweise Ende September zu, der letzte Mai. „Wir haben Temperaturen von wenigstens  -7° C vier Wochen lang jedes Jahr“, sagte Kaiser. Der Grund: Singing Frogs befindet sich am Tiefpunkt eines flachen Tales, wo die Temperaturen im Schnitt 5 Grad niedriger sind als im Durchschnitt als bei den Nachbarn, die nur wenige hundert Meter weiter bergauf leben. An jenem Morgen sahen Kaisers Ackerfrüchte entmutigter aus, als er selbst war — viele waren verwelkt oder tot. Fresslustige Fliegen summten überall herum.

[Frostschäden können mit dem Walipini-Prinzip mit halb in die Erde versenkten Treibhäusern vermieden werden].

Als ich mit Kaiser Monate später wieder sprach, war er wieder voller Energie. Trotz der Dürre erntete er reichlich und seine Einnahmen waren da schon höher als zum selben Zeitpunkt im Jahr zuvor. Das lag zum Teil daran, dass er weniger Konkurrenz auf dem regionalen Bauernmarkt hatte. Viele Nachbarfarmen hatten schwer in dem harten, trockenen Winter gelitten. Einer kaufte sein Gemüse von der Singing Frogs Farm. Aber auch Kaisers eigene Kunden waren wohlversorgt. „Beim Regionalmarkt“, sagte Kaiser, „kamen tatsächlich Leute zu mir und fragten: „Bekommt Ihr Blumenkohl Drogen?“>

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7. Spitzbergen 21.5.2017: Welt-Saatgutlager hat Probleme mit Leckage durch wärmeres Klima
Arktis:
„Ewiges“ Welt-Saatgutlager taut auf
https://de.sputniknews.com/panorama/20170521315826520-arktis-welt-saatgut-lager-taut-auf/

Karte mit Spitzbergen, Island, Norwegen
Karte mit Spitzbergen, Island, Norwegen [16]

<Das Svalbard Global Seed Vault, das größte Saatgutlager der Welt, das die Pflanzenvielfalt für immer sichern und die Menschheit auch nach den schlimmsten Katastrophen retten soll, hat leck geschlagen: Wegen der Erderwärmung ist aufgetautes Wasser in den Tresor eingedrungen, berichtet „The Guardian“.

Das Global Seed Vault (zu Deutsch: weltweiter Saatgut-Tresor) auf der norwegischen Insel Spitzbergen, in dem fast eine Million Päckchen mit Pflanzensamen lagern, war 2008 angelegt worden. Das Saatgutlager sei die „moderne Neuauflage der Arche Noah“, hatte der norwegische Landwirtschaftsminister Terje Riis-Johansen damals erklärt.

Das bunkerartige Gebäude war als undurchdringliches Tiefkühllager konzipiert worden, um die wertvollsten Pflanzarten der Welt vor dem Aussterben zu schützen und diese für die Ewigkeit zu erhalten.

Doch wegen der hohen Temperaturen in diesem Winter taut der Permafrostboden auf Spitzbergen derzeit auf. Laut der Zeitung ist viel Wasser in den Eingangstunnel des Tresors eingedrungen und dort später gefroren.

Zum Glück sei das Saatgut selbst nicht beschädigt worden. Das Eis wurde bereits entfernt.

„Wir hatten nicht daran gedacht, dass der Permafrost verschwinden könnte und dass wir so ein extremes Wetter erleben würden“, zitiert die Zeitung Hege Njaa Aschim von der norwegischen Regierung.

Das Leck wirft nun Zweifel daran auf, ob der Tresor seinem Zweck wirklich dienen kann. Denn eigentlich sollte das Lager ohne menschliche Aufsicht funktionieren. „Aber jetzt überwachen wir den Tresor rund um die Uhr“, so Aschim weiter.

Die wichtigste Frage sei nun, ob dies ein einmaliges Ereignis war oder die Lage sich noch verschlechtern werde.

„Die Arktis und insbesondere Svalbard erwärmen sich schneller als der Rest der Welt. Das Klima ändert sich dramatisch; wir sind alle überrascht, wie schnell das vor sich geht“, so die Regierungsvertreterin weiter. Man müsse dringend nach einer Lösung suchen, da es hier um eine große Verantwortung gehe.>

[Der Klimawandel findet durch Wettermanipulationen mit HAARP-Antennenanlagen statt].

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LikeMag
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8. 13.8.2017: Zimt im Garten: Gegen Mücken, Pilze, Ameisen, für Wurzeln, für Pflanzenwunden, für Setzlinge
Zimt ist nicht nur ein Gewürz.Hier sind 6 erstaunliche Wege,wie es den Garten revolutionieren kann!
http://likemag.com/de/zimt-ist-nicht-nur-ein-gewuerz-hier-sind-6-faszinierende-wege-wie-es-deinen-garten-verbessern-kann/559539

"Verblüffend...

Die meisten Leute denken an die Weihnachtszeit, wenn sie Zimt hören. Zimtschnecken, Zimtsterne und so weiter... Da läuft einem gleich das Wasser im Mund zusammen.

Aber die wenigsten wissen, dass Zimt eine Art 'Geheimwaffe' für den Garten ist. Wir haben für euch alle sechs Tipps und Tricks zusammengetragen. Viel Spaß!

1. Als Mücken-Abwehr

Wir lieben den Geruch von Zimt, aber das gilt nicht für unsere 'Insekten-Freunde'. Verteile einfach Zimt in deinen Garten und lege ein paar Zimtstangen in die Nähe der Sitzfläche und schon hast du Ruhe vor den stechenden Biestern.

2. Pilzbekämpfer

Pilze oder ähnlich Bakterien mögen es gar nicht, wenn man etwas Zimt auf dem Nährboden der Pflanzen streut. Jedenfalls sollte dies die leichteren und oberflächlichen Pilzprobleme lösen. Schwerwiegendere Befälle brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit.

3. Ameisenfalle

Genauso wie bei Pilzen ist Zimt nicht gerade beliebt bei Ameisen. Wenn sie es essen oder inhalieren, dann können sie sogar sterben. So kann dieses Gewürz sie von anderen Lebensmitteln fernhalten und ist dabei total ungefährlich für Haustiere und Kinder.

4. Wurzel-Booster

Wenn du versuchst Planzen zu reproduzieren, dann kommt Zimt dir sehr gelegen. Damit die abgeschnitten Stämme neue Wurzeln schlagen, kann Zimt auf den Enden verteilt werden, bevor du es einpflanzt. Die Wirkung ist unglaublich und eindeutig billiger als Spezialprodukte aus dem Baumarkt.

5. Heilt Planzen-Wunden

Wenn eine Pflanze entweder durch einen Schnitt oder durchs Umpflanzen verletzt wurde, dann hilft Zimt beim Heilen. Einfach etwas auf die 'Wunde' streuen und der Rest erledigt sich von selbst.

6. Beschützt Setzlinge

Samen und Setzlinge brauchen es meist trocken, um sich vor Pilzen und anderen Befallen zu schützen. Dafür ist Zimt perfekt. Verteile es über den Babypflanzen und eine ungestörtes Wachstum ist gewiss."

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Schweizer Fernsehen online, Logo

9. Herisau (Appenzell) 25.10.2017: Landwirtschaft der Permakultur schont und bringt am meisten
INPUT KOMPAKT: Permakultur - die Zukunft der Landwirtschaft?
https://www.srf.ch/sendungen/input/input-kompakt-permakultur-die-zukunft-der-landwirtschaft

"Kurt Forster erntet in seinem Garten im appenzellischen Herisau auf 800 Metern Höhe Exotisches wie Zitronen, Marroni oder Feigen, aber auch Mais und Kartoffeln. Er baut nach den Regeln der Permakultur an.

Eine Technik, die im Einklang mit der Natur so viel Ertrag abwirft, dass er und seine Frau sich das ganze Jahr hindurch aus dem Garten ernähren können, bei minimalem Aufwand.

Statt Monokultur gibts Mischkulturen - auf kleinstem Raum wachsen verschiedene Gemüse und Früchte nebeneinander. Das macht sie robust und resistenter gegen Schädlinge. Pestizide und Kunstdünger kommen nicht zum Einsatz. Um den Boden zu schonen, wird nicht mit schweren Motoren, sondern mit blossen Händen gearbeitet. Die Natur dankt es, etwa mit bedrohten Tieren, die wieder ansiedeln.

Anhänger von Permakultur wollen aber mehr, als Selbstversorgung: Nämlich den kommenden Generationen eine bessere Welt hinterlassen.

Autor/in: Reena Thelly"

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20
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10. Frankreich 8.12.2017: Musik gegen Pilze und Viren auf dem Feld - und die Beschallung funktioniert - keine Pestizide mehr notwendig
Ersatz für Pestizide: Klaviermusik soll Ungeziefer bekämpfen
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/10747493

Treibhaus mit Musikbeschallung (meditative Klaviermusik) gegen Pilzbefall, Frankreich: Also da stehen einfach Lautsprecher im Treibhaus und es ertönt etwas meditative Klaviermusik. Firma: Genodics SAS
Treibhaus mit Musikbeschallung (meditative Klaviermusik) gegen Pilzbefall, Frankreich: Also da stehen einfach Lautsprecher im Treibhaus und es ertönt etwas meditative Klaviermusik. Firma: Genodics SAS

Der Artikel:

<von Thomas Mathis


In Frankreich spielen Bauern auf ihren Feldern Musik ab, um Pilze und Viren zu bekämpfen.

Über 100 Landwirte in Frankreich beschallen ihre Kulturen zweimal täglich für rund zehn Minuten mit Klaviermusik. Auf dem Feld stehen weisse, handliche Kästchen, die aus vier Lautsprechern und eine Solarzelle bestehen. Dieses Gerät lässt mit einer Lautstärke von 60 Dezibel – ein normales Gespräch – Melodien erklingen, die für die Bekämpfung von Schädlingen entwickelt worden sind.

Die Melodien beeinflussen laut französischen Forschern den Prozess, in dem Proteine zusammengefügt werden. Jedes Protein gebe spezifische Töne von sich. Kenne man die Melodie, könne man damit den Prozess ankurbeln oder verlangsamen. Die Erfinderfirma Genodics SAS wirbt damit, dass nach der Installation des Geräts auf die schädlichen Pestizide verzichtet werden könne.

Bauer hat seine Zucchini-Kultur gerettet

Inbesondere Pilze und Viren könnten mit der Anlage zerstört werden. Unterstützt wird die Firma von mehreren Landwirten, die positive Erfahrungen gemacht haben. Gemäss der französischen Zeitung «Le Figaro» konnte ein französischer Bauer beispielsweise seine Zucchini-Kultur vor dem Mosaikvirus retten, gegen den es bisher keine Pestizide gibt.

In der Westschweiz scheint das System bereits im Gespräch zu sein. Der Fernsehsender RTS und «Le Matin» haben darüber berichtet. In der Deutschschweiz ist das Beschallungssystem sowohl in der Forschung als auch bei Produzenten noch nicht bekannt.

«Natur ist voller Geheimnisse»

Die Idee kommt zwar gut an, viele Fachleute äussern sich aber skeptisch. Wissenschaftlich sei das Themenfeld noch nicht so gut ausgeleuchtet, sagen verschiedene Experten. Beim Schweizer Bauernverband heisst es, dass man neuen Methoden nie abgeneigt sei, wenn deren Wirkung nachgewiesen sei. Offen für die Methode ist man bei Pro Natura. Man setzte sich dafür ein, Alternativen für den Gifteinsatz in der Landwirtschaft zu finden, sagt Sprecher Roland Schuler. «Wenn Musik hilft, soll man das testen.»

Jean-Luc Pasquier, Gartenbau-Fachmann an der Landwirtschaftsschule Grangeneuve FR, glaubt an den Erfolg der Beschallung: «Ich bin überzeugt, dass Musik einen Einfluss auf Pflanzen hat. Die Musik sendet Vibrationen aus, die alle Lebewesen berührt», sagt er der Zeitung «Le Matin». [...]>

Links:
Figaro: http://www.lefigaro.fr/conso/2017/11/13/20010-20171113ARTFIG00015-un-paysan-sauve-ses-cultures-d-un-virus-devastateur-8230-grace-a-la-musique.php
Le Matin: https://www.lematin.ch/societe/La-musique-remplace-les-pesticides/story/22489586
Télé Suisse Romande:
http://www.rts.ch/play/tv/specimen/video/la-musique-qui-fait-du-bien-aux-plantes?id=5685862&station=a9e7621504c6959e35c3ecbe7f6bed0446cdf8da


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Epoch
                          Times online, Logo

11. New Jersey 9.12.2017: Moderne Landwirtschaft braucht keine Felder mehr - Salat auf 12 Stockwerken im Hochhaus etc.
Indoor-Farming die Salatproduktion der Zukunft? – Salat auf 12 Stockwerken
http://www.epochtimes.de/lifestyle/essen-trinken/indoor-farming-die-salatproduktion-der-zukunft-salat-auf-12-stockwerken-a2284093.html

Treibhaus als Hochhaus auf 12 Etagen, Firma "Aerofarms" in New Jersey, "USA"
Treibhaus als Hochhaus auf 12 Etagen, Firma "Aerofarms" in New Jersey, "USA" [18]


Ein landwirtschaftlicher Betrieb der besonderen Art zeigt wie die Zukunft der Salatproduktion einmal aussehen könnte. Dabei geht es um "vertical farming" oder "senkrechter Anbau".

New York – Frischen Salat aus der Kühltruhe im Supermarkt? Na, klar, vielleicht den fertig verpackten und schon gewaschenen Salat? Nur noch auspacken und auf dem Teller mit einem schmackhaften Dressing versehen und servieren. Lebensqualität pur, direkt vom Feld, unter der Sonne gereift, vom Bauern geerntet und für den Verbraucher tellerfertig zubereitet. So stellen wir uns das vor.

Aber ein landwirtschaftlicher Betrieb der besonderen Art im US-Bundesstaat New Jersey zeigt wie die Zukunft der Salatproduktion einmal aussehen könnte.

Der Salat, der hier „angebaut“ wird, hat weder Sonnenlicht gesehen noch ist er im Boden gewachsen. Hier wächst in einer großen Lagerhalle auf ausgedehnten Wachstumsbetten unter futuristischer Beleuchtung Salat. Das Ganze erinnert mehr an ein Mega-Solarium als an einen Bauernhof. Es geht um „vertical farming“ oder „senkrechter Anbau“.

Bis zu 12 Stockwerke hoch, liegt hier ein „Salatbeet“ über dem anderen. Es benötigt eine Hebebühne um sich das „12-Etagen-Beet“ einmal anzuschauen.

In der Stadt Newark, in New Jersey, gerade gegenüber Big Apple New York, ist die Firma Aerofarms schon dabei die Zukunft der Landwirtschaft neu zu schreiben. Der 2004 gegründete Betrieb ist einer der Pioniere und Führer des „indoor-farming“ (Innen-Landbau). Hier steht die weltgrößte Innenanlage des „vertical farming“.

Die Technik von Aerofarms ist patentiert. Die Vorteile einzigartig. Der Wachstumszyklus vom Saatgut bis zur Ernte ist nur 12-16 Tage gegenüber 30-40 Tagen auf dem freien Feld. Im Jahr sind bis zu 30 Produktionszyklen, komplett witterungsunabhängig möglich, gegenüber 1-2 Ernten auf dem Feld. Der Salatanbau ist praktisch direkt vor Ort, keine langen Transportwege vom Feld zum Verbraucher. Kein Feldanbau, also auch kein Einsatz von Pestiziden und keine Notwendigkeit den Salat von der Erde zu waschen – der Salat ist vom ersten Tag an schon “sauber”.. Wie angebaut, so geerntet und verpackt. Frisch vom „Solarium-Hoch-Beet“.

Salatproduktion der Zukunft?

„Es ist wirklich eine Chance die klassische Anbauweise in der Landwirtschaft neu zu gestalten”, schwärmt Marc Oshima, Marketing Chef und Mitbegründer. Und bei allem was man gegen die Technisierung der Landwirtschaft sagen kann, die Fakten sprechen für ihn. Herkömmliche Anbauweisen erfordern viel höheren Einsatz an Ressourcen und haben einen stärkeren Einfluss auf die Umwelt.

Aerofarms verbraucht 95% weniger Wasser gegenüber der traditionellen Feldbewirtschaftung. Keine Konkurrenz von Unkäutern oder Schädlingen, also kein Einsatz von Pestiziden. Keine weiten Transportwege also auch eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 98%. Keine kostspiellige Kühlung und Zwischenlagerung und kein Verlust an Vitalstoffen nach der Ernte. Der Salat wird am Ort des Anbaus gleich fertig verpackt und sofort und direkt im Einzelhandel ausgeliefert. In einer Zeit, in der weltweit Wassermangel und Lebensmittelnot herrschen schlägt dieser schnelle und direkte Produktionszylus ein neues Kapitel im Landwirschaftsanbau auf.

High-Tech Betreuung rund um die Uhr

Was ist nun das Geheimnis hinter dieser Anbauweise? „Wir geben der Pflanze genau das, was sie braucht, im Hinblick auf Nährstoffen, auf Licht und Umgebung“, erklärt Marc Oshima mit Stolz. Hier werden Millionen Daten über die grünen Salatblättchen während ihres Wachstums gesammelt und verarbeitet, mehr als sich ein Bauer auf einem klassischen Feld auch nur vorstellen könnte.

Alles vom Licht, der Bestäubung mit Wasser und die Zufuhr von Mineralstoffen, wird überwacht, kontrolliert und festgelegt. Erntebiologen, Mikrobiologen, Bio-Ingenieure, Maschinenbauingenieure, Industrie-Ingenieure, Beleuchtungsingenieure, Informatiker, das Team aus „Bauern“ hat mehr mit High-Tech zu tun als mit dem jahrelangen Erfahrungswissen eines Landwirts.

Die Salatpflänzchen wachsen unter spezieller LED Beleuchtung – 24 Stunden am Tag. „Die Pflanzen brauchen kein Sonnenlicht, sie brauchen nur ein bestimmtes Lichtspektrum, von der richtigen Lichtintensität und den richtigen Lichtfrequenzen. Wir nehmen aus dem herkömmlichen Licht die Frequenzen, die die Pflanze nicht braucht“, erklärt Herr Oshima und zeigt dabei auf die LED Lampen hinter ihm, „So erzeugen wir eine effizientere Fotosynthese, die perfekte Wachstumsumgebung für die Pflanze.“ Wachstum, Größe, Konsistenz und andere Eigenschaften der Pflanzen werden von Tausenden von Sensoren überwachtet. Diese Anbauweise erlaubt die Produktqualität, Nährstoffgehalt und Geschmack des Salats gezielt zu beeinflussen und zu optimieren.

Erdboden oder Nicht Erdboden, das ist hier die Frage

Das eigentliche Betriebsgeheimnis hinter dieser Produktionsweise ist aber das leichte Kunststoffgewebe auf dem die Pflanzen wachsen. Es ist zu 100% aus recycelten Plastikwasserflaschen hergestellt worden. Es ist flexibel einsetzbar und kann wieder verwendet werden und das über Jahre hinweg.

Weil kein herkömmlicher Boden verwendet wird, entfallen das Waschen des Salats mit dem entsprechenden Verbrauch an Wasser. Auf die Frage hin, ob es für diese Anbauweise irgendwelche Grenzen gibt, antwortet Marc Oshima, „In unserem Geschäftsmodell bei Aerofarm haben wir uns auf verschiedene schnell wachsende grün-blättrige Salate und Kräuter eingestellt, wo wir den größten Nutzen sehen, mit über 250 verschieden Arten. Die Technologie hat aber keine Grenzen, selbst Möhren und Kartoffeln könnten angebaut werden.“

Konzept für die örtliche Gemeinde

Das, was Marc aber am meisten berührt ist das sozio-ökonomische Konzept hinter dieser Anbauweise. „Das ist ein Weg die Nahrungsmittelproduktion zu demokratisieren und gleichzeitig Zugang zu guten und gesunden Nahrungsmitteln anzubieten.“ Im Hinblick auf die wachsende Weltbevölkerung und Verstädterung weltweit bei gleichzeitigen zunehmenden Herausforderungen der Feldwirtschaft – Mangel an Wasser und landwirtschaftlich nutzbarem Boden, übermäßiger Einsatz an Pestiziden mit Schaden für die Natur – könnte diese Anbauweise einen Ausweg aufzeigen.

Wasser ist eine der kostbarsten Ressourcen und bei dem weltweit zunehmenden Problem mit Wasserknappheit eine der großen Herausforderungen für die Nahrungsmittelerzeugung der Zukunft. Heute werden Oshima zufolge täglich 70% von Frischwasser in der Landwirtschaft verwendet, genauso wie auch 70% der Umweltverschmutzung aus der Landwirtschaft kommen – im Hinblick auf Pestiziden, übermäßigem Einsatz von Düngemitteln und Überproduktion.

„Was viele Menschen nicht wissen bei der heutigen Freilandbewirtschaftung ist, dass das Gemüse hier in den USA weit entfernt vom Endverbraucher produziert wird, dann in diese großen industriellen Betriebe kommt, wo es gekühlt und gewaschen werden muss… und alles das ist sehr energieintensiv. Im Fall von Aerofarm liegt alles nah vor Ort von der Schaffung von Arbeitsplätzen bis zur Produktion und Auslieferung der Ware – alles verbleibt in der örtlichen Gemeinde, selbst 85% der 120 Mitarbeiter im Betrieb wohnen im Umkreis von 20km. Da dieses Bewirtschaftungsmodell orts- und wetterunabhängig ist, kann es überall betrieben werden und das besonders in Ländern, bei denen Bewirtschaftungsbedingungen eher ungünstig sind. Aerofarms ist darum dabei seine Technik ins Ausland zu bringen, nach Nordeuropa, Naher Osten und China."

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12. Hohe Anden 5.1.2018: Landwirtschaft in hohen Bergen in halb versenkten Treibhäusern "Walipini"

www.facebook.com/gmofreeusa
www.gmofreeusa.org

Anden: Das
                          Walipini ist ein halb unterirdisches Treibhaus
                          mit Erdwärme, wo es nie unter 0 Grad wird
Anden: Das Walipini ist ein halb unterirdisches Treibhaus mit Erdwärme, wo es nie unter 0 Grad wird

Siehe die Webseite über Walipinis

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Sputnik Ticker online, Logo

13. Universität Don (Russland) 18.1.2018: Mehr Licht im Treibhaus mit LED-Matrizen mit angepassten Lichtspektren
Innovative Lichttechnologie verdoppelt Effizienz von Gewächshäusern
https://de.sputniknews.com/wissen/20180118319114966-russische-innovationen-landwirtschaft/

<Mitarbeiter und Studenten der Staatlichen Technischen Universität Don haben eine Anlage für die intensive Aufzucht von Samen in Gewächshäusern entwickelt. Die Anlage schafft optimale Bedingungen für eine schnelle Keimung und resistente Pflanzen. Experten zufolge kann die Ernte mit dieser Anlage um mehr als 100 Prozent erhöht werden.

Die neue Anlage ahmt die Bedingungen der Keimung dank LED-Matrizen mit verschiedenen Lichtspektren nach. Die Beleuchtungsbedingungen ändern sich gemäß den wichtigsten Parametern – Temperatur, Feuchtigkeit und Wirkungsdauer.

 „Die Innovation unserer Entwicklung besteht darin, dass der Förderungseffekt von abwechselnden Beleuchtungsregimes mithilfe der LED-Matrize geschaffen wird. Die Matrize ermöglicht die Regelung von Intensität, sichtbaren und Infrarot-Teil des Lichtspektrums“, sagte einer der Entwickler, Leiter des Lehrstuhls „Automatisierung der Produktionsprozesse“ der Staatlichen Technischen Universität Don, Alexander Lukjanow.

Laut dem Wissenschaftler würde solche Intensivierung der Vorbereitung von Samen die Vegetationsperiode deutlich kürzen und bei der möglichst effektiven Nutzung der Flächen von Gewächshäusern helfen.

Die Anlage ist zu 90 Prozent aus russischen Materialien montiert worden, ihr Marktpreis wird Entwicklern zufolge nicht höher als bei 10.000 Rubel liegen. An der Anlage zeigen bereits Interesse mehrere Don-Unternehmen und Gewächshaus-Firmen des Gebiets Rostow.

Die Entwicklung der Staatlichen Technischen Universität Don ist ein Teil des Großprojekts „Schaffung der hochtechnologischen Produktion der skalierbaren Komplexe der außersaisonalen intensiven Agrokultivierung mit einem hohen Niveau der Automatisierung und Autonomie“.

Während des ersten Jahres der Arbeit hat das Team der Universität geschafft, ein vollständig funktionierendes Modell der Anlage herzustellen. Danach gewann das Team beim Wettbewerb der Innovationsprojekte „Leader von Technologien“ und stellte seine Entwicklung auf der Messe „Wuspromexpo“ vor.

Seit Beginn dieses Jahres erforschen die Wissenschaftler ausführlich die Auswirkung verschiedener Regimes auf verschiedene Samentypen – für jede Kultur werden gemäß den Sortenmerkmalen optimale Keimungsbedingungen bestimmt.>


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14. Asien 8.3.2018: Pestizidfreie Landwirtschaft: SRI-Methode für Reisanbau - EM-Technologie - Blühstreifen
SRI-Methode: Indischer Bauer knackt mit pestizidfreier Anbaumethode Ernte-Weltrekord
http://zeit-zum-aufwachen.blogspot.pe/2018/03/sri-methode-indischer-bauer-knackt-mit.html

In dem Artikel werden DREI VERSCHIEDENE TAKTIKEN FÜR EINE PESTIZIDFREIE LANDWIRTSCHAFT vorgestellt:
-- die SRI-Methode für Reisanbau 
-- die EM-Technologie
-- der Blühstreifen.

Reisanbau
                          mit der SRI-Methode ergibt bis zu viermal so
                          viel Reis  Sumant Kumar mit der
                          SRI-Reisanbaumethode: Reisanbau mit der
                          SRI-Methode ergibt bis zu viermal so viel
                          Reis
Reisanbau mit der SRI-Methode ergibt bis zu viermal so viel Reis [9,10]

Der Artikel:

<SRI (von englisch System of Rice Intensification, auch SICA von spanisch Sistema Intensivo de Cultivo Arrocero) ist eine Anbaumethode für Reis, die 1983 vom Jesuiten Henri de Laulanie in Madagaskar beschrieben wurde. Der Leiter des International Institute for Food, Agriculture and Development der Cornell University, Norman Uphoff, trug ab 1997 massgeblich zur Etablierung der Methode in Asien bei.

Das System of Rice Intensification (SRI) bricht mit einigen ehernen Regeln des Nassreisanbaus: Die Setzlinge werden bereits nach 8-12 Tagen statt nach einem Monat ausgepflanzt und zwar einzeln in einem weiten Abstand von 25 Zentimetern statt in Büscheln auf engem Raum. So konkurrieren sie nicht um Nährstoffe, Raum und Sonne, entwickeln kräftigere Wurzeln und mehr Triebe.

[Reisernte mit der SRI-Methode: 4 mal mehr Reis - mit der Hälfte des Wasserverbrauchs - und mit 1/10 der Saatgutmenge]

Statt die Felder ständig unter Wasser zu halten und so den Unkrautwuchs einzudämmen, erhalten die Pflanzen nur die optimale Wassermenge, der Boden ist zeitweise trocken, was seine Bakterienzusammen-setzung verändert und den Methanausstoss reduziert. Da Unkraut mechanisch gejätet werden muss, wird der Boden gut belüftet und das Pflanzenwachstum angeregt. Zur Düngung dient Kompost. Die Bauern in Madagaskar konnten im Schnitt ihre Erträge so von zwei auf acht Tonnen Reis je Hektar steigern – mit einem Zehntel des Saatgutes.

Mit dieser umweltfreundlichen Anbaumethode knackte Sumant Kumar, ein indischer Bauer, neulich den Ernte Weltrekord für Reis. Der Guardian berichtet, dass Sumant 22,4 Tonnen Reis auf einem Hektar Land produziert und dies mit rund 50% weniger Wasser und bloss 10% des üblichen Saatgutes.

Sensationell - wenn man bedenkt, dass er weder über Forschungsgelder noch über ein Forschungslabor verfügte. Ein "einfacher" Bauer stellt mit bescheidenen Mitteln das millionenschwere Forschungsarsenal der Agrochemie bloss!

Fazit: In Anbetracht der tragischen Folgen der sogenannten grünen Revolution sind solche Informationen sehr wertvoll. Sie beweisen, dass die Erträge nicht von Chemikalien und Gentechnologie abghängig sind. Es geht auch ohne Gift.

[EM-Technologie]

Nebst der SRI-Methode gibt es auch die EM-Technologie, die für sämtliche Pflanzen eine massive Ertragssteigerung ermöglicht und 100% ökologisch ist.

[Blühstreifen ergeben bis minus 61% "Schädlingsbefall"]

Blühstreifen reduzieren Schädlinge um bis zu 61 Prozent - Forschung von Agroscope
Blühstreifen reduzieren Schädlinge um bis zu 61 Prozent - Forschung von Agroscope [11]

Auch Blühstreifen bilden eine effektive Alternative zur chemischen Schädlingsbekämpfung. Gleichzeitig sorgen sie für mehr Biodiversität und sichern das Überleben der bedrohten Insekten. Agroscope forscht im Auftrag der Regierung und bestätigt, dass Blühstreifen den Schädlingsbefall um bis zu 61% reduziert!

Blühstreifen sind nicht nur schön, sondern auch nützlich!

Es geht auch ohne Chemie, ohne Gentech und ohne Monokulturen; wie wir erkennen sogar viel besser.

Quelle: https://www.legitim.ch/>

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Schweizer Fernsehen online, Logo

15. Frick 9.3.2018: Regenwürmer - düngt und bohrt Kanäle in die Erde
Unterschätzte Regenwürmer
Im Boden ist der Wurm drin – und das ist gut so
https://www.srf.ch/kultur/wissen/unterschaetzte-regenwuermer-im-boden-ist-der-wurm-drin-und-das-ist-gut-so

Wir beachten ihn kaum und reagieren angeekelt, wenn einer über den Weg kriecht: Der Regenwurm hat wahrlich nicht viele Fans.

Dabei haben wir es ihm zu verdanken, dass auf den Feldern Jahr für Jahr Getreide, Gemüse und Gras gedeihen.

Keine Regenwürmer: eine Katastrophe

«Eine Welt ohne Regenwürmer wäre vermutlich noch drastischer als eine Welt ohne Bienen», sagt Agrarökologe Lukas Pfiffner vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL). Denn: «Regenwürmer sind die Baumeister fruchtbarer Böden.»

In einem Quadratmeter humusreichem, sorgfältig bewirtschaftetem Schweizer Ackerboden leben 120 bis 150 Regenwürmer. Bei Biobauern können es 50 bis 80 Prozent mehr sein. Das haben langjährige Untersuchungen des FiBL gezeigt.

Keine Artenliste, keine Lobby

Die Regenwürmer der Schweiz verteilen sich auf etwa 40 Arten. Genau weiss man es nicht, denn es existiert keine offizielle Artenliste. Pfiffner bedauert das, aber eben: «Für Regenwürmer gibt es definitiv keine Lobby.»

Nach ihrer Lebensweise teilt man die Regenwurmarten in drei Gruppen ein. Die erste lebt in der obersten Schicht. Die zweite gräbt horizontale Gänge. Und die dritte baut senkrechte Wohnröhren.

Kaum jemand ist stärker

Vor allem die tief grabenden Würmer arbeiten wie lebendige Pflüge. Sie lockern den Boden und durchmischen seine Schichten. Das braucht viel Muskelkraft.

Der Regenwurm sei ein richtiger Kraftprotz, meint Lukas Pfiffner. Im Verhältnis zu seiner Grösse ist er eines der stärksten Tiere der Welt, vermag er doch das 50- bis 60-Fache seines Körpergewichts zu stemmen.

Wurmgänge haben viele Funktionen

So bohrt er Tunnels, über die Luft und Wasser unter die Erde strömen. Auch Pflanzenwurzeln nutzen die Wurmgänge, um ohne Widerstand in die Tiefe zu dringen.

Die Wurzeln finden hier nicht nur Wasser, sondern auch Dünger. Denn die Gänge sind mit nährstoffreichem Wurmkot tapeziert.

Wurmkot als erstklassiger Dünger

Die Ausscheidungen der Regenwürmer sind reich an Stickstoff, Phosphor und Kalium. Bis zu zehn Kilogramm Kot setzen sie jährlich pro Quadratmeter ab – im Boden und an der Oberfläche. Das ergibt eine mehrere Millimeter dicke Schicht.

Hergestellt wird diese Wurmerde durch den Abbau von toten Pflanzenteilen. Dabei werden die darin enthaltenen Nährstoffe frei und stehen neuem Leben wieder als Bausteine zur Verfügung.

Unter der Erde pulsiert das Leben

Diesen Recyclingprozess schafft der zahnlose Regenwurm allerdings nicht alleine. Er ist auf Mikroorganismen angewiesen, die das Material vorverdauen.

Regenwürmer teilen ihren unterirdischen Lebensraum nämlich mit unzähligen anderen Organismen. Man sagt, in einer Handvoll Erde gäbe es mehr Lebewesen als Menschen auf der Welt – laut Pfiffner eine passable Schätzung.

Viele Winzlinge und ein unterschätzter Riese

Die meisten Bodenlebewesen sind winzig: Bakterien, Pilze und Algen – von blossem Auge nicht zu erkennen. Im Vergleich zu ihnen ist der Regenwurm ein Riese.

Entsprechend viel trägt er dazu bei, dass der Kreislauf des Lebens nicht ins Stocken gerät. «Regenwürmer gehören zu den zentralen Bodentieren, die wesentlich zu fruchtbaren Böden beitragen», sagt Agrarökologe Lukas Pfiffner.>

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16. Das erste E-Mail für eine pestizidfreie Landwirtschaft

Michael Palomino, Portrait

28.3.2018: Die Schöpfung (Insekten+Vögel) retten: Kleinere Felder mit mehr Gemüsevielfalt, Grünstreifen und Waldränder – Pestizide kann man so drastisch reduzieren - offener Brief

28.3.2018

Sehr geehrter Frau Landwirtschaftsministerin Klöckner,
Sehr geehrte Damen und Herren,

Die ganze Welt ist von Pestiziden bedroht, und Insekten und Vögel sind bald ausgerottet, wenn es so weitergeht. In den letzten 15 Jahren sind die Vogelbestände um 30% zurückgegangen, zum Teil sogar um 70% je nach Vogelart (https://netzfrauen.org/2018/03/24/artensterben/).

Ohne Insekten ist keine Bestäubung mehr da, dann steht bald die Früchteproduktion still. Wenn die Pestizide weiterhin so verwendet werden, dann kommen auch alle Bodentiere dran, der Boden wird unfruchtbar und die Ernährung steht dann ganz still wie in China, das sich in Argentinien Böden suchen muss. Es steht einfach die gesamte Nahrungskette auf dem Land auf dem Spiel: Insekten, Bienen, Bestäubung, Vögel, alle zu befruchtenden Pflanzen, unsere Nahrung.

Der NABU-Naturschutzbund schafft den Kampf gegen die Pestizide nicht alleine, und es ist internationales Handeln gefordert – Aussenministerien mit Landwirtschaftsministerien weltweit.

In meiner Artikelsammlung mit Landwirtschaft ohne Pestizide http://www.med-etc.com/natur/Ldw/Landwirtschaft-me001.html

sind einige einfache, aber effektive Massnahmen beschrieben, wie man OHNE Pestizide eine gute oder sogar BESSERE Landwirtschaft betreiben kann,
--- wobei man die Kosten für die Pestizide eben zum grossen Teil EINSPART
--- man legt kleine Felder mit verschiedenen Gemüsearten an, so dass die Bodentiere jeweils verschieden sind und sich ergänzen, so dass es genügend Nützlinge gibt, die die Schädlinge im Zaum halten – man kann die Feldergrössen vorschreiben

Kleinfeld-Landwirtschaft
                          ohne Pestizide, z.B. die Singing Frogs Farm in
                          Kalifornien
Kleinfeld-Landwirtschaft ohne Pestizide, z.B. die Singing Frogs Farm in Kalifornien

--- in grossen Feldern ohne Blumen und Sträucher legt man Blühstreifen an, damit Insekten und Nützlinge ihren Lebensraum haben – allein durch die Blühstreifen kann man die Pestizide um bis zu 61% reduzieren – solche Blühstreifen kann man vorschreiben

Blühstreifen in grossen Feldern
                          reduzieren Schädlinge um bis zu 61%
Blühstreifen in grossen Feldern reduzieren Schädlinge um bis zu 61% [11]


--- man lässt die Waldränder stehen und stell alle Waldränder weltweit unter Naturschutz, damit Heckenvögel, Beerenvögel und Insekten ihren Lebensraum nicht verlieren.

Ein Waldrand von 3m Breite ist das
                          Zuhause von Insekten, Heckenvögeln und
                          Beerenvögeln Ein Waldrand von 3m Breite ist das Zuhause von Insekten, Heckenvögeln und Beerenvögeln [12]
Wald OHNE Waldrand:
                            Insekten, Heckenvögel und Beerenvögel haben
                            ihr Zuhause VERLOREN und es sind mehr
                            Schädlinge auf dem Feld Wald OHNE Waldrand: Insekten, Heckenvögel und Beerenvögel haben ihr Zuhause VERLOREN und es sind mehr Schädlinge auf dem Feld[13]

IDEE: Kommission Aussenministerium+Ldw.-ministerium bilden, um die einfachen Massnahmen umzusetzen
Das Landwirtschaftsministerium kann mit dem Aussenministerium eine gemeinsame Kommission bilden, um diese Umwandlung der Landwirtschaft in eine ARTERHALTENDE LANDWIRTSCHAFT MIT NUR WENIG PESTIZIDEN INTERNATIONAL MIT ALLER KRAFT DURCHZUSETZEN. Es ist einfach so, dass die Landwirtschaftsminister alleine BEI DER SCHÄDLICHEN PESTIZID-INDUSTRIE KEINEN RESPEKT HABEN. Da diese Zusammenhänge die GANZE WELT betreffen, meine ich als Historiker, Soziologe und erfolgreicher Naturmediziner, dass die Aussenminister die richtigen Partner für dieses Thema sind.

Mit kleinen Ländern anfangen – dann ausweiten
Man kann mit einem kleinen Land anfangen, zum Beispiel Saarland, oder Sachsen, oder Dänemark etc. Wenn die Bauern sehen, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis mit neuen Anbaumethoden und Blühstreifen und intakten Waldrändern gleichbleibt oder sich sogar verbessert, werden die Bauern gerne auf Ldw. mit weniger Pestiziden umstellen.

Die Pestizidkonzerne sollen andere Produkte herstellen
Die Pestizidkonzerne (Bayer, Syngenta, Monsanto, nun gekauft von Bayer etc.), die die Schöpfung seit 2006 mit den scharfen Pestiziden Roundup etc. zerstören, so dass nun den Insekten und vielen Vogelarten die komplette Ausrottung droht, sollten ihren Schaden einsehen, den sie angerichtet haben, und von diesen scharfen Pestiziden ABSEHEN, und ev. sogar auf Sonnenenergie oder auf andere Produkte umstellen. Der NABU hat die Zahlen [über die gefährdeten Tierarten].

Landwirtschaftsminister+Aussenminister werden es zusammen schaffen, die Schöpfung zu retten
Meiner Meinung nach braucht es die Autorität der Aussenminister und Landwirtschaftsminister der GANZEN WELT, um die Pestizidkatastrophe zu beenden und die ARTERHALTENDE LANDWIRTSCHAFT EINZUFÜHREN. Die Naturschutzverbände alleine schaffen es nicht, und die Landwirtschaftsministerien alleine schaffen es auch nicht. Es geht nur ZUSAMMEN, wenn auch die UNO sieht, dass DIE UMSTELLUNG MÖGLICH IST UND EINE ARTERHALTUNG MÖGLICH IST. Die Pestizidproduzenten (Bayer, Syngenta etc.) sollen auf ANDERE PRODUKTE UMSTELLEN, z.B. Sonnenenergiegeräte.

Freundliche Grüsse,
Michael Palomino, Lima
Tel. (Handy) 0051992611070
michael.palomino@yandex.com
Facebook: https://www.facebook.com/michael.palominoale
VK: https://vk.com/id472868156

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17. Eintrag bei Facebook und VK für eine pestizidfreie Landwirtschaft

28.3.3018: LANDWIRTSCHAFT REVOLUZZEN - INSEKTEN+VÖGEL RETTEN: Kleine Felder, Blühstreifen, Waldränder unter Naturschutz stellen
Meldungen besagen, dass die kriminellen Pestizide die Insekten um 80% und die Vögel um 40 bis 70% reduzieren. Also:

SCHRITT 1: KLEINE FELDER MIT VERSCHIEDENEN GEMÜSEARTEN ANLEGEN, denn die Bodentiere sind je nach Gemüse verschieden, so sind immer alle Bodentiere da und halten die Schädlinge im Schach - so sparen die Bauern VIEL GELD, weil keine Kosten mehr für Pestizide mehr anfallen, UND sie können gute Ware verkaufen

SCHRITT 2: BLÜHSTREIFEN bei grossen Feldern vorschreiben - man kann den Pestizidverbrauch dadurch um bis zu 61% reduzieren

SCHRITT 3: Waldränder UNTER NATURSCHUTZ STELLEN, denn diese Sträucher und Beeren sind für Insekten und Heckenvögel und Beerenvögel enorm wichtigt - UND: zerstörte Waldränder müssen neu angelegt werden - Zerstörung von Waldrand muss unter Strafe gestellt werden. [Denn Waldränder beherrbergen viele Nützlinge, die die Schädlinge auf den angrenzenden Feldern bekämpfen].

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18. Wir wiederholen die Punkte für eine pestizidfreie Landwirtschaft

Die Tricks:
1. Hecken und Bäume bei den Feldern halten (am besten Waldrand), wo die Nützlinge wohnen
2. Die Gemüse gemischt anbauen, so dass sich die Nützlinge der verschiedenen Pflanzen ergänzen und alle Schädlinge vernichten
3. Wurzeln im Boden lassen
4. Viel Kompost streuen
5. Setzlinge im Treibhaus 1 Monat lang spriessen lassen, nicht nur 2 Wochen
6. Belüftung von Feldern mit Rechenspaten
7. Neutralisierung von Kompost für Jungpflanzen mit Austernmuscheln oder geriebenem Felsgestein
8. Im Winter die Felder mit schwarzem Plastikmulch abdecken (10 Winter brauchbar)
9. In kalten Zonen mit halb-versenkten Erdwärme-Treibhäusern ("Walipini") arbeiten

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Fotoquellen
[1] Karte mit San Francisco, Sebastopol und Singing Frog Farm: google maps
[2] Felder der Singing Frogs Farm: Foto von Christopher D. Cook; In: https://netzfrauen.org/2017/05/13/der-mit-der-duerre-tanzt/
[3] Paul Kaiser belüftet Felder mit einem Rechenspaten: Foto von Christopher D. Cook; In: https://netzfrauen.org/2017/05/13/der-mit-der-duerre-tanzt/
[4] Singing-Frogs-Farm, Luftaufnahme mit Feldern und Treibhäusern:
https://www.eventbrite.com/e/learn-to-farm-the-singing-frogs-farm-way-autumn-2017-tickets-31502699422
[5-8] Fotos der hohen Sierra in Süd-"Amerika" aus Peru (Ayacucho, Millpo) und Ecuador (Huasalata) mit der ursprünglichen Landwirtschaft mit Hecken und Bäumen um die Felder: Fotos von Michael Palomino
[9,10] Reisanbau mit der SRI-Methode ergibt bis zu viermal so viel Reis:
http://zeit-zum-aufwachen.blogspot.pe/2018/03/sri-methode-indischer-bauer-knackt-mit.html

[11] Blühstreifen reduzieren Schädlinge um bis zu 61 Prozent: http://zeit-zum-aufwachen.blogspot.pe/2018/03/sri-methode-indischer-bauer-knackt-mit.html
[12] Waldrand 3m: http://www.med-etc.com/natur/wald/waldschaendung.html; original: http://www.lpv-mfr.de/html/freiraeume.htm
[13] Wald ohne Waldrand: http://www.med-etc.com/natur/wald/waldschaendung.html; original: http://www.nabu.de/nh/202/vielfalt202.htm
[16] Karte mit Spitzbergen, Island, Norwegen: Geothek Weltatlas
[17] Treibhaus mit Musikbeschallung (meditative Klaviermusik) gegen Pilzbefall, Frankreich, Firma Genodics SAS:
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/10747493
[18] Treibhaus als Hochhaus auf 12 Etagen, Firma "Aerofarms" in New Jersey, "USA":
http://www.epochtimes.de/lifestyle/essen-trinken/indoor-farming-die-salatproduktion-der-zukunft-salat-auf-12-stockwerken-a2284093.html
[19] Comic: Das Regenwurm-Tunnelsystem mit Häufchen, die bester Humus sind; In: YouTube-Video: Doku - Unsere Landwirtschaft tötet Insekten und vergiftet das Wasser; https://www.youtube.com/watch?v=CXl71o8MrOQ



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