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Merkblatt: Natürliche Antibiotika 01


Natürliche Antibiotika: Knoblauch,
                        Echinacea, Oregano, Eukalyptus, Pfefferminze,
                        Zwiebeln, Ingwer, Zitronen / Limonen, Pilze,
                        Thymian, Grüntee
Natürliche Antibiotika: Knoblauch, Echinacea, Oregano, Eukalyptus, Pfefferminze, Zwiebeln, Ingwer, Zitronen / Limonen, Pilze, Thymian, Grüntee und Honig


Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Die Liste mit den erwähnten Naturprodukten mit natürlichen Antibiotika: Pflanzen, Knollen, Pilzen und Honig etc.
Mutter Erde hat's
-- Knoblauch - Echinacea - Oregano - Eukalyptus - Pfefferminze - Zwiebeln - Ingwer - Zitrone / Limonen - Pilze - Thymian - Grüntee (Facebook 2.5.2013)
-- Kapuzinerkresse enthält natürliche Antibiotika (Artikel vom 26.10.2012 - Link)
-- Silber steigert die Wirkung von Antibiotika (Artikel vom 13.7.2013 - Link)

-- Naturbelassener Honig enthält natürliche Antibiotika (Artikel vom 16.4.2014 - Link)
-- Knoblauch - kolloidales Silber - Oreganoöl - Echinacea (Sonnenhut) - Manukahonig (Artikel vom 11.5.2014 - Link)
-- Nanosilber (Silberwasser, kolloidales Silber, Silberionen) wirkt besser als Antibiotika (Artikel vom 29.7.2014 - Link)
-- Antibiotika sind auch in Pilzen, aber man muss genau wissen welche (Artikel vom 7.4.2019: Die unerwartete Zauberkraft von Pilzen - Link)
-- Grapefruitkernextrakt (Artikel vom 2.7.2020 - Link)
-- Mischung: Saft aus Zwiebel+Knoblauch+Chili+Ingwer+Kurkuma+Meerrettich in Apfelessig ziehen lassen - 1 Löffel täglich einnehmen (Video vom 1.5.2017: Das stärkste natürliche Antibiotikum selbst herstellen - Link)
-- Mischung: Salbe aus Knoblauch+Zwiebeln+Wein+Rindergalle (Artikel vom 31.7.2020 - Link)
Corrina Jacker
-- Mischung: Honig+Kurkuma+schwarze Pfeffer="GOLDENER HONIG", selbst gemachtes Antibiotikum, so heilt z.B. Mittelohrentzündung (aus FB: Corrina Jacker - Link)

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Thema Corona19: Immunsysteme mit Antibiotika entlasten - dann geht Covid-19 ganz schnell mause:

31.7.2020: Natürliche Antibiotika als Prävention gegen Corona19 (Covid-19)
DIE PRÄVENTION gegen Corona19 ist so einfach und die Regierungen verschweigen dassie weiterhin:
-- Knoblauch Ingwer Rettich für Antibiotika
-- Zitrone und Grapefruit für Vitamin C
-- alles Vollkorn für Mineralien
-- Pfefferminze und Eukalyptus pflegen die Atemorgane mit ätherischen Ölen.
Tja, scheinbar wollen die Regierungen alle Konzerte und Sportveranstaltungen vernichten. So sieht's aus.
Michael Palomino, 31.7.2020

31-07-2020: Des antibiotiques comme prévention contre Corona19 (Covid-19)
LA PRÉVENTION contre Corona19 est si simple et les gouvernements gardent le silence:
-- de l'ail et de gingembre et du radis pour les antibiotiques
-- citron et pamplemousse pour la vitamine C.
-- tous grains entiers pour les minéraux
-- la menthe poivrée et eucalyptus pour les organes respiratoires avec ses huiles essentielles.
Eh bien, les gouvernements semblent vouloir détruire tous les concerts et événements sportifs. Voilà à quoi ça ressemble.
Michael Palomino, 31-07-2020

31/07/2020: Antibiotici naturali come prevenzione contro Corona19 (Covid-19)
PREVENZIONE contro Corona19 è così semplice e i governi tacciono:
-- aglio, zenzero e ravanello per antibiotici naturali
-- limone e pompelmo per vitamina C.
-- tutto debbe essere di grano intero per minerali
-- menta piperita ed eucalipto per gli organi respiratori con olii essenziali.
Bene, i governi sembrano voler distruggere tutti i concerti e gli eventi sportivi. Ecco come appare.
Michael Palomino, 31/07/2020

31-07-2020: Antibióticos naturales como prevención contra Corona19 (Covid-19)
La PREVENCIÓN contra Corona19 es tan simple y los gobiernos guardan silencio:
-- ajo jengibre rábano para antibióticos naturales
-- limón y pomelo para la vitamina C.
-- todo debe ser integral para minerales
-- la menta y el eucalipto cuidan los órganos respiratorios con aceites esenciales.
Bueno, los gobiernos parecen querer destruir todos los conciertos y eventos deportivos. Así es como se ve.


July 31, 2020: Natural antibiotics as prevention against Corona19 (Covid-19)
PREVENTION against Corona19 is so simple and governments keep silent:
-- Garlic ginger radish for natural antibiotics
-- Lemon and grapefruit for vitamin C.
-- all food must be made of whole grain for a maximum of mineral provision
-- Peppermint and eucalyptus care for the respiratory organs with essential oils.
Well, the governments seem to want to destroy all concerts and sporting events. That's how it looks like.
Michael Palomino, July 31, 2020





Antibiotika einnehmen: Die Wirkung und die Dosis selbst herausfinden

von Michael Palomino, 11.7.2018

Antibiotika werden normalerweise mit dem Essen eingenommen, um Gastritis zu verhindern.

Wenn Antibiotika aber nicht wirken, wenn sie mit dem Essen eingenommen werden, kann man auch versuchen, Antibiotika nüchtern einzunehmen.

Man muss die persönliche Dosis herausfinden, vielleicht reicht nüchtern bereits eine halbe Tablette.

Gastritis heilt mit Kokosöl, Aloe Vera.


Die persönliche Erfahrung mit natürlichen Antibiotika: Keine Wirkung!

Ich musste die Erfahrung machen, dass innere Entzündungen auch mit täglich rohem Ingwer im Essen und Zitronenwasser NICHT weggegangen sind.

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2.5.2013: Die wichtigsten, natürlichen Pflanzen mit Antibiotika in Europa:

Knoblauch - Echinacea - Oregano - Eukalyptus - Pfefferminze - Zwiebeln - Ingwer - Zitrone / Limonen - Pilze - Thymian - Grüntee

aus: Facebook: Der Wahrheit auf der Spur; 2.5.2013;
https://www.facebook.com/derwahrheitauf.derspur (2020 nicht mehr erreichbar)
stattdessen neu: https://www.facebook.com/groups/1720841941507974/

Natürliche Antibiotika: Knoblauch, Echinacea,
              Oregano, Eukalyptus, Pfefferminze, Zwiebeln, Ingwer,
              Zitronen / Limonen, Pilze, Thymian, Grüntee
Natürliche Antibiotika: Knoblauch, Echinacea, Oregano, Eukalyptus, Pfefferminze, Zwiebeln, Ingwer, Zitronen / Limonen, Pilze, Thymian, Grüntee

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Schon lange bevor die klassische Schulmedizin das Antibiotika erfand, hielt die Natur für den Menschen das beste und machtvollste Mittel gegen Viren, schädliche Bakterien und Pilze bereit: Kolloidales Silber.

Die Geschichte des Kolloidalen Silbers

Von der Heilwirkung des Silbers wusste man schon in der Antike. Vermutlich wurde Silber zuerst im alten Ägypten zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Auch die Griechen, Römer, Perser, Inder und Chinesen hatten dafür Verwendung in ihrer Medizin. Im Mittelalter setzte der Arzt Paracelsus (1493-1541) verarbeitetes Silberamalgam in ausleitenden Bädern ein,  zur Ausleitung von Quecksilber aus dem Körper. Die Äbtissin und Naturheil-Lehrerin, Hildegard von Bingen (1098-1179), verwendete Silber als Heilmittel bei Verschleimung und Husten.

Konrad von Megenberg, ein Regensburger Domherr und Universalgelehrter aus dem 14. Jh., erwähnte in seinem “Buch der Natur“, dass Silber – verarbeitet zu Pulver, vermischt mit edlen Salben – „wider die zähen Fäulen“ im Leib helfe. Er empfahl es u.a. bei Krätze, blutenden Hämorrhoiden und Stoffwechselschwäche.

Die Adeligen bewahrten ihre Vorräte – Wasser und Nahrung – in Silbertruhen- und behältern auf und speisten ausschließlich mit Silberbesteck von silbernen Tafeln. Allgemein war Silber ein Mittel um böse Dämonen und Krankheiten fernzuhalten. Es wurde auch geschabtes Silber mit verschiedenen Pflanzen vermischt, um Tollwut, Wassersucht, Nasenbluten und viele andere Krankheiten zu heilen.

Die amerikanischen Siedler die nach Westen zogen und die Goldgräber legten Silber-Dollar-Münzen in ihre Wasserbehälter, um das Wasser länger haltbar zu machen. Auch die Milch behielt so länger ihre Frische. Silber war also auch schon seit langer Zeit für seine konservierende Wirkung bekannt.

In der Mitte des 19. Jhts. wurde Silber dann in seiner kolloiden Form als Heilmittel entdeckt. Zu Beginn des 20. Jh. wurde Silber intensiv von zahlreichen Wissenschaftlern untersucht und als erprobtes keimtötendes Mittel anerkannt. Angesehene Zeitschriften wie Lancet, Journal of the American Medical Association und das British Medical Journal veröffentlichten Artikel über die wunderbaren heilenden Eigenschaften von kolloidalem Silber. Gleichzeitig betrieben die Pharmakonzerne ihre Antibiotikaforschung, und da sich diese im Gegensatz zu Silber patentieren und für teures Geld verkaufen ließen, geriet kolloidales Silber – obwohl allen chemischen Antibiotika überlegen – allmählich in Vergessenheit.

Was genau ist kolloidales Silber?

Wissenschaftlich spricht man dann von einem kolloidalen System, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:

  1. Es müssen unterschiedliche Bestandteile vorliegen, wie z.B. Silber und Wasser.
  2. Die Bestandteile müssen unterschiedlichen Phasen angehören, wie z.B. flüssig/fest oder gasförmig/flüssig.
  3. Die Partikel dürfen nicht löslich sein.

Demnach sind Kolloide heterogen, multiphasisch und unlöslich.

Kolloidpartikel sind die kleinsten Teilchen, in die Materie zerlegt werden kann, ohne die individuellen Eigenschaften zu verlieren.  Die nächste Stufe der Zerkleinerung wäre das Atom selbst. Die Teilchengröße liegt typischerweise zwischen 10–7 und 10–9 nm. Ein einzelnes Kolloid-Teilchen entspricht etwa einer Atomansammlung von 103 bis 109 Atomen. Das entspricht einer Größe von 1-10nm. Als Vergleich möge man sich ein rotes Blutkörperchen mit 7,5µm (7,5µm = 7500nm) vorstellen. Das bedeutet dass ein rotes Blutkörperchen ca. 750 mal größer ist, als ein kolloidales Teilchen.

Diese Partikel befinden sich in destilliertem Wasser und tragen eine elektrische Ladung. Da sich gleiche Ladungen abstoßen, halten sie sich gegenseitig in der Schwebe. Kolloide spielen in der Natur eine sehr große Rolle – ohne sie gäbe es kein Leben! Alle Lebensvorgänge in einer Zelle, den Bausteinen der Lebewesen, basieren auf kolloidalen Zustandsformen. Besser als durch eine starre Definition, die nur sehr unscharf sein könnte, lässt sich der Begrifff “kolloid” anhand von vertrauten Beispielen von Kolloidsystemen erklären: Milch, Majonaise, Kosmetika (auch Emulsionen genannt, nämlich Tröpfchen in Flüssigkeit); Schlagsahne (Gas in Flüssigkeit); Butter (Tröpfchen in Feststoff); Rauch (Teilchen im Gas); Nebel (Tröpfchen im Gas). Weitere Beispiele für Kolloide sind zum Beispiel frisch gepreßter Orangensaft, Waschmittel, die Beschichtung von Filmen, aber auch Rauch oder Nebel. Nicht zu vergessen das Blut und die Lymphe, welche sich ebenfalls in kolloidalem Zustand befinden.

„Durch das Zerkleinern in mikroskopisch kleine Teilchen wird die Gesamtoberfläche enorm vergrößert und damit auch die Wirkung. Außerdem wird die Möglichkeit, in den Körper einzudringen und an selbst entlegene Stellen zu gelangen, enorm verbessert. Ganz besonders interessant sind Silberkolloide, da das Edelmetall Silber der beste, natürliche elektrische Leiter ist“, schreiben Werner Kühni und Walter von Holst in ihrem Ratgeber Kolloidales Silber als Medizin.

Wirkungsweise

Silber hat in allen Formen (Ionen, Atome, Partikel) direkt oder indirekt eine keimtötende Wirkung.

Die winzigen Silbermoleküle dringen durch ihre geringe Größe in alle einzelligen Parasiten wie Bakterien, Viren und Pilze und deren Sporen ein und ersticken diese, indem sie dort ein für die Sauerstoffgewinnung zuständiges Enzym blockieren. Der Stoffwechsel der Parasiten kommt so zum Erliegen, und sie sterben ab. 

Es ist kein Bakterium bekannt, welches nicht von kolloidalem Silber abgetötet wird – selbst pathogene Mikroorganismen, die bereits gegen Antibiotika immun sind sterben ab. Auch Würmer werden angegriffen. Diese abgetöteten Parasiten werden dann vom Körper abtransportiert und ausgeschieden. Erfahrungsgemäß werden intakte Hautzellen und gesundheitsfördernde Bakterien bei der Behandlung mit kolloidalem Silber nicht geschädigt – die Enzyme von nutzbringenden Zellen bleiben intakt und werden nicht angegriffen.

Allerdings ist auch heute noch nicht die Wirkungsweise vollständig geklärt. Neuere Studien erklären uns, wie das kolloidale Silber gegen die Eindringlinge in und auf unserem Körper wahrscheinlich vorgeht:

  • Kolloidales Silber tötet Viren wahrscheinlich über die Bildung von DNS- und/oder RNA-Silberkomplexen oder Zerstörung der Nukleinsäuren ab;
  • es tötet Einzeller, Plasmodien und Pilze einschließlich deren Sporen ab und greift Würmer an, vielleicht über eine Hemmung der Phosphataufnahme und Veränderung der Durchlässigkeit der Zellmembran;
  • es hemmt das Enzym Posphomannoseisomerase bei Hefepilzen;
  • Es unterdrückt die Histamin- und Prostaglandinausschüttung bei allergischen und entzündlichen Reaktionen;
  • es puffert überschießende Reaktionen des Immunsystems ab und lindert somit allergische und entzündliche Erscheinungen;
  • es wirkt zusammenziehend auf die Wundoberfläche bei offenen Wunden und beschleunigt das Abheilen erheblich. Die Haut bleibt elastisch und reißt an mechanisch belasteten Stellen spürbar weniger ein;
  • es reagiert im Körper wie ein freies Radikal und bindet überschüssige Elektronen; so unterstützt es die Entgiftung bei Schwermetallbelastung.


Silber wirkt nicht nur vernichtend auf lebensfeindliche Formen, es unterstützt auch die Bildung lebensnotwendigen Gewebes
, wie Dr. Robert O. Becker, Autor des Buches The Body Electric und bekannter Biomedizinforscher von der amerikanischen Syracuse University herausfand. Nämlich, dass „Silber einen tiefgreifenden Heilstimulus für Haut und anderes zartes Gewebe bewirkt, anders als bei jedem natürlichen Vorgang. (…) Es fördere in besonderer Weise das Knochenwachstum und beschleunigte die Heilung von verletztem Gewebe um mehr als fünfzig Prozent.“ Dr. Becker staunte, dass kolloidales Silber eine neue Art des Zellwachstums fördert, welches aussieht wie die Bildung von Zellen bei Kindern. „Diese Zellen wachsen schnell und produzieren dabei eine erstaunliche Sammlung primitiver Zellformen, die in der Lage sind, sich mit hoher Geschwindigkeit zu multiplizieren und sich dann in die spezifischen Zellen eines Organs oder eines verletzten Gewebes zu differenzieren, selbst bei Patienten über fünfzig Jahren.“ Dr. Becker entdeckte sogar, dass kolloidales Silber Krebszellen in normale Zellen zurückzuverwandeln vermag.

Dr. Becker erkannte auch einen Zusammenhang zwischen niedrigen Silberanteilen und Krankheiten. Der durchschnittliche Silberanteil im menschlichen Körper beträgt 0,001 Prozent. Dr. Becker behauptet, ein Absinken dieses Wertes sei verantwortlich für die Fehlfunktion des Immunsystems. Silber scheint also eine wichtige Rolle bei den grundlegenden Lebensprozessen zu spielen.

Kolloidales Silber ist herkömmlichen Antibiotika in Wirkung, Nebenwirkungsfreiheit und Kosten weit überlegen.

Eine zu niedrige Konzentration und Dosierung führt jedoch selten zu einem befriedigendem Ergebnis. Man muss beachten, daß allein durch die Verdünnung mit dem Blut die anfängliche Konzentration bereits stark herabgesetzt wird. Da unser Körper bekanntermaßen zum größten Teil aus Wasser besteht, erhalten wir ppm-Werte weit hinter dem Komma.

Erfahrungen haben gezeigt, dass für die meisten Anwendungen eine Konzentration von ca. 25 – 50 ppm und davon ca. 50 ml und mehr pro Tag optimal sind. Rein theoretisch müsste aber auch diese Menge viel zu gering sein, um zu der genannten keimtötenden Wirkung zu kommen. Dass es dennoch funktioniert, hängt mit der veränderten Wirkungsweise von Kolloiden zusammen.

Des weiteren könnte die Fähigkeit des Wassers, Informationen zu speichern und weiterzugeben (ähnlich dem homöopathischen Prinzip), ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Gerade durch diesen Widerspruch zwischen Berechnung und Erfahrungen hat sich herausgestellt, dass sogenannte wissenschaftliche Methoden nur in sehr geringem Maße dazu taugen, die Wirkungen kolloidalen Silbers ausreichend zu erklären.

Anwendungsgebiete von kolloidalem Silber

Kolloidales Silber kann zur Behandlung von Krankheiten, aber auch zur Vorbeugung verwendet werden. Die Anwendungsgebiete sind vielseitig und breit gefächert.

Für eine systematische Anwendung sollte kolloidales Silber oral am besten unverdünnt oder mit Wasser verdünnt eingenommen werden. Dabei empfiehlt es sich allerdings, die Flüssigkeit nicht sofort herunterzuschlucken, sondern sie zunächst einige Sekunden lang unter der Zunge zu behalten. Kolloidales Silber kann auch intravenös verabreicht oder äußerlich aufgetragen werden.

Wichtig: Beachten Sie bitte, dass Sie zur Einnahme keinen Löffel oder Trinkgefäß aus Metall verwenden – stattdessen einen Löffel aus Kunststoff, Porzellan oder Holz. Metalllöffel bringen das empfindliche elektrische Gleichgewicht des Kolloids durcheinander.

Wir dürfen und wollen hier keine Heilversprechungen machen, deshalb empfehlen wir Ihnen nicht, bei einer Krankheit einfach kolloidales Silber zu verwenden und auf medizinische Hilfe zu verzichten. Es ist auf jeden Fall gut, wenn die Einnahme von kolloidalem Silber im Krankheitsfall mit Arzt oder Therapeut abgesprochen wird und in den Kontext therapeutischer Maßnahmen eingebettet werden kann.


Ausleitung von Quecksilber

Amalgam-Zahnfüllungen enthalten toxisches Quecksilber, welches durch das beigefügte Silber gebunden bleibt. Silber hat die Fähigkeit, Quecksilber zu neutralisieren und aus dem Körper auszuleiten. Wer aus Metallbehältern oder quecksilberverseuchten Fisch gegessen hat, oder überhaupt in diesem Jahrhundert auf diesem Planeten lebt, hat höchstwahrscheinlich ein gewisses Quantum an Quecksilber aufgenommen. Unser Körper mag Silber, aber er hasst Quecksilber. Zum Glück mögen die beiden Schwermetalle einander.

Erkrankungen des Auges

Augenentzündung (Ophthalmie) – Augenlidentzündung (Blepharitis) – Bindehautentzündung (Konjunktivitis) – Hornhautentzündung (Keratitis) – Hornhautgeschwür – Tränensackentzündung

Erkrankungen der Atemwege

Grippe – Keuchhusten – Legionärskrankheit – Lungenentzündung – Mandelentzündung – Nasenkatarrh – Rippenfellentzündung – Tuberkulose – Rhinitis (Nasenschleimhautentzündung)

Erkrankungen der Haut

Akne – Bromidrosis (übelriechende Schweißabsonderung) – Dermatitis – Furunkel – Hautkrebs – Hautpilzerkrankungen – Hauttuberkulose (Lupus) – Herpes simplex – Herpes zoster (Gürtelrose) – Impetigo (eitrige Hautinfektion) – Rosazea (“Kupferfinnen”) viele verschiedene Ursachen

Erkrankungen im Genitalbereich

Blasenentzündung (chronisch) – Gonorrhöe (Tripper) – Leukorrhöe (Weißfluß) – Nebenhodenentzündung – Prostatabeschwerden

Erkrankungen des Verdauungstraktes

Durchfall (Diarrhöe) – Gastritis (Magenschleimhautentzündung) – Ruhr – Salmonelleninfektion

Weitere Erkrankungen

Entzündungen des Gehörgangs – Furunkel – Geschwüre – Polio (Kinderlähmung)- Scharlach

Kolloidales Silber wurde mit gutem Erfolg eingesetzt bei:

Adenovirus 5 – Allergien – Arthritis – Aussatz (Lepra) – Bandwurm – Bindegewebsentzündung – Bindehautentzündung – Blephartitis – Blinddarmentzündung – Blutparasiten – Blutvergiftung – Borreliose – Brustfellentzündung – Candida Albicans – Chronische Müdigkeit CFS – Colitis – Diabetes – Dickdarmentzündung – Diphterie – Eiterflechte – Ekzeme – Entzündungen – Fußpilz – Fußbrand – Geschwüre – Gingivitis – Gonorrhö – Gürtelrose – Hautausschlag – Halsentzündung – Hautrisse – Hauttuberkulose – Hepatitis – Heuschnupfen – Infektionen – Insektenstiche – Katarrh – Krebs – Leukämie – Magenentzündung – Magenschleimhautentzündung – Malaria – Mandelentzündung – Meningitis – Milzbrand – Mittelohrentzündung – Mundgeruch – Nagelpilz – Nervenschwäche – Neurasthenie – Neurodermitis – Ohrenerkrankungen – Pest – Pilzinfektionen – Rheuma – Ringelflechte – Rotfinnen (Rosacea) – Säure-Basen-Ausgleich – Schuppenflechte – Sebörrhoe – Sepsis – Sonnenbrand – Staphylokokkeninfektion – Streptokokkeninfektion – Syphilis – Tetanus – Typhus – Übelriechender Schweiß – Vaginale Pilzerkrankung – Verbrennungen – Warzen – Wunde – Zahnbelag (Plaques) – Zahnfleischschwund – Zahnfleischbluten – Zeckenbiss

Behandlung von Tieren
Alle Anwendungen, die beim Menschen funktionieren, können auch bei Tieren durchgeführt werden.

Behandlung von Pflanzen
Auch Floristen haben den vielfältigen Nutzen von kolloidalem Silber erkannt. Es kann auch gegen verschiedenste Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze) bei Pflanzen eingesetzt werden. So können z.B. ohne giftige Mittel (Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel) Gemüse und Pflanzen schonend behandelt werden. Kolloidales Silber wird auf die Blätter gesprüht und dem Gießwasser beigegeben.

Gibt es Nebenwirkungen?

Von manchen Händlern wird behauptet Kolloidales Silber sei völlig nebenwirkungsfrei. Das ist so jedoch falsch! Es sollte darauf hingewiesen werden, dass es bei hoher Dosierung gerade am Anfang zu Unverträglichkeitserscheinungen wie leichte Übelkeit, Schwächegefühl oder einfach ein flaues Gefühl im Bauch kommen kann. Allerdings verschwinden diese Erscheinungen sehr schnell, wenn man in den ersten 2-3 Tagen die Dosis “einschleicht”.

Bei plötzlich einsetzender massiver Abtötung von Erregern kann es zu einer starken Toxinfreisetzung kommen, was sich im Körper als Erstverschlimmerung durch Verstärung vorhandener und dem Auftreten neuer Symtome (Müdigkeit, leichter Schüttelfrost, leichte Störung der Darmflora) mehr oder weniger stark bemerkbar machen kann. Auch hier ist eine “einschleichende” Dosierung angeraten mit gleizeitigen Ausleitungsmaßnahmen.

Warnen möchten wir ausdrücklich vor einer prophylaktischen (vorbeugenden) oder gar dauerhaften Einnahme. In erster Linie ist unser Immunsystem für die Bekämpfung von Erregern zuständig. Da wir stets von pathogenen Keimen umgeben sind, ist unser Immunsystem auch für die ständige Auseinandersetzung mit Erregern ausgelegt. Nimmt man dem Immunsystem diese Möglichkeit der Auseinandersetzung, dann kann es durchaus vorkommen, daß sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Autoagressionskrankheiten wären die mögliche Folge.

Erfahrungen haben gezeigt, daß zum Beispiel Kinder, die kaum mit Erregern in Berührung kommen, in späteren Lebensjahren derartige Krankheiten entwickeln können – deshalb sollte man gerade auch bei Kindern mit der Anwendung von Kolloidalem Silber vorsichtig sein.

Ansonsten steht Kolloidales Silber nicht im Konflikt mit irgendeiner anderen Medikation und führt auch nicht zu Magenbeschwerden. Tatsächlich ist es eine Verdauungshilfe. Es brennt nicht in den Augen. Medizinjournal-Berichte und dokumentierte Studien der letzten hundert Jahre sprechen von keinen Nebenwirkungen durch oral oder intravenös verabreichtes Silberkolloid, weder bei Tieren noch bei Menschen. Es wurde mit hervorragenden Ergebnissen bei hochakuten Gesundheitsproblemen eingesetzt.

Einige “KS-Gegner”, Mitarbeiter der amerikanischen Gesundheitsbehörden und die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) verweisen auf die Gefahr der Argyrie. Argyrie ist eine nicht rückbildungsfähige Grauverfärbung der Haut durch Silbereinlagerung. Dieses Problem kann durch unsachgemäßen Gebrauch von Silbersalzen oder -proteinen entstehen - dies gilt allerdings nicht für kolloidales Silber, welches durch elektrolytisches Verfahren mit reinstem Silber hergestellt wird. Argyrie hat sich bisher nur bei Personen gezeigt, die über Jahrzehnte Silberproteine – also kein reines Silber – zu sich genommen haben. Laut dem Cytologen Dr. Josef Pies bedarf es durchschnittlich 3,8 g elementaren Silbers, um eine Argyrie auszulösen. Das entspricht einer Einnahme von ca. 375 Litern in der Konzentration 10 ppm. Das wären 1875 Flaschen à 200 ml am Tag. Eine (durch vernünftige Anwendung) von kolloidalem Silber hervorgerufene Argyrie ist nicht bekannt.

Es ist nur wichtig dass bei der Herstellung von kolloidalem Silber reinstes Silber (99,99%) und das richtige Gerät verwendet werden!

Wichtig: An dieser Stelle sei ausdrücklich vor Experimenten mit einfachen Batterien und Salzlösungen gewarnt, mit denen angeblich kolloidales Silber billig hergestellt werden kann. Ebenso vor Geräten, die bei der Herstellung nicht die Wasserqualität sowie Temperatur kontrollieren, bei der Herstellung keine gepulste Elektrolyse haben und bei denen der Herstellungsprozess nicht automatisch bei Erreichen der ppm-Zahl endet. Hier kann es zu unkontrollierten Silberverbindungen, Verunreinigungen und Überdosierungen kommen.

Spirituelle Eigenschaften

Die Autoren Kühni und von Holst sind aufgrund eigener Erfahrungen überzeugt, dass Silberkolloide auch „eine entscheidende Rolle für die geistige Entwicklung der Menschen in der heutigen Zeit spielen. Es scheint, dass Silber eine Substanz ist, die mit den vitalen Kräften des Lebens unmittelbar Verbindung aufnehmen kann. Wenn wir uns also vor Augen führen, dass der Informationsfluss im Körper, also die Kommunikation der Zellen untereinander, durch den Fluss der Elektronen erfolgt, so können wir vielleicht erahnen, was die Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit durch kolloidales Silber zu bewerkstelligen vermag. Jede Erkrankung ist ja auch eine Blockade des bioelektrischen Energieflusses. Werden durch das kolloidale Silber diese Blockaden aufgelöst, die Energien ausgerichtet und ins Gleichgewicht gebracht, kann der Heilungsprozess einsetzen.“

Silber kann die elektrischen und magnetischen Eigenschaften des Körpers beeinflussen (Verbesserung des PcE-Trainings). Es kann ein gestörtes elektrisches Potential wieder normalisieren. Das Edelmetall Silber ist der beste, natürliche Stromleiter.>


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n-tv online,
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4.9.2010: Grosse Bakterien schützen kleine Bakterien gegen Antibiotika

Im Kampf gegen Bakterien haben Antibiotika nur eine begrenzte Wirkung, und die Forschung gibt nun an, warum: Grosse "Superbakterien" schützen kleinere Bakterien vor dem Tod durch Antibiotika. Aber lesen Sie selbst:

aus: n-tv online: Wissen: Vor tödlichen Antibiotika: Bakterien beschützen Schwächere; 4.9.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/Bakterien-beschuetzen-Schwaechere-article1417736.html

<Um die genetische Vielfalt der Population zu erhalten, helfen "Superbakterien" schwächeren Mitgliedern ihrer Art, eine tödliche Dosis Antibiotika zu überleben.

Widerstandsfähige "Superbakterien” können schwächere Artgenossen vor tödlichen Antibiotika schützen. Dazu produzieren die resistenten Keime im Überfluss bestimmte Stoffe, die empfindlicheren Bakterien helfen, mit dem normalerweise tödlichen Medikament fertig zu werden. Sie tun dies, um das Überleben der gesamten Kolonie zu sichern - und zwar obwohl ihr eigenes Wachstum dadurch eingeschränkt wird, wie US-Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten. Dieses selbstlose Verhalten solle vermutlich die genetische Vielfalt der Population erhalten.

Henry Lee vom Howard Hughes Medical Institute in Boston (US-Staat Massachusetts) und seine Mitarbeiter hatten eine Kolonie von Kolibakterien unter "Antibiotika-Stress" gesetzt. Sie gaben dazu das Antibiotikum Norfloxacin in das Kulturmedium. Und zwar immer genau so viel, dass das Wachstum der Bakterien zwar zunächst gebremst wurde, sie aber nicht ganz abstarben.

Superbakterien halten stand

Nach einiger Zeit begann die Population dann wieder zu wachsen - die Bakterien hatten Resistenzen gegen das Antibiotikum entwickelt. Daraufhin erhöhten die Forscher die Dosis, und das Spiel begann von vorn. Nach zehn Tagen konnten die Bakterien insgesamt eine fünffach höhere Norfloxacin-Dosis vertragen als zu Beginn des Experiments.

Untersuchungen zeigten aber nun, dass der Großteil der Bakterien innerhalb der Kolonie gar nicht so hohe Antibiotika-Dosen vertrug wie die Kolonie insgesamt. Nur einige Superbakterien konnten tatsächlich der hohen Antibiotika-Dosis standhalten. Diese Bakterien, so fanden Lee und seine Mitarbeiter heraus, produzieren die Substanz Indol - ein Signalmolekül, das bei der Stresstoleranz von Escherichia-coli-Bakterien eine Rolle spielt.

Bakterien verhalten sich selbstlos

Indol hilft nun den empfindlicheren Bakterien dabei, das Antibiotikum aus den Zellen herauszuschleusen und aktiviert zusätzlich weitere Schutzmechanismen, berichten die Forscher. Auf diese Weise würden auch die weniger resistenten Mitglieder der Population vor der Wirkung des Antibiotikums geschützt.

Die Superbakterien wachsen infolge der Indol-Produktion langsamer, ergaben weitere Untersuchungen. Ihr Verhalten sei mithin selbstlos und stelle einer Form der bei vielen Tieren festgestellten Verwandtenselektion dar. Dieser Begriff umschreibt die selbstlose Unterstützung von verwandten Artgenossen. Das Verhalten dient normalerweise dazu, die Weitergabe der eigenen Gene in die nächste Generation zu fördern. Bei den Bakterien diene das Verhalten vermutlich dazu, die genetische Vielfalt der Population zu erhalten.

dpa>

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Spiegel
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7.9.2010: Kakerlaken und Heuschrecken produzieren ihre eigenen Antibiotika - 90% Wirkung gegen Staphylococcus aureus und Escherichia coli

aus: Spiegel online: Antibiotika entdeckt: Insektenhirne produzieren Waffen gegen Keime; 7.9.2010;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,716146,00.html

<DPA

Heuschrecke Tyrannophasma gladiator: Abwehrmoleküle im Gehirn

Schaben und Heuschrecken stellen wirkungsvolle Antibiotika her, um sich gegen Krankheitserreger zur Wehr zu setzen: Im Gehirn der Insekten haben Forscher eine Reihe von Molekülen entdeckt, die für viele Mikroben tödlich sind. Diese könnten eine Grundlage für neue Therapien sein.

Schaben haben einen schlechten Ruf: Sie sind vor allem als Gesundheitsschädlinge und Krankheitsüberträger bekannt. Auch die Beliebtheit der Heuschrecke hält sich in Grenzen, ist das Insekt doch als allesfressende Landplage verschrien. Nach den Entdeckungen von Simon Lee und seinen Kollegen könnte sich dies nun ändern: Die Wissenschaftler stießen bei Insekten auf Substanzen, die sich als giftig für verschiedene Bakterien herausstellten.

Im Oberschlundganglion und dem Nervensystem fanden die Forscher neun solcher Moleküle, berichtet Lee von der University of Nottingham auf der Herbsttagung der Society for General Microbiology in Nottingham. Als Oberschlundganglion wird bei Insekten der größte Knoten des zentralen Nervensystems bezeichnet. Es entspricht in seinen Funktionen in etwa denen des Gehirns bei Wirbeltieren.

In Laborversuchen mit dem gefürchteten, gegen das Antibiotikum Methicillin resistenten Krankenhauskeim Staphylococcus aureus (MRSA) sowie dem Magenbakterium Escherichia coli wurden mehr als 90 Prozent der Erreger durch die Insekten-Antibiotika abgetötet. Für menschliche Zellen waren die Substanzen hingegen harmlos.

Für die Forscher ist es keine Überraschung, dass Heuschrecken und Schaben ihre eigenen Antibiotika produzieren. "Insekten leben meist in äußerst unhygienischen und ungesunden Umgebungen, wo sie auf viele verschiedene Krankheitserreger treffen", erklärt Lee. "Daher ist es nur logisch, dass sie ihre eigenen Abwehrstrategien gegen Mikroorganismen entwickelt haben."

In den vergangenen Jahren ist die Zahl von Bakterienstämmen, denen die gebräuchlichen Antibiotika nichts mehr anhaben können, in besorgniserregendem Maße angestiegen. Gleichzeitig schränkt die pharmazeutische Industrie die Entwicklung neuer Antibiotika aus Kostengründen immer weiter ein.

Die von Simon Lee und seinen Kollegen entdeckten antibakteriellen Moleküle in den Gehirnen von Schaben und Heuschrecken könnten zukünftig zu neuartigen Behandlungsmethoden gegen multiresistente Bakterien-Stämme führen. Zurzeit sind die Wissenschaftler damit beschäftigt, die speziellen Eigenschaften dieser Substanzen genauer zu untersuchen.

cib/ddp>

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Welt online,
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8.10.2010: Antibiotika zerstören Verdauungsabläufe: Antibiotika-Pillen töten Darmbakterien wahllos ab und zerstören zum Teil dauerhaft die Verdauungsprozesse

aus: Welt online: Antibiotika lähmen den natürlichen Mix im Darm, 8.10.2010;
http://www.welt.de/gesundheit/article10150860/Antibiotika-laehmen-den-natuerlichen-Mix-im-Darm.html

<Der Darm ist kein Freund von Antibiotika. Nun fand ein US-Forscher heraus: Das Medikament kann unsere Darmflora auch dauerhaft aus der Bahn werfen.

Antibiotika töten die Bakterien im Bauch ab und unterscheiden nicht zwischen gut und böse. So entstehen oft Verdauungsprobleme
Von Lauran Neergaard

Dass Antibiotika bei vielen Menschen Verdauungsprobleme verursachen, ist allseits bekannt. Aber die wiederholte Einnahme solcher Medikamente verändert einer Studie zufolge auch die natürliche Bakterienvielfalt im Darm über längere Zeit. Zwar weiß niemand, ob dies langfristig größere Probleme auslöst. Aber immer mehr Untersuchungen zeigen, wie wichtig der individuelle Bakterienzoo eines Menschen für seine Gesundheit ist. Demnach könnte eine ungünstige Mikrobenmixtur im Verdauungstrakt zu etlichen Beschwerden beitragen – von Fettleibigkeit bis zu entzündlichen Darmerkrankungen.

Manche Forscher vermuten, dass insbesondere die Einnahme von Antibiotika in der frühen Kindheit Immunstörungen wie Allergien oder Asthma auslösen kann. Denn die Medikamente sind grundsätzlich nicht wählerisch: Sie töten nützliche Bakterien ebenso ab wie die üblen Keime, gegen die sie verordnet werden.

David Relman von der Universität Stanford wollte ermitteln, wie lange die Mikrobenvielfalt im Darm braucht, um sich wieder zu erholen. Daher ließ er drei gesunde Frauen, die länger keine Antibiotika verwendet hatten, wiederholt im Abstand von sechs Monaten das vergleichsweise milde Präparat Ciprofloxacin für die Dauer von jeweils fünf Tagen einnehmen.

Im ersten Durchgang klagte zwar keine der Frauen über Durchfall oder Übelkeit. Aber Stuhlproben enthüllten, was sich unter der vermeintlich ruhigen Oberfläche tat. Ein Drittel bis die Hälfte der Bakterienarten verschwand nahezu ganz, dafür drängten andere Mikroorganismen in die frei gewordene Lücke. Nach einer Woche hatte sich die ursprüngliche Bakterienverteilung aber bei zwei der drei Frauen wieder eingestellt. Nur bei der dritten Probandin waren die Keimkolonien noch ein halbes Jahr später verändert.

Der zweite Antibiotika-Durchgang setzte den Darmkeimen anfangs wieder in ähnlichem Maße zu. Aber diesmal normalisierte sich - anders als zuvor – die Darmflora bis zum Ende der Studie zwei Monate später bei keiner der drei Frauen.

Die Untersuchung zeigt exemplarisch das fragile Gleichgewicht, das der Mensch mit seinem Mikrobiom teilt – also jenen Billionen Mitbewohnern, die sich etwa auf der Haut oder in der Nase tummeln. Viele sind von ihnen sind nicht nur nützlich, sondern gar extrem wichtig. Dies gilt vor allem für die Bakterien des Darms, deren Rolle jahrelang unterschätzt wurde. “Die Gemeinschaften des Verdauungstraktes sind grundlegend für die Entwicklung unseres Immunsystems“, betont Relman, dessen Studie im renommierten Fachblatt “PNAS“ veröffentlicht wurde. “Wir sollten sie nicht für garantiert nehmen.“

Der Forscher will nun klären, welche Wirkung Antibiotika in den ersten beiden Lebensjahren haben – also genau dann, wenn Kleinkinder ihre ureigensten Keimkolonien aufbauen. Möglicherweise steigern die Medikamente in dieser Phase das Risiko für spätere Probleme des Immunsystems.

Denn jeder Mensch kommt mit einem mehr oder weniger sterilen Verdauungstrakt zur Welt. Der wird binnen Tagen von verschiedensten Keimen besiedelt. Die stammen von den Eltern, aus der Umgebung, von der ersten Nahrung. Nach und nach steigt die Vielfalt im Darm eines gesunden Menschen auf Hunderte Mikrobenarten, von denen viele der Verdauung und dem Immunsystem nützliche Dienste erweisen.

Forscher wissen etwa, dass fettleibige Menschen andere Darmkeime tragen als schlanke Personen. Schon eine Diät kann die Keimkolonien verändern. Zudem könnten veränderte Bakterienkolonien auch an Erkrankungen beteiligt zu sein, etwa an der Entstehung von Polypen, einer Vorform von Darmkrebs.

Zwar sollten Antibiotika ohnehin grundsätzlich sparsam verwendet werden, allein schon wegen der Gefahr, dass bakterielle Krankheitserreger Resistenzen dagegen entwickeln. Aber die neue Studie zeigt, dass sie auch nützlichen Bakterien zusetzen, mit unabsehbaren Risiken für die spätere Gesundheit.

“Wir sollten anfangen, mehr darauf darauf achten“, sagt der Mikrobiologe Martin Blaser von der Universität New York, der nicht an der Studie beteiligt war. “Der Einsatz von Antibiotika hat auch aus biologischer Sicht seinen Preis.“

dapd>

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Deutschland 25.10.2010: Hühnerzucht braucht 30% mehr Antibiotika als noch vor 10 Jahren -  die falsche Lücke im Gesetz zum Schaden der Konsumenten

aus: Welt online: Massentierhaltung: Hähnchen werden mit Antibiotika am Leben gehalten; 25.10.2010;
http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article10527306/Haehnchen-werden-mit-Antibiotika-am-Leben-gehalten.html

<Masthähnchen werden immer stärker mit Antibiotika gepäppelt – mit fatalen Folgen für Verbraucher. Die Verantwortlichen wiegeln ab.

Verbraucher essen die Medikamente aus der Hähnchenmast ungewollt mit

Von Markus Huth

In der konventionellen Hähnchenhaltung setzen Mäster immer mehr Antibiotika ein. Wurden vor zehn Jahren im Schnitt 1,7 Behandlungen pro Mastdurchgang angewendet, sind es heute etwa 2,3 Behandlungen, wie eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums sagte.

Vor diesem Hintergrund stellte der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Christian Meyer, die von der schwarz-gelben Landesregierung behaupteten Fortschritte beim Tier- und Verbraucherschutz infrage. „Der offenbar unkontrolliert zunehmende Einsatz von Antibiotika und die damit einhergehende Gesundheitsgefährdung für die Konsumenten sind ein Skandal“, sagte Meyer.

Das Landwirtschaftsministerium wies den Vorwurf zurück. Der Einsatz von Antibiotika erfolge keinesfalls unkontrolliert, sondern finde im Rahmen ordnungsgemäßer Behandlungen durch Veterinäre statt, sagte die Sprecherin. Zudem werde das produzierte Fleisch routinemäßig stichprobenartig auf für die Verbraucher schädliche Rückstände überprüft. Ab 2012 soll nach einer Bundesverordnung eine Datei erfassen, in welche Postleitzahlenregion wie viele Medikamente geliefert werden.

Doch sieht die Verordnung eine Ausnahme für die Geflügelbranche vor. Hier wird nicht aufgeschlüsselt, wohin die Medikamente geliefert werden. Nach Angaben des Ministeriums sind datenschutzrechtliche Bedenken der Grund dafür. In diesem Zusammenhang forderte die SPD-Fraktion in Hannover die Landesregierung auf, sich gegen Sonderrechte für die Geflügelwirtschaft auszusprechen, „die das Ausmaß des dortigen Einsatzes von Medikamenten verschleiern sollen“. Zu starker Einsatz von Antibiotika kann bei Menschen dazu führen, dass sich Resistenzen bilden, also die Mittel im Falle einer Krankheit wirkungslos sind.

dapd>

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22.2.2011: <Resistente Keime: Kliniken fast machtlos>

[Wer die Naturmedizin und die medizinischen Nahrungsmittel nicht kennt, kann bald keine PatientInnen mehr behandeln]:

aus: n-tv online; 22.2.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Kliniken-fast-machtlos-article2670276.html

<Im Krankenhaus noch kränker werden - ein Albtraum. Aber resistente Keime machen einen Klinikaufenthalt immer riskanter. Nach Expertenangaben sterben in Deutschland jährlich tausende Menschen, weil sie sich im Krankenhaus infiziert haben. Auch Altersheime sind davon betroffen. Gefährlich ist diese Entwicklung vor allem deshalb, weil die Pharmaindustrie seit Jahren kaum neue Antibiotika entwickelt hat.

Resistente Keime machen einen Aufenthalt in der Klinik immer mehr zur Gefahr: In Deutschland sterben nach Angaben eines führenden Experten jedes Jahr fast 20.000 Menschen, weil sie sich im Krankenhaus infiziert haben. "Betroffen sind vor allem ältere Menschen und Patienten nach schweren Operationen", sagte der Direktor des Max-Planck-Institutes für Infektionsbiologie in Berlin, Prof. Stefan Kaufmann.

Die Situation sei mit Ausnahme der Niederlande "in ganz Europa sehr besorgniserregend". Und es sei keine Besserung abzusehen, weil neue schlagkräftige Antibiotika fehlten, die die Resistenz der Staphylokokken und Enterokokken überwinden könnten, sagte Kaufmann am Rande eines Wissenschaftskongresses in Washington. Dort sprach der international gefragte Immunologe über die ersten Versuche mit einem am Max-Planck-Institut in Berlin entwickelten Impfstoff gegen Tuberkulose.

Auch Altersheime betroffen

Außer Kliniken sind laut Kaufmann auch Altersheime von den Infektionsrisiken betroffen. Dabei zeigt das Beispiel Niederlande, dass "man mit strengster Hygiene weit kommt und die Keime ganz gut abwehren kann."

Gefährlich ist die Entwicklung in Deutschland vor allem deshalb, weil die Pharmaindustrie seit Jahren kaum mehr neue Antibiotika entwickelt hat und vor allem keine, die auch die resistenten Erreger an einer wunden Stelle treffen und töten würde.

Laut Kaufmann waren zwischen 1950 und 1980 noch 200 neue Antibiotika auf den Markt gekommen, von 1980 bis 2010 nur noch 55, darunter gerade noch 7 in den letzten zehn Jahren. "Zum Glück ist das Problem inzwischen erkannt worden. Es wird bei uns und in den USA an neuen Mitteln gearbeitet. Aber es dauert natürlich Jahre, um dieses Feld zu revitalisieren", sagte der Infektionsexperte.

dpa>

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30.5.2011: <"Antibiotika säckeweise verabreicht"> - Antibiotika über das Trinkwasser verabreicht - Karenzzeiten vor der Schlachtung werden nicht eingehalten -

aus: n-tv online: "Antibiotika säckeweise verabreicht" - Gesetze sind weisse Salbe; 30.5.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Gesetze-sind-weisse-Salbe-article3455096.html

<Immer mehr Antibiotika drohen als sichere Therapiemöglichkeit auszufallen, weil Bakterien unempfindlich werden. Das Robert-Koch-Institut spricht von einer "Waffe, die zunehmend stumpf geworden ist". Schuld daran ist die ausufernde Verordnung dieser Medikamente. Für den wissenschaftlichen Berater der Tierrechteorganisation PETA, Edmund Haferbeck, steht fest, dass auch der Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung wesentlichen Anteil an der Entwicklung trägt.

n-tv.de: Nach Angaben des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) haben im Jahr 2009 mehr als 18 Millionen gesetzlich Versicherte Antibiotika geschluckt. Im Schnitt bekam jeder Patient zweieinhalb Antibiotika-Packungen verordnet, Privatrezepte nicht mitgerechnet. Gibt es ähnliche Statistiken, die den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast belegen?

Edmund Haferbeck: Leider kann ich nicht mir aktuellen Werten glänzen. Fest steht aber bereits seit Jahren, dass der Einsatz von Antibiotika weltweit zu über 50 Prozent in die Tiermast geht. Und der Trend ist nicht etwa rückläufig, wie uns staatliche Stellen klarmachen wollen. Obgleich seit 2005/06 als Leistungsförderer in der Tiermast verboten, steigt der Verbrauch von Antibiotika in den großen Betrieben weiter. Die industrielle Massentierhaltung ist für die Pharma-Industrie einer der wichtigsten Märkte weltweit. Mittlerweile belegen auch Studien, dass die in der Tierhaltung eingesetzten Antibiotika durch die Nahrungskette beim Menschen angelangt sind. Der Mensch steht demzufolge unter ständigem Antibiotikaeinfluss.

Ist der Einsatz von Antibiotika die einzige Möglichkeit, Tierkrankheiten zu bekämpfen?

Nein, nicht die einzige, aber die billigste Maßnahme. Antibiotika werden in der Tierhaltung eingesetzt, um selbstverständliche bakterielle Infektionen, die sonst ständig grassieren würden, einzudämmen und zu bekämpfen. Das geht nicht am einzelnen Tier, das setzt man über den gesamten Bestand hinweg ein. Und man macht es regelmäßig, auch wenn die Keimbelastung noch gar nicht den Sprung zur Krankheit überschritten hat.

[Antibiotika über das Trinkwasser verabreicht]

Werden die Tiere geimpft oder gelangt die Arznei über das Futter zum Einsatz?

Stroh lernen die Tiere in der Massenhaltung nicht mehr kennen.

Antibiotika werden zumeist über das Trinkwasser verabreicht. So soll die Schwelle der bakteriellen Belastung heruntergedrückt werden, um nicht wachstumshemmend zu wirken. Belastete Tiere wachsen langsamer als solche, die ihre eigenen Energien zur Bekämpfung von Bakterien einsetzen müssen. Wir sprechen hier von einem leistungsfördernden Prinzip.

… das, wie Sie eingangs sagten, seit 2005 verboten ist.

Die Antibiotika werden den Tieren einfach über das Trinkwasser zugeführt. Wir reden hierbei nicht von Trinkgefäßen, sondern von den Zuleitungen. Dafür sind die Anlagen in den modernen Stallungen bereits bautechnisch ausgelegt. Bei Beständen von tausenden wird kein Tier mehr einzelnen behandelt. All bekommen die gleiche Betreuung – die gleiche schlechte Betreuung.

[Karentzzeiten vor der Schlachtung werden nicht eingehalten]

Hat denn das Tier die Medikamente bereits verarbeitet, bevor es in den Nahrungskreislauf des Menschen gelangt?

Nein, die Karenzzeiten von der letzten Antibiotika-Eingabe bis zur Schlachtung werden selbstverständlich nicht eingehalten. Das würde den gestaffelten Wachstumsverlauf in der Anlage gefährden. Das wird auch deshalb nicht eingehalten, weil nie etwas eingehalten wird in der industriellen Mast. Da können Sie so viele Gesetze erlassen, wie Sie wollen.

[Säckeweise reine Antibiotika in den Tiermastbetrieben]

Schaut niemand den Produzenten auf die Finger?

Hin und wieder werden solche Skandale von uns aufgedeckt. Wenn wir unangemeldet in diese Betriebe gehen, dann finden wir kiloweise, ja säckeweise reine Antibiotika wie beispielsweise Aviapen vor. Im Grunde werden die Tiere vom ersten Tag an mit Antibiotika vollgepumpt. Und das geht so bis zum Schlachtende. Kontrollen staatlicher Behörden führen zu nichts. Auf dem Lande gibt es ein feines Informationsnetz, das über bevorstehende Besuche informiert. Für die Bestandstierärzte ist es das große Geschäft, wenn sie ihre Mittel verkaufen können. Im Grunde genommen tun sie nicht einmal was Verbotenes, denn sie handeln aus therapeutischer Sicht. Irgendein krankes Schwein, Huhn oder Pute wird sich immer finden, um den Breitbandeinsatz der Medikamente zu rechtfertigen.

[Tierärzte ohne Kontrolle]

Wer kontrolliert die Tierärzte?

Niemand. Da gibt es keine höhere Stelle oder Behörde, bei der sie über den Einkauf ihrer Medikamente Rechenschaft ablegen müssen. Diese Leute haben allein auf Grund ihres ärztlichen Status' die Möglichkeit, ohne Einschränkungen solche Antibiotika einzukaufen und an ihre Landwirte weiterzureichen. Der Einsatz der Medikamente wird in der Massentierhaltung auch nicht mehr unter tierärztlicher Betreuung vorgenommen. Wenn Sie mich fragen, würde ich sagen, dass die wirklich vielen und auch guten Gesetze, die wir in Deutschland haben, vor allem eine "weiße Salbe" für die Verbraucher sind. Die Menschen können so das Märchen der Lebensmittelsicherheit besser schlucken.

[Der Antibiotika-Missbrauch in der Massentierhaltung ist "organisierte Kriminalität"]

Ich bin bislang davon ausgegangen, dass man hier in Deutschland durch ein fein gesponnenes Kontrollnetz die Tierproduktion im Griff hat. Nun höre ich von Ihnen, dass es scheinbar einen systematischen Betrug gibt.

So ist es schon immer, ich kann da nichts schönreden. Ich beobachte das Geschehen seit 30 Jahren. Mein Spezialgebiet als Agrarwissenschaftler ist die Tierproduktion und ich kann Ihnen sagen, dass man in Deutschland nichts, was mit Nutztierhaltung zu tun hat, im Griff hat. Ich rede sogar von organisierter Kriminalität. Hier geht es um weltweit agierende Konzerne, denen es völlig egal ist, was mit ihren Tieren passiert. Sie betrachten sie als Ware, die funktionieren muss. Da geht es um Profite, um 15 Prozent, die aus den Tieren herausgeholt geholt werden müssen. Und da ist es völlig egal, auf welche Weise der Profit erzielt wird.

Was kann der Verbraucher tun?

Erst einmal kein Fleisch mehr [essen]. Damit würde man auch sich selbst etwas Gutes tun. Fangen wir aber eine Stufe darunter an, heißt die klare Botschaft: Man kauft kein Fleisch beim Discounter. Man kann nicht für 1,99 ein Hähnchen kaufen und glauben, man nimmt ein Lebensmittel zu sich. Wenn Fleisch sein soll, dann nur Bio oder Fachgeschäft. Das Kostenargument darf nicht länger gelten. Natürlich muss ein gesund gewachsenes Stück Fleisch aus artgerechter Haltung teurer sein als eins aus der industriellen Produktion. Wenn man darüber schimpft, dass das so teuer ist, soll man eben gar kein Fleisch kaufen. Wenn mittlerweise selbst der Boulevard die vegetarische Küche entdeckt, Bestseller zu dieser Thematik in den Buchläden zu haben sind, dann sollte das deutlich machen, wie weit das Problem bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

Mit Edmund Haferbeck sprach Peter Poprawa>


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Deutschland 28.10.2011: <Hähnchenmast: Antibiotika massiv eingesetzt>

aus: n-tv online; 28.10.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Antibiotika-massiv-eingesetzt-article4643666.html

<Laut einer Studie aus Nordrhein-Westfalen setzen Betriebe zur Hähnchenmast massiv Antibiotika ein. Demnach wurden 83 Prozent der Bestände in den 182 untersuchten Betrieben mit dem Medikament behandelt. Und damit nicht genug: Die Anwendung erfolgt kürzer als vorgeschrieben, was Resistenzen bei den Bakterien befördert.

In der Hähnchenmast werden einer unveröffentlichten Studie aus Nordrhein-Westfalen zufolge massiv Antibiotika eingesetzt. Laut der Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse in 182 Mastbetrieben sind 83 Prozent der Hähnchenmastbestände mit den antibakteriellen Arzneien behandelt worden. Grundlage der Untersuchung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz waren 962 Mastdurchgänge - der Spanne zwischen Schlüpfen und Schlachten - in den Betrieben. Die Studie ist noch nicht abgeschlossen, fünf Prozent der Proben müssen noch ausgewertet werden. Die Geflügelwirtschaft erklärte, sie wolle den Einsatz von Antibiotika verringern.

"Weiteres wesentliches Ergebnis ist, dass bei den durchgeführten Mastdurchgängen eine Vielzahl von Medikamenten, zum Teil gleichzeitig bis zu acht unterschiedliche Wirkstoffe, zum Einsatz kam", heißt es in dem Papier. Über die Hälfte der Behandlungen mit Antibiotika sei nur bis zu zwei Tagen erfolgt und verstoße damit gegen die Zulassungsbedingungen für diese Medikamente. Bei verkürzten Verabreichungen der Arzneien droht die Gefahr, dass sich bei den Bakterien Resistenzen bilden können. In der Massentierhaltung dürfen Antibiotika nur aus medizinischen Gründen eingesetzt werden. Ein Huhn lebt in der konventionellen Haltung vom Schlüpfen bis zur Schlachtung etwa 35 Tage.

Politik will noch nicht reagieren

Das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf teilte mit, zu der Studie könne keine Stellungnahme abgegeben werden. "Wir können lediglich bestätigen, dass wir eine solche Studie in Auftrag gegeben haben und ein erster Entwurf vorliegt", hieß es. Auch eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftsministeriums sagte, zu Einzelheiten der Studie könne nichts gesagt werden, da sie nicht vorliege. Wenn die Zahlen stimmen sollten, sei NRW aufgefordert, schleunigst zu handeln, sagte die Sprecherin. Es sei Aufgabe der Länder, die Geflügelbetriebe zu kontrollieren und für die Einhaltung der Vorschriften zu sorgen.

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft kündigte nach Bekanntwerden der Studie an, künftig sollten sämtliche Antibiotika-Anwendungen bundesweit erfasst werden. Diese Daten sollten dazu dienen, Strategien für einen geringeren Einsatz dieser Medikamente zu entwickeln. Verbandsgeschäftsführer Thomas Janning wies Vorwürfe zurück, die Antibiotika würden zur Förderung des Wachstums eingesetzt: "Das ist eine Unterstellung und schlicht nicht wahr."

rts>

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Deutschland 9.11.2011: Bauern und Tierärzte umgehen die Vorschriften für die Anwendung von Antibiotika - mehr Antibiotika im Fleisch als erlaubt

aus: n-tv online: n-tv online: Strengere Regeln für Hähnchenmast: Aigner bremst Antibiotika-Bauern; 9.11.2011;
http://www.n-tv.de/politik/Aigner-bremst-Antibiotika-Bauern-article4727516.html

<Aigner will die Gesetzeslücken schließen.

Bei der Tiermast kommen weit mehr Antibiotika zum Einsatz als offiziell vermeldet. Für den Menschen kann es gefährlich werden, wenn er mit seinem Steak zu viele Antibiotika zu sich nimmt. Gesetze dagegen werden bislang von Bauern und Tierärzten umgangen. Deshalb will Ministerin Aigner jetzt die Regeln verschärfen.

Nach Berichten darüber, dass "Antibiotika säckeweise verabreicht" werden, will Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ein umfassendes Maßnahmenpaket schnüren. Vor allem soll die Verabreichung von Antibiotika besser als bisher dokumentiert werden. "Die Überwachungsbehörden der Länder werden damit in die Lage versetzt, den Arzneimittelstrom vom Tierarzt über Tierhalter bis hin zum Tier mengenmäßig gezielt zu erfassen", sagte Aigner im NDR info.

Durch die verschärften Regeln sollen die bei der Tierhaltung verwendeten Antibiotika-Mengen minimiert werden. Die Aufnahme von zu viel Antibiotika über die Nahrung kann beim Menschen nämlich dazu führen, dass das Mitteln im Ernstfall nicht mehr wirkt. Kürzlich war jedoch eine Studie aus Nordrhein-Westfalen bekanntgeworden, wonach in 83 Prozent der untersuchten Hähnchenmastbetriebe bis zu acht verschiedene Antibiotika ins Futter gemischt worden waren.

Verordnung wird lediglich ausgeweitet

Aufgrund der verschärften Melde- und Aufzeichnungspflichten, die vor allem die Tierärzte betreffen, sollen Mitte des kommenden Jahres erstmals genaue Daten über die verabreichten Arzneimittelmengen veröffentlicht werden. Seit Anfang 2011 wird in einer zentralen Datenbank bereits die Antibiotika-Vergabe an Kühe und Schweine dokumentiert, nicht aber der Einsatz in der Hühner- und Putenhaltung. Jetzt kündigte das Agrarministerium jedoch an, dass künftig auch die Daten über Geflügel-Arzneimittel zur Verfügung gestellt würden.

Nordrhein-Westfalens Agrarminister Johannes Remmel (Grüne) begrüßte, dass die bisherige "Verschleierungstaktik beim Antibiotika-Einsatz in der Hähnchenmast" ein Ende habe. "Doch ob der Ankündigung auch Taten folgen, bleibt abzuwarten."

Datenschutz verhindert die Aufklärung

Aigner betonte allerdings, schon jetzt sei der Einsatz von Antibiotika nur zur Behandlung kranker Tiere erlaubt, nicht aber zur Wachstumsförderung. "Verstöße gegen diese Vorschriften sind strafbar und müssen geahndet werden", sagte die Ministerin und verwies auf die Zuständigkeit der Bundesländer bei der Kontrolle der Zuchtbetriebe. Remmel beklagte hingegen, unter dem "Deckmantel des Datenschutzes" habe die Bundesregierung bislang die Antibiotika-Ströme verschleiert und damit die Arbeit der Länder behindert. Die jetzt von Aigner angekündigten Nachbesserungen seien daher längst überfällig gewesen.

Russland stoppt Schweine-Import aus Deutschland

Mit Verwunderung reagierte das Bundeslandwirtschaftsministerium auf eine aktuelle Ankündigung Russlands, ab kommenden Dienstag keine lebenden Schweine mehr aus Deutschland zu importieren. Es sei nicht gewährleistet, dass die Tiere jeweils 30 Tage vor dem Eintreffen in Russland nicht mehr mit Antibiotika behandelt werden, sagte der Leiter der russischen Veterinärbehörde, Sergej Dankwert, in Moskau zur Begründung. Deutschland habe Russland nicht wie verlangt eine Garantie gegeben, daher werde Russland ab dem 15. November auch keine lebenden Schweine mehr einführen, sagte Dankwert. Das Importverbot bleibe so lange in Kraft, bis Russland diese Garantie erhalte.

Laut Landwirtschaftsministerium in Berlin ist der Zusammenhang, den die russische Seite herstelle, nicht nachvollziehbar. "Wir sind in Gesprächen mit unseren russischen Partnern, um etwaige Missverständnisse auszuräumen", erklärte ein Sprecher. Deutschland liefert nach Moskauer Angaben jährlich bis zu 350.000 lebende Schweine nach Russland.

dpa/AFP/rts>

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16.11.2011: <Antibiotika-Einsatz in Massentierhaltung: Folgen sind fatal>

aus: n-tv online; 16.11.2011;
http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Folgen-sind-fatal-article4784566.html

Antibiotika in Masthühnern ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt eine Studie des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums. Demnach werden mehr als 96 Prozent aller Masthühner mit Antibiotika behandelt - die Ergebnisse sollen bundesweit übertragbar sein.

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16.11.2011: "Massnahmenpaket" gegen Antibiotika-Missbrauch bei der Massentierhaltung

aus: n-tv online: Strengere Regeln für Hähnchenmast: Aigner bremst Antibiotika-Bauern; 16.11.2011;
http://www.n-tv.de/politik/Aigner-bremst-Antibiotika-Bauern-article4727516.html

<Bei der Tiermast kommen weit mehr Antibiotika zum Einsatz als offiziell vermeldet. Für den Menschen kann es gefährlich werden, wenn er mit seinem Steak zu viele Antibiotika zu sich nimmt. Gesetze dagegen werden bislang von Bauern und Tierärzten umgangen. Deshalb will Ministerin Aigner jetzt die Regeln verschärfen.

Nach Berichten darüber, dass "Antibiotika säckeweise verabreicht" werden, will Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ein umfassendes Maßnahmenpaket schnüren. Vor allem soll die Verabreichung von Antibiotika besser als bisher dokumentiert werden. "Die Überwachungsbehörden der Länder werden damit in die Lage versetzt, den Arzneimittelstrom vom Tierarzt über Tierhalter bis hin zum Tier mengenmäßig gezielt zu erfassen", sagte Aigner im NDR info.

Durch die verschärften Regeln sollen die bei der Tierhaltung verwendeten Antibiotika-Mengen minimiert werden. Die Aufnahme von zu viel Antibiotika über die Nahrung kann beim Menschen nämlich dazu führen, dass das Mitteln im Ernstfall nicht mehr wirkt. Kürzlich war jedoch eine Studie aus Nordrhein-Westfalen bekanntgeworden, wonach in 83 Prozent der untersuchten Hähnchenmastbetriebe bis zu acht verschiedene Antibiotika ins Futter gemischt worden waren.

Verordnung wird lediglich ausgeweitet

Aufgrund der verschärften Melde- und Aufzeichnungspflichten, die vor allem die Tierärzte betreffen, sollen Mitte des kommenden Jahres erstmals genaue Daten über die verabreichten Arzneimittelmengen veröffentlicht werden. Seit Anfang 2011 wird in einer zentralen Datenbank bereits die Antibiotika-Vergabe an Kühe und Schweine dokumentiert, nicht aber der Einsatz in der Hühner- und Putenhaltung. Jetzt kündigte das Agrarministerium jedoch an, dass künftig auch die Daten über Geflügel-Arzneimittel zur Verfügung gestellt würden.

Nordrhein-Westfalens Agrarminister Johannes Remmel (Grüne) begrüßte, dass die bisherige "Verschleierungstaktik beim Antibiotika-Einsatz in der Hähnchenmast" ein Ende habe. "Doch ob der Ankündigung auch Taten folgen, bleibt abzuwarten."

Datenschutz verhindert die Aufklärung

Aigner betonte allerdings, schon jetzt sei der Einsatz von Antibiotika nur zur Behandlung kranker Tiere erlaubt, nicht aber zur Wachstumsförderung. "Verstöße gegen diese Vorschriften sind strafbar und müssen geahndet werden", sagte die Ministerin und verwies auf die Zuständigkeit der Bundesländer bei der Kontrolle der Zuchtbetriebe. Remmel beklagte hingegen, unter dem "Deckmantel des Datenschutzes" habe die Bundesregierung bislang die Antibiotika-Ströme verschleiert und damit die Arbeit der Länder behindert. Die jetzt von Aigner angekündigten Nachbesserungen seien daher längst überfällig gewesen.

Russland stoppt Schweine-Import aus Deutschland

Mit Verwunderung reagierte das Bundeslandwirtschaftsministerium auf eine aktuelle Ankündigung Russlands, ab kommenden Dienstag keine lebenden Schweine mehr aus Deutschland zu importieren. Es sei nicht gewährleistet, dass die Tiere jeweils 30 Tage vor dem Eintreffen in Russland nicht mehr mit Antibiotika behandelt werden, sagte der Leiter der russischen Veterinärbehörde, Sergej Dankwert, in Moskau zur Begründung. Deutschland habe Russland nicht wie verlangt eine Garantie gegeben, daher werde Russland ab dem 15. November auch keine lebenden Schweine mehr einführen, sagte Dankwert. Das Importverbot bleibe so lange in Kraft, bis Russland diese Garantie erhalte.

Laut Landwirtschaftsministerium in Berlin ist der Zusammenhang, den die russische Seite herstelle, nicht nachvollziehbar. "Wir sind in Gesprächen mit unseren russischen Partnern, um etwaige Missverständnisse auszuräumen", erklärte ein Sprecher. Deutschland liefert nach Moskauer Angaben jährlich bis zu 350.000 lebende Schweine nach Russland.

dpa/AFP/rts>

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20 minuten
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7.3.2012: Antibiotika im Viehfutter provoziert resistente Keime beim Konsumenten

aus: 20 minuten online: Vorsicht Multiresistenz: Deutlich mehr resistente Keime im Fleisch; 7.3.2012;
http://www.20min.com/wissen/gesundheit/story/Deutlich-mehr-resistente-Keime-im-Fleisch-30530289

<von F. Voegeli
-

Der routinemässige Einsatz von Antibiotika bei Nutztieren hat böse Folgen: Krankheitserreger werden immer stärker, Gegenmittel verlieren ihre Wirkung. Auch bei Menschen.

Das Antibiotikum Ampicillin wird eingesetzt, wenn herkömmliche Penicilline unwirksam sind, zum Beispiel bei bestimmten Infektionen der Harnwege. Es ist zwar schlechter verträglich als andere Breitbandpenicilline, kommt aber zum Beispiel zum Einsatz, wenn das erste Antibiotikum bei einer Blasenentzündung keine Wirkung mehr zeigt. Was, wenn Ampicillin nicht mehr wirkt?

Eine US-Studie, die in elf amerikanischen Bundesstaaten durchgeführt wurde, hat ergeben, dass die Ampicillin-Resistenz bei Bakterien in Pouletbrust und gehacktem Trutenfleisch anstieg: Bis zu 39 Prozent (Poulet) bzw. 48 Prozent (Truten) der Fleischproben aus dem Jahr 2010 trugen resistente Keime.

Resistenz auf Ampicillin nur eine von vielen

Bricht bei Mensch oder Tier nach einer Infektion mit den resistenten Keimen eine Krankheit aus, hat die Behandlung mit Ampicillin keine Wirkung. Solange es noch Ausweichsmedikamente gibt, lässt sich damit leben. Was aber, wenn die Bakterien auch dafür zu stark sind?

Die Studie der Food and Drug Administration (FDA) berichtet über hohe Anteile antibiotikaresistenter Keime im Fleisch von Geflügel, Rind und Schwein. Die Resistenz auf Ampicillin ist nur eine von vielen. In der Hälfte aller getesteten Schweinskoteletten wurden Salmonellenkeime gefunden, die gegen drei verschiedene antimikrobielle Wirkstoffe resistent sind, in 55 Prozent des Trutenfleischs fand man multiresistente E.-coli-Bakterien.

Kein Grund zur Panik

Nicht nur Amerika ringt mit der Multiresistenz. Anfang Januar wurden in Deutschland in elf von 20 Hühnerprodukten multiresistente Bakterien gefunden. Stichproben-Untersuchungen im Auftrag von «Stern» zeigten, dass jede vierte Schweinefleischprobe von multiresistenten E. coli durchzogen war.

Und wie sieht es in der Schweiz aus? Beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) hält man sich zurück: «Das Problem ist nicht neu», sagt Eva van Beek, BAG-Mediensprecherin. Es gebe jedoch grosse Unterschiede von Land zu Land und auch innerhalb eines Landes müsse die Epidemiologie nicht überall gleich sein. «Es kann durchaus auch Resistenzen geben, wo die Häufigkeit über die Jahre gleich geblieben oder sogar zurückgegangen ist», so van Beek.

Es gibt keinen Grund zur Panik: Vor den Keimen im Fleisch kann man sich einfach schützen, indem man einige Hygiene-Regeln befolgt.

Aber der Vormarsch der Multiresistenzen lässt sich nicht so einfach beheben. «Humanmediziner schlagen Alarm», heisst es beim SF in der Rundschau, die drei Teile zum Thema ausstrahlt. «Die Resistenzsituation wird massgeblich durch den Einsatz von Antibiotika beeinflusst», sagt Eva van Beek vom BAG. Und Antibiotika werden vor allem an zwei Orten eingesetzt: im Spital und im Stall.

Wichtigste Antibiotikaklasse betroffen

Zwar sei in der «Schweizer Nutztierpopulation die Resistenz-Situation bei den untersuchten Bakterien insgesamt stabil geblieben», heisst es beim Bundesamt für Veterinärwesen. Dafür aber habe die Resistenz gegenüber (Fluoro)-Quinolonen leicht zugenommen.

Diese machen im Verkauf nur einen kleinen Teil aus; 55 von den 66 Tonnen Antibiotika, die 2010 in der Schweiz verkauft wurden, sind Sulfonamide, Tetracycline und Penicilline. Die Fluoroquinolone dagegen würden nur in kleinen Mengen vertrieben. Bei Mastpoulets hingegen werde in 70 Prozent der Fälle auf den Wirkstoff zurückgegriffen. Die verstärkte Resistenz dieser Arzneimittelgruppe ist deshalb nicht unbedenklich, weil sie in der Veterinär- und Humanmedizin zu den wichtigsten Antibiotikaklassen gehören.

Verbesserung der Tierhaltung nötig

Ist der Zusammenhang der Antibiotika-Resistenz mit der Fleischproduktion in der Landwirtschaft einmal gemacht, liegt es nahe, den Einsatz von Antibiotika zu beschränken. In Deutschland gibt es Bemühungen, die Vorschriften entsprechend zu verschärfen. Auch das BAG ist sich der Situation bewusst und prüft, ob Handlungsbedarf besteht.

Die Sendung «Netz Natur» vom Oktober 2011 zeigt Alternativen zur massenhaften Verwendung von Antibiotika auf. Bleiben die Kälber bis zum Schlachttermin auf dem Hof, auf dem sie geboren sind, müssen wesentlich weniger Antibiotika eingesetzt werden, um sie vor den Einflüssen der neuen Umgebung zu schützen.

Auch der Konsumentenwunsch nach hellem Fleisch hat Konsequenzen. Die Produktion von sehr hellem Kalbfleisch bedingt nämlich eine einseitige Ernährung mit wenig Raufutter. Dadurch werden sie krankheitsanfälliger. Ausgewogeneres Futter würde zwar zu dunklerem Fleisch führen, allerdings wären bei den Tieren dann weniger Antibiotika notwendig. Die Alternativen bedeuten allerdings auch, dass das Fleisch für den Konsumenten teurer wird.>


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22.3.2012: Antibiotikaresistente Keime im Genfersee - durch Abwässer und Spitäler - und als Trinkwasserspeicher ist der Genfersee bald unbrauchbar

aus: 20 minuten: Resistente Keime: Aus dem Genfersee droht Gefahr; 22.3.2012;
http://www.20min.com/wissen/gesundheit/story/Aus-dem-Genfersee-droht-Gefahr-24902775

<Der Genfersee ist offenbar ein Sammelbecken antibiotikaresistenter Keime. Diese Bakterien gelangen über Abwässer von Spitälern in den See und können dadurch unser Trinkwasser gefährden.

Wasserforscher haben im Sediment des Genfersees erhöhte Mengen von Keimen gefunden, die gegen zahlreiche Antibiotika resistent sind. Dieses Reservoir erhöht das Risiko, dass das gefährliche Erbgut über kurz oder lang auch in menschliche Krankheitserreger gelangt.

Bakterien, die gegen zahlreiche Antibiotika unempfindlich geworden sind, gelten als eine der grössten Gefahren in der heutigen Medizin. Patienten mit solchen Erregern lassen sich oft nur noch schwer oder gar nicht mehr behandeln. Harmlos scheinende Infektionen können so plötzlich lebensbedrohlich werden.

Eine Studie des Wasserforschungsinstituts Eawag zeigt nun, dass solche Keime mit dem Siedlungsabwasser - vor allem aus Spitälern - in grossen Mengen in Gewässer gelangen. Die Wissenschaftler um den Mikrobiologen Helmut Bürgmann untersuchten dazu den Abwasserfluss der Stadt Lausanne, der - gereinigt - in den Genfersee geleitet wird.

Verseuchte Spitalabwässer

Insbesondere im Abwasser des Lausanner Universitätsspitals fanden die Forscher eine hohe Zahl von multiresistenten Keimen, wie die Eawag am Donnerstag mitteilte. Das war zu erwarten gewesen, denn Spitäler sind naturgemäss eine Hochburg besonders gefährlicher Krankheitserreger.

Die Kläranlage der Stadt entfernt zwar über drei Viertel aller Bakterien aus dem Abwasser. Doch die Forscher fanden heraus, dass im gereinigten Abwasser der Anteil an besonders resistenten Stämmen erhöht ist: Diese Bakterien scheinen den Reinigungsprozess besonders gut zu überstehen.

Die Folge: Die Menge an multiresistentem Antibiotika-Erbgut ist im Genfersee erhöht - vor allem im Sediment in der Nähe jener Stelle, an der das gereinigte Abwasser eingeleitet wird. Damit vergrössert sich das Risiko, dass die Resistenzgene über kurz oder lang den Weg zurück finden in menschliche Krankheitserreger.

«Kein Grund zur Panik»

Das kann bereits im See geschehen oder im menschlichen Körper, wenn die Gensequenzen für Antibiotikaresistenz ins Trinkwasser gelangen. Laut den Forschern schützen solche Resistenzen die Bakterien nicht nur gegen Medikamente sondern oft auch vor anderen Substanzen wie Schwermetallen oder Desinfektionsmitteln.

Für Nadine Czekalski, Erstautorin der im Fachblatt «Frontiers in Antimicrobials, Resistance and Chemotherapy» erschienenen Studie, sind die Befunde aber «kein Grund zu Panik», wie es im Communiqué heisst. In der Nähe einer Trinkwasserfassung drei Kilometer vom Kläreinlauf entfernt, fanden sich zwar Multiresistenzen im Sediment aber keine im Seewasser.

Zusätzliche Reinigungsstufe

Ausserdem wir das Seewasser aufbereitet, bevor es ins Lausanner Leitungsnetz eingespeist wird. Trotzdem plädieren die Forscher für eine verstärkte Vorsorge. Immerhin werden rund 15 Prozent der Schweizer Abwässer nach der Reinigung direkt in Seen geleitet. Die Situation in Lausanne sei ein Modell für andere Klärvorgänge.

Dass der Bund für ausgewählte Kläranlagen eine zusätzliche Reinigungsstufe vorsehe, sei deshalb ein Schritt in die richtige Richtung, heisst es in der Mitteilung. Sie empfehlen zudem, Spitalabwasser separat zu behandeln, weil die besonders hartnäckigen Resistenzen aus Spitälern stammen.

(sda)>

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n-tv online,
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Deutschland 27.6.2012: <Wissenschaft: Forscher bündeln Kräfte im Kampf gegen resistente Keime> - neues Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) in Braunschweig

aus: n-tv online; 27.6.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Wissenschaft/Forscher-buendeln-Kraefte-im-Kampf-gegen-resistente-Keime-article6599291.html

<Braunschweig (dpa) - Mit dem neuen Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) in Braunschweig wollen Forscher den Kampf gegen antibiotikaresistente Krankheitserreger verstärken.

«Da stehen wir unter einem ganz immensen Druck, gerade auch weil die Pharmaindustrie in diese Richtung nicht mehr oder kaum noch forscht», sagte DZIF-Projektmanager Timo Jäger der Nachrichtenagentur dpa anlässlich der Gründung der Einrichtung am Mittwoch.

Der Grund sei, dass in der Infektionsforschung nicht die Blockbuster-Medikamente zu entwickeln seien, die den Pharmakonzernen Milliardenumsätze garantierten. «Deshalb ist die universitäre Forschung da noch viel mehr gefragt.»

Wirkstoffe und Antibiotika müssten bis zu einem Punkt entwickelt werden, wie dies in der Forschung bislang nicht geleistet wurde und auch nicht leistbar war, sagte Jäger. «Dies können und wollen wir mit diesem neuartigen Verbund leisten, dadurch dass wir nicht nur die Grundlagenforscher mit im Boot haben, sondern auch die Kliniken und die Ärzte, die dicht am Patienten dran sind.»

Im DZIF bündeln 32 führende deutsche Forschungsinstitute ihre Kräfte. «Vorwiegend und hauptsächlich geht es darum, neue Impfstoffe und neue Antibiotika zu entwickeln und auch die Diagnostik zu verbessern.» Über ganz Deutschland verteilt gebe es an jedem Standort Arbeitsgruppen und Projekte, bei denen Grundlagenforscher, Chemiker, Biologen und Kliniken zusammenarbeiteten. Außerdem sollen Klinikärzte sich in einem Nachwuchsprogramm ein Jahr ausschließlich der Forschung widmen und die Infektiologie als Fachgebiet weiter etablieren.

Das DZIF ist eines von sechs von der Bundesregierung geplanten Fachzentren. Diese sollen auch die deutsche Forschung im internationalen Vergleich voranbringen. «Im Rahmen der Infektionsforschung sehe ich Deutschland im Moment eher im Mittelmaß», meinte Jäger. Die USA und auch Frankreich mit seinem weit verzweigten Institut Pasteur seien derzeit deutlich weiter.

Quelle: n-tv.de, dpa>

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Welt online,
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11.7.2012: Antibiotika-Tiermast: <Multiresistente Keime: Krankheitserreger gelangen bis an die Fleischtheke>

aus: Welt online; 11.7.2012;
http://www.welt.de/gesundheit/article108260726/Krankheitserreger-gelangen-bis-an-die-Fleischtheke.html

<Multiresistente Keime, gegen die Antibiotika nicht mehr helfen, breiten sich nicht nur in Kliniken aus: Vor allem in Tierzuchtbetrieben sind sie zu finden. Sie gelangen von dort in den Einzelhandel.

Multiresistente Keime werden immer öfter nachgewiesen. Diese gegen viele Antibiotika resistenten Infektionserreger sind eine Gefahr für die Gesundheit.

"Jeder fünfte Eitererreger, Staphylococcus aureus genannt, der bei einem Patienten nachgewiesen wird, ist so ein multiresistenter", sagt Jörg Herrmann, Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene in Oldenburg.

Von 100 Patienten, die stationär behandelt werden, seien ein bis drei mit einem multiresistenten Staphylococcus aureus, kurz "MRSA" besiedelt. "Damit steigt das Risiko der Übertragung – im Krankenhaus, in der Arztpraxis und in der Reha."

Anfang der 1990er-Jahre war das Problem nicht so relevant. "Ein bis zwei Prozent dieser Erreger waren resistent, heute sind es 20 Prozent", sagt Herrmann. "Als die Zahlen dann anstiegen, haben wir gedacht, dass wir mit der Entwicklung immer neuer Antibiotika den Resistenzen der Erreger begegnen können."

Bakterien sind uns überlegen

Diese Rechnung ging nicht auf: "Jetzt haben wir festgestellt, dass die Bakterien uns überlegen sind, weil sie schneller neue Resistenzen entwickeln können als wir neue Antibiotika."

Aber nicht nur in den Krankenhäusern breiten sich die Erreger aus. Auch bei Tieren in den Mastbetrieben bildeten sich multiresistente Keime, die dann über die Mitarbeiter in die Gesundheitseinrichtungen gelangten, erklärt Herrmann.

Gerade in der Nordwestregion mit ihren vielen Tiermastbetrieben sei das ein Problem. Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts in Tierzuchtanlangen hätten ergeben, dass 82 Prozent der Schweine und 86 Prozent der dort tätigen Schweinehalter mit multiresistenten Keimen besiedelt waren.

Diese tierassoziierten MRSA-Stämme seien zwar deutlich weniger krankmachend als die klassischen Varianten, dennoch gebe es hier erheblichen Forschungsbedarf, betonte Herrmann.

Forscher am Translational Genomics Research Institute in Flagstaff warnten jedoch unlängst im Fachmagazin "mBio", dass mindestens ein Stamm der MRSA-Keime vom Menschen auf Tiere übergegangen sei. Hier sei er durch den Einsatz von Antibiotika resistent geworden und wieder auf den Menschen zurückgesprungen.

Es sei nun klar, dass dieser gefährliche Erreger erst in den Tieren resistent wurde. Es sei also ganz allein der leichtsinnige Umgang mit Antibiotika, der nun auf die Menschen zurückfalle.

Auch in der Fleischtheke nachweisbar

Auch auf dem Fleisch der Tiere lassen sich an der Fleischtheke im Einzelhandel laut Herrmann multiresistente Erreger finden: auf bis zu 40 Prozent des Putenfleisches sowie jeweils 20 Prozent der Hähnchen und des Schweinefleisches.

"Jeden Tag, wenn wir einkaufen gehen, nehmen wir solche multiresistenten Erreger mit nach Hause", sagt Herrmann. "Hier hilft die gute, alte Küchenhygiene aus Omas Zeiten: Hände waschen nach jedem Arbeitsgang, unterschiedliche Küchenutensilien, kochen, braten oder dünsten."

Die Zahl der Infektionen mit einem multiresistenten Keim wird pro Jahr in Deutschland auf etwa 130.000 geschätzt, davon werden 34.000 im Krankenhaus erworben. Insgesamt wird die Zahl der im Krankenhaus erworbenen Infektionen auf bis zu 600.000 geschätzt.

dpa/oc>

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30.9.2012: Bestimmte Antibiotika "können Infektionen mit resistenten Bakterien sogar fördern"

aus: n-tv online: Krank trotz Medizin: Antibiotikum fördert Erreger; 30.9.2012;

http://www.n-tv.de/wissen/Antibiotikum-foerdert-Erreger-article7363961.html

<Eigentlich sollen sie gesund machen: Antibiotika wie Ciprofloxacin werden gerade in Krankenhäusern oft verschrieben, um Krankheiten vorzubeugen oder sie zu behandeln. Dass das nicht immer förderlich für die Patienten ist, fand jetzt eine britische Forschergruppe heraus.

Obwohl sie Krankheiten eigentlich bekämpfen sollen, können bestimmte Antibiotika Infektionen mit resistenten Bakterien sogar fördern. Das meldeten jetzt britische Wissenschaftler um die Medizinerin Jodi Lindsay vom St George's College der University of London. Sie hatten entdeckt, dass Infektionen mit einem verbreiteten Erreger in einem Krankenhaus zurückgingen, als der Gebrauch eines Antibiotikums eingeschränkt wurde.

Der Erreger MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus Aureus) kann ernsthafte Infektionen von Haut, Blut, Lungen und Knochen verursachen und ist sehr verbreitet in Krankenhäusern. Die Forscher beobachteten verschiedene MRSA-Untertypen im St-George's Hospital bis 2009 über insgesamt zehn Jahre hinweg und untersuchten, wie sich der Erreger in der Krankenhausumgebung verhielt.

Zahl der Infizierten halbierte sich - [50% weniger Infektionen bei 70% weniger Antibiotikaverschreibungen]

Über eine kurze Zeit hinweg bekamen zufällig weniger Patienten das Antibiotikum Ciprofloxacin verschrieben, statt bis zu 100 täglichen Dosierungen auf 1000 belegte Betten wurden in dieser Zeit nur 30 Dosierungen verschrieben. In der gleichen Zeit konnten die Forscher feststellen, dass sich die Zahl der mit dem MRSA-Erreger infizierten Personen von 120 im Monat auf 60 halbierte. In den letzten beiden Jahren der Untersuchungen blieb das Niveau von MRSA-Infektionen niedrig, nachdem die Krankenhausleitung den Gebrauch des Antibiotikums stark reduzierte.

Die Forscher können nicht ausschließen, dass auch andere Faktoren zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Allerdings hatten Tests, etwa mit stärkerer Hygienekontrolle, keine bemerkbaren Auswirkungen auf die Zahl der Infektionen. So konnte weder vermehrtes Händewaschen, besseres Putzen noch ein MRSA-Test der Patienten bei ihrer Ankunft im Krankenhaus großartig etwas gegen den MRSA-Erreger ausrichten - die einzige signifikante Veränderung fällt zusammen mit dem Verzicht auf Ciprofloxacin.

"Überraschenderweise waren nicht Hygiene und Händewaschen die Hauptverantwortlichen für den Rückgang der Infektionen", erklärt die Hauptautorin Jodi Lindsay. "Beides ist zwar wichtig, aber nicht genug, um MRSA zu reduzieren." Die Forschergruppe rät dazu, den Gebrauch von verschiedenen Antibiotika zu überdenken. Ciprofloxacin gehört zu den Fluorchinolon-Antibiotika, die nach Meinung der Forscher alle ähnlich genug arbeiten, um die Ergebnisse auf die ganze Gruppe zu übertragen. Ärzte sollten diese Antibiotika deshalb vorsichtiger und seltener verschreiben.

Quelle: n-tv.de, bba>

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Welt
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26.10.2012: <Heilpflanzen: Kapuzinerkresse kann sogar Antibiotika ersetzen>

aus: Welt online; 26.10.2012;
http://www.welt.de/gesundheit/article110238096/Kapuzinerkresse-kann-sogar-Antibiotika-ersetzen.html

<Arzneipflanze des Jahres 2013 ist eine Pflanze, die fast jeder kennt: die Große Kapuzinerkresse. Als Heilmittel wir sie jedoch stark unterschätzt. Je nach Leiden kann sie genauso wirksam wie Antibiotika sein.

Sie enthält viel Vitamin C, kann die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilzen hemmen und die Durchblutung fördern: Wegen dieser positiven Eigenschaften ist die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) jetzt von Wissenschaftlern der Universität Würzburg zur Arzneipflanze 2013 gewählt worden.

Für die medizinische Wirkung sin vor allem ihre Glucosinolate von noch größerer Bedeutung. Glucosinolate finden sich vor allen Dingen in Kreuzblütlern, sie sind für den scharfen Geschmack verantwortlich und werden von den Enzymen des Menschen in Senföle umgewandelt, die wiederum die Vermehrung verschiedener Erreger hemmen können.

Die kletternde und kriechende Pflanze mit den leuchtend gelb-orangefarbenen Blüten könne möglicherweise die Einnahme von Antibiotika zum Teil ersetzen und so Resistenzen gegen das Medikament vermeiden, lautete die Begründung des Studienkreises Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde.

Je nach Krankheitsbild genauso wirksam wie Antibiotika

Zusammen mit Meerrettichwurzel eingenommen könnte das Kraut der Pflanze eventuell sogar Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitis und Blasenentzündung genauso wirksam wie Antibiotika bekämpfen.

Die Kapuzinerkresse sei noch ein unterschätztes Arzneimittel, sagt Johannes Gottfried Mayer vom Würzburger Studienkreis. "Es ist eine Pflanze, die fast jeder kennt und die in vielen Gärten wächst. So denkt man schnell, es sei etwas Banales. Aber das ist hier nicht der Fall", meint der Wissenschaftler.

Die über Mauern kletternde oder am Boden kriechende Pflanze mit ihren leuchtend gelb-orangen bis roten Blütenblättern findet sich in vielen Gärten. Der deutsche Name bezieht sich auf die Form der Blüten, die an die Kapuzen von Mönchskutten erinnert.

Bei Vergiftungen, Husten und Bronchitis

Ihre ursprüngliche Heimat ist das Andengebiet Perus und Boliviens. In der Volksmedizin der Indianer Südamerikas wird die Pflanze heute noch etwa bei Vergiftungen oder Husten und Bronchitis verwendet.

Schon die Inkas sollen sie als Schmerz- und Wunderheilmittel genutzt haben. "Man kann sowohl die Blüten als auch die Blätter im Salat essen", sagte Mayer.

Dabei helfe die Pflanze jedoch eher vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten und Harnwegsinfektionen. "Für den akuten Fall ist die Dosierung wahrscheinlich nicht ausreichend."

dpa/epd/oc>

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13.7.2013:
<Der Zusatz von Silber steigert die Wirkung von Antibiotika gegen Supererreger >

aus: Kopp-Verlag online; 13.7.2013;
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/michael-ravensthorpe/der-zusatz-von-silber-steigert-die-wirkung-von-antibiotika-gegen-supererreger.html

<Michael Ravensthorpe

Silber wirkt antibiotisch, das ist seit Jahrtausenden bekannt. Schon die alten Phönizier wussten, dass Wasser, Essig und Wein in silbernen Gefäßen ihre Frische bewahrten. Ebenfalls gut dokumentiert ist die Verwendung von kolloidalem Silber – das sind in einer Flüssigkeit gelöste Silberpartikel – als Antibiotikum im Europa der Antike.

Neue Untersuchungen von Wissenschaftlern an der Universität Boston zeigen jedoch, dass Silber noch weit wirksamer sein könnte als bisher angenommen. Denn offenbar kann der Zusatz von Silber zu Antibiotika deren Wirksamkeit gegen antibiotikaresistente Supererreger erhöhen, in manchen Fällen auf das Tausendfache.

Die wissenschaftliche Studie, die im Juni 2013 im wissenschaftlichen Journal Science Translational Medicine veröffentlicht wurde, war gestartet worden, nachdem ein bekannter Arzt in England gewarnt hatte, das Auftauchen von »Supererregern« könne zum Auslöser für ein »apokalyptisches Szenario« werden, in dem herkömmliche Antibiotika nicht mehr wirkten. Die Folge werde eine weitverbreitete Infektionsanfälligkeit sein.

»Die Anzahl antibiotikaresistenter Stämme in unseren Krankenhäusern und Städten nimmt dramatisch zu, und das bereits seit geraumer Zeit«, so Dr. Jim Collins, Koautor der Studie. »Gleichzeitig werden deutlich weniger neue Antibiotika entwickelt und zugelassen. Wir reden über eine unterschiedliche Herangehensweise. Anstatt zu versuchen, ein völlig neues Antibiotikum zu entwickeln, versuchen wir, die Wirksamkeit der bereits vorhandenen zu verbessern.«

Wie Collins‘ Team feststellte, steigert ein Zusatz einer geringen Menge Silber zu Standard-Antibiotika deren Wirksamkeit gegen Infektionen um das Zehn- bis Tausendfache. In einigen Fällen ließen sich sogar Keime, die wegen der zunehmenden Antibiotikaresistenz als »unbehandelbar« galten, wieder bekämpfen. Antibiotika mit einem Zusatz von Silber erwiesen sich als besonders wirksam gegen Erreger, die zu Harnwegsinfektionen und chronischen Magenbeschwerden führten.

»Diese Arbeit zeigt, dass Silber genutzt werden kann, um die Wirkung bestehender Antibiotika gegen gramnegative Bakterien zu erhöhen, das bedeutet eine Verstärkung des antibiotischen Arsenals zur Bekämpfung bakterieller Infektionen«, schloss Collins.

Warum nicht einfach nur Silber anwenden?

Natürlich ist es lobenswert, wenn Collins und seine Kollegen mit herkömmlichen Behandlungsmethoden experimentieren, die Schulmediziner rundweg ablehnen. Dennoch wirft ihre Entdeckung die Frage auf, die zu stellen Forscher in Diensten von Big Pharma niemals wagen würden: Wenn Silber die Wirksamkeit von Antibiotika so weit steigert, dass das ursprüngliche Medikament vergleichsweise wirkungslos erscheint, warum nimmt man dann nicht nur Silber? Schließlich hat es unseren Vorfahren ja auch geholfen.

Viele Studien belegen beispielsweise, dass reines kolloidales Silber Infektionen mit multiresistenten Keimen oder Candida heilen oder Pilze und Viren im Körper unschädlich machen kann. Um es einzunehmen, muss man es nicht mit synthetischen Chemikalien kombinieren. Man braucht auch keine unmoralischen Konzerne reich zu machen, wenn man es haben möchte. Silber als Ergänzungsmittel ist für jedermann erhältlich (trotz wiederholter Versuche der US-Arzneimittelbehörde FDA, es zu verbieten); gut möglich, dass es sich in der vor uns liegenden schwierigen Zeit als unschätzbar wertvoll erweisen wird.

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

Dailymail.co.uk

ScienceMag.org

SilverInstitute.org

NaturalNews.com>

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16.4.2014: Naturbelassener Honig ersetzt Antibiotika
Antibiotika machen Menschen langfristig anfälliger + Resistenzen - Honig gegen Bakterien ersetzt Antibiotika


aus: Kopp-Verlag online: Wissenschaftler entdecken, warum Honig immer noch das beste Antibiotikum ist; 16.4.2014;
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/l-j-devon/wissenschaftler-entdecken-warum-honig-immer-noch-das-beste-antibiotikum-ist.html

<L. J. Devon

Die konventionellen Antibiotika werden viel zu häufig verschrieben und eingenommen. Wie Karnevals-Kamelle werden sie jedem, der winkt, zugeworfen. Laut Daten der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention, Zentren für Seuchenschutz und Prävention) wurden 2010 in den USA pro 1000 Einwohner nicht weniger als 833 Antibiotika-Rezepte ausgestellt.

Konventionelle Antibiotika machen die Anwender langfristig krank

Ärzte verschreiben Antibiotika fahrlässig auch bei Virusinfektionen, was vollkommen nutzlos ist, weil Antibiotika nur gegen Bakterien wirksam sind. Und damit nicht genug: Durch die zu häufige Verschreibung und Einnahme werden spätere Infektionen viel schwerer zu behandeln, denn die Antibiotika schalten die guten Bakterien im Darm aus.

Außerdem entwickeln sich antibiotikaresistente Bakterien. Die CDC haben erst kürzlich 20 resistente Bakterienstämme identifiziert, die dadurch entstanden sind, dass man sich ohne Rücksicht auf die Folgen auf die Verschreibung von Antibiotika verlassen hat. In einem Bericht von 2013 schlagen die CDC Alarm: Jedes Jahr erkranken in den USA mehr als zwei Millionen Menschen an einer Infektion mit antibiotikaresistenten Keimen. Die konventionellen Antibiotika machen die Anwender langfristig kränker und anfälliger für Infektionen.

Angesichts dieses Trends suchen Wissenschaftler nach einfacheren Lösungen. Forscher der Salve Regina University in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island haben bei einer laufenden Studie wiederentdeckt, warum naturbelassener Honig auch heute noch eines der besten natürlichen Antibiotika ist.

Honig bekämpft Infektionen auf mehreren Ebenen und fördert keine resistenten Bakterien

Erstautorin Dr. Susan M. Meschwitz stellte die Ergebnisse auf dem 27. Jahrestreffen der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft vor: »Die besondere Eigenschaft des Honigs liegt in der Fähigkeit, Infektionen auf verschiedenen Ebenen zu bekämpfen, sodass Bakterien schlechter Resistenzen entwickeln können.« Wie Meschwitz weiter sagte, nutzt Honig eine Kombination von Polyphenolen, Wasserstoffperoxid und seine osmotische Wirkung. Honig greift praktisch beidhändig an und tötet Bakterien auf mehrfachem Wege.

Einer davon ist sein osmotischer Effekt, der auf die hohe Konzentration von Zucker im Honig zurückzuführen ist. Dabei wird den Bakterien Wasser entzogen, sodass sie austrocknen und absterben.

Honig schaltet Bakterien aus, indem er die Übertragungswege unterbricht

Darüber hinaus besitzt Honig Eigenschaften, die die Bildung von Biofilmen stoppt. Schleimige Biofilme sind Ansammlungen krankmachender Bakterien. Honig verhindert, dass sich solche Biofilme bilden, indem er einen Kommunikationsprozess, das so genannte Quorum Sensing, unterbricht. Dadurch können Bakterien nicht mehr miteinander kommunizieren und ihre Funktionsfähigkeit erhöhen. Sie können die Toxine nicht mehr freisetzen, durch die sie in der Lage sind, Krankheiten auszulösen. Wie Meschwitz erklärte, wird das virulente Verhalten der Bakterien durch die Unterbrechung des Quorum Sensing geschwächt, »sodass die Bakterien für konventionelle Antibiotika anfälliger werden«.

Ärzte sollten zunächst Honig und Antibiotika nur als letztes Mittel verordnen

Honig ist so gut darin, Bakterien auszuschalten, dass er als Erstbehandlung einer bakteriellen Erkrankung eingesetzt werden sollte. Ärzte sollten zuerst Honig verordnen, weil er Bakterien aus verschiedenen Winkeln angreift. Antibiotika sollten die »Alternativ«-Therapie oder das letzte Mittel sein. Honig ist viel wirksamer, weil er die Bildung antibiotikaresistenter Bakterien verhindert. Konventionelle Antibiotika versagen, weil sie nur den Wachstumsprozess der Bakterien attackieren. Dadurch können Bakterien mit der Zeit eine Resistenz entwickeln, während der Anwender gleichzeitig die guten Bakterien im Darm zerstört.

Honig wirkt ganz anders, er unterbricht den Kommunikationsprozess der Bakterien und trocknet ihre Struktur durch osmotische Wirkung aus. Darüber hinaus enthält Honig jede Menge kräftiger Antioxidantien in Form von Polyphenolverbindungen. Dr. Meschwitz: »Mehrere Studien zeigen eine Korrelation zwischen der antimikrobiellen und antioxidativen Wirkung von Honig und dem Vorliegen von Phenolen.«

Honig wirkt auch antiviral und antimykotisch und liefert reichlich Antioxidantien

Honig wirkt aber nicht nur antibakteriell, sondern auch antiviral und antimykotisch. Allein diese Eigenschaften machen ihn wirksamer als konventionelle Antibiotika. Honig kann versteckte Pilzinfektionen aufspüren, die die Ursache wiederkehrender Krankheit sein können. Meschwitz und ihr Team messen das Ausmaß der antioxidativen Wirkung von Honig. »Wir haben die verschiedenen antioxidativen Polyphenole separiert und identifiziert. Bei unseren Studien haben wir die Wirkung des Honigs unter anderem gegen Escherichia coli, Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa getestet.«

Viele im Handel angebotenen Honigsorten sind filtriert und bearbeitet. Den besten, leckersten, medizinisch wirksamen und ungefilterten Honig finden Sie in Ihrer Imkerei vor Ort.

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

ScienceDaily.com

NYDailyNews.com

ACS.org

NaturalNews.com>

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Kopp-Verlag online, Logo

11.5.2014: <Fünf wirksame Antibiotika, für die Sie kein Rezept brauchen> - Knoblauch - kolloidales Silber - Oreganoöl - Echinacea (Sonnenhut) - Manukahonig

http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/natuerliches-heilen/derek-henry/fuenf-wirksame-antibiotika-fuer-die-sie-kein-rezept-brauchen.html

<Derek Henry

Krankenhaus-Antibiotika gehören inzwischen zu der »Medizin«, die am häufigsten, besser gesagt viel zu viel, verschrieben wird. Patienten haben damit ihr Verdauungssystem ruiniert und paradoxerweise ihre natürlichen Abwehrkräfte gegen nachfolgende Infektionen geschwächt.

Mit den folgenden fünf natürlichen Antibiotika können Sie Infektionen bekämpfen, ohne Ihr Verdauungssystem lahmzulegen.

Knoblauch

Knoblauch wird seit Jahrtausenden von verschiedenen Kulturen zu medizinischen Zwecken verwendet. Im 18. Jahrhundert wurde er sogar zur Abwehr gegen die Pest eingenommen.

Knoblauch besitzt kräftige antibiotische, antivirale, antimykotische und antimikrobielle Eigenschaften, er kann helfen, vor unfreundlichen Darmbakterien zu schützen und ihre Ausscheidung zu erleichtern. Außerdem enthält er viel natürliche Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen; auch das stärkt das Immunsystem.

Der aktive Inhaltsstoff des Knoblauchs, das Allicin, schützt vor schädlichen Bakterien und tötet sie. Zerdrücken Sie die Knoblauchzehen, um diese Substanzen zu aktivieren, und essen Sie sie roh, in einem warmen Tee oder nur kurz gegarten Speisen.

Kolloidales Silber

Kolloidales Silber ist ebenfalls seit Jahrhunderten als wirksames Antibiotikum bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte Alfred Searle, der Gründer des Pharmaunternehmens Searle, dass es gefährliche Krankheitserreger ausschalten konnte.

Searle erklärte, die Anwendung von kolloidalem Silber habe bei vielen Menschen erstaunliche Resultate erbracht. Der größte Vorteil sei, dass es Mikroben sehr schnell töte, ohne eine schädliche Wirkung für den Wirt zu zeigen.

Neuere Forschungen haben ebenfalls gezeigt, dass kolloidales Silber antibiotikaresistente Mikroben wie MRSA und die Erreger von Vogelgrippe und SARS unschädlich machen kann.

Oreganoöl

Oreganoöl tötet pathogene Bakterien, greift aber nützliche Bakterien nicht an. Seine antivirale und antimykotische Wirkung machen es zu einer wirksamen Dreifachkombination, die Pharmazeutika Konkurrenz machen kann, ohne eine Antibiotikaresistenz zu fördern.

Der entscheidende antimikrobielle Inhaltsstoff des Oreganoöls ist das Carvacrol. Achten Sie darauf, dass das Oreganoöl, das Sie wählen, mindestens 70 Prozent Carvacrol enthält, damit es wirksam ist.

Echinacea (Sonnenhut)

Echinacea wird seit Jahrhunderten zur Behandlung vieler Infektionen angewendet. Traditionell diente es zur Behandlung offener Wunden, von Diphtherie, Blutvergiftung und anderen bakteriellen Erkrankungen.

Heute wird die Pflanze hauptsächlich gegen Erkältung und Grippe eingesetzt, weil sie die gefährlichsten Bakterien ausschalten kann, beispielsweise tödlichen Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA).

Manuka-Honig

Das vielleicht leckerste Antibiotikum ist der Manuka-Honig. Äußerlich angewendet, kann er viele Erreger töten, darunter auch MRSA und fleischfressende Bakterien. Darüber hinaus wurde entdeckt, dass die Bakterien keinerlei Resistenz entwickelten, die Manuka-Honig unwirksam machen würde.

Auf dieser Liste sind sicherlich nicht alle natürlichen Antibiotika aufgeführt, aber sie ist ein guter Einstieg in eine ausschließlich natürliche Hausapotheke. Um Ihr Antibiotika-Arsenal zu vervollständigen, sollten Sie auch Reishi, Pau d’arco, Katzenkralle, Olivenblattextrakt, Nelken, Kurkuma und sogar Zitronen erwägen.

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

NaturalNews.com

NaturalNews.com

NaturalNews.com>

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Deutsche Wirtschaftsnachrichten online, Logo

29.7.2014: Nanosilber wirkt besser als Antibiotika

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Mundinfektionen: Nanosilber ist wirksamer als Antibiotika; 29.7.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/29/mundinfektionen-nanosilber-ist-wirksamer-als-antibiotika/

<Nanosilber hat sich als effektives Werkzeug zur Bekämpfung von heftigen Mundinfektionen herausgestellt. Wertvoll sind diese Erkenntnisse vor allem für Zahn-Prothesenträger. Unumstritten ist ein möglicher Einsatz am Menschen aber nicht.

Portugiesische Forscher haben sich in einer aktuellen Studie mit den durch Candida albicans und Candida glabrata hervorgerufenen Pilzinfektionen auseinandergesetzt. Sie gedeihen leicht im Mund von Prothesenträgern und können zu Soor und dentaler Stomatitis führen. Letzteres ist eine schmerzhafte Infektion, die rund 70 Prozent der Prothesenträger betrifft.

Die Forscher von der Universität von Minho wollten wissen: Kann hier eine Silber-Nanopartikel-Lösung etwas bewirken? Sie meinen, ja. Das bisherige Problem: Derartige Mundinfektionen sind äußerst schwierig zu behandeln. Die Mikroorganismen bilden schnell Biofilme. Antibiotika können nur wenig ausrichten.

Im Labor erzeugten die Wissenschaftler eine Speichel ähnliche Umgebung. Darauf platzierten sie dann künstliche Biofilme. Anschließend  wurden verschiedene Größen von Silber-Nanopartikeln in den verschiedenen Pilz-infizierten Umgebungen eingesetzt. Dann beobachteten sie, wie die Pilzinfektionen um sich griffen. Schnell fanden die Forscher heraus, dass die Größe der Silber-Nanopartikel bei der Abtötung keine Rolle spielt, sondern unter allen Umständen effektiv wirkte. Das berichtet anders leben.

Eine denkbare Anwendungsmöglichkeit wäre nun der Einsatz des kolloidalen Silbers in entsprechenden Mundspülungen für Prothesenträger, um so die Entstehnung von Biofilmen zu verhindern. Der Einsatz von Nanosilber ist jedoch nicht unumstritten.>

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YouTube online,
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1.5.2017: Die Kombination der Antibiotika-Pflanzen = das Bio-Super-Antibiotikum: Zwiebel, Knoblauch, Chili, Ingwer, Kurkuma, Meerrettich, Apfelessig

aus: Kanal OliverCADify

Video: Das stärkste natürliche Antibiotikum selbst herstellen (4min.12sek.)

Video: Das stärkste natürliche Antibiotikum selbst herstellen (4min.12sek.)
https://www.youtube.com/watch?v=O2WL9QU168I

Antibiotikum herstellen (uraltes Rezept): Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Ingwer, Kurkuma, Meerrettich kleingeschnitten in 1 Glas tun und mit Apfelessig auffüllen, Glas gut schliessen, 2 Wochen im Kühlschrank ziehen lassen, mehrmals täglich schütteln, durch ein Tuch sieben, täglich 1 EL einnehmen, bei Krankheit bis auf 1/4 Glas täglich steigern, tötet alle Bakterien ab, auch Viren, normalisiert Schleimhäute, fördert Durchblutung und Lymphfluss, heilt Candida-Pilzerkrankungen, eliminiert Parasiten, Pilzerkrankungen, Pest, reinigt das Blut, heilt viele chronische Krankheiten, heilt schwerste Infektionen.

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Naturheilt.com von René Graeber, Logo

16.5.2018: Antibiotika der Fluorchinolone-Gruppe mit heftigen Nebenwirkungen
WARNUNG vor Antibiotika der Fluorchinolone-Gruppe!
https://naturheilt.com/blog/antibiotika-der-fluorchinolone-gruppe/

<Medikamente sollten eigentlich den Patienten helfen. Für eine Reihe von ihnen jedoch sind sie keine Hilfe, sondern Tödliche Medikamente. Und eine Gruppe unter diesen hat ein besonders fragwürdiges Profil: Die Fluorchinolone, die zur Klasse der Antibiotika gehören.

Was genau das Problem mit diesen Fluorchinolonen ausmacht, das habe ich in diesem Beitrag diskutiert: Fluorchinolone mit Nebenwirkungen – Ein ärztliches Rezept für Desaster.

Die Zeitschrift „Stern“ macht in einer neuen Ausgabe auf diese Problematik aufmerksam. Hier werden zwei junge Frauen zitiert, die wegen relativ banalen Infektionen beziehungsweise Entzündungen Ciprofloxacin, ein Fluorchinolon, verschrieben bekommen hatten. Laut Aussage der Zeitschrift litten beide Frauen unter einer Entzündung der Nasennebenhöhlen und der Blase. Und ich habe auch immer wieder solche „armen“ Patientinnen in der Praxis, die genau das selbe Schicksal erlebten.

Es ist unglaublich wie leichtfertig Antibiotika der Gruppe der Fluorchinolone immer noch verschrieben werden! Vor allem Frauen mit Blasenentzündungen sollten aufpassen! Bild: 123rf.com – Jupiter8

Die Verschreibung von Antibiotika generell bei Entzündungen ist für mich bereits eine fragwürdige Praxis. Denn Entzündungen sind nicht notwendigerweise nur durch bakterielle Infektionen bedingt. Bei einer Virusinfektion zum Beispiel, die eine entsprechende Entzündung auslöst, ist ein Antibiotikum vollkommen wirkungslos.

Der übermäßige Einsatz, auch der „prophylaktische“ bei nicht gesicherten Indikationen, ist mit eine Ursache für immer häufiger auftretende Resistenzentwicklungen. Dazu zwei Beiträge von mir:

Ciprofloxacin hat eine Unmenge an Nebenwirkungen, die nicht nur während der Behandlung auftreten, sondern zu allem Unheil auch nach Beendigung der Antibiotikatherapie weiter bestehen bleiben!

Deshalb sind alle Fluorchinolone in den USA mit einer sogenannten „Black Box Warning“ versehen, die vor diesen einschlägigen Nebenwirkungen warnt. Ziel dieser Maßnahme ist, dass weder Arzt, noch Patient diese Warnung übersehen, denn sie sind einfach zu gravierend: Ciprofloxacin Side Effects in Detail – Drugs.com. UNd auch in Deutschland gab es sogar mehrere Rote Hand Briefe an die Ärzte, die vor dem Einsatz der Fluorchinolone warnten. Aber was passiert?

Die medikamentöse Vernichtung der Gesundheit

Für die beiden im „Stern“ zitierten Frauen hatte die medikamentöse Behandlung ihrer Störungen katastrophale Folgen. Die Blasen- und Nebenhöhlenprobleme waren zwar „vom Tisch“. Dafür taten sich Abgründe an Nebenwirkungen auf, gegen die die auskurierten Entzündungen das kleinere Problem darstellten.

Bedingt durch das Antibiotikum kam es bei einer Frau zu massiven gastrointestinalen Problemen mit Resorptionsstörungen und damit einhergehenden Schmerzen. Inzwischen leidet die Frau an einem massiven Nährstoffmangel.

Die zweite Frau erlitt Schmerzen am ganzen Körper, Herzrasen, Muskelzuckungen, die sich stetig verschlimmerten. Der „Stern“ beschreibt ihren Zustand heute so, dass ihre Armmuskulatur so schwach ist, dass sie nicht mal in der Lage ist, eine Wasserflasche zu öffnen.

Für beide Frauen ist jetzt der Gang zum Arzt oder auch teilweise ins Krankenhaus Routine/Notwendigkeit geworden.

Ich kenne auch genug Patienten die mit Sehnenabrissen zu tun hatten, sowie massiven psychischen Störungen.

Die evidenzbasierte Reaktion der behandelnden Ärzte

Beide Frauen beschreiben die Reaktion der sie behandelnden Ärzte als vollkommen ablehnend. Für die Ärzte gelten Fluorchinolone als extrem wirksam, was zu stimmen scheint, und gleichzeitig als besonders verträglich, was ein absolutes Ammenmärchen ist. Die eben zitierte „Black Box Warning“ in den USA gibt bereits Grund für diese Vermutung. Denn solche Warnungen werden auch dort nicht aus Langeweile für entsprechende Medikamente vergeben.

Fluorchinolone gelten aufgrund ihrer vehementen und häufig auftretenden Nebenwirkungen als Mittel der letzten Wahl! Das heißt, dass sie nur dann zum Einsatz kommen, wenn andere Antibiotika nicht mehr wirken können und schwere Infektionen Leben und Gesundheit des Patienten bedrohen. Fluorchinolone als Mittel der 1. Wahl einzusetzen ist ein kapitaler Behandlungsfehler, der aber von den meisten Ärzten als solcher nicht wahrgenommen wird. Professor Glaeske von der Universität Bremen, ein Arzneimittelexperte, kritisiert das Verordnungsverhalten der Ärzte bei Antibiotika prinzipiell, wie zum Beispiel bei: Zu viele Antibiotika für Kinder.

Aber es werden nicht nur zu viele Antibiotika verordnet, sondern dann auch noch die falschen Antibiotika. Denn der Marktanteil von Fluorchinolonen mit 16 Prozent liegt viel zu hoch für ein Reservemedikament. Diese Zahlen belegen, dass viele Ärzte diese Antibiotika-Klasse viel zu häufig und viel zu schnell verordnen. In absoluten Zahlen: Laut „Stern“ werden in Deutschland täglich 16.000 Packungen mit Fluorchinolonen verordnet, eine Nummer, die für ein Reservemedikament extrem hoch ausfällt.

Der traurige „Nachbrenner“ kommt zuletzt und als Tüpfelchen auf dem i: Da die verschreibenden Ärzte offensichtlich der Legoland-Werbung der Pharmaindustrie glauben und Fluorchinolone als unbedenklich betrachten, können demzufolge auftretende Nebenwirkungen nur einem verwirrten Geisteszustand des Patienten zu verdanken sein. Deshalb wurde den beiden im „Stern“ zitierten Frauen nahegelegt, sich „einen guten Psychiater“ zu besorgen. Und damit sind diese Patienten von ihren Ärzten zu Patienten mit physischen und psychischen Problemen verwandelt worden, was aus ökonomischer Sicht gesehen ein besonders nachhaltiges Modell darstellt. Und genau so kenne ich das auch von meinen Patientinnen!

Fazit

Der Zynismus der Schulmedizin scheint grenzenlos zu sein. Die dazu gehörige Ignoranz nicht minder. Kaum einer der Halbgötter in Weiß scheint so recht zu wissen, welche pharmakologischen Eigenschaften Fluorchinolone besitzen und welches Gefahrenpotenzial von ihnen ausgeht. Dieses evidenzbasierte Unwissen übersetzt sich dann in ungerechtfertigte, leichtfertige Verschreibungen. Die daraus resultierenden Nebenwirkungen, die auch nach dem Absetzen des Präparats fortbestehen (können), werden nicht selbstkritisch auf die eigene Verschreibung zurückgeführt, sondern auf den Geisteszustand des betroffenen Patienten.

Fazit vom Fazit: Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz – nie war der Spruch wertvoller als für die schulmedizinische Praxis der medikamentösen Behandlung mit Antibiotika.>

Natur mit eigenen Antibiotika - und pH-Wert mit Rohkost und Blutgruppenernährung steigern
Die Natur hat eigene Antibiotika (z.B. Kokosöl einnehmen). Ausserdem sollte man den pH-Wert im Körper beachten (sollte immer zw. pH6 und pH7 sein morgens nüchtern gemessen). Rohkost und Blutgruppenernährung sind die beste Prävention dafür und so wird man nie Antibiotika brauchen.

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Netzfrauen
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7.4.2019: Natürliche Antibiotika können auch aus Pilzen gewonnen werden:
Ein weites, bislang wenig erforschtes Feld! Die unerwartete Zauberkraft von Pilzen – sogar Pilze als Quelle von Antibiotika! – The unexpected magic of mushrooms

Normalerweise werden sie mit Verrottung und Verfall assoziiert: Pilze. Sie können auch eine missachtete Ressource sein, die der Menschheit bei der Lösung einiger ihrer größten Probleme hilft. So gehört Stella McCartney zu den Designern, die jetzt mit Pilzleder arbeiten wollen. Oder: Die Armillaria gallica könnte ein potenzielles Gegengewicht zur berüchtigten Instabilität von Krebs bieten. Und sogar die Pilzverpackung gibt es. Sie ist biologisch abbaubar und wird bereits von Unternehmen wie Dell zur Verpackung ihrer Computer verwendet. Forscher in Yale stellten fest, dass es einen seltenen Pilz gibt, der gerne Plastik frisst. Und es gibt sogar schon Lösungen gegen das Bienensterben und zwar auch hier ür gibt es besondere Pilze. Sie werden überrascht sein, lernen Sie hier die unerwartete Magie von Pilzen kennen. 

Die unerwartete Magie von Pilzen

Wir hatten Ihnen bereits Paul Stamets vorgestellt. Er hält mehrere Patente auf natürliche, aus Pilzen hergestellte Insektizide. Pilzen gehören die Zukunft, so Paul, und er hat uns auf diesen folgenden Beitrag aufmerksam gemacht, den wir für Sie übersetzt haben.

Normalerweise werden sie mit Verrottung und Verfall assoziiert: Pilze. Sie könnten aber auch eine missachtete Ressource sein, die der Menschheit bei der Lösung einiger ihrer größten Probleme hilft.

Zu Jim Andersons Füßen liegt ein Monster. Es lebte schon, als der persische König Xerxes Krieg gegen die alten Griechen führte, und wiegt mehr als drei Blauwale zusammen. Es hat einen unersättlichen Appetit und frisst sich seinen Weg durch gigantische Waldschneisen. Es ist je doch kein längst vergessenes Tier der griechischen Mythologie, sondern ein Pilz.

Anderson steht in einem bescheidenen Stück Waldland in Crystal Falls, auf Michigans Oberer Halbinsel. Er stattet einem Organismus einen Besuch ab, der im Waldboden lebt und den er und seine Kollegen vor beinahe 30 Jahren entdeckten. Dies ist das Zuhause von Armillaria gallica, einer Art Honigpilz.

Diese gewöhnlichen Pilze kommen in gemäßigten Waldgegenden in ganz Asien, Nordamerika und Europa vor, wo sie auf sterbendem oder auf abgestorbenem Holz wachsen, wodurch sie die Verrottung beschleunigen. Die einzigen sichtbaren Anzeichen von ihm sind oft Klumpen von schuppigen gelb-braunen giftpilzartigen Fruchtkörpern, die bis zu 10 cm groß werden.

Als Anderson und seine Kollegen Ende der 1980er Jahre nach Crystal Falls kamen, stellten sie fest, dass die zuvor vermutete reiche Ansammlung von Armillaria Gallica unter dem Mulch von Laub und der obersten Erdschicht des Waldbodens in Wirklichkeit ein einziges gigantisches Exemplar war. Sie vermuteten, dass der Pilz sich über etwa 0,37 km2 ausdehnte, 100 Tonnen wog und wenigstens 1.500 Jahre alt war. Er wurde zum neuesten Rekordhalter für den größten Organismus unseres Planeten. Ein Exemplar der gleichen Art in einem Wald Oregons hält den derzeitigen Rekord.

„Damals verursachte dies einigen Wirbel“, erzählt Anderson. „Unser Artikel erschien am 1. April, weswegen ihn alle für einen Aprilscherz hielten. Im Jahr 2015 trieb es uns zurück [zu dem Pilz], um unsere Voraussage zu überprüfen, dass dieser Organismus wirklich selbstständig und dauerhaft war“.

Zwischen 2015 und 2017 kehrten sie mehrere Male zu ihm zurück, entnahmen Proben von entfernten Punkten im Wald und ließen ihre DNA durch einen Sequenzer ihres Labors an der Universität Toronto laufen. Seit ihrer ersten Studie in den 1980er Jahren hat sich die genetische Analyse stark weiterentwickelt. Neue Techniken beschleunigen den Prozess, senken die Kosten und bieten mehr Informationen.

Ihre neuen Proben ergaben, dass die Armillaria gallica, die sie als eigenständiges Exemplar identifiziert hatten, noch viel größer und älter war als vorhergesagt, und zwar vier Mal so groß und weitere 1000 Jahre älter und etwa 400 Tonnen schwer.

Die Analyse ergab eine weitere, erstaunlichere Erkenntnis, eine, die uns Menschen in unserem Kampf gegen einen der größten Feinde der modernen Medizin unterstützen könnte – Krebs.

Die kanadischen Forscher entdeckten das mögliche Geheimnis hinter Armillaria gallicas außergewöhnlichem Umfang und Alter. Es kommt zutage, dass der Pilz eine extrem niedrige Mutationsrate hat – was bedeutet, dass er mögliche schädliche Veränderungen seines genetischen Codes vermeidet.

Wenn Organismen wachsen, teilt sich jede Zelle in zwei, um neue Tochterzellen zu produzieren. Mit der Zeit kann die DNA in den Zellen Schaden nehmen, was zu Fehlern führt, bekannt als Mutationen, die sich in den genetischen Code einschleichen. Man hält dies für einen der Schlüsselmechanismen, die zu Alterung führen.

Aber es scheint, dass die Armillaria Gallica in Crystal Falls eine gewisse eingebaute Resistenz gegen diesen DNA-Schaden haben könnte. In 15 Proben, die aus fernen Teilen des Waldes entnommen und vom Team sequenziert wurden, hatten sich nur 163 Buchstaben von 100 Millionen im genetischen Code der Armillaria gallica verändert.

„Die Mutationsfrequenz ist viel, viel niedriger, als wir es uns je hätten vorstellen können“, sagt Anderson. „Um dieses niedrige Niveau der Mutation zu erreichen, erwarten wir, dass sich die Zellen im Durchschnitt einmal pro Meter Wachstum teilen. Aber das Erstaunliche ist, dass die Zellen mikroskopisch klein sind – nur wenige Mikrometer groß -, sodass man Millionen von ihnen in jedem Meter Wachstum brauchen würde.“

Anderson und sein Team glauben, dass der Pilz einen Mechanismus hat, der dabei hilft, seine DNA vor Schäden zu schützen, indem er ihm eines der stabilsten Genome der natürlichen Welt gibt. Obwohl sie das noch enträtseln müssen, könnte die bemerkenswerte Stabilität des Genoms der Armillaria gallica neue Erkenntnisse über die menschliche Gesundheit liefern.

Bei einigen Krebsarten können Mutationen in Zellen „randalieren“, da die normalen Mechanismen, die die DNA überprüfen und reparieren, zusammenbrechen.

Armillaria gallica könnte ein potenzielles Gegengewicht zur berüchtigten Instabilität von Krebs bieten“, sagt Anderson. „Wenn Sie sich eine Linie von Krebszellen ansähen, die im Alter gleichwertig sind, wäre diese so durchsiebt von Mutationen, dass Sie sie möglicherweise nicht erkennen könnten. Armillaria ist das entgegengesetzte Extrem. Es könnte möglich sein, die evolutionären Veränderungen zu erkennen, die es ihr ermöglicht haben, so zu sein [wie sie ist] und sie mit Krebszellen zu vergleichen.“

Dies könnte es nicht nur den Wissenschaftlern ermöglichen, mehr darüber zu erfahren, was in Krebszellen schief läuft, sondern auch neue Möglichkeiten der Krebsbehandlung eröffnen.

Während Anderson und seine Kollegen nicht vorhaben, diese Arbeit selbst zu erledigen – sie überlassen sie anderen, die jünger und qualifizierter sind, die genetische Komplexität von Krebs zu verstehen -, bieten ihre Ergebnisse einen faszinierenden Einblick in die ungenutzte Kraft von Pilzen, die der Menschheit zu helfen können.

Pilze gehören zu den am häufigsten vorkommenden Organismen auf unserem Planeten – die kombinierte Biomasse dieser oft winzigen Organismen übersteigt die aller Tiere auf dem Planeten zusammengenommen. Und ständig entdecken wir neue Pilze. Mehr als 90% der geschätzten 3,8 Millionen Pilze auf der Welt sind der Wissenschaft derzeit [noch] unbekannt. Allein 2017 wurden 2.189 neue Pilzarten von Wissenschaftlern beschrieben.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der britischen Royal Botanic Kew Gardens in London hebt hervor, dass Pilze bereits auf Hunderte von verschiedenen Arten verwendet werden, von der Papierherstellung bis hin zur Reinigung unserer schmutzigen Kleider.

Pilze als Quelle von Antibiotika

Rund 15% aller Impfstoffe und biologisch hergestellten Medikamente stammen von Pilzen. Die komplexen Proteine, mit denen beispielsweise eine Immunantwort auf das Hepatitis-B-Virus ausgelöst wird, wachsen in Hefezellen, die zur Pilzfamilie gehören.

Am bekanntesten ist vielleicht das Antibiotikum Penicillin, das in einer häufigen Art von Haushaltsschimmel entdeckt wurde, der oft auf altem Brot wächst. Dutzende anderer Arten von Antibiotika werden heute von Pilzen produziert.

Sie bieten auch zahlreiche Behandlungen von Migräne und Statinen zur Behandlung von Herzerkrankungen. Ein relativ neues Immunsuppressivum zur Behandlung der Multiplen Sklerose wurde aus einer Verbindung entwickelt, die von einem Pilz produziert wird, der wiederum Zikadenlarven infiziert.

„Es ist Teil dieser Familie von Pilzen, die in Insekten eindringen und sie verschlingen“, sagt Tom Prescott, ein Forscher, der den Einsatz von Pflanzen und Pilzen im Royal Botanic Kew Gardens auswertet. „Sie produzieren diese Verbindungen, um das Immunsystem der Insekten zu unterdrücken, und es stellt sich heraus, dass sie auch beim Menschen eingesetzt werden können.“

Einige Forscher glauben jedoch, dass wir bislang nur an der Oberfläche dessen gekratzt haben, was uns Pilze bieten können.

„Es wurde bereits berichtet, dass[Pilze] gegen Viruserkrankungen aktiv werden„, sagt Riikka Linnakoski, eine Forstpathologin am Natural Resources Institute, Finnland.

Von Pilzen produzierte Verbindungen können Viren zerstören, die Krankheiten wie Grippe, Polio, Mumps, Masern und Drüsenfieber verursachen. Zahlreiche Pilze wurden auch gefunden, um Verbindungen herzustellen, die Krankheiten behandeln könnten, die derzeit nicht heilbar sind wie HIV und das Zika-Virus.

„Ich glaube, diese repräsentieren nur einen kleinen Bruchteil des gesamten Arsenals an bioaktiven Verbindungen“, sagt Linnakoski. „Pilze sind eine riesige Quelle verschiedener bioaktiver Moleküle, die in Zukunft möglicherweise als antivirale Mittel eingesetzt werden könnten.“

Sie ist Teil eines Forschungsteams, das untersucht, ob Pilze, die in den Mangrovenwäldern Kolumbiens wachsen, Quellen für neue antivirale Wirkstoffe sein könnten. Diese Ziele wurden jedoch noch nicht erreicht. Pilze als Quelle von Antibiotika, die gegen Bakterien wirken, sind zwar gut erforscht, jedoch wurden bislang keine aus Pilzen gewonnenen antiviralen Medikamente zugelassen.

Linnakoski führt dieses offensichtliche Versäumnis der Wissenschaft auf die Schwierigkeit zurück, viele Pilze aus der natürlichen Umgebung zu sammeln und anzubauen, sowie auf den historischen Mangel an Kommunikation zwischen Mykologen und Virologen. Aber sie glaubt, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis ein pilzbasiertes antivirales Medikament seinen Weg in die Klinik findet.

Linnakoski glaubt auch, dass die Suche nach neuen Pilzarten in unwirtlichen Umgebungen, wie z. B. im Sediment auf dem Meeresboden in einigen der tiefsten Teile des Ozeans oder unter den stark veränderlichen Bedingungen der Mangrovenwälder, noch spannendere Verbindungen hervorbringen könnte.

„Es ist anzunehmen, dass die extremen Bedingungen Pilze dazu anregen, einzigartige und strukturell beispiellose sekundäre Stoffwechselprodukte zu produzieren“, sagt sie. „Leider verschwinden viele der einheimischen Ökosysteme, die ein großes Potenzial für die Entdeckung neuartiger bioaktiver Verbindungen bergen, wie z.B. Mangrovenwälder, in alarmierender Geschwindigkeit.“

Darüber hinaus bergen Pilze Verwendungsmöglichkeiten, die andere Probleme lösen können – jenseits unserer Gesundheit.

Ein Pilz, der auf einer Deponie am Rande von Islamabad, Pakistan, im Boden gefunden wurde, kann eine Lösung für die alarmierende Menge an Kunststoffverschmutzung sein, die unsere Ozeane verstopft. Fariha Hasan, Mikrobiologin an der Quaid-I-Azam-Universität in Islamabad, stellte fest, dass der Pilz Aspergillus tubingensis Polyurethan-Kunststoff schnell abbauen kann.

Diese Kunststoffe, aus denen früher eine breite Palette von Produkten wie Möbelschaumstoffe, Elektronikgehäuse, Klebstoffe und Folien hergestellt wurden, können jahrelang in Erde und Meerwasser verbleiben. Jedoch wurde festgestellt, dass die Pilze sie innerhalb weniger Wochen abbauen. Hasan und ihr Team untersuchen nun, wie man die Pilze für den großtechnischen Abbau von Kunststoffabfällen einsetzen kann. Bei anderen Pilzen wie z. B. Pestalotiopsis microspore, der normalerweise auf verrottenden Efeublättern wächst, wurde ebenfalls ein ungeheurer Appetit auf Plastik festgestellt, was die Hoffnung darauf weckt, dass sie zur Lösung unseres wachsenden Abfallproblems genutzt werden könnten.

Tatsächlich haben Pilze einen erheblichen Geschmack für die Verschmutzung, mit der wir unsere Welt belasten. Arten wurden entdeckt, die Böden von Ölverschmutzung reinigen, schädliche Schwermetalle abbauen, langlebige Pestizide vernichten und sogar zur Rehabilitation radioaktiv verseuchterer Standorte beitragen können.

Pilze könnten aber auch in erster Linie dazu beitragen, dass einige Kunststoffe überhaupt nicht mehr verwendet werden müssen.

Eine Reihe von Gruppen auf der ganzen Welt versuchen nun, ein wesentliches Merkmal von Pilzen – die aderartigen Netze aus Myzel, die sie produzieren – zu nutzen, um Materialien herzustellen, die Kunststoffverpackungen ersetzen können. Während Pilze wachsen, verzweigen sich diese Myzelfäden nach außen, um in Ecken und Kanten im Boden zu sondieren und ihn so zu verbinden. Sie sind der Klebstoff der Natur.

Im Jahr 2010 begann Ecovative Design zu untersuchen, wie sie damit natürliche Abfallprodukte wie Reisschalen oder Holzschnitzel zu einer Alternative zu Styroporverpackungen verbinden können. Ihre frühen Arbeiten haben sich zu MycoComposite entwickelt, das Reste von Hanfpflanzen als Ausgangsmaterial verwendet.

Diese werden zusammen mit Pilzsporen und Mehl in wiederverwendbare Formen verpackt, in denen sie dann neun Tage lang wachsen. Dabei produzieren sie Enzyme, die anfangen, den Abfall zu verdauen. Sobald das Material in die gewünschte Form gebracht wurde, wird es wärmebehandelt, um das Material zu trocknen und weiteres Wachstum anzuhalten.

Die so entstandene „Pilzverpackung“ ist biologisch abbaubar und wird bereits von Unternehmen wie Dell zur Verpackung ihrer Computer verwendet.

Das Unternehmen hat auch eine Methode entwickelt, um Myzel in Schaumform zu züchten, das in Sportschuhen oder als Isolierung verwendet werden kann. Ebenso können sie aus Myzel lederartige Stoffe erzeugen. In Zusammenarbeit mit dem nachhaltigen Textilunternehmen Bolt Threats kombiniert es Maisstängel mit dem Myzel und lässt beides zu einer Matte wachsen, die gegerbt und komprimiert wird. Der gesamte Prozess dauert Tage und nicht die Jahre, die für Tierleder benötigt werden.

Stella McCartney gehört zu den Designern, die jetzt mit diesem Pilzleder arbeiten wollen. Schuhdesignerin Liz Ciokajlo hat vor kurzem erst ein Myzel für eine moderne Nachbildung des Modetrends des Moon Boot aus den 70er Jahren verwendet.

Athanassia Athanassiou, Materialwissenschaftlerin am Italienischen Institut für Technologie in Genua, entwickelt mit Hilfe von Pilzen neue Arten von Bandagen zur Behandlung schlecht heilender oder offener Wunden.

Aber sie hat auch entdeckt, dass es möglich ist, die Eigenschaften des Myzelmaterials zu optimieren, indem man verändert, was es verdauen muss. Je härter eine zu verdauende Substanz für die Pilze ist – wie z. B. Holzschnitzel statt Kartoffelschalen – desto steifer ist das entstehende Myzelmaterial.

Es eröffnet die Aussicht, Pilze für robustere Zwecke einzusetzen.

Gesehen in Australien – Doro Schreier

Die kalifornische Firma MycoWorks hat Methoden entwickelt, mit deren Hilfe Pilze zu Baumaterialien verarbeitet werden. Durch die Verschmelzung von Holz mit Myzel konnten sie Ziegel herstellen, die feuerhemmend und widerstandsfähiger sind als herkömmlicher Beton.

Tien Huynh, Biotechnikerin am Royal Melbourne Institute of Technology in Australien, leitet ein Projekt zur Herstellung ähnlicher Pilzziegel, bei dem Mycel aus Trametes versicolor mit Reishülsen und zerkleinertem Altglas kombiniert wird.

Sie sagt, dass sie nicht nur ein billiges und umweltfreundliches Baumaterial liefern, sondern auch dazu beitragen, ein weiteres Problem zu lösen, mit dem viele Haushalte in Australien und auf der ganzen Welt konfrontiert sind – Termiten. Der Kieselsäuregehalt des Reises und des Glases macht das Material weniger appetitlich für Termiten, die jedes Jahr Schäden an Häusern in Höhe von Milliarden Dollar verursachen.

„In unserer Forschung haben wir die Pilze auch dazu genutzt, Enzyme und neue Biostrukturen für verschiedene Eigenschaften wie Schallabsorption, Stärke und Flexibilität herzustellen“, sagt Huynh. Ihr Team arbeitet auch daran, mit Pilzen Chitin herzustellen – eine Substanz, die zur Verdickung von Lebensmitteln und in vielen Kosmetika verwendet wird.

„Normalerweise wird Chitin aus Schalentieren gewonnen, die hypoallergene Eigenschaften haben“, sagt sie. „Das Pilzchitin nicht. Wir werden im weiteren Verlauf des Jahres mehr Produkte auf Pilzbasis haben, aber es ist sicherlich eine faszinierende Ressource, die [gegenwärtig noch] weitgehend ungenutzt ist.“

Pilze können auch in Kombination mit traditionellen Baustoffen zu einem „intelligenten Beton“ verarbeitet werden, der sich selbst heilen kann, wenn die Pilze in entstehende Risse hineinwachsen und frisches Kalziumkarbonat, den wichtigsten Rohstoff im Beton, zur Reparatur der Schäden absondern.

„Die Verwendungsmöglichkeiten für Myzel […] sind endlos“, sagt Gitartha Kalita, Bioingenieur am Assam Engineering College und an der Assam Don Bosco University in Guwahati, Indien. Er und seine Kollegen verwenden Pilze und Heuabfall zur Erschaffung einer Alternative zu Bauholz. „Alles, was wir heute landwirtschaftliche Abfälle nennen, ist eigentlich eine unglaubliche Ressource, auf der Pilze wachsen können. Wir haben unsere Umwelt bereits geschädigt. So können wir die derzeitigen Materialien durch etwas ersetzen, das sich nachhaltig erhalten wird. Sie [die Pilze] können unsere Abfälle in etwas verwandeln, das wirklich wertvoll für uns ist.“

Titelfoto – G0DG67 Bulbous Honey Fungus is an edible mushroom. Image shot 06/2015. Exact date unknown.>


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Infosperber
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Wer Antibiotika-Pillen provoziert, verseucht mit Abwasser die Gewässer mit Antibiotika - Beispiel Novartis in Indien!

20.6.2019: GLOBALISIERUNG - die Pharma provoziert resistente Keime in Indien, die dann in alle Welt verbreitet werden!
Novartis lässt Antibiotika in Indien herstellen und belastet die Gewässer in Indien mit Antibiotika — in den Gewässern werden Keime resistent gegen Antibiotika — Touristen und Gemüseimporte aus Indien verbreiten diese resistenten Keime in der ganzen Welt, so dass die Antibiotika von Novartis keine Wirkung mehr haben — EIGENTOR!
Gefährliche Superkeime aus Indien im Basler Abwasser
https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesundheit/Novartis-Roche-Superkeime-aus-Indien-im-Basler-Trinkwasser

Fototext: Die oben beschriebenen Abwässer stammen von einer der grössten Antibiotikaherstellerinnen in Hyderabad (links rot eingezeichnet).

<Urs P. Gasche / 20. Jun 2019 - Resistente Keime machen Antibiotika wirkungslos. Zu den Verursachern gehört ausgerechnet auch Novartis.

Kurz zusammengefasst: Schweizer Pharmakonzerne lassen Antibiotika in Indien herstellen. Wasserproben deckten auf, dass die «gereinigten» Abwässer einer grossen Fabrik in Hyderabad stark mit Antibiotika belastet sind. Die Abwässer gelangen in die verschmutzten Gewässer der Umgebung. Dort vermehren sich explosionsartig Bakterien, die gegen diese Antibiotika resistent sind.

Touristen und Gemüseimporte sorgen dafür, dass sich die hochresistenten Keime in alle Kontinente verbreiten. Sogar im gereinigten Abwasser der Stadt Basel wurden hochresistente Keime aus Indien gefunden. «Wir waren überrascht und schockiert», erklärte Claudia Bagutti, Mikrobiologin des Kantonslabors Basel-Stadt.

Die Arbeit von zwei Teams des öffentlichrechtlichen Fernsehens

Über Novartis als Mitverursacherin hochresistenter Keime in Indien hatte die SRF-DOK im November 2018 mit einem Film von Karin Bauer informiert. Die Messungen in Indien machte ein Reporterteam der ARD unter dem Titel «Der unsichtbare Feind – Tödliche Supererreger aus Pharmafabriken». Der SRF-Beitrag ist nicht mehr online.

In der «Antibiotika-Hauptstadt» Hyderabad produzieren die «MSN Laboratories» für die halbe Welt Antibiotika. In einem Informationsvideo garantieren die MSN, «strengste Sicherheits- und Umweltnormen» zu erfüllen und die Umgebung mit «keinem schmutzigen Abwasser» zu belasten.

«Unmengen von resistenten Bakterien»

Proben vor Ort zeigten das Gegenteil: Die angeblich gereinigten Fabrikabwässer waren voller Antibiotikarückstände. Nicht etwa staatliche Kontrolleure entnahmen diese Proben, sondern ein Rechercheteam der ARD. Christoph Lübbert, Professor für Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig, der das Team begleitete, zeigte sich überrascht: «In allen Proben fanden wir Unmengen von Bakterien, die Unmengen von Resistenzgenen tragen – und zwar von der schlimmsten Sorte.»

Umweltbedingungen werden nicht überprüft

Ausgerechnet Hersteller von Antibiotika verursachen selber Keime, die gegen ihre Antibiotika resistent sind. Die Novartis-Tochter Sandoz liess Antibiotika ebenfalls von «MSN Laboratories» herstellen, bis die Proben des ARD-Teams letztes Jahr bekannt wurden. Pharmafirmen verweisen stets auf internationale Kontrolleure, welche die Fabriken in Indien zertifizieren würden. Doch die Aufsichtsbehörde Swissmedic erklärte, dass «Umweltbedingungen [wie die Abwasserreinigung] und auch Arbeitsbedingungen nicht Teil der Prüfungen sind.»

Die Pharmakonzerne tragen zwar nur zu einem geringen Teil dazu bei, dass in Indien so viele multiresistente Keime entstehen und auf alle Kontinente verschleppt werden. Aber es ist stossend, dass ausgerechnet Antibiotikahersteller als Mitverursacher verantwortlich sind. Resistenzen, die Antibiotika unwirksam machen, sind eines der grössten Gesundheitsprobleme der Gegenwart.

Dokumentarfilme der SRF-DOK und der ARD bleiben ohne Echo

Trotz dieser Brisanz hat keine einzige Schweizer Zeitung die Informationen von SRF-DOK und der ARD aufgegriffen und ihre Leserschaft darüber informiert. Es kam auch zu keinen Diskussionen in Radios oder privaten TV-Stationen.

Aus diesem Grund fasst Infosperber die wichtigsten Fakten im Folgenden zusammen. Der Antibiotikaskandal in Indien ist ein Anschauungsbeispiel im Hinblick auf die Abstimmung über die Konzernverantwortungs-Initiative.

Indien als Zentrum der weltweiten Antibiotikaproduktion ist gleichzeitig Rekordhalterin der Todesfälle wegen resistenter Bakterien

Nach Angaben von Christoph Lübbert sterben in Indien jedes Jahr etwa 60'000 Neugeborene an resistenten Keimen. Über Nahrung, Umwelt und Touristen verbreiten sich die gefährlichen Bakterien bis nach Deutschland und in die Schweiz. Um herauszufinden, ob auch die Antibiotikafabriken in Indien mitverantwortlich sind, reiste der Professor der Tropenmedizin mit einem Reporterteam der ARD in die indische Pharma-Hauptstadt Hyderabad und entnahm dort Wasserproben.

Der indische Umweltaktivist Anil Dayakar führte sie für die Entnahme von Wasserproben zu den Fabrikabwässern. Angeblich sind diese Fabrikabwässer geklärt, bevor sie in umliegende Gewässer geleitet werden.

Vor Ort stank es bestialisch nach Fäulnis, Kot und Chemie. «Mit diesem Wasser bewässern Bauern ihre Felder», berichtete Dayakar. Einige Abwässer gelangen in einen See, dessen Fische kommerziell verwertet werden.

Wenn Keime in diesen Gewässern mit Antibiotikarückständen in Kontakt kommen, entwickeln sie Abwehrmechanismen. Besonders robuste überleben als Supererreger, die dann gegen viele Antibiotika resistent sind. Eine einzige solche superresistente Bakterie kann sich so schnell vermehren, dass daraus innerhalb eines halben Tages über eine Milliarde werden.

Gelangen sie über das Wasser oder die Nahrung zum Menschen, siedeln sie sich in dessen Darm an. Gesunde merken nichts davon, können sie aber auf andere Menschen übertragen. Bei Kranken und Verletzten können sie gefährliche Entzündungen auslösen und bis zu lebensgefährlichen Blutvergiftungen führen.

Novartis versteckte sich hinter «Geschäftsgeheimnis»

«MSN Laboratories» betreibt sechs Fabriken. In einem Werbevideo brüstet sich MSN: «Aus unseren Fabriken gelangt kein schmutziges Abwasser. Wir erfüllen strengste Sicherheits- und Umweltnormen.» Internationale Kontrolleure, darunter das Gesundheitsamt Hamburg, würden die Fabriken überwachen und zertifizieren.

Auf solche Zertifikate stützen sich grosse Pharmakonzerne ab, welche ihre Antibiotika von der MSN herstellen lassen. Die Schweizer Medikamenten-Zulassungsstelle Swissmedic versicherte, bei der Zulassung würde sie «die ganze Herstellungskette» überprüfen. Auf die konkrete Frage nach den mit Antibiotika verseuchten Abwässern räumte Swissmedic-Sprecher Lukas Jäggi gegenüber der SRF-DOK ein:

«Umweltaspekte sind nicht explizit Teil der Prüfung, sondern nur die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit der Arzneimittel. Umweltbedingungen und auch Arbeitsbedingungen sind nicht Teil der Prüfung

Das ARD-Fernsehteam machte in Begleitung von Professor Christoph Lübbert, was eigentlich staatliche Inspektoren tun müssten: Sie nahmen in den Abwässern Proben und werteten sie in Deutschland aus. Das Resultat überraschte sogar Lübbert:

«Man findet in allen Proben Unmengen von Bakterien, die Unmengen von Resistenzgenen tragen – und zwar von der schlimmsten Sorte.»

Als Arzt hätte er Schwierigkeiten, Patienten zu behandeln, die mit solchen resistenten Keimen belastet sind, weil die Antibiotika nicht mehr wirken.

Weil in Indien fast alle Einwohner antibiotika-resistente Keime im Darm hätten, sei vor allem deren menschlicher Kot für die enorme Ausbreitung resistenter Keime verantwortlich. «Doch dass es auch in den Abflüssen aus den Fabriken so dramatisch ist, hätten wir nicht erwartet.»

In den Fabrikabwässern war die Zahl der multiresistenten Keime direkt abhängig von der Menge Antibiotika: «Das Wachstum der Erreger wird [durch die Antibiotika] explosionsartig gefördert. Es ist wie ein Katapulteffekt.»

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis wollte dem Fernsehen letztes Jahr nicht sagen, ob er bei MSN in Indien Antibiotika herstellen lässt: «Angaben über unsere Beschaffungskette sind vertraulich – nicht nur zu unserem Schutz, sondern auch zum Schutz unserer Zulieferer.»

Dumm nur, dass MSN selber die Novartis-Tochter Sandoz als Kundin unter vielen andern angibt (siehe MSN-Publikation oben). Jetzt bestätigt ein Novartis-Sprecher gegenüber Infosperber, dass die Sandoz-Antibiotika von den MSN Laboratories stammten.

Roche: «Wir erhielten keinen Zugang zur Deponie»

Auch das Antibiotikum Sulfamethoxazol, das der Pharmakonzern Roche in Kombination mit Trimethoprim unter dem Namen Bactrim vertreibt, stammt aus Indien. Bactrim wird vor allem bei Infektionen der Harnwege und der Lunge eingesetzt.

Der Konzern erklärte, die von ihr beauftragte Fabrik «Virchow Laboratories» in Hyderabad würde die Abwässer «destillieren» und nachher auf eine Deponie bringen, die dem Staat Indien gehöre. Doch räumte Roche im SRF-Dokfilm ein: «Uns wurde auf mehrmalige Anfrage nicht erlaubt, diese Deponie zu auditieren. Wir können daher leider nicht garantieren, dass diese Deponie die Umwelt nicht verschmutzt.» Seit Juni 2017 habe Roche «keinen weiteren Versuch mehr unternommen, die Deponie besichtigen zu dürfen», erklärte ein Sprecher gegenüber Infosperber.

Roche ist nur eine von weltweit vielen Pharmafirmen, welche Sulfamethoxazol von den «Virchow Laboratories» bezieht. Diese Fabrik deckt nach Angaben von Roche 80 Prozent des Weltmarktes ab.

Indische Superkeime im Basler Abwasser

Das ARD-Reporterteam und Professor Christoph Lübbert fanden extrem resistente Supererreger auch im Fluss Musi, der quer durch Hyderabad fliesst und einer Kloake gleicht. Über diesen Fluss können sich Millionen von Menschen infizieren. «Solche resistente Erreger kommen mit Waren oder Reisenden auch nach Deutschland.»

Vor gut zwei Jahren wurden solche Keime erstmals auch im gereinigten Abwasser der Stadt Basel identifiziert. «Es waren auch von der Sorte NDM dabei. NDM steht für Neu Delhi, weil Keime mit diesem Resistenzmechanismus zuerst in Indien entdeckt wurden», erklärte Katrin Zurfluh, Mikrobiologin an der Universität Zürich. Offensichtlich seien schon mehr Schweizerinnen und Schweizer Träger solcher Keime als man bisher angenommen habe.

Claudia Bagutti, Mikrobiologin vom Kantonslabor Basel-Stadt, ergänzte: «Wir waren sehr überrascht und schockiert. Denn wir glaubten bisher, dass diese hoch resistenten Keime in der Schweiz noch wenig verbreitet sind.»

Solche Keime gelangen über die Fäkalien in die Abwässer. Unsere Kläranlagen können die Zahl der Bakterien zwar verrringern, «aber resistente Bakterien nicht komplett entfernen», erklärte Mikrobiologe Helmut Bürgmann von der Wasserforschungsanstalt EAWAG. Der Anteil insbesondere der resistenten Keime sei nach dem Durchgang durch die Kläranlage nicht wirklich kleiner: «Wir denken, dass das Abwasser mit Rückständen von Antibiotika belastet ist und dann die resistenten Bakterien besser überleben als nicht resistente.»

Mehr resistente Keime im Basler Abwasser von Roche und Novartis

Und wie sieht das beim Abwasser der Schweizer Pharmakonzerne aus? Die Basler Kläranlage ProRheno hat zwei Reinigungsanlagen: eine für die Haushaltsabwasser und eine für die Industrieabwasser, in die auch Novartis und Roche einleiten. Pikant: Nach Angaben von Bürgmann hat man in der Industrieabwasser-Reinigungsanlage deutlich mehr resistente Keime gefunden als in einer durchschnittlichen Kläranlage der Schweiz. Offensichtlich sei das Abwasser der Basler Industrie stärker mit Antibiotika belastet als das an andern Orten.

Der Mechanismus ist derselbe wie in Indien, auch wenn die Konzentration an Antibiotika und damit auch die Menge an resistenten Superkeimen natürlich viel kleiner ist.

Das gereinigte Stadtabwasser mit den resistenten Keimen gelangt direkt in den Rhein. Auch die Abwässer der Basler Industrie, in denen Bürgmann 30- bis 3000-mal mehr resistente Keime fand als im Abwasser der Stadt.

Darum will die Stadt Basel jetzt mit Bundesgeldern für 33 Millionen Franken eine neue Kläranlage bauen, die dank Ozon und pulverisierter Aktivkohle über 80 Prozent der Bakterien eliminieren soll. Das Gesetz verlange nur die Umrüstung von kommunalen Abwasserreinigungsanlagen, erkärte Alain Zaessinger, Betriebsleiter der Basler Kläranlagen ProRheno. Helmut Bürgmann hielte es für prioritär, dass zuerst die Industrie ihre Abwässer besser reinigt.

Die Industrie wird offensichtlich mit Samthandschuhen angefasst.

Packungen ohne Herkunftsangabe

Die Konsumentinnen und Konsumenten müssen dem Treiben der Pharmakonzerne, die für ihre «zertifizierten» Lieferanten in Indien nicht verantwortlich sein wollen, und der lückenhaften Aufsicht des Staates mit verschränkten Armen zusehen: Auf keiner Antibiotikapackung steht, wo Wirkstoffe und Pillen hergestellt wurden.

Es bleibt der fromme Wunsch der Mikrobiologin Katrin Zurfluh: «Wenn wir Antibiotika in jenen Ländern herstellen lassen, müssten wir dort auch die Verantwortung dafür übernehmen, dass die Fabrikabwässer gereinigt werden.»

Und es bleibt die Feststellung von Professor Christoph Lübbert: «Wir holen uns das Problem, das wir exportiert haben, durch Reisen und Flugverkehr wieder zu uns zurück. Die Kranken in den Spitälern werden schwieriger zu behandeln als wir uns das gewohnt waren in den vergangenen Jahren.»

Professor Fritz Sörgel, Leiter des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung in Nürnberg, ergänzte: «Wenn wir das unkontrolliert lassen, wird es eine gigantische Zeitbombe.»

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Einige Zitate stammen aus dem Dokumentarfilm von Karin Bauer und Christian Baars «Der unsichtbare Feind», den SRF am 8. November 2018 ausgestrahlt hatte.>

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2.7.2020: Natürliches Antibiotikum: Grapefruitkernextrakt:
Gesundheit: Grapefruitkernextrakt – Das natürliche Antibiotikum

<Grapefruitkernextrakt gilt schon lange als Geheimtipp im Kampf gegen Bakterien, Pilze und Viren. Gerade in Zeiten mit erhöhtem Infektionsrisiko – wenn Grippen und Erkältungen grassieren – sollte der Grapefruitkernextrakt zur Hand sein.

Begeisterte Anwender berichten regelmässig davon, wie ein paar Tropfen Grapefruitkernextrakt, verdünnt in einem Glas Wasser getrunken, Durchfall oder eine Grippe stoppen konnten oder auch wie Ekzeme und Hautpilzinfektionen endlich ausheilten.

Grapefruitkernextrakt – Konzentrierte Natur

Grapefruitkernextrakt wird aus den zermahlenen Kernen und der Schale der Grapefruits hergestellt.

Die natürliche Heilkraft des Grapefruitkernextrakts wurde wie so oft nur dank eines glücklichen Zufalls entdeckt.

Im Jahr 1980 beobachtete der Arzt und Immunbiologe Dr. Jacob Harich, dass die Grapefruitkerne auf seinem Komposthaufen kaum verrotteten. Sie schienen resistent gegen Schimmelpilze, Fäulnisbakterien, Viren und Parasiten.>

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Kronenzeitung
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31.7.2020: Natürliche Antibiotikasalbe: Das Mittelalter wusste mehr als die kr. Pharma von heute: "Salbe, die aus Knoblauch, Zwiebeln, Wein und Rindergalle besteht":
Wirkt gegen Biofilme: Arznei aus Mittelalter tötet resistente Bakterien
https://www.krone.at/2202288

<Gegen Antibiotika resistente Bakterien werden mehr und mehr zu einem Problem in Krankenhäusern, wo sie immer häufiger schwere bis tödliche Infektionen verursachen. Jetzt haben englische Wissenschaftler entdeckt, dass eine Augensalbe aus dem Mittelalter eine Reihe krankmachender Keime abtötet und zudem auch außerordentlich effektiv gegen hartnäckige sogenannte mikrobielle Biofilme wirkt.

Das Rezept für das mittelalterliche Heilmittel, das Angaben der University of Warwick zufolge fünf verschiedene Bakterienarten wirkungsvoller tötet als die aktuell zur Verfügung stehenden Antibiotika, stammt aus dem „Bald‘s Leechbook“, einer mittelalterlichen medizinischen Handschrift aus dem 10. Jahrhundert. Dieser zufolge hilft die Salbe, die aus Knoblauch, Zwiebeln, Wein und Rindergalle besteht, gegen Augenentzündungen.

Rezeptur wirkt auch gegen Biofilme
Wie die Forscher der University of Warwick nun herausfanden, wirkt die Augensalbe auch gegen mikrobielle Biofilme, in denen sich Einzel- oder Mischpopulationen von Erregern mittels Schleim gegen Antibiotika schützen und dadurch sehr schwierig zu behandeln sind.

Die Bakterien, denen die mittelalterliche Rezeptur den Garaus macht, sind in den Biofilmen zu finden, die häufig bei schwer heilenden Fußgeschwüren von Diabetikern auftreten und daher oft gegen eine Behandlung mit Antibiotika resistent sind. Nicht selten wird deshalb eine Amputation erforderlich, um zu verhindern, dass sich die Bakterien im Blut ausbreiten und eine tödliche Bakteriämie verursachen.

„Wir haben gezeigt, dass ein mittelalterliches Mittel aus Zwiebeln, Knoblauch, Wein und Galle eine Reihe problematischer Bakterien abtöten kann, die auch als Biofilme wachsen. Da die Mischung bei Laborversuchen weder Mäusen noch menschlichen Zellen Schäden zufügte, können wir aus dem Mittel möglicherweise eine sichere und wirksame antibakterielle Behandlung entwickeln“, wird Forscherin Freya Harrison von University of Warwick auf deren Website zitiert.>

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12.1.2021: Antibiotika-Mischung Honig+Kurkuma+schwarzer Pfeffer = "Goldener Honig"
aus Facebook: Corrina Jacker - Link:

Michael Palomino
 ich hab mir natürliches Antibiotika gemacht.....aus Honig, Kurkuma und schwarzem Pfeffer. Heißt GOLDENER HONIG ❤
Hatte Mittelohrentzündung.......hilft super!

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