Landwirtschaft Meldungen 05 - OHNE Pestizide möglich
Kollektive
Landwirtschaft mit Gärten [1] -- Ldw
OHNE Pestizide in Seegräben (Schweiz) am 10.1.2025:
Artenvielfalt garantiert weniger Schädlinge [3]
19.1.2023: der Y-Gartenzaun für besseren Wuchs des Gemüses
3.2.2023: Neues Bakterium schädigt Obstbäume und Reben in
Italien
2.3.2023: MONOkultur Reben in Bordeaux: werden reduziert und
aufgeforstet
27.6.2023: Drohnen streuen Nützlinge gegen Schädlinge - Kuh
kann den Melkroboter selber bedienen
19.12.2023: Wie entstehen Blutorangen: Mit leichtem Frost in
der Nacht
Iowa ("USA") 1.1.2024: Singende Vögel am Morgen und
Klaviermusik lassen Gemüse schneller wachsen: Sonic Bloom:
Die Magie von Heilfrequenzen!
19.1.2024: Neue Forschung in Russland, wie man Schwarzerde
nach "intensiver Landwirtschaft" erneuern kann:"künstliche
Schwarzerde"
7.2.2024: Frankreich: 13 Bauernhöfe gründen eigene
Kooperative und verkaufen selbst OHNE Supermarkt
6.6.2024: Schweiz: Bio-Landwirtschaft ist mit zu viel
Bürokratie verbunden - das Knospen-Logo ist den Nagel
gehängt:
15.6.2024ca.: Mit Kupferstäben ins Gemüsebeet gesteckt
wachsen die Gemüse 3x so schnell - Informantin Matterhorn
Grüssel am 17.6.2024: will Böden nachhaltiger
bewirtschaften, denn die Böden sind ausgelaugt und von
Pestiziden vergiftet:
Milliardenverluste möglich: EU-Länder wollen Böden besser
schützen
15.6.2024ca.: Mit Kupferstäben ins Gemüsebeet gesteckt
wachsen die Gemüse 3x so schnell
25.8.2024: Fledermäuse in Rebbergen gegen Schädlinge
4.1.2025: Bauernhof im Kanton Bern: 18 Franken pro Stunde
7.1.2025: Kuh mit Kalb am 7.1.2025: sollen zusammenbleiben
10.1.2025: Artenvielfalt garantiert weniger Schädlinge
ohne Ort 16.5.2022: Kollektive
Landwirtschaft mit Gärten: "Foodscaping"
https://deavita.com/gartengestaltung-pflege/gemuese-obst-foodscaping-essbarer-garten.html
Kollektive Landwirtschaft mit Gärten [1]
Dies nennt man "Foodscaping". Jeder Hof hat einen
Gemüsegarten mit Obstbäumen. Die Nachbarn sprechen
sich miteinander ab, handeln und tauschen die
angebauten Nahrungsmittel. Stell dir mal vor, wenn
Leute das überall so machen würden!
10.6.2019: "Foodscaping" =
Permakultur im eigenen Garten mit Bäumen und
Sträuchern: Foodscaping mit Gemüse und Obst, Kräutern &
Gewürzen zum Gestalten eines essbaren Gartens
https://deavita.com/gartengestaltung-pflege/gemuese-obst-foodscaping-essbarer-garten.html
Obstgärten [mit der Permakultur] gehen
-- mit Gemüse und Kräutern am Boden
-- mit Sträuchern und Fruchtbäumen in der Luft
-- es wird ein kompettes [Permakultur]-Ökosystem
geschaffen, das sich selbst erhält.
19.1.2023: Der
Y-Gartenzaun für besseren Wuchs des
Gemüses
von Informantin Wald, 19.1.2023
aus dem Heilprogramm „ Heilen mit Zahlen und Zeichen habe ich mir das Y zu Nutze gemacht habe überall Stecken wie ein Y stehen , das nur am Rande
Das Y verstärkt im Prinzip die Sonne die positive Energie Pflanzen wachsen einfach besser
Ich hab die Erfahrung gemacht allerdings habe ich die Stecken als Stütze für die Pflanzen benötigt
müssen die Y-Zweige von bestimmten Bäumen sein oder geht das mit Zweigen von jedem Baum?
Ich nehme alle Bäume mit einem Y
Es gibt sicher Unterschiede , das müsste man ausprobieren
Seit zehn Jahren tötet ein Bakterium
massenhaft Olivenbäume in der Region
Apulien. Millionen Bäume sind befallen,
der wirtschaftliche Schaden ist enorm.
Landwirte setzen im Kampf gegen die
Krankheit neuerdings auf Spürhunde, die
darauf trainiert sind, die infizierten
Pflanzen zu erschnüffeln.
Den Ausgang nahm das Projekt mit
erfolgreichen Experimenten mit Hunden in
Kalifornien im Jahr 2020. Inzwischen bilden
Hundetrainer in süditalienischen
Gewächshäusern eine Armee von Vierbeinern
aus, wie die BBC berichtet. Das Training
funktioniere dabei ähnlich wie bei Hunden,
die Drogen und Sprengstoff erkennen können.
Früherkennung entscheidend
Xylella fastidiosa heißt das Bakterium, das
die süditalienischen Olivenbäume dahinrafft.
Es gilt als eines der gefährlichsten
Pflanzen befallenden Bakterien weltweit und
sucht auch Zitrusfrüchte, Weinreben,
Pfirsich-, Kirsch- und Mandelbäume, Rosmarin
und Kaffeepflanzen heim. Die Europäischen
Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
hat 563 Pflanzenarten ausgemacht, die dem
Bakterium als Wirtspflanze dienen können.
Für viele ist der Bordeaux der Rotwein
schlechthin. Nun zahlt Frankreich den
Winzerinnen und Winzern in der Region eine
Prämie zum Herausreißen der Reben, da es
eine Überproduktion gibt. Bis zu 67
Millionen Euro wollen Staat, Region und
der Branchenverband für eine
Restrukturierung des Weinanbaus rund um
Bordeaux zahlen, kündigte Agrarminister
Marc Fesneau heute an.
Ein Grund für die Absatzprobleme ist der
rückläufige Konsum von Rotwein.
Aufgegebene Anbauflächen sollen
aufgeforstet werden. Der Weinbau im Raum
Bordeaux erwirtschaftet einen Jahresumsatz
von vier Milliarden Euro und sichert
48.000 Arbeitsplätze.
Winzer begrüßen Entscheidung
Der Verband der Bordeaux-Winzer, die
mehrfach für Staatshilfe demonstriert
hatten, begrüßte die Entscheidung aus
Paris. Die Stilllegungsprämien
ermöglichten es, auf 9.500 Hektar Fläche
den Weinanbau zu beenden. Insgesamt gibt
es derzeit rund 110.000 Hektar Anbaufläche
in der Region in Westfrankreich.
Vor einigen Wochen hatte Frankreich
bereits beschlossen, wegen Absatzproblemen
2,5 Millionen Hektoliter vor allem an
Rotweinen zu Alkohol zu destillieren. In
diesem Jahr sollen dafür 160 Millionen
Euro an Zuschüssen vom Staat und der EU
bereitgestellt werden. Der aus Wein
destillierte Alkohol kann zur Herstellung
von Desinfektionsmitteln, Parfüm und
Bioethanol verwendet werden.
Landwirtschaft Schweiz
27.6.2023: Ein paar Neuerungen: Drohnen
streuen Nützlinge gegen Schädlinge - Kuh
kann den Melkroboter selber bedienen -
Produkte online stellen etc.: Zwischen Heugabeln und Drohnen – die
Schweizer Landwirtschaft
https://www.nau.ch/blog/sponsored/zwischen-heugabeln-und-drohnen-die-schweizer-landwirtschaft-66518446
Weniger Pflanzenschutzmittel,
artgerechtere Tierhaltung, Biodiversität
schützen und nebenbei den Hunger stillen:
die Schweizer Landwirtschaft hat viel vor.
Nachhaltiger
Pflanzenschutz und tiergerechte Produktion
dank Robotern und Drohnen
Selbstversorgung
aufrechterhalten und Biodiversität
stärken: Wie soll das gehen?
Traktor, Heukran und
Solarzellen: grosse Ausstellung im
Verkehrshaus der Schweiz in Luzern
Alles
ändert sich. Das gilt auch für die
Schweizer Landwirtschaft. Reichte es
bis zur Mitte des letzten
Jahrhunderts aus, genügend
Lebensmittel zu produzieren, sehen
die Ansprüche heute ganz anders aus.
Tierfreundliche
Haltung ist gefragt, Gemüse- und
Früchteanbau möglichst ohne
Pflanzenschutzmittel, und das Ganze
zu konkurrenzfähigen Preisen.
Doch
wie macht man das? Welche Hilfe
können technologischer Fortschritt
und die Digitalisierung dabei
bieten? Und was kann man in der neuen
Ausstellung im
Verkehrshaus in Luzern zu diesem
Thema lernen?
Pflanzenschutz
2.0 – nachhaltig und ganz schön
schlau
Heute
setzt man in der Schweiz im
Pflanzenschutz vermehrt auf
präventive Massnahmen. Das fängt
schon bei der Wahl von Sorten an,
die resistent sind gegen Krankheiten
und Schädlinge.
Auch
Schädlings-Frühwarnsysteme und
Wetterprognosen helfen dabei, zum
richtigen Zeitpunkt die richtige
Massnahme zum Pflanzenschutz
vorzunehmen. Eine besonders
spektakuläre Massnahme sind hier
Helfer wie die Drohne «Optidrone».
Treibt
zum Beispiel der Maiszünsler sein
Unwesen, können Landwirte mit der
Drohne Kugeln mit
Schlupfwespen-Eiern auf die Felder
bringen. Worauf die natürlichen
Feinde des Maiszünslers die
Schädlingsbekämpfung übernehmen –
ganz ohne schädliche Chemie.
Roboter
und Digitalisierung nicht nur in der
Pflanzenwirtschaft
Während
der «Ecorobotix Avo» und «Optidrone»
die Umwelt schonen, stehen andere
Maschinen noch unmittelbarer im
Dienst von Tier und Mensch.
So
verschaffen Melkroboter Kühen und
Landwirten eine Erleichterung. Die
Tiere können die Maschine
selbständig benutzen und müssen
nicht auf den Bauern warten, bis sie
endlich gemolken werden. Und die
Bauern sparen Arbeit und sind
zeitlich flexibler.
Digitale
Technologien können schliesslich
auch im Direktverkauf eingesetzt
werden, indem die Landwirte ihre
regionalen Produkte online anbieten.
Das stärkt genauso wie Hofläden die
Beziehung zwischen Produzenten und
Konsumenten und spart den Umweg über
den Einzelhandel.
Selbstversorgung
bei wachsender Bevölkerung und
gleichbleibender Fläche – wie soll
das gehen?
Die
Schweizer Landwirtschaft trägt einen
wichtigen Teil dazu bei, die
Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu
versorgen. Insgesamt sind gut 50 %
der Lebensmittel, die wir
konsumieren, in der Schweiz
produziert.
Doch
wie hält man diese Zahlen stabil,
wenn in Zukunft 10 Millionen
Menschen und mehr in unserem Land
wohnen? Hier sind innovative
Lösungen gefragt wie das «Vertical
Farming», bei dem die knappe
Anbaufläche in die Höhe erweitert
wird.
Weniger
technischer als politischer Natur
ist die Entscheidung, was überhaupt
angebaut wird. Heute werden nämlich
gut 60 % der Anbaufläche für die
Futtermittelproduktion genutzt.
Würde man hier Kulturen zur direkten
menschlichen Ernährung anpflanzen,
könnte das die Selbstversorgung in
Zukunft stärken.
Stellt
man aber die Produktion um, braucht
es gleichzeitig auch eine
Ernährungsumstellung der
Bevölkerung: weniger Fleisch, dafür
mehr Milch, Früchte, Nüsse,
Hülsenfrüchte und Gemüse ständen
dann auf dem Speiseplan.
Und
tatsächlich gehört eine solche
Ernährungsumstellung zur Vision 2050
«Ernährungssicherheit durch
Nachhaltigkeit von der Produktion
bis zum Konsum» des Bundesrats. Ob
diese Realität wird, entscheiden
aber wie beim Vertical Farming nicht
zuletzt die Konsumentinnen und
Konsumenten.
Von
Bienen und Blumen – ohne
Biodiversität geht gar nichts
Eine
Realität der Landwirtschaft sind
Schadstoffe und Überdüngung, die der
Biodiversität schaden. Deswegen sind
die Direktzahlungen vom Bund heute
daran gebunden, dass Landwirte
Biodiversitätsflächen zur Verfügung
stellen.
So
werden heute knapp 20 % der
landwirtschaftlichen Nutzfläche der
Schweiz als
Biodiversitätsförderflächen genutzt.
Doch noch immer gelangen über Dünger
zu viele Nährstoffe in empfindliche
Ökosysteme und die Schweizer
Biodiversität nimmt stetig ab.
Biodiversität
ist ein Schlüsselfaktor, wenn es
darum geht, unsere Nutzflächen in
den nächsten Jahrzehnten produktiv
zu halten. Vom Bestäuben der
Kulturpflanzen bis zur
Schädlingsregulation ist nämlich
alles abhängig von einer
vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.
Nicht zuletzt deswegen sind in der
Landwirtschaft der Zukunft
innovative Ideen so gefragt.
Einen
lebhaften Eindruck der heutigen
Schweizer Landwirtschaft gibt die
neue Ausstellung «Von Heugabeln und
Drohnen» im Verkehrshaus in Luzern.
Exponate wie die «Optidrone»-Drohne
und ein Claas-Traktor stehen neben
informativen Illustrationen und
spielerischen Elementen wie dem
Heulager mit originalem Sumag-Kran.
Wie
werden aus Kartoffeln Pommes frites?
Warum gibt es in der Schweiz immer
noch Hochstammbäume, wenn die Ernte
mit Niederstammbäumen doch viel
einfacher wäre? Und welches Gemüse
wächst auf welchem Boden am besten?
Diese
und noch viel mehr Fragen werden in
der neuen
Landwirtschafts-Ausstellung
beantwortet. Dazu bekommt ihr
Einblick in die vielen Berufsbilder
rund um die Landwirtschaft vom
Tiermediziner über die
Lebensmitteltechnologin bis zum
Logistiker.
Mal was Neues mit Strom am
12.7.2023: Digitale Überwachung von
Obstbäumen und Reben: Neue Chancen und Perspektiven für den Obst-
und Weinbau: Digitale Fernerkennung von
Pflanzenkrankheiten
https://www.suedtirolnews.it/wirtschaft/digitale-fernerkennung-von-pflanzenkrankheiten
19.12.2023: Wie entstehen
Blutorangen: Mit leichtem Frost in der
Nacht
von Informant Zürichsee - 19.12.2023
"Damit sich Blutorangen rot färben, muss es
nachts zwischen 0 und 2 Grad kalt werden.
Gleichzeitig sollten die Temperaturen
tagsüber auf etwa 15 Grad steigen. Wenn
diese Bedingungen bis zur Ernte nicht
eintreten, bleiben auch Blutorangen innen
orange. Oder siedeln sich irgendwo im
Farbverlauf zwischen rot und orange an. Auf
den Geschmack der Blutorangen hat die Farbe
keinen Einfluss. Im Vergleich zu
Blondorangen schmecken sie säuerlicher, was
sich insbesondere in frisch gepresstem Saft
gut macht. gebana"
Frequenzen von Vögeln und der
klassischen Musik wirken in Iowa ("USA")
1.1.2024: Singende Vögel am Morgen und
Klaviermusik lassen Gemüse schneller wachsen:
Sonic Bloom: Die Magie von Heilfrequenzen!
Video-Link: https://t.me/standpunktgequake/127109
Die Untertitel vom Video:
Vogelgezwitscher stimuliert das Wachstum von
Gemüse
Als ein Mann in Iowa neugierig wurde, warum die
Vögel eine Stunde vor Sonnenaufgang bereits zu
zwitschern begannen, da fand er heraus, dass das
Zwitschern der Vögel eine Frequenz ist, die hilft,
die Pflanzenzelle, Stomata, auf dem Boden des
Blattes zu öffnen. Und es lässt die Pflanze
morgens atmen. Es hilft wie ein Wecker und weckt
die Anlage. Er fand heraus, dass diese Frequenz in
der klassischen Musik oft vorkommt.
Klassische Musik [Klaviermusik? E-Piano?] im
Maisfeld
Also fing er an, klassische Musik in seinem
Maisfeld zu spielen. Seine Nachbarn dachtern, er
sei glücklich von ein paar Pommes geworden, aber
da wurde sein Mais 15 Fuss hoch [4,5m]. Und sie
sagten, welcher Radiokanal warst du?
Klassische Musik im Kürbisfeld
Als er dann die Musik zu seinen Kürbispflanzen
spielte, produzierten sie fünf Kürbis pro Blatt
anstelle von einem.
Klassische Musik am Walnussbaum
Er spielte es an seinem schwarzen Walnussbaum und
es [die Nüsse] wuchsen doppelt so schnell wie
normal.
Sonic Bloom genannt.
Es ist eine Kombination von Vitaminen für die
Pflanze und spezielle Frequenzen, um die Stomata
zu öffnen.
Iowa ("USA") 1.1.2024: Singende Vögel am Morgen
und Klaviermusik lassen Gemüse schneller
wachsen: Die Magie von Heilfrequenzen! [2]
Moskauer Wissenschaftler entwickeln laut
Medien eine innovative Methode zur Rettung
und Erneuerung der Ackerböden, die unter der
sogenannten intensiven Landwirtschaft zu
leiden hatten. Damit soll die russische
Landwirtschaft auf ein neues Niveau steigen.
Die sogenannte "künstliche Schwarzerde"
soll dazu beitragen, das durch
jahrzehntelange aggressive und aktive
Landwirtschaft ausgelaugte Ackerland in
Russland wiederherzustellen. Jetzt erforscht
ein Team Moskauer Wissenschaftler im Rahmen
der FoodNet-Arbeitsgruppe die
Möglichkeiten und Wege zur Herstellung einer
solchen Substanz. Michail Tscharnyj, ein
Forscher und führender Experte der Gruppe,
erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur RIA
Nowosti, dass
Russland eine solche Schwarzerde in großem
Umfang herstellen müsse, um
landwirtschaftliche Flächen in Sibirien,
Zentralrussland, Nordwestrussland sowie im
Fernen Osten und in der Wolga-Region
wiederherzustellen.
Eine negative Folge der intensiven
Landwirtschaft ist seiner Meinung nach die
Verschlechterung des Zustandes der
landwirtschaftlich genutzten Flächen: So
seien beispielsweise viele Böden in Sibirien
bereits ungeeignet für die Nutzung, ähnliche
Tendenzen sieht er sowohl für die
Wolga-Region als auch für die
Schwarzerdezone Zentralrusslands, er erwähnt
auch den nordwestlichen Teil und den Fernen
Osten. "Überall wird die Situation in etwa
gleich sein. Dies ist eine Folge der
intensiven Nutzung der landwirtschaftlichen
Flächen", sagt Tscharnyj.
Dieses Problem ist zum Teil ein Erbe der
Landwirtschaft zu Zeiten der Sowjetunion,
zum Teil eine Folge des unkontrollierten
Anbaus in den 1990er Jahren. Wenn es dem
Forschungsteam jedoch gelingt, "künstliche
Schwarzerde" – das heißt, Böden, deren
Ertrag mit dem der echten Schwarzerde
vergleichbar ist, die aber an das Klima und
die Besonderheiten des Pflanzenanbaus der
jeweiligen Region angepasst sind – auf
nationaler Ebene einzuführen, sind die
Aussichten für die russische Landwirtschaft
fantastisch. Und auch für eine mögliche
Versorgung der Welt mit Nahrungsmitteln
"made in Russia".
Widerstand in Frankreich 7.2.2024:
13 Bauernhöfe gründen eigene Kooperative und
verkaufen selbst OHNE Supermarkt
https://t.me/Ungeimpfte_Schweiz_kennenlernen/72429
Frankreich: 13 Bauernhöfe gründen ihre
eigene Kooperative und verkaufen ihre
Produkte. So geht es. Liebe deutsche Bauern,
macht es nach. Wer an der Grenze zu
Frankreich wohnt, sollte sich auch Coer
Paysan anschauen.
Bio-Landwirtschaft in der
Schweiz am 6.6.2024: ist mit zu viel
Bürokratie verbunden - das Logo ist den
Nagel gehängt: Renzo Blumenthal
hat genug von Bio: Auch
andere Bauern klagen über
Knospe-Bürokratie
https://www.blick.ch/politik/auch-andere-bauern-klagen-ueber-knospe-buerokratie-renzo-blumenthal-hat-genug-von-bio-id19819209.html
Lea Hartmann -
Redaktorin Politik
Landwirt und
Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal beklagt
sich über immer strengere Vorschriften für
Bio-Betriebe. Er hat die Konsequenz
gezogen und ist ausgestiegen. Auch bei
andern Bergbauern ist der Unmut gross.
Der schönste Landwirt der Schweiz pfeift auf
die Knospe. Renzo Blumenthal (47), 2005 zum
Mister Schweiz gekürt, führt seit knapp 15
Jahren den väterlichen Betrieb in Vella GR,
einem Dörfchen im Val Lumnezia. Vergangenes
Jahr traf der Bauer einen folgenschweren
Entscheid: Er stieg aus der Bio-Produktion
aus.
All die Bürokratie sei für ihn nicht mehr
tragbar gewesen, erklärt Blumenthal in einem
Artikel in der «Weltwoche». Für Bergbauern
wie ihn sei es praktisch unmöglich, die
strengen Auflagen, die Bio mit sich bringt,
zu erfüllen. Insbesondere, was das Futter
betrifft, das er seinen Milchkühen vorsetzen
darf.
More Information
Nur noch Futter aus der Schweiz
Bauern klagen seit vielen Jahren über die
zunehmende Zahl an Vorschriften, die dazu
führen, dass sie immer mehr Zeit im Büro
statt im Stall verbringen. Blumenthal
behauptet, dass deswegen immer mehr Bauern
das Bio-Label aufgeben würden.
Der Verband Bio Suisse dementiert dies. Dies
seien Einzelfälle, sagt Bio-Präsident Urs
Brändli (61). Tatsächlich aber ist die
Unzufriedenheit gerade unter
Bio-Milchbäuerinnen und -Milchbauern gross –
einige von ihnen überlegen sich, wie
Blumenthal aus dem Label auszusteigen und
konventionell zu produzieren. Grund dafür
sind neue Futter-Richtlinien, die seit 2022
gelten.
Das Futter muss zu 100 Prozent aus der
Schweiz kommen, nur 5 Prozent davon darf
besonders energiereiches Kraftfutter wie zum
Beispiel Soja sein. Für Bauern in
Bergregionen, wo Ackerbau schwierig ist, ist
das schwierig zu erreichen. Die Folge der
Verschärfung: Die Produktionsmenge von
Biomilch schrumpft.
Wegen breiten Protests einigten sich die
Bio-Bauern Ende vergangenen Jahres auf eine
Übergangsregelung. Bis 2028 darf das
Kraftfutter noch einen Teil ausländisches
Soja enthalten. Doch den Bergbauern ist das
noch immer zu strikt.
«Ich hatte keine Freude mehr»
«Es hat für mich einfach nicht mehr
gestimmt», sagt Renzo Blumenthal zu Blick.
«Ich hatte keine Freude mehr an dem, was ich
getan habe.» Freude bereitet Blumenthal vor
allem die Viehzucht. Seine Kuh Berna ist an
der Braunvieh-Europameisterschaft jüngst zur
Eutersiegerin gekürt worden.
Doch für pralle Euter braucht das richtige
Futter. «Wenn man Züchter-Ambitionen hat,
lässt sich das immer schwerer mit den
Vorschriften vereinbaren», sagt
Bio-Suisse-Präsident Brändli. Dennoch steht
er hinter der Verschärfung: «Ich bin
überzeugt, dass diese Richtlinien richtig
und wichtig sind.»
Blumenthals Kunden haben Verständnis
Für die Milchbauern in Bergregionen heisst
das, dass sie sich arrangieren müssen.
«Einige werden aussteigen, damit müssen wir
leben», sagt Claudio Gregori (64), Präsident
von Bio Grischun. Man müsse aber bedenken,
dass dies auch Käsereien und Alpen betrifft.
«Steigt in einer Genossenschaft oder bei
einer Käserei ein Betrieb aus Bio aus, muss
die ganze Milch, auch von anderen Betrieben,
deklassiert werden.»
Bauer Blumenthal vermarktet seine Produkte
direkt über seinen Hofladen. Seine Kundinnen
und Kunden könnten seinen Entscheid, nicht
mehr Bio zu produzieren, mehrheitlich
nachvollziehen, sagt er. Die Qualität der
Blumenthaler Trockenwurst oder des Alpkäses
sei schliesslich gleich geblieben. «Es ist
einfach kein Label mehr drauf.»
15.6.2024ca.: Mit Kupferstäben ins
Gemüsebeet gesteckt wachsen die Gemüse 3x so
schnell - Informantin Matterhorn
von Informantin Matterhorn - 15.6.2024ca.
-- Informantin Matterhorn berichtete telefonisch,
dass Kupferstäbe im Gemüsebeet dem Gemüse viel
mehr Energie zum Wachsen geben
-- die Salate und Kohlköpfe etc. sind viel grösser
als sonst.
Die EU-Länder planen eine nachhaltigere
Bodenbewirtschaftung, um den
schlechten Zustand vieler Böden in der EU zu
verbessern.
Angesichts des schlechten Zustands vieler Böden in
der Europäischen Union wollen die EU-Länder eine
nachhaltigere Bodenbewirtschaftung voranbringen.
Darum haben sie Leitlinien erarbeitet. Die
Umweltministerinnen und -minister der Länder
verständigten sich am Montag in Luxemburg unter
anderem darauf, die Überwachung der
Bodengesundheit künftig verbindlich
vorzuschreiben, wie aus einer Mitteilung
hervorgeht.
Auch Bodenversiegelung und -zerstörung sollen
bekämpft und Leitprinzipien für den Umgang mit
Bodenverunreinigungen festgelegt werden. Gesunde
Böden sind den Angaben zufolge die Grundlage für
95 Prozent der Lebensmittel und beherbergen mehr
als 25 Prozent der biologischen Vielfalt der Welt.
Bodenkrise: Ein Drittel aller EU-Böden ist nicht
gesund
Allerdings seien 60 bis 70 Prozent der Böden in
der EU nicht gesund. Nach Angaben der
EU-Kommission geht jedes Jahr in der EU etwa eine
Milliarde Tonnen Boden durch Erosion verloren. Die
dadurch verursachten Verluste in der
landwirtschaftlichen Erzeugung werden auf 1,25
Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
Böden leiden demnach etwa unter dem Rückgang
organischer Substanzen, Verschmutzung, Versalzung
und Versiegelung infolge nicht nachhaltiger
Landnutzung, Übernutzung und dem Eintrag von
Schadstoffen. Die Länder müssen nun noch mit dem
Europaparlament einen Kompromiss aushandeln, dann
können neue Vorschriften in Kraft treten.
Kanton Wallis (Schweiz) 15.6.2024ca.: Mit
Kupferstäben ins Gemüsebeet gesteckt wachsen die
Gemüse 3x so schnell
So macht es Informantin Matterhorn.
25.8.2024: Fledermäuse in der
Monokultur der Rebberge gegen Schädlinge: Fledermäuse
sind Nützlinge im Rebberg - Effizient
gegen Schädlinge
https://www.blick.ch/life/essen/weintipp/effizient-gegen-schaedlinge-fledermaeuse-sind-nuetzlinge-im-rebberg-id20072067.html
Nicolas
Greinacher - Redaktor Wein DipWSET- Im
Rebberg sind die nachtaktiven Fledermäuse gern
gesehen. Wie ihre Ansiedlung und ihr Einsatz
genau funktionieren, haben wir beim Thurgauer
Bioweingut Lenz nachgefragt.
Fledermäuse fressen nicht nur Schädlinge wie den
Traubenwickler und die Kirschessigfliege, sondern
verhindern auch die Ausbreitung von Krankheiten,
die durch diese Schädlinge verursacht oder
begünstigt werden können. Um mehr über die
fliegenden Helfer und ihren Einsatz zu erfahren,
haben wir uns mit Karin Lenz, Winzerin aus dem
Kanton Thurgau, unterhalten.
Blick: Frau Lenz, in welchem Zusammenhang arbeiten
sie auf ihrem Weingut mit Fledermäusen?
Karin Lenz: Wir setzen Fledermäuse gezielt im
Kampf gegen Schädlinge wie die Kirschessigfliege
und den Traubenwickler ein. Vor einigen Jahren
haben wir damit begonnen, Sommerquartiere für
Fledermäuse aufzustellen. Auf unseren 27 Hektar
Rebflächen haben wir etwa 50 solcher Holzkästen
installiert.
Was für Kästen verwenden Sie?
Es handelt sich um schmale, flache Holzkästen, die
auf über drei Meter hohen Stangen montiert sind.
Oft sind sie Rücken an Rücken angebracht, so dass
die Fledermäuse bei Bedarf zwischen den Kästen
abwechseln können.
Reicht es aus, ein paar Kästen aufzustellen, um
Fledermäuse anzusiedeln?
Nein, es bedarf weiterer Massnahmen. Wasserstellen
sind zum Beispiel wichtig, wo die Fledermäuse
darüber fliegen und daraus trinken können. Wenn
hohes Schilf am Ufer wächst, kann das den Anflug
der Fledermäuse erschweren. Sie benötigen eine
freie Anflugbahn.
Gibt es noch weitere wichtige Elemente?
Ja, es sollte etwas Höheres in der Umgebung
vorhanden sein, wie zum Beispiel Bäume, damit das
Echolot der Fledermäuse reflektiert wird. Ohne
solche Strukturen ist es schwierig, Fledermäuse
ins offene Feld oder in den Weinberg zu locken. Da
Fledermäuse nur eingeschränkt sehen können, sind
sie für die Orientierung auf Schallreflexionen
angewiesen.
Hatten sie bei diesem Projekt externe
Unterstützung?
Ja, der Fledermausschutz Thurgau hat uns
begleitet. Sie haben uns auch bei der Bestimmung
geholfen, welche Fledermausarten bei uns vorkommen
und welche Insekten sie bevorzugt fressen.
Wie viele Fledermauskästen sind derzeit
besetzt?
Rund ein Drittel der Kästen ist momentan bewohnt.
Welche Erfolge haben sie bisher durch den Einsatz
von Fledermäusen erzielt?
Es ist noch zu früh, um einen direkten
Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Fledermäusen
und einer Reduktion von Schädlingen festzustellen.
Aber es schadet sicher nicht. Ausserdem setzen wir
zunehmend auf pilzwiderstandsfähige Rebsorten,
deren dickere Beerenhäute besser gegen Schädlinge
wie die Kirschessigfliege geschützt sind.
Bauernhof im Kanton Bern
(Schweiz) am 4.1.2025: Lohn 18 Franken pro
Stunde - total 78'027
Franken für über 4000 Stunden:
Bäuerin Gabi Schürch aus Kirchberg BE
legt ihr Hofeinkommen offen: «Ich zahle
meinem Mann 18 Franken pro Stunde aus» https://www.blick.ch/wirtschaft/baeuerin-gabi-schuerch-aus-kirchberg-be-legt-ihr-hofeinkommen-offen-ich-zahle-meinem-mann-18-franken-pro-stunde-aus-id20462610.html
"2023 verdienten Gabi und
ihr Mann Beat mit ihrer Arbeit auf dem Hof
zusammen 78'027 Franken für über 4000
Stunden. «Ich kann meinem Mann und mir 18
Franken pro Stunde auszahlen», so die
Bäuerin. Manche Bauern verdienen mehr,
manchen geht es schlechter - die Schürchs
liegen irgendwo dazwischen."
Der Artikel:
Milena
Kälin und Philippe Rossier - Gabi
Schürch-Wyss betreibt den Bauernhof im
Kanton Bern mit ihrer Familie bereits in
vierter Generation. Obwohl die finanzielle
Situation nicht einfach ist, steht der
Nachwuchs bereit.
35 Milchkühe, 33 Hektar Nutzfläche und 19
Hektar Wald. Hinzu kommen noch einige Hektare
zur Futterproduktion sowie Ackerfläche. Das
ist der Hof von Gabi Schürch-Wyss (52) in
Kirchberg BE, wie er sich beim Besuch von
Blick präsentiert. Vor zwei Jahrzehnten
übernahm sie gemeinsam mit ihrem Mann den
Landwirtschaftsbetrieb von ihren Eltern. Die
fünfte Generation steht mit Sohn Florian (21)
bereits in den Startlöchern.
«Wir bauern leidenschaftlich gern und haben
Freude daran, mit Tier und Natur zu arbeiten»,
sagt Schürch. Für eine Medienkonferenz des
Schweizer Bauernverbands legt sie die Finanzen
ihres Hofs offen. Dabei handelt es sich um
einen typischen, durchschnittlichen Bio-Hof
mit Tierhaltung, Pflanzenbau und Wald.
2023 verdienten Gabi und ihr Mann Beat mit
ihrer Arbeit auf dem Hof zusammen 78'027
Franken für über 4000 Stunden.
«Ich kann meinem Mann und mir 18 Franken pro
Stunde auszahlen», so die Bäuerin. Manche
Bauern verdienen mehr, manchen geht es
schlechter - die Schürchs liegen irgendwo
dazwischen.
Dabei arbeitet das Paar deutlich mehr als der
Durchschnitt: Ehemann Beat arbeitet Vollzeit
auf dem Hof – 365 Tage im Jahr. Täglich
chrampft er 10 Stunden am Tag – bis zu 75
Stunden in der Woche. Ehefrau Schürch selbst
arbeitet pro Woche 35 Stunden auf dem Hof.
«Dabei ist es auf einem Bauernhof extrem
schwer, Arbeits- und Freizeit abzugrenzen», so
die Bäuerin. Sie arbeitet nebenbei noch als
Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen
und Landfrauenverband und verdient sich so
noch etwas dazu.
Am meisten verdienen Schürchs mit dem Verkauf
ihrer eigenen Milch. Dank ihrer
Biogasanlage können sie zudem Strom
absetzen. «Der Arbeit auf dem Hof
mit Tier und Natur ist spannend – aber auch
herausfordernd und arbeitsintensiv», sagt sie.
[Bio lohnt sich nicht immer]
Seit 2018 gilt der Hof als Bio-Bauernhof. Ob
man im Bio-Betrieb mehr oder weniger verdient,
konnte Schürch so nicht beantworten.
Einerseits ist der Ertrag höher, da man an
der Milch mehr verdient. Aber auch
der Arbeitsaufwand ist bis zu 15 Prozent
höher. Dazu kommen noch die
Futterzukäufe. «Die Umstellung sollte sowieso
nicht aus einem reinen Umsatzdenken erfolgen»,
so die Bäuerin.
Investitionen als Herausforderung
«Mit einem Stundenlohn von 18 Franken lassen
sich keine grossen Sprünge machen», so
Schürch. Insgesamt wohnt die Familie zu
sechst. Drei der vier Kinder im Alter zwischen
15 und 23 Jahren haben bereits eine eigene
Arbeitsstelle ausserhalb des Hofs, davon sind
zwei noch in der Lehre.
Neben ihrem eigenen Lebensunterhalt muss die
Familie auch Gebäude wie das Wohnhaus oder die
Ställe unterhalten. Miete bezahlt sie zwar
keine – doch das denkmalgeschützte Bauernhaus
muss instandgehalten werden. Hypotheken
müssen abbezahlt und der Hof muss für die
Zukunft fit gemacht werden. Auch
fürs Alter sorgt das Paar bereits vor:
Zusammen investieren Gabi und Beat Schürch
jährlich 26'500 Franken in ihre Vorsorge. «Das
ist vor allem auch wichtig für meinen Mann, da
ich Alleinbesitzerin des Hofs bin», so die
Bäuerin. Beat Schürch findet sich in der
Position wieder, in der sonst meistens die
Bauernfrau ist.
Doch die finanzielle Situation spitzt sich zu.
Unter anderem muss die Melkmaschine
bald erneuert werden.
«Investitionen stellen zunehmend eine
Herausforderung dar. Wir müssen schauen, dass
wir uns nicht übernehmen», so Schürch.
Ferien zur Prävention
Das Bauernleben ist intensiv: Pro Jahr
versuchen sich die beiden, «wenn irgend
möglich», ein bis zwei Wochen Ferien zu
gönnen. Das ist eine Herausforderung: Die Kühe
müssen sieben Tage die Woche morgens und
abends gemolken werden. In Abwesenheit der
Schürchs übernehmen das ein Landwirt in
Ausbildung sowie eine weitere 40-prozentige
Arbeitskraft, die das Paar auf dem Hof
beschäftigt. Auch der Vater der Landwirtin,
dem der Hof ursprünglich gehört hat, hilft
aus. «Eine Auszeit vom Betrieb ist ganz
wichtig. Das gibt uns eine gewisse Distanz –
und ist eine Burnout-Profilaxe», so Schürch.
An einem Sonntag im Monat gönnt sich die
Familie deshalb einen freien Tag.
Trotz Herausforderungen steht der Nachwuchs
bereit: Florian (21), der zweitälteste Sohn,
möchte den Hof übernehmen. «Seit ich klein
bin, konnte ich mir nichts anderes
vorstellen», sagt er. Seine Leidenschaft ist
dem jungen Berner anzumerken. Wenn sich jetzt
noch die finanzielle Situation für den
Bauernberuf verbessere, sei das noch «die
Kirsche auf der Torte».
Kuh mit Kalb am
7.1.2025: sollen zusammenbleiben: Bleibt Kalb länger bei
Mutter, fördert dies unsere Gesundheit
https://www.nau.ch/news/stimmen-der-schweiz/bleibt-kalb-langer-bei-mutter-fordert-dies-unsere-gesundheit-66889885
Meret Schneider - Stäfa - Die
muttergebundene Kälberaufzucht fördert nicht
nur das Tierwohl, sondern auch unsere
Gesundheit, schreibt Meret Schneider in der
neuesten Nau.ch-Kolumne.
Das Wichtigste in Kürze
Der Anstieg der
Antibiotikabehandlungen bei Milchkühen bietet
Anlass zur Besorgnis.
Der Schlüssel zu einer
geringeren Antibiotikagabe ist eine stabile
Gesundheit der Tiere.
Eine Lösung ist die
muttergebundene Kälberaufzucht, findet Meret
Schneider.
Wir kennen Antibiotika als unverzichtbare
Medikamente gegen Infektionskrankheiten. Also
Krankheiten, die durch Bakterien verursacht
werden.
Gäbe es Antibiotika nicht, würden viele
Krankheiten wie beispielsweise eine Sepsis
(Blutvergiftung) bei Menschen tödlich
verlaufen. Ein guter Grund, dankbar für die
Entwicklung dieser Medikamente zu sein – und
sie sparsam einzusetzen.
Werden Antibiotika nämlich öfter und
längerfristig eingenommen, können die
entsprechenden Bakterien Resistenzen
entwickeln. Die Medikamente erweisen sich in
der Folge als wirkungslos. Ein gefährlicher
Zustand bei einer Infektion, weshalb sie von
Hausärztinnen und Hausärzten nur kurzfristig
und exakt richtig dosiert verschrieben werden.
Hohe Antibiotika-Abgaben in Tierställen
Eine weitere Ursache der Resistenzen, die wir
als Privatpersonen jedoch kaum beeinflussen
können, ist die Nutztierhaltung.
Die teilweise hohen Antibiotikagaben in den
Tierställen führen zu antibiotika-resistenten
MRSA- und ESBL-Keimen. Diese können dann
wiederum durch den Verzehr von Lebensmitteln
wie Fleisch oder Milch in den menschlichen
Organismus gelangen.
Der Bund und auch die Bäuerinnen und Bauern
sind sich dessen wohl bewusst, weswegen in der
Landwirtschaft bereits stark auf eine
Reduktion des Antibiotika-Einsatzes
hingearbeitet wird. Der Bund hat mit der StAR
(Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz)
entsprechende Massnahmen ergriffen und
konkretisiert.
Gesundheit der Tiere als Schlüssel
In vielen Bereichen zeigen diese Massnahmen
auch Wirkung: Zentral sind dabei die
Information über den sachgemässen Einsatz von
Antibiotika. Aber auch die Etablierung von
Rahmenbedingungen, die es den Bauern und
Veterinärmedizinerinnen ermöglichen, den
Antibiotika-Einsatz so gering wie möglich zu
halten.
Erkrankt ein Tier an einer Infektion, ist aus
Tierwohl-Sicht der Einsatz von Antibiotika
nämlich unumgänglich. Alles andere würde zu
viel Tierleid und letztlich zum Tod des Tieres
führen. Der Schlüssel zu einer geringeren
Antibiotikagabe ist also eine möglichst gute
und stabile Gesundheit der Tiere.
Sorgen nach Datenerfassung
Eine ebenfalls zentrale Säule der Strategie
ist die Datenerfassung und Berichterstattung,
um die Entwicklung zu monitoren, evaluieren
und gegebenenfalls Massnahmen ergreifen zu
können. Diese Datenerfassung (erschienen im
Oktober 2024 und wenig von Öffentlichkeit und
Politik zur Kenntnis genommen) bereitet Anlass
zur Sorge.
Sie fördert nämlich zu Tage, dass trotz aller
Bemühungen, Aufklärung und dem Einsatz der
Bäuerinnen und Bauern bei Rindern noch immer
die grösste absolute Wirkstoffmenge sowie die
grösste Wirkstoffmenge kritischer Antibiotika
verzeichnet wurde.
Kein abnehmender Trend bei Rinderkategorien
Auch die insgesamt grösste Anzahl
Tierbehandlungen (pro 1000 Tiere) erfolgte bei
Milchkühen. Gefolgt von Rinderaufzucht und
Rindermast. Diese Zahl ist in den meisten
Rinderkategorien im Vergleich zum Vorjahr
leicht angestiegen, bei Milchkühen sogar
deutlich.
Die höchsten Zahlen von Tierbehandlungen mit
kritischen Antibiotika waren bei der
Rinderaufzucht und -mast sowie bei den
Milchkühen zu verzeichnen. Insgesamt zeigt
sich bei den Rinderkategorien kein abnehmender
Trend im Antibiotika-Verbrauch, während in den
anderen Tierkategorien ein Rückgang zu
beobachten ist, der positiv stimmt.
Milchkühe: Deutlicher Anstieg der
Antibiotika-Behandlungen
Der deutliche Anstieg der
Antibiotika-Behandlungen bei Milchkühen bietet
also Anlass zur Besorgnis. Und müsste
eigentlich Grund genug sein für den Bund, hier
griffige Massnahmen zu ergreifen, die im Sinne
des Tierwohls umgesetzt werden können.
Wie der Bund in seiner eigenen Strategie
schreibt, ist die wirksamste Gegenmassnahme
gegen erhöhten Antibiotika-Einsatz die
Prävention. Also die Schaffung von
Rahmenbedingungen für eine möglichst optimale
Tiergesundheit, die eine Antibiotikagabe
unnötig macht.
Ein Ansatz, der einen signifikanten Effekt auf
die Gesundheit der Kälber (dort ist die Abgabe
von Antibiotika besonders hoch) hat und im
gleichen Zuge das Tierwohl wesentlich
verbessert, stellt die muttergebundene
Kälberaufzucht dar.
Dies nur schon deshalb, weil alle Kälber
während drei bis zehn Monaten bei der Mutter
und dadurch auf dem Geburtsbetrieb verbleiben
und nicht im jungen, sensiblen Alter vom
Muttertier getrennt und auf einen Mastbetrieb
transportiert werden. Das bedeutet Stress für
die Kälber. Es schwächt das Immunsystem,
welches sich in den ersten zwölf Lebenswochen
noch im Aufbau befindet.
Zusatzaufwand und Umsatzeinbussen
Ein solcher Ansatz für eine bessere
Kälber-Gesundheit und ein besseres Tierwohl
ist für den einzelnen Milchviehbetrieb jedoch
mit Zusatzaufwand und Umsatzeinbussen
verbunden: Er kann weniger Milch verkaufen (im
Schnitt rund 30 Prozent), da alle Kälber Milch
beim Muttertier trinken. Zudem ist mehr Platz,
Einstreu und Reinigungsarbeit für die Kälber
nötig, da sie nicht auf einen Mastbetrieb
ausgelagert werden. Daher kann sich ein solch
neuer Ansatz nicht ohne Förderung und ohne
einen besseren Milchpreis etablieren.
Keine staatliche Unterstützung
In Gegensatz zu diesen Fakten argumentiert der
Bund auf eine Anfrage zur Etablierung der
muttergebundenen Kälberaufzucht: Der Bundesrat
plant weder eine Definition eines
Produktionssystems «muttergebundene
Kälberaufzucht» noch dessen finanzielle
Unterstützung.
Soll der Bund die muttergebundene
Kälberaufzucht finanziell unterstützen?
Er ist der Ansicht, dass Milchprodukte aus
dieser Produktionsform ohne zusätzliche
staatliche Unterstützung ihre Abnehmer finden
können.
Dem widerspricht die Tatsache, dass zurzeit
diverse Bäuerinnen und Bauern gern auf
muttergebundene Kälberaufzucht umstellen
würden. Sie können es sich aber finanziell
nicht leisten. Weil sie einerseits gegen 30
Prozent Mengeneinbussen zu verzeichnen haben,
und andererseits nicht wie bei beispielsweise
der Weidehaltung durch Tierwohlprogramme wie
RAUS oder BTS unterstützt werden.
In Anbetracht dessen, dass es aber im
ureigenen Interesse des Bundes sein muss,
Antibiotikaresistenzen zu vermeiden, stellt
sich die Frage, warum hier die Bereitschaft
fehlt, günstige Rahmenbedingungen zu schaffen.
Solche, die es ermöglichen, muttergebundene
Kälberaufzucht zu etablieren und dabei
kostendeckend zu wirtschaften.
Da eine Förderung dieser Tierhaltungsform aber
auch im Interesse der Bäuerinnen und Bauern
sein müsste, werde ich mich im Vorfeld der
Frühlingssession mit den entsprechenden
Branchenverbänden austauschen.
Ich hoffe sehr, hier etwas Mehrheitsfähiges
aufgleisen zu können. Die muttergebundene
Kälberaufzucht kommt nicht nur dem Tier,
sondern vor allem auch der Gesundheit von uns
Menschen zugute. Das lässt sich aus der
Strategie des Bundes selber erkennen.
Zur Person: Meret Schneider (31) ist Mitglied
des Schweizer Nationalrats. Sie arbeitet als
Projektleiterin beim Kampagnenforum. Weiter
ist sie Vorstandsmitglied der Grünen Partei
Uster ZH.
Ldw OHNE Pestizide in Seegräben
(Schweiz) am 10.1.2025: Artenvielfalt garantiert
weniger Schädlinge - Obstbauer Martin Jucker: Martin Jucker: Droht ohne Pestizide wirklich
eine Hungersnot?
https://www.nau.ch/news/stimmen-der-schweiz/martin-jucker-droht-ohne-pestizide-wirklich-eine-hungersnot-66889952
Ldw OHNE Pestizide in Seegräben (Schweiz) am
10.1.2025: Artenvielfalt garantiert weniger
Schädlinge [3]
Fototext:
-- Martin
Jucker von der bekannten "Jucker Farm" in
Seegräben ZH. - zvg
-- Dünger hilft Pflanzen beim Wachstum, kann
aber auch schädlich sein. - Pixabay
Der Artikel:
-- Martin Jucker ist gelernter Obstbauer und
betreibt die «Jucker Farm» in Seegräben ZH.
-- Auf Nau.ch schreibt Jucker eine monatliche
Kolumne. [...]
Neue Produktionsmethode etablieren
Denn wir müssen und werden es schaffen, eine neue
Produktionsmethode zu etablieren, die keine
Pestizide und keinen Kunstdünger braucht. Unsere
Vorfahren konnten das auch, wie es Agrarjournalist
Jürg Vollmer im Contryside Newsletter schön
beschreibt. Wieso soll das nicht mehr gehen?
Die Biodiversität ist ein hochkomplexes
Zusammenspiel verschiedenster Arten von Lebewesen.
Vom Bakterium bis zum Elefanten sind alle
beteiligt. Die regenerative Landwirtschaft trägt
dem Rechnung.
Weniger Krankheiten dank Artenvielfalt
Ist die Artenvielfalt gross genug, stellt sich ein
Gleichgewicht ein, welches verhindert, dass sich
eine Art übermässig vermehrt. Auch Krankheiten
können sich so nicht epidemisch ausbreiten.
Ein Grossteil der Arten lebt im Boden. Auch wenn
die nette Honigbiene auf der blühenden Magerwiese
meist als Symbol für die Biodiversität herhält,
müssen wir zuerst ganz unten ansetzen: beim
Zusammenspiel des Mikrobioms (Gesamtheit aller
Mikro-Organismen) im Boden mit den Pflanzen, die
ihre Wurzeln darin haben.
Alles, was wir in der regenerativen Landwirtschaft
machen, dient am Anfang der Förderung des
Bodenlebens und dem Wiederaufbau des Mikrobioms.
Jeder Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln
schädigt das Bodenleben. Ob diese
Pflanzenschutzmittel aus der konventionellen oder
biologischen Landwirtschaft sind, ist weitgehend
unbedeutend. Wenn sie wirken, haben sie auch
Nebenwirkungen.
Wir versuchen also, die abbauenden Prozesse, die
wir in den letzten 80 bis 100 Jahren gepflegt
haben, umzukehren in aufbauende Prozesse. Wir
arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie.
Wieso machen das nicht alle?
Es ist in der Theorie so klar und logisch. In der
Praxis ist die Zusammenarbeit mit der Natur aber
auch den Naturgesetzen ausgeliefert.
Die Natur kennt die Grundprinzipien von fressen
und gefressen werden – und der Stärkere gewinnt.
Nicht unbedingt die Werte, die wir als
Gesellschaft pflegen.
Zudem müssen wir Kontrolle durch Vertrauen
ersetzen. In unserem Wirtschaftssystem ein No-Go.
Regenerative Landwirtschaft bedeutet; grosse
Investitionen über eine lange Zeit zu leisten,
ohne wirklich zu wissen, ob sie sich auszahlen
werden. Wir tun es trotzdem.
Ich persönlich bin überzeugt, dass wir es uns
nicht leisten können, nichts zu verändern. Es ist
jetzt Zeit, zu handeln. Und es ist jetzt Zeit, die
Zukunft der Menschheit in die Hand zu nehmen.
Alle sind gefragt
Schön und gut, aber wo soll man als
verantwortungsvoller Mensch und Nicht-Bauer oder
-Bäuerin jetzt ansetzen? Die Lösung beginnt bei
jedem und jeder Einzelnen.
Tun wir nichts, erleiden wir den gleichen
Schiffbruch wie die Politik. Wie wärs etwa mit
einer Blumenwiese statt Rasen im Garten?
bienen ständerat massnahmen
Bienen sind wichtig für die Nahrungssicherheit der
Schweiz. - Unsplash
Wie wäre es, wenn du dich bei deinem Einkauf für
Produkte aus regenerativer Landwirtschaft
entscheidest? Wie wärs, wenn du ein Bienenhotel
bei dir aufstellen würdest?
Ich freue mich ausserordentlich: Wenn du mitmachst
und wir jetzt zusammen beginnen, unsere Zukunft in
die Hand zu nehmen.
Zur Person: Martin Jucker ist gelernter Obstbauer
und hat sich mit der «Jucker Farm» in Seegräben ZH
über die Landesgrenzen hinweg einen Namen gemacht.
Er steht für innovative, nachhaltige und
unabhängige Landwirtschaft. 2014 wurde er zusammen
mit seinem Bruder Beat, als bisher einziger Bauer,
zum Schweizer Unternehmer des Jahres gewählt.